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Thema: Neues vom VP - dem Verband Philatelistischer Prüfer
Das Thema hat 112 Beiträge:
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Briefmarkenfreunde Donaueschingen Am: 21.08.2014 19:19:45 Gelesen: 25762# 88 @  
Eins kann auf den Tauschtagen beobachtet werden, Marken mit Prüfungen vom VPP werden bei uns in der Region nicht akzeptiert.

Viele Grüße
Dieter
 
Richard Am: 27.08.2014 09:32:02 Gelesen: 25495# 89 @  
Die DBZ schreibt in ihrer aktuellen Ausgabe vom 22.08.14 auf Seite 40 über die kommende Auktion von Dr. Reinhard Fischer:

Rund 500 der 600 Lose der Horst Kühner Sammlung übersandte Fischer den zuständigen Prüfern. Michael Jäschke-Lantelme, Jens Kunz, Thomas Löbbering, Roland Pieles und Walter Zierath vom Bund Philatelistischer Prüfer sowie Robert Brunel, Lothar Herbst und Udo Eberhard Klein vom Verband Philatelistischer Prüfer bekamen reichlich zu tun.


@ Briefmarkenfreunde Donaueschingen [#88]

Hallo Dieter,

worin liegen denn exakt die Gründe, daß VPP Prüfungen "in der Region" nicht akzeptiert werden ?

Was geschieht mit zu prüfenden Marken, bei denen des VPP Prüfer gibt, nicht aber Prüfer des BPP ? Werden diese, wenn fälschungsgefährdet, im Zweifel lieber ungeprüft erworben ?

Werden sie auf der Fischer Auktion nur die BPP geprüften Lose ersteigern und auf alle anderen nicht bieten, selbst wenn diese hervorragend in ihre Sammlung passen ?

Vielleicht fragst Du mal "in der Region" nach den Gründen und berichtest darüber ?

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 29.10.2014 09:03:04 Gelesen: 24300# 90 @  
Verbandsprüfer-Messestand Sindelfingen 2014

vppev.de - Mit einem Messestand auf der Hauptfläche nahm der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. zum ersten Mal an der internationalen Briefmarkenbörse vom 23.-25. Oktober 2014 in Sindelfingen teil. Für viele Besucher des Verbandsprüfer-Messestands war es ein besonderes Erlebnis, die Verbandsprüfer zu sprechen und so „ihren“ Verbandsprüfer einmal persönlich kennenzulernen. Insgesamt kumulierten sich an allen drei Messetagen die Besuche auf 251 Einzelberatungen. So konnte einem Besucher der Kauf div. Propagandafälschungen des 2. Weltkriegs im Preis von 1.000,00 Euro durch Robert Brunel abgeraten werden. Neben Sammlern, Händlern und Auktionatoren fanden auch mehrere Prüfer des BPP den Weg zum Verbandsprüfer-Messestand. Mit Themen rund um die Bearbeitung von Prüfsendungen oder der Austausch zu bestimmten Problemen einzelner Prüfgebiete waren die Gesprächsinhalte unter den Prüfern gefüllt. Des Weiteren wurde eine gegenseitige Unterstützung bei Prüfungen sowie eine Abstimmung u.a. bei Farben oder Stempeln unter einzelnen Prüfern beider Verbände vereinbart. Das Resümee für diesen Teil der Messebeteiligung der Teilnehmer des Verbandsprüfer-Messestands ist: Die Zusammenarbeit auf Prüferebene beider Verbände klappt!

Neben der philatelistischen Beratung war ein weiteres Thema die Mitgliedschaft im Verband Philatelistischer Prüfer e.V. Gleich zwei Interessenten beantragten vor Ort die Aufnahme um außerordentliche Mitgliedschaft. Zudem konnte der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. drei neue Prüfer am Messestand präsentieren: Benjamin Voigt für das Prüfgebiet Preußen, Jörg Lindenau für das Prüfgebiet 3. Reich und Saša France für das Prüfgebiet Slowenien ab 1991, Provinz Laibach. Ein großer Dank geht an das Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer in Bonn, das am ersten Abend der Messe alle anwesenden Verbandsprüfer zu einem Sechsgänge-Menü in einem Sterne-Restaurant einlud.

Eine Beteiligung an der Messe in Essen sowie Sindelfingen ist für das kommende Jahr fest geplant. Für die im Einsatz gewesenen Verbandsprüfer Robert Brunel, Lothar Herbst, Dieter, Hettler, Heinrich Hubert Jendroszek, Jörg Lindenau, Henry Mayer, Thilo Nagler und Benjamin Voigt abschließend ein herzlicher Dank.
 
briefmarkenwirbler24 Am: 29.10.2014 10:20:48 Gelesen: 24240# 91 @  
@ Richard [#90]

Guten Morgen,

ich bin der Ansicht, dass der BPP sich ein Eigentor geschossen hat, indem sie keinen eigenen Stand auf der Messe hatten. Die anwesenden Besucher hatten nämlich so nur einen Ansprechpartner in Sachen "Prüfung", nämlich den VPP.

Außerdem ist eine Verweigerung einen Stand auf der Messe zu haben nur ein Zeichen dafür, dass der VPP eben doch eine Konkurrenz ist. Also warum das ganze Theater?

