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Thema: Neues vom VP - dem Verband Philatelistischer Prüfer
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Richard Am: 22.01.2014 09:41:50 Gelesen: 52019# 76 @  
Unser Mitglied Christian Geigle hat mich um folgende Richtigstellungen bei nächster Gelegenheit gebeten, "damit die ohnehin schon blühende Legendenbildung nicht noch weitere Nahrung bekommt".

Die Abkürzung für den Verband Philatelistischer Prüfer e. V. lautet "VP", nicht "VPP". Dies ist deshalb wichtig, weil die Marke "BPP" geschützt ist und der VP in einem Markenschutzverfahren gegen den BPP verloren hat.

Herr Mayer hat den BPP nicht verlassen, um in den VP einzutreten. Er wurde aus durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung aus dem BPP ausgeschlossen. Später trat er dem VP bei.


Soweit die Richtigstellung von Herrn Geigle.

Schöne Grüsse, Richard
 
Carsten Burkhardt Am: 22.01.2014 11:30:23 Gelesen: 51978# 77 @  
Liebe Forummitglieder,

ich habe als 1. Vorsitzender der Verbandes Philatelistischer Prüfer e. V., Website http://www.vppev.de alle Mitglieder schriftlich belehrt, dass die Verwendung des Kürzels "VPP" zu unterlassen ist und rechtliche Konsequenzen aus der Nichtbeachtung ausschließlich zu Lasten des Mitgliedes und nicht des Vereins gehen.

Ich werde zur nächsten Mitgliederversammlung eine Satzungsänderung beantragen, die auch die Nutzung der 3 Buchstaben im Namen der Website unterbindet und den Domainnamen von vppev.de zu vpev.de ändert. Der Domainname vpev.de ist bereits online, den alten werden wir nach Satzungsänderung nur als Linkseite mit aufklärendem Text weiterführen.

Außerdem habe ich eine Domain eingetragen unter dem Namen http://www.verband-philatelistischer-pruefer.de/, dort liegt die Domain im Augenblick. Ansonsten kann ich die Angaben von Christian Geigle nur bestätigen.

Um die Sache noch einmal auf den Punkt zu bringen: Der Zweck des Verbandes Philatelistischer Prüfer e. V. ist die Prüfung von Briefmarken und nicht ein Dauerclinch mit anderen Prüferverbänden, -bünden oder -genossenschaften. Vielleicht könnte Richard so freundlich sein, auch in der Überschrift das Kürzel zu ändern. VP ist das Kürzel für Verbandsprüfer.

Schöne Grüße

Dr. Carsten Burkhardt

[Überschrift redaktionell von VPP in VP geändert am 22.01.14]
 
Carsten Burkhardt Am: 30.03.2014 09:26:11 Gelesen: 50952# 78 @  
Nachdem auf der gestrigen Mitglieder-Versammlung des Verbandes Philatelistischer Prüfer der Ausschluss von Stefan Harmel beschlossen wurde, bin ich aus dem Verein freiwillig ausgetreten.

Um Gerüchten vorzubeugen: Mag. Peter Stastny vom österreichischen VPEx war zwar auch in Fulda anwesend, ich habe aber keinen Antrag auf eine Mitgliedschaft gestellt.

Dr. Carsten Burkhardt
 
edelwicke Am: 30.03.2014 12:21:01 Gelesen: 50893# 79 @  
[#78]

Hallo Herr Burkhardt !

Was bedeutet das in der Konsequenz ? Sie haben Ihre Prüftätigkeit momentan eingestellt ?

Schönen Sonntag noch -
Volker Wicke
 
22028 Am: 30.03.2014 12:38:47 Gelesen: 50879# 80 @  
@ Carsten Burkhardt [#78]

Und warum wurde der Ausschluss von Stefan Harmel beschlossen? Das kann ja viele Gründe haben.
 
Richard Am: 19.04.2014 09:35:48 Gelesen: 50283# 81 @  
Auf seiner Facebook Seite meldet der VPPeV:

Verband philatelistischer Prüfer e.V. - 2. April . Verbandsprüfertagung

Vom 28.-30. März 2014 fand in Fulda die diesjährige erste Mitgliederversammlung des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. statt. Das Frühjahrstreffen lässt sich in den Stichpunkten Prüfgebietserweiterung, Verbandsaktivitäten im laufenden Jahr und allgemeiner Erfahrungsaustausch zusammenfassen.

