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Thema: (?) (76) Belege aus derZeit 1945-1949, die eine Geschichte erzählen
Das Thema hat 78 Beiträge:
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mumpipuck Am: 21.02.2016 15:51:42 Gelesen: 21406# 54 @  
Ich habe in ebay per Zufall eine zeitgeschichtlich interessante Karte für mein Sammelgebiet Kreis Herzogtum Lauenburg gefunden:



Sie wurde am 07.12.1945 in dem sehr kleinen Dörfchen Strenglin bei Pronstorf in Holstein abgesandt. Absender ist ein adliger Herr aus der Familie von Bronsart, der an seinen Vetter aus der ebenfalls adligen Familie von Rège schreibt. Von Bronsart ist bei einem Bauern untergekommen, während sich von Rège offensichtlich in Stintenburger Hütte (Post Lassahn) auffhielt, wohin die Karte auch adressiert ist.

Per 27./28.11.1945 tauschten die britische und die sowjetische Zone einige Gebiete aus (Barber-Ljaschtschenko-Abkommen). Grund war, dass mit der Sektorengrenze die lauenburgischen Orte (Britische Zone)östlich des Schaalsees nur noch über diesen zu erreichen waren, da die mecklenburgischen Orte mit den Zufahrtstraßen nördlich und südlich des Sees zur SBZ gehörten. Die Einwohner der an die SBZ abgegebenen Ort hatten einige Tage Zeit, diese mit ihrem beweglichen Vermögen in Richtung Westen zu verlassen.

Das geschah somit wenige Tage vor der Absendung der Karte und war dem Absender wohl nicht bekannt. Der Zielort Stintenburger Hütte gehörte zu den lauenburgischen Orten, die seitdem in Mecklenburg und damit der SBZ lagen. Folglich wurde die Postgebietsleitzahl auch richtig von 24 (für Leitpostamt Ratzeburg (Lauenb.)) auf 3 (für Zarrentin (Meckl.)) geändert.

Drei Gründe deuten darauf hin, dass die Karte tatsächlich nach Stintenburger Hütte / Lassahn gelangt ist:

- Die Änderung der Postgebietsleitzahl. Hätte kein Postverkehr bestanden und die Karte wäre bereits in Ratzeburg angehalten worden, wäre das überflüssig gewesen.

- Der rote Stempel “Empfänger verzogen neue Adr. nicht bekannt” . In Ratzeburg hätte man sicherlich einen anderen Text “zur Zeit kein Postverkehr” oder ähnliches verwendet, wenn dieses erforderlich gewesen wäre. Für die Poststelle I in Lassahn oder das LPA Zarrentin macht dagegen der offensichtlich aus dem Setzkasten erstellte Stempel Sinn, da fast die gesamte Bevölkerung die Orte Richtung Westen verlassen hatte.(Diese wurden 1946, z.B. durch ganze Dorfgemeinschaften aus dem Sudetenland, wieder bezogen).

- Die Rücksendung erfolgte erst einen ganzen Monat nach Aufgabe. Auch das deutet darauf hin, dass die Karte tatsächlich in der SBZ war.

Es ist unwahrscheinlich, dass der adlige Empfänger nach dem Gebietsaustausch in der SBZ bleiben wollte. So hatte er wohl Ende November seine Koffer gepackt und ist gen Westen gezogen. Ich habe nichts über ihn herausfinden können.

Nun meine Frage: Gibt es eventuell zum Vergleich weitere Belege in die im Rahmen des Barber-Ljaschtschenko-Abkommens an die SBZ gegebenen Orte* kurz nach dem Austausch ? Ich würde gerne meine Vermutung erhärten, dass die roten Stempel aus Lassahn oder dem LPA Zarrentin stammen.

Herzliche Grüße
Burkhard

* Bernstorf, Boize, Dechow, Groß Thurow, Hakendorf, Klein Thurow, Lassahn, Stintenburg, Stintenburger Hütte, Techin, Thurow(er) Horst.
 
Maler Am: 21.02.2016 18:07:05 Gelesen: 21388# 55 @  
@ Cantus [#52]

Das ist ein schönes Thema, zu dem ich diesen Beleg beisteuern kann:



Mein Vater hat gleich nach dem Krieg einen Malerbetrieb eröffnet und das Finanzamt in Stade kam sofort mit einem Einheitswertbescheid, damit die Gemeinde Steuern erheben konnte.

