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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
Das Thema hat 6457 Beiträge:
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DERMZ Am: 15.10.2017 19:03:38 Gelesen: 14205# 6433 @  
Guten Abend,

ich zeige heute einen kleinen unbedeutenden Brief aus der Tarifperiode 17, er lief von Marburg (Lahn) nach Leipzig und wurde portorichtig mit 75.000 Mark frankiert.



Absender war die Marburger Tapetenfabrik, Empfänger die Farbenfabrik von Berger & Wirth.

Einen schönen Abend wünscht

Olaf
 
muemmel Am: 15.10.2017 19:53:24 Gelesen: 14154# 6434 @  
Nach einem herrlichen Sonnentag heute eine Paketkarte:



Von Limbach in Sachsen ging es am 16.1.22 (Portoperiode 7) ins schweizerische Aarau. Die Berechnung der Gebühr erfolgte über den Goldfranken, die ich aber momentan leider nicht parat habe. Jedenfalls hat mir ein Paketspezialist gesagt, dass die 41,40 Mark genau richtig waren.

Schöne Grüße
Mümmel
 
2huhu Am: 15.10.2017 20:53:57 Gelesen: 13984# 6435 @  
Hallo,



Inlandsbrief mit Wertangabe (20.000 Mark) (161 g) vom 26.2.1923 (PP 12) von Berlin SW 75 (Versandstelle) nach Küps in Bayern portogerecht frankiert mit 4 Marken (= 290 Mark, 90 Brief, 40 Einschreiben 160 Wert).

Grüßle
Holger Reichert
 
kauli Am: 15.10.2017 21:24:47 Gelesen: 13930# 6436 @  
Hallo zusammen,

da gerade Paketkarten angesagt sind, eine nach Schweden mit einer netten Frankatur aus der PP 5. Den Ort kann ich nicht entziffern, kenne mich in Schweden nicht so gut aus. Vielleicht kennt jemand den Ort. Für mich interessant das Siegel Vom PR. HAUPTZOLLAMT BERLIN-PANKOW. Hatte ich bisher auf einer Paketkarte noch nicht gesehen (was nichts heißen soll).



Viele Grüße
Dieter
 
muemmel Am: 15.10.2017 21:32:10 Gelesen: 13921# 6437 @  
@ muemmel [#6434]

Hier die Berechnung des Portos für das Paket in die Schweiz:

Paket in die Schweiz vom 16.01.1922, 4,900 kg;
WPV-Tarif 01.04.1921 - 31.01.1922, >1 - 5 kg: 1,15 GF;
Kurs des GF 15.12.1921 - 28.02.1922: 1GF = 36,00 M;
1,15 GF = 41,40 M;

WPV = Weltpostverein
GF = Goldfranken

Grüßle
Mümmel
 
inflamicha Am: 16.10.2017 21:13:46 Gelesen: 12528# 6438 @  
Guten Abend,

etwas einfacher war die Berechnung dieses Portos:



Eine Ganzsachenpostkarte P 142 I, ursprünglich für den Auslandsverkehr vorgesehen und deshalb eine nicht ganz so häufig vorkommende Postreiterkarte, wurde als Fernpostkarte von Moringen nach Wertheim verwendet. Am 12.12.1922 (PP 10) waren dafür 6 Mark zu entrichten. Also wurde auffrankiert: Mi 159 a (2), 163, 184 und 224 (2).

Gruß Michael
 
muemmel Am: 16.10.2017 21:15:04 Gelesen: 12526# 6439 @  
Guten Abend,

hier eine Nachnahme-Drucksache:



Herr Renner wollte gerne 2.247 Mark haben, der Empfänger verweigerte jedoch. Gelaufen am 21.7.22 (Portoperiode 8) in Hamburg. Porto 0,50 Mark, Vorzeigegebühr 1,50 Mark, tarifrichtig mit einer Marke der MiNr. 200 frankiert.

Weiterhin sommerliche Grüße
Mümmel
 
2huhu Am: 16.10.2017 23:36:14 Gelesen: 12359# 6440 @  
Hallo,



Inlandsbrief (32 g) mit Wertangabe (3 000 Mark) und Nachnahme (3 363 Mark) vom 21.11.1922 (PP 10) von Berlin N 58 (Versandstelle für Sammlermarken) nach Güstrow portogerecht frankiert mit 4 Marken (= 48 Mark, 16 Brief 6 Nachnahme 8 Einschreiben 18 Wert).

