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Thema: Altdeutschland Bayern: Vermerke auf Belegen deuten
12 kreuzer rot Am: 03.09.2017 14:01:11 Gelesen: 167# 1 @  
Hallo Bayern Klassisch,

habe noch ein Stück, was eigentlich nicht hier her gehört.

Kannst du mir den Vermerk entziffern? Ich kann’s leider nicht.

Postalisch oder Empfangsvermerk?

Ist zwar nicht dein Gebiet. Aber von der Schrift denke ich schon.



Herzlichen Dank

12 Kreuzer rot
 
Erdinger Am: 03.09.2017 14:21:28 Gelesen: 158# 2 @  
Hallo 12 Kreuzer rot,

ich halte die blaue Schrift für einen Registraturvermerk des Empfängers ("Kp 11/pro 5/9").

Den Beleg hatte ich auch lange unter Beobachtung, schließlich ist die Posthilfstelle in meiner Heimatsammlung noch nicht belegt. Letztendlich fiel dann die Entscheidung gegen einen Kauf.

Viele Grüße aus Erding!

[Redaktionell aus dem nicht passenden Thema "Altdeutschland Bayern: Stempel bestimmen" verschoben]
 
12 kreuzer rot Am: 03.09.2017 20:43:51 Gelesen: 127# 3 @  
Hallo Erdinger,

vielen Dank für die Auskunft.

Habe mir nicht ganz vorstellen können, aber bei Erhalt war ich mir sicher, nicht postalisch. Über die Registratur kann ich mir leider keinen Reim machen. Rückseitig ist auch kein Stempel vorhanden.

Aber eine andere Besonderheit haben die Marken! Sie sind auf Friedenspapier gedruckt, und der Druck ist sehr sauber.

Mfg
12 Kreuzer rot
 
bayern klassisch Am: 13.09.2017 17:51:00 Gelesen: 44# 4 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich 2 Dienstbriefe, die man so hätte nicht ablassen sollen, wenn man es denn mit den Postvorschriften genau genommen hätte ...





1. Dillingen am 3.4.1826 vom Pfarramt Bächingen a/B an das Königliche Decanat in Leipheim als K.D.S. (Königliche Dienst - Sache). Allerdings gibt es auch einen kleinen Zusatz, den man nicht unterschlagen sollte - damals, wie heute: "enthaltend 20 Kreuzer 3 Pfennig". Damit haben wir einen Fahrpostbrief vor uns (Wertbrief) - aber der hätte gegen Schein mit der Fahrpost verschickt werden müssen, hätte Manualnummern bekommen müssen und gegen Unterschrift ausgehändigt werden sollen.

All das ist nicht passiert - hier ist gar nichts passiert; man hat ihn portofrei zugestellt. Herausreden konnte man sich schwer, weil es keine Geldscheine sein konnten, die man elegant dem Amtsschreiben hätten unterjubeln können, sondern es mussten Münzen gewesen sein, die sicher gut klangen.





2. Eschenau am 25.5.1844 vom kgl. Pfarramt Forth an das Königliche Dekanat Erlangen als Regierungs - Sache (R.S.). Die Angabe einer Expeditionsnummer vorderseitig war vorgeschrieben - hier fehlt sie. Das protestantische Pfarramt Forth war wohl nicht so häufig Dienstbriefe schreiben, wie man denken könnte ... Nach den Postvorschriften hätte die Aufgabepost den Brief taxieren (3 Kreuzer) und ihn als Portobrief nach Erlangen abgehen lassen müssen. Aber auch das ist hier nicht passiert - Glück gehabt!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
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