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Thema: (?) (8) Frankreich: Bedarfspost 1945 bis heute
Maler Am: 19.06.2017 09:05:43 Gelesen: 458# 1 @  
Da wir gerade das Thema "Italien Bedarfspost" hatten folgt von mir jetzt "Frankreich Bedarfspost ab 1945".

Ich habe 2 schöne Briefe aus der Europa Sammlung:



Postkarte aus COLMAR mit Sonderstempel "Stadt der Kunst und des Tourismus"



Ein Brief aus SESSENHEIM, nahe der Grenze zu Deutschland.

Eine schöne sonnige Woche wünscht
Günther, der Maler
 
Mondorff Am: 19.06.2017 16:32:48 Gelesen: 427# 2 @  
Nur, damit etwas Leben in die Bude kommt.



Ein stark mit Marken "belasteter" R-Brief vom 9.11.1981 Rittershoffen im Elsass mit Ankunftstempel Differdange in Luxemburg vom 10.11.1981.

Schönen Gruß
DiDi
 
Michael Mallien Am: 19.06.2017 18:06:42 Gelesen: 417# 3 @  
@ Maler [#1]

Danke für das Eröffnen dieses Themas. Da kann ich auch etwas zur Entwicklung beitragen mit drei einfachen Briefen, die von der Frankatur her recht unterschiedlich daher kommen.

1. Brief aus Marseille nach Hamburg vom 16.8.1996, frei gemacht mit 3 Franc. Die Marke mit dem Murmeltier (wie ich annehme) stammt ebenfalls aus 1996.



2. Ganzsache, ich nehme an für einen Standardbrief, aus Rochegude nach Hamburg vom 24.4.1997.



3. Brief aus Juziers (laut Absenderadresse) nach Hamburg vom 25.4.2012, frei gemacht mit 3 Werten in Doppelnominale à 0,46 Euro bzw. 3,00 Franc. Macht zusammen also 1,38 Euro bzw. 9 Franc. Das erscheint mir recht teuer für diesen einfachen Brief, was wohl an dem Dienst PRIORITAIRE liegt. Ich kenne mich hier leider nicht aus.



Wie es aussieht könnten sich die selbstklebenden Marken bald ablösen. Sie machen in dieser Hinsicht keinen stabilen Eindruck.

Nun wünsche ich diesem Thema noch viele schöne und interessante Belege.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 21.06.2017 19:11:45 Gelesen: 372# 4 @  
Haben wir in unserer Runde eigentlich Experten für Frankaturen und Portostufen aus Frankreich? Ich glaube, den können wir jetzt gut gebrauchen. :)

Ich habe hier ein bunt frankiertes Einschreiben in einem Polsterumschlag vom 11.4.2011 aus Rombas nach Hoisdorf (bei Hamburg) mit einer schönen Mischfrankatur, bestehend aus

- 10 Marken zu 2,30 Franc = 3,51 Euro
- 3 Marken ohne Nennwert: wie werden diese Marken auf das Gesamtporto berechnet?
- ein Schalterlabel zu 1,41 Euro mit dem Zudruck Documents



Rückseitig ist noch 5€24 vermerkt. Ob das ein offizieller Vermerk ist, kann ich nicht einschätzen. Jedenfalls passen zu diesem Gesamtporto die drei nennwertlosen Marken nicht, denn die würden dann je 32:3 Cent werten.



Schön finde ich den Beleg allemal, unter anderem aufgrund der sechs Zuschlagsmarken im Golddruck. Kann jemand von euch die Zusammensetzung der Portostufe ausführen?

Viele Grüße
Michael
 
zockerpeppi Am: 21.06.2017 19:27:25 Gelesen: 365# 5 @  
StefanM Am: 22.06.2017 08:02:06 Gelesen: 344# 6 @  
@ Michael Mallien [#4]

Der Vermerk "5,24 Euro" stammt wahrscheinlich vom Versender und sollte anzeigen, was schon verklebt war. Damit verbleiben 1,73 für die 3 Marken ohne Nennwert. 2011 kostete der Standardbrief 58 Cent und 3x58 Cent ergibt 1,74 Euro, was ganz gut passt. Also beträgt das Gesamtporto 6,65 Euro.

@ zockerpeppi [#5]

Der dritte Link (zu den alten Tarifen) ist eine tolle Sache. Ich habe nur nichts sinnvolles heraus bekommen. Vielleicht ist mein Französisch auch zu rudimentär.

Gruß
Stefan
 
zockerpeppi Am: 22.06.2017 21:43:07 Gelesen: 319# 7 @  
@ StefanM [#6]

Auch ich hatte so meine Schwierigkeiten. Bis 1914 gibt es andere Seiten die einfacher zu bedienen sind. Nur finden sich dort nur die Tarife für Briefe.
Ansonsten kann ich nur folgende Bücher empfehlen.



Leider sind die beiden Werke vergriffen. Ab und zu ist ein Exemplar bei Delcampe im Angebot. Für jemand der nur ab und zu ein Porto überprüfen möchte
lohnt die Ausgabe nicht. Der Preis lässt einen verstummen.

beste Sammlergrüße
Lulu
 
Michael Mallien Am: 23.06.2017 11:29:16 Gelesen: 280# 8 @  
@ zockerpeppi [#5] [#7]

Hallo Lulu,

danke für Deine Hilfestellungen zur Portobestimmung. Ich habe "nur" einige Frankreichbelege, sammle das Gebiet aber nicht. Daher werde ich nicht in Literatur investieren. Die Links sind ein sehr guter Tipp zur Orientierung, danke dafür.

@ StefanM [#6]

Hallo Stefan,

gut beobachtet und danke, díe Frankatur beträgt 6,65 Euro. Das wurde mir nun auch klar bei der Sichtung weiterer Belege, welche die Portohöhe direkt auf dem Schalterlabel ausweisen. Hier ist ein Beispiel:

Kleinformatiger Polsterumschlag, versendet von Bourges nach Hoisdorf (bei Hamburg) am 29.12.2010. Freimachung über ein Schalterlabel Papierflieger zu 6,65 Euro mit Zudruck Documents.



Rückseitig ist das deutsche Einschreibelabel angebracht.

Ich habe noch einen solchen Beleg im gleichen Format, der vom selben Versender nur wenige Tage vorher, nämlich am 23.12.2010 versendet wurde. Dort beläuft sich die Freimachung auf 5,05 Euro.



Die Unterschiede, die ich sehe sind folgende:

(1) Nummern des französischen Einschreibelabels unterscheiden sich
(2) Eindruck G51 bzw. G52 auf dem Schalterlabel

Die Nummern (1) müssen sich ja unterscheiden, denn sie sind die IDs der Sendungen. Weiß jemand, was G51 bzw. G52 auf den Labeln bedeutet? Ansonsten sehe ich nichts, was Hinweise auf das unterschiedliche Porto gibt. Bliebe nur noch das Gewicht der Sendung. Über den Versender habe ich heraus gefunden, dass er wohl aus dem Münzhandel kommt. Das würde insofern gut passen, als dass kleinformatige Sendungen ein deutlich unterschiedliches Gewicht haben können. Je nachdem, was das gerade versendet worden war.

Der Eindruck Documents hat wohl auch etwas mit der Versendungsart zu tun. Documents = Unterlagen ?!

Weiß noch jemand genaueres?

Viele Grüße
Michael
 
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