Abgestempelt mit "Stade 1" 29.4.46 "Bezahlt".

Kann mir einer sagen warum der Stempel in rot abgeschlagen wurde?

Gruß
Günther, der Maler
 
GSFreak Am: 01.05.2017 12:09:19 Gelesen: 11811# 56 @  
Hallo,

hier eine Notganzsache PA18II RPD Bremen vom 22.03.1946 mit Notstempel Glandorf, Type 1. Da bei dieser Notganzsache sich der Portowert nur aus dem roten Freistempel und nicht aus dem eingedruckten Wertstempel der Urkarte (P783, Britische Zone) ergibt, wäre eigentlich in der dritten Woche nach der Portoerhöhung (01.03.1946) eine Nachgebühr des eineinhalbfachen Fehlbetrages angefallen. Vermutlich war im Aufgabeamt Glandorf (knapp außerhalb der RPD Bremen gelegen) und im Bestimmungsamt Reutlingen (Französische Zone) die o. a. Besonderheit bei der Notganzsache PA18 nicht bekannt. Hier hat man wahrscheinlich die 6 Rpf. des Wertstempels den 6 Rpf. des Freistempels hinzugerechnet und schon stimmte das Porto. Das ist die Geschichte der Vorderseite.

Auf der Rückseite ist aber die eigentliche Geschichte, die ich zeigen wollte: In diesem hektographierten Text geht es um eine Geschäftsgründung und den hierzu erforderlichen Wiederaufbau von Geschäftsbeziehungen. Der Absender legt u.a. auch im Detail seine Vermögensverhältnisse dar.

Gruß Ulrich


 
volkimal Am: 01.05.2017 12:37:07 Gelesen: 11800# 57 @  
Hallo zusammen,

für mich ein erschütterndes Zeitdokument:



Eine Mutter schreibt am 28.1.1946 - genau ein Jahr, nachdem sie das letzte Mal etwas von ihrem Sohn gehört hat (28.1.1945) - an eine Klinik und fragt, ob man dort etwas von ihrem Sohn weiß.

Viele Grüße
Volkmar
 
HWS-NRW Am: 01.05.2017 14:34:19 Gelesen: 11779# 58 @  
Von mir heute ein mehr "positiver" Beleg aus dieser schlimmen Zeit:



Mit diesem Fahrschein der III. Klasse durfte ein Soldat, der sich gerade im Reservelazarett II in Karlsbad in Behandlung befand, wegen einen Vorfalls in der Familie in die Heimat zurückkehren. Unterzeichnet und gestempelt mit einem Briefstempel der Einheit am 5. Mai 1945 von seinem dortigen Vorgesetzten, einem Oberstabsarzt und Chefarzt des Lazarettes, reiste er sicher schnell per Bahn nach Hause und so konnte er den Waffenstillstand des II. Weltkrieges am 8. Mai 1945 sicher in der Heimat erleben, ich hoffe mal nicht, daß er in das Reservelazarett zurückkehren mußte. Ob er später in Kriegsgefangenschaft kam, läßt sich nicht feststellen.

mit Sammlergruß
Werner
 
GSFreak Am: 02.05.2017 19:40:23 Gelesen: 11679# 59 @  
Von mir eine Aufbrauchsganzsache PF814I (Wertaufdruck F, Postamt Schramberg in der OPD Tübingen), gelaufen am 07.11.1945 von Sulz (Neckar) nach Rottweil (Neckar). Ein zweiter Abgangsstempel wurde offenbar abgeschlagen, da beim ersten Abschlag der Ortsname nicht hinreichend zu lesen war gegenüber dem schwarzen Hintergrund (voll überdruckter Hitler-Wertstempel).

Auf der Rückseite ein interessanter Text zur Versorgungslage mit Obst im Ort Gundelshausen sowie letztlich zum Thema "Schwarzmarkt"/Tausch.

Gruß
Ulrich


 
GSFreak Am: 02.05.2017 20:56:24 Gelesen: 11661# 60 @  
Hier noch eine Behelfspostkarte Britische Zone P790II (RPD Köln), geschrieben am 19.10.1945 von einem Kind (Name abgedeckt) zur Erholung in einem Neusser Kinderheim offenbar an seine Lehrerin in Köln. Man kann erahnen, dass das Kind im Krieg schlimm an Hunger gelitten haben muss, da das Thema "Essen" den Text dominiert.

