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Thema: Rumänien Ganzsachen
Das Thema hat 151 Beiträge:
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10Parale Am: 21.11.2014 20:16:42 Gelesen: 22204# 52 @  
@ Heinz 7 [#12]

Ich habe diese ungebrauchte Antwortpostkarte für das Ausland 10 Bani gefunden. Zunächst hielt ich sie für eine P16 wie sie von Dir in [#12] beschrieben und dokumentiert ist.

Nun gibt es ja noch die 1882/85 herausgegebene P20 in der Farbe rot/ockergelb, der Antwortteil soll rahmfarben sein. Ich bin mir nicht ganz sicher welche der beiden Postkarten ich hier vor mir habe, P16 oder P20, was denkt Ihr?

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 22.11.2014 11:05:35 Gelesen: 22173# 53 @  
@ 10Parale [#52]

Hallo mein Freund,

ich meine, Du zeigst uns eine Michel Nummer 20. Anbei meine Vergleichsstücke:



Links siehst Du einen verwendeten Antwortteil. "Réponse" heisst (französisch) "Antwort", und diese Sprache wurde damals in Rumänien für Internationale Postangelegenheiten verwendet (rumänisch für Inland). Im konkreten Fall schrieb Herr Pollack Herrn Bormann in Aue (Sachsen) und brachte die (Antwort-) Postkarte am 21.9.1893 zum Versand. Gemäss Notiz auf der Rückseite (wo keine Ankunftsstempel zu finden sind) kam die Karte am 24.9.93 an. Das Ganze verwirrt uns ein wenig, denn eine von Rumänien gesandte Antwort-Postkarte hätte ja von Aue nach Bukarest zurückgesandt werden sollen (Denn wenn die Frage aus Aue/Sachsen gekommen wäre, wäre ja eine Deutsche Karte verwendet worden). Also - was da genau passiert ist, wissen wir nicht. Denkbar ist, dass der Antwort-Teil als Frageteil verwendet wurde. Wir wissen es nicht.

Auf der rechten Seite habe ich eine ungebrauchte Doppelkarte gescannt, sie sieht so aus wie Deine in Beitrag [#52]. Ich habe aber die Karte gekehrt, damit Du den sehr markanten Farbunterschied siehst: Die Rückseite ist viel heller. Das wollte wohl die Michel-Katalogisierung zum Ausdruck bringen:

"Wie vorherige Ausgabe, jedoch Rs. rahmfarben, 147 x 105 mm". "Rs." heisst "Rückseite" und damit scheint der Fall klar.

Nun bin ich aber soeben neu verunsichert, weil die Dimension stimmt überhaupt nicht. Alle meine P 16 und P 20 Postkarten haben nämlich die Breite von 16 cm, was doch deutlich mehr ist als die angegebenen 147 mm. Die Höhe stimmt ungefähr (105 mm).

Weiss jemand etwas zu dieser Frage (Formatgrösse)?

Grüsse - Heinz
 
Heinz 7 Am: 22.11.2014 11:30:39 Gelesen: 22170# 54 @  
@ 10Parale [#52]

Ich will gleich noch nachhaken.



Oben siehst Du eine Michel Nr. P 16 F. Es ist keine P 15, weil sie hat am unteren Rand diese Erklärung: "La carte ci-jointe est destiné à la réponse", das heisst: "Die anhängende Karte ist für die Antwort vorgesehen". Der Frageteil wurde korrekt versandt von Crajova 25 FEB 82 und hat vorderseitig einen kleinen Einkreisstempel "27/2" (?), der vielleicht ein Ankunftsstempel von Leipzig ist?

Ich denke, die Farbbezeichnung Michel: "lilarot auf helllilarosa" macht Sinn und ist in deutlichem Kontrast zur Michel Nr. P 18. Dies ist auch eine Auslandkarte, aber keine Doppelkarte (kein solcher Vermerk zu finden, darum P 18 und nicht P 20). Sehr schön ersichtlich der Farbunterschied: "rot auf ockergelb, Rückseite rahmfarben". Das trifft ziemlich genau zu, wobei "dunkelorange" für meine Karte genauer wäre als "rot".

Die Karte wurde am 5. Oktober 1893 von Bukarest gesandt und kam in Donauwörth an bereits am 7. Oktober, wie aufgrund des Ankunft-Stempels klar ersichtlich ist.