Mit kopfschüttelnden Grüßen

Kevin
 
muemmel Am: 29.10.2014 11:36:42 Gelesen: 24168# 92 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#91]

Moin Kevin,

der BPP war sehr wohl mit einem eigenen Stand in Sindelfingen vertreten.

Grüßle
Mümmel
 
Lars Boettger Am: 29.10.2014 12:28:17 Gelesen: 24122# 93 @  
@ muemmel [#92]

Da muss ich Dir widersprechen. Vor zwei Jahren wurde dem BPP der Stand am Eingang "entzogen", seitdem ist er nicht mehr offiziell bei der Briefmarkenmesse Sindelfingen.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Richard Am: 30.10.2014 09:22:50 Gelesen: 23684# 94 @  
Verbandsprüfer-Tagung

Parallel zur internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen fand die zweite diesjährige Mitgliederversammlung des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. statt. Der Kern der Versammlung lag in der Zulassung neuer Verbandsprüfer sowie Gebietserweiterungen bisheriger Verbandsprüfer. Neu zugelassen wurden:

Benjamin Voigt: Preußen (inkl. Ganzsachen und Probedrucke)

Jörg Lindenau: 3. Reich (Mi-Nr. 379-910, Dienstmarken D 132 - D 177 mit Ganzsachen, Zusammendrucken und Markenheftchen)

Sasa France: Slowenien ab 1991, Provinz Laibach (italienische Besetzung ohne Handstempelaufdrucke).

Prüfgebietserweiterungen gab es bei:

Lothar Herbst: Deutsche Besetzungsausgaben 2. Weltkrieg Elsass, Lothringen und Luxemburg

Thilo Nagler: Verbindungspost Grodno, Libau, Marienwerder, Memelgebiet, Deutsche Besetzung 1941 Estland inkl. Lokalausgaben, Deutsche Besetzung Litauen inkl. Lokalausgaben, Litauen 1918-1941 inkl. aller Lokalausgaben Rossingen, Grodno und Telschen sowie polische Besetzung Warwiszki

Trotz Abwesenheit dankte der Verband Prof. Dr. Udo Klein für seine Prüftätigkeit, die er zum 31. Juli 2014 aus gesundheitlichen Gründen einstellte, und Mitgründung des Prüferverbandes. Erfreulicherweise konnten fast alle Prüfgebiete von Prof. Dr. Udo Klein durch den Verbandsprüfer Thilo Nagler besetzt werden.
 
Richard Am: 17.11.2014 09:35:31 Gelesen: 23245# 95 @  
Prof. Dr. Udo Klein verstorben

„Im Kleinen ganz Groß“ möchte man titeln, wenn es um einen eingefleischten Philatelisten geht. Als langjähriger Prüfer für Briefmarken mittels wissenschaftlichem Mikroskop demonstrierte Prof. Dr. Udo Klein, wie mikroskopisch kleine Dinge ganz große Auswirkungen haben können. Im Alter von 82 Jahren ist Prof. Dr. Udo Klein am 2. November 2014 in Wilnsdorf verstorben.

Geboren wurde er 1932 in Königsberg und wuchs in einem kleinen Dorf Namens Brandenburg auf. Sein Vater leitete die dortige Schule. Kurz nach seinem 13. Geburtstag flüchtete die Familie im Februar 1945 über das zugefrorene Haff vor der Roten Armee nach Danzig. Ein Kriegsschiff brachte die Familie in ein Flüchtlingslager nach Dänemark, das zur damaligen Zeit noch von Deutschland besetzt war. Das Ziel ihrer Flucht war die Stadt Hamburg, die sie im Frühjahr 1945 erreichten. Nach dem Abitur und dem Studium der Humanmedizin, arbeitete Prof. Dr. Udo Klein u. a. als Schiffsarzt und später als Professor an der Uniklinik in Kiel. Darüber hinaus bereicherten mehrjährige Forschungsaufenthalte in Amerika sein Berufsleben. Nach der Rückkehr nach Kiel bewarb er sich um eine Stelle als Radiologe und Chefarzt im Jung-Stilling-Krankenhaus in Siegen. Hier setzte er sich gegen mehrere Mitbewerber durch und trat 1977 seinen Dienst an und baute die neu eröffnete radiologische Abteilung auf. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997 war er als Chefarzt der Radiologie tätig.

