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Thema: Marken bestimmen: Cape of good Hope
astrall Am: 19.11.2010 16:01:11 Gelesen: 10362# 1 @  
Briefmarken Cape Hope

In einem alten Wälzer habe ich Briefmarken von "Cape Hope" gefunden und kann sie nirgends zuordnen.

Wer kann da weiterhelfen? Vielen Dank vorab.
 
Rainer HH Am: 19.11.2010 16:08:00 Gelesen: 10359# 2 @  
Schau einmal hier http://www.klassische-philatelie.ch/cogh/cogh_intro.html

Schönes Wochenende, Gruß Rainer
 
Christian Am: 19.11.2010 16:32:16 Gelesen: 10348# 3 @  
@ astrall [#1]

Hallo,

Cape of good hope = Kap der guten Hoffnung war bis 31.5.1910 britische Kolonie, bevor sie zusammen mit Transversaal, Oranje-Kolonie und Natal zur Union von Südafrika zusammengeschlossen wurde.

Im Michel sind die Marken unter Südafrika zu finden. Im Scott unter Cape of good hope. Wenn du keinen entsprechenden Katalog besitzt, stell doch die Marken ein, dann gibt es sicher eine Auskunft.

Grüße

Christian
 
Richard Am: 27.02.2011 08:20:54 Gelesen: 10057# 4 @  
Damit mal eine der schönen Dreiecksmarken gezeigt wird, unser Mitglied Torsten Hornung bietet gerade eine Marke dieses Gebiets an:

SÜDAFRIKA, KAP DER GUTEN HOFFNUNG, CAPE OF GOOD HOPE, MiNr. 2Iy, 4P 1855, vollrandig, StTdr. Perkins, Bacon&Co., gestempelt, tadellos, MICHEL-Katalogwert: 65,00 €.



(Quelle: http://cgi.ebay.de/CAPE-OF-GOOD-HOPE-MiNr-2Iy-4P-1855-gestempelt-65-/310296935104?pt=Briefmarke&hash=item483f237ac0 )

Schöne Grüsse, Richard
 
Germaniaanhänger Am: 09.12.2014 11:13:57 Gelesen: 4243# 5 @  
Hallo erstmal,

von den Kapdreiecken habe ich auch 3 Stück, aber ob die was Wert sind, keine Ahnung.

Hier mal die Scans:





Liebe Grüße
 
0nickyet Am: 12.12.2014 19:25:56 Gelesen: 4159# 6 @  
Hallo,

da bin ich gern behilflich, und fange oben links.

Nach ersten Dafürhalten ist die Marke echt, und stammt von der Platte B, Farbton im Scan nicht ganz eindeutig: 'pale rose lilac' oder 'deep rose lilac', demnach entweder Scott Gibbons 7 oder 7b. In Topzustand spricht Stanley Gibbons 2007 von GBP 200 bzw. GBP 300, und der South African Stamp Colour Catalogue 2014 von ZAR 5000 bzw. ZAR 7000.

Den Zustand würde ich im Vergleich als "schön", aber nicht optimal bezeichnen: Der Rand ist bei "six" sehr nah und fusselig, Druck und Erhaltung sind nicht optimal. Über den Stempel muss ich noch einmal recherchieren. Insgesamt sehr schöne Marke vom Ausgabetag 18. Februar 1858.
 
0nickyet Am: 12.12.2014 19:30:41 Gelesen: 4155# 7 @  
Dann handelt es sich bei der grünen One Shilling-Marke ganz defintiv um Platte A, auch in der Echtheit lege ich mich fest, die Kennzeichen sind eindeutig. Farbton ist 'dark green', es ist Scott Gibbons 8b von 1859.

In Topzustand kalkuliert Scott Gibbbons GBP 500 und der SACC 2014 mit ZAR 8000. Aber die Marke ist fast ohne Rand, und daher muss man mit ganz erheblichen Abschlägen rechnen. Durchaus sammelwürdig, allerdings ist dieser Zustand sehr häufig zu finden und man sollte sich vom Katalogpreis nicht täuschen lassen.
 
0nickyet Am: 12.12.2014 19:42:20 Gelesen: 4152# 8 @  
Bei der blauen Four Pence-Marke habe ich leichte Zweifel wegen der Echtheit, das kann aber am Scan liegen (vermutlich schwer herauszufinden, ob sie einen Anker als Wasserzeichen hat). Der Druck scheint nicht gut (nicht unbedingt typisch) und auch der Stempel ist verwischt: die drei Kreise müssten eigentlich die Buchstaben 'C' - 'G' - 'H' zumindest erahnen lassen. Bei Echtheit kann es nur Platte A sein. Die Breitrandigkeit und der fast volle Stempel sind natürlich toll.

Die Marke ist eindeutig die blaue Scott Gibbons 6a auf weißem Papier von 1855, der Katalogwert ist SG 2007 mit GBP 50 und SACC 2014 mit ZAR 700, allerdings rechtfertigen Rand und Stempel in diesem Fall sogar einen leichten Aufschlag. Echtheit vorausgesetzt - auf die ich mich ohne Lupe nicht festlegen würde.