Thilo Nagler konnte sein Prüfgebiet um Mittellitauen erweitern. Die Prüfungskommission konnte er bei seiner Abschlussprüfung durch postgeschichtliche Kenntnis sowie Anwendung seines Durchlicht- sowie Fluoreszenz-Mikroskop überzeugen.

Ein neues außerordentliches Mitglied (noch) ohne Prüftätigkeit konnte aufgenommen werden. Das Mitglied will sich in den nächsten Jahren durch die Verbandsprüfer ausbilden lassen. Der Verband Philatelistischer Prüfer hat seine Jahresaktivitäten geplant, über die zu gegebener Zeit gesondert bericht wird.

Gäste konnten ebenfalls begrüßt werden. Der Vorsitzende des österreichischen Verbands VPEX (Verband Philatelistischer Experten) Peter Stastny war zum Erfahrungsaustausch anwesend.

Die Homepage http://www.vppev.de ist wegen mehrerer, erneuter Hackerangriffe derzeit nicht erreichbar. Sie wird derzeit überarbeitet. Alternativ ist der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. auf seiner Facebook-Seite unter http://www.facebook.com/vppev erreichbar. Ein weiteres Treffen ist im Herbst geplant. Alle Interessenten einer Mitgliedschaft können sich bei der Geschäftsstelle des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. melden.
 
22028 Am: 19.04.2014 13:54:45 Gelesen: 50194# 82 @  
Nach wie vor unbeantwortet ist, warum der Ausschluss von Stefan Harmel beschlossen wurde.
 
Richard Am: 21.04.2014 09:04:41 Gelesen: 50044# 83 @  
@ 22028 [#80]
@ 22028 [#82]

Du könntest beim VPPeV direkt oder bei Stefan Harmel fragen und danach hier im Forum berichten. Vielleicht erfahre ich auf der Messe in Essen mehr dazu. Vertrauliche Informationen aus erster Hand gebe ich aber auch nicht weiter.

Der BPP hat zumindest in den letzten Jahren noch nie die Gründe eines Ausschlusses bekannt gegeben, ja noch nicht mal dieses Wort geschrieben. Als Rauswurf empfinde ich die BPP Schreibweise "beendet mit sofortiger Wirkung seine Prüftätigkeit im BPP."

Ich bin froh über jeden (!) aktiven Prüfer, gleichgültig in welcher Prüfervereinigung, wenn er mit viel Sachverstand eine gute Arbeit ohne Fehlprüfungen macht.

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 08.08.2014 09:18:25 Gelesen: 48116# 84 @  
Der Verband Philatelistischer Prüfer teilt mit:

Prof. Dr. U. E. Klein hat zum 31. Juli 2014 seine Prüftätigkeit im Verband Philatelistischer Prüfer e.V. auf eigenen Wunsch altersbedingt beendet. Der Verband dankt Prof. Dr. Klein für seine hervorragende Tätigkeit sowie dafür, dass er 2010 den Verband Philatelistischer Prüfer e.V. mitgegründet hat und für die ersten Jahre dessen Vorsitz übernahm.

Diese Prüfgebiete werden in der nächsten Zeit im Verband Philatelistischer Prüfer e.V. neu besetzt. So kann der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. bereits zur Briefmarkenmesse in Sindelfingen neue Verbandsprüfer sowie Prüfer mit Gebietserweiterung präsentieren. Auskünfte zu bearbeiteten Prüfungen sowie allgemeine Informationen erteilt Thilo Nagler, Postfach 223330, 57039 Siegen, Tel. 02 71 - 8 25 06.
 
Richard Am: 19.08.2014 09:30:36 Gelesen: 47966# 85 @  
Verband Philatelistischer Prüfer e.V. mit Messestand in Sindelfingen

Mit einem Messestand nimmt der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. an der internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen vom 23. – 25. Oktober 2014 teil. Als Ansprechpartner stehen an diesen Tagen die Verbandsprüfer den Messebesuchern für ihre philatelistischen Fragen zur Verfügung. Der persönliche Kontakt zu Sammlern, Händlern, Auktionatoren und Verlagen ist den Verbandsprüfern sehr wichtig. Des Weiteren soll Interessenten an einer Verbandsmitgliedschaft ein Einblick in den Prüferalltag gegeben werden und über die „Hürden“ einer Verbandsaufnahme informiert werden.