Schon als Kind im ostpreußischen Brandenburg hatte er sich für das Briefmarkensammeln interessiert. Jedoch durch die Flucht, das Studium und die ersten Berufsjahre fehlte die Zeit für die Philatelie. Später fand er in Erinnerung an seine alte Heimat zur Philatelie zurück. Die Deutschen Ostgebiete des Ersten und Zweiten Weltkriegs hatten es ihm besonders angetan. Deshalb gehörten Memel, Deutsche Besetzung Estland und Litauen, Danzig und vor allem Marienwerder zu seinen Kerngebieten. Diese Überdruckserien faszinierten ihn so sehr, dass er aufgrund der Fälschungsproblematik aus naturwissenschaftlicher Sicht anfing zu forschen. „Ich habe mir die Marken bzw. die Farben der Aufdrucke unter dem Mikroskop mal angesehen und zwar im Durchlicht“, hörte man oft von ihm. „Bei 600facher Vergrößerung sieht man die Eigenschaften einer Druckfarbe. Spezifische Farbpigmente sind zu erkennen und Schwarz ist oft nicht Schwarz. Andere Farben und Beimischungen werden deutlich.“ Er kam ins Gespräch mit anderen Prüfern und hakte nach, wie diese zu ihren Prüfergebnissen kamen. Schon bald enttarnte er Fehlprüfungen und wurde um Beitritt in den Bund Philatelistischer Prüfer e.V. gebeten. Im Jahre 1992 wurde er Prüfer im BPP für das Gebiet Marienwerder. Über die Jahre kamen weitere Prüfgebiete hinzu. Mit seiner Prüfmethodik der Durchlichtmikroskopie revolutionierte er das Prüfwesen nachhaltig. Nachdrucke insbesondere diverser Überdruckausgaben von Originaldruckklischees konnten nun bestimmt werden. Er wurde zum Ansprechpartner vieler Prüfer, Sammler und sogar dem Landeskriminalamt für individuelle Fragen. 2010 war er Gründungsmitglied des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V., dessen Vorsitz er für die ersten Jahre übernahm. Aus gesundheitlichen Gründen und auf eigenem Wunsch beendete er im Juli 2014 seine Prüftätigkeit.

Ich lernte 1996 Prof. Dr. Udo Klein während seines Vortrags zur Fälschungserkennung mittels Mikroskop kennen. Fasziniert von seinem Vortrag, ließ das Thema Mikroskopie in der Philatelie mich nicht mehr los. Ich durfte einen Menschen kennen lernen, der mit seinem Wissen nie geizte; denn „Prüfgeheimnisse“ gab es für ihn nicht. Auf alle meine Fragen erhielt ich immer klare Antworten und eine passende kuriose oder komische Begebenheit dazu. Der Grundstein für meine Interesse an einer Prüftätigkeit war gelegt. Fast 20 Jahre konnte ich von ihm lernen. Er begeisterte mich von seinen Ideen und Blickwinkeln.

Lieber Udo, ich habe nicht nur einen großen Lehrer, sondern auch einen guten Freund verloren und das philatelistische Prüfwesen einen Querdenker und Forscher. Für die vielen lehrhaften Stunden mit dir möchte ich dir herzlichst danken. Ich werde dein Wissen in Ehren halten und es an zukünftige Prüfergenerationen mit gleicher Begeisterung und Offenheit weitergeben.

Meine Anteilnahme und mein Beileid spreche ich im Namen des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. seiner Frau Marret Klein, seinen beiden Kindern und allen Anverwandten aus.

Thilo Nagler
im November 2014


 
sentawau Am: 17.11.2014 11:56:43 Gelesen: 23186# 96 @  
Zum Nachruf Prof. Dr. Udo Klein

Prof. Dr. Klein war kein Altdeutschland-Spezialist. Dennoch ist es ihm gelungen, mit Hilfe der Farbanalyse unter dem Durchlicht-Mikroskop bislang unerkannte Fälschungen Georges Fourés bei Umschlägen des Norddeutschen Postbezirks mit Bestimmtheit zu identifizieren. Das betrifft besonders die Fälle, wo Fouré echte Umschläge mit echten Marken überklebte und nur den grauen Netzüberdruck fälschte. Außerdem fand er heraus, dass Fouré dabei mit Galvanos arbeitete, die naturgemäß um ein Geringes größer sind. Die Fouré-Forschung ist durch Prof. Klein entscheidend gefördert worden. Die Darstellung der Michelnummern U20 - U23 des NDP im neuesten Ganzsachenkatalog fußen auf Prof. Kleins Untersuchungen.

Lit.: Klein, Fourés falsche Farben. - In: Die Ganzsache 79. 2005, S. 2 - 7.
 
Richard Am: 02.01.2015 19:12:21 Gelesen: 22117# 97 @  
Verband Philatelistischer Prüfer e.V.

Wegen eines erneuten Hackerangriffes ist die Homepage des Verbands Philatelistischer Prüfer e.V. unter http://www.vppev.de vorübergehend nicht erreichbar.
 
Hobbyphilatelist Am: 02.01.2015 19:49:28 Gelesen: 22084# 98 @  
Sehr merkwürdig! Wer hat denn ein Interesse daran, diesen Verband zu schädigen?
 
22028 Am: 02.01.2015 21:18:35 Gelesen: 22044# 99 @  
@ Richard [#97]

Ich bekomme als Fehlermeldung "Infinite loop detected in JError", was eigentlich nicht auf einen Hackerangriff, sondern auf einen Fehler in Joomla hindeutet kann, aber auch von einem Hackerangriff kommen. Joomla ist ja nicht unbedingt das sicherste System und es soll Robots geben, die sich gezielt Joomla Sites aussuchen.

Wie kommst Du auf Hackerangriff?

Bevor da Gerüchte erzeugt werden, wäre etwas mehr Infos schon hilfreich.
 
Wolffi Am: 02.01.2015 21:33:22 Gelesen: 22034# 100 @  
@ 22028 [#99]

Der VPP eV hat es am 29.12. auf seinen Facebook-Seiten [1] gepostet.

[1] https://de-de.facebook.com/vppev
 
Schwämmchen² Am: 06.01.2015 18:38:28 Gelesen: 21737# 101 @  
Das waren sicher keine "Hackerangriffe" sondern ist einer schlecht programmierten bzw. abgesicherten Websites geschuldet.

"Hackerangriffe" klingt aber schöner als "Administrations- / Programmierfehler"
 
Benjamin Voigt Am: 06.01.2015 20:56:39 Gelesen: 21652# 102 @  
Einen unautorisierten Zugriff kann man selbst verständlich als "Hacking-Angriff" bezeichnen, wie sollte man es den bitte sonst nennen wenn jemand der keinen Zugriff haben soll auf einem Zugriff erlangt und die Inhalte ändert?

Jeder weiß damit auch was gemeint ist, einige Zeit wurde auf der Homepage ein Bild angezeigt, darauf war zu lesen "Struck by Dark Defence Cyber Team" was soviel bedeutet "Geschlagen vom Team der dunklen Verteidigung"

Natürlich wurde sich dann gekümmert und die weiße Page ist erschienen.

Mittlerweile erscheint die übliche Strato-Page der Registrierung einer URL.

Gruß Benjamin
 
Richard Am: 11.06.2015 09:06:04 Gelesen: 17844# 103 @  
Pressemitteilung zur Mitgliederversammlung und Verbandsprüfer-Messestand Essen 2015

(VP) - 02.06.15 - Mit einem Messestand nahm der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. zum ersten Mal an der internationalen Briefmarkenmesse in Essen vom 7. - 9. Mai 2015 teil. Für viele Besucher des Verbandsprüfer-Messestands war es ein besonderes Erlebnis, die Verbandsprüfer zu sprechen und so „ihren“ Verbandsprüfer einmal persönlich kennenzulernen. Insgesamt kumulierten sich an allen drei Messetagen die Besuche auf 224 Einzelberatungen. Den Besuchern konnten grundlegende und spezielle Fragen zu ihren Marken beantwortet werden. Aber auch die eine oder andere Überraschung kam zum Vorschein. So konnte der AM-Post-Spezialist und Verbandsprüfer Dieter Hettler eine durch einen Sammler vorgelegte Michel-Nr. 22 D (Mi. 4.000,00 Euro) in gestempelter Form als echt bestätigt werden.

Neben Sammlern, Händlern und Auktionatoren fanden auch mehrere Funktionsträger philatelistischer Verbände den Weg zum Verbandsprüfer-Messestand. Der Bundesstellenleiter für Fälschungsbekämpfung und Sammlerschutz des BDPh Konrad Krämer stellte sich am Verbandsprüfer-Messestand vor und es wurde eine Zusammenarbeit vereinbart, weil - wie er treffend sagte - „Ich von den Spezialisten abhängig bin“. Zusammenfassen lässt sich die Messebeteiligung von den Teilnehmern, dass es keine Berührungsängste mit dem im Herbst diesen Jahres bereits fünfjährigen Verbands mehr gibt.

Parallel zur Messebeteiligung fand die Mitgliederversammlung statt. Der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. konnte drei neue Prüfer am Messestand präsentieren:

Axel Dörrenbach für die Prüfgebiete Deutschland und besetzte Gebiete (Deutsche Feldpost mit Markenprüfung, Kameradschaftsfunk der Kriegsmarine, Post durch „Marinesonderdienst Ostasien“, Ruhrkessel mit Markenprüfung, Deutsche Dienstpost in den besetzten Gebieten, Zensurpost und Post der Verfolgten des Nationalsozialismus), Europa: Frankreich 1940-1944 (Französische und britische Fälschungen gegen die Postverwaltung des „État Français“) und Übersee: Japan (Postgeschichte 1937-1947). Reinhard Hofrichter für das Prüfgebiet Aerophilatelie (Luftschiff- und Zeppelinpost, Pionierflugpost, Halbamtliche Flugpost, Erst- und Sonderflugpost, Übersee-Expeditions- und Versuchsflugpost, DO-X-Flugpost, Segelflugpost sowie Raketenpost. und Dr. Thomas Koch für die Prüfgebiete Lokalausgaben 1945/46: Hamburg, Kiel und Unna und Bizone Ganzsachen und Barfrankaturen.

Eine Prüfgebietserweiterung gab es bei Heinrich Hubert Jendroszek für die Prüfgebiete Port Gdansk, Deutsche Besatzung 1914/18, Postgebiet Ost: Deutsche Post in Polen und Deutsche Abstimmungsgebiete: Allenstein und Oberschlesien sowie Generalgouvernement.

Eine Beteiligung an der Messe im Herbst in Sindelfingen ist fest geplant. Für die im Einsatz gewesenen Verbandsprüfer Robert Brunel, Lothar Herbst, Dieter Hettler, Ludger Hovest, , Heinrich Hubert Jendroszek, Dr. Thomas Koch, Jörg Lindenau, Henry Mayer, Thilo Nagler, Christine Ney und Benjamin Voigt abschließend ein herzlicher Dank.
 
Richard Am: 08.12.2015 09:09:46 Gelesen: 12731# 104 @  
VP feiert Jubiläum

VP (30.10.2015) - Fünf Jahre nach seiner Gründung bietet der VP ein breites Spektrum Prüfgebiete, das andere nationale und internationale Mitbewerber nicht bedienen. Ein besonderer Schwerpunkt dabei ist Postgeschichte – „postal history“ –, die sich international großer Beliebtheit unter Sammlern erfreut.