Ich hoffe, ich konnte weiterhelfen.

Herzlicher Gruß,
Jürgen
 
Germaniaanhänger Am: 14.12.2014 10:55:36 Gelesen: 4092# 9 @  
@ 0nickyet [#6]

Hallo Jürgen,

ich danke dir wie verrückt für die guten Informationen über diese Marken.

Bei der 4 Pence ist ein Anker drin, habe die mal ins grelle Licht gehalten, das Briefpapier ist sehr dünn. Deshalb kann man gut einen Anker erkennen.

Der Stempel bei der 6 Pence würde mich auch interessieren, zudem ist dieser ja in roter Farbe.

Üblich war das sicherlich nicht.

Liebe Grüße und einen schönen 3 Advent
 
10Parale Am: 22.12.2014 21:56:17 Gelesen: 3993# 10 @  
Ich habe hier ein Brieflein von Kimberley (Nordkap/Südafrika)) mit einer Buntfrankatur "Cape of Good Hope", ich glaube es handelt sich um die Michel Nr. 23b und 25 (a oder b?) nach Friedberg in Hessen, doppelt abgeschlagen mit Stempel Kimberley C.G.H. (heisst wohl Cape of Good Hope vom ich schätze 1. August 1893, rückseitiger Ankunftsstempel von Friedberg vom 22.8.93.

Bin aber nicht sicher ob ich die Marken richtig erraten habe.

Wer hilft meine Vorarbeit zu bestätigen, kann etwas sagen und was mich interessiert, welche Landschaft beschreibt das Sammelgebiet "Cape of Good Hope", ist es das Gebiet um die Hauptstadt Kapstadt, Provinzen wie Westkap, Nordkap, gibt es Ostkap und Südkap oder wo sind die Grenzen dieses philatelistischen Spektrums?

Danke

10Parale


 
Cantus Am: 22.12.2014 23:49:43 Gelesen: 3970# 11 @  
@ 10Parale [#10]

Hallo,

schau hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Kapkolonie

(Kapkolonie = Kronkolonie Kap der guten Hoffnung / Cape of Good Hope)

Viele Grüße
Ingo
 
0nickyet Am: 25.12.2014 09:45:38 Gelesen: 3912# 12 @  
@ 10Parale [#10]

Hallo,

1893 war das Cape of Good Hope - neben Natal, Oranje Vrijstaat und der Zuid Afrikaanse Republik (im Sprachgebrauch der Briten "Transvaal") eine von vier Marken verausgabenden staatlichen Gebilden, aus denen 1910 schließlich Südafrika wurde. Die Grenzen veränderten sich durch politische Konflikte - 1893 ist kurz nach der Entdeckung von Gold am Witwatersrand, wodurch das britische Interesse am Transvaal immens vergrößert wurde und 1899 schließlich zum Krieg führte.

In Kimberley wurden 1867 Diamanten gefunden. Es lag zu der Zeit in "Griqualand West" (das Überdruck-Marken des Cape of Good Hope verausgabte), und wurde dann vom britischen Kap annektiert.

Die Bestimmung der beiden Marken ist letztlich nur mit Hilfe des Wasserzeichens möglich (Krone + CC oder Krone + CA oder Krone + Anker). Die Marken selbst sind nicht selten, aber der Beleg ist sehr schön und drei Wochen von Kimberley nach Oberhessen ist eine phantastische Leistung - so lange wartet man heute mitunter auch.

Merry Christmas,
Jürgen
 
0nickyet Am: 28.12.2014 14:16:32 Gelesen: 3830# 13 @  
@ 0nickyet [#12]

Es muss beim dritten Wasserzeichen natürlich nicht "Krone + Anker" heißen, sondern nur "Anker". Sorry für den faux pas.

Jürgen
 
10Parale Am: 29.12.2014 20:06:38 Gelesen: 3763# 14 @  
@ 0nickyet [#12]

Vielen Dank für diese Antwort, ist ja schon Geschichtsunterricht, und dafür ein extra Lob, bin jetzt etwas schlauer geworden.

Ich habe den Ankunftsstempel von Friedberg (Hessen) vom 22. August 1893 vorenthalten, hier im Nachtrag.


 
Ulf Am: 22.07.2016 11:13:37 Gelesen: 766# 15 @  
Hallo zusammen,

ich habe mich in diesem Forum angemeldet, da ich im Internet darauf aufmerksam geworden bin.

Hier konnte unter anderem durch das Mitglied 0nickyet eine Bestimmung von den Dreiecksmarken Cape of Good Hope vorgenommen werden.

Ich stelle mal 3 Marken hier herein, die ich in einem alten Album gefunden habe.

Wäre super, wenn mir hier jemand etwas darüber sagen könnte.



Vielen Dank
Gruß Ulf
 
Lars Boettger Am: 22.07.2016 11:43:16 Gelesen: 754# 16 @  
@ Ulf [#15]

Das sind Ganzfälschungen. Trennungslinien zwischen den Klischees sind auf den Originalmarken unbekannt.

