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Thema: Vorausentwertungen Deutschland
Das Thema hat 167 Beiträge:
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DL8AAM Am: 17.10.2016 02:36:27 Gelesen: 24301# 143 @  
@ Journalist [#135], DL8AAM [#140]

Kundenmagazin "Sieger Post", Nr. 413/2016

Auch für das folgende Kundenmagazin Nr. 414 wurde wieder ein Tintenstrahl-Absenderstempel eingesetzt:



Briefmarken-Frankatur zu insgesamt 80 Cent (35 Cent "Dahlie" sowie 45 Cent "Leuchtturm Staberhuk", naßklebend), vorausentwertet per Kreisstempel-Tintenstrahl-Abdruck LORCH, WÜRTT / 151 / 73545 vom 14.07.2016 mit Werbeklischee, Motiv "Olympische Spiele in Brasilien" (mit stilisiertem Stadium, Christusstatue sowie Zuckerhut und Corcovado). Mit Zusatz "ENTGELT BEZAHLT", d.h. DIALOGPOST.

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 22.10.2016 13:53:06 Gelesen: 23966# 144 @  
Absenderstempel aus Deutschland sind auch auf Sendungen in das Ausland möglich, wie die beiden nachfolgenden Stücke belegen. Bei dem Absender handelt es sich hier um die allseits bekannte Stiftung von Bethel aus Bielefeld:



Sendung von ca. 2015, Porto zu 0,58 Euro, Absenderstempel mit Inschrift "INFOPOST" nach 3960 Ehlange/Mess in Luxemburg



Sendung von 2016, Porto zu 0,70 Euro, Absenderstempel mit Inschrift "DIALOGPOST" nach 3960 Ehlange/Mess in Luxemburg, zusätzlich Matrixcode "PREMIUMADRESS / BASIS / INFOPOST"

Gruß
Pete
 
Helmstedt333 Am: 23.10.2016 19:51:38 Gelesen: 23878# 145 @  
Ein Beleg aus Berlin und einer aus Nordhausen:


 
Henry Am: 24.10.2016 12:18:34 Gelesen: 23845# 146 @  
@ DL8AAM [#142]

Hallo Thomas,

ich beschäftige mich derzeit nicht mit der Frage, ob es sich um eine Vorausentwertung handelt, sondern wieso hier 28 Cent verklebt werden. Aus dem Postgebührenheft werde ich hier nicht schlau.

Der Brief weist das Format DIN C6 auf, sowie auch die Codierung, die auf maschinelle Bearbeitung hindeutet. Folglich würde hier das Standardentgelt von 25 Cent ausreichen.

Das Postgebührenheft gibt ein erforderliches Entgelt von 28 Cent nur für solche Briefe an, die zwar weniger als 20g wiegen, aber nicht maschinell bearbeitbar sind. Der Sachverhalt kann hier also nicht vorliegen.

Wenn das Gewicht der Sendung über 25g liegt, müsste nach der anzuwendenden Berechnungsformel bereits bei 2g Überschreitung 29 Cent als Frankatur berappt werden.

Ist es möglich, dass die Firmen hier nur 28 Cent verkleben und den Rest aufzahlen oder haben die Geld zu verschenken? Glaube ich zwar nun gar nicht, aber die große Masse der 28 Cent-Frankaturen, bei denen die Formate eingehalten sind und die maschinell bearbeitet wurden, veranlasst mich zu dieser Überlegung. Wie sieht hier die Lösung aus?

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Journalist Am: 24.10.2016 12:47:48 Gelesen: 23837# 147 @  
@ Henry [#146]

Hallo Henry,

scheinbar hast Du kein aktuelles Gebührenheft bzw. prüfe hier den Stand deiner Informationen zu den 25 Cent.

Zum 1. Juli 2014 wurde die damalige Infopost für Standard- und Kompaktbriefe von 25 Cent auf 28 Cent angehoben siehe auch den Link zu div. Gebührenänderungen.