Das philatelistische Prüfungswesen als tragende Stütze des Sammlerschutzes und der Fälschungsbekämpfung hatte seinen Ursprung im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts.

Während sich im anglo-amerikanischen Raum vornehmlich „expert committees“ etablierten, deren Mitglieder nach außen hin meist anonym blieben, war das Prüfwesen in Mitteleuropa stets geprägt von Einzelprüfern, die mit ihrem guten Namen für das Ergebnis ihrer Tätigkeit einstanden. Ihre Lebensläufe und vielfach verdienstvolle wissenschaftliche Methodik sind unterdessen Gegenstand umfangreicher Monografien geworden. [1]

In dieser Tradition des personalisierten Prüfwesens sahen sich Lothar Herbst, Dieter Hettler, Ludger Hovest, Prof. Dr. Udo Klein (verst. 2014), Friedrich Leising, Henry Mayer, Jens Müller und Thilo Nagler als sie am 10.11.2010 in Münster (Westf.) ein neues Kapitel des Briefmarkenprüfens aufschlugen: Die Gründung des Verbandes philatelistischer Prüfer (VP) e.V.

Unabhängig soll er sein, der neue Verband. Modern. Kritisch. Methodisch. Wissenschaftlich. Ohne Hierarchie. Aufs Wesentliche konzentriert. Und dabei im Mittelpunkt die Entscheidung, echt – oder falsch, für die der Prüfer mit seinem Namen einsteht. So lautete die Vision des Gründungsvaters Prof. Dr. Klein.

Über die Geburtswehen des VP wird heute in den Reihen der alten und neuen Mitglieder gerne geschmunzelt. Aktuell sind 15 Verbandsprüfer aktiv, und diese verlagern seit 2014 ihre Tätigkeit zunehmend in die Öffentlichkeit, beispielsweise durch Beratungsstände auf den bedeutenden Briefmarkenmessen in Sindelfingen und Essen, wo Sammler, Händler, Auktionatoren und philatelistische Experten des In- und Auslandes gerne das Gespräch mit den VP Prüfern und deren fachliche Beratung suchen.

Echt – oder falsch. Dies zu entscheiden bleibt auch in Zukunft Aufgabe des VP.

Die Verzeichnisse „Prüfgebiete“ – von Altdeutschland bis Übersee – und „Anschriften der Prüfer“ sind durch Neuzulassungen, Erweiterungen der Prüfertätigkeit usw. stets aktuell abrufbar unter: http://www.vpev.de

[1] Vgl. Maaßen, W.: Die Geschichte des Prüfwesen in der deutschen Philatelie 1860-1945, Brühl 2008; van Loo, W.: Das philatelistische Prüfwesen der Nachkriegszeit 1945-1958, Schwalmtal 2008.
 
Richard Am: 14.12.2015 09:05:55 Gelesen: 12388# 105 @  
Herbsttagung der VP-Prüfer in Sindelfingen

VP (24.11.2015) - Erfahrungsaustausch und Weiterqualifikation standen auch diesmal im Mittelpunkt der dreitägigen Prüfertagung des VP, die regelmäßig zweimal im Jahr – jeweils anlässlich der großen Briefmarkenmessen in Essen und in Sindelfingen – stattfindet.

Turnusgemäß fand dabei auch die diesjährige Hauptversammlung des VP statt, die durch den Bericht des Vorstandes an die Mitglieder eine besondere Bedeutung hat. Der 1. Vorsitzende, Lothar Herbst, dankte allen Mitgliedern und Freunden, die den VP in den vergangenen fünf Jahren zur jetzigen Stärke geführt haben. Die weiteren Vorstandsmitglieder berichteten über ihre jeweiligen Ressorts.

Dabei erhielt Thilo Nagler von allen Seiten Anerkennung für seine langjährige Tätigkeit als Pressestimme des VP, die er nun aufgrund vielfältiger neuer Aufgaben zur Verfügung stellte. Die Wahl des Nachfolgers fiel einstimmig auf Axel Dörrenbach, der ab sofort umfassend für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet.

Als neues Mitglied empfahl sich Nenad Rogina aus Varazdin (Kroatien) für die Briefmarken von Rijeka (Fiume). Prüfgebietserweiterungen wurden erteilt an Dr. Thomas Koch für AM Post Spezial – postfrisch – und AM Post Belege, sowie an Robert Brunel für Deutsche Besetzungsausgaben Russland (Pleskau, Ljady, Luga) und Deutsche Besetzungsausgaben Ukraine (einschließlich Lokal- und Gebietsausgaben).

Damit präsentiert sich der VP als weltweit bestaufgestellter Verband für die Prüfung der philatelistisch so bedeutsamen wie komplexen und gleichzeitig unter Sammlern sehr gefragten Ausgaben rund um den Zweiten Weltkrieg und die frühe Nachkriegszeit.

Zwischen den einzelnen Sitzungsthemen wurde die freie Zeit genutzt, jüngst entlarvte Fälschungen den anwesenden Kollegen vorzustellen und dadurch das Augenmerk und die Kompetenz aller zu schärfen. Auffällig, so Dörrenbach, ist vor allem die Zunahme von Fälschungen bzw. Verfälschungen im kleinpreisigen Bereich der Belege-Philatelie, wo die Sammler oftmals wenig kritisch ihre Kaufentscheidungen treffen.