Übrigens noch ein Wort zu den Formaten: P 16 F ist 152 mm breit und P 18 159 mm, Höhe ca. 100 bzw. 99 mm. Also auch wieder "weit ab" von den Katalognotierungen.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
10Parale Am: 23.11.2014 18:34:27 Gelesen: 22124# 55 @  
@ Heinz 7 [#54]

Erst einmal vielen Dank für diese guten Erläuterungen, die mir sehr hilfreich sind bei der Klassifikation meiner Ganzsachen.

Der Michel Ganzsachenkatalog gibt folgende Formate an: 147 x 105 mmm für die Ganzsachen P14 - P20.

Kiriac Dragomir gibt im Werk "Catalogul Marcilor Postale Romanesti" auf Seite 476 an: 153 x 93 mm für die U.P.U. Ganzsachen ab 1879.

Nur für die Ganzsache P18 gibt er an: 153 x 102 mm.

Ich glaube hier gibt es doch erhebliche Abweichungen. Ebenfalls in den Farben bin ich mir nicht ganz sicher.

Was bedeutet rahmfarben? (ich bitte um Farbe in den Michelkatalogen!) Alle meine Ganzsachen sind rückseitig heller als vorderseitig, keine einzige Ganzsache ist auf beiden Seiten gleichfarben ?

Ich werde mir weitere Ganzsachen zulegen müssen, um möglichst viel Vergleichsmaterial zu sammeln.

Anschließend zeige ich noch ein Ganzsache P24 aus dem Jahr 1893. Hier war

1. ein sehr fleißiger Postbediensteter mit 4 Abstempelungen von BUCURESCI erpicht, ins Guiness-Buch der Weltrekorde zu kommen.

2. eine Postkarte für eine Auslandsverwendung im Gebrauch, schöner AK-Stempel vom Postamte 7 in Berlin (wo immer das auch war)

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 24.11.2014 22:02:26 Gelesen: 22082# 56 @  
@ 10Parale [#55]

Guten Abend,

ich habe mehrere Postkarten, die beidseitig gleichfarbig sind. Z.B. Nr. P 9 ("sämisch"), Nr. P 12 ("weisser Karton"), Nr. P 13 ("hellila"), Nr. P 14 (wohl "helllilarosa"), u.s.w. Darum ist der Unterschied zu den Postkarten P 17-P 20 auch so klar, wie ich in Beitrag 53 zeigen konnte. "Rahmfarben" scheint also die Umschreibung zu sein für ein nicht reines Weiss.

Mit den Formaten hat Michel vermutlich nicht aufgepasst und eine Formatänderung 1878 nicht berücksichtigt. Meine Postkarte P 13 ist volle 16 cm breit, nicht nur 147 mm, wie katalogisiert, u.s.w. - Gut, dass der CMPR auch Masse angibt; ich muss das einmal studieren. Auch in älteren Zeitschriften wurde das meines Wissens einmal breit besprochen, aber im Moment kann ich mich nicht genau erinnern, wo das war, und Zeit zum Suchen habe ich jetzt auch nicht.



Anbei ein Bild der P 13, ohne Zweifel zu bestimmen. Herstellungsjahr "Tiraju - 1878", mit genauer Gebrauchsanweisung auf rumänisch. Diese Ganzsachen wurden in grossen Bogen hergestellt, perforiert, und konnten dann so getrennt werden. Diese sehr saubere Karte (sie ist 135 Jahre alt!) wurde am 23.4./5.5.1879 geschrieben (Doppeldatum julianischer/gregorianischer Kalender) und erreichte Zielort Braila am 7.5.1879, wie der Ankunftsstempel hinten zeigt.

Apropos Stempelung. Ich stelle fest, dass viele Ganzsachen bildseitig zweifach entwertet wurden: das Wertzeichen einmal (separat) und die Ganzsache als solche auch noch einmal. Warum es bei Deinem Exemplar dann gleich 2 x 2 = 4 Stempel sind, weiss ich aber auch nicht. Der Postbeamte begnügte sich in meinem Fall mit einem einzigen Stempel-Abschlag.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
10Parale Am: 06.12.2014 22:24:27 Gelesen: 21870# 57 @  
@ Heinz 7 [#56]

Ist doch das Schöne an der Philatelie, dass man Maße anlegen, Farben bestimmen und Texte studieren kann. Ich vergleiche sie oft mit der Malerei und ich glaube, unser Drang, Unterschiede zu erkennen (z.B. Plattenfehler, Druckzufälligkeiten etc.) ist beseelt von dem Wunsch, etwas Einzigartiges zu besitzen.

