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Thema: DDR: Frankaturen mit Sondermarken
Das Thema hat 31 Beiträge:
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HWS-NRW Am: 26.05.2017 21:39:58 Gelesen: 2860# 7 @  
Hallo,

heute Abend noch einen weiteren Luftpostbeleg:



Man sieht, es gab auch in den Anfangsjahren der DDR Sammler, die noch intensive Kontakte nach Übersee pflegten und zum Glück sind uns derartige tolle Belege erhalten geblieben.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 26.05.2017 21:44:02 Gelesen: 2856# 8 @  
Und nach etwas Suche in den eigenen Bilder-Dateien noch zwei weitere schöne Belege:



Der berühmt-berüchtigte "Pappchinese" (MiNr 662), hier in Form von Einschreib-Briefen ordentlich gelaufen innerhalb der DDR als Mehrfach-Frankaturen.

mit Sammlergruß
Werner
 
cilderich Am: 27.05.2017 13:10:31 Gelesen: 2820# 9 @  
@ hannibal [#6]

HWS-NRW

Hallo,

ganz tolle Stücke, herzlichen Glückwunsch dazu.

Ich möchte einige Belege der ersten "echten" DDR Sondermarke MiNr 242 vom 09.10.1949 zeigen.

Zuerst 2 FDC einmal als EF mit Druckvermerk nach Chile und eine MiF per Einschreiben nach Südafrika:



Dann möchte ich 2 MiF vorstellen wegen der doch sehr ungewöhnlichen Destinationen Iran und vor allem Paraguay. Auch die Portostufen sind nicht so häufig. Ein ABf kostete bis 20 Gramm 50 Pfennig und für jede weiteren 20 Gramm je 30 Pfennig. Die R-Gebühr betrug 60 Pfennig.



Und dann möchte ich noch ein paar Mef zeigen. Die Luftpostkarte in die USA (70 Pfennig für die Luftpostgebühr und 30 Pfennig für die Karte), dann ein Luftpostbrief nach Südafrika (50 Pf der Brief und 100 Pf Luftpost je 5 Gramm) und zuletzt ein Eilbrief in die USA (Abf 50, Eil 100 Pfennig):





Ganz herzliche Grüße cilderich
 
cilderich Am: 27.05.2017 13:46:36 Gelesen: 2814# 10 @  
Hier mal etwas Neueres aber trotzdem sicherlich interessant. Es gab in der DDR, vor allem in den 70er Jahren, recht viele Zusammendrucke, die 55 Pfennig ergaben. Nach der Portoerhöhung von 1971 war diese Portostufe schwierig portogerecht zu verwenden. Hier mal solch ein Stück (25 Pf APK und 30 Pf Luftpost) in die USA.

Beste Grüße cilderich


 
cilderich Am: 31.05.2017 15:20:08 Gelesen: 2757# 11 @  
Hallo,

hier nochmals 2 Stücke der "späteren" Zeit. Dadurch, dass in der DDR sehr oft Sätze mit vielen, teils auch nicht so häufig nachgefragten Wertstufen ausgegeben wurden (ab 1971 z.B. Werte zu 15, 25, 30, 50, 85 oder 135 Pfennig), die zwar verwendet werden konnten, aber oftmals selbst in der EF nur eingeschränkt, umso mehr als MeF. Hier mal stellvertretend die 85 Pfennig.

Eigentlich für einen R-Brief oder Eil-Brief in das nicht sozialistische Ausland vorgesehen, gab es das aber nicht so häufig, außer in die "BRD". Aber selbst in die Schweiz oder nach Österreich wird es schon schwierig. Nun das ganze mal als MeF auf Luftpostbrief in die USA und zwar portogerecht. Philatelie Wermsdorf (auch heute noch existent) war zu DDR Zeiten für philatelistische Kontakte ins Ausland zuständig und diese erfolgten per Post, somit haben wir hier bei "Hochphilatelistischem" Absender perfekte Bedarfspost. Auch das gab es. Die Gebühren errechneten sich wie folgt: ABF über 20-100 Gramm 80 Pfennig und 30 Pfennig Luftpost a 10 Gramm. Somit hat der Brief 31-40 Gramm Gewicht gehabt.
Ein Beleg weist sogar Marken aus Blocks auf. Die Blocks selber hätten nicht auf den Umschlag gepaßt, aber trotzdem schön.

Ganz herzliche Grüße cilderich

,
 
hannibal Am: 31.05.2017 16:01:47 Gelesen: 2741# 12 @  
Hallo,

von mir ein Beleg aus dem Jahr 1950 mit einer MiFr von 260, 273/274 als portogerechter Luftpostbrief in die USA (50+70) gest. Kirchhain (Niederlausitz) 21.10.50.-5-6 N und rückseitig Ankunft-Stempel Pittsburg. Kans Okt.26 1950.

Zusätzliches Schmankerl die 12 Pfg. Mansfeld in der besseren c-Farbe.



