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Thema: Air Mail / Luftpost - Aufkleber, Labels, Eindrucke, Vermerke
Das Thema hat 529 Beiträge:
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hajo22 Am: 06.12.2014 19:28:16 Gelesen: 88323# 380 @  
Am Freitag den 14.2.1941, mitten im 2. Weltkrieg, startete dieser mit 30 cents frankierte Luftpostbrief aus Brooklyn die weite Reise über den Nordatlantik nach Würzburg in Unterfranken. Auf dem Zwischenstopp (anzunehmen auf den Bermudas) wurde der Brief zwar von den Engländern zensiert (Examiner 4022), aber nicht zurückgehalten.

In Deutschland wurde er neuerlich geöffnet (OKW Zensur "e" = Frankfurt a.M.) und erreichte schließlich seinen Empfänger. Wie lange das gedauert hat, ist leider auf dem Briefcouvert nicht zu ersehen. Wäre aufschlußreich gewesen.



Schönen Abend allen Freunden der Aerophilatelie und allen sonstigen Lesern.
Jochen
 
stampmix Am: 06.12.2014 19:38:29 Gelesen: 88319# 381 @  
@ hajo22 [#380]

Offtopic:

Die Englische Zensurstelle brauchte wahrscheinlich einige Zeit um die Destination "JERMANY" zu entschlüsseln. Was sollte damit, kodiert, mitgeteilt worden? Wir werden es wohl nie erfahren, aber ein kleiner Tipp zur Vorweihnachtszeit: Im Italienischen Friaul gibt es einen bekannten Winzer Namens JERMANN, und einer seiner besten Weissweine war "Where the Dreams have no End". http://www.empson.com/Italian-wines/Jermann%20Dreams_w214.html . Man beachte die 3%ige Rebsorte - mit bestem Gruss an den Examiner.

stampmix
 
saintex Am: 06.12.2014 22:22:28 Gelesen: 88267# 382 @  
Notlandung in der Wüste

Die Deutsche Briefmarken-Zeitung hat in ihrer Ausgabe Nr. 18 vom 22.8.2014 einen Artikel über den französischen Dichter Antoine de Saint-Exupéry veröffentlicht und über dessen abenteuerliche Zeit ab Oktober 1927 als Flugplatz-Chef des Wüstenflugplatzes von Cap Juby in der Spanischen Sahara an der West-Küste des Atlantischen Ozeans berichtet. Antoine de Saint-Exupéry war damals an mehreren dramatische Rettungsaktion von Postfliegern, die in der Wüste notgelandet waren, beteiligt.

Während die DBZ ihren Artikel nur mit entsprechenden Motivbriefmarken illustrieren konnte, kann ich hier einen Luftpostbrief vorstellen, der im Jahre 1925 in eine dramatische Notlandung in der Sahara verwickelt war.

Am 23.7.1925 musste ein Postflugzeug der französischen Fluggesellschaft Lignes Latécoère in der Sahara südlich von Agadir notlanden. Die französische Flugzeugbesatzung wurde sofort von lokalen bewaffneten Einwohnern angegriffen. Eine zweite Flugzeugbesatzung kam der ersten zur Hilfe und nahm diese in ihrem Flugzeug auf. Die Post blieb allerdings am Boden zurück und wurde von den Einheimischen geplündert [1].

Erst ein Jahr später wurden die Postsäcke in der Sahara geborgen und den Empfängern zugestellt. Die Verzögerung erläutert ein Hinweisstempel auf der Rückseite des Luftpostbriefes.



Auf deutsch übersetzt: " Post am 23.7.25 in die Hände der Mauren gefallen/ Post am 30.3.1926 in Dakar zugestellt."

Literatur

[1] Gerard Collot/ Alain Cornu, Ligne Mermoz - Histoire aérophilatélique Latécoère Aéropostale AIR FRANCE 1918 - 1940, Paris 1990

saintex
 
hajo22 Am: 07.12.2014 12:53:41 Gelesen: 88135# 383 @  
@ saintex [#382]

Ein einmaliges Stück mit einer bewegten Vergangenheit, das die Schwierigkeiten einer Sahara-Überquerung dokumentiert. Mir fällt da gleich der Film "Der Flug des Phoenix" (mit Hardy Krüger) ein und der Situation einer Notlandung in der Wüste.