Hier aus dem Jahr 1931 die Ganzsache Michel P87 (Kopf Königs Karl II nach rechts), 2 Lei grün, mit Zusatzfrankatur 4 Lei orange (Michel Nr. 380) auf einer Mitteilung an eine Firma in Basel.

Wie wir dem kurzen Text der Rückseite entnehmen, wurde die Mitteilung in Sibiu verfasst, die Ganzsache wurde aber in Bukarest abgestempelt, was mir noch etwas Mühe bereitet. Firmen habe solche Ganzsachen oft abgelocht, damit sie in einem Ordner verschwanden.

"ESTE OPRIT SE INTRODUCE SCRISORI BANI SAU ALTE OBIECTE" - bedeutet natürlich das Verbot Geld oder andere Gegenstände in Briefen zu befördern.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 18.12.2014 20:20:20 Gelesen: 21710# 58 @  
Hallo,

hier wieder mal eine Ganzsache, diesmal die P12 aus dem Jahr 1877, achteckiger Wertstempel Große Ziffer im Hochformat.

Sie lief von Bukarest am 30. Oktober 1877 nach Aix-en-Provence, vermutlich Nachtaxierungs-Rötelung. Empfänger ist ein Jurastudent und die Mitteilung ist eher traurig; der Arme Schreiber litt unter einer schweren Bronchitis.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 18.12.2014 23:10:06 Gelesen: 21698# 59 @  
@ 10Parale [#58]

Hallo mein Freund,

das ist ein sehr hübsches Beispiel einer frühen Ausland-Verwendung und als solche gar nicht häufig! 1870-1878 waren alle Ganzsachen nur für den rumänischen Gebrauch vorgesehen (Inland-Verwendung), P 15 und P 16 (von 1879) (siehe Beitrag [#12]) waren sodann die ERSTEN Ganzsachen für den Auslandverkehr (höhere Nominale (10 Bani), und Inschriften auf französisch statt auf rumänisch).

Hoffen wir, dass der Schreiber 1877 bald wieder gesund wurde!

Gute Nacht! - Heinz
 
10Parale Am: 20.12.2014 15:56:09 Gelesen: 21662# 60 @  
@ Cantus [#82]

Uff, jetzt habe ich in meiner Sammlung auch noch zwei Feldpostkarten gefunden, die ich hier zeigen möchte.

BRUSTBILD KÖNIG KARLS I. nach halblinks ohne WERTANGABE

oben FP 3 oder 4 aus dem Jahr 1916
unter FP 1 aus dem Jahr 1913

Beide Ganzsachen haben rote Sonderstempel bsp. der 7. Kompoanie etc.

Liebe Grüße

10Parale

@ Heinz

Danke schön für Beitrag [#59]. In diesem Forum habe ich gelernt die Augen aufzumachen. Was Du heute im Adventskalender ausgestellt hast ist ja der ultra_Hammer. Wobei ich noch eine Frage hätte.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 26.12.2014 22:16:58 Gelesen: 21598# 61 @  
Guten Abend,

so nach längerer Zeit hier wieder mal 2 Ganzsachen aus späterer Zeit.

P131 (1947) Kopf König Michaels nach rechts 140 Lei braunviolett, sämisch, mit Zusatzfrankatur aus der Freimarkenserie König Michael I 1947

P137 (1947) Kopf König Michaels nach links, 7,50 Lei grau, sämisch mit Zusatz-Mischfrankatur Michel Nr. 1066 und Michel Nr. 36 I Zwangszuschlagsmarke

Philatelistischer Inhalt bei P131, interessant zu lesen, wir erfahren u.a. die Parität des Franken zum Lei 1 Franken = 34,80 Lei

Liebe Grüße

10Parale




 
10Parale Am: 07.01.2015 20:43:50 Gelesen: 21457# 62 @  
Hallo,

hier die Ganzsache K11 Kopf König Karls I. nach links, 1903/04, 15 Bani violett, eine aufklappbare Ganzsache mit einem netten Text. Abgeschlagen in Bukarest am 28. Februar 1906.

Besonders gefällt mir aber der rückseitige Ankunftsstempel von Alexandria, einer von zwei Typen B4 (TypI - kleines Posthorn) - es gibt noch Typ VI (etwas größeres Posthorn). Sicher ein seltener Stempel.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 15.02.2015 12:11:31 Gelesen: 21073# 63 @  
Schönen Sonntag!

