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Thema: PPA Philaseiten Auktion: Dokumentation von Fälschungen und unzulässigen Angeboten
Das Thema hat 32 Beiträge:
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Markus Pichl Am: 07.05.2017 02:56:32 Gelesen: 3082# 8 @  
Hallo LK,

Fakt ist, dass es zur Verwendungszeit keinen D1 BREMEN 5 gab.

Fakt ist, dass ein kompetenter Prüfer auch auf die 25 Pfg-Marke "Stempel falsch" drauf haut.

Die 131 II hatte ich noch nicht entdeckt, aber den anderen wollte ich tagsüber erklären. Snief, hungriges Teddybär in Bärenhöhle gehen.

Ich wünsche Dir einen schönen Urlaub.

MfG
Markus
 
Markus Pichl Am: 07.05.2017 10:19:13 Gelesen: 2997# 9 @  
Hallo,

auch unter "DDR Sonstige" schlummert eine Fälschung (Phantasie-Produkt).

http://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=272&lo=164865



Diese Karten wurden nach DDR-Zeiten von privat in Auftrag gegeben und dienten nur der Verschaukelung von Sammlern, siehe hierzu:

http://runde-ecke-leipzig.de/sammlung/druck.php?inv=10285

MfG
Markus
 
filunski Am: 07.05.2017 10:39:34 Gelesen: 2898# 10 @  
@ csjc13187 [#7]
@ Markus Pichl
@ LK

Guten Morgen zusammen,

ich muss hier Christoph unterstützen!

Es ist wirklich sehr zu begrüßen, wie Markus und LK die Fälschungen heraus arbeiten, aber weder alle Interessenten werden das hier im Forum lesen, noch kann man es Richard zumuten zeitgerecht auf diese Forumsbeiträge zu reagieren. Deshalb besteht bei jedem eingestellten Los die Möglichkeit von jedermann dieses direkt als Fälschung zu melden (bei der Losbeschreibung ganz unten " Los als Fälschung melden" anklicken) und schon geht alles seinen richtigen Gang. Es muss ja nicht immer gleich eine "böse" Absicht des Verkäufers dahinter stecken, auch wenn eine solche manchmal, wie bei den gezeigten Stücken offensichtlich erscheint.

@ Maler

Meinst du nicht, du übertreibst hier ein wenig? ;-)

Dann dürften auch keine DR Dienstmarken und so manch' andere Sondermarke oder Belege mit Sonderstempeln aus dem III. Reich gezeigt/angeboten werden. Wir betreiben hier Philatelie und nicht Politik inklusive ihrer ganzen scheinheiligen und hochgelobten "political correctness". ;-)

Vielleicht müssten wir dann auch all diese Stempel aus der Stempeldatenbank entfernen? :-)



Beste Grüße,
Peter
 
Markus Pichl Am: 07.05.2017 10:55:34 Gelesen: 2950# 11 @  
@ csjc13187

Hallo,

Helgoland ND, DR 407/409, Danzig MiNr. 130/131 und die falsche Telefonkarte habe ich jetzt auch als Fälschungen gemeldet.

Grundsätzlich:

1) ich diskutiere nicht mit Anbietern. Daher wird es meinerseits auch kein persönliches Anschreiben an solche geben.

2) die vorstehenden Beiträge sind immens wichtig und vermitteln potentiellen Käufern, aber auch den Anbietern, warum der Artikel gemeldet/gelöscht wurde. Nur so kann auch die Allgemeinheit ein Feingespür für (Ver)Fälschungen entwickeln und nachvollziehen, letztendlich Wissen vermittelt werden.

3) neben den Beiträgen zu Fälschungsangeboten, wird es von mir auch die entsprechende Fälschungsmeldung geben.

MfG
Markus
 
himmelsaffe Am: 07.05.2017 11:13:59 Gelesen: 2934# 12 @  
@ markus Pichl

Hallo Markus,

könntest Du bitte einmal erklären, warum der Stempel der 25 Pf. falsch ist (918)? Vielen Dank.