Gruß Ulrich


 
GSFreak Am: 02.05.2017 21:12:30 Gelesen: 11655# 61 @  
Und noch eine Behelfsganzsache: Britische Zone P695 mit Ausgabekontrollstempel 28.07.1945 (Hamburg 20) und Abgangsstempel 08.08.1945 (Hamburg 1) nach Neunkirchen (Kreis Siegen). Namen sind abgedeckt. Typische Nachkriegsinformationen wie Haus zerbombt, Hilfsjob usw. sowie Warnung "vor Zuzug ins Ruhrgebiet"?

Gruß
Ulrich


 
stampmix Am: 02.05.2017 21:33:39 Gelesen: 11650# 62 @  
@ GSFreak [#56]

Da bei dieser Notganzsache sich der Portowert nur aus dem roten Freistempel und nicht aus dem eingedruckten Wertstempel der Urkarte (P783, Britische Zone) ergibt, wäre eigentlich in der dritten Woche nach der Portoerhöhung (01.03.1946) eine Nachgebühr des eineinhalbfachen Fehlbetrages angefallen.

Könnte es sein, dass du den "Drucksache"-Vermerk unter den Aufgabestempeln übersehen hast? Als solche wären am 22.3.1946 die 6 Rpf. portorichtig gewesen.

mit bestem Gruß
stampmux
 
Manne Am: 02.05.2017 21:58:16 Gelesen: 11644# 63 @  
Hallo,

zeige den Entlassungsschein meines Schwiegervaters vom 13.06.1945. Dieser Schein galt auch als kostenloser Fahrschein von Tuttlingen nach Schwenningen.

Gruß
Manne




 
GSFreak Am: 02.05.2017 22:36:50 Gelesen: 11627# 64 @  
@ stampmix [#62]

Danke Michael für den Hinweis. Habe ich glatt übersehen. Ist mir schon fast peinlich.

Ulrich
 
GSFreak Am: 05.05.2017 13:47:43 Gelesen: 11529# 65 @  
Hier eine Aufbrauchsganzsache RPD Karlsruhe (Nordbaden, Amerikanische Zone) PC625aIII, verwendet am 11.02.1946 in Heilbronn a. Neckar nach Augsburg. Heilbronn (Württemberg) lag seinerzeit ebenfalls in der Amerikanischen Zone, aber außerhalb des Gebietes der RPD Karlsruhe.

Die Bimssteinfabrik kann nicht liefern, da wegen Kohlenmangel bzw. wegen fehlender Zuteilung von Kohle die Produktion noch nicht wieder aufgenommen werden konnte. Immerhin scheint im Krieg die Fabrik selbst nicht in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein wie leider sehr viele andere Betriebe.

Gruß Ulrich


 
hannibal Am: 06.05.2017 17:32:15 Gelesen: 11467# 66 @  
Von mir ein unscheinbarer Drucksachenfaltbrief EF Alliierte Besetzung 916 - gestempelt Rotenburg (Hannover) 2a 16.11.46.



Erst auseinander gefaltet wird eine Geschichte zu den Lebensumständen der damaligen Zeit erzählt.



Interessant auch der schwach abgeschlagene PII-Stempel Mulmshorn über Rotenburg (Han).

Viele Grüße
Peter
 
hannibal Am: 26.05.2017 15:55:34 Gelesen: 10818# 67 @  
Hallo,

zum Thema eine EF Alliierte Besetzung 944 Drucksache Rotenburg (Hann) 29.11.47 des Landkreises an die Gemeinden des Landkreises mit der Aufforderung zur Erarbeitung einer Verfassung bzw. Geschäftsordnung für die jeweilige Gemeinde.



Viele Grüße
Peter
 
Gerhard Am: 29.05.2017 15:45:04 Gelesen: 10655# 68 @  
@ hannibal [#67]

Hallo Peter,

das nenne ich mal Geschichte in der Philatelie, tolle Belege, die nachdrücklich die Bedarfe und Probleme der Zeit veranschaulichen.