Wenn ein Sammler im Katalog das Gesuchte nicht findet, fängt das Rätselraten an: "Ist diese Variante tatsächlich nicht katalogisiert?". Was für Briefmarken sehr selten ist, ist vielleicht für Ganzsachen weniger "eine Sensation".

Sehen wir uns dieses Telegrammblatt an. Gemäss Michel-Ganzsachen-Katalog Europa Ost 2001/02 sind 1900-1908 vierzehn TB gelistet plus vier weitere Nummern (13A, 13B, 13C, 13D). TB 15 von 1909 hat bereits eine völlig andere Zeichnung.

Von TB 1-14 haben nur TB 3, TB 7 und TB 14 die Nominale 25 Bani. Alle Wertstufen sind blau, aber bei TB 3 und TB 7 ist der Wertstempel rechts auf der Ganzsache; einzig bei TB 14 ist der Wertstempel links.

Das Formular ist aber nach dem Katalog weiss, und dies ist bei meinem Stück nun ganz anders; der Karton ist dunkelrot.



Ein Blick in den "Grossen Ganzsachen-Katalog 1928" von Altmeister Dr. Ascher rückt dann aber eine weitere Möglichkeit in den Fokus: Vielleicht hat Michel nicht gut aufgepasst? Vielleicht ist die Katalognotierung "weiss" falsch?

Bei Ascher steht (Seite 970, unten, zu "Glückwunschtelegramme"): "Schwarzer Textdruck, bis 1905 weisses, dann rotes Papier". Die Ganzsache TB 14 kam 1908 heraus. Ascher listet sogar zwei Formate. Er schreibt explizit: "1908 (Dez.). Wertstempel links, rotes Papier, Abschnitt rechts." Von weissem Papier ist nirgends etwas zu finden...

Der Fall scheint also meines Erachtens klar: Michel hat seit vielen, vielen Jahren eine nicht richtige Katalogisierung. Es müsste wohl "rot" statt "weiss" stehen.

Natürlich hätte ich lieber eine "Neuentdeckung" gehabt als einen Fehler entdeckt. Ich werde meine Beobachtung Michel einmal melden. Es ist nicht meine einzige Bemerkung zum Thema "Ganzsachen Rumänien".

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Cantus Am: 15.02.2015 16:43:51 Gelesen: 21058# 64 @  
@ Heinz 7 [#63]

Hallo Heinz,

hier ist ein kleiner Auszug aus dem Higgins & Gage; vielleicht hilft er dir weiter.



Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 15.02.2015 23:27:02 Gelesen: 21044# 65 @  
@ Cantus [#64]

Danke!

Higgins & Gage listen auch nur: "blue on red", es scheint diese Ganzsache also nicht auf weissem Karton zu geben.

Der Michel Ganzsachen-Katalog für Europa erscheint seit 1977 (Ausgabe 1978). Schon in diesem ersten GS-Katalog war für Rumänien TB 14 diese Angabe gemacht: "weiss". Ich vermute, dass da ein Fehler passiert ist, der seit Jahrzehnten nicht korrigiert wurde.

H & G listen unter der Nummer 20 und 20a zwei Varianten auf. Ich nehme aber an, dass es sich um Unterschiede im Format handelt, so wie das bei Dr. Ascher ja auch schon festgehalten wurde.

Freundliche Grüsse - Heinz
 
10Parale Am: 20.02.2015 20:57:37 Gelesen: 20975# 66 @  
@ Heinz 7 [#56]

Eine weitere P13, Tiraju 1878, diesmal nicht ganz so sauber, abgeschlagen vermutlich am 28. März 1879 (bald mal 136 Jahre alt!) in Ploesti, rückseitig sehr interessanter Ankunftsstempel vom Samstag, den 29. März 1879 CRAIOVA in bläulicher Farbe. Solch ein Einkreisstempel (K1) habe ich bislang nicht entdecken können. Vermutlich handelt es sich um den Stempel B1 (Kiriac Dragomir Seite 133, Stampilografie postala) von Craiova.

Absender war übrigens ein D. Lazar.

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 26.02.2015 23:17:37 Gelesen: 20825# 67 @  
Von mir eine Karte der Ausgabe von 1925/26, Mi. P 73, geschrieben am 16.5.1926 und am 22.5.1926 am Zielort in Mannheim angekommen.



Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 25.03.2015 18:56:52 Gelesen: 20562# 68 @  
@ 10Parale [#66]

10 Parale sagt, meines Erachtens mit Recht, dass er sich nur schwer an die Ährenausgabe heranwage. Ich habe auch grössten Respekt vor dieser sehr vielseitigen Ausgabe mit ihren x Besonderheiten.

Bei meinem Versuch, meine Sammlung genauer zu bestimmen, ist mir ein sehr hübscher Beleg in die Hände gekommen, den ich Euch nun unter "Ganzsachen" vorstelle, da es sich um eine (Inland-) Postkarte mit Zusatzfrankatur handelt. So konnte diese Postkarte ins Ausland versandt werden; sie ging 1903 nach Paris. Der Grund des Schreibens war ein geschäftlicher.



P 38 unterscheidet sich von P 35 nur durch den ersten Buchstaben "D" in der ersten Anschriftenzeile; bei P 38 ist dies in Schreibschrift. Ergänzt wurde diese Postkarte P 38 mit zwei 1 Ban-Marken braun (Mi 128) und einer 3 Bani-Marken (Mi. 131).

Das alles bewegt sich katalogmässig im einstelligen Euro-Bereich. Als Kombination ist es aber ganz nett anzusehen. Der rote Firmen-Absenderstempel macht den Beleg noch farbiger und attraktiver, finde ich, und ich freue mich sehr über dieses schöne Stück.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 25.03.2015 19:00:23 Gelesen: 20560# 69 @  
@ Cantus [#67]

Hallo Ingo,

ein schöner Beleg! Warum der wohl zensuriert wurde? 1926 war ja keine Kriegszeit? Wer hat das wohl bestimmt?

Heinz
 
Heinz 7 Am: 28.03.2015 15:33:29 Gelesen: 20521# 70 @  
@ roteratte48 (Anfrage: Ungarn)

Hallo Rolf,

jetzt habe ich statt auf "Vorschau" schon auf "ins Forum" gedrückt, und als ich meine Aussage verifizieren wollte, kam mir Ingo voraus, jetzt kann ich den Beitrag (bei Ungarn, aber zu Rumänien) nicht mehr korrigieren.

Darum jetzt nachträglich noch richtig:

Thema "Rumänien Ganzsachen": Eröffnung 12.7.2013.

Die fleissigsten Schreiber:
1) 27 Beiträge: 10 Parale
2) 21 B. Heinz 7
3) 14 B. Cantus/Ingo
übrige 5 Personen: zusammen 7 Beiträge
= Summe 69 bis heute

10 Parale gebührt also quasi "die Krone"!

Heinz
 
10Parale Am: 28.03.2015 17:29:09 Gelesen: 20508# 71 @  
@ Heinz 7 [#70]
@ Cantus

Hallo zusammen,

die Krone gebe ich gerne weiter an Euch. Auch wenn ich ab und zu empfindlich reagiere, - bitte um Verzeihung, Cantus -, nehmt mich bitte nicht so ernst, es ist wirklich nur mein Hobby.

Da die Krone ein schönes Motiv ist, hier eine pittoreske Postkarte für den Philatelisten, die jedoch meines Wissens im Michel nicht katalogisiert ist.

Liebe Grüsse

10Parale


 
Heinz 7 Am: 28.03.2015 23:13:49 Gelesen: 20489# 72 @  
@ 10Parale [#71]

Danke, 10 Parale, für Deinen Beitrag. In "Rumänien für Sammler" habe ich erklärt, warum diese sogenannte "Postkarte" im Ganzsachen-Katalog nicht aufgeführt wird; weil es KEINE Ganzsache im philatelistischen Sinn ist.

Anbei eine schöne "richtige" Ganzsache (mit Werteindruck; eigenständiges Wertzeichen, keine Zusatzfrankatur mehr nötig).

Alles ist schön an dieser Karte:



Die Postkarte an sich (minimale Mängel einmal ausgeklammert)
die Schrift
der Abgangsstempel in blau von 1905
der Ankunftsstempel Bukarest
der Posthörnchen-Briefträgerstempel

Obwohl wir alles lesen können, weiss ich doch nicht, wo der Abgangsort der Ganzsache war, denn diesen Stempel "BASARABI / GARA" kenne ich nicht und habe ihn auch nicht gefunden bei Kiriac Dragomir.

Laut Wikipedia gibt es zwei Dörfer mit diesem Namen:
Basarabi (Dolj), Dorf im Kreis Dolj
Basarabi (Suceava), Dorf im Kreis Suceava

Welcher wird es wohl sein?