Liebe Grüße Christian.
 
Silesia-Archiv Am: 07.05.2017 11:31:10 Gelesen: 2916# 13 @  
@ Maler

Danke für den Hinweis. Sowas sollte von der Chef-Redaktion nicht geduldet werden.

Zumal bezweifle ich noch die Echtheit des Stempels.

Echte Nazi-Symbole auf alten Vorlagen (Briefmarken, Briefe, Karten, etc.) dürfen nur zu Sammlerzwecken vertrieben werden.

Beste Grüße
Michael
 
filunski Am: 07.05.2017 11:53:24 Gelesen: 2895# 14 @  
@ Silesia-Archiv [#13]

"Zumal bezweifle ich noch die Echtheit des Stempels."

Hallo Michael,

es leben die "Verschwörungstheorien". ;-)

Was soll denn an diesem Stempel nicht echt sein? Nicht nur im UK gab und gibt es zu allen möglichen, für uns vielleicht nicht immer ganz nachvollziehbaren Anlässen, Sonderstempel und -belege. Zudem wird hier an die Festnahme von R.H. in Schottland erinnert und nicht das durchaus verabscheuungswürdige System des III. Reichs gefördert. In den Ländern der ehemaligen Kriegsgegner des Deutschen Reichs wird auch mit dessen System und Symbolen wesentlich entspannter und vorurteilsfreier als bei uns umgegangen.

Beste Grüße,
Peter
 
Markus Pichl Am: 07.05.2017 18:20:56 Gelesen: 2758# 15 @  
@ himmelsaffe [#12]

Hallo Christian,

der Falschstempel auf der 25 Pfg-Marke soll einen Kreisbrückenstempel "GLAUCHAU * 1 g" darstellen. Die Stellung der Typen "AU" sprechen für die in Glauchau verwendeten Stempelgeräte. Leider konnte ich weder auf ebay, delcampe, in diversen Onlineshops oder Stempeldatenbanken einen solchen KBS finden. Im Infla-Falschtempelheft ist ein Kreisgitterstempel "GLAUCHAU 1 g" gelistet, solche Abschläge sind im Original zu finden. Nun ist aber ein KGS kein KBS (vielleicht ist aber auch nur die Stempelform fehlerhaft aufgeführt?)

Wie auch immer, ich zeige einfach einmal den besagten Falschstempel auf der 25 Pfg-Marke im Vergleich mit zwei anderen Stempelgeräten aus GLAUCHAU.



Als nächstes folgt falscher und echter Abdruck des Kreisgitterstempels "BERLIN * 58 h" (links falsch, rechts echt). Beide innerhalb von einem Scan aufgenommen.



Was fällt auf, wenn man alle Stempel miteinander vergleicht?

MfG
Markus
 
himmelsaffe Am: 07.05.2017 18:48:01 Gelesen: 2728# 16 @  
@ Markus

Hallo Markus,

was fällt auf ? Das ist eine gute aber auch schwierige Frage für mich.

Mir fällt folgendes auf:

1) auf dem Falschstempeln der Farbauftrag und die Stempelfarbe
2) die Buchstaben ( wohl etwas schief )
3) auf dem 1946 er Stempel das Sternchen neben " 58 "

So, ich hoffe das ich wenigstens 1 Treffer habe.

Ich habe einen besseren Scan des Dresden-Stempel eingestellt.

MfG
Christian.


Redaktioneller Hinweis: 14 Beiträge verschoben und 2 Beiträge kopiert aus dem Thema "Philaseiten Privat Auktion (PPA)", um hier konzentriert und übersichtlich auf Fälschungen und unzulässige Angebote hinzuweisen, Nachfragen der Anbieter zu beantworten und darüber zu diskutieren.
 
quinte Am: 07.05.2017 21:43:52 Gelesen: 2544# 17 @  
@ Markus Pichl [#15]

Zu BERLIN N58 - was fällt auf: -> die Uhrzeitangabe! (V / N war früher)
 
Markus Pichl Am: 07.05.2017 22:50:39 Gelesen: 2507# 18 @  
Hallo,

bei den Abdrucken auf dem Block handelt es sich definitiv um solche, die von einem Stempelimitiat (= Falschstempel) stammen. Es handelt sich um keine rückdatierten Abschläge eines echten Stempelgerätes.



