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Thema: Motiv Geologie und Lagerstätten: Bergbau, Erzaufbereitung, Metallurgie
Briefmarken-Museum Am: 25.03.2009 23:29:27 Gelesen: 127885# 1 @  


Meinen spätabendlichen Gruß zuvor.

Ein weiter Thread, den man/frau mit Briefmarken Motiven aus allen Ländern illustrieren und inhaltlich begleiten kann. Hat jemand Lust zum Mitmachen?

Zwei Marken aus der DDR zum Einstieg:

Was wurde da im Ofen getrieben und wie unterscheidet man die Berufsgruppen z.B. Bergleute und Hüttenleute bei Paraden.

Mit Glückauf in die Montanindustrie und montanistische angehauchte Runde
Jochen
 
Holger Am: 26.03.2009 08:44:06 Gelesen: 127876# 2 @  
Ein Herzliches "Glück Auf" in die Runde

Montangeschichte ist unheimlich spannend und in nahezu unendlichen Facetten aufgegliedert.

Interessierte mögen mal unter http://www.erzwege.at schauen (dort am besten über die Sitemap gehen). Hier gibt es viele Infos zum Bereich mittelalterlicher Erzabbau (d.h. ohne Kohle). Die meisten allgemeingültigen Erzbergbau-Informationen befinden sich in den Texten bei den verschiedenen Erzwegen.

Die rechte Marke stellt einen Gold- oder Silberschmelzer dar wie ihn beispielsweise Gregorius Agricola (1494-1555) in seinem Buch "De re metallica" beschrieben und gezeichnet hat. Ohne diese Werk wüssten wir heute nehezu nichts über die seinerzeit eingesetzten Techniken Über- & Untertage.



Ein "Probeschmelzvorgang" ist hier dargestellt:



Unter "Bergleuten" bezeichnet man in manchen Regionen (daher nicht allgemeingültig) die "Männer im Berg"; "Hüttenleute" sind die Personen, die das von den "Bergleuten" geförderte Erz "verhütten" (= pochen, reinigen, schmelzen ect.)

Grüsse
Holger
(der nicht nur "Bienen" zum Hobby hat)
 
Briefmarken-Museum Am: 26.03.2009 08:59:36 Gelesen: 127871# 3 @  
Hallo Holger, die Antwort ist supii 1 + und in der Tat ist aus dem Agricola-Buch die Marke im Design übernommen worden.

Blei dient in der Pyrometallurgie als Sammler für die Edelmetalle. Was wir hier sehen - den Treibeofen - ist ein kleines kompaktes Aggregat, verglichen mit den historischen Öfen der Eisenerzeugung, der war ganz anders dimensioniert.

Hüttenleute und Bergleute bei Paraden sind leicht zu unterscheiden, die Bergleute tragen das Leder hinten (Arschleder) und die Hüttenleute vorne. Die historischen Bergleute sind in die Tiefe gerutscht und die Hüttenleute schützen sich lieber die Weichteile von vorne gegen die Hitze und Funkenflug.

Mit Glückauf
Jochen
 
HEFO58 Am: 26.03.2009 16:43:22 Gelesen: 127858# 4 @  
Hallo

Dann will ich mal eine Ansichtskarte von 1901 beisteuern mit einer Abbildung der Königlichen Bergakademie Clausthal, sie diente der Lehre und Forschung im Bergbau- und Hüttenwesen.

Gruß
Helmut


 
Briefmarken-Museum Am: 26.03.2009 17:31:49 Gelesen: 127850# 5 @  
Hallo Helmut, ja das ist das historische Gebäude in wunderschöner Darstellung und 1A Kartenerhaltung - Danke fürs zeigen.



Die alte königliche Bergakademie gehörte in der Zeit zu Hannover wurde durch einen Neubau ersetzt, ich weiß nicht genau aufs Jahr wann - aber 1925 sieht das in einer Gegenüberstellung wie beigefügt aus und ich addiere noch einen schön sauberen historischen Einkreis-Stempel von 1886 dazu.



@ alle

Sagt man Klaucke-Stempel dazu?

Dann hätte ich noch einen sauberen Clausthal-Stempel von 1921 - Kreisgitter-Stegstempel zu zeigen?



Bin leider in der Stempel-Terminologie noch nicht so sattelfest, ich bitte um Korrektur, wenn ich was verkehrt mache.

Glückauf und frohes Schaffen
Jochen
 
Concordia CA Am: 26.03.2009 18:26:07 Gelesen: 127843# 6 @  
@ Briefmarken-Museum [#148]

Schönes Thema!

Sagt man Klaucke-Stempel dazu?

Dann hätte ich noch einen sauberen Clausthal-Stempel von 1921 - Kreisgitter-Stegstempel zu zeigen?

Bin leider in der Stempel-Terminologie noch nicht so sattelfest, ich bitte um Korrektur, wenn ich was verkehrt mache.
<<

Der Stempel gehört, wie Du richtig schreibst zur Gruppe der Klaucke-Stempel, bezeichnet nach ihrem Hersteller, der Firma Julius Klaucke aus Solingen. Von Klaucke gab es neben den Einkreis-Stempeln auch noch Rechteckstempel. Wenn Du den Stempel nach der Terminologie von Dr. Anderson bezeichnest, ist es ein Einkreisstempel. Bei dem anderen Stempel liegst Du fast richtig. Die offizielle Bezeichnung lautet Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten.

Zurück zum Thema. In meiner Heimatstadt Essen spielte neben dem Kohlebergbau und der Eisen- und Stahlindustrie die Verhüttung von Eisenerz und auch von Zink eine bedeutende Rolle. Verzinkte Bleche waren beispielsweise nach dem 2. Weltkrieg in der Zeit des Wiederaufbaues ein begehrtes Material.

Die Absage über eine Lieferung nach Griechenland aus dem Jahr 1951 ist ein anschauliches Beispiel dafür. Die nach meinem Wissen letzte Zinkhütte im Ruhrgebiet liegt in Datteln, nördlich von Dortmund und ist aktuell von der Schliessung bedroht.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Briefmarken-Museum Am: 26.03.2009 19:34:38 Gelesen: 127833# 7 @  
Hallo Jürgen,

danke auch für Deinen Beitrag samt Belegen - das Thema entwickelt sich wirklich variantenreich.

Zur Stempel-Terminologie werde ich mir wohl noch demnächst ein kleines Handbuch bei der Poststempelgilde kaufen, dann kann ich da nachlesen und mein kleines Basiswissen vertiefen. Danke für die Bestätigung, das ich es in erster Näherung fast richtig gemacht habe.

Die Zinkhütte in Datteln ist mir ein Begriff, da habe ich mal vor ca. 30 Jahren als Exkursionsgast für ein paar Stunden reinschauen dürfen. Die Zinkelektrolyse dort in Datteln ist ebenso wie die Zink- und Bleihütte in Nordenham ein Energiegroßverbraucher und die arbeiteten damals bereits vorwiegend mit dem Nachtstrom, d.h. produzierten wenn die privaten Haushalte "schlafen".

Morgens, mittags und abends bei den Spannungsspitzen im Netz erhielten die Hüttenwerke gerade soviel Strom, das die Vorgänge in den Elektrolysebädern - Stichworte auch Metallchemie und Elektrochemie - nicht zusammen gebrochen sind.

Jetzt dreißig Jahre später dürften die Energiepreise das Verfahren und diese Hütte rein kaufmännisch unwirtschaftlich gemacht haben. Die Aluminium-Elektrolysen in diesem Land haben das gleiche Schicksal am Hals und die Kupferelektrolyse Standorte in Hamburg und Lünen dürfte bei den gefallenen Metallpreisen auch in Gefahr sein.

Montanistische Ausbildungsstätten waren neben Clausthal auch in Berlin, dann Freiberg in Sachsen und Aachen in NRW, deutschrachig in Österreich heute Montanuniversität in Leoben und in der Schweiz an der ETH Eidgenössische Technische Hochschule. Viele Ingenieure samt Mannschaft und Familie sind aus den Thread-Berufen im Namen ihrer deutschen Muttergesellschaften und Konzerne (auch Inbetriebnahme schlüsselfertiger Betriebsanlagen)aus dem Anlagenbau seit mind. 150 Jahren im Ausland tätig gewesen oder sind es noch, wenn sie die aktuelle Krise überleben. Es gibt auch hervorragende "Geology, ore treatment, mining & metallurgy and raw materials enginnering schools" in England, Kanada und USA - aber auch Asien und GUS sowie ehemalige Ostblockstaaten.

Ich kann das hier nicht alles gleichzeitig aufzählen - aber bei ein wenig Graben und suchen dürfte die Zahl der Belege und Marken facettenreich kontiniuierlich steigen. Die Anzahl meiner Marken und historischen Belege sind bescheiden - das wird ein "guter und langer Thread" vermute ich mal, wenn mehrere was beisteuern.

Mit besten Sammlergrüßen
Jochen
 
Stephan Sanetra Am: 29.03.2009 18:39:35 Gelesen: 127793# 8 @  
@ Hefo58
@ Briefmarken-Museum

Hallo an die Clausthaler!

Bitte nicht das Postamt in Zellerfeld (Clausthal-Zellerfeld 2) vergessen:

Als ich 1983/84 in Zellerfeld wohnte, lernte ich die Vorzüge eines unaufgeregten und freundlichen Umganges der Bediensteten schätzen. Dort durfte ich auch meine Post selbst stempeln. Das Postamt befand sich damals am Thomas-Merten-Platz. Nach Umwandlung in eine Agentur erfolgte im Mai 1998 der Umzug auf die Goslarsche Str. (s. Abb). Da die Inhaberin und Ihre Mitarbeiterinnen immer versuchen, auf die Wünsche von so komischen "Hobbyphilatelisten" wie ich einer bin einzugehen, gebe ich weiterhin meine Post in Zellerfeld auf und nicht bei den immer hektisch erscheinenden Bediensteten in Clausthal oder gar der ewig überfüllten Poststelle an meinem Wohnort in Osterode. Weiterhin darf ich in Zellerfeld selbst stempeln, obwohl mir das nicht immer gut gelingt (Stempelwolf wird es bei meiner nächsten Lieferung an ihn schmerzlich erfahren). Die Bediensteten hatten mich gewarnt und gleich gemeint, sie könnten es besser!

Beste Sammlergrüsse
Roedsand


 
Briefmarken-Museum Am: 29.03.2009 19:33:37 Gelesen: 127781# 9 @  
Hallo Roedsand

und danke für Deinen Beitrag mit Bild der neuen Filiale und Deinen genialen Stempel-Möglichkeiten - da würde ich gerne mal ein PLZ 5 Handstempel von dir zugeschlagen in meinem Briefkasten sehen - geht das?

Das kaiserliche Postamt in Zellerfeld um 1913 ist hier im Anhang als Scan zu sehen.



Ein Stempel anno 1922 aus der Infla-Zeit vor der Vereinigung der beiden Orte ist hier zu sehen.



Besten Gruß und Glückauf!
Jochen
 
Stephan Sanetra Am: 29.03.2009 21:34:01 Gelesen: 127767# 10 @  
@ Briefmarken-Museum [#9]

Hallo Jochen,

stempeln darf ich meine Post natürlich nur mit dem in Zellerfeld vorhandenem Stempel - ich meine, der hat die PLZ 38678 (bekomme von dort keine Post). Ich schicke Dir in den nächsten Tagen 'mal eine Ansichtskarte von dort.

Bis dahin noch ein Beispiel meiner Stempelübungen im Bild: Nur erhalten geblieben, weil einige meiner Verwandten mir die Marken ausgeschnitten und aufgehoben haben.