Herzliche Grüsse
Heinz
 
Cantus Am: 29.03.2015 01:17:46 Gelesen: 20484# 73 @  
@ 10Parale [#71]

Hallo,

solche Postkarten, bei denen auf der Bildseite Briefmarken abgebildet sind, gibt es von vielen Staaten der Erde, dabei z.B. auch von den altdeutschen Staaten oder auch von ganz exotischen Ländern, z.B. aus Afrika. Diese Motive haben sich lange gehalten, denn noch nach dem 2.Weltkrieg sind solche Motive ab und zu anzutreffen. Auch wenn so eine Postkarte eigentlich zu den Ansichtskarten gehört, bildet sie hier doch eine hübsche Ergänzung zur Auflockerung.

Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 29.03.2015 18:02:15 Gelesen: 20465# 74 @  
@ Heinz 7 [#72]

Bei dem Stempel "BASARABI" handelt es sich um den Bahnpoststempel PG10. Die Beförderung der Post mit der Bahn wurde hier ab ca. 1888/91 vorgenommen. Siehe Kiriac Dragomir "STAMPILOGRAFIE POSTALA" Seite 201 ff.

Nun müsste man auf alten Bahnkarten studieren, wo dieser Ort lag, denn es ist nicht einfach, den zum Stempel zugehörigen Ort zu finden. Zu aller Überraschung bezeichnet D.Kiriac in seiner Auflistung den Ort BASARABI im Kreis VS, was bedeutet: VASLUI.....

also hätten wir:

1. Basarabi im Kreis (judetul) Dolj
2. Basarabi im Kreis Suceava
3. Basarabi im Kreis Vaslui

4. Der Ort Murfatlar (wo der berühmte Rotwein herkommt) im Kreis Constanta hiess ebenfalls Basarabi, allerdings von 1924 bis 1965 und 1980 bis 2007

Lieber Heinz, ich weiss tatsächlich "im Moment" keine Lösung. Das violette Posthörnchen ist ja wunderschön.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 29.03.2015 21:56:09 Gelesen: 20448# 75 @  
Hallo,

in [#42] habe ich eine 50 Bani Ganzsache P69 vorgestellt, die von Bukarest nach Chemnitz gelaufen ist und mit insgesamt 4,50 Lei Zusatzfrankatur versehen wurde.

Mittlerweile habe ich mir das Werk "TARIFELE TAXELE SI GRATUITATELE POSTALE IN ROMANIA" Band 1 - 2 zugelegt und in Band (Vol.2) steht auf Seite 107, dass ab dem 01. September 1924 der Tarif für eine einfache Postkarte von Rumänien hier nach Deutschland 6 LEI betrug. Tatsächlich war die Postkarte unterfrankiert und wurde wohl mit 20 Pfennig nachtaxiert.

Die Tabellen kann man auch als Nicht-Rumäne sehr gut verstehen und dieses Werk ist bestenfalls zu empfehlen.

Liebe Grüsse

10 Parale


 
10Parale Am: 01.04.2015 15:35:38 Gelesen: 20407# 76 @  
Hallo,

bei dieser Ganzsache "König Karl I nach links im Oval in geänderter Ausführung" habe ich so meine Probleme mit der Bestimmung.

Zunächst ist die Karte morgen taggenau mit dem Stempel von IASI vom 2. April 1897 118 Jahre alt. Die mit der 5 Bani blau der Dauerserie "Spic de Griu" zusätzlich frankierte Postkarte lief von Jaassy nach Leipzig. Absender ist der Musikhändler Bernstein in Jassy, ein Name, der gewisse Assoziationen in der Musik-Welt bewirkt. Ein schöner Ankunftsstempel von Leipzig belegt die Expedition.

Im Michel Ganzsachenkatalog (Europa Ost Seite 317) würde ich auf P33 tippen, aber es fehlen die Instruktionslinien. Der Michel Katalog 04/05 bewertet diese Karten mit 1,50 €. Obwohl sie noch relativ häufig zu finden sind, finde ich sie immer wieder sehr attraktiv und sie belgen einen regen Handel zwischen Südosteuropa und Westeuropa.

Ausserdem finden sich immer wieder Namen, bei denen es sich lohnt, nach der Provenienz zu forschen, wie ich demnächst an Hand einer Ganzsache aufzuzeigen versuche.

Liebe Grüsse

10Parale


 

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