Warum habe ich den falschen Stempelabdruck mit einem echten zusammen eingescannt? Damit ich mir über die richtige Kalibrierung beim Übereinanderlegen im Photoshop keinen Gedanken machen muß. Wenn ich das Bild doppele und den echten bei 50% Abdeckung auf den falschen Stempel lege, so wird spätestens dann klar, dass falsche Stempel einen viel zu großen Durchmesser hat (bei gutem Augenmaß auch schon in meinem letzten Beitrag ersichtlich).



Hier der Falschstempel solo (das Bild ist bereits um die Hälfte verkleinert, dürfte aber im Ausmaß die meisten Monitore "sprengen").



@ himmelsaffe [#16]

1) auf den Falschstempeln der Farbauftrag und die Stempelfarbe

Ja, der Farbauftrag und der Farbton der Stempelfarbe stimmen nicht. Die Stempelimitationen, "BERLIN N * 58 h" und "GLAUCHAU * 1 g", wurden in grobmaschige (daher die vielen Löcher in der Stempelfarbe), mit synthetischer Stempelfarbe getränkte Stempelkissen eingetaucht (Poststempelfarbe basierte zur Zeit der Gültigkeit auf Öl). Die Falschstempelabdrucke zeigen keine echten Quetschränder, wie sie bei Abdrucken von echten Stempelgeräten entstehen. Die Falschstempelabrucke wirken wie im Flachdruck angebracht und die echten Stempel wirken wie ein Hochdruck (Buchdruck).

Ferner zeigt der Falschstempelabdruck auf der 25 Pfg-Marke gewisse Ausbeulungen im Aussenkreis, die in sowohl nach innen und außen ausgerichtet sind (ich nenne das "Würstchenbildung". Siehe Pfeile, welche einen Teil der Abnormitäten markieren. Ebenso könnte man solche an die Typen setzen). Die Merkmale der Falschstempelabdrucke weichen in ihrer Gesamtheit (Kombination) weit von denen ab, die von echten Stempelgeräten stammen. Derartige Merkmale, die für Falschstempel sprechen, finden wir auch bei dem Falschstempelabdruck "BERLIN * 58 h" wieder (aber Vorsicht! Es gibt viele verschiedene Arten von Falschstempel, die in ihrer Machart anders gefertigt sind und sich im Vergleich zu echten Stempelabdrucken durch andere Merkmale verraten).



MfG
Markus
 
Cantus Am: 08.05.2017 03:03:49 Gelesen: 2454# 19 @  
@ Markus Pichl [#15]

Hallo Markus,

mir fallen noch zwei andere Besonderheiten auf. Bei dem Falschstempel von Glauchau fällt mir das "U" auf, dss im Gegensatz zu den beiden rechten (echten) Stempeln unverhältnismäßig breit ausgeführt ist.

Beim falschen Berlin-Stempel darunter fällt mir der UB "h" auf, der beim Falschstempel eine ungewöhnliche Form hat und fast schon wie ein schmales hohes "n" aussieht.

Viele Grüße
Ingo
 
Max78 Am: 08.05.2017 05:19:35 Gelesen: 2444# 20 @  
Hallo zusammen,

wer sagt eigentlich, dass es, wenn es ein Falschstempel ist, einer aus Glauchau ist? Nur weil diese Stadt bekannt dafür ist ??? Wie wär's mit einer "Wiederbelebung" von diesem hier (übliche Verwendungszeit 1915-17). Das oben leicht abgeschrägte "A" würde dafür sprechen:



Da nicht meine Scans (oder noch besser eigenen Belege/Marken), kann ich das leider nicht genau sagen. Mit der "Würstchenbildung" halte ich für ein wenig übertrieben, das sieht man aus dem Zeitraum bei Handstempeln schon hin und wieder. Hinzu kommt bei losen Marken, dass man nicht weiß, auf welche Art und Weise sie vom Papier getrennt wurden. Dass kann sich auch "negativ" auf das Stempelbild auswirken. Nimmt man aber ein paar Deiner Aspekte in einen Topf, gebe ich Dir völlig recht, Markus. Dankeschön für diese Weiterbildung.