Beste Grüße
Roedsand


 
Briefmarken-Museum Am: 30.03.2009 01:03:58 Gelesen: 127753# 11 @  
Moin Roedsand,

der Stempel 3392 BERGSTADT CLAUSTHAL-ZELLERFELD von 1984 ist wunderbar zentrisch abgeschlagen, gratuliere zum Schmuckstück in Deiner Sammlung mit dem postoffiziellen Beinamen BERGSTADT. Zu der Zeit bis 13. Mai 84 war ich in CLZ - kann mich aber an den Stempel nicht mehr erinnern, innerorts hatte ich auch keinen Postverkehr.

In dieser Zeit ca. 1981 habe ich folgendes Foto vom Ortschild gemacht - habe es gesucht und wieder gefunden: das Vereinigungsdatum der beiden Städte steht im Ortsschild über dem Wappen = 1. Mai 1924. Da dürften in der Zeit auch die Stempel geändert worden sein, wäre interessant zu ermitteln, ob es Spätverwendungen der Einzelstempel von Clausthal oder Zellerfeld nach diesem Datum gibt.


 
Stempelwolf Am: 04.04.2009 22:40:06 Gelesen: 127717# 12 @  
@ Roedsand [#8]

Hallo Roedsand,

also ich finde Du hast sehr gute Arbeit geleistet. Schönere Vollstempel kann man sich nicht wünschen.

Beste Grüße
Wolfgang


 
Stephan Sanetra Am: 05.04.2009 17:03:13 Gelesen: 127704# 13 @  
@ Stempelwolf [#12]

Hallo Stempelwolf!

Naja, wie man es nimmt: Der mittlere Stempel ist etwas verschmiert. Das kommt immer dann vor, wenn die Umgebung noch nass ist (wg. des Aufklebens) und der Stempel beim ersten Stempelvorgang (hier also oben) etwas von der Feuchtigkeit aufnimmt. Dann verschmiert es beim nächsten Stempelvorgang. Ich war also etwas zu ungeduldig und hätte besser erst die Oberfläche trocknen lassen sollen.

Beste Grüße
Stephan
 
Briefmarken-Museum Am: 22.04.2009 22:54:20 Gelesen: 127655# 14 @  
Hallo

Habe gerade einen Sächsischen Bergakademiker wiedergefunden, dazu mit Sonder-Stempel zur 800 Jahrfeier in 9200 Freiberg.

Hohe Bergoffiziere = Bergakademiker wie z.B. den Oberberghauptmann erkennt man bei Paraden immer am Tragen von Waffen, also eines prunkvollen Paradesäbel und goldenen Litzen. Die Waffe symbolisiert, das der Bergakademiker mit der zweiten Staatsprüfung gleichzeitig Offizier der Reserve geworden ist.
 


Werner Am: 03.05.2009 22:15:44 Gelesen: 127603# 15 @  
Damit nicht nur Themen aus Deutschen Landen hier publik gemacht werden, stelle ich heute eine Karte vom steirischen Erzberg ein. Alle Daten stehen auf dieser.



Nur der Sonderstempel passt nicht ganz zu diesem Thema !

Einen schönen späten Sonntagsabend wünscht Werner,
heute aus Wien
 
Angelika2603 Am: 04.05.2009 12:32:38 Gelesen: 127588# 16 @  
Hallo,

ist auch ein Freistempel genehm? Bei Interesse kann ich noch ein paar Bergbaustempel "rauskramen".


 
Angelika2603 Am: 04.05.2009 12:36:41 Gelesen: 127587# 17 @  
der erste


 
Angelika2603 Am: 04.05.2009 12:39:10 Gelesen: 127583# 18 @  
der zweite


 
Angelika2603 Am: 04.05.2009 15:03:16 Gelesen: 127574# 19 @  
noch einer

LG

Angelika


 
Briefmarken-Museum Am: 05.05.2009 12:56:42 Gelesen: 127553# 20 @  
Hallo Werner und Angelika,

danke für die beigesteuerten Beiträge und Bilder - das Thema entwickelt sich variantenreich schön.

Hier habe ich noch eine ein schönes Teil = Bergbau-Motiv-Marke in meiner Sammlung von anno 1923 gefunden, 5 Mark mit Überdruck 100 Mark Rhein-Ruhr-Hilfe.



LG Jochen
 
Angelika2603 Am: 13.05.2009 14:45:29 Gelesen: 127494# 21 @  
Hallo Jochen,

ich habe noch ein paar Freistempel gefunden.
















LG

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 13.05.2009 16:28:32 Gelesen: 127484# 22 @  
Hallo Angelika und Danke für den Anblick der schönen Freistempel aus Deiner Sammlung, die gefallen mir sehr gut - falls du die jemals liquidieren willst, dann frage auch mich ....



Hier noch eine allseits bekannte Bergbau-Szene anno 1957 aus der Serie Helfer der Menschheit.

LG Jochen
 
Angelika2603 Am: 15.05.2009 17:58:53 Gelesen: 127442# 23 @  
Hallo Jochen

gerade fand ich noch einen Beleg

LG

Angelika


 
Concordia CA Am: 15.05.2009 18:39:57 Gelesen: 127436# 24 @  
Auch ich räume gerade auf und habe einen passenden Absender-Freistempel beizusteuern.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Angelika2603 Am: 15.05.2009 19:30:53 Gelesen: 127428# 25 @  
na ein paar hab ich auch noch gefunden











LG und noch einen schönen Abend

Angelika
 
Angelika2603 Am: 15.05.2009 19:55:04 Gelesen: 127424# 26 @  
Hallo Jochen

ich schon wieder, aber der kann ich dir nicht vorenthalten - und der ist auch noch zu haben.




LG

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 21.05.2009 07:16:06 Gelesen: 127351# 27 @  
Hallo Angelika, danke fürs Zeigen und der ist "verhaftet".



Ich habe inzwischen noch einen schwer arbeitenden Bergmann vor Ort mit Pressluft betriebenen Abbauhammer anno 1957 aus dem Sammelgebiet DDR gefunden. Es ist wohl ein Kohlebergmann, es ist der Sperrwert zum Satz Förderung des Kohlenbergbaus Michel # 571. Vielleicht weiß jemand mehr aus welchem Revier das Motiv stammt?

Schönen Vaddertach noch wünscht
Jochen
 
BD Am: 21.05.2009 09:32:28 Gelesen: 127342# 28 @  
Dieser Brief wurde zweimal verwendet, allerdings haftete auf dem Leim des Pfiffikus-Aufklebers wohl eine gehörige Menge Kohlenstaub.

Käme der Beleg nicht aus einer Kohlengrube, ginge er in den Papierkorb, so aber ist er sammelwürdig.

Mit besten Grüßen BD


 
BD Am: 21.05.2009 09:49:08 Gelesen: 127338# 29 @  
1 Pf.-Marke (Mi. 405) der Markenserie Fünfjahrplan II der DDR. Der Entwerfer- und Stechername war auf der Marke der ersten Serie noch nicht aufgedruckt.

Mit besten Grüßen BD


 
Angelika2603 Am: 21.05.2009 12:27:33 Gelesen: 127318# 30 @  
Hallo

ich habe noch einen schönen Stempel aus Peißenberg gefunden:



Nun ja, auch das gehört dazu, denke ich mal:



LG und einen schönen Vatertag

Angelika
 
Angelika2603 Am: 21.05.2009 15:54:30 Gelesen: 127303# 31 @  
Tja, wenn man ein bisschen buddelt, kommen noch Belege zutage:









Lieben Gruss

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 21.05.2009 16:14:05 Gelesen: 127300# 32 @  
Hallo liebe Mining & Digger-Corona,

das Zuschauen beim Graben (englisch: to dig) in Euren Vorräten macht richtig Spaß.

LG Jochen
 
AfriKiwi Am: 22.05.2009 02:19:22 Gelesen: 127273# 33 @  
Dann mal die 10/- Sambia Marke vom Ersten Satz.

Arbeiter in der Kupfermine mit dem Kupfersymbol.

Erich


 
Briefmarken-Museum Am: 22.05.2009 07:02:03 Gelesen: 127269# 34 @  
Moin moin Erich,

die Marke ist ein schönes Stück zum Thema non-ferrous metals underground mining im südlichen Afrika.

Für die Leser unseres Thread ist vielleicht wichtig, daß in Europa praktisch kaum noch Kupfererze abgebaut werden - Deutschland ist zu 100% auf Importe von Kupfererzkonzentraten angewiesen, teilweise wird Rohkupfer aus Übersee hier raffiniert.

Europas größte Kupferhütte steht im Süden von Hamburg - hat denn jemand Brief-Belege von deutschen Metallhüttenwerken?

Da gibt es einige historische Standorte - in den letzten dreißig Jahren haben zahlreiche deutsche Betriebe wegen zu hoher Kosten aufgeben müssen. Ich suche da noch metallurgische Industrie-Belege, aber scans tun es auch für den Anfang.

Die international angesiedelten Betriebe machen das Thema Montanindustrie im Wandel der Zeit rund um den Globus also über Zeit und Raum hochinteressant.

Der Thread entwickelt sich sehr schön.

LG Jochen
 
AfriKiwi Am: 22.05.2009 12:17:18 Gelesen: 127257# 35 @  
@ Briefmarken-Museum [#34]

Hallo Jochen,

schon als Jüngling erfuhr ich die Klagen von Eltern daß Kupfer nicht so billig zu erhalten war entweder von noch zu Zeiten von Süd und Nord Rhodesien (heute Zimbabwe und Zambia - der Kupfergürtel) und der Kupferschmied mußte seinen Laden schliessen.

Hier eine Gedenkausgabe für den Geokongres 75. Südliches Afrikas. Landkarte mit Angabe wo welch Mineralien zu finden war. Auf der Beilage ist hinten ein Bild von der Okiep Miene in SA, glaube auch schon lange zu.

Ich denke heut zu tage, so wie Mode, wird ganz anderes ausgegraben so wie der Bedarf und der Dollar es nötig hat.

Erich




 
Briefmarken-Museum Am: 23.05.2009 04:35:22 Gelesen: 127214# 36 @  
Hallo Erich,

danke fürs Zeigen des FDC - da stecken Informationen mit Aktualität 1975 drin, die sich heute erst so richtig auswirken.

Schaut Euch liebe Leser mal an, wo die beiden Symbole sind Co = Cobalt und U = Uran im Umschlag im farbigen Teil versteckt sind, das sind strategische Rohstoffe und dann wissen die Leser, warum genau da Bürgerkriegszonen sind. Uran brauche ich nicht erklären, wo daß Einsatz findet - aber die wenigsten Leute in unserem Lande wissen, wie sehr wir vom Globus vom Cobalt abhängig sind. Das Schwermetall Cobalt ist a) Stahlveredler, also Legierungselement und findet sich b) in Batterien und c) als Farbpigment Cobaltblau wieder. Cobalt und Nickel waren im Erzgebirge im Mittelalter als Begleitelement zuerst gefunden worden, die galten als "Kobolde" - es gab keine Verwendungsmöglichkeit bis die Glasmacher und Glasmaler (u.a. in meiner Familie 16./17. Jh.) das Farbpigment und später Porzellanmacher in Sachsen (Stichwort Meißener Porzellan) für die Porzellanmalerei es auch als hitzefestes Farbpigment (zweiter Brand, also für die Glasur)entdeckten. Die Blaufarbenproduktion in Freiberger montanistischen erzgebirgischen Revier vom Erzbergbau über die Hüttenindustrie bis in die industrielle Anwendung hat in der Region insbesondere in Dresden den Wohlstand ausgelöst. Allerdings nicht allein das Cobalt, sondern mehr das Silber in dem manchmal komplex zusammengesetzten Mehrmetallerz.

