Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Schweiz Incoming Mail Grossbritannien
Das Thema hat 37 Beiträge:
Gehe zu Seite:  1   2 oder alle Beiträge zeigen
 
briefmarkenwirbler24 Am: 18.11.2014 16:58:34 Gelesen: 3684# 1 @  
Guten Tag,

ich möchte euch heute erneut einen sehr interessanten Brief für meine Incoming-Mail Sammlung vorstellen, dieses Mal von Grossbritannien: :)




Am 06.11.1868 wurde ein in London geschriebener Brief aufgegeben (rückseitiger Aufgabestempel von London vom selben Tag), welcher an das "Hotel Des Trois Rois", Basel in der Schweiz adressiert war.

Am 07.11.1868 wurde der französische Bahnposstempel "ANGL./AMB.CALAIS C" abgeschlagen und bereits am Folgetag erreichte der Brief vermeintlich sein Ziel. Jedoch war der Empfänger schon bereits abgereist und der Brief wurde im noch am selben Tag nach Paris nachgesendet (2 Basler Stempel befinden sich auf der Vorder- und Rückseite).

Dort kam er bereits am 09.11. wieder an, dokumentiert durch den blauen Stempel "SUISSE/3 ST LOUIS", der in Paris abgeschlagen wurde.

Als Gebühr für einen Brief bis zu einer 1/4 Unze Gewicht war vom 13.11.1865 bis zum 31.12.1968 ein Franco in Höhe von 5 Pence zu bezahlen, sodass der Brief vollständig frankiert wurde, dokumentiert durch den "PD-Stempel". Für die Nachsendung nach Paris hingegen wurden keine Gebühren erhoben.

Ein wie ich finde, sehr interessanter Brief, der ebenfalls einen stattlichen Weg hinter sich hatte.

Ich habe noch einen Brief von GB nach Schweiz, den ich euch in den nächsten Tagen präsentieren werde.

Bei Bedarf kann ich gerne auch noch den Inhalt zeigen, vielleicht kann ja jemand Alt-Englisch. :)

MfG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 19.11.2014 06:42:21 Gelesen: 3644# 2 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#1]

Guten Morgen,

noch als kleine Ergänzung:

Der Brief trägt die Marken Michelnummer 16 und 24 (Platte 10). Dies nur als Hinweis für die Markensammler. :)

LG

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 21.11.2014 09:50:12 Gelesen: 3586# 3 @  
Guten Morgen,

ich möchte euch wie oben angekündigt noch einen Grossbritannien Brief nach Schweiz zeigen, dieses Mal handelt es sich um einen Portobrief:


Abbildung von Vorderseite und Siegelseite

Der Faltbrief besteht sozusagen aus zwei Teilen, der erste Teil wurde am 11.08.1858 geschrieben und der zweite Teil am 12.08.1858, ich kann den Inhalt aber leider nicht lesen, wäre aber bestimmt interessant die Handlung zu verstehen.

Aufgegeben wurde der Brief am 12.08.1858 in Bradford (Aufgabestempel vorderseitig) und ist von dort aus in Richtung London geschickt worden, wo er am 13.08.angekommen ist, dokumentiert durch den siegelseitigen roten Transitstempel London.

Noch am selben Tag ist er von dort aus nach Calais geschickt worden (vgl.Grenzübergangsstempel "ANGL.AMD CALAIS M").

Von dort aus ist er in Richtung Paris weitergeleitet worden, und wiederum am 14.08.1858 angekommen, dokumentiert durch den rückseitigen Transitstempel.
Nun bahnte sich dem Briefchen noch eine kleine Reise nach Basel an, wo er auch schon am 15.08.1858 sicher angelangt ist. :)

Von dort aus wurde er dann zum Empfänger nach Wangen geschickt.

Kann mir jemand mit der Taxierung helfen, da ich bei diesem Beleg nicht richtig durchblicke ? :)

MfG

Kevin
 
bayern klassisch Am: 21.11.2014 14:40:15 Gelesen: 3568# 4 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#3]

Hallo Kevin,

schönes Stück - der Empfänger des Portobriefes zahlte 65 Rappen, die sich (wie?) zwischen Grossbritannien, Frankreich und der Schweiz aufteilten.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
briefmarkenwirbler24 Am: 22.11.2014 09:51:04 Gelesen: 3517# 5 @  
@ bayern klassisch [#4]

Hallo Ralph,

vielen Dank für deine schnelle Antwort!

Kann jemand im Forum die genaue Aufteilung des Portos beschreiben?

MfG

Kevin
 
JimWentzell Am: 22.11.2014 15:02:50 Gelesen: 3498# 6 @  
Hallo Kevin u.a.,

bitte deinen Brief-Inhalt zeigen, denn einige von uns haben öfter mit Alt-Deutsch (und sowie auch Alt-Englisch) etwas erfahren, um alte Briefsendungen zu entlössen.