Andererseits würde ich als Fälscher dat Ding in die Mitte platzieren (ausser ich müsste was verbergen). Zudem hält sich bei dieser Marke der postfrische und gestempelte Wert die Waage. Aufdruckfälschungen könnten bei diesen Marken das viel grössere Übel sein.

mit Grüßen Max
 
Markus Pichl Am: 08.05.2017 07:02:12 Gelesen: 2418# 21 @  
@ Max78 [#20]

Hallo Max,

jetzt weiß ich, warum ich um 5:19 Uhr aus dem Bett geplumpst bin (smile).

Der Falschstempel zeigt Merkmale, wie sie in der Kombination bei echten Stempelgeräten nicht vorkommen. Auch die "Würstchenbildung" (dabei denke ich an diese kleinen Würstchen, die beim Metzger in einer Kette zusammenhängen), wird mir keiner bei einem echten Abschlag zeigen können.

Hier eine falsch gestempelte Baden Landpost 3 Kr., ganz viel Würstchenbildung.



Es folgen einige Beispiele von falsch gestempelten Marken, aus der Inflationszeit. Es gibt auch Stempelimitationen (Falschstempel), die keine Würstchenbildung zeigen. Stempelimitationen können u.a. aus Kunststoff, Zink, Holz oder Kork hergestellt werden. Je nach Material, zeigen sich andere Merkmale. Eine bestimmte Platzierung eines Stempels, kann nicht für echt oder falsch sprechen. Bei den nachstehenden Beispielen, handelt es sich jeweils um Stempelimitationen.









Insgesamt habe ich aus den verschiedenen deutschen Sammelgebieten eine wahrscheinlich stattliche vierstellige Anzahl von Marken, die als Stempelfälschungen signiert sind. Wie viele genau, habe ich nie nachgezählt. Manche habe ich bereits schon als solche signiert innerhalb von Sammlungen oder Beständen gekauft, andere durch selbst abgesendete Prüfsendungen erhalten.



MfG
Markus
 
Stephan Sanetra Am: 08.05.2017 10:32:30 Gelesen: 2317# 22 @  
@ Markus Pichl [#21]

Hallo Markus,

für die von Dir gegebenen Beispiele hinsichtlich Merkmalen von Falschstempeln kämen meines Erachtens auch die auf diesen Abbildungen gezeigten Stempel in Frage:



Die Marken auf den Belegen halte ich für echt gestempelt. Oder kommen Deine gezeigten Falschstempel nur für Inflamarken oder Marken von Altdeutschland in Frage?

Beste Grüße
Stephan
 
Markus Pichl Am: 08.05.2017 10:39:38 Gelesen: 2304# 23 @  
@ Stephan Sanetra [#22]

Hallo Stephan,

für die von Dir gegebenen Beispiele hinsichtlich Merkmalen von Falschstempeln kämen meines Erachtens auch die auf diesen Abbildungen gezeigten Stempel in Frage:

Sie kommen nicht auf die von Dir gezeigten Stempel in Frage. Vergleiche einmal die Einfärbung und die "Ausbeulungen".

Die "Ausbeulungen" (Würstchen) ergeben sich bei den Imitaten, weil der Stempelkreis unrund ist. Bei Deinen echten Stempelabschlägen ist es Stempelfarbe, die über den Qutschrand drückt.

