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Thema: Alliierte Besetzung SBZ Westsachsen Ganzsachen
GSFreak Am: 15.07.2017 13:12:22 Gelesen: 213# 1 @  
Hier ein aptierter Leipziger Maschinenstempel:

(10) LEIPZIG C2, UB a, vom 16.01.1946, "Volkssolidarität gegen Volksnot", die Postleitzahl "(10)" ist hinzugefügt worden, auf einer Ganzsache Mi-Nr. P17 (West-Sachsen).



Gruß Ulrich

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel von Leipzig"]
 
GSFreak Am: 16.07.2017 08:52:49 Gelesen: 156# 2 @  
Da kann ich auch noch gleich eine Mi-Nr. P16 (5 Pf. Ortspostkarte) nachschieben, entwertet mit Zweikreisstegstempel LEIPZIG C4, UB m , vom 30.01.1946 (also ebenfalls noch in der ersten Portoperiode bis 28.02.1946).

Lange hatte ich bei dieser Karte gegrübelt wegen des im Anschriftfeld angegebenen "Ortes" Rüdeberg, ob es sich überhaupt um eine Versendung innerhalb von Leipzig gehandelt hat und ob der Beleg damit auch überhaupt portogerecht (Ortspostkarte) ist. Ich konnte die Ortsbezeichnung "Rüdeberg" einfach nicht finden. Die Lösung gab mir dann ein anderes Mitglied der ArGe DEUNOT: "Rüdeberg" ist gar keine Ortsbezeichnung, sondern der Name der Leihbibliothek, an die die Karte gesendet worden ist.



Grundsätzlich sind Ortspostkarten aus dem Beadarf deutlich seltener als Fernpostkarten und dementsprechend auch deutlich höher bewertet (hier bei Westsachen um den Faktor 10). Einer der Gründe hierfür ist m.E.: Auf Ortspostkarten steht oftmals recht belangloser Text, deshalb wurden diese Karten weniger aufgehoben. Innerhalb eines Ortes/einer Stadt war nach dem Krieg eher eine persönliche Kommunikation wichtiger Dinge möglich. Im Gegensatz zur Verwandtschaft / zu Freunden weiter entfernt. Da wurden umfangreiche Informationen per Fernpostkarte ausgetauscht und diese Karten dann auch zur Erinnerung behalten.

Gruß Ulrich
 
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