An den Messetagen sind folgende Verbandsprüfer am Messestand anzutreffen.

23. Oktober: Robert Brunel, Lothar Herbst, Dieter Hettler und Thilo Nagler

24. Oktober: Robert Brunel, Lothar Herbst, Dieter Hettler und Thilo Nagler

25. Oktober: Lothar Herbst, Dieter Hettler, Heinrich Hubert Jendroszek, Henry Mayer, Thilo Nagler und Christine Ney

An allen drei Tagen sind dazu Verbandsmitglieder (noch) ohne Prüftätigkeit am Verbandsprüfer-Messestand zu finden. So steht den Messebesuchern je ein Prüfanwärter für das Deutsche Reich (1933-1945) und Altdeutschland zur Verfügung. Damit deckt der Verbandsprüfer-Messestand die Sammelgebiete beginnend in Altdeutschland, des Deutschen Reiches über die Besetzen Gebiete des ersten und zweites Weltkrieges bis hin zur AM-Post, Kontrollrat, Saarland, SBZ, DDR und Polen ab. Informationen zu den Prüfgebieten des jeweiligen Verbandsprüfers sind unter http://www.vppev.de abrufbar.

Besucher des Verbandsprüfer-Messestandes sollen bitte beachten, dass nur eine erste Einschätzung der vorgelegten Stücke gegeben werden kann. Abschließende Prüfungen bzw. Signaturen oder Attestierungen können an diesen Tagen nicht vorgenommen werden.
 
Hobbyphilatelist Am: 19.08.2014 10:04:04 Gelesen: 47958# 86 @  
@ Richard [#13]

Da werden sich der BPP und der BDPh aber mächtig freuen.
 
22028 Am: 21.08.2014 09:07:27 Gelesen: 47853# 87 @  
@ Hobbyphilatelist [#86]

Lese ich da einen sarkastischen Unterton heraus?
 
Briefmarkenfreunde Donaueschingen Am: 21.08.2014 19:19:45 Gelesen: 47790# 88 @  
Eins kann auf den Tauschtagen beobachtet werden, Marken mit Prüfungen vom VPP werden bei uns in der Region nicht akzeptiert.

Viele Grüße
Dieter
 
Richard Am: 27.08.2014 09:32:02 Gelesen: 47523# 89 @  
Die DBZ schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 22.08.14 auf Seite 40 über die kommende Auktion von Dr. Reinhard Fischer:

Rund 500 der 600 Lose der Horst Kühner Sammlung übersandte Fischer den zuständigen Prüfern. Michael Jäschke-Lantelme, Jens Kunz, Thomas Löbbering, Roland Pieles und Walter Zierath vom Bund Philatelistischer Prüfer sowie Robert Brunel, Lothar Herbst und Udo Eberhard Klein vom Verband Philatelistischer Prüfer bekamen reichlich zu tun.


@ Briefmarkenfreunde Donaueschingen [#88]

Hallo Dieter,

worin liegen denn exakt die Gründe, daß VPP Prüfungen "in der Region" nicht akzeptiert werden ?

Was geschieht mit zu prüfenden Marken, bei denen des VPP Prüfer gibt, nicht aber Prüfer des BPP ? Werden diese, wenn fälschungsgefährdet, im Zweifel lieber ungeprüft erworben ?

Werden sie auf der Fischer Auktion nur die BPP geprüften Lose ersteigern und auf alle anderen nicht bieten, selbst wenn diese hervorragend in ihre Sammlung passen ?

Vielleicht fragst Du mal "in der Region" nach den Gründen und berichtest darüber ?

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 29.10.2014 09:03:04 Gelesen: 46328# 90 @  
Verbandsprüfer-Messestand Sindelfingen 2014