MfG
Markus
 
LK Am: 08.05.2017 11:11:25 Gelesen: 2278# 24 @  
@ Max78 [#20]

Andererseits würde ich als Fälscher dat Ding in die Mitte platzieren (ausser ich müsste was verbergen). Zudem hält sich bei dieser Marke der postfrische und gestempelte Wert die Waage. Aufdruckfälschungen könnten bei diesen Marken das viel grössere Übel sein.

mit Grüßen Max


Hallo Max,

postfrisch ** 240 Euro, gestempelt 250 Euro

ungebraucht * mit Falz 65 Euro

ohne Gummi (*) Platzhalter mit geringem Wert, deshalb wird ja soviel nachgummiert bzw. falsch gestempelt.

Mit * oder (*) lässt sich kein Geld verdienen.

Beste Grüße

LK
 
Stephan Sanetra Am: 08.05.2017 11:15:03 Gelesen: 2275# 25 @  
@ Markus Pichl [#23]

Hallo Markus,

vielen Dank für Deine prompte Antwort. Das muss ich mir noch genauer anschauen.

Beste Grüße
Stephan
 
Markus Pichl Am: 08.05.2017 11:53:46 Gelesen: 2247# 26 @  
@ Stephan Sanetra [#25]

Hallo Stephan,

die oben beschriebenen Merkmale in ihrer Gesamtheit, gelten für die beiden Falschstempel "BERLIN * 58 h" und den auf der 25 Pfg-Marke aus besagtem Angebot.

Das Auktionshaus Felzmann hat eine sehr interessante Seite eingerichtet, auf der Abdrucke von verschiedenen Falschstempeln inkl. der Imitate selbst zu sehen sind. Dabei solche aus Aluminium, Zink und Vollplastik. Da kann man einen guten Eindruck gewinnen.

https://www.felzmann.de/sammlerschutz.aspx

Ist im Imitat ein Fehler vorhanden, z.B. ist eine Type (sprich Buchstabe, Ziffer oder Symbol) im Imitat nicht vollständig, dann wird dieser Fehler in einem jeden Abdruck von diesem Imitat zu ersehen sein.

Optimal ist es natürlich, wenn man echten und falschen Stempel nebeneinander zeigen kann. Dies gelingt mir aber nicht bei allen deutschen Stempeln A wie Altdeutschland bis Z wie Zeppelinpost (das Sammelgebiet ist bei mir dafür zu groß, smile)

Hier ein falscher Stempelabdruck Kreibrückenstempel "SULZBACH * (SAAR) b"



Und hier im Vergleich ein Abschlag von einem echten Stempelgerät Kreisgitterstempel "SULZBACH * (SAAR) b"



Aber selbst wenn der Falschstempel in schwarzer Stempelfarbe aufgedruckt wäre, würden die beiden nachstehenden Teile im Vergleich ausreichen, um zwischen einem echten und einen falschen Stempelgerät zu unterscheiden.



Werde hierzu später noch weiter ausführen. Aber es kann sich ja jeder einmal zwischenzeitlich einen Gedanken machen, warum dies schon im Vergleich ausreichend wäre.

MfG
Markus

P.S. Einen Kreisbrückenstempel "SULZBACH * (SAAR) b" gab es wohl auch gar nicht, wenn ich das im Stempelhandbuch der ARGE Saar richtig sehe. (smile)
 
Stephan Sanetra Am: 08.05.2017 14:31:25 Gelesen: 2169# 27 @  
Hallo Markus,

vielen Dank für Deine Ausführungen zu den Falschstempeln. Mein Eindruck ist, dass ein "interessierter Laie", sprich Hobbyphilatelist, diese Falschstempelproblematik nicht ausreichend überblicken kann. Neben eigener Erfahrung, Internetrecherche (z.B. Philaseiten) und persönlichem Austausch mit anderen Sammlern wird ein größerer Teil wohl eine Begutachtung eines Verbandsprüfers erfordern.