Die größte Werbeverarsche, die zur Manipulation der Menge der Verbraucher läuft, ist das Reden vom Lithiumionen-Akku - das assoziiert niemand mit Cobalt, aber genau da in diesen Batterien ist es, wenn ich mich nicht irre zu ca. 50% auf Lithium bezogen in der positiven Elektrode drin - in Form von Lithium-Cobalt-Dioxid (LiCoO2).

Lithium ist leicht und ubiquitär, Cobalt genau das Gegenteil. Wenn ihr Leser das nächste Mal einen Handy-Akku oder Computer-Akku in den Händen haltet, dann denkt an diesen Thread.

Cobalt-Lagerstätten gibt es nur in wenigen Regionen auf diesem Globus und im südlichen Afrika sind im Kongo und Sambia über 50% der Weltproduktion angesiedelt, in Australien, Rußland und Kanada weitere 30% .... wer mehr zu den restlichen 20% wissen will, da gibt es eine Tabelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Cobalt - West-Europa ist durch jahrhundertelange Bergbau-Tätigkeit "restlos ausgeplündert".

In Südwestafrika Namibia sind in dem gezeigten Beleg einige strategische Elemente wie U Uran, Ta = Tantal, Sn = Zinn und weiter unten die RE = Rare Earth elements oder Seltenerdelemente eingetragen, dieser rote Gürtel zieht sich durch den Norden von RSA Rep of south Africa - in dem rötlich-schraffierten Bereich befinden sich zusätzlich zum roten "Kupfergürtel" noch die elemente Sb Antimon und Au für Golderzlagerstätten. Pt für Platin fehlt noch in diesem Beleg - in jedem Auto sind 1 bis 2 Gramm Pt im Katalysator inzwischen wieder zu finden - bei Millionen von Fahrzeugen kommen aber Mengen zusammen.Pro Gramm Pt müssen mindestens eine Tonne platinhaltiges Tiefengestein von Untertage an die Erdoberfläche gefördert, in der Erzaufbereitung zertrümmert und in gigantischen Trommelmühlen auf Mehlgröße aufgemahlen und die Edelmetalle hydrometallurgisch extrahiert werden.

Die Abraumhalden im Großraum Johannesburg und die Umweltzerstörung sind jenseits unserer Vorstellung.

LG und schönes WE
Jochen
 
Angelika2603 Am: 23.05.2009 10:32:03 Gelesen: 127197# 37 @  
Hallo Jochen

denke mal das Maschinchen passt zum Thema



Lieben Gruss

Angelika
 
AfriKiwi Am: 23.05.2009 11:12:27 Gelesen: 127192# 38 @  
@ Briefmarken-Museum [#36]

Hallo Jochen,

so ein interessanter Bericht muß belohnt werden, ich habe deswegen ein größeres Bild zum Betrachten.

Erich


 
Briefmarken-Museum Am: 23.05.2009 14:25:54 Gelesen: 127182# 39 @  
Danke für die Erweiterungen:

@ Angelika

Ja der Stempelbeleg gehört in die Rubrik Grosslöffelbagger im Tagebau Einsatz. Vermutlich für den Abbau von Braunkohle-Lagerstätten konzipiert. Bin mir da aber nicht sicher, es gibt auch andere Einsatzmöglichkeiten für dieses Aggregat.

@ Afrikiwi

Danke für das Vergrößern der Rohstoff-Zone insbesondere metallreichen Area im südlichen Afrika. Es fehlen in der Darstellung die oberflächennahen Kohlelagerstätten und die Diamanten-Felder, aber das sind nichtmetallische Rohstoffe, vermutlich lag der Schwerpunkt des Kongresses oder Symposiums auf den Metallerzlagerstätten.

LG Jochen
 
Angelika2603 Am: 23.05.2009 16:43:49 Gelesen: 127169# 40 @  
Hallo Jochen

habe gerade noch eines gefunden, das passen könnte.



LG

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 23.05.2009 17:23:21 Gelesen: 127165# 41 @  
Hallo Angelika,

montanistische Berufe vor allen Dingen im Untertage-Bergbau sind mit vielen gesundheitlichen Risiken behaftet - Arbeitssicherheit - Grubenaufsicht und ist das Stichwort. Der Stempel von der Bergbau Berufsgenossenschaft in Saarbrücken gehört mit Sicherheit in diese Rubrik - den kannste für mich "verhaften". Guck doch mal nach ob du einen Stempel von den anderen Bergbehörden Bergämtern Oberbergamt Clausthal Bergamt Celle für Niedersachsen und Heide, Bergamt Goslar oder Bergamt Wiesbaden für Hessen hast. Wo die anderen Bergämter sitzen, in Bayern wahrscheinlich München im Rheinland eventuell Koblenz und im Ruhrgebiet Bergamt Dortmund usw., das müßte man mit Belegen herausfinden. Die Berg- und Hüttenschule in Clausthal ist was anderes als die frühere Bergakademie und spätere TU Clausthal. Die Rohstoff orientierten Universitäts-Institute in Aachen und Berlin sind weitere Stichworte und Fundmöglichkeiten.

Ein traditionelles Mehrmetallerz Bergrevier ist im Großraum Meggen im Sauerland, dann natürlich Revier, viele Gruben und Bergamt Freiberg im Erzgebirge, dann gibt es bestimmt noch eins südöstlich Harz in Hettstedt im Mansfelder Revier (Kupfer), im Fichtelgebirge gab es mal historisch Golderze, im Elsaß ist ein altes historisches Revier, in Österreich in Leoben und in der Steiermark. In Tirol ist auch eine alte Bergbauregion - also Spuren in Form von Briefköpfen und Stempeln müsste es eigentlich zahlreich geben.

LG Jochen
 
Angelika2603 Am: 23.05.2009 20:00:11 Gelesen: 127159# 42 @  
Hallo Jochen

Beleg ist verhaftet und in der Zelle bei den anderen.

Ich werde auf jeden Fall alles was ich an Bergbau finde aufheben. Ich habe mit Sicherheit noch was, aber wo! Wir haben hier so viel Material das erst noch gesichtet werden muss - ich könnte glatt das Arbeiten aufhören.

Für die beiden folgenden gilt - nur gucken ...





Ein schönes Wochenende

LG

Angelika
 
AfriKiwi Am: 23.05.2009 23:30:50 Gelesen: 127140# 43 @  
@ Briefmarken-Museum [#39]

Hallo Jochen,

natürlich ist da viel mehr unter der Erde Afrikas und so manches Staatsoberhaupt reibt sich schön die Hände was da zu haben ist und wie leicht es gelingt. Mit einem Chaos im Land, wer paßt genau auf wie die Säcke Diamanten verschwinden, gerade nicht die, die überleben wollen.

Unten nun ein FDC da der obere [#35] nur eine Sonderausgabe war. Nun strategische Minerale in Südafrika. Die Karte zeigt mehr darüber.

Erich




 
Concordia CA Am: 24.05.2009 22:22:56 Gelesen: 127107# 44 @  
Diese Marken aus dem Nachkriegsdeutschland zeigen die Bedeutung, die der Niederlausitzer Braunkohlentagebau für Großräschen hatte.

Deutsche Lokalausgaben ab 1945, Großräschen, MiNr. 43A und 46A.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Christian Am: 24.05.2009 23:04:51 Gelesen: 127100# 45 @  
Hallo zusammen,

ich verfolge dieses Thema schon länger mit Interesse. Ich bin allerdings verwundert, dass bisher noch keiner ans das Saarland gedacht hat.

Ich habe willkürlich Beispiele aus dem reichhaltigen Angebot herausgegriffen:

Saargebiet 1921



Michel Nr. 54A, Bergmann vor Ort
Michel Nr. 55A, Förderturm der Grube Reden
Michel Nr. 59A, Schlackenhalde, Völklingen


Saarland 1947/48



Michel Nr. 210Z
Michel Nr. 214z
Michel Nr. 246
Michel Nr. 248, Hochofen
Michel Nr. 250 (gehört nicht zum Thema; da habe ich mich vertan)

Herzliche Grüße

von einem Franken, der in der Westpfalz lebt und dessen Büro sich im ehemaligen Schlafhaus der Zeche Maybach befindet.

Christian
 
Stephan Sanetra Am: 24.05.2009 23:29:54 Gelesen: 127091# 46 @  
Hallo an alle "Bergbaubeflissenen",

vielleicht ist es sehr persönlich und es fehlen die aufgeklebten Marken, aber das Thema wird immer wieder aktuell und hat mich aus der Reserve gelockt: Über die Entstehung der Titaneisenerzlagerstätte "Rödsand Gruber" wurde ich promoviert und durfte 1980/81 einige Zeit dort untertage kartieren. Rödsand liegt ca. 70 km von Molde entfernt am Tingvollfjord: Die Gegend kennt hier vermutlich kaum jemand, ist aber für Angler (Lachsangeln um Kristiansund), Jazz-Freunde (Molde Jazz-Festival) und Hurtigroutentouristen (Schnellschach im Schachklub Molde oder Sonntagsmesse der katholischen Gemeinde) durchaus eine Adresse!

Beste Sammlergrüsse
Roedsand


 
AfriKiwi Am: 24.05.2009 23:54:46 Gelesen: 127087# 47 @  
@ Christian [#45]

Hallo Christian,

da kann man sehen wie persönlich ein Hobby werden kann. Was ich übersehen habe in Beitrag [#43] zu melden ist der Stempel.

HOTAZHEL kommt von 'Hot as Hell' - Heiß wie die Hölle übersetzt.

Nun kommt Gold sicher auch unter dieses Thema. Und wer kennt schon nicht die Goldminen von der Witwatersrand, Südafrika.

Landest Du in Johannesburg bei Tag wirst Du schon begrüßt von Goldminenhaufen. Das sind feine Sandhaufen von verarbeiteten Golderz. Eine Grasart wurde darauf gepflanzt damit der Wind nicht alles wegweht im Winter vor der Regenzeit.

In Johannesburg bei Gold Reef City kannst Du täglich so einige Meter in einen Minenschacht runter und erfahren wie es so vorzustellen ist. Bei einem richtigen Besuch in der Tiefe läßt man den Frack zu Hause.

Unten Südafrika Mi79/80 mit kopfstehendem Wasserzeichen. Im Bild Teil der Anlage mit Schacht, Minensandhaufen und Johannesburg im Hintergrund.

Erich


 
Christian Am: 25.05.2009 01:25:05 Gelesen: 127079# 48 @  
@ Roedsand [#46]

Hallo Stephan,

nicht allen ist das Gebiet unbekannt.

@ AfriKiwi [#47]

Hallo Erich,

ich kenne den Anblick von Johannisburg, auch die Minen. Vor einigen Jahren hatte ich auch die Gelegenheit in Sri Lanka eine Edelsteinmine zu besichtigen. Die sind mit den Minen in Süd-Afrika nicht zu vergleichen. Sie sind ca. 15 - 20m unter der Oberfläche sehr eng und beklemmend.