Wenn Du dort etwas weiter runter scrollst bis zur Hauptzeile Gebührenänderungen zum 1 Juli 2014 wirst Du dort als erste Info diese Änderung finden. Erstmalig gedruckt im Gebührenheft findet man das mit Stand 1.1.2015 - weiter oben bei obigen Link zur Entgeltänderung 1.1.2016 steht das Infopost abgeschafft und durch Dialogpost ersetzt wurde.

Der im Bild von Thomas gezeigte Ausschnitt zeigt auch im Stempel zwar nicht ganz gut lesbar aber als erstes Dialogpost - darunter Frankierservice - d.h. der Beleg wurde nach dem 1.1.2016 gestempelt - ein Datum wird bei dieser Art der Entwertung nicht mehr gedruckt, aber indirekt ist durch die Änderung des Namens von Infopost auf Dialogpost, das Datum eingrenzbar.

Viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/gebuehren/aktuelle-gebuehrenankuendigungen-der-deutschen-post-ag.html
 
Henry Am: 24.10.2016 13:48:52 Gelesen: 23823# 148 @  
@ Journalist [#147]

Hallo Thomas,

danke für die Antwort. Ich habe meine Weisheit aus dem Gebührenheft, Stand 01.01.2014. Darin ist der Standardpreis mit 25 Cent angegeben. Darunter der Kompaktpreis mit 28 Cent. Das Gebührenheft Stand 01.01.2015 fehlt mir gänzlich. Erst 2016 ist wieder verfügbar. Danke für die Aufklärung.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
DL8AAM Am: 02.11.2016 15:22:53 Gelesen: 23396# 149 @  
Hier eine für mich ganz neue Form einer Vorausentwertung, einer Absenderstempelung:



Werbe- bzw. "Bettelbrief" des Absenders Plan International Deutschland e.V. aus Hamburg, wobei laut BDSG-Impressum die Firma GEMINI DIRECT marketing solutions GmbH aus 65510 Idstein für die Mailingaktion verantwortlich zeichnet.



Frankatur durch eine Briefmarke zu 28 Cent (Tausendgüldenkraut, selbstklebend) und per Tintenstrahlabdruck durch eine Frankierwelle mit zusätzlicher Angabe 351 DIALOGPOST vorausentwertet . Diese Textvariante ist mir bisher vollkommen unbekannt gewesen, d.h. keine der bisherigen 1A0000####-Gerätenummern. Ich habe auch noch keine genauen Informationen zu der Zahl 351 im Stempel, ob es sich vielleicht um eine (neue Form einer) Geräte- bzw. Genehmigungsnummer oder nur um einer laufenden Zählziffer etc. handelt. Der kleine ECC 200-Matrixkode wirft als Dateninhalt lediglich 039178 aus, hier gehe ich davon aus, dass das eine nur versenderinterne Zähl- bzw. Sendungsnummer (oder Mailingaktionsnummer) darstellt, u.a. deshalb weil ein identischer Matrixkode auch in der Werbung selbst eingedruckt wurde.

Man merkt also es weihnachtet wohl schon bald wieder. Da kann man nur hoffen, dass noch möglichst viele Bettelbriefe eintrudeln. Den an der modernen Postgeschichte interessierten Philatelisten freut so etwas natürlich ... und den Briefträger sowie den Altpapiertonnenentleerer sichert es den Job. ;-)

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 21.11.2016 03:43:10 Gelesen: 22285# 150 @  
@ Journalist [#135]

Kundenmagazin "Sieger Post", Nr. 413/2016 [#140] (...) Nr. 414 [#143]

Und auch beim folgenden Kundenmagazin Nr. 415 wurde erneut ein Tintenstrahl-Absenderstempel eingesetzt:



Briefmarken-Frankatur zu insgesamt 80 Cent (10 Cent "Tulpe", naßklebend sowie Weihnachtszuschlagmarke 2016 zu 70+30 Cent, selbstklebend), vorausentwertet per Kreisstempel-Tintenstrahl-Abdruck LORCH, WÜRTT / 151 / 73545 vom 08.11.2016 mit Werbeklischee "Frohe Weihnachten" (Stall mit Jesu Geburt, dem Stern von Bethlehem und den heiligen drei Königen reitend auf Kamelen). Mit Zusatz "ENTGELT BEZAHLT", d.h. DIALOGPOST.