Die Empfehlung an die Sammler, im Zweifel lieber einen VP-Prüfer zu konsultieren, wird mittels der neuen VP-Homepage, für deren Gestaltung der kreativste Grafik- und Webdesigner der Branche gewonnen werden konnte, ab sofort wirksam in die Öffentlichkeit getragen werden.

Gleiches geschah auch auf dem Messestand des VP, der an allen Tagen von Sammlern des In- und Auslandes gut besucht war.

Dieter Hettler, Thilo Nagler, Lothar Herbst und Robert Brunel, um nur einige der Berater am Stand zu nennen, freuten sich, weit mehr als 200 Beratungsgespräche führen zu dürfen.

Ein wahrer Erfolg!
 
Richard Am: 19.03.2016 09:32:51 Gelesen: 9235# 106 @  
Verband Philatelistischer Prüfer e.V. mit Messestand Nr. 33 bei der IBM in Essen, 12.-14. Mai 2016

ad/vpev / wm (11.03.16) - Seit 40 Jahren alljährlich im Frühjahr ist Essen Wallfahrtsort für Philatelisten. 1976 fand die erste Briefmarkenmesse im Herzen der Ruhrmetropole statt und zieht seitdem buchstäblich Generationen von Sammlern an. Themen und Trends haben sich im Lauf der Jahrzehnte gewandelt und so hat sich die reine Briefmarkenliebhaberei umfassend weiterentwickelt zur Passion für Postgeschichte. Aber der Standort des Sammlermekkas ist geblieben; die Messehallen am Gruga-Gelände.

Wie schon in den vergangenen Jahren nimmt auch diesmal der Verband Philatelistischer Prüfer e.V. an der Internationalen Briefmarkenmesse teil. Von Donnerstag bis Samstag ist der VP Prüferstand – Stand-Nr. 33, nahe der linken Rolltreppe – durchgängig besetzt und lädt zu einem Besuch ein. Neben einem persönlichen Kennenlernen bieten die Fachprüfer vor allem kostenlose Beratungsgespräche zu ihren Spezialgebieten an. Erste Einschätzungen und Vorprüfungen von Marken und Belegen können am Stand vorgenommen werden, und selbstverständlich besteht die Möglichkeit, eine Prüfsendung statt auf dem Postweg hier persönlich zu übergeben. Dabei steht an allen Messetagen der Service rund um den Sammler im Mittelpunkt.

Hier findet jeder Sammler Antworten auf seine philatelistische Fragen zu Altdeutschland, Deutsches Reich einschließlich Nebengebieten, Deutschland ab 1945, insbesondere Kontrollrat, AM-Post, SBZ und DDR, sowie zahlreiche europäische Gebiete, Russland und Ostasien:

Donnerstag, 12. Mai: Robert Brunel, Axel Dörrenbach, Lothar Herbst, Dieter Hettler, Ludger Hovest, Dr. Thomas Koch, Jörg Lindenau, Thilo Nagler, Benjamin Voigt

Freitag, 13. Mai: Robert Brunel, Axel Dörrenbach, Lothar Herbst, Dieter Hettler, Ludger Hovest, Dr. Thomas Koch, Jörg Lindenau, Thilo Nagler, Benjamin Voigt

Samstag, 14. Mai: Robert Brunel, Axel Dörrenbach, Lothar Herbst, Dieter Hettler, Jörg Lindenau, Thilo Nagler, Benjamin Voigt

Detaillierte Angaben zu den Prüfgebieten des jeweiligen Verbandsprüfers sind unter http://www.vpev.de abrufbar, alle weiteren Informationen rund um die Internationale Briefmarkenmesse in Essen unter http://www.briefmarken-messe.de
 
Richard Am: 26.05.2016 09:09:38 Gelesen: 6970# 107 @  
Neue Prüfer, neue Mitglieder, neue Personalien

VP (23.05.2016) - Beachtliche personelle Verstärkung gewann der Verband der philatelistischen Prüfer e. V. der anläßlich der IBM Essen 2016.

Unter der Leitung des 1. und 2. Vorsitzenden bestellten wechselnde Prüfungskommissionen am 12. und 13. Mai 2016 die Herren Dr. Fischer (Bonn), Przybek (Poznan/Polen) und Szymczak (Konin/Polen) zu neuen Verbandsprüfern.

Dabei spiegelt sich die Bedeutung der osteuropäischen Philatelie wieder in den Prüfgebieten Polnische Lagerpost 1939-1945 und Danzig 1919-1939.

Das Gebiet Marianen, das ab sofort von Dr. Fischer geprüft wird, ist gleichermaßen ein Klassiker wie auch ein Exot unter den Gebieten der Kolonialphilatelie.

Für das Gros der deutschen Sammler bedeutend sind die Prüfgebietserweiterungen der Herren HettlerWeimarer Republik – und DörrenbachBundesrepublik Deutschland und Berlin (West).

Dadurch wird das Leistungsangebot des Verbandes ein weiteres Mal ganz erheblich ausgebaut. Eine Übersicht aller neuen Prüfgebiete folgt in Kürze unter http://vpev.de/index.php/de/pruefgebiete.html . Darüber hinaus erteilen alle Verbandsprüfer gerne und umfassend Auskunft über Inhalt, Dauer und Entgelt einer Prüfung, telefonisch oder per Email.
 