Philatelistisch möchte ich allerdings nochmals auf das Saarland zurückgreifen



Michel Nr. 284, Eisen- und Stahlindustrie
Michel Nr. 287, Grube Reden und Umgebung
Michel Nr. 276, Schlackenkippzug auf der Halde
Michel Nr. 277, Steinkohlenindustrie

Herzliche Grüße

Christian
 
Pete Am: 25.05.2009 17:58:04 Gelesen: 127058# 49 @  
Das Ruhrgebiet ist vielen Menschen als bedeutende Montanregion mit Kohlenbergbau, Eisenerzverhüttung und Stahlherstellung bekannt. Nach wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Ruhrgebiet) wird seit 1758 verstärkt Kohlebergbau in der Region betrieben. Die Blütezeit lag vom 19. Jahrhundert bis Mitte der 1960er Jahre. Seither ändert sich das von Kohle und Bergbau geprägte Aussehen des Ruhrgebiet (Strukturwandel) hin zu einem Ballungsraum für verschiedenste Dienstleistungen. Es sind nicht mehr viele Zechen aktiv. Essen als Kulturhaupstadt Europas und Vertreter des Ruhrgebiets soll und wird 2010 zeigen, dass das Ruhrgebiet nicht mehr nur aus Zechen, Hütten- und Stahlwerken besteht, die eine fast unerträgliche Luftverschmutzung verursachten, sondern dieses Image seit Jahren überholt ist. Concordia_CA und Duphil werden dies bestätigen können.

Am 29.09.2005 gab der der Platzhirsch und größter Konkurrent der DPAG im Ruhrgebiet, das Privatpostunternehmen "Westdeutscher Post Service" erstmals eigene Briefmarken heraus. Sie zeigen neben der Werbung für die Kulturhauptstadt Europas 2010 die Stadt Essen als Beispiel des Strukturwandels (0,53 Euro), weitere typische Bilder der Städte Dortmund, Recklinghausen, Bottrop und Gelsenkirchen. Die Motive entstanden in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Stadtverwaltungen.



0,53 Euro (Standartbrief) - Logo der Kulturhaupstadt Europas 2010 in Essen
http://www.essen-fuer-das-ruhrgebiet.ruhr2010.de/

0,95 Euro (Kompakbrief) - Stadtwappen Dortmund
http://de.wikipedia.org/wiki/Dortmund

1,45 Euro (Großbrief) - Rathaus Recklinghausen
http://www.recklinghausen.de/TourismusStadtinformation/Geschichte/GeschichteStadtundVest/Rathaus.asp

1,57 Euro (zusätzliches Porto Einwurfeinschreiben) - Eigenwerbung Westdeutscher Post Service (Vorvorgänger des WAZ Post Service)
http://www.waz-logistik.de/wln/wln.wps.php

1,86 Euro (zusätzliches Porto Übergabeeinschreiben) - Tetraeder in Bottrop
http://de.wikipedia.org/wiki/Tetraeder_(Bottrop)

2,20 Euro (Maxibrief) - Wissenschaftspark Gelsenkirchen auf dem Gelände einer früheren Gussstahlfabrik
http://de.wikipedia.org/wiki/Wissenschaftspark_Gelsenkirchen

Weitere Informationen zu WPS und den verausgabten Briefmarken, veröffentlicht vom Briefmarkensammlerverein Löhne (Stand 2005!):
http://www.bmsv-loehne.de/vn_archiv/vn_082006/wps.pdf

Gruß
Pete
 
Briefmarken-Museum Am: 28.05.2009 11:59:30 Gelesen: 127005# 50 @  
Hallo an alle und meine Freude zuerst über die schöne variantenreiche Thread-Weiterentwicklung mit Informationen und Bildern.

Beim Aufräumen habe ich eine uralte historische Darstellung von Bergleuten im Elsass wiedergefunden, die in Paradetracht aufmarschiert sind. Im Elsass ist die Societé des Mineurs mit dem deutschen Gruss Glückauf angesiedelt.

Einer hält die Glückauf-Standarte und ganz links hat einen wunderbaren Häckel in der linken Hand. Es dürfte sich um einen betagten Bergoffizier handeln - die Häckel wurden übrigens von den Steigern und Obersteigern zum Vermessen des Grubenfortschritts benutzt, der sieht im Schaft gut gebraucht aus.



Mit herzlichem Glückauf bis demnächst in die Corona
Jochen
 
Angelika2603 Am: 01.06.2009 17:07:42 Gelesen: 126916# 51 @  
Hallo,

na ja, die schönste Karte ist es ja nicht gerade, aber sie passt zum Thema:



LG

Angelika
 
duphil Am: 01.06.2009 17:33:47 Gelesen: 126911# 52 @  
Hallo zusammen!

Einen Beleg zum Thema habe ich auch gefunden:



Und hier die meiner Meinung nach interessantere Rückseite:



Mit freundlichen Gruß
Peter
 
Briefmarken-Museum Am: 05.06.2009 01:35:47 Gelesen: 126840# 53 @  
Moin moin an alle und

Danke für das Hinzufügen weiterer schöner Belege aus der Montanindustrie aus Hannover und aus Völklingen.
 
HEFO58 Am: 06.06.2009 21:42:37 Gelesen: 126794# 54 @  
Hallo

Diese Postkarte vom 11. Dezember 1922 der Braunkohlenwerke und Brikettfabriken "Eintracht" Grube Werminghoff ist mir heute in die Finger gefallen und ich wollte sie Euch nicht vorenthalten.

Gruß
Helmut


 
Briefmarken-Museum Am: 07.06.2009 16:38:24 Gelesen: 126760# 55 @  
Hallo an alle und an Helmut, danke fürs Zeigen.

Über Kohle und Kohlegruben wird es mehr Belege geben als über Hüttenwerke.

Ich habe hier im Dritten Reich anno 1934 noch ein schönes Stück unverfeuerte Saar-Kohle gefunden:



Nach dem ersten Weltkrieg war das ein begehrtes Stück Deutschland von Frankreich besetzt.

Mit herzlichem Glückauf an die Kumpel
Jochen
 
Angelika2603 Am: 07.06.2009 17:43:46 Gelesen: 126749# 56 @  
Hallo,

den hier finde ich einfach nur schön:


 
Angelika2603 Am: 07.06.2009 19:57:05 Gelesen: 126738# 57 @  
Guten Abend,

zum Feierabend noch ein paar Belege:













LG

Angelika
 
Angelika2603 Am: 07.06.2009 20:01:01 Gelesen: 126734# 58 @  
Der war mir entwischt:


 
reichswolf Am: 07.06.2009 23:23:26 Gelesen: 126715# 59 @  
Einen AFS zum Thema kann ich auch zeigen. Er stammt aus 1973 und ist vom Eschweiler Bergwerks-Verein (EBV), der früher in meiner Region ein bedeutender Arbeitgeber war. Wer sich weiter informieren will, findet alles wichtige hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Eschweiler_Bergwerks-Verein



Beste Grüße,
Christoph
 
reichswolf Am: 07.06.2009 23:38:36 Gelesen: 126706# 60 @  
Und hier noch ein Beleg von der Aachener Knappschaft, Krankenhaus Bardenberg. Die Knappschaft war Träger der gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung der im Bergbau beschäftigten Arbeitnehmer. Die Bestellkarte lief am 14.09.1955 nach München. Frankiert ist sie mit einer MiNr. 183xWv und einer Notopfermarke Nr. 8. Entwertet wurden sie mit dem Stempel (22c) BARDENBERG über HERZOGENRATH (Kr. AACHEN) c.



Beste Grüße,
Christoph
 
Briefmarken-Museum Am: 08.06.2009 21:26:30 Gelesen: 126657# 61 @  
Hallo an alle

Ich glaube von allen namhaften Bergbaufirmen habe ich jetzt schöne AFS gesehen. Der Dachverband der Eisenhüttenleute VDEh zur Hundertjahrfeier 1860 bis anno 1960 aus Düsseldorf ist auch sehr schön, ich habe mit dem Dachverband von 1975 bis ca. 1992 zusammen ein Dauerthema "a never-ending-story" bearbeitet.

Mit Glückauf in die Corona
Jochen
 
Angelika2603 Am: 12.06.2009 20:10:17 Gelesen: 126573# 62 @  
Guten Abend

Einer noch, der mir gerade in die Finger fiel.


 
Briefmarken-Museum Am: 13.06.2009 08:56:49 Gelesen: 126545# 63 @  
Moin moin an alle

In der Steiermark ist das Montan-Revier um den Erzberg berühmt, anno 1938 ist diese Briefmarke im Deutschen Reich erschienen - man sieht den typischen terassenförmigen Abbau-Betrieb.



Wünsche der Corona ein schönes Wochenende
Jochen
 
Briefmarken-Museum Am: 24.06.2009 01:03:19 Gelesen: 126343# 64 @  
Moin moin an alle und zunächst ein herzliches Danke an all diejenigen, die mir mit Ihrer abgegebenen Stimme bei der letzten Forums-Wahl zu dem Stern hinter dem alias "Briefmarken-Museum" verholfen haben.

Habe mich sehr darüber gefreut und möchte den Lesern des Thread diesmal wieder einen archäometallurgischen ca. 2 MB Bildbeitrag (englisch: archeo metallurgy of copper mining and metallurgy in good old Germany)- Gutdeutsch Industriegeschichte des Mansfelder Kupfer-Schiefer Reviers südöstlich des Harzes - kurz Hüttengeschichte anno Sommer 1834 zur "Oberhütte" nördlich (altdeutsch: von der Mitternachts-Seite) von der Lutherstadt Eisleben beisteuern.

Kupferhüttenbetriebe sind kleine mittelständische Werke, man blickt auf den Hüttenvorplatz und sieht am Wiegegalgen einen Hüttenmann (erkennbar: mit Schürze vorm Bauch). In der Hand hält er einen Teller mit angelieferten Rohstoff. Er diskutiert offensichtlich mit einem Bergmann (Leder-Schürze am Rücken) über die angelieferte Ware. Wenn ich mir den langen horizontalen Wiegebalken der Waage ansehe, dann tippe ich mal, daß die Grammgenau hinterm Komma abgerechnet haben. Briefwagen im Büro haben wesentlich kleinere Längen, die sind bereits grammgenau (nur zum Vergleich erwähnt) - im Clausthaler Bergbaumuseum ist so eine historische Waage mit dieser großen Wiegebalken-Länge ausgestellt, die haben mehrere Stellen hinter dem Komma den Goldgehalt einer Materialprobe ermittelt! An dem Haufen im Vordergrund seht Ihr wie ein Hüttenmann (wieder mit Schürze vor dem Bauch) den angelieferten Haufen beprobt. Probenahme ist ein ganz wichtiger Schritt - die Betonung liegt auf repräsentativer Beprobung. Dazu hat er die Harke genommen - die Beprobung geht über den Kegel, das bedeutet einen kegelförmiger Haufen wurde an ganz bestimmten Stellen beprobt, da sich die Klumpen über das Gewicht und die Größe entmischen. Es ist nicht egal, wo man die Probe zieht.

Auf dem Pferde-Fuhrwerk links kommen frische Erzbrocken ran. Das Material wird zu den beiden Pochjungen geliefert. Die beiden repräsentieren die damalige Erzaufbereitung - d.h. die schlagen mit dem Hammer die Erzbrocken kleiner und trennen manuell das taube Gestein ab. Eine Homogenisierung des angelieferten Roh-Materials aus verschiedenen Bergbaubetrieben dürfte dasw Ziel dieser Operation sein. Die Rohstoffe enthalten je nach Grube und Abbau-Ecke innerhalb der Grube unterschiedliche Cu-Konzentrationen, die durch Mischen vergleichmäßigt werden. Das taube Gestein wurde oberirdisch aufgehaldet - das sind die Berge rechts und links der Straße nach Eisleben. Rechts auf dem Hüttenvorplatz sieht man aufgehaldete Kokskohle, die gut staubt. Der "biedre Hüttenrauch" kommt aus dem Schornstein ungefiltert aus dem Haus in der Bildmitte. Die Schubkarren aus Holz für den Materialumschlag sind absolut zeitgemäß.