Gruß
Thomas
 
Gerhard Am: 21.11.2016 11:25:47 Gelesen: 22254# 151 @  
@ DL8AAM [#150]

Und das in einer für mich perfekten Zentrierung. ;- Glückwunsch.

Gerhard
 
Heinz 1 Am: 21.11.2016 19:27:31 Gelesen: 22218# 152 @  
@ DL8AAM [#149]

So habe ich die Vorausentwertungen noch nicht gesehen. Ich gehe davon aus, dass diese Firma aus Idstein eine Absenderstempelmaschine hat mit der bisherigen Maschinenummer 351 im Einkreisstempel. Nun hat sie den neuen Stempel noch dem nun gültigen Muster erstellt und hat ihre alte Maschinennummer anstatt der langen einfach eingefügt.

@ DL8AAM [#150]

Da ist keine 451 sondern eine 151. Eigentlich ist diese Entwertung seit diesem Frühjahr nicht mehr zulässig. Vielleicht hat die Firma Sieger, bzw. die Mailingfirma die diese Briefe stempelt eine Ausnahmegenehmigung von der Post erhalten. Denn wer, wie die Firma Sieger regelmäßig größere Mengen an Infopost bzw. Dialogpost verschickt bekommt sicherlich auch Ausnahmegenehmigungen.

Gruß Heinz
 
DL8AAM Am: 21.11.2016 19:50:16 Gelesen: 22214# 153 @  
@ DL8AAM [#149], Heinz 1 [#152]

Ich gehe davon aus, dass diese Firma aus Idstein eine Absenderstempelmaschine hat mit der bisherigen Maschinenummer 351 im Einkreisstempel.

Danke Heinz! Eine sehr, sehr, sehr wahrscheinliche Interpretation, darauf hätte man auch selbst kommen müssen. Ja, hätte! ;-) "351" als Maschinennummer kommt ja auch regelmäßig bei Kreis-Absenderstempeln vor, siehe u.a. http://www.philastempel.de/stempel/suchen/ablage/866

@ DL8AAM [#150], Heinz 1 [#152]

Eigentlich ist diese Entwertung seit diesem Frühjahr nicht mehr zulässig.

Das ist auch irgendwie mein Kenntnisstand, deshalb zeige ich diese Dinger hier ja auch ;-) Aber wo ist die Da ist keine 451 sondern eine 151? Ich schrieb doch 151 als Maschinennummer im Stempeltext.

Nochmals besten Dank Heinz für den Aufweck-Tritt in das Hinterstübchen. ;-)

Gruß
Thomas
 
Journalist Am: 21.11.2016 21:40:17 Gelesen: 22194# 154 @  
@ DL8AAM [#153]
@ Heinz 1 [#152]

Hallo Thomas und Heinz,

bezüglich des Beleges mit der 28 Cent @ DL8AAM [#149] kann ich einen anderen Beleg beisteuern, der auch die 351 aufweist - es könnte sich hier daher tatsächlich um eine "Art Maschinennummer" handeln, die allerdings nicht den Vorgaben entspricht



Nun zu der Sache von Sieger; fest steht auf alle Fälle, das diese Art der Freimachung so normalerweise nicht zulässig ist und dass Sieger mit großer Wahrscheinlichkeit eine Kündigung erhalten haben müsste - aber wir sollten es mal weiter beobachten, wie sich die Sache weiter entwickelt ?

viele Grüße Jürgen
 
Heinz 1 Am: 22.11.2016 13:16:54 Gelesen: 22142# 155 @  
@ DL8AAM [#153]

Hallo,

ich habe die Kundenmagazinnummer mit der Maschinen Nr. verwechslt.