Grüßle
Holger Reichert
 
muemmel Am: 17.10.2017 19:36:44 Gelesen: 11257# 6441 @  
Guten Abend,

heute eine ganz einfache Drucksache aus der Portoperiode 8:



Gelaufen am 14.9.22 aus Berlin W8 nach Charlottenburg, portorichtig mit einer MiNr. 164 frankiert.

Schöne Grüße
Mümmel
 
JoshSGD Am: 17.10.2017 20:49:29 Gelesen: 11114# 6442 @  
Guten Abend,

nach längerer Pause heute ein Fernbrief bis 20g von Bad Kreuznach nach Halle, gelaufen am 30.9.1923 (PP 18; 20.9. - 30.9.1923) und mit 250.000 Mark portorichtig frankiert, MiF Mi.Nr. 288 II und 290.



Glücklicherweise hat der Absender den Empfänger mit Schreibmaschine aufgetippt, so dass als Empfänger die "David & Söhne AG", eine Umbenennung erfolgte 1943 in Mignon Schokoladenfabrik. Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Unternehmen enteignet und in "Halloren" umbenannt. Unter diesem Namen wird bis heute produziert, u. a. die bekannten Hallorenkugeln.



Gruß
Josh

(Datenbank # 11369)
 
inflamicha Am: 18.10.2017 20:56:23 Gelesen: 9643# 6443 @  
Guten Abend,

heute ein Postkärtchen an die Frau Baronin von Spesshardt:



Der Absendeort ist leider nur mit W. angegeben, aber es wird sich wohl um Weimar handeln. Die Karte ist nach Aschenhausen bei Kaltennordheim (Rhön) adressiert und wurde am 20.9.1920 (PP 5) mit dem Bahnpoststempel EISENACH-LICHTENFELS ZUG 473 versehen. Das nötige Porto wurde mit dem Wertstempel der verwendeten P 116 I in Verbindung mit je einer Mi 85 II und 141 erbracht.

Gruß Michael
 
muemmel Am: 18.10.2017 22:15:49 Gelesen: 9575# 6444 @  
Grüezi,

eine Postkarte habe ich auch anzubieten, und zwar aus der Portoperiode 8:



Gelaufen am 16.9.22 aus Bad Reichenhall nach Wiesbaden, portorichtig mit 1,50 Mark frankiert. Leider ist der hübsche Werbezudruck durch die Rückstände eines Klebezettels beschädigt.

Weiterhin sonnige Grüße
Mümmel
 
muemmel Am: 19.10.2017 21:08:31 Gelesen: 8432# 6445 @  
Hallöle,

heute ein einfacher Fernbrief aus der Portoperiode 9:



Dieser ging am 30.10.22 aus Demen nach Regensburg. Das Porto von nun 6 Mark wurde mit je zwei Marken der MiNrn. 115 und 153 verklebt.

Schönen Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 20.10.2017 20:55:47 Gelesen: 7370# 6446 @  
Salut,

hier ein weiterer Brief aus der Portoperiode 9:



Dieser ging am 6.10.22 aus Dülken nach Füssen. Das Porto von 6 Mark wurde hier mit je einer Marke der MiNr. 202 und 224a erbracht.

Schönen Gruß
Mümmel
 
inflamicha Am: 20.10.2017 21:25:53 Gelesen: 7352# 6447 @  
Guten Abend,

von mir gibt´s den nächsten Bahnpoststempel:



Diesmal ist der Absendeort mit B. angegeben und erschloss sich mir zunächst nicht. Fakt ist, dass eine Ganzsachenpostkarte P 116 I am 18.2.1920 (PP 4) nach Chemnitz gesandt wurde, der Wertstempel entsprach dem Fernpostkartenporto von 15 Pfennig. Gestempelt wurde mit dem Bahnpoststempel CHEMNITZ-WEIPERT Zug 1349. Weipert (tschechisch Vejprty) befindet sich im böhmischen Teil des Erzgebirges, gegenüber liegt auf der deutschen Seite das Städtchen Bärenstein - möglich dass die Karte hier geschrieben wurde.

