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Thema: Deutsches Reich Inflationsbelege
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Totalo-Flauti Am: 19.04.2017 10:59:09 Gelesen: 10541# 6072 @  
Liebe Sammlerfreunde,

aus der Portoperiode 1.4.1921 bis 31.12.1921 habe ich folgende Drucksache aus Leipzig nach Saalfeld. Der Werteindruck des Postfreistempels zeigt anstelle der notwendigen 15 Pfennige nur 10 Pfennige. Gab es da noch Tarife die nicht im Michel stehen? Ich gehe mal von einer Fehlstellung des Stempelgerätes aus. Vielen Dank schon mal für Eure Einschätzung.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
muemmel Am: 19.04.2017 11:29:51 Gelesen: 10496# 6073 @  
@ Totalo-Flauti [#6072]

Moin Michael,

in den Portoperioden 6 und 7 gab es die Versandart "Drucksachenkarten", die etwas weniger Porto kosteten, als normale Drucksachen.

Bei deiner Karte trifft dies zu, auch wenn diese Karten eigentlich mit "Drucksachenkarte! versehen sein mussten. Voraussetzung war, dass jeglicher Text gedruckt war. Lediglich Absender- und Empfängerangaben waren handschriftlich zugelassen.

Schönen Gruß
Mümmel
 
Totalo-Flauti Am: 19.04.2017 15:54:46 Gelesen: 10331# 6074 @  
Lieber Harald,

vielen Dank für Deine Antwort.

Liebe Sammlerfreunde,

eine Zeitungsschleife vom 15.6.1921 von der Verlagsabteilung des Leipziger Messamtes enthielt die neusten Ausgaben der amtlichen Zeitschriften "Die Leipziger Mustermesse" und "Die Technische Messe". Mit der mitgenommenen Mi. 144 II wurden 30 Pfennige für eine Drucksache bis 100 Gramm verklebt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
philast Am: 19.04.2017 19:19:45 Gelesen: 10173# 6075 @  
@ Totalo-Flauti [#6074]

Hallo,

der Beleg stammt übrigens von einer Frankier- und Stempelmaschine der Fa. Michelius. Der Stempel müsste auf Leipzig C 2 C lauten. Diese Maschine hat die Marken von der Markenrolle gerissen, aufgeklebt und abgestempelt. Beim abreißen der Marken gibt es öfter mehr oder weniger beschädigte Zähnungen. Beim Betrachten im Schräglicht dürften auch Nadelspuren auf der Marke sichtbar sein, die von der Transportrolle verursacht wurden.

Grüsse
philast
 
inflamicha Am: 19.04.2017 20:12:47 Gelesen: 10094# 6076 @  
@ muemmel [#6073]

Hallo Harald,

schau dir mal bitte die Drucksachenkarten in unserer Datenbank an, auf den wenigsten steht Drucksachenkarte drauf... Musste auch nicht. Traurig am Beitrag von Totalo-Flauti finde ich, dass direkt davor eine Drucksachenkarte Gegenstand meines letzten Beitrages war. Da fragt man sich ob überhaupt einer mein Geschreibsel liest :-(

Guten Abend @ll,

hier nochmals eine Drucksache in Kartenform:



Die Drucksache aus Staaken vom 18.8.1923 (PP 15) nach Meissen ist mit einer Mi 269 zu 200 Mark frankiert, dem korrekten Porto für eine Drucksache bis 25 g.

Gruß Michael
 
Totalo-Flauti Am: 19.04.2017 22:26:36 Gelesen: 9949# 6077 @  
@ philast [#6075]

Lieber philast,

Du hast recht. In der Mitte der Marke ist ein ca. 11 mm breiter Streifen kleiner Nadeleinstiche zu erkennen. Vielen Dank für Deinen für mich wichtigen Hinweis.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.
 
cilderich Am: 20.04.2017 18:47:22 Gelesen: 8730# 6078 @  
Hallo,

ich möchte eine MiF der Bayern Original und der Deutsches Reich Überdruck Variante als Einschreiben, Nachnahme zeigen. Ich kann mir vorstellen solche MiF sind gar nicht so häufig, oder ?

Gerne höre ich Einschätzungen von Spezialisten.

Beste Grüße cilderich


 
muemmel Am: 20.04.2017 20:07:37 Gelesen: 8313# 6079 @  
@ cilderich [#6078]

Nun ja, eingeschriebene Nachnahmebelege findet man sicher nicht alle Tage und mit der Frankatur haut es auch hin. Porto betrug 40 Pfennig, Einschreib- und Vorzeigegebühr jeweils 50 Pfennig. Also mit 1,40 Mark tarifrichtig frankiert.

Gruß
Mümmel
 
muemmel Am: 20.04.2017 22:14:13 Gelesen: 8205# 6080 @  
Halli Hallo,

heute frisch eingetroffen:



Eingeschriebener Fernbrief der 2. Gewichtstufe vom 19.10.1923 (Letzttag der Portoperiode 20) aus Hamburg nach Stuttgart. Porto 7 Millionen Mark und R-Gebühr 5 Millionen Mark. Hier wurden gleich 24 Marken der MiNr. 313 tarifrichtig verklebt.