Viele Grüße
Peter
 
HWS-NRW Am: 31.05.2017 20:02:09 Gelesen: 2708# 13 @  
Heute von mir noch ein Einschreib-Brief, verwendet wurden vier Werte der Serie "Deutscher Fernsehfunk" für mich damals interessant wegen des "Brandenburger Tores" als Motiv.



mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 31.05.2017 20:05:13 Gelesen: 2707# 14 @  
Habe noch was nettes gefunden:



Fünf mal die schöne Fledermaus auf der Rückseite eines Formulares. Soviel ich weiß, war es die Rückseite einer Paketkarte.

mit Sammlergruß
Werner
 
cilderich Am: 09.07.2017 15:07:31 Gelesen: 2558# 15 @  
Hallo,

ich hatte die 242 ja fast schon "tot geritten" aber hier ist noch ein Beleg, der sicher interessant ist. Es gab die Zensur nicht nur während der Kriege, sondern auch danach und besonders in einige Länder, wie eben Spanien aus der DDR heraus. Einen solchen hätte ich hier. Was zusätzlich spannend ist, ist, dass offensichtlich ein Brief AUS Spanien in die DDR sein Ziel erreichte.

Herzliche Grüße cilderich


 
Baber Am: 09.07.2017 15:15:24 Gelesen: 2554# 16 @  
@ cilderich [#15]

Hallo Cildrich,

das ist ja ein ganz interessanter Beleg. Ich wußte bisher nicht, dass die DDR Franco-Spanien postalisch boykottiert hat. Ist bekannt, wie lange keine Post nach Spanien zulässig war?

Ich suche für meine Sammlung immer noch einen Beleg aus den Jahren 1965-1970, wo Briefe von der DDR nach Rhodesien nicht zulässig waren und an den Absender zurückgeschickt wurden.

Gruß
Baber
 
cilderich Am: 09.07.2017 15:34:29 Gelesen: 2547# 17 @  
Hallo,

nun die Frage kann ich leider nicht abschließend beantworten, allerdings gab es ja 1966 die Ausgabe der "Helden des antifaschistischen Freiheitskampfes in Spanien" und diese Ausgabe wurde von Spanien aus zensiert. Ich meine offiziell wurde die Auflieferung nach Spanien ab 1975 (Francos Tod) von der DDR aus freigegeben, allerdings war es wohl schon in den 60ern nicht mehr so streng, jedenfalls gab es in den 50ern keinen Verkehr DDR-Spanien, da man in der DDR antifaschistisch und in Spanien francistisch/faschistisch orientiert war.

Genaueres weiß sicher jemand in der Arge Zensurpost.

Beste Grüße cilderich
 
Pete Am: 09.07.2017 17:17:16 Gelesen: 2526# 18 @  
@ cilderich [#15]

Ich bin mir nicht so ganz sicher, ob der Schreiber aus Schmölln Post aus Spanien bekommen hat. Die einleitende Formulierung in dem Schreiben vom 16.11.1949 ist etwas merkwürdig gehalten:

"Beschuldigend [anklagend] des Erhaltes Ihrer Postkarte bedaure ich Ihnen mitteilen zu müssen, dass ich keine Absicht hege, spanische Briefmarken zu tauschen, da Schwierigkeiten mit dem Zoll bestehen."

Vielleicht erfolgte auch der Versand der erwähnten Postkarte über ein Drittland und nicht direkt von Spanien aus in die DDR?

Allerdings ist der Beleg der DDR Mi-Nr. 242 optisch ansprechend anzusehen. ;-)

Gruß
Pete
 
cilderich Am: 16.09.2017 19:42:02 Gelesen: 2169# 19 @  
@ cilderich [#9]

Da muß ich mir selber antworten: Ich weiß schon, dass Australien nicht Afrika ist, der 2. FDC lief also nach Australien. Sorry für diesen Fehler!

Gruß cilderich
 
cilderich Am: 16.09.2017 19:49:11 Gelesen: 2165# 20 @  
Hallo,

mal wieder ein Beleg. Alle MEF der 30 und 50 Pfennig der DDR sind nicht so häufig, über alle Jahre der Existenz des Landes bis zum 01.07.1990, somit bin ich immer hoch begeistert, wenn ich solch ein Stück finde (vor 25 Jahren war das viel einfacher). Auf jeden Fall möchte ich hier die MEF der 30 Pfennig Bach zeigen in portogerechter Verwendung.

Herzliche Grüße cilderich


 
cilderich Am: 21.09.2017 17:35:47 Gelesen: 2085# 21 @  
@ cilderich [#10]

Hallo,

ich möchte das Thema mit den 55 Pfennig Zusammendrucken nochmals aufnehmen und ein weiteres Stück, diesmal aus den 80ern zeigen. Der Brief nach Pakistan kostete 35, und die Luftpost a 10 Gramm 20 Pfennig, somit bei 4 Gramm 55 Pfennig. Solch eine portogerechte Verwendung, und auch in ein Land wie Pakistan stellt durchaus etwas Besonderes dar.