Gruß Michael
 
JoshSGD Am: 21.10.2017 15:15:12 Gelesen: 6363# 6448 @  
@ inflamicha [#6447]

Interessante Karte, wobei bei "B." von Bärenstein ausgegangen werden kann, aber auch von "Böhmisch Hammer" (České Hamry), ein Ortsteil von Weipert (Vejprty). Deutsch wurde damals dort ja schon gesprochen und ist auch heute eigentlich immer noch weit verbreitet.

Gruß
Josh
 
Magdeburger Am: 21.10.2017 15:42:57 Gelesen: 6336# 6449 @  
@ kauli [#6436]

Hallo Dieter,

der Zielort war Tranas. Zur Zeit der Aufgabe kostete ein Paket bis 5 kg nach Schweden 2 Goldfranken. Da ebenfalls zu dieser Zeit 1 Gf = 8 Mark entsprachen, ergibt sich das Porto von 16 Mark - also alles korrekt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Gernesammler Am: 21.10.2017 17:14:22 Gelesen: 6248# 6450 @  
Hallo Sammlerfreunde,

Brief als Drucksache innerhalb von Berlin versendet am 10.4.1923 in der Portoperiode 13 (1.3.23 - 30.6.23). Gestempelt mit Einkreis-Maschinenstempel (Klüssendorf Standard) als Postfreistempel zu 20 Mark, was dem Franko zur Beförderung einer Drucksache bis 25 Gramm entspricht.

Gruß Rainer


 
kauli Am: 21.10.2017 17:33:38 Gelesen: 6230# 6451 @  
@ Magdeburger [#6449]

Hallo Ulf,

perfekt, dann kann sie in die Inflaseiten Datenbank. Einen Brief aus Magdeburg habe ich auf die schnelle nicht gefunden. Aber einen schönen Firmenbrief aus Burg, ist ja gleich um die Ecke. Aus der PP 17 vom Ersttag 1.9.23. Dabei ein Anhängsel des bekannten Händlers Julius Hirsch. Die Gebühr von 75.000 M wurde bar bezahlt



Viele Grüße
Dieter
 
Magdeburger Am: 21.10.2017 17:45:05 Gelesen: 6219# 6452 @  
@ kauli [#6451]

Hallo Dieter,

da kann ich helfen. :)

Liebe Sammelfreunde,

hier ein netter Ortsbrief aus Magdeburg:



Beleg vom 25.10.1923, PP21 korrekt mit 4 Millionen Mark frankiert. Siegelseitig nichts.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
inflamicha Am: 21.10.2017 18:45:06 Gelesen: 6159# 6453 @  
Guten Abend,

mit Magdeburg kann ich auch dienen:



Der Brief der Firma F. Reinecke aus Magdeburg wurde am 24.8.1923 (Ersttag der PP 16) nach Crimmitschau aufgegeben, Porto waren 20 Tausend Mark. Frankiert wurde mit einer Mi 282 II, die Entwertung erfolgte mit dem Bahnpoststempel MAGDEBURG-GÜSTEN Z. 490 .

Ein schönes Wochenende wünscht

Michael
 
muemmel Am: 21.10.2017 20:46:52 Gelesen: 5974# 6454 @  
Auch nen schönen guten Abend,

und zwar mit einem weiteren Fernbrief aus der Portoperiode 9:



Gelaufen am 29.10.22 aus Berlin nach Münster in Westfalen. Die Empfängerin war jedoch weder Amtmann noch Amtfrau, das war damals halt die Titulierung. Das Porto von 6 Mark wurde mit vielen Marken kleiner Wertstufen zusammengestellt. Ist zwar nicht ganz übersichtlich, aber es sind tatsächlich 6 Mark.

Mümmel wünscht noch einen spannenden Sonntag
 
muemmel Am: 22.10.2017 12:04:57 Gelesen: 5115# 6455 @  
Hallo,

heute zu etwas früherer Stunde ein eingeschriebener Brief aus der Portoperiode 9:



Die Filiale der Deutschen Bank in Braunschweig sandte diesen am 20.10.22 an die Berliner Zentrale. Porto 6 Mark und Einschreibgebühr 4 Mark. Frankiert mit Marken der MiNrn. 224a und 225.