Bon, c'est ca.

Aus meinem Fundus "Flugpostbriefe aus Südamerika vor 1945" zeige ich hier einen mit 10,30 Pesos frankierten Luftpostbrief aus Valparaiso/Chile vom 22.6.1937 via Santiago 23.6. nach Heppenheim, Ankunft 28.6.37. Also eine Postlaufzeit von nur 6 Tagen von Ort zu Ort. Leitstempel "Via Condor".



Über die Luftpostgebühren aus Chile nach Deutschland liegen mir keine Informationen vor.

Schönen Tag.
Jochen
 
hajo22 Am: 07.12.2014 16:06:43 Gelesen: 88072# 384 @  
Neben dem Leitstempel "Via Condor" gab es auch einen dunkelblauen Aufkleber "Via/Condor-Zeppelin".

Hier ein Luftpostbrief aus Brasilien vom 11.4.1935 nach Paris, Ankunft 16.4.1935 mit Maschinen-Werbestemel "Gagnez du temps/repondez/par avion" (= Gewinnen Sie Zeit, antworten Sie mit Luftpost).

Vorderseitig ist noch der Werbestempel "Condor/Zeppelin/Lufthansa" zu sehen.



Schönen Abend.
Jochen
 
briefefan Am: 07.12.2014 17:33:23 Gelesen: 88046# 385 @  
@ saintex [#382]

Tolles Stück. Gratuliere.
 
Marcel Am: 07.12.2014 18:22:24 Gelesen: 88029# 386 @  
@ hajo22 [#384]

Hallo Jochen!

Die Condor Union war das Ergebnis einer Geschäftsallianz zwischen der Deutsch-Kolumbianische Luftverkehrsgesellschaft (SCADTA) und der Deutschen Lufthansa, um die Beförderung von Personen und Luftpost nach Lateinamerika, in die Karibik und zurück.

Am 28. März 1934 unterzeichnete der Vorstand ein Abkommen. An der Abstimmung und Unterzeichnung des Vertrages nahmen u.a. Henry Arnold von Condor Union und Dr. Carlos Domínguez Risso, Direktor der Zentralabteilung der Post- und Telegraphenanstalten teil.

Der Vertrag beinhaltete die Intervention der Generaldirektion in die zivile Luftfahrt und ab den 10. April in die Bedingungen für den Postverkehr (Briefe und Pakete) zwischen Argentinien, Uruguay, Brasilien, Afrika und Europa usw.

Diese pdf könnten Dich interessieren.

http://www.clubfilatelicodeluruguay.com/Marcofilia/MarUyCap09_04a.pdf
http://www.histarmar.com.ar/AVIACION/EloyMartin/El%20D-LZ%20127%20Graf%20Zeppelin%20en%20Argentina.pdf

schöne Grüße
Marcel
 
saintex Am: 07.12.2014 19:16:09 Gelesen: 88009# 387 @  
@ hajo22 [#383]

Hallo Jochen,

mit den chilenischen Postgebühren kann ich Dir weiterhelfen. Diese betrugen bei Aufgabe Deines Luftpostbriefes in Valparaiso am 22.6.1937:

$ 1.80 UPU-Auslandsbrief bis 20 Gramm
$ 8.50 Luftpostzuschlag einheitlich für Europa je 5 Gramm
= $ 10.30

Also portogerecht frankiert.