vppev.de - Mit einem Messestand auf der Hauptfläche nahm der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. zum ersten Mal an der internationalen Briefmarkenbörse vom 23.-25. Oktober 2014 in Sindelfingen teil. Für viele Besucher des Verbandsprüfer-Messestands war es ein besonderes Erlebnis, die Verbandsprüfer zu sprechen und so „ihren“ Verbandsprüfer einmal persönlich kennenzulernen. Insgesamt kumulierten sich an allen drei Messetagen die Besuche auf 251 Einzelberatungen. So konnte einem Besucher der Kauf div. Propagandafälschungen des 2. Weltkriegs im Preis von 1.000,00 Euro durch Robert Brunel abgeraten werden. Neben Sammlern, Händlern und Auktionatoren fanden auch mehrere Prüfer des BPP den Weg zum Verbandsprüfer-Messestand. Mit Themen rund um die Bearbeitung von Prüfsendungen oder der Austausch zu bestimmten Problemen einzelner Prüfgebiete waren die Gesprächsinhalte unter den Prüfern gefüllt. Des Weiteren wurde eine gegenseitige Unterstützung bei Prüfungen sowie eine Abstimmung u.a. bei Farben oder Stempeln unter einzelnen Prüfern beider Verbände vereinbart. Das Resümee für diesen Teil der Messebeteiligung der Teilnehmer des Verbandsprüfer-Messestands ist: Die Zusammenarbeit auf Prüferebene beider Verbände klappt!

Neben der philatelistischen Beratung war ein weiteres Thema die Mitgliedschaft im Verband Philatelistischer Prüfer e.V. Gleich zwei Interessenten beantragten vor Ort die Aufnahme um außerordentliche Mitgliedschaft. Zudem konnte der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. drei neue Prüfer am Messestand präsentieren: Benjamin Voigt für das Prüfgebiet Preußen, Jörg Lindenau für das Prüfgebiet 3. Reich und Saša France für das Prüfgebiet Slowenien ab 1991, Provinz Laibach. Ein großer Dank geht an das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn, das am ersten Abend der Messe alle anwesenden Verbandsprüfer zu einem Sechsgänge-Menü in einem Sterne-Restaurant einlud.

Eine Beteiligung an der Messe in Essen sowie Sindelfingen ist für das kommende Jahr fest geplant. Für die im Einsatz gewesenen Verbandsprüfer Robert Brunel, Lothar Herbst, Dieter, Hettler, Heinrich Hubert Jendroszek, Jörg Lindenau, Henry Mayer, Thilo Nagler und Benjamin Voigt abschließend ein herzlicher Dank.
 
briefmarkenwirbler24 Am: 29.10.2014 10:20:48 Gelesen: 46268# 91 @  
@ Richard [#90]

Guten Morgen,

ich bin der Ansicht, dass der BPP sich ein Eigentor geschossen hat, indem sie keinen eigenen Stand auf der Messe hatten. Die anwesenden Besucher hatten nämlich so nur einen Ansprechpartner in Sachen "Prüfung", nämlich den VPP.

Außerdem ist eine Verweigerung einen Stand auf der Messe zu haben nur ein Zeichen dafür, dass der VPP eben doch eine Konkurrenz ist. Also warum das ganze Theater?

Mit kopfschüttelnden Grüßen

Kevin
 
muemmel Am: 29.10.2014 11:36:42 Gelesen: 46196# 92 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#91]

Moin Kevin,

der BPP war sehr wohl mit einem eigenen Stand in Sindelfingen vertreten.

Grüßle
Mümmel
 
Lars Boettger Am: 29.10.2014 12:28:17 Gelesen: 46150# 93 @  
@ muemmel [#92]

Da muss ich Dir widersprechen. Vor zwei Jahren wurde dem BPP der Stand am Eingang "entzogen", seitdem ist er nicht mehr offiziell bei der Briefmarkenmesse Sindelfingen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Richard Am: 30.10.2014 09:22:50 Gelesen: 45712# 94 @  
Verbandsprüfer-Tagung

Parallel zur internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen fand die zweite diesjährige Mitgliederversammlung des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. statt. Der Kern der Versammlung lag in der Zulassung neuer Verbandsprüfer sowie Gebietserweiterungen bisheriger Verbandsprüfer. Neu zugelassen wurden:

Benjamin Voigt: Preußen (inkl. Ganzsachen und Probedrucke)

Jörg Lindenau: 3. Reich (Mi-Nr. 379-910, Dienstmarken D 132 - D 177 mit Ganzsachen, Zusammendrucken und Markenheftchen)

Sasa France: Slowenien ab 1991, Provinz Laibach (italienische Besetzung ohne Handstempelaufdrucke).