Im Hintergrund die Stadt Eisleben, die den Hüttenrauch abkriegt. Am entgegengesetzten Ende außerhalb des Ortes die Windmühle. Elektrischer Strom ist noch unbekannt. Das Wort "Auto" ebenfalls. Wohnen und Arbeiten war noch dicht beieinander.



Abschließend hoffe ich, daß der Beitrag zum Nachdenken über die Vor- und Nachteile der guten alten Zeit vom Beginn über die Weiterentwicklung der Technik(en) bis zur aktuellen Situation der Industrienation Deutschland anregt.

Vielleicht finden sich ja über die vielen interessierten Freunde des Thread weitere gute Beispiele inklusive Vorphila-Belege oder Kuxe oder ganz was anderes aus der großen Montania-Welt.

Mit besten Sammler-Grüßen und Glückauf!
Jochen
 
AfriKiwi Am: 25.06.2009 09:54:54 Gelesen: 126322# 65 @  
@ Briefmarken-Museum [#64]

Hallo Jochen,

nach Deinem interessanten Bericht etwas geheimnisvoller von der modernen Materie - Uran.

Heute will man nicht zu viel zeigen wo und wie es bearbeitet wird ausser was man so liest in Wikipedia. Südafrika Mi535 FDC 3.4.

Südafrika hat seine Uran-Gebiete und so gab es dann auch eine Briefmarke mit FDC als Vorstellung.

Die Karte habe ich etwas mehr lesbar gemacht. Was Länder heute alles mit Uran machen wollen ! - Little Boy !

Namibia hat heute auch eine der größten Obertageminen als Seitenbetrieb von Rio Tinto, die in Australien auch tätig sind.

Erich




 
Briefmarken-Museum Am: 26.06.2009 03:14:20 Gelesen: 126289# 66 @  
Moin moin @Afrikiwi

Lieber Erich.

danke fürs Zeigen von dem südafrikanischen FDC anno 1977 mit Stempel vom Wes Rand zum Thema Energierohstoff Uran jenseits des Uranbergbaus und Informationen zur historischen Entwicklung von Uranerzaufbereitungs-Anlagen um anno 1986.

Ich habe dazu wohl noch eine Uran-Akte und Fachliteratur vor anno 2000 irgendwo in meinem Metallurgie- Archiv gebunkert, die gebe ich gerne in jüngere Hände zur Wissensvertiefung weiter - aber ich vermute, daß die Details hier zu weit von der Philatelie wegführen. Die aktuellen Details kennen in der 80 Millionen Bevölkerung BRD wahrscheinlich nur wenige Dutzend Leute - ich glaube, das Fach-Chinesisch rund um das interessante Element Uran wird zu speziell für dieses Forum - in der Regel wird es hier in der BRD eher schnell allgemein-politisch kontrovers und nicht technisch sachlich diskutiert. Wenn es da noch Marken und philatelistische Belege aus anderen Ländern gibt, wäre das sehr schön.

Rio Tinto ist einer der großen Bergbau-Unternehmungen, wie man so schön sagt "Global Player", da müßte es eigentlich Briefumschläge en masse geben.

Hat jemand einen Brief mit Absender Thyssen Schachtbau ? Die Firma hat weltweit beim Abteufen von Tiefschächten auch Schacht Konrad in Salzgitter und der Asse bei Wolfenbüttel operiert. Da suche ich noch Belege Briefumschläge mit diesen genannten Stempelorten für deren Aktivitäten.

Schönes Wochenende wünscht
Jochen
 
AfriKiwi Am: 26.06.2009 03:57:28 Gelesen: 126288# 67 @  
@ Briefmarken-Museum [#66]

Hallo Jochen,

einen Werbestempel soll es geben von Rio Tinto, da muß ich mal selbst durch meine Massen Briefe stöbern.

Zu Tiefschächten

Gezeigt ist leider nur ein Block von 1991 (Mi Block 27) - Western Deep Level Mines. Zur zeit die tiefste Goldmine.

Ein FDC mit Beilage würde mehr Besonderheiten geben aber Google und Wikipedia bietet sicher viel mehr.

Erich


 
Concordia CA Am: 06.07.2009 15:28:58 Gelesen: 126176# 68 @  
Diese per "Schachtpost" beförderte Karte vermittelt einen Eindruck von den Arbeitsbedingungen der Bergleute im Steinkohlenbergbau, wie sie im Ruhrgebiet nach dem 2. Weltkrieg noch bis weit in die 1960er Jahre herrschten.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Briefmarken-Museum Am: 06.07.2009 19:34:05 Gelesen: 126160# 69 @  
Concordia CA [#68]

Hallo,

und Danke für den Beleg von der "Schachtpost". Die drei Kumpel im abgebildeten Motiv links auf der Karte beheben wohl einen Stempelbruch im Ausbau.

Anfang der 70er Jahre war bereits der mechanisierte Abbau mit Schrämladern die zwischen zwei Parallelstollen hin- und her-pendelten und auf das Band förderten weit fortgeschritten. Mit anderen Worten, was da abgebildet ist, ist auf keinen Fall Kohleproduktion sondern eine Reparatur.

Mit Schachtpost! bedeutet m.E. soviel wie eine Abstempelung unter Tage und Abtransport über den Personal- oder Material-Föder-Schacht nach oben im Zusammenhang mit der philatelistischen Gedenk-Veranstaltung.

Mit besten Sammlergrüßen von
GF Jochen
 
AfriKiwi Am: 07.07.2009 00:24:03 Gelesen: 126134# 70 @  
@ Briefmarken-Museum [#69]

Hallo Jochen,

mit dem Bild wurde sicher gemeint wie gefährlich die Sache eigentlich ist.

Der Gestalter dieser Karte erkennt daß schlechte Nachrichten schneller gelesen werden als gute und machte den Vergleich mit dem Modernen (Stempel).

Bei Gold Reef City, Johannesburg kann man so einige (50 M !) Meter in so einen Tourismus Goldminienschacht runter mit ein Guide und Gruppe von so 7 Personen. Ich glaube daß Post hier auch einen Sonderstempel bekommt. Schachtpost ist mir hier nicht bekannt obwohl es möglich sein kann.

Erich
 
Stephan Sanetra Am: 19.08.2009 22:02:13 Gelesen: 125671# 71 @  
Hallo,

so sauber sah es meist nicht aus im "Pütt" in den 50er Jahren. Die Kohle hat doch sehr geholfen, das Wirtschaftswunder zu ermöglichen: Grube Friedrich Heinrich in Kamp-Lintfort.

Mit Clausthaler Glückauf
Roedsand


 
Stephan Sanetra Am: 19.08.2009 22:10:03 Gelesen: 125668# 72 @  
Oh sorry!

Eine Rückseite hat die Karte auch noch: es waren wirklich die 50er Jahre!

Mit bestem Sammlergruß
Roedsand


 
Briefmarken-Museum Am: 20.08.2009 08:39:51 Gelesen: 125639# 73 @  
Hallo an alle und Glückauf an Roedsand

Die Wirtschaft hat damals in den 50er Jahren wirklich noch "gebrummt" - aber ich bitte im daran zu denken, mit welchem Wechselkurs DM und US-$ und DM zu britischem Pfund behaftet war - unsere Produkte waren auf dem Weltmarkt "Made in Germany" und gleichzeitig billig.

Die Rahmenbedingungen sind jetzt völlig anders, die Wechselkurse sind umgekehrt - der Euro ist teuer, die Löhne und Energie insgesamt auf Spitzenniveau, keine eigene heimische Metallerzproduktion (100% Abhängigkeit vom Ausland) die Investitions- und Nebenkosten für einen Vollzeit-Arbeitsplatz in schwindelerregender Höhe angelangt.

Die Produktionsstätten der deutschen Schwerindustrie und damit die Arbeitsstätte mit "knoff-hoff oder know-how" verschwinden ins Ausland - der Wegfall der kleineren mittelständischen Nichteisenmetall-Herstellungsbetriebe bedeutet das Ende kreativer Ingenieurskunst (Erfindungsreichtum) in Kombination mit den Facharbeitern und Meistern diverser Handwerkskünste in diesen Betrieben wird für bestimmte Regionen der wirtschaftliche Boden insgesamt weggezogen.

Als Beispiel für einen typischen mittelständischen NE-Metall Betrieb möge mir die Bleihütte in Clausthal dienen, die hat sich nicht mehr gerechnet.



Ich habe hier noch ein altes Foto Luftaufnahme vom März 1968, da ist alles abgerissen - Preussag Industriegeschichte - moderne Archäometallurgie.

Das deutsche Hüttenknow-How ist bereits anno 1910 von deutschen Hütten-Ingenieuren bis nach SWA Südwestafrika - South West Africa nach Tsumeb getragen worden - wenn man/frau die Abgastechnik und Gebäude-Konstruktion mal ansieht, dann sieht man/frau die Ähnlichkeit schon rein äußerlich.



Vielleicht findet jemand noch schöne Clausthaler Bleihütten oder Tsumeb-Belege, z.b. Mineralien auf Briefmarken - bin mir sicher das montanistische Thema gibt noch einige Aspekte her.

Mit Glückauf in die Corona

Jochen
 
AfriKiwi Am: 20.08.2009 12:10:38 Gelesen: 125626# 74 @  
@ Briefmarken-Museum [#73]

Hallo Jochen,

da darf ich Dich nicht enttäuschen und zeige hier 2 Teile vom FDC.



Erich


 
Briefmarken-Museum Am: 20.08.2009 14:08:33 Gelesen: 125622# 75 @  
Hallo Erich, das hast Du toll gemacht - die FDC passen genau ins Thema --- supiiiii!

Wenn ich die Mikro-Schrift unter den Briefmarken richtig lese, dann sind es Mehrmetallerze wie Blei, Zink, Kupfer und die Rössing Mine mit Uranerz. Erzgewinnung und Erzaufbereitung = Erzkonzentratherstellung. Mit riesigen Aggregaten (Transpotsystemen) wird das taube Gestein feinst aufgemahlen aufgehaldet. Diese Bilder zeigen eindringlich, wie aufwendig die NE-Metallerzeugung ist.

In den letzten Tagen ging wieder Wahlpropaganda durch die Medien - eine Million Elektromobile in 10 Jahren - die Politiker aus der obersten Etage können aber nicht überschauen, wo diese zusätzlichen Metallmengen für die Batterie-Systeme herkommen sollen. Das sind hochkomplexe Metallegierungssysteme, Haltbarkeit unbekannt - Recycling steckt in den Anfangslöchern. In der Anschaffung etwa doppelt so teuer, wie momentane ausgereifte sparsame Automobile. Das wird was die Beschaffungsmengen an metallischen Rohstoffen angeht, ein gnadenloses Ausrauben der letzten Schwermetall-Erz-Vorräte auf der anderen Seite der Erdkugel geben - wie gesagt - Europa ist zu fast 100% Importabhängig, Deutschland absolut 100%. Die Umwelt wird in den Förderländern in einem Ausmaß zerstört, da macht sich der "kleine Mann" keine Gedanken drüber. In der Tiefsee werden Manganknollen (Mehretallrohstoff nicht nur Mangan drin) "abgeerntet" - das läuft auf Quadratmeilen Zerstörung des Tiefseebodens und Vernichtung der Startbasis der Mikroorganismen über Plankton bis zur Nahrungsmittelkette über die Fische zum Menschen hin. Der aberwitzige Energie-Verbauch in den Tagebauen um diese Gesteinsmengen auf Mehlgröße aufzumahlen, um die Wertmetalle zu extrahieren und den Rest zu Deponieren ....