Literatur

Ross A. Towle, Postal Rates of Chile, Chile 2003 Seiten 28 und 64
Dr. Eduardo Madsen, Manual de Historia Aeropostal de Chile - Handbook of Aeropostal History of Chile, 1. Aufl. Wiesbaden/Deutschland 2007 Seiten 612 und 646

Wolfgang
 
saintex Am: 07.12.2014 19:41:05 Gelesen: 88003# 388 @  
@ hajo22 [#383]
@ briefefan [#385]

Es freut mich, dass Euch mein "Wüstenbrief" aus dem Jahr 1925 gefallen hat. Ich bin nur froh, dass unter den Plünderern kein Briefmarkensammler war sonst hätte die schöne Sondermarkenfrankatur Mi.-Nr. 175 und 179 im Art déco Design (So.-Ausg. zur Kunstgewerbeausstellung Paris 1925) den Angriff der "Wüstensöhne" wohl nicht unbeschadet überstanden. So wurde der Brief von ihnen auf der Suche nach geldwertem Inhalt nur oben aufgeschlitzt und nach der Bergung durch einen Verschlußstreifen der französischen Post wieder ordnungsgemäß verschlossen.

Aber ich hätte da noch ein oder zwei ähnliche Briefe, die Euch möglicherweise gefallen würden. Die zeig ich mal später. Schön aber auch, dass ihr zu dem schönen Sammelgebiet der Aerophilatelie ebenfalls Beiträge beisteuert.

Noch einen schönen Abend

Wolfgang (saintex)
 
hajo22 Am: 09.12.2014 21:18:09 Gelesen: 87690# 389 @  
@ saintex [#387]

Danke für die Portoberechnung (10,30 Pesos).

Hier 2 Luftpostbriefe von 1937 und 1938 jeweils aus Santiago mit der geringst möglichen Anzahl von Marken zur Darstellung dieser Frankatur nach Berlin.



Aber wie berechnet sich dieser Luftpostbrief aus Santiago vom 7.9.1938 mit 23,20 Pesos nach Berlin aus der gleichen Korrespondenz?



Schönen Abend.
Jochen
 
saintex Am: 09.12.2014 22:07:26 Gelesen: 87680# 390 @  
@ hajo22 [#389]

Na Jochen, die Berechnung des chilenischen Lp.-Portos auf dem Lp.-Brief vom 7.9.1938 ist doch "ganz einfach":

$ 1.80 UPU-Auslandsbrief bis 20 Gramm (Portoperiode 1.11.1935 bis 1.3.1946)
$ 21.40 Luftpostzuschlag für Luftpost nach Europa ($ 10.70/5Gramm = $ 21.40 für Brief zwischen 5 und 10 Gramm; Portoperiode 1.8.1938 bis Sept. 1940)
= $ 23.20

Also portogerecht frankiert ! Also auch sammelwürdig *grins*.

Literatur

vgl. die Literaturangaben in meinem Beitrag [#384]

saintex
 
hajo22 Am: 09.12.2014 22:56:03 Gelesen: 87655# 391 @  
@ saintex [#390]

Du meinst sicher Deinen Beitrag [#386], [#384] war ich wohl. Tja, die Zahlen.

Sorry, aber mein PC öffnet keine unbekannten Links.

Schönen Abend.
Jochen
 
saintex Am: 09.12.2014 23:13:58 Gelesen: 87647# 392 @  
@ hajo22 [#391]

Hallo Jochen,

gemeint war die von mir im Beitrag [#387] zitierte Literatur.

saintex
 
hajo22 Am: 10.12.2014 11:05:34 Gelesen: 87573# 393 @  
@ saintex [#392]

Ich bin auch in die falsche Zeile zu den "links" geraten. Pardon.

Die von Dir in [#387] erwähnte Literatur steht mir (natürlich) nicht zur Verfügung. Möglicherweise finde ich die Bücher in der Philatelistischen Bibliothek München. Momentan habe ich weder Lust noch Laune nach München zu fahren, kann aber mal telefonisch nachfragen, ob die Literatur überhaupt vorhanden ist. An Fernleihe bin ich grundsätzlich nicht interessiert, so daß es dieses Jahr nichts mehr wird. Ich stelle daher auch keine weiteren Belege aus den ABC-Staaten mehr ein, weil ich die Portogenauigkeit nicht überprüfen kann. Ich habe die Schachtel mit den Briefen wieder weggeräumt.