Prüfgebietserweiterungen gab es bei:

Lothar Herbst: Deutsche Besetzungsausgaben 2. Weltkrieg Elsass, Lothringen und Luxemburg

Thilo Nagler: Verbindungspost Grodno, Libau, Marienwerder, Memelgebiet, Deutsche Besetzung 1941 Estland inkl. Lokalausgaben, Deutsche Besetzung Litauen inkl. Lokalausgaben, Litauen 1918-1941 inkl. aller Lokalausgaben Rossingen, Grodno und Telschen sowie polische Besetzung Warwiszki

Trotz Abwesenheit dankte der Verband Prof. Dr. Udo Klein für seine Prüftätigkeit, die er zum 31. Juli 2014 aus gesundheitlichen Gründen einstellte, und Mitgründung des Prüferverbandes. Erfreulicherweise konnten fast alle Prüfgebiete von Prof. Dr. Udo Klein durch den Verbandsprüfer Thilo Nagler besetzt werden.
 
Richard Am: 17.11.2014 09:35:31 Gelesen: 45273# 95 @  
Prof. Dr. Udo Klein verstorben

„Im Kleinen ganz Groß“ möchte man titeln, wenn es um einen eingefleischten Philatelisten geht. Als langjähriger Prüfer für Briefmarken mittels wissenschaftlichem Mikroskop demonstrierte Prof. Dr. Udo Klein, wie mikroskopisch kleine Dinge ganz große Auswirkungen haben können. Im Alter von 82 Jahren ist Prof. Dr. Udo Klein am 2. November 2014 in Wilnsdorf verstorben.

Geboren wurde er 1932 in Königsberg und wuchs in einem kleinen Dorf Namens Brandenburg auf. Sein Vater leitete die dortige Schule. Kurz nach seinem 13. Geburtstag flüchtete die Familie im Februar 1945 über das zugefrorene Haff vor der Roten Armee nach Danzig. Ein Kriegsschiff brachte die Familie in ein Flüchtlingslager nach Dänemark, das zur damaligen Zeit noch von Deutschland besetzt war. Das Ziel ihrer Flucht war die Stadt Hamburg, die sie im Frühjahr 1945 erreichten. Nach dem Abitur und dem Studium der Humanmedizin, arbeitete Prof. Dr. Udo Klein u. a. als Schiffsarzt und später als Professor an der Uniklinik in Kiel. Darüber hinaus bereicherten mehrjährige Forschungsaufenthalte in Amerika sein Berufsleben. Nach der Rückkehr nach Kiel bewarb er sich um eine Stelle als Radiologe und Chefarzt im Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen. Hier setzte er sich gegen mehrere Mitbewerber durch und trat 1977 seinen Dienst an und baute die neu eröffnete radiologische Abteilung auf. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997 war er als Chefarzt der Radiologie tätig.

Schon als Kind im ostpreußischen Brandenburg hatte er sich für das Briefmarkensammeln interessiert. Jedoch durch die Flucht, das Studium und die ersten Berufsjahre fehlte die Zeit für die Philatelie. Später fand er in Erinnerung an seine alte Heimat zur Philatelie zurück. Die Deutschen Ostgebiete des Ersten und Zweiten Weltkriegs hatten es ihm besonders angetan. Deshalb gehörten Memel, Deutsche Besetzung Estland und Litauen, Danzig und vor allem Marienwerder zu seinen Kerngebieten. Diese Überdruckserien faszinierten ihn so sehr, dass er aufgrund der Fälschungsproblematik aus naturwissenschaftlicher Sicht anfing zu forschen. „Ich habe mir die Marken bzw. die Farben der Aufdrucke unter dem Mikroskop mal angesehen und zwar im Durchlicht“, hörte man oft von ihm. „Bei 600facher Vergrößerung sieht man die Eigenschaften einer Druckfarbe. Spezifische Farbpigmente sind zu erkennen und Schwarz ist oft nicht Schwarz. Andere Farben und Beimischungen werden deutlich.“ Er kam ins Gespräch mit anderen Prüfern und hakte nach, wie diese zu ihren Prüfergebnissen kamen. Schon bald enttarnte er Fehlprüfungen und wurde um Beitritt in den Bund Philatelistischer Prüfer e.V. gebeten. Im Jahre 1992 wurde er Prüfer im BPP für das Gebiet Marienwerder. Über die Jahre kamen weitere Prüfgebiete hinzu. Mit seiner Prüfmethodik der Durchlichtmikroskopie revolutionierte er das Prüfwesen nachhaltig. Nachdrucke insbesondere diverser Überdruckausgaben von Originaldruckklischees konnten nun bestimmt werden. Er wurde zum Ansprechpartner vieler Prüfer, Sammler und sogar dem Landeskriminalamt für individuelle Fragen. 2010 war er Gründungsmitglied des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V., dessen Vorsitz er für die ersten Jahre übernahm. Aus gesundheitlichen Gründen und auf eigenem Wunsch beendete er im Juli 2014 seine Prüftätigkeit.