Meine These - vergeßt einfach das Geschwafel vom "Energiesparen" wenn ihr auf Energie-Sparlampen umrüstet - der Energieverbrauch steigt weiterhin exponentiell, da die Wertmetallkonzentration in den Lagerstätten immer weiter sinkt und bei dem steigenden Rohstoffbedarf die absoluten Mengen an Erz immer größer werden müssen.

Das war jetzt aber mehr als just meine two pennys.

Mit Glückauf
Jochen
 
Briefmarken-Museum Am: 20.08.2009 20:47:33 Gelesen: 125612# 76 @  
Hallo an alle

Hier ist noch ein wunderschöner Abschlag von einem Tsumeb - Vollstempel aus dem ersten Weltkrieg kurz vor Weihnachten



Hoffe, es pläsiert in Euren Augen mehr als der erörterte Background.

Mit Glückauf in die Sommernacht
Jochen
 
AfriKiwi Am: 21.08.2009 00:59:20 Gelesen: 125601# 77 @  
@ Briefmarken-Museum [#75]

Hallo Jochen,

schönes Stück von Tsumeb, was immer von Deutsch-SWA Sammlern gesucht wird.

Im FDC ist eine kurze Beschreibung von jeder Nominale womit ich mal nach kurzem anfange.

Dein Beitrag [#75] schildert ja schön daß der Mensch nichts neues entdeckt nur seine 'Schätze' wieder verarbeitet und in anderer Form anbietet.

Es war mal Made in - nun ist es Made in 'wo anders'. Ländernamen schon überflüssig. Es kann schon schlimm werden wenn nichts mehr zum austauschen ist - nach uns die Sintflut !

Nur solche die ein besseren Überblick vom Thema haben wie Du, wissen wo drum es geht.

Erich

SWA Freimarken von 1989

1c Wüstenrose

Unreine Kristallaggregate aus Gips, die großen Mengen Wüstensand enthalten, werden oft ihres Rosen- ähnlichen Aussehens wegen auch als Wüstenrosen bezeichnet. Gips ist das am häufigsten auftretende Sulfatmineral. Wüstenrosen werden längs der Westküste, besonders bei Lüderitz gefunden. Große Aggregate können eine Durchmesser von mehr als einen Meter erreichen.

2c Fluorit

Fluorit bildet hauptsächlich würfelförmige Kristalle. Er kann weiß, gelb, blau oder violett gefärbt sein. Er wird als Flußmittlel in der Eisen- und Stahlindustrie benutzt und is die wichtigste Quelle für Fluor in der chemische Industrie. Grüner Fluorit wird der Okurusu Mine bei Otjiwarongo abgebaut. Diese Lagerstätte ist mit einem geschätzten Vorrat von 6 Millionen Tonnen eine der größten der Welt.

5c Mimetesit

Dieses Mineral wächst in Form von sechseckigen Kristallen und wird in der Verwitterungszone von Bleilagerstättten gefunden. ES bildet feine Nadeln und in aussergewöhnlichen Fällen bis zu 5 cm langen Prismen. Die Farbe variiert von hellgrün bis gelb, orange und weiss. Die Tsumeb-Mine ist unter Mineraliensammlern sehr bekannt für ihre guten Mimetesitstufen.

7c Kuprit

Als Umwandlungsprodukt von Kupfersulfiden kommt Kubrit häufig in den oberflächennahen Bereichen von Kupferlagerstätte vor. Normalerweise bildet es ziegelsteinrote, erdige Massen. In seltener Fällen entstehen dunkelrubinrote, durchscheinende Dodekaeder und Oktaeder. Weltberühmte Kupritstufen mit Edelsteinqualität kommen aus der Onganja-Mine östlich von Okahandja.

10c Azurit

Azurit ist ein azurblaues Kupfermineral. Glänzende prismatische Kristalle bilden sich bei der Verwitterung von Kupfersulfiden. Die besten Stufen der Welt wurden in der Tsumeb-Mine gefunden. Sie können eine Länge von bis zu 40 cm erreichen.

18c Boltwoodit

Dieser seltene Mineralist ein Verwitterungsproduct von Uran, und kommt in der Rössing Mine vor. Es bildet feine Nadeln mit einer für Uranmineralien typischen gelben Farbe.

20c Dioptas

Eines der schönsten bekannten Mineralien ist der smaragdgrüne Dioptas. Er bildet längliche Kristallen in der Verwitterungszone von Kupferlagerstätten. Die Tsumeb-Mine ist weltberühmt für ihre hervorragenden Stufen dieses Minerals. Aussergewöhnliche Kristalle können bis zu 5 cm lang sein.

25c Oranjemund

Die reichsten alluvial Diamantfelder der Welt befinden sich längs 100 km langen Küstenstreifens nördlich von Oranjemund. Um die Diamanten zu gewinnen muß bis zu 20 m mächtiger Dünensand mit Baggern entfernt werden. Dadurch werden alte Ozeanterassen, die längs der Küste während eines höheren Standes des Meeresspiegel abgelagert wurden, freigelegt. Die Diamanten kommen zwischen den Geröllen dieser Terrassen vor. Ungefähr 1 Million Karat Diamanten wurden jährlich produziert. 90% der gewonnenen Diamanten haben Edelsteinqualität.

Mehr nächste Woche
Erich
 
Briefmarken-Museum Am: 21.08.2009 07:11:59 Gelesen: 125597# 78 @  
@ AfriKiwi [#77]

Lieber Erich, ich danke Dir herzlich für die zusätzlichen Informationen zu den Wertmineralen von SWA - ich hoffe es erfreut auch die anderen Leser.

Mit besten Sammlergrüßen und Glückauf!
Jochen
 
Jahnnusch Am: 21.08.2009 08:08:00 Gelesen: 125596# 79 @  
Ich wusste gar nicht, dass Erich Bergingenieur ist. Bin selbst nur Maschinensteiger mit Sprengerlaubnis gewesen.
 
Christian Am: 23.08.2009 23:14:11 Gelesen: 125560# 80 @  
Hallo zusammen!

Hier zwei Gedenkblätter anläßlich der Ausstellung: "Woche der europäischen Berg- und Hüttenleute" (1994).



Die Zeche Endsdorf gestern
http://www.saarlandbilder.net/orte/ensdorf/duhamel.htm

und heute
http://www.kreis-saarlouis.de/index.php?id=702



Wer näheres über Georg Agricola erfahren möchte:

http://www.agricola-institut.de/static/agricola.asp

Herzliche Grüße

Christian
 
AfriKiwi Am: 24.08.2009 00:17:08 Gelesen: 125550# 81 @  
@ AfriKiwi [#77]

Danke Jahnnusch für den 'Beschmückten Titel' Die Quelle sind nur die Hauptpunkte wie im FDC 1

Der letzten Teil vom Satz.

30c Tsumeb

Dieser wichtige Blei- Kupfer- und Zinkproduzent ist weltberühmt wegen seiner ausserordentlichen Vielfalt an schönen Mineralstufen. Der Erzkörper ist bei seiner Tiefe von 1700 m bekannt. Die afrikanischen Ureinwohner gewannen hier
Kupfer in primitiven Schmelzöfen lange bevor die eigentliche Mine 1906 eröffnet wurde. Die Jahresproduktion beläuft sich auf ungefähr 500.000 Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 4% Kupfer und 7% Blei. Silber und Gold sind Nebenprodukte. In der Vergangenheit wurden auch Zink, Kadmium, Arsen und Germanium gewonnen.

35c Rosh Pinah

Die Rosh-Pinah Mine befindet sich am Ostrand der Namib, 25km nördlich des Oranje Flusses. Sie produziert Zink, Blei und etwa SILBER. Der Erzkörper besteht aus Linsen und Bänder von Pyrit, Zinkblende und Bleiglanz in einer Serie von geschichteten Sedimenten. Die Jahresproduktion der Mine war 67.000 Tonnen Zinkkonzentrat und 18.000 Tonnen Bleikonzentrat im Jahre 1987. Das Silber ist in dem Bleikonzentrat enthalten.

40c Diamant

Dieses Mineral bildet sich unter extrem hohem Druck und besteht ausschliesslich aus Kohlenstoff – C. Die Kristallform ist oktaedrisch mit gerundeten Kristallflächen. Diamant ist oft gefärbt und sein Wert als Edelstein richtet sich nach seiner Größe, Farbe, Klarheit und dem Vorhandensein von möglichst wenigen Einschlüssen und Sprüngen. Weil Diamant das härteste bekannte natürliche Mineral ist, wird er auch industriell zum Schneiden, Bohren und Polieren gebraucht.

45c Wulfenit

Dieses Mineral bildet rechteckige tafelige, gelbe bis orange Kristalle. Es ist ein Umwandlungsprodukt von Bleierz. Stufen aus der Tsumeb Mine erreichen eine Kristalldurchmesser von bis zu 7cm.

50c Uis

Die Uis Mine, einer der niedriggradigsten Zinnminen der Welt, liegt 120 km westlich von Omaruru. Das Erz kommt in einem Schwarm von über hundert Pegmatitkörpern, die über ein großen Gebiet verstreut sind, vor. Das Erzmineral ist Kassiterit. Kleiner Bergbau fand seit 1924 statt. Die Entwickelung im größeren Stil begann erst 1958. Die UIs Zinnmine produzierte ungefähr 1.250 Tonnen Zinnkonzentrat im Jahre 1987.

R 1 Rössing

Die Rössing Uranmine ist der größte Uranerztagebau der Welt. Das Haupterzmineral, Pechblende, sitzt feinverteilt in einem granitischen Gestein, das auch als Alaskit bezeichnet wird. Mit dem Abbau des niedriggradigen Erzes wurde 1976 begonnen.

R 2 Gold

Gold kommt in der Natur in elementarer Form, oft in Gesellschaft von Quarz vor. Bei Ondundu 90 km nordwestlich von Omaruru, wurden zwischen 1924 und 1945 = 617 kg Gold gewonnen. Eine neu gefundene Goldlagerstätte bei Navachab im Bezirk Karibib hat fast 10 Millionen Tonnen Erz mit einem durchschnittlichen Goldgehalt von 2.2 g/Tonne. Gold wird auch in ganz kleinem Umfang bei Rehoboth abgebaut. Zudem ist es ein untergeordnetes Nebenprodukt der Tsumeb- und der Ojihasemine.
 
gertrud Am: 30.08.2009 14:59:37 Gelesen: 125494# 82 @  
Glückauf,

hier einige weitere Beispiele. Besonders die beiden Karten der UN war ich sehr erstaunt, da die UN-Ersttagskarten für mich bis dahin unbekannt waren.



Insbesondere das Thema Bergbau habe ich auf einigen älteren Briefmarken in vielen Ländern gefunden. Heute sind Mineralien mehr das Thema auf den Briefmarken.

Bei Interesse kann ich gerne mehr einstellen.

Glückauf
gertrud
 
BD Am: 30.08.2009 20:44:38 Gelesen: 125450# 83 @  
Wert-Paketkarte in die Schweiz aus Freiberg in Sachsen.

Diese trägt das Dienstsiegel der Mineralien-Niederlage der Bergakademie Freiberg, wo seit 1765 Bergleute, wohl für den höheren Dienst, ausgebildet werden.

Mit besten Grüßen BD


 
Briefmarken-Museum Am: 31.08.2009 07:26:45 Gelesen: 125430# 84 @  
Glückauf an alle, die immer wieder tolle Text- und Bild-Information aus Deutschland und aller Welt in Ihrem Sammlerbestand finden, einscannen und somit eine Facette bereitstellen, ein Detail im Bergmanns- und Hüttenleben mit Ihren Beiträgen "ausleuchten".

Bitte macht weiter, nicht hektisch - so wie bisher - und ich glaube, da gibt es noch viel zu entdecken.