Bitte um Entschuldigung.

Gruß Heinz
 
Totalo-Flauti Am: 31.12.2016 09:37:11 Gelesen: 20258# 156 @  
Liebe Sammlerfreunde,

kann man den folgenden Ortsbrief aus Leipzig ebenfalls als Vorausentwertung ansehen? Die Leipziger Filiale der Deutschen Bank und Disconto Gesellschaft hat den Umschlag am 18.01.1932 mit dem Absenderfreistempel versehen und erst am 30.08.1932 verwendet, um diesen an die Revisonsabteilung zu senden.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
Pete Am: 31.12.2016 10:00:00 Gelesen: 20247# 157 @  
@ Totalo-Flauti [#156]

kann man den folgenden Ortsbrief aus Leipzig ebenfalls als Vorausentwertung ansehen? Die Leipziger Filiale der Deutschen Bank und Disconto Gesellschaft hat den Umschlag am 18.01.1932 mit dem Absenderfreistempel versehen und erst am 30.08.1932 verwendet, um diesen an die Revisonsabteilung zu senden.

Bei der gezeigten Sendung handelt es sich um ein Antwortschreiben (siehe auch links oben), welches vorab vom Absender des ursprünglichen Schreibens Deutsche Bank, Niederlassung Leipzig zum 18.01.1932 frankiert und im Anschluss an den Empfänger XYZ in einem weiteren Umschlag geschickt wurde. Dieser Empfänger XYZ benötigte allerdings mehr Zeit zur Beantwortung des Schreibens der Deutschen Bank und nutzte den vorfrankierten Umschlag für die Rücksendung der Antwort an die Deutsche Bank in Leipzig. Die Reichspost sah das Missverhältnis zwischen dem Datum der Frankierung im Absenderfreistempel und dem tatsächlichen Versandtag (30.03. oder 30.08.1932). Deshalb wurde der Taggesstempel dazugesetzt. Dieses Verfahren ist auch heute noch durchaus bei der Deutschen Post AG üblich wenn das Missverhältnis auffällt.

Gruß
Pete
 
Totalo-Flauti Am: 31.12.2016 12:25:28 Gelesen: 20217# 158 @  
Lieber Pete,

vielen Dank für Deine Antwort. So hatte ich den Brief gar nicht gesehen. Auf der Rückseite ist kein Absender vermerkt.

Sollte eine Vorausentwertung also nur mit Marken möglich sein? Welche Postvorschriften gibt es denn für Deutschland für diese Entwertungsform?

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.
 
Pete Am: 31.12.2016 16:00:37 Gelesen: 20187# 159 @  
@ Totalo-Flauti [#158]

Sollte eine Vorausentwertung also nur mit Marken möglich sein?

Mir sind lediglich Vorausentwertungen bekannt, wofür Briefmarken notwendig waren bzw. verwendet wurden. Im Bereich der Absenderfreistempel in Deutschland seit Mitte der 1920er Jahre fällt mir ad hoc nichts ein bzw. erscheint mir nicht notwendig, da abgeschlagene Absenderfreistempel in Deutschland nach der Zulassung/Registratur des Absenders durch die Post üblicherweise keiner Bestätigung der Post bedürfen (Tagesstempelabschlag o.ä.). Allerdings handelt es sich hier um eine interessante Fragestellung deinerseits, ob nicht doch irgendwo ein Ausreißer existiert. :-)

Zu den Postvorschriften kann ich nichts sagen.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 02.01.2017 17:50:23 Gelesen: 20061# 160 @  
@ Totalo-Flauti [#158]

Sollte eine Vorrausentwertung also nur mit Marken möglich sein?

Eigentlich sollte vom Prinzip her, für das Vorhandensein einer Vorausentwertung etwas da sein, was entwertet werden muss. ;-) Sprich, ein Wertzeichen, dass entwertet wird. Dein Beispiel hat zumindest mit einer Vorausentwertung nichts zu tun, sondern nur um eine Vorausbezahlung des Rückportos durch den Empfänger.