Ich lernte 1996 Prof. Dr. Udo Klein während seines Vortrags zur Fälschungserkennung mittels Mikroskop kennen. Fasziniert von seinem Vortrag, ließ das Thema Mikroskopie in der Philatelie mich nicht mehr los. Ich durfte einen Menschen kennen lernen, der mit seinem Wissen nie geizte; denn „Prüfgeheimnisse“ gab es für ihn nicht. Auf alle meine Fragen erhielt ich immer klare Antworten und eine passende kuriose oder komische Begebenheit dazu. Der Grundstein für meine Interesse an einer Prüftätigkeit war gelegt. Fast 20 Jahre konnte ich von ihm lernen. Er begeisterte mich von seinen Ideen und Blickwinkeln.

Lieber Udo, ich habe nicht nur einen großen Lehrer, sondern auch einen guten Freund verloren und das philatelistische Prüfwesen einen Querdenker und Forscher. Für die vielen lehrhaften Stunden mit dir möchte ich dir herzlichst danken. Ich werde dein Wissen in Ehren halten und es an zukünftige Prüfergenerationen mit gleicher Begeisterung und Offenheit weitergeben.

Meine Anteilnahme und mein Beileid spreche ich im Namen des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. seiner Frau Marret Klein, seinen beiden Kindern und allen Anverwandten aus.

Thilo Nagler
im November 2014


 
sentawau Am: 17.11.2014 11:56:43 Gelesen: 45214# 96 @  
Zum Nachruf Prof. Dr. Udo Klein

Prof. Dr. Klein war kein Altdeutschland-Spezialist. Dennoch ist es ihm gelungen, mit Hilfe der Farbanalyse unter dem Durchlicht-Mikroskop bislang unerkannte Fälschungen Georges Fourés bei Umschlägen des Norddeutschen Postbezirks mit Bestimmtheit zu identifizieren. Das betrifft besonders die Fälle, wo Fouré echte Umschläge mit echten Marken überklebte und nur den grauen Netzüberdruck fälschte. Außerdem fand er heraus, dass Fouré dabei mit Galvanos arbeitete, die naturgemäß um ein Geringes größer sind. Die Fouré-Forschung ist durch Prof. Klein entscheidend gefördert worden. Die Darstellung der Michelnummern U20 - U23 des NDP im neuesten Ganzsachenkatalog fußen auf Prof. Kleins Untersuchungen.

Lit.: Klein, Fourés falsche Farben. - In: Die Ganzsache 79. 2005, S. 2 - 7.
 
Richard Am: 02.01.2015 19:12:21 Gelesen: 44145# 97 @  
Verband Philatelistischer Prüfer e.V.

Wegen eines erneuten Hackerangriffes ist die Homepage des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. unter http://www.vppev.de vorübergehend nicht erreichbar.
 
Hobbyphilatelist Am: 02.01.2015 19:49:28 Gelesen: 44112# 98 @  
Sehr merkwürdig! Wer hat denn ein Interesse daran, diesen Verband zu schädigen?
 
22028 Am: 02.01.2015 21:18:35 Gelesen: 44072# 99 @  
@ Richard [#97]

Ich bekomme als Fehlermeldung "Infinite loop detected in JError", was eigentlich nicht auf einen Hackerangriff, sondern auf einen Fehler in Joomla hindeutet kann, aber auch von einem Hackerangriff kommen. Joomla ist ja nicht unbedingt das sicherste System und es soll Robots geben, die sich gezielt Joomla Sites aussuchen.

Wie kommst Du auf Hackerangriff?

Bevor da Gerüchte erzeugt werden, wäre etwas mehr Infos schon hilfreich.
 
Wolffi Am: 02.01.2015 21:33:22 Gelesen: 44062# 100 @  
@ 22028 [#99]

Der VPP eV hat es am 29.12. auf seinen Facebook-Seiten [1] gepostet.

[1] https://de-de.facebook.com/vppev
 

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