Richard Am: 29.05.2016 09:11:36 Gelesen: 6693# 108 @  
Der Ende 2010 gegründete VP kann mittlerweile auf eine 5 1/2 jährige Historie mit inzwischen rund 20 VP Prüfern zurückblicken.

Wir ändern daher die Überschrift des Themas von "Verband Philatelistischer Prüfer VP - Konkurrenz für den BPP ?" auf

"Neues vom VP - dem Verband Philatelistischer Prüfer".

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 15.11.2016 09:06:34 Gelesen: 2132# 109 @  
(ad/vp) Anlässlich der Briefmarkenbörse Sindelfingen fand am 28. Oktober 2016 turnusgemäß die Mitgliederhauptversammlung des Verbandes philatelistischer Prüfer statt. Der neue Vorstand – bestehend aus Lothar Herbst (1. Vorsitzender), Reinhard Hofrichter (2. Vorsitzender), Robert Brunel (Schatzmeister) und Axel Dörrenbach (Schriftführer) – dankt im Namen aller Verbandsmitgliedern denjenigen Vorständen, die ihre Verantwortung abgaben, für ihre bisherige Arbeit.

Henry Mayer, Uelzen, prüft ab sofort DDR Dienstmarken B („Zentraler Kurierdienst“), Dienstmarken C („Laufkontrollzettel des ZKD“), Dienstmarken D („Vertrauliche Dienstsache“) und Dienstmarken E („Sendung mit Zustellungsurkunde“) – jeweils postfrisch und auf Belegen.

Saša France, Ljubljana (Slovenien), prüft ab sofort die jugoslawischen Lokalausgaben von Beltinci und Dobrovnik 1919.

Die Geschäftsstelle des Verbandes philatelistischer Prüfer e. V. zieht um aus dem mittelfränkischen Lauf a. d. Pegnitz in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt. Die Anschrift lautet ab sofort: Verband philatelistischer Prüfer -VP- e. V., Geschäftsstelle, Baumstraße 16, 40468 Düsseldorf. Leiter der Geschäftsstelle ist Axel Dörrenbach. Email: doerrenbach@vpev.de
 
Carsten Burkhardt Am: 08.01.2017 14:25:34 Gelesen: 690# 110 @  
Pressemitteilung des VP am 22.12.2016 auf der Homepage http://www.vpev.de

In beiderseitigem Einverständnis: Dieter Hettler beendet Prüfertätigkeit im VP
22.12.2016
DR. TH. KOCH PRÜFT WEITERHIN BIZONE "AM POST SPEZIAL". AUCH H. H. JENDROSZEK UND JENS MÜLLER VERLASSEN VP
In beiderseitigem Einverständnis trennen sich der Verband philatelistischer Prüfer e. V. und Dieter Hettler. Mit seiner Kündigung vom 12.12.2016 beendet Dieter Hettler die Mitgliedschaft und Prüfertätigkeit im VP. Zu seinen philatelistischen Gebieten zählten vor allem AM Post Spezial sowie Bizone, Alliierte Besetzung, Lokalausgaben 1945-1946, SBZ, Französische Zone und jüngst auch Weimarer Republik. Der VP Vorstand teilt dazu mit, dass die Mitgliedschaft bereits mit Ablauf des 31.12.2016 vorfristig endet.
Für Prüfungen "AM Post Spezial" und verschiedene Lokalausgaben wird in Zukunft Dr. Thomas Koch, Steinbeker Dorfstraße 1a, 23795 Steinbek, Tel: (04 553) 9 966 597, zur Verfügung stehen.
Ebenso mit verkürzter Frist endet die VP-Mitgliedschaft und damit auch die Prüfertätigkeit im VP von Heinrich Hubert Jendroszek (Prüfgebiete u.a. Deutsche Neben- und Abstimmungsgebiete 1. WK, Danzig sowie Polen) und Jens Müller (Helgoland) einvernehmlich per 31.12.2016.

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Es wäre Zeit, Stefan Harmel zu rehabilitieren, der durch Hettler, Müller und Co. aus dem Verein rausgeworfen wurde, weil er sich um eine ehrliche Aufarbeitung der damaligen Vorkommnisse bemüht hatte.

Ist die Frage nach dem Grund des Rauswurfes damit beantwortet?

Dr. Carsten Burkhardt
ehem. Vorsitzender VP e.V. bis März 2014
 
Richard Am: 11.01.2017 09:18:00 Gelesen: 489# 111 @  
In beiderseitigem Einverständnis: Dieter Hettler beendet Prüfertätigkeit im VP - Dr. Th. Koch prüft weiterhin Bizone "AM Post Spezial". Auch H. H. Jendroszek und Jens Müller verlassen VP

In beiderseitigem Einverständnis trennen sich der Verband philatelistischer Prüfer e. V. und Dieter Hettler. Mit seiner Kündigung vom 12.12.2016 beendet Dieter Hettler die Mitgliedschaft und Prüfertätigkeit im VP. Zu seinen philatelistischen Gebieten zählten vor allem AM Post Spezial sowie Bizone, Alliierte Besetzung, Lokalausgaben 1945-1946, SBZ, Französische Zone und jüngst auch Weimarer Republik. Der VP Vorstand teilt dazu mit, dass die Mitgliedschaft bereits mit Ablauf des 31.12.2016 vorfristig endet.