Herbstliche Grüße
Mümmel
 
inflamicha Am: 22.10.2017 13:21:55 Gelesen: 5014# 6456 @  
Hallo,

ich bleibe erst mal bei Magdeburg:



Der philatelistische Teil ist schnell abgehakt: Kartenbrief K 17 von Bremen nach Magdeburg-Friedrichstadt mit Bahnpoststempel MAGDEBURG-HANNOVER ZUG 6008 vom 11.2.1919 (PP 3), Porto 15 Pfennig. Interessanter sind Absender und Text, Leutnant Kläbe von der Marinebrigade teilte Herrn Hauptmann gehorsamst mit, dass er und Vizefeldwebel Günther zur Marinebrigade gegangen seien um den Bolschewismus zu bekämpfen. In Bremen war im Februar 1919 die Bremer Räterepublik niedergeschlagen worden.

Auf einer beliebten Internet-Wissensplattform findet man u.a. Folgendes:

Die Marine-Brigade Ehrhardt, auch Brigade Erhardt genannt, war ein Freikorps der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, das am 17. Februar 1919 als 2. Marine-Brigade in Wilhelmshaven aus Angehörigen der ehemaligen Kaiserlichen Marine – überwiegend Offizieren und Deckoffizieren – unter der Führung von Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt aufgestellt wurde.

Die Marinebrigade wurde vor allem bei der Niederschlagung der Münchner Räterepublik sowie beim „Grenzschutz Ost“ in Oberschlesien eingesetzt. Im März 1920 gehörte die Marinebrigade zu den wesentlichen Stützen des Kapp-Putsches und besetzte Berlin. Nach der im April 1920 erfolgten Auflösung der Brigade bildeten Angehörige der Brigade unter der Führung Hermann Ehrhardts die Geheimorganisation Organisation Consul, die zahlreiche Attentate und Morde verübte, um die Weimarer Republik zu stürzen, etwa die Attentate auf Walther Rathenau und Matthias Erzberger.

In Wilhelmshaven hatte sich während der Novemberrevolution am 11. November 1918 ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, der die vollziehende Gewalt übernahm. Am 7. November wurde als Exekutivgremium ein 21-er Rat gegründet, als dessen Vorsitzender Bernhard Kuhnt fungierte. Er war am 11. November an der Ausrufung des Freistaates Oldenburg beteiligt und wurde sogar der erste Präsident dieses Landes, das nach Wahlen am 19. Januar von der Mehrheitssozialdemokratischen Partei Deutschlands und bürgerlichen Parteien regiert wurde. Trotzdem trat Kuhnt der USPD bei und hatte zusammen mit dem von der USPD beherrschten 21-er Rat in Wilhelmshaven offensichtlich Sympathien für einen drohenden kommunistischen Umsturz.

Diesen führten am 27. Januar Bremer Kommunisten mit Wilhelmshavener Genossen aus. Die Putschisten eroberten wichtige Gebäude der Stadt Wilhelmshaven und raubten aus der Reichsbankfiliale 40.000 Reichsmark. Sie erklärten Wilhelmshaven zur sozialistischen Räterepublik. Als die Putschisten vereinzelt auf Widerstand stießen, verschanzten sie sich in der 1000-Mann Kaserne. [1] Mittlerweile hatten sich viele Bürger vor dem Tagungsort des 21-Rates versammelt und die Beendigung des Putsches gefordert. Der 21-Rat versprach zwar, Maßnahmen gegen die Verschanzten zu ergreifen, verhielt sich allerdings zurückhaltend, um eine unblutige Kapitulation zu erreichen. [2]