Je länger den Brief, um so besser, die Schreibestil zu entziffern!

Jim in JO-JA (Marietta USA)
 
briefmarkenwirbler24 Am: 22.11.2014 19:08:36 Gelesen: 3480# 7 @  
@ JimWentzell [#6]

Hallo Jim,

hier die beiden Seiten des Inhalts:



Eine Übersetzung des Inhalts wäre natürlich toll!

LG

Kevin aus dem schönen Oberbieber
 
10Parale Am: 23.11.2014 19:07:11 Gelesen: 3434# 8 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#1]

Ich hoffe dieser hochinteressante Thread setzt sich noch lange fort.

Bis wir die Übersetzung o.g. Briefes aus [#7] vor uns liegen haben, zeige ich ein Incoming Mail Ganzsache aus Großbritannien in Richtung Riehen.

Übrigens noch ein Wort zu diesem wunderschönen "Hotel Des Trois Rois" in Basel. Es ist ein wunderschönes Hotel direkt am Rheinufer gelegen und beherbergte Persönlichkeiten aus der ganzen Welt. So gibt es ein berühmtes Bild von Theodor Herzl, dem Begründer des modernen Zionismus, als er in Basel in diesem Hotel weilte.

Riehen ist ein Ort nördlich von Basel mit einer eigenen S-Bahn-Station und liegt direkt an der schweizerisch-deutschen Grenze bei Lörrach. Auch mein Wohnort ist nicht weit davon entfernt. Diese Postkarte ist also ein Teil meiner Sammlung "Heimat-Philatelie".

Liebe Grüße

10Parale


 
briefmarkenwirbler24 Am: 24.11.2014 17:41:41 Gelesen: 3386# 9 @  
@ 10Parale [#8]

Guten Abend,

eine tolle Ganzsache mit Zusatzfrankatur zeigst du uns da und noch dazu nach Schweiz, was will man mehr! :)

Ist es üblich auf Ganzsachen den Stempel vorne abzuschlagen?

LG

Kevin
 
doktorstamp Am: 24.11.2014 19:55:03 Gelesen: 3371# 10 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#9]

Bis 1908 war es üblich, bei jedem eingehenden Poststück einen Ankünftsstempel anzubringen. Für gewöhnliche Poststücke wurde dies im Jahre 1908 abgeschafft nach einem Beschluß des Weltpostvereins. Manche Länder fingen schon ab 1906 keine Ankünftsstempel abzuschlagen bei gewöhnlichen Poststücken. Das Verfahren wurde jedoch beibehalten für eingeschriebene Sendungen sowie Wertsendungen, Nachnahme zählt auch hierzu.

[#7]

Übrigens ist der Brief in Kurrentschrift verfasst und zwar auf Deutsch, nur die Rechnung ist auf Englisch.

mfG

Nigel
 
Heinz 7 Am: 24.11.2014 21:21:34 Gelesen: 3358# 11 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#1]

Hallo Freunde,

eure munteren Beiträge zu diesem Thema haben mich veranlasst, einmal nachzusehen, was ich beisteuern kann - Grossbritannien incoming mail habe ich zwar, aber mehr nach Rumänien als in die Schweiz. Ich muss mich im Moment mit diesem einen Beleg begnügen. Und der ist, wie ersichtlich, auch nicht besonders schön:



Nun, genug gejammert: 1892 wurde dieser Brief von England via Zürich nach Aeugst am Albis gesandt. Als Frankatur genügten 2.5 Pence, das ist halb so viel wie der Beleg 1 aber mehr als der Beleg in Beitrag 8 (1.5 Pence; das war aber eine Postkarte).

Wie üblich wurden die Marken mit "Killer-Stempeln" kräftig gestempelt, ich lese hier "J 85" und daneben "CHURCH LANE - OLD CHARLTON - DEC 22, 92". Rückseitig erhielt der Brief einen Durchgangsstempel "ZÜRICH", aber keinen Ankunftsstempel, obwohl Aeugst einen solchen gehabt hätte.

@ briefmarkenwirbler24 [#9]

Ja, es war üblich, Ganzsachen vorne zu entwerten, da war ja auch der Wertstempel. Wir finden sogar sehr oft doppelte Stempelungen, oft Wertzeichen und daneben ein zweiter Abschlag. Ob das Vorschrift war, weiss ich nicht.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 25.11.2014 15:06:29 Gelesen: 3324# 12 @  
@ Heinz 7 [#11]

Hallo Heinz,

vielen Dank für die Information!

MfG

Kevin
 

Das Thema hat 37 Beiträge:
Gehe zu Seite:  1   2 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht