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Thema: Portugal Klassik bis zum Jahr 1900
Das Thema hat 60 Beiträge:
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henrique Am: 02.08.2017 17:26:32 Gelesen: 3136# 36 @  
Nun die Michel Nr 11 zu 25 Reis in rosa / Kopfbild König Pedro V.

Farbänderung der Marke Michel Nr 10 II nun in ROSA / Ausgabetag war der 8. Jänner 1858

Gezeigt werden 3 Marken von verschiedenen Abgabe-Ämtern



links: Punktstempel von Lissabon
rechts: Balkenstempel 4:3:4 von Funchal



Punkttempel von Porto

Euer Portugal-Fan
Henrique
 
henrique Am: 13.09.2017 14:49:57 Gelesen: 2699# 37 @  
Nun die Michel Nr 12 zu 5 Reis in (dunkel)braun, also Brauntöne / Kopfbild König Luis I. im Prägedruck.

Markenausgabe am 1.Juli 1862 (2 Typen)

Type I: Weiter Abstand zwischen "5" und "R"



Type II: Enger Abstand zwischen "5" und "R"



Brauntöne klar erkennbar

Euer Portugal-Fan
Henrique
 
 
Setubal Am: 13.09.2017 19:41:13 Gelesen: 2657# 38 @  
Hallo ins Forum
und einen schönen Abend allen Portugal-Begeisterten,

dann will ich mich auch mal als Fan portugiesischer Postgeschichte outen. Vorab die Anmerkung, dass Portugal zu Zeiten der Segel- und Dampfschiffe der letzte europäische Hafen für die Überfahrten nach Südamerika war.

Über die transatlantischen Postverbindungen nach den USA und/ oder auch Mittelamerika gibt es ja eine Fülle hervorragender Exponate namhafter Aussteller. Leider ist dies im Bereich der transatlantischen Post nach Südamerika "etwas" vernachlässigt.

Ich zeige hier folgend mal ein paar Briefe, die über Lissabon gelaufen sind.



Rolf- Dieter
 
Setubal Am: 13.09.2017 20:08:52 Gelesen: 2651# 39 @  
Also das Bild ist ganz schön klein - ich versuche es mal etwas größer


 
henrique Am: 14.09.2017 10:49:28 Gelesen: 2617# 40 @  
@ Setubal [#39]

Hallo,

wenn du der Rolf-Dieter bist, der die Broschüre "P. TRANSATLANTICO" erstellt hat, welche vom Auktionshaus Christoph Gärtner aufgelegt wurde, dann können wir uns (alle Portugal-Begeisterte) auf tolle Einträge freuen.

Bin schon gespannt

Der Portugal-Fan
Henrique
 
Setubal Am: 14.09.2017 12:55:40 Gelesen: 2608# 41 @  
Hallo Don Henrique (Navigator),
und hallo ins Forum,

ich hoffe doch mal, dass Du die Broschüre bekommen hast? Ansonsten schicke ich Dir gern ein Exemplar zu. Ach so - auf Deine Frage - ja, der bin ich.

Über den besagten Stempel P.Transatlantico habe ich mittlerweile ein 1 Rahmen Exponat erstellt, welches ich im Wettbewerb im Oktober in Sindelfingen ausstelle.

Das eigentliche Exponat Maritime Mail - Portugal South Atlantic 1798 - 1877 werde ich auf der Monacophil 2017 zeigen.

Bin schon gespannt, wie das Thema dort bei den Größen der Philatelie ankommen wird. Mein Problem ist ja, dass das entscheidende, die Stempel, auf der Rückseite der Briefe sind. Deswegen habe ich viele (zu viele?) Seiten auch nur mit einem Beleg.

Rolf-Dieter
 
Koban Am: 14.09.2017 15:26:51 Gelesen: 2592# 42 @  
@ henrique [#37]

Bist Du Dir bei der Typenzuordnung sicher? Die zweite Marke scheint mir ebenfalls Typ I (weiter Abstand) zu sein.

Gruß,
Koban
 
henrique Am: 14.09.2017 18:10:42 Gelesen: 2576# 43 @  
@ Koban [#42]

Hallo,

habe meine Original-Scan stark vergrößert und nachgemessen. Da sieht man dann den Unterschied. Ist also meiner Meinung richtig. Wenn du willst sende / maile ich dir die Scan zu.

Beste Grüße
Heinz
 
henrique Am: 14.09.2017 18:26:10 Gelesen: 2572# 44 @  
@ Setubal [#41]

Alles Gute bei der Monacophil 2017.

Bei deinen bisherigen Ergebnissen hast du ja tolle Bewertungen erhalten. Als Mitglied der "ARGE PORTUGAL" habe ich natürlich die Broschüre.

Die Portugal-Freunde erwarten nun weitere interessante Beiträge. Es wäre auch zu überlegen, ein eigenes Thema über die Schiffseingangsstempel "Paquete Transatlantico" zu eröffnen.

Eventuell mit Richard beraten!
Henrique

Information an die Forumsmitglieder:

Rolf- Dieter hat im vergangenen Oktober das "Goldene Posthorn" gewonnen
und auch schon bei "Lubrapex 2016" ausgestellt
 
Setubal Am: 15.09.2017 11:28:24 Gelesen: 2528# 45 @  
Hallo Henrique,
hallo ins Forum,

ich gehe mal davon aus, dass Du mein Exponat kennst - viele kennen es sicherlich nicht und von daher würde es Sinn machen, ein neues Thema zu eröffnen.

Die Frage ist nur unter welchem Titel ?

Entwicklung der staatlichen Post Portugals ?
Schiffspost Portugal ?
Der Stempel P.Transatlantico ?
Entwicklung der ersten Dampfschiffspostlinien nach Südamerika ?
Neue Literatur über den besagten Stempel P.Transatlantico ?
Desinfektionsstempel Portugals ?

Das was ich sammele betrifft nun mal ganz viele Bereiche und es von Beginn (1798) bis zum Ende (1877) zu erklären und zu erläutern würde zu einem Monolog führen, von dem nur wenige profitieren würden und viele irgendwann gelangweilt nicht mehr mitlesen würden.

Ich werde ein neues Thema eröffnen "Warum ich Briefmarken sammele und warum Portugal".

Dieses Thema wird hoffentlich gerade Leute ansprechen, die zum Sammeln finden könnten und wird vielen vielleicht Anregungen geben, was und wie man Freude an unserem gemeinsamen Hobby haben kann.

Rolf- Dieter
 
Pepe Am: 15.09.2017 11:28:55 Gelesen: 2528# 46 @  
@ henrique [#36]

Noch als Nachtrag eine Mi 11



Mi 12 mit Abstand 2,5 mm



Das ist die Type I, weiter Abstand. Wie auch bei Deinen beiden Marken erkennbar, die "5" ist dicht am linken Muster.

Nette Grüße
Pepe
 
henrique Am: 16.09.2017 11:45:25 Gelesen: 2494# 47 @  
Hallo,

zu den Typen der Nr 12: Koban und Pepe haben recht.

Henrique
 
Pepe Am: 17.09.2017 18:00:07 Gelesen: 2453# 48 @  
Hier mal die eindeutige Unterscheidung einer Markenqualität "berührt" siehe linke Marke rechter Rand:



1862, Mi 13, orange, linke Marke "berührt", dennoch sammelwürdig da sehr farbfrisch, saubere Prägung. Am Hals erkennbar die Buchstaben P E D deren Bedeutung mir nicht klar ist. Wer klärt auf?

nette Grüße Pepe
 
Michael Ehrig Am: 06.10.2017 23:34:24 Gelesen: 2171# 49 @  
@ Pepe

Die am Halsansatz eingeprägten Buchstaben lauten FBF und es handelt sich dabei um die Initialen des Entwerfers der Marken, des Ersten Münzstechers an der königlichen Münze Francisco de Borja Freire.

Hier vielleicht etwas besser erkennbar auf einer Mi 12:



Viele Grüße

Michael
 
Pepe Am: 09.10.2017 22:04:08 Gelesen: 2121# 50 @  
@ Michael Ehrig [#49]

Zeit fliegt und so kommt später Dank. Habe natürlich noch mal nachgeprüft und bin dann bei zehnfacher Vergrößerung schlau geworden.

Erstaunlich ist die Mühe, welche man vor so langer Zeit aufwendete, um diese gute Qualität zu erreichen. Wurde erst geprägt und dann gefärbt und das Entwerferzeichen war ja noch ein zusätzlicher Arbeitsgang?

Die Mi 14 von 1862



Teile der rosa Farbe sind verblasst oder ausgewaschen, Prägung sehr deutlich. 5 Mi€ im 2002/2003 Katalog weisen auf hohe Auflage hin und werden heute sicher nicht viel anders liegen.

nette Grüße Pepe
 
henrique Am: 09.10.2017 23:54:11 Gelesen: 2108# 51 @  
@ Pepe [#50]

Hallo Pepe,

Bewertung der Mi 14 von 1862

Katalogwert lt Michel 2013........... € 140 / --- / 6,50
Katalogwert lt MUNDIFIL 2016.... € 200 / 80 / 9,00

Mi 15 von 1862



Katalogwert lt Michel 2013........... € 1000 / ----- / 110
Katalogwert lt MUNDIFIL 2016.... € 1300 / 520 / 140

Grüße
Henrique
 
Setubal Am: 10.10.2017 10:10:45 Gelesen: 2081# 52 @  
Guten Morgen ins Forum

und weil ich Briefe ja wesentlich schöner und interessanter finde - eine 25 Reis auf Brief.



Rolf-Dieter
 
henrique Am: 10.10.2017 14:27:06 Gelesen: 2064# 53 @  
@ Setubal [#52]

Hallo Rolf-Dieter,

ein Faltbrief von mir mit einem interessanten Aufgabeort.

Grüße Henrique

Faltbrief mit 25 Reis Marke von 1862 von SETUBAL nach LISBOA



Euer Portugal-Fan
Henrique
 
Setubal Am: 10.10.2017 19:27:51 Gelesen: 2030# 54 @  
Hallo Henrique,

Setubal - da kommt meine Frau her (deswegen habe ich ja auch den Namen so gewählt). Aufgrund der günstigen Hafenlage am Sado war sie Stadt (St. Ubes = Stube = Setubal) vom Fischfang und der noch heute wichtigen Werft geprägt. Das alte Fort direkt im Hafen dient heute als Schule. Interessant auch die prähistorischen Funde auf der gegenüberliegenden Halbinsel Troja. Der Nordzipfel ist zwar fest in Touristenhand, aber das Hinterland bietet unendlich viel - so z.B. die einzigen in Europa lebenden Süßwasser Delphine.

Ich hör mal auf, sonst kommt ein Vortrag.

Rolf-Dieter
 
Setubal Am: 10.10.2017 19:31:29 Gelesen: 2028# 55 @  
Ach ja - vor Begeisterung habe ich die Hälfte vergessen - oder - einen habe ich da auch.



Rolf-Dieter
 
Pepe Am: 12.10.2017 21:07:18 Gelesen: 1971# 56 @  
@ henrique [#51]

Danke für die Bewertungen, welche immerhin leicht angestiegen sind nach 10 Jahren.

Nun mal die Seite 2 des alten Lipsia Katalog von 1973. Nach ihm wurden die Marken in der DDR geprüft. Ein wenig ausführlicher wie der Michel heute war er auch. Allerdings denke ich, Michel musste etwas abspecken, sonst hätte man schon viel früher noch mehr Bände gehabt.



DDR, 1973, Lipsia Katalog, Portugal, Seite 2, siehe [#7]

Nun die Michel 15, zweimal geprüft vor 1984



Mi 15 a, gelbgrün; Mi 15 b, blaugrün, beide geprüft



Prüfzeichen Kretzschmer, Prüfzeichen nicht erkennbar

@ Setubal [#52]

Sehr schön anzuschauen diese herrlich alten Briefe, so sollen alle Freude daran haben.

nette Grüße Pepe
 
Pepe Am: 28.10.2017 18:49:25 Gelesen: 1674# 57 @  
@ Pepe [#56]

Bevor der Sturm uns wieder das Licht ausgehen lässt, (beim letzen mal 16 Std. Stromausfall) hier die Mi Nr. 16 ebenfalls geprüft Kretzschmar:



1862 07 01, Mi 16, lila

nette Grüße Pepe
 
Michael Ehrig Am: 11.01.2018 20:20:58 Gelesen: 390# 58 @  
Ein neues Jahr hat begonnen, Zeit das Thema wieder einmal hervor zu holen.

Anknüpfend an die vorherigen Beiträge hier ein Brief vom 27.2.1867 mit den Nummern 15 und 16, von Lissabon nach Rio de Janeiro:



@ Pepe [#50]

Die Marken wurden in einem Druckgang gefertigt, d. h. Prägedruck (einschl. des Druckerzeichens) und Farbdruck gleichzeitig. Verwendet wurde ein einzelner Druckstock (vgl. auch Beitrag [#7]) auch Druckstempel genannt, in den die farblosen (geprägten) Teile des Markenbildes eingraviert waren. Der erhabene Teil des Druckstocks wurde eingefärbt. Dann wurde mittels des eingefärbten Druckstempels auf Papier gedruckt.

Damit der Prägedruck erhaben wirkt, bedarf es beim Prägedruckverfahren immer eines Gegenstücks, des sog. Gegenstempels. Oftmals wird dabei ein Metallstempel verwendet, der das in den Druckstempel eingravierte Bild als erhabenes Relief enthält. Bei der Druckmaschine von Dryden Brothers jedoch wurde anstelle eines metallenen Gegenstempels eine Ledersohle verwendet, die trotz ausreichender Festigkeit (um das Relief mitprägen zu können) auch über eine gewisse Elastizität verfügte, so dass der metallene Druckstempel nicht beschädigt wurde. Bei einem metallenen Gegenstempel wären die verwendeten Metallstempel relativ schnell verschlissen.

Viele Grüße

Micha
 
bayern klassisch Am: 12.01.2018 06:36:42 Gelesen: 366# 59 @  
@ Michael Ehrig [#58]

Hallo Michael,

ein sehr attraktiver Brief - danke fürs Zeigen und Beschreiben der Herstellungsmethode dieser feinen Marken.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Pepe Am: 12.01.2018 20:24:24 Gelesen: 307# 60 @  
@ Michael Ehrig [#58]

Den sechzigsten Beitrag erreicht und gerade mal bei Michel Nummer 17 angelangt. Freue mich auf die nächsten interessanten Artikel und danke für die aufschlussreichen Infos zu den damaligen Druckpraktiken.



1866 10 05, Wertbänder in geschweifter Form, Farbbezeichnung laut Katalog: schwarz? Hier ein Beispiel für die Qualitätsbeschreibung: leicht berührt. Das mindert den Wert. Jedoch scheint die Kerbe unter dem unterem I ein Plattenfehler zu sein. Das gleicht die Minderung hoffentlich wieder aus.



1866 10 05, Mi 17, vollrandiges Stück. Mit schwarz habe ich Bedenken, es wäre schön Vergleichsstücke zu sehen.

nette Grüße Pepe
 

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