Beste Grüße cilderich


 
cilderich Am: 10.10.2017 20:42:38 Gelesen: 1972# 22 @  
Hallo,

etwas schade ist das relativ geringe Interesse an diesem Sammelgebiet schon, da die Vielfalt der Marken etliche interessante Frankaturen ermöglichten, auch wenn es auf den 1. Blick nicht so scheint. So ist eine 10 Pfennig Frankatur z. B. nach Ungarn, der CSSR oder Polen recht schwierig zu finden, wohingegen eine solche Postkarte innerhalb der DDR "Masse" ist. Ich zeige demnächst mal so etwas, falls mir niemand zuvor kommt. ;-)

Hier aber "something total different" (nach Monty Python); eine MEF einer 24 Pfennig Marke als Auslandsbrief (50 Pf) per Luftpost (70 Pf) in die USA. Das gab es in der fraglichen Zeit zwar quasi für alle Werte dieser Nominale, aber leicht zu finden sind sie nicht.

Herzliche Grüße cilderich


 
Detlef Am: 11.10.2017 09:07:40 Gelesen: 1922# 23 @  
Hallo,

es war ja schon fast eine Aufforderung, schnell die Bilddateien zu durchsuchen.

Hier eine Ansichtskarte aus dem Jahr 1963 mit der Mi.- Nr. 953 in die CSSR.

Beste Grüße
Detlef


 
cilderich Am: 11.10.2017 18:28:25 Gelesen: 1866# 24 @  
@ Detlef [#23]

Sehr schön!
 
Altmerker Am: 11.10.2017 20:11:09 Gelesen: 1844# 25 @  
Ist nichts Spektakuläres, aber durchaus interessant. Ein R-Doppelbrief mit Mischfrankatur aus der DDR-Endzeit in den selten genutzten Wertstufen 85 und 5 Pfennig. Die 0,85er war wohl für Eilbriefe in den Westen (35 plus 50 Pfennig) gedacht. Manchmal musste wegen der Kurzfristigkeit der Visa-Erteilung in den Westen halt der Eilbrief her, denke ich, oder ein R-Brief mit Dokumenten für die Reise?

Gruß
Uwe


 
cilderich Am: 20.10.2017 18:31:43 Gelesen: 1761# 26 @  
Hallo,

nun da hätte ich "vor" den OSS Verwendungen noch ein sehr schönes Stück. Gehen wir von einem Ortsbrief über 20 Gramm aus ist alles portogerecht, aber das ist nur an 2. Stelle spannend. Der DeDeRon Block in EF wohl portogerecht als Ortsbrief mit übergehendem Sonderstempel, ausgewiesen als R-Eil Brief, aber jemand vergaß den R-Zettel. Im Eingangspostamt wurde dieses Versehen bemerkt und mittels Stempel ! angemerkt. Es kam wohl öfter vor, denn wozu brauche ich sonst einen entsprechenden Stempel. Hierdurch darf man also annehmen, dass es sich um eine portogerechte Ef dieses selten postalisch verwandten Blocks (er hatte keine Gummierung) handelt mit zusätzlich seltener Behandlung.

Herzliche Grüße cilderich


 
cilderich Am: 08.12.2017 17:42:09 Gelesen: 1432# 27 @  
@ cilderich [#22]

So, hier also mal wirklich eine OSS (Organisation der sozialistischen Staaten, hier für das Postwesen) Verwendung. Das war das Gegenstück zur CEPT. Eine MEF einer 10 Pfennig. Innerhalb der DDR recht unspektakulär, als OSS Verwendung schon deutlich schwieriger zu finden.

Beste Grüße cilderich


 
Sachsen-Dreier Am: 11.12.2017 21:04:02 Gelesen: 1367# 28 @  
@ HWS-NRW [#8]

Werner zeigt zwei Pracht-Inlandbriefe mit jeweils 4 Pappchinesen. Ich habe gestern einen Auslands-Brief nach Argentinien ersteigert, der 3 Pappchinesen auf der Vorderseite und weitere 2 Pappchinesen auf der Rückseite plus Zusatzfrankatur 5- Jahrplan 5 und 10 Pf als ZD aus Heftchen 2 (Wasserzeichen noch nicht geprüft) Ich stelle diesen Beleg vor.

Mit bestem Gruß, Sachsen-Dreier


 
Pete Am: 11.12.2017 21:41:21 Gelesen: 1364# 29 @  
@ Sachsen-Dreier [#28]

Der Empfänger in Argentinien ist bekannt, siehe auch [1]. ;-)

Gruß
Pete

[1] http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=87219#M37
 
HWS-NRW Am: 11.12.2017 22:41:37 Gelesen: 1352# 30 @  
@ Sachsen-Dreier [#28]

Gratulation, ein Super-Beleg, den Du da präsentierst !

mit Sammlergruß
Werner
 
Magdeburger Am: 26.12.2017 11:29:57 Gelesen: 1118# 31 @  
Liebe Sammelfreunde,

im Rahmen meiner Mosigkau-Sammlung hatte ich mir diesen Beleg vor einiger Zeit zugelegt:



Gelaufen am 07.07.1953 von Dessau Groß-Kühnau als Einschreiben nach Hainhofen und von dort weiter nach Bad Reichenhall. Der Brief kostete 24 Pfennig sowie 60 Pfennig für die Einschreibung und ist somit um einen Pfennig überfrankiert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 

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