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Thema: Notopfermarken Neuentdeckung
bovi11 Am: 15.04.2018 17:42:07 Gelesen: 160# 1 @  
Neu entdeckte Notopfermarke

Ein Mitglied der Arge Notopfer- und Wohnungsbaumarken e.V. hat eine neue Variante der Notopfermarken entdeckt.

Die Nummer 2 F war bislang nur mit den Wasserzeichen W und Z bekannt und tragen demnach die Bezeichnungen 2 FW bzw. 2 FZ.



Hierbei steht F für die Linienzähnung 10 3/4 und W bzw. Z für das jeweilige Wasserzeichen

Das bei der Nummer 2 F neu entdeckte Wasserzeichen Y



ist wie folgt entstanden:

Die Firma Wegener gummierte 1948 das gesamte Papier für die Briefmarkenherstellung und belieferte die anderen Druckereien. Offenbar wurde dabei keine sonderliche Rücksicht darauf genommen, auf welche Papierseite die Gummierung erfolgte. Damit wurde aber die Stellung des Wasserzeichens vorausbestimmt. Für die Notopfermarke sollte jedoch nur Papier mit der Wasserzeichenstellung W verwendet werden.

Versehentlich gelangte Papier mit liegendem und seitenverkehrtem Wasserzeichen beim Druck der Notopfermarken zum Einsatz. Der Irrtum wurde schnell bemerkt. Möglicherweise handelt es sich nur um 2 Druckbogen, maximal also 8 Schalterbogen.

Liegendes und seitenverkehrtes Wasserzeichen W war bislang nur von der geschnittenen Variante der Notopfermarken bekannt. Diese werden als Nr. 1Y (liegendes Wz) und als Nr. 1X geführt.

Ebenso wie die Nr. 1W ist auch die Nr. 2FW am 1.12.1948 erschienen.

Bei der Nummer 1 sind die ersten Verwendungen mit liegendem und seitenverkehrtem Wasserzeichen vom 15. bzw. 20. Dezember 1948 bekannt geworden.

Die Notopfer Nr. 2 FW:



In gleicher Weise ist es natürlich auch denkbar, daß es die Nr. 2F auch mit seitenverkehrtem Wasserzeichen gibt. Bei der Nr. 2 HW (Linienzähnung 11 1/2) sind derartige Wasserzeichenstellungen ebenso denkbar, bislang jedoch nicht entdeckt worden.

Das nächste Treffen der ARGE Notopfer- und Wohnungsbaumarken ist vom 27. bis 29. April in Löhnberg. Näheres hier im Forum unter der Rubrik "Termine".

Dieter
 
22028 Am: 15.04.2018 19:49:32 Gelesen: 103# 2 @  
Glückwunsch!

Schön zu sehen, dass es auch von diesen Gebieten nach so langer Zeit noch Neuentdeckungen gibt.
 
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