Schönen Gruß
Mümmel
 
cilderich Am: 21.04.2017 12:34:37 Gelesen: 7090# 6081 @  
@ muemmel [#6079]

Hallo,

danke für die Nachricht, allerdings ging es mir nicht so sehr um die Versendungsart als mehr um die Verwendung einer unüberdruckten und überdruckten Abschiedsserienmarke Bayerns, da ja die Gültigkeit der ersteren 1 Monat nach Aufgabe endete. Ich bin nicht so in der Materie, um einschätzen zu können, ob das häufig ist. Könnt ihr mir dazu eine Einschätzung geben?
Mehr zur Deko noch ein Einschreiben-Nachnahme der gleichen Periode, ich finde es optisch ansprechend.

Beste Grüße cilderich


 
muemmel Am: 21.04.2017 15:19:02 Gelesen: 6998# 6082 @  
@ cilderich [#6081]

Die Gültigkeit der bayerischen "Abschiedausgabe", also die nicht mit "Deutsches Reich" überdruckten, endete am 30.6.1920. Da die gezeigte Nachnahme im Mai 1920 abgestempelt wurde, hat alles noch seine Richtigkeit.

Aber die Kombination von überdruckten und nicht überdruckten Marken dieser Ausgabe findet man in der Tat nicht sonderlich häufig.

Gruß
Mümmel
 
cilderich Am: 22.04.2017 13:59:58 Gelesen: 5940# 6083 @  
@ muemmel [#6082]

Hallo ganz herzlichen Dank für die Einschätzung. Beste Grüße cilderich
 
muemmel Am: 22.04.2017 21:39:26 Gelesen: 5665# 6084 @  
Servus,

frisch eingetroffen ist diese Fernpostkarte:



So konnte man die 800.000 Mark für das Porto auch zusammenstückeln.

Gelaufen am 1.10.1923 (Ersttag der Portoperiode 19) aus Berlin nach Stargard in Mecklenburg. Frankiert mit Marken der MiNr. 257, 290 und 295.

Noch einen spannenden Sonntag wünscht
Mümmel
 
inflamicha Am: 22.04.2017 22:23:14 Gelesen: 5622# 6085 @  
Guten Abend,

von mir gibts noch diese Postkarte:



Ganzsache PZP 6, auffrankiert mit einer Mi 144 II als Auslandspostkarte von Vienenburg nach Amsterdam verwendet am 21.2.1921 (PP 5) und mit 40 Pf. portogerecht. Links befindet sich ein niederländischer Briefträgerstempel.

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 23.04.2017 11:29:06 Gelesen: 4970# 6086 @  
Liebe Sammelfreunde,

von mir heute mal eine Drucksache:



Am 04.12.1923, also PP27a, ging es von Dessau nach Glogau. Verklebt wurden portogerecht 30 Milliarden Papiermark, welche nun 3 Pfennige entsprachen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
muemmel Am: 23.04.2017 22:28:27 Gelesen: 4397# 6087 @  
Guten Abend,

aus Nathans Schublade heute ein Faltbrief, der Vollständigkeit hier auseinandergefaltet:



Gelaufen am 10.10.1923 (Ersttag der Portoperiode 20) aus Erfurt nach Zella-Mehlis, portorichtig frankiert mit 5 Millionen Mark. Anscheinend ist hier buchungsmäßig etwas schief gelaufen und wurde moniert. Leider kann ich nicht alles entziffern.

Schöne Grüße
Mümmel
 
Nathan Am: 24.04.2017 00:27:46 Gelesen: 4221# 6088 @  
Ich lese das so:

Betr.: 146i? 25.9.
R.v.17.9. (Rechnung vom)

Blu? hat anstatt Überweisung auf Reichsbankkontenstelle oder Postscheckkonto zu zahlen durch Scheck auf Meiningen (Ort, mgl. Zweigstelle?) gezahlt. Daher Nachberechnung.
 
Eilean Am: 24.04.2017 10:01:46 Gelesen: 3662# 6089 @  
@ Nathan [#6088]

Das "Blu" lese ich eher als Kurzform des Standortes Berlin: "Bln". Mache ich auch so.

10 Tage zu spät dem Verkäuferkonto gutgeschrieben, da ist die Nachberechnung mit 390 Mio. Papiermark fast so hoch wie der ursprüngliche Zahlbetrag von 480 Mio. Papiermark. So eine Inflation ist schon beachtlich!

Gruß
Andreas
 
inflamicha Am: 24.04.2017 14:18:25 Gelesen: 3545# 6090 @  
@ muemmel [#6087]

Bis auf "Reichsbanknebenstelle" ist ja soweit alles schon geklärt.

Hallo allerseits,

zunächst ein Brief aus der KOS-Rubrik:



Der nach Kempten im Allgäu adressierte Brief vom 8.1.1923 (PP 11) ist mit 25 Mark (2mal Mi 206, einmal Mi 227 a) portogerecht frankiert. Die Marken sind mit dem KOS NIEDERHAUSEN (AMT EMMENDINGEN) vom 8.1.1923 entwertet worden, wobei die "8" kopfstehend eingesetzt wurde.