In diesem Sinne ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für 2015.
Jochen
 
merkuria Am: 18.12.2014 19:25:42 Gelesen: 86435# 394 @  
Hier ein paar Luftpost-Labels aus China im Wandel der Jahrzehnte.



Luftpostbrief mit Aufkleber 1931



Luftpostbrief mit eingedrucktem Label 1941



Luftpostbrief mit Aufkleber 1955
 
saintex Am: 22.12.2014 23:36:16 Gelesen: 85975# 395 @  
1933 Luftpost Deutschland - Südafrika mit Strassenbahn und Flugzeug von Hamburg nach Kapstadt

Hier zeige ich einen Luftpostbrief, der vom Absender am 23.5.1933 in Hamburg aufgegeben wurde und der nach Südafrika adressiert ist. Bemerkenswert an diesem Luftpostbrief sind zum einen die verschiedenen Beförderungsmittel, die an seinem Transport von Hamburg nach Kapstadt in der Südafrikanischen Union beteiligt waren, und die für das Jahr 1933 relativ kurze Beförderungszeit.



Der Geschäftsbrief wurde vom Absender am 23.5.1933 nach 18 Uhr aufgegeben und erhielt rückseitig den Rollenstempel Hamburg 1 Eilbriefstelle 23.5.33. 19:10 Uhr. Nach meiner Kenntnis fand dieser Rollenstempel auf Post Verwendung, die mit der Hamburger Strassenbahnpost oder der Hamburger Rohrpost befördert wurde. Vielleicht wissen die Spezialisten hier im Forum ja mehr.

Von Hamburg aus wurde der Brief dann am 24.5.1933 nach München mit Luftpost befördert, was durch den auf der Briefvorderseite angebrachten Luftpostbestätigungsstempel "Mit Luftpost befördert/Postamt München 2" und den rückseitig angebrachten Ankunftstempel München 2BA vom 24.5.33 14-15 Uhr dokumentiert ist.

In München wechselte der Luftpostbrief auf die Eisenbahn, die ihn mit Zug D 40 über Kufstein nach Brindisi in Italien beförderte. Dort wurde der Luftpostbrief von einem Flugboot der britischen Fluggesellschaft Imperial Airways übernommen und nach Athen befördert. Nach weiteren Zwischenstopps in Assuan, Karthum, Kisumu, Nairobi, Salisbury und Johannisburg erreichte der Luftpostbrief am 3.6.1933 sein Ziel in Kapstadt[1].

Der Luftpostbrief ist mit 60 Pfennig ordnungsgemäß frankiert: 25 Pfennig Auslandsbrief bis 20 Gramm, 35 Pfennig Luftpostzuschlag nach Südafrika je 5 Gramm[2].

Literatur

[1] Peter Wingent, Movements of Aircraft on Imperial Airways' African Route 1931 - 1939, Winchester/GB 1991
[2} Postliste Januar 1933 und Januar 1934, herausgegeben vom Reichspostministerium

Wolfgang
 
Altmerker Am: 13.01.2015 16:58:25 Gelesen: 84043# 396 @  
Auf den ersten Blick hat der Vogel wenig mit Luftfahrt zu tun. Der Stempel verrät aber, CH-8058 Airport. Bodensee-Tourismus Deutschland verschickte so 2007 Postkarten quer durch Deutschland, die man sich im Netz aussuchen und beschriften konnte.

Gruß
Uwe


 
filunski Am: 28.01.2015 12:21:46 Gelesen: 82795# 397 @  
Verehrte Luftpostfreunde,

heute mal ein brandneuer Luftpostbeleg (ist heute ja der Normalfall bei Überseepost) den ich eben aus meinem Briefkasten holte.

Vorstellen möchte ich ihn wegen der darauf verklebten Marken und deren Motiven. Der Brief ging am 22. Januar in Auckland/Neuseeland ab und kam bereits heute, nach nur 6 Tagen, hier bei mir an.



Interessant sind die Marken, neu ausgegeben von NZ Post zum 75 jährigen Jubiläum der TEAL (Tasman Empire Airways Limited), dem Vorgänger der heutigen Air New Zealand.