Inzwischen hatten sich etwa 300 Offiziere und Berufssoldaten der früheren Kaiserlichen Marine unter Beteiligung von Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt zusammengefunden, die sich gewaltsam bewaffneten und zum Sturm auf die Kaserne ansetzten. Sie beschossen die Kaserne mit Geschützen und Maschinengewehren. Morgens am 28. Januar ergaben sich die 400 Putschisten. Bei der Erstürmung gab es 8 Tote und viele Verletzte. Der 21-Rat war durch seine Tatenlosigkeit und die Duldung der Putsches kompromittiert. Sein Vorsitzender Kuhnt flüchtete und wurde noch am gleichen Tag verhaftet. Der „Sturm auf die 1000-Mann Kaserne“ galt der Brigade später als ihre Geburtsstunde.[3]

Die Reichsregierung, beunruhigt durch gleichzeitige Putsche in Bremen und anderen Städten, schickte am 20. Februar einen Teil der Division Gerstenberg nach Wilhelmshaven, die Anfang Februar schon die Bremer Räterepublik beseitigt hatte. Das Landesschützenkorps Röder übernahm zusammen mit dem sozialdemokratischen Reichskommissar Paul Hug die Macht und löste den Arbeiter- und Soldatenrat auf und entwaffnete das Arbeiterbataillon.[4] Schon vorher hatte die Reichsregierung beschlossen, zur Bekämpfung von Räterepubliken freiwillige Truppen in Wilhelmshaven aufzustellen. Der Grund dafür war, dass Wilhelmshaven als Reichskriegshafen voller Soldaten war und dass viele Soldaten dort gegen linksradikale Bestrebungen eingestellt waren. Soweit Wikipedia.

Gruß Michael
 
GSFreak Am: 22.10.2017 20:53:06 Gelesen: 4407# 6457 @  
Hallo zusammen,

diesen Inflationsbeleg habe ich erst kürzlich für meine postalische Heimatsammlung "Boppard" erworben. Der Beleg ist zwar etwas unansehnlich, "erzählt" aber folgende Geschichte:

Grundlagen:

Porto am 11.07.1923:
Brief im Fernverkehr bis 20 g: 300 Mark
Brief im Fernverkehr bis 100 g: 360 Mark

Herr G.W. Kögler aus Boppard schickte den Brief am 11.07.1923 an das Grundbuchamt des Amtsgerichts in Mülheim/Ruhr und hatte ihn mit 300 Mark (6er-Block Mi.-Nr. 209I) freigemacht. Dieser wurde entwertet mit drei Stempeln: BOPPARD 11.7.23 7-8V, Kreisstegstempel mit Gitterbögen oben und unten, UB „C“). Dieser Tagesstempel ist noch einmal solo rechts oben abgeschlagen.

Da der Brief offenbar schwerer als die auf der Vorderseite angegebenen 20 g war, hätten 360 Mark verklebt werden müssen. Daher wurde ein Einkreisstempel "Porto" sowie handschriftlich in blau 90 Mark Nachgebühr vermerkt (das Eineinhalbfache der fehlenden 60 Mark). Der Brief ging wegen Annahmeverweigerung an den Absender zurück. Der frankierte nunmehr 360 Mark oben links (1x Mi.-Nr. 221 und 2x Mi.-Nr. 208). Diese Marken wurden entwertet mit drei Stempeln: COBLENZ 1, UB "f", 19.7.23 4-5N. Der Brief ging dann offenbar erneut an den Absender zurück.

Die gesamten weiteren Eintragungen mit blauer Tinte auf dem Beleg stammen vom Absender. Auf der Vorderseite hat er die Frankaturen eingekreist und jeweils beschrieben:

I. Porto belastet mit 90 Mk.
II. Ordnungsgemäßes Porto

Rückseitig hat er dann folgenden Text an das Postamt Mülheim/Ruhr geschrieben.

Postsache!
Postamt Mülheim_Ruhr
Verweigerung ist erfolgt, weil trotz genügender Frankierung wiederum 90 Mk Strafporto zu Unrecht gefordert worden ist.
Mehr als mein ordnungsgemäß Porto nachkleben kann ich doch nicht.
Ich ersuche nunmehr um ordnungsmäßig Zustellung bei Vermeidung der Beschwerde.
Boppard, d. 25. Juli 1923
Unterschrift des G.W. Kögler

Daneben links:

90,- Mk Porto habe ich ich bereits bei der ersten Rücksendung nach der ersten Annahmeverweigerung bezahlt.



Gruß Ulrich
 

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