Desweiteren habe ich (speziell für cilderich) zwei meiner Belege aus der bayerischen Übergangszeit herausgesucht. Allzuviel scheint es davon wirklich nicht zu geben, obwohl die Möglichkeit der Weiterverwendung bayerischer Marken einige Wochen bestand und 2 Portoperioden berührte. Interessierte finden übrigens im Infla-Band 35 von Winkelmann viele Informationen, nicht nur zum Vorkommen der versch. Marken.

Als erstes ein Einschreibbrief aus der PP 4:



Dieser wurde in München 34 am 29.4.1920 nach Berlin SW 19 aufgegeben. Briefporto 20 Pf. und Einschreibgebühr 30 Pf. summieren sich auf 50 Pf. Gesamtgebühren. Verklebt wurde neben 2 Exemplaren der Mi 121 vom Deutschen Reich eine Mi 181 I von Bayern.

Nun noch eine Ganzsache aus der PP 5:



Die als P 124 beim Deutschen Reich katalogisierte Postkarte war ab 27.5.1920 von München 36 nach Berlin-Halensee unterwegs, Portoerfordernis 30 Pfennig. Da der Wertstempel nicht ausreichte wurden 2 Bayern Mi 179 dazugeklebt.

Gruß Michael
 
Magdeburger Am: 24.04.2017 15:42:48 Gelesen: 3478# 6091 @  
Liebe Sammelfreunde

heute ein netter Ortsbrief von mir:



Am 07.11.1923, PP23, innerhalb Magdeburgs gelaufen. Das Porto von 500 Millionen Mark für einen bis 20 Gramm schweren Brief wurde durch 50 Marken a 10 Millionen Mark dargestellt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
muemmel Am: 24.04.2017 20:59:51 Gelesen: 3268# 6092 @  
Salut,

heute gibt es "nur" einen Adressaufkleber einer Drucksache:



Gelaufen am 30.11.1923 (Letzttag der Portoperiode 26) aus Berlin nach Erfurt. Die Frankierten 30 Milliarden ergeben vierfach aufgewertet ein Porto von 120 Milliarden und somit handelte es sich um eine Drucksache der 6. Gewichtstufe (>500–1000g). Wenn es sich z.B. um eine komplette Partitur gehandelt haben sollte, kann man das als durchaus realistisch annehmen.

Leider konnte ich keine Informationen zu dem Komponisten Meyer-Freybold finden.

Schöne Grüße
Mümmel
 
Fips002 Am: 25.04.2017 16:46:31 Gelesen: 2133# 6093 @  
Ganzsachen Postkarte Mi.Nr. PZP 20, 7 1/2 Pf. neben 7 1/2 Pf. und Mi. Nr.101,
Postkarte mit Zudruck Germania-WSt. auf private Bestellung.

Die Fernpostkarte wurde in Sommerfeld (Bez. Frankfurt O.), heute Polen, am 7.6.1920 gestempelt und ging nach Berlin.
Der Posttarif von 30 Pf., 5. Gebühren Periode vom 06.05.1920 bis 31.03.1921.



Gruß Dieter
 
inflamicha Am: 25.04.2017 17:25:39 Gelesen: 2095# 6094 @  
@ Fips002 [#6093]

Hallo,

auf Privatbestellung ist nicht - es handelt sich um eine "normale" P 119 F. Diese entstand aus zertrennten Doppelkarten, beim hier vorliegenden Frageteil wurde der Vermerk "mit Antwortkarte" durchbalkt.

Von mir gibt es heute eine Paketkarte:



Diese war für ein eingeschriebenes Paket mit 1 1/2 kg Gewicht von Leipzig nach Wilhelmshaven (hier fälschlicherweise mit "f" geschrieben), eine Entfernung von über 375 km. Die Paketgebühr betrug 4.800 Mark, für Einschreiben kamen nochmal 1.000 Mark dazu. Frankiert wurde mit 2mal Mi 250 und einer Mi 261.

Gruß Michael
 
Fips002 Am: 25.04.2017 18:51:25 Gelesen: 2019# 6095 @  
@ inflamicha [#6094]

Du hast recht, es ist die Aufbrauchsausgabe P 119.

Gruß Dieter
 
inflamicha Am: 26.04.2017 19:52:46 Gelesen: 585# 6096 @  
Guten Abend,

und noch ´ne Paketkarte:



Diese war für ein Nachnahme-Paket mit 17 1/2 kg Gewicht von Oldenburg nach Friesoythe (bis 75 km Entfernung) vom 3.8.1923 (PP 15). Die Gebühren betrugen für das Paket 13.800 Mark, dazu kam die Vorzeigegebühr in Höhe von 500 Mark. Alles in allem also 14.300 Mark, für die folgende Marken verklebt wurden: 2mal Mi 209, Mi 220, 2mal Mi 253 und 2mal Mi 261.

Gruß Michael
 

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