Die Marke links oben zeigt ein Short S.30 Flugboot, Kennung ZK-AMA, Name "Aotearoa", mit welchem am 30. April 1940 die TEAL auf der Strecke Auckland - Sydney ihren Flugdienst aufnahm.

Die Marke rechts daneben zeigt eine Lockheed Lodestar. Mit diesem Typ führte die dann NAC oder NZNAC (New Zealand National Airways Corporation) genannte Fluggesellschaft ab 1947 den Inlandsflugverkehr durch.

Mit der Marke rechts unten sind wir dann in der Gegenwart angekommen. Die heutige Air New Zealand war die erste Fluggesellschaft welche mit der abgebildeten Boeing 787-9 ihre Flotte im Jahre 2014 modernisierte.

Wir beklagen heute ja oft, dass zu wenig gestempelt würde. Bei diesem Brief nicht der Fall, sowohl entwertet mit Handstempel des Greenwood Corner Post Centers, wo der Brief aufgegeben wurde, als auch mit einem Handrollstempel anschliessend im Auckland Briefzentrum. Der Brief ist natürlich nicht portorichtig, sondern reichlich überfrankiert! ;-)

Beste Grüße,
Peter
 
filunski Am: 28.01.2015 20:05:47 Gelesen: 82721# 398 @  
@ filunski [#397]

Nachtrag:

anscheinend hat es noch Niemand bemerkt, auf jeder der gezeigten Marken ist ein Flugzeug abgebildet. ;-)

Und zwar in der rechten unteren Ecke eine Draufsicht/Silhouette (der Eine oder Andere, der "gedient" hat kennt vielleicht noch diese Schattenrisse aus der Flugzeugerkennung) jeweils der in der Marke behandelte Flugzeugtyp.

Fehlen also noch Zwei.

Dann zuerst der 2,00 Dollar Wert. Hier zu sehen ein Gepäckanhänger der TEAL aus der Zeit der "Coral Route". Einer mit Flugbooten vom Typ Short S 45 Solent ab 1951 beflogenen Pazifik Tour zu Inseln wie Fiji, Samoa, den Cook Islands und Tahiti. Eingesetzt war dieser Typ bei der TEAL von 1951 bis 1954.

Fehlt noch der 2,50 Dollar Wert. Hier blicken wir in den Passagierraum einer McDonnell Douglas DC-10 im Jahre 1977. Dieser Jet-Airliner war von 1973 bis 1986 in Neuseeland im Einsatz.

So, jetzt haben wir alle! :-)

Beste Grüße,
Peter
 
zockerpeppi Am: 12.02.2015 21:28:44 Gelesen: 81013# 399 @  
Ich hätte da etwas sehr Neues. Heute meinem Briefkasten entnommen:



Paket ab Australien nach Düdelingen. Die Frankatur ist unter den vielen Klebezettel untergegangen. Ich kann schemenhaft Postage ….. Australia lesen. Wieviel der Absender im Endeffekt bezahlt hat ist nicht zu ermitteln. Verrechnet hat er mir für Verpackung und Versand 22 Aussie Dollars.

Schön groß der blaue Air Mail Sticker links – rechts ein ID RECORDED der Australischen Post. Der Zoll ist auch omnipräsent Customs Douane CN22 – Inhalt ein „used book“ im Wert von 5 AUD, Gewicht 260. Das Buch selbst wiegt 73 g, es war so gut verpackt, nach 10 Minuten hatte ich das ganze entblättert. Die Luxemburger haben sich auch auf Orange verewigt mit einem „Formalitäten zur Einfuhr Minutie“ Klebezettel datiert auf den 11 FEV 2015. Darunter versteckt sich auch die Portoangabe.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
filunski Am: 12.02.2015 23:19:49 Gelesen: 80993# 400 @  
@ zockerpeppi [#399]

Salü Louise,

ein schönes Beispiel moderner Postgeschichte, danke für's Zeigen! :-)

So mancher "großer Klassik -Philatelist" mag ja die Nase rümpfen angesichts dieser ganzen Klebeetiketten, aber so sieht heute eben nun mal modernes Alltags-Postgut aus, und damit auch moderne Philatelie.