Für Prüfungen AM Post Spezial und verschiedene Lokalausgaben wird in Zukunft Dr. Thomas Koch, Steinbeker Dorfstraße 1a, 23795 Steinbek, Tel: (04 553) 9 966 597, zur Verfügung stehen.

Ebenso mit verkürzter Frist endet die VP-Mitgliedschaft und damit auch die Prüfertätigkeit im VP von Heinrich Hubert Jendroszek (Prüfgebiete u.a. Deutsche Neben- und Abstimmungsgebiete 1. WK, Danzig sowie Polen) und Jens Müller (Prüfgebiet Helgoland) einvernehmlich per 31.12.2016.
 
Richard Am: 11.01.2017 13:20:52 Gelesen: 381# 112 @  
Hexit, Katharsis – oder einfach nur Neuorientierung? Der VP reformiert sich!

11.01.2017 (wm) - Wer die exzellent gestaltete Homepage des Verbandes philatelistischer Prüfer e.V. (VP) in den letzten Monaten besuchte hatte, dem dürfte eine Pressemeldung vom 29. Oktober 2016 aufgefallen sein, in der über die Neubildung des Vorstandes und die Berufung zweier neuer Vorstandsmitglieder berichtet wurde, denn u.a. war der 2. Vorsitzende Dieter Hettler aus dem Vorstand ausgeschieden. Damals kündigte sich mit dieser Meldung bereits ein „Spurwechsel“ im VP an, der dann zum Jahresende noch deutlich sichtbarer wurde. Denn am 22. Dezember teilte der VP mit: „In beiderseitigem Einverständnis trennen sich der Verband philatelistischer Prüfer e. V. und Dieter Hettler. Mit seiner Kündigung vom 12.12.2016 beendet Dieter Hettler die Mitgliedschaft und Prüfertätigkeit im VP. … Der VP Vorstand teilt dazu mit, dass die Mitgliedschaft bereits mit Ablauf des 31.12.2016 vorfristig endet. … Ebenso mit verkürzter Frist endet die VP-Mitgliedschaft und damit auch die Prüfertätigkeit im VP von Heinrich Hubert Jendroszek (Prüfgebiete u.a. Deutsche Neben- und Abstimmungsgebiete 1. WK, Danzig sowie Polen) und Jens Müller (Helgoland) einvernehmlich per 31.12.2016.“

Insider werten den Vorgang als „Ende eines monatelangen Ringens“ zwischen zukunftsorientierten Kräften, denen es an einer Neuausrichtung, auch mit Blick auf verbesserte kollegiale Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, zumal mit dem BPP, gelegen war. Deshalb stimmte der derzeitige VP-Zustand auch der vorzeitigen Kündigung der Mitgliedschaft Hettlers zum Jahresende 2016 (statt 2017) zu. VP-Mitglieder beanstandeten Hettlers „barocken Führungsstil“, monierten aber speziell auch juristische Auseinandersetzungen, die der Verband in der Vergangenheit führen musste. Hierzu erklärte der derzeitige Leiter der Geschäftsstelle des VP, Axel Dörrenbach, auf Nachfrage: Es ist erklärtes Ziel des neuen VP Vorstandes, dass die Entwicklung des Verbandes in Zukunft und seine komplette Ausrichtung nicht länger von juristischen Querelen sondern ausschließlich von fachlichen philatelistischen Inhalten geprägt werden soll. Die Kündigungen der Herren Jendroszek und Müller wurden in gleicher Weise vom Vorstand vorfristig angenommen, da beide Herren oft und vielfältig in der philatelistischen Wahrnehmung kontrovers diskutiert wurden.

Das war offenbar sehr diplomatisch ausgedrückt, wenn man am gleichen Tag, dem 22. Dezember 2016, im „Bund-Forum“ unter der Schlagzeile „Aufräumen beim VP“ nachlesen konnte, dass Jens Müller angeblich sogar wegen der Unterschlagung von Prüfsendungen und Betrug vorbestraft sei. Dort wagte man die Prognose, dass „der VP-Vorstand entschlossen ist, sich von fragwürdigen Mitglieder (sic!) zu trennen und einen personellen Neustart zu wagen.“

Derweil zirkulieren Gerüchte, dass eines der ausgeschiedenen Mitglieder angeblich einen weiteren neuen Prüferbund zu gründen beabsichtigt, sogar „in den vergangenen Wochen am Telefon einzelne Personen bis hin zur Einschüchterung von seinen Ideen zu ‚überzeugen‘ gesucht hat.“ Es sei dahingestellt, wie viel Wahres an solchen Informationen enthalten ist, eines dürfte aber aus Sicht des Berichterstatters sicher sein: Einer weiteren Erosion des Prüfwesens wird durch mehr und mehr Prüferverbände nicht vorgebeugt. Insofern ist die Neuausrichtung des VP, die – so Dörrenbach – „auf dem erklärten Willen der verbliebenen VP-Mitglieder beruht“ (dies sind zur Zeit 20 ordentliche und außerordentliche) – nachvollziehbar, zumal wenn der Bund Philatelistischer Prüfer (BPP) dies ebenso zu würdigen weiß.
 

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