Beste Grüsse!

Lars

[Redaktioneller Hinweis: Siehe auch Beitrag [#4] einer echten 4 Pence Marke ohne Trennungslinien.]
 
0nickyet Am: 23.07.2016 12:58:32 Gelesen: 670# 17 @  
@ Ulf [#15]

Volle Zustimmung. Auch das Image ist entsetzlich. Es gibt die regulären Kapdreiecke zwar von abgenutzten Platten, aber nicht von schlecht gemachten Platten.
 
AfriKiwi Am: 25.07.2016 08:00:30 Gelesen: 580# 18 @  
@ 10Parale [#14]

Etwas zu dem Absender:

From Wikipedia, the free encyclopedia

Sir Bernard Oppenheimer, 1st Baronet (13 February 1866–13 June 1921) was a South African-British diamond merchant and philanthropist.

Oppenheimer was chairman of Pniel's Ltd, the New Vaal River Diamond & Exploration Company, and Blaauwbosch Diamonds Ltd, and managing director of Lewis & Marks Ltd of Holborn. His brother, Sir Ernest Oppenheimer, was also heavily involved in the diamond industry.

In July 1917, Oppenheimer established a scheme for training disabled soldiers in diamond cutting at Brighton, England. The Bernard Oppenheimer Diamond Works (National Diamond Factories Ltd) opened on Lewes Road/Coombe Road (north side) on 17 May 1918.[1] It was mainly paid for by Oppenheimer himself and by Lewis & Marks. In 1920 it also opened branches in Cambridge, Wrexham and Fort William. By 1921 the works, including a second building on the opposite side of Coombe Road, employed about 2,000 men who were referred to it by the Ministry of Labour. New men received six months training, during which they were paid a maintenance allowance by the government, and were then virtually guaranteed employment at a good wage. The factory had a well-equipped clinic to provide ongoing care for the employees, many of whom were amputees or otherwise severely disabled. The business did not do well and closed in 1923, but reopened later the same year. It finally went into receivership in 1924.

For his work with the disabled, Oppenheimer was created a baronet in the 1921 New Year Honours.[2] He died suddenly six months later at the age of 55.

Grüße
Erich
 
Pete Am: 10.09.2016 10:35:17 Gelesen: 184# 19 @  
Bei der Sortierung von Briefmarken des Landes "Kap der Guten Hoffnung" fiel die obere Briefmarke auf:



Es handelt sich hierbei um die Mi-Nrn. 15 (oben) und zum Vergleich die Mi-Nr. 16 (unten) von 1875 bzw. 1877. Es ist auffällig, dass die obere Marke zu 1/2 Pence an der linken Seite keine Zähnung aufweist. Im Michelkatalog Süd- und Zentralafrika (2007, Band 6) ist kein Verweis/Katalogisierung auf Teilzähnungen vorhanden. Dies hatte ich allerdings auch nicht zwingend bei einem Überseegebiet erwartet.

Sind evtl. nähere Informationen in britischen oder südafrikanischen (Spezial-)Katalogen zu Zähnungsvarianten vorhanden?

Die o.g. Marken wurden von der britischen Druckerei De la Rue & Co. [1] gedruckt.

Gruß
Pete

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/De_La_Rue_(Unternehmen)
 
Lars Boettger Am: 10.09.2016 12:48:55 Gelesen: 168# 20 @  
@ Pete [#19]

Salut Pete,

Deine Marke ist beschädigt, der linke Rand ist abgeschnitten. Es handelt sich um einen sog. "Wing Margin" (Bild von der Seite http://www.janssenstamps.com/site/images/full-size-images/CoGH045.jpg ).

Beste Grüsse!

Lars


 
Pete Am: 10.09.2016 13:38:12 Gelesen: 158# 21 @  
@ Lars Boettger [#20]

Es handelt sich um einen sog. "Wing Margin"

Dank dir für die Info. :-)

In [1] wird ein Bogen gezeigt, wo die "Wing Margin" zu sehen sind. Allgemein sind, soweit ersichtlich [2], Ausgaben aus der Produktion britischer Druckerei(en) bis 1901 (Ära der Queen Victoria) betroffen. Demnach handelt es sich um Stücke in der Mitte eines Schalterbogens. Wäre die Zähnung normal gesetzt worden, wäre m.E. zusätzlich ein schmaler Zwischensteg entstanden (analog z.B. Deutsches Reich Dauerserie "Krone/Adler" Mi-Nr. 45-52).

Ich hatte derartige Stücke bereits bei britischen Briefmarken gesehen, nahm allerdings eher einen versetzten Kammschlag als Ursache für die Übergröße an *g*

Aus der gleichen Sammlung wie die Stücke in Beitrag [#19] kommen die zwei nachfolgenden Exemplare, sog. "Kapdreiecke". Lässt sich die Katalognummer bestimmen? :-)





Gruß
Pete

[1] http://www.stamp-collecting-world.com/britishstamps_spview.html
[2] http://gbstamp.co.uk/article/how-to-check-for-reperforated-british-wing-margin-stamps-50.html
 
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