Entwertungen von Postwertzeichen durch Freistempelabdrücke kommen zwar regelmäßig vor, dabei sollte es sich aber in aller Regel um eine irreguläre Nutzung handeln, die in dieser Form auch nicht postgewollt sein sollte. Im Prinzip wird ein vom Absender vor der Einlieferung "bearbeitetes" Wertzeichen durch jegliche Modifikation (Ausnahme Perfins etc.) auch entwertet, aber soweit entwertet, dass der Portowert ebenfalls nicht mehr in Anspruch genommen werden kann (zum Beipiel diese privaten "Werbeaufdrucke" auf österreichischen Briefmarken, diese entwerten die Briefmarke und machen daraus Vignetten). Meist toleriert die Post einen AbsenderFREIstempel über einer Briefmarke, bzw. toleriert die Nutzung des Wertes der Briefmarke unter dem Freistempel. Wobei es sicherlich auch Länder geben mag, in denen eine zusätzliche Auffrankierung durch einen AFS über eine bereits verklebte Briefmarke auch postkonform ist. Aber eigentlich sind das dann auch keine Vorausentwertungen im eigentlichen Sinne mehr.

Welche Postvorschriften gibt es denn für Deutschland für diese Entwertungsform?

Hinsichtlich der Absenderstempelung (= Vorausentwertung) von mit Briefmarken freigemachten DIALOGPOST-Sendungen, siehe z.B. der "Leitfaden DIALOGPOST National", dort insbesondere die Punkte "4.3 Absenderstempelung" und "4.4 FRANKIERSERVICE"
https://www.deutschepost.de/content/dam/dpag/images/D_d/dialogpost/downloads/broschuere-dialogpost-2017.pdf

Die näheren Vorschriften zur Durchführung sowie die "Rahmenrichtlinien" hinsichtlich der Zulassungen etc. werden von der Post aber nicht mehr veröffentlicht.

---

Und damit der Beitrag optisch etwas aufgelockert wird, hier eine irreguläre Nutzung eines regulären Absenderstempels:



Stempelung durch einen aktuellen Vorausentwertungs-(Tintenstrahl-)Absenderstempel, aber ohne entwertetes Wertzeichen. Man hat hier wohl einfach den Absenderstempel als DIALOGPOST-Kennzeichung eingesetzt. Zumindest denkbar wäre auch, dass die Briefmarke während der Produktion "abgefallen" ist oder einfach nur vergessen wurde. Da man aber in jedem Fall (auch bei Briefmarken-DIALOGPOST-Mailings) die Abrechnung mit der DPAG ausschließlich über die Einlieferungslisten durchführt (u.a. um so die fällige Umsatzsteuer abzurechnen - die Briefmarke begleicht ja maximal das Nettoporto, nicht den Bruttopreis!), sollte das der Post eigentlich auch vollkommen schnuppe sein - egal was die eigenen Regeln der Privatfirma DPAG besagen. ;-)

Geräte- bzw. "Genehmigungs"-Nummer 1A00004601, eines unbekannten "Lettershops" für ein Mailing eines unbekannten Absenders aus dem Zeitraum November/Dezember 2016.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 12.05.2017 21:29:37 Gelesen: 13643# 161 @  
@ Journalist [#114]

Wer kennt weitere neue Fälle ?

Jürgen, hier ist wieder ein neuer, der in Deiner Liste [1[ noch fehlt:



DIALOGPOST-Sendung von der (für die) Deutsche Bank aus 22771 Hamburg vom 09.05.2017, frankiert mit 28 Cent (SK Tausendgüldenkraut) und per Absenderstempel "Wellenklischee" vorausentwertet.



1A00000501, (vermutlich) eines unbekannten Lettershops.

Gruß
Thomas

[1] http://jolschimke.de/stempel/absenderstempelung-im-digitaldruck.html
 
DL8AAM Am: 18.05.2017 21:22:13 Gelesen: 13040# 162 @  
@ DL8AAM [#113] [#115] [#141]
@ Journalist [#114]

Unter der Genehmigungsnummer (das tritt es eigentlich besser als der Begriff "Gerätenummer") 1A00007201 werden wohl von dem (unbekannten) Lettershop zwei verschiedene Modi und/oder Drucker eingesetzt. Diese unterscheiden sich nicht nur durch den Zusatztext (beide INFO- bzw. DIALOGPOST-Senmdungen), sondern auch durch das Druckbild bzw. Schrifttypen

[#113] klein-kursiv mit Text "Entgelt bezahlt" (März 2014)
[#141] groß-kursiv mit Text "DIALOGPOST" (August 2016)

Nun ist hier wieder eine DIALOGPOST-Sendung mit der Entgelt-bezahlt-Form [#113] eingegangen, obwohl eigentlich "DIALOGPOST" die (etwas) richtigere Variante wäre. Scheinbar hat man jetzt wieder die 'älteren' Form aus der Schublage geholt. ;-)



Absender compamedia GmbH aus 88662 Überlingen; 20.04.2017.

Zu dem irrtümlich noch abgeschlagenen eckigen Versuchsstempel vom Nürnberg (BZ 90), siehe http://www.philaseiten.de/thema/310

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 26.09.2017 20:56:21 Gelesen: 4101# 163 @  
Und hier wieder eine neue - noch nicht registrierte - Geräte-/Genehmigungsnummer

1A00010201



Leider unbekannter Anwender/Versender (sehr wahrscheinlich ein "Lettershop") bzw. unbekannter Absender.

Gruß
Thomas
 
Markus Pichl Am: 27.09.2017 19:49:15 Gelesen: 3945# 164 @  
Hallo,

zur Abwechslung möchte ich eine Vorausentwertung aus den klassischen Sammelgebieten Deutschlands vorstellen.

Aus dem Königreich Bayern haben wir schon verschiedene hier im Thema gesehen, daher nun eine auch eine aus dem Herzogtum Braunschweig.

Braunschweig Michel-Nr. 6 a, vorausentwert mittels Balkennummernstempel "39" aus Seesen, als portorichtige Einzelfrankatur auf kleinformtigen Faltbrief nach Clausthal im Königreich Hannover.





Dieser Art Vorausentwertung aus Seesen, ist selten.

Das nette Briefchen war einst meines und die vorstehenden Scans wurden von mir im Jahre 2003 nach Attestierung erstellt.

Beste Grüße
Markus
 
DL8AAM Am: 06.10.2017 17:32:49 Gelesen: 3367# 165 @  
Und im lockerem Wechsel mal wieder eine moderne Form, aber wieder eine der etwas anderen Art



Ansonsten absolut "schmucklose" DIALOGPOST-Sendung des Absenders AVANDIL GmbH aus 22335 Hamburg; März 2017.

Wie gehabt hat ja die DPAG in ihren Bestimmungen 'für mit Briefmarken frankierte DIALOGPOST-Sendungen' den zwingenden Passus, dass diese nur per Absenderstempelung, vorausentwertet bei ihr eingeliefert werden dürfen. Es gibt aber Kunden, die keine entsprechenden Geräte oder über sonstige Möglichkeiten für eine Absenderstempelung verfügen, die aber trotzdem gerne ihre Werbung mit Briefmarken optisch aufwertend, freimachen wollen. Diese Lücke im System deckt die DPAG-posteigene "Abteilung" des Frankierservices, natürlich extrakostenpflichtig für den Kunden, gerne ab. Der FRANKIERSERVICE übernimmt deshalb im Kundenauftrag diese notwendige Vorarbeit der Absenderstempelung, in dem sie die Briefmarken mit einem ihrer üblichen Stempelgeräte, die ansonsten für die reguläre Sendungsfrankatur im Kundenauftrag genutzt werden - etwas zweckentfremdet - entwertet. Jetzt ist die Charge für die (dann) annehmende Postabteilung "DIALOGPOST-Einlieferung" korrekt absendergestempelt bzw. vorausentwertet und kann deshalb zur endgültigen Einlieferung beim DPAG Briefzentrum so akzeptiert werden (d.h. sie kann ohne weitere Stempelung bzw. tiefere Behandlung, kostengünstiger massenabgefertigt werden). Ein Schelm der Böses denkt. ;-) Egal.