Beste Grüße
Stephan
 
LK Am: 08.01.2018 23:17:19 Gelesen: 808# 28 @  
Hallo zusammen,

mir fallen bei diesem Los http://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=291&lo=200953 keine Beweggründe für
ein Bietergefecht ein.

1 Mark Stempel falsch

2 Mark Stempel falsch

3 Mark fraglich ( bei Echtheit hätte Herr Schlegel " im Block geprüft hinzugesetzt " )

5 Mark Stempel falsch

Einfach mal einen Katalog und etwas gesunden Verstand bei solchen Losen an den Tag legen.

Die Schwarzaufdrucke wurden im September 1948 ausgegeben und am 31.3.1949 außer Kurs gesetzt.

1. Mark Stempeldatum 6.7.49 ( außer Kurs )

2 Mark Stempeldatum 10.7.4? ist aber egal 48 passt nicht ( noch nicht verausgabt) 49 passt nicht ( außer Kurs )

3 Mark wie erwähnt fraglich

5 Mark Stempeldatum 6.7.49 (außer Kurs )

Herr Schlegel hätte diese Stempel niemals als echt signiert.

Fazit 3 x Stempel und Prüfzeichen falsch, 1 x fraglich.

Mit den Aufdrucken habe ich mich nicht mehr beschäftigt.

Zu dem Bietergefecht fällt mir doch ein Grund ein , kaufen und auf Erfüllung klagen.








Beste Grüße

PS: Das Los ist gemeldet
 
LK Am: 09.01.2018 01:01:18 Gelesen: 745# 29 @  
Hallo,

und nach dem Frühstück gleich noch ein tolles Los.

Zum Glück noch nicht Beboten, aber kommt bestimmt noch.

http://www.ppa-auktion.de/cgi-bin/auktion.pl?do=bu&bu=291&lo=201171

Aufdrucke falsch.

Zur frühen Stunde noch ein Würger.

Der Aufdruck ist alles, nur kein Buchdruck.

Entsprechend sind auch die Prüfzeichen einzuordnen.

Der Hohn ist die Beschreibung:

dennoch ein absoluter Luxus-Satz. Jede Marke ist von Herrn Schlegel signiert bis in die Zähnung







Und so sehen echte Aufdrucke aus.



Beste Grüße
 
wuerttemberger Am: 09.01.2018 08:27:08 Gelesen: 661# 30 @  
@ LK

Bei vielen Sammlern setzt leider der gesunde Menschenverstand sofort aus, sobald sie auf der Rückseite ein Prüfzeichen sehen. Sie wissen nicht, dass das an einer Marke am einfachsten zu fälschen ist.

Wer bei einer Marke zuerst nach einem Prüfzeichen schaut, hat schon verloren, denn er hat aufgehört, das Stück kritisch zu hinterfragen.

Gruß

wuerttemberger
 
Richard Am: 09.01.2018 08:29:28 Gelesen: 659# 31 @  
@ LK [#29]

Hallo LK,

bitte sie so freundlich das zweite Los ebenfalls zu melden.

Vielen Dank für Deine Mitarbeit.

Schöne Grüsse, Richard
 
drmoeller_neuss Am: 11.01.2018 20:36:38 Gelesen: 408# 32 @  
@ wuerttemberger [#30]

Herr Schlegel ist sehr pingelig, und die Werte zu 8 Pfg., 15 Pfg. und 16 Pfg. wären wegen Zahlfehlern erhöht geprüft worden. Oder die Zähne sind erst nach der Prüfung abgefallen. :(

Wer Zweifel am Prüfzeichen hat, sollte erst einmal versuchen, den Prüfer zu kontaktieren.

Bei einem Rotaufdrucksatz oder Schwarzaufdrucksatz in guter Qualität lohnt sich immer ein Attest, selbst wenn die Ware schon einmal geprüft wurde, da der Käufer für attestierte Ware einen höheren Preis bewilligt, der die Attestkosten wieder wett macht.

Bei Durchschnittsqualität kann es leider passieren, dass man die Prüfkosten nicht hereinholt.
 

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