Ich würde es auf alle Fälle aufheben und nicht in der Papiertonne entsorgen wie dies mit solchen Stücken leider nur zu oft passiert. Bedarfspost wie dein gezeigtes Stück kommt in dieser Form (auch in der Kombination Absender-Destination) sicher nicht so häufig vor.

Beste Grüße,
Peter
 
Rore Am: 13.02.2015 00:04:50 Gelesen: 80982# 401 @  
In meiner Briefe Sammlung habe ich diesen israelischen Aufkleber gefunden.

Gruß
Rore


 
filunski Am: 18.02.2015 10:56:42 Gelesen: 80578# 402 @  
Verehrte Luftpostfans,

Lulu hat uns ja schon einen modernen Luftpostbeleg aus heutigen Zeit vorgestellt [#399]. dem möchte ich heute einen ebenso aktuellen "Beleg" (wenn man das noch so nennen möchte) aus Neuseeland hinzufügen:



Ich höre schon die Aufschreie, "was ist das denn"!

Sicherlich fehlt dieser "Plastiktüte" jeglicher Charme älterer Luftpostbelege, aber es ist eben ein "modernes Stück Luftpostgeschichte".

Im Detail haben wir hier einen offiziellen "plastic envelope" der NZ Post, zum nationalen und internationalen Versand. Hier in der Größe 2 (size 2), 280 x 190 mm zum Preis von 1 NZD (Neuselland Dollar). Vorne die Empfängeradresse und rückseitig die Absenderangaben noch ergänzt mit Hinweisen zu Objekten die darin nicht verschickt werden dürfen. Das ganze für den internationalen Versand noch mit einem "XL-Luftpostaufkleber" versehen und sogar mit nassklebender Briefmarke frankiert (diese wurde sicherheitshalber von der Postagentur noch mit Tesa festgeklebt, sehr schön!). Dann sogar noch im Auckland Briefzentrum mit Handrollstempel entwertet. Portokosten gerade mal 3,60 NZD, entspricht 2,40 Euro, entsprechende Sendungen kosten bei uns wesentlich mehr.
Ein sehr schönes Detail, was so vielleicht gar nicht auffällt, ist das schwarze Zieremblem um das Adressfeld herum.

Hier nochmals von der Rückseite im Detail:



Es handelt sich um eine Maori Illustration, genannt "Kaitiaki" = Wächter und unterstreicht damit die besondere Aufgabe/Verantwortung der NZ Post über die Poststücke zu wachen, welche von einem Ort zum nächsten unterwegs sind. Das ist doch eine bemerkenswerte Einstellung! :-)

Diese "Plastiktaschen" dürfen auch mehrfach verwendet werden, vorausgesetzt sie werden immer wieder korrekt frankiert.

Beste Grüße,
Peter
 
hajo22 Am: 19.02.2015 18:31:24 Gelesen: 80447# 403 @  
Luftpostbrief aus Mährisch-Ostrau vom 31.8.1939 (letzter Friedenstag) nach Melbourne/Australien.

Vorderseitig Zensurstempel "Passed by censor V 23" (australische Zensur). Rückseite: Durchleitstempel "Sydney 14.9.39 AIR MAIL SECTION GPO", Ankunftsstempel Melbourne 15.9.1939 und Kastenstempel 18.9.1939 Melbourne.

Frankatur Mi.Nr.: Mitläufer CSR 358 (5 kr), 3x407 (30 h), Bö&Mä 6x27 (60 h) und 3x28 (1 kr).

Frankatur insgesamt 12,50 kr. = 2,50 kr. (Auslandsbrief bis 20 gr.) + 10 Kr. Luftpostgebühr (je 5 gr/5 kr).



VG, hajo22
 
saintex Am: 19.02.2015 21:37:10 Gelesen: 80420# 404 @  
@ hajo22 [#403]

Super Beleg

und endlich mal wieder "richtige Aerophilatelie" und nicht nur Belege aus der Krabbelkiste.

saintex
 

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