Ob das eine klassische Vorausentwertung im engeren, strenge Sinne darstellt, ist diskutabel, das können die grauhaarigen Herren (oder Damen) Puristen der klassischen Philatelie entscheiden ;-) Für die Post selbst - und somit auch für die modernen Postgeschichtler - handelt es sich um eine (post-) normgerechte Absenderstempelung, somit um eine Vorausentwertung. Wer diese Vorausentwertung vor der "endgültigen Einlieferung" durchführt, der Absender, der Versender bzw. ein Lettershop oder gar die Abteilung Frankierservice, ist dabei vollkommen nebensächlich. Die moderne, privatisierte Post hält sich leider nicht immer an unsere altbewährten, aus dem 19./20. Jahrhundert stammenden, klassischen Definitionen. Die Marketingspezialisten der Post finden täglich immer neue Wege, um uns zu verwirren und um den Profit der Post zu maximieren.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 18.10.2017 21:28:35 Gelesen: 2537# 166 @  
@ DL8AAM [#165]

Und hier zwei weitere dieser '(zumindest) Post-offiziell vorausentwertenden' Absenderstempelung des FRANKIERSERVICES der DPAG aus diesem Jahr. Nun stammen die Entwertungen von einem der modernisierten, alten Aufstell- und Stempelmaschinen AM 990/991 von AEG/Siemens. Leider lässt sich auch in diesen beidern Fällen das entsprechende Briefzentrum zum Frankierservice, zumindest vom Stempeleindrucktext ("DIALOGPOST / FRANKIERSERVICE") her, nicht identifizieren.



Absenderstempelung eines unbekannten FRANKIERSERVICES für den Absender "1&1 Telecom GmbH" aus 56410 Montabaur; ohne Zusatzklischee.



Absenderstempelung eines unbekannten FRANKIERSERVICES für den Absender "Deutsche Telekom"(unbekannter Standort); mit Zusatzklischee (Deutsche Post-Eigenwerbung mit URL)

Gruß
Thomas
 
Journalist Am: 18.11.2017 22:09:39 Gelesen: 294# 167 @  
@ DL8AAM [#163]

Hallo Thomas,

kann ich davon noch einen guten Scan mit 300 dpi für die Übersicht erhalten - danke.

Diese Übersicht habe ich übrigens vorhin auf den neusten Stand gebracht und 10 neue Kennungen gelistet sowie 12 Ergänzungen bezüglich der Dialogpost eingepflegt. Hier ist der Link für diese Übersicht:

http://jolschimke.de/stempel/absenderstempelung-im-digitaldruck.html#Uebersicht

Besonders interessant ist dabei wieder eine Abweichung vom Absender Bethel:



Es war ein größerer Umschlag - wer hat hier ein Original für mich bzw. wer kann sagen, was der Inhalt war?

Die Vermutung ist hier, daß dieses Mailing nicht selbst von Bethel stammt, sondern von einem Dienstleister im Auftrag von Bethel verschickt wurde - die obigen Fragen dienen dazu, bei Bethel gezielt nach diesem Mailing nachzufragen, um hier eventuell noch weitere Infos zu erhalten - schon jetzt danke bei der Mithilfe.

Sollten Sie außerdem weitere "Digitalstempel" haben, die in obiger Tabelle noch nicht erfasst sind bitte ich auch um eine Meldung - danke.

Viele Grüße Jürgen
 

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