LG Jochen
 
Hermes65 Am: 09.09.2009 00:18:44 Gelesen: 125325# 85 @  
Bergbau in einem Land, dass es nicht mehr gibt: Tschechoslowakei 594-596 von 1949.


 
Briefmarken-Museum Am: 09.09.2009 07:51:40 Gelesen: 125313# 86 @  
Moin Hermes65 und Danke für das Zeigen der tschechischen Marken.

Die linke Marke ist ein interessantes mittelalterliches Motiv mit einer Stadtkulisse, hast du da die Möglichkeit einen Scan mit höher Auflösung bereit zu stellen - vielleicht auch für die beiden anderen ?

LG Jochen
 
Hermes65 Am: 09.09.2009 10:42:13 Gelesen: 125308# 87 @  
Bitteschön, diesmal in postfrischer Erhaltung:


 
Werner Am: 26.09.2009 21:17:39 Gelesen: 125145# 88 @  
Heute stelle ich einen Satz über Bergbau der ehemaligen CSSR vor.

Es sind die Michel # 757 / 760 vom 14. September 1952. Als Anlass ist der Tag der Bergarbeiter.



Bergwerk aus dem 17. Jh. bei Schemnitz (Banska Stiavnica), Bergarbeiter mit Grubenlampe.



Bergmann mit moderner Fördermaschine



Bergwerk PETR BEZRUC, Ostrava



ein Grubenbagger

Das war`s mit netten Grüssen aus Wien,

Werner
 
Angelika2603 Am: 01.11.2009 15:20:58 Gelesen: 124658# 89 @  
Hallo,

der fiel mir gerade in die Finger:



Viele Grüße

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 01.11.2009 17:42:59 Gelesen: 124648# 90 @  
Hallo lieber Werner und liebe Angelika, ich Danke euch für die neuen Bilder zum montanistischen Thema.

Mit besten Sammlergrüßen
Jochen
 
Angelika2603 Am: 14.11.2009 19:40:14 Gelesen: 124521# 91 @  
Hallo Jochen,

habe gerade wieder einen Stempel gefunden:



einen schönen Abend

Angelika
 
Cantus Am: 15.11.2009 02:21:36 Gelesen: 124497# 92 @  
Hallo zusammen,

bei solch einem Thema versinke ich in Nostalgie. Ich hätte ja gerne ein paar Marken beigesteuert, habe aber auf die Schnelle nur zwei saubere Stempel gefunden. Der eine ist von Goslar, wo ich im Jahr 1970 als Bergbaubeflissener mitgeholfen habe, den Rammelsberg auszuhöhlen, der andere ist von Clausthal, wo ich mal als 1 X des AV Schlägel & Eisen an einem Stiftungsfest teilgenommen habe. Das ist zwar alles lange her, aber ich erinnere mich immer noch gerne an die Zeit.

Glückauf
Ingo



Goslar, 28.2.1911



Clausthal, 28.3.1912
 
Cantus Am: 17.11.2009 00:31:51 Gelesen: 124462# 93 @  
Zwei verschiedene Absenderfreistempel vom Natursteinwerk Otto Wutzler, Leipzig.



2.8.1947



24.5.1949
 
HEFO58 Am: 17.11.2009 17:34:54 Gelesen: 124440# 94 @  
Hallo

Im letzten Ankauf habe ich noch diese Postkarte der Flammkohlenzeche Prinz Wilhelm bei Kupferdreh gefunden, die damit einen Kunden darüber informiert hat, dass eine Lieferung Kohle per Bahn unterwegs ist.

Gruß
Helmut


 
AfriKiwi Am: 17.11.2009 21:27:10 Gelesen: 124421# 95 @  
Wer nicht das Fahrzeug im Stempel erkennt könnte sagen es wäre ein 'Moon-Rover'! ;)

Erich


 
Cantus Am: 20.11.2009 00:07:45 Gelesen: 124366# 96 @  
Freistempler der Bergakademie Freiberg, gelaufen 29.8.1990


 
Angelika2603 Am: 20.11.2009 18:24:59 Gelesen: 124342# 97 @  
Guten Abend,

dann passt dieser Herr ja auch hierher:



einen schönen Abend

Angelika
 
HEFO58 Am: 20.11.2009 20:15:18 Gelesen: 124331# 98 @  
@ Angelika2603 [#97]

Hallo

In dem Fall solltest Du aber eine Erklärung dazu schreiben, damit jetzt nicht jeder Google bemühen muss.

Gruß
Helmut
 
Briefmarken-Museum Am: 21.11.2009 00:34:18 Gelesen: 124321# 99 @  
Hallo an alle und ich freue mich riesig, über die kontinuierliche Zuarbeit bzw. Bearbeitung zu diesem Thema - ich weiß gar nicht wie euch danken soll.

Einige Belege und Thema habe ich noch nie gesehen, da kann ich nicht viel zu sagen.

Die Bergakademie Freiberg hat Weltruf und ich freue mich über diese historischen Belege ganz besonders. vielleicht findet ihr noch Aabsenderfreistempel von den einzelnen Instituten, ich kann mir vorstellen, das nicht alles zentral aus dem Hauptgebäude, sondern auch aus den einzelnen Geschäftsstellen in den Instituten, die im Ort verteilt sind, versandt wurde.

In Berlin ist das dagegen in den achtziger und späteren 90er Jahren ein riesiges Uni-Gebäude, wo die Fachbereiche in Etagen konzentriert waren. Vielleicht gab es da nur eine Postabgangsstelle und damit ein AFS.

In Aachen an der RWTH verteilen sich die Schwerindustrie-Institute teils über den Ort und/oder Institute teilen sich Gebäudesubstanzen.

AFS verraten - wenn nicht Postfach - Adresse - vielleicht auch die historische Entwicklung der Uni-Struktur. Ich habe einige hübsche AFS aus der Stahlindustrie in einer Riesentüte mit Riesendank an den Spender fürs Briefmarken-Museum inzwischen als Geschenk aus Bochum erhalten, komme aber in der Bearbeitung vom Scannen bis zur Ablage nicht hinterher. Das Problem kennt ihr bestimmt auch.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein schönes Wochenende am PC und viel Spaß allerseits, mit besten Grüßen Jochen.
 
Angelika2603 Am: 21.11.2009 11:44:28 Gelesen: 124308# 100 @  
@ Helmut

Stimmt. Hier eine Kurzbiografie des Herrn

Mathias von Flurl

Mathias Bartholomäus Ritter von Flurl, auch Matthias (* 5. Februar 1756 in Straubing; † 27. Juli 1823 in Kissingen) gilt als Begründer der bayerischen Mineralogie und Geologie.

1781 wurde er Professor in München und war auch Mitglied der Illuminaten. Von 1788 bis 1806 modernisierte Flurl die Porzellanmanufaktur Nymphenburg als „Fabrikkommisär“. 1792 erschien sein wissenschaftliches Hauptwerk Beschreibung der Gebirge von Baiern und der oberen Pfalz. 1797 wurde er Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Ab 1802 regte er den Kurfürst Max IV. Joseph zum Kauf verschiedener Mineraliensammlungen an, wodurch der „Grundstock“ zur Mineralogischen Staatssammlung Münchens gelegt wurde. 1820 wurde der seit 1808 in den Adelsstand erhobene „Ritter“ Vorstand der königlichen General-Bergwerks-Salinen und Münzadministration.

Flurl besuchte das Staatsbad Kissingen als bayerischer Salinen-Inspektor. Er erlitt während seiner Visite einen Schlaganfall.

Gruss

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 21.11.2009 15:35:03 Gelesen: 124294# 101 @  
Hallo Angelika,

tolles Teil = passt zu 100% zum Thema - Danke fürs Zeigen.

Mit Glückauf
Jochen
 
Angelika2603 Am: 21.11.2009 17:12:15 Gelesen: 124285# 102 @  
Hallo









Ich hoffe, ich habe keine doppelt eingestellt.

einen schönen Abend

Angelika
 
Cantus Am: 21.11.2009 22:08:24 Gelesen: 124256# 103 @  

 
Briefmarken-Museum Am: 22.11.2009 09:47:57 Gelesen: 124225# 104 @  
Moin an alle

@ Angelika

Der VDEh Verein Deutscher Eisenhüttenleute ist ein sehr großer Verein mit mehreren tausend Mitgliedern und die AFS sind wahrscheinlich in vielen Portostufen zu finden. Von den Briefen, Postkarten usw sind möglicherweise auch viele in der Rundablage "gelandet" - da lassen sich keine Rückschlüsse auf die Häufigkeit oder besser Seltenheit ziehen. Der Verwendungszeitraum wird anläßlich des Jubiläums eng sein. Ein schönes Stück.

@ cantus

Wie Dir geschrieben, bin ich Metallhüttenmann, das bedeutet kein Eisenhüttenmann, sondern beinhaltet eine Spezialisierung auf die Herstellung von Nichteisenmetallen - Schwermetalle, Leichtmetalle, Edelmetalle. Die Tonnagen der Eisenhüttenindustrie sind so hoch die Firmen (besser Konzerne so riesig), die Metallhüttenleute sind historisch in Klein- und Mittelbetrieben zu finden (mit wenigen Ausnahmen) - mit den Tonnagen verglichen eher "Apotheken-betriebe".

Die Dillinger Hütte, die kenne ich daher auch nicht von innen, der Hochofen zur Roheisenerzeugung im Stempel ist im Profil also Querschnitt sichtbar.

Das Aggregate ist isoliert dargestellt - in der Breite besser sichtbar auf einer Sondermarke von 1996 - die ehemalige Völklinger Hütte in typischer Rostfarbe unter Weltkulturerbe gestellt.



Mit clausthaler Glückauf in die Corona

Jochen
 
Angelika2603 Am: 05.12.2009 19:06:23 Gelesen: 124030# 105 @  
Guten Abend

gerade ist wieder einer aufgetaucht



einen schönen zweiten Advent

Angelika
 
Briefmarken-Museum Am: 07.12.2009 21:22:48 Gelesen: 123982# 106 @  
Hallo Angelika,

das Bergbau-Motiv aus dem Schwarzwald ist erstens optisch schön.

Zweitens: Die Umnutzung von einem ehemaligen Silbererzbergbaubetrieb zu einem Astma-Linderungs-Stollen ein gutes Beispiel um ein Technikdenkmal zu finanzieren.
 
rostigeschiene Am: 08.12.2009 07:29:28 Gelesen: 123973# 107 @  
Auch in Wattenscheid, heute ein Teil von Bochum, gab es Bergbau. Heute zeugen davon nur noch drei Fördertürme, die zur bewetterung der alten Schachtanlagen genutzt werden.



Schöne Grüße aus Bochum
Werner
 
Briefmarken-Museum Am: 08.12.2009 11:10:23 Gelesen: 123965# 108 @  
@ rostigeschiene [#107]

Hallo Werner,

auch der Wattenscheid Stempel ist in seiner Schlichtheit gut anzuschauen und bringt die Botschaft eines Industriestandortes stilisiert rüber.

LG Jochen
 
Jürgen Zalaszewski Am: 08.12.2009 13:43:28 Gelesen: 123956# 109 @  
Die Zeiten ändern sich,

Gelsenkirchen warb 1938 noch für Kohle und Eisen, die Grundlagen des Wirtschaftssystems der Stadt:



2002 es gibt keine Zechen und Stahlwerke mehr in Gelsenkirchen, dafür hat man jetzt ein Werk für Solaranlagen und schon ist man:



Gruß aus Bayern

Jürgen (Born in GE)
 
Briefmarken-Museum Am: 08.12.2009 22:07:48 Gelesen: 123938# 110 @  
@ Stempelfuchs [#109]

Hallo Jürgen,

und Danke für das Zeigen zweier Stempel, die den Konzentrationsprozeß in der Branche Stahl und Eisen auf der einen Seite und den Versuch der Kommunen sich anzupassen wiederspiegeln könnten.