Danke für's Zeigen und Glückwunsch dazu; gerne mehr davon!

MphG
Gerhard
 
GSFreak Am: 10.10.2017 18:36:51 Gelesen: 6659# 69 @  
Hier eine "Feldpostkarte" (Druckvermerk (5.43)) aus dem Internierungsgebiet G in Schleswig-Holstein vom 18.07.1945 (3. Reich-Feldpoststempel, Hakenkreuz entfernt).

3-zeiliger Zensurstempel (Setzkastenstempel) "Geprüft 848. Div. / i.A. (Unterschrift) / Fp.Sekretär"



Bei der Karte ist unten etwas fein säuberlich ausgeschnitten. Warum?

Eine ungebrauchte Feldpostkarte bringt die Lösung: Dort befanden sich Propagandasprüche. Mittels Ausschneiden wurde die Karte entnazifiziert.



Das Internierungsgebiet G umfasste den Kreis Eiderstedt sowie (bis zum 16. Juni 1945) die beiden Dithmarscher Landkreise. Wie eine Halbinsel zwischen Nordsee, Elbe und Kaiser-Wilhelm-Kanal gelegen, ließ sich das relativ dünn besiedelte Gebiet leicht abriegeln (wikipedia).

Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 30.10.2017 18:34:53 Gelesen: 5975# 70 @  
Hier eine Notganzsache aus der RPD Kiel nach Wolfenbüttel (ebenfalls Britische Zone), aus zwei Aspekten interessant:

Postalisch:

Beschnittene ehemalige Hitler-Ganzsache P314 IIa (P A26a) mit Ausgabekontrollstempel BORDESHOLM (HOLST), UB b, vom 21.06.1945 und gleicher Abgangsstempel vom 21.07.1945, also genau einen Monat später. Wiederaufnahme Postverkehr aus der RPD Kiel in die übrige Britische Zone war bereits 14 Tage zuvor.

Das Postamt in Wolfenbüttel hat 9 Rpf. Nachgebühr erhoben, weil offenbar dort nicht bekannt war, dass der Augabekontrollstempel links unten die Bestätigung für die ordnungsgemäße Freimachung der Karte war (RPD Hamburg und RPD Kiel).

Zeitgeschichtlich:

Es handelt sich um die erste Nachricht eines Sohnes (Nachname abgedeckt) nach Kriegsende an seine Mutter.



Gruß Ulrich
 
r.l.924 Am: 30.11.2017 09:50:06 Gelesen: 5036# 71 @  
@ Jürgen Witkowski [#20]

Hallo Jürgen,

ich bin erst gestern auf diesen Beleg gestoßen und habe eine Anfrage über Richard Ebert geschickt. Inzwischen bin ich selbst angemeldet.

Ich betreibe Familienforschung und bin dabei auf diesen Brief an meine Großtante gestoßen. Ich wollte fragen, ob Sie diesen Brief eventuell an mich abtreten, falls er noch in Ihrem Besitz ist.

Ich gehe davon aus, dass das eigentlich Interessante der Umschlag ist. Gerade entdecke ich aber, dass es wahrscheinlich gar keinen Umschlag gibt. Der Brief wurde wohl auch als Umschlag genutzt.

Herzlichen Dank für Ihre Mühe
Ralf Ledertheil
 
volkimal Am: 03.02.2018 18:44:37 Gelesen: 871# 72 @  
Hallo zusammen,

heute bekam ich einen Brief mit einem aptierten Poststellenstempel, der mir Rätsel aufgibt. Mal sehen, vielleicht erzählt er noch eine Geschichte. Bis jetzt schweigt er noch, aber vielleicht können wir ihn mit eurer Hilfe zum reden bringen.



Es geht mir um den Absender des Briefes:

"Barjaktarovic Vuëré(?) C.M.W.S. 306/307 Supervising-Element Drütte über Braunschweig"

Bei Wikipedia fand ich: https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9Fenlager_Salzgitter-Dr%C3%BCtte

In Drütte befand sich das KZ-Außenlager Salzgitter-Drütte, umgangssprachlich auch KZ Drütte, war eines der vielen Außenlager des KZ Neuengamme. Es befand sich auf dem Werksgelände der Hermann-Göring-Werke in Drütte, einem Stadtteil Salzgitters.

Als am 7. April 1945 das Außenlager Drütte vor den anrückenden britischen Soldaten geräumt wurde, wurden die Häftlinge gemeinsam mit den Frauen aus dem KZ Salzgitter-Bad nach Celle transportiert.

Was nach dem Krieg mit dem Lager war steht nicht bei Wikipedia. Genausowenig weiß ich, ob der Absender etwas damit zu tun hat. Auch die Abkürzung C.M.W.S. kann ich nicht finden. Heute steht sie für Common Missile Warning System - ein Raketenwarnsystem, das 1947 mit Sicherheit noch nicht existiert hat. Supervising element bedeutet Überwachungselement - aber was wurde überwacht?

Wer kann mir etwas zu dem Brief erzählen?

Viele Grüße
Volkmar
 
mcmiro Am: 03.02.2018 22:47:36 Gelesen: 830# 73 @  
volkimal Am: 04.02.2018 10:47:30 Gelesen: 743# 74 @  
@ mcmiro [#73]

Hallo Gisbert,

vielen Dank für die Links. Sie helfen aber nicht direkt weiter, da nicht erwähnt wird, was nach dem Krieg mit dem Gelände passiert ist. Falls hier keiner antwortet kann man natürlich Kontakt mit einem Mitarbeiter der KZ-Gedenkstätte aufnehmen.

Viele Grüße
Volkmar
 
alemannia Am: 04.02.2018 11:30:10 Gelesen: 728# 75 @  
Hallo zusammen,
hallo Volkmar,

viele Lager wurden nach dem Krieg als DP-Camp genutzt.

DP-Lager/Camps wurden errichtet, um Personen, die Displaced Persons, die aus dem Ausland stammten (z.B. ehemalige Zwangsarbeiter, KZ-Häftlinge) überbrückend bis zur Rückführung ins Ausland unterzubringen.

Auch in Drütte befand sich ein solches Lager, wie unter Nr.7 der folgenden Aufstellung ersichtlich ist:

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Wohn-_und_Arbeitslager_im_Salzgittergebiet

Aufgrund der aufgebrachten Frankatur (2 x Mi.-Nr. 947) ist der Verwendungszeitraum auf den 1.3.1947 bis 21.6.1948 zu begrenzen.

Gruß

Guntram
 
volkimal Am: 04.02.2018 15:18:02 Gelesen: 664# 76 @  
@ alemannia [#75]

Hallo Guntram,

danke für den Link! Das passt in meine Überlegungen. Jetzt fragt sich nur noch, was die Abkürzung "C.M.W.S." bedeutet und was ein "Supervising-Element" ist.

Viele Grüße
Volkmar
 
alemannia Am: 04.02.2018 15:47:38 Gelesen: 649# 77 @  
Hallo Volkmar,

die DP-Camps in der Britischen Zone waren natürlich auch zu verwalten.

Ich vermute, kann das aber nicht belegen, dass der Absender in der verantwortlichen (Verantwortlicher = Supervisor) Verwaltungseinheit innerhalb eines Teilbereiches beschäftigt war.

Vielleicht hilft das (Seite 42) noch etwas:

http://dpcampinventory.its-arolsen.org/uebersicht-zonen/britische-zone/dp-camps/?tx_itssearch_itssearch%5Baction%5D=search&tx_itssearch_itssearch%5Bcontroller%5D=Its&cHash=50d631fc03dd81b4d5b90bd34976f63d

Wie gesagt, ich kann es auch nur vermuten.

Gruß

Guntram
 
volkimal Am: 12.02.2018 09:45:27 Gelesen: 237# 78 @  
@ alemannia [#77]

Hallo Guntram,

danke für den Link. Das war wieder eine Information mehr zu dem Brief. Heute ein Brief aus Berlin:



Nachverwendeter Briefumschlag des Finanzamtes Wilmersdorf-Nord. Den Reichsadler und das Hakenkreuz hat man herausgeschnitten. Das Wort "nationale" im Spruch "Erfüllt Eure nationale Pflicht durch pünktliche Steuerzahlung" wurde durchgestrichen. Der Brief konnte nicht zugestellt werden, da das Haus zerstört war. Da so viele Häuser in Berlin zerstört waren hat man dazu extra einen Gummistempel hergestellt.

Viele Grüße
Volkmar
 

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