Gelsenkirchen hatte damals aufgrund der vielen Fackeln über den Kokereien, die das überschüssige Koksofengas abfackelten, den Beinamen "Stadt der 1000 Feuer". Friedrich Grillo, ein berühmter Hütten-Industrieller, gründete 1872 in Schalke einige montanistische Schwerindustrie-Betriebe.

Ich kenne aber die Ortsgeschichte und die Firmengeschichten also den Termin der Schließungen nicht genau, möglicherweise sind da im WK II Zerstörungen gewesen, die den Wiederaufbau unmöglich gemacht haben - es wurden ca. 75% der Stadt zerstört.

Am 29. September 1999 wurde der letzte Koks nach 117 Jahren und 12 Tagen produziert - im selben Jahr nahm die Shell Solar Deutschland AG die Produktion von Photovoltaikanlagen auf.

Die Thyssen AG hat wohl noch ein Guss-Stahlwerk am Laufen und es exisitiert noch die "Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik".

Mit Glückauf aus Lüttjen Heere
Jochen
 
Jürgen Zalaszewski Am: 09.12.2009 01:49:25 Gelesen: 123920# 111 @  
Hallo Jochen,

also nach dem Krieg ging es so richtig los mit der Schwerinustrie in Gelsenkirchen. Ist leider nicht mehr viel davon übrig geblieben, was man der Stadt auch ansieht.

Auf jeden Fall hast Du recht, es gibt noch ein Stahlwerk in Gelsenkirchen, die Thyssen Krupp Electric Steel GmbH, Werk Gelsenkirchen und auch die Schalker Eisenhütte Maschinenfabrik ist noch aktiv. Sie ist im Bereich Kokereimaschinen Weltführer nach eigener Aussage. Beide Werke sind übrigens auf Gründungen von Friedrich Grillo zurückzuführen, der im 19. Jahrhundert einer der führenden Köpfe in dieser Stadt war.



Sonderstempel Gelsenkirchen Bo S 36 zum hundertjährigen Bestehen von Grillo-Funke. Friedrich Funke war der andere innovative Kopf neben Grillo und war mit ihm für die Gründung verschiedener Firmen verantwortlich.



Da habe ich noch einen Absenderfreistempel der Gewerkschaft der Schalker Eisenhütte von 1962. Interessant ist, dass 1962 noch im Innendienst ein alter Kreisstegstempel mit Gitterbogen oben und unten, hier offensichtlich als Eingangsstempel, verwendet wurde.

Glückauf
Jürgen
 
Briefmarken-Museum Am: 09.12.2009 12:23:23 Gelesen: 123905# 112 @  
@ Stempelfuchs [#111]

Hallo Jürgen,

die zusätzlichen Belege von der Grillo-Gruppe finde ich prima. Ergänzen möchte ich nur noch, das der Name Grillo auch in Clausthal ein Begriff ist. Da hat mindestens ein Familienmitglied, Hüttendirektor Dr.-Ing. rer. met. Georg Grillo, Geburtsjahrgang 1911, an der damaligen Bergakademie Metallhüttenwesen studiert. Am nördlichen Harzrand existieren auch heute noch Grillo-Werke, die Stichworte lauten Zinkweiß- und Titanweiß-Herstellung. Leider habe ich keinerlei Brief- oder AFS-Stempel-Belege, vielleicht findet die jemand anders.

Glückauf
Jochen
 
Cantus Am: 11.12.2009 00:43:57 Gelesen: 123839# 113 @  
Hallo zusammen,

ich möchte das Ganze mal mit ein paar Bildern auflockern. Alle Aufnahmen stammen aus dem Silber-Erzbergwerk "Grube Samson" in Sankt Andreasberg im Oberharz, allerdings aus der Zeit, wo der reguläre Abbau schon beendet war und man die Grube bereits in ein Besucherbergwerk umgewandelt hatte.

Das erste Bild zeigt alte Harzer Fahrkunst, mit der die Bergleute in die Grube einfuhren. Wehe dem, der da beim Auf- oder Abstieg nicht funktionierte und abrutschte oder dem Nachfolgenden auf die Finger trat.



Das zweite Bild zeigt, wie das gebrochene Gestein über die Strecke transportiert wurde. Zu meiner Zeit mussten wir die Schiebearbeiten glücklicherweise immer nur über kurze Strecken bewältigen, früher muss das aber eine schlimme Plackerei gewesen sein.



Auf dem letzten Bild erkennt man einen Bohrmaschinenbetrieb im Abbau. So oder ähnlich dürfte das im Erzbergbau heute noch der Fall sein.



Glückauf
Ingo

[Die Bilder sind beim anklicken deutlich erkennbar]
 
DL8AAM Am: 11.12.2009 18:40:22 Gelesen: 123816# 114 @  
@ Angelika2603 [#105]

gerade ist wieder einer aufgetaucht

hier auch:



Frankit-AFS (Serie: 4D09) der DBE "Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH" in Peine.

Die betreiben die Endlager-Bergwerke Morsleben, Schacht Konrad, Gorleben etc. und "gehören" zum Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in Salzgitter.

http://www.dbe.de

Gruß
Dipl.-Geol. Thomas ;-))
 
Angelika2603 Am: 13.12.2009 19:02:43 Gelesen: 123722# 115 @  
So, jetzt habe ich den Waggon auch in blau mit Eurocent


 
HEFO58 Am: 23.12.2009 16:52:39 Gelesen: 123554# 116 @  
Hallo

Passend zur Weihnachtszeit hier eine Weihnachtsgrußkarte mit einem Stempel vom Großbauvorhaben Schwarze Pumpe von 1957.

Gruß
Helmut


 
Jürgen Zalaszewski Am: 03.01.2010 17:56:14 Gelesen: 123393# 117 @  
Hallo Helmut,

dieses Thema ist wohl etwas eingeschlafen. Kannst Du mir erklären, um was für ein Großbauvorhaben es sich hier gehandelt hat und hatte es was mit Bergbau oder Erzaufbereitung oder Matallurgie zu tun?

Viele Grüße und ein gutes neues Jahr an alle
Jürgen
 
HEFO58 Am: 03.01.2010 19:05:09 Gelesen: 123385# 118 @  
@ Stempelfuchs [#117]

Hallo

Ich könnte jetzt so tun als wüsste ich was genaueres darüber, aber das wäre geschwindelt. Mir ist auch nur der Name und die Verbindung zur Braunkohle als solches bekannt.

Für weitere Informationen muß ich selbst auch Wikipedia bemühen - http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Pumpe

Gruß
Helmut
 
Concordia CA Am: 03.01.2010 19:34:06 Gelesen: 123378# 119 @  
@ Stempelfuchs [#117]

Schwarze Pumpe ist mit dem Braunkohlenabbau und der Kohleveredlung in Verbindung zu bringen. Der Stempel stammt aus der Bauphase des Kohleveredlungsbetriebes Schwarze Pumpe.

Siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Pumpe

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Briefmarken-Museum Am: 12.01.2010 00:06:21 Gelesen: 123205# 120 @  
Moin an alle und Frohes neues Jahr dazu, wen ich noch nicht andernorts gegrüßt habe.

Mit ein wenig Verspätung möchte ich hier den Thread etwas Wiederbeleben, habe gerade etwas zum von Stempelfuchs angeschnittenen Thema Grillo-Werke und Stahl-und-Eisen-Metallurgie in Gelsenkirchen-Schalke wieder gefunden bzw. hier zu ergänzen.



Ein AFS von 1962 zeigt, das die Mannesmann AG mit Ihrem Siegel dominiert und die STAHL- und Walzwerke der Firma Grillo-Funke im Untertitel zitiert. Ich schätze mal den Firmenbeleg so ein, daß hier ein Besitzerwechsel irgendwann stattgefunden hat.

Mit besten Sammler-Grüßen und Glückauf!
Jochen
 
Hawoklei Am: 12.01.2010 08:31:02 Gelesen: 123188# 121 @  
Hallo an die vielen Teilnehmer dieser schönen Runde,

zu diesem vielschichtigen Thema von mir ein paar schöne Stempel aus den 1930er Jahren. Hier werben gleich drei Städte für die Bergbauindustrie im Erzgebirge,
"Sächsische Steinkohle" und "Sächsischer Zechenkoks"

Beste Sammlergrüsse
Hans


 
Briefmarken-Museum Am: 12.01.2010 11:30:45 Gelesen: 123173# 122 @  
@ Hawoklei [#121]

Hallo Hans und Danke für das Präsentieren der hübschen Bochmann Stempel zu Motiven von Grubenanlagen aus dem Erzgebirge zur Gewinnung und Förderung von Steinkohle bzw. Produktion von Zechenkoks in Sachsen.

Mit besten Sammler-Grüßen und Glückauf
Jochen
 
Cantus Am: 14.01.2010 00:26:12 Gelesen: 123116# 123 @  
Hallo Jochen,

es ist nicht so ganz einfach, hier im östlichen Brandenburg Stempel zum Thema Bergbau / Kohle usw. aufzutreiben, aber inzwischen habe ich doch einen schärferen Blick für diese Thematik entwickelt. Vier neue Funde kann ich heute zeigen.



VEB Bergbau- und Hüttenkombinat "Albert Funk", Freiberg



VEB Qualitäts- und Edelstahl-Kombinat, Maxhütte Unterwellenborn



VEB Kohlehandel Magdeburg, Betrieb des VEB Energiekombinat, Magdeburg



Weisswasser, 50 Jahre Stadtrecht, 9.9.1985 (siehe auch "Schwarze Pumpe")

Mit den besten Grüßen und Glückauf
Ingo
 
Martinus Am: 14.01.2010 18:56:04 Gelesen: 123084# 124 @  
Kleiner Tipp am Rande, ich habe im Briefmarkenspiegel eine tolle Seite zu Höhlen/Felsenmalerei gefunden, was ja auch gut in dieses Thema paßt.

http://www.felszeichnungen.de
 
Cantus Am: 15.01.2010 01:22:06 Gelesen: 123065# 125 @  
Auch in anderen Ländern gibt es zum Teil reichhaltig Poststücke, die sich mit der Kohle oder allgemein dem Bergbau beschäftigen. Besonders häufig ist das bei Österreich anzutreffen, sowohl als Vordruckkarten als auch als Zudruck auf Ganzsachenpostkarten.

Das heute gezeigte Beispiel zeigt zum Einen, dass es damals dort offensichtlich eine Spezialbank gab, die sich ganz dem Thema "Montan" widmete. Zum anderen kann aus dem Text herausgelesen werden, dass da wohl eine größere Menge Holz an eine Grube geliefert wurde.




 
Briefmarken-Museum Am: 15.01.2010 06:28:59 Gelesen: 123057# 126 @  
Moin Cantus und Danke fürs Zeigen von diesem österreichischen Montanistischen Beleg anno 1917. Zusätzlich möchte ich mich auch für die lange direkte Email bedanken, die meine und Deine Clausthaler Lebens-Periode beleuchtet hat (= so schön in Erinnerung gebracht hat).

Kolossal interessant an der gezeigten Karte ist übrigens vorderseitig die vorgedruckte, formvollendete respektvolle Anrede und rückseitig der Datenschutz der damaligen Zeit - Kontomitteilungen - größere Zahlungseingänge für jeden Involvierten auf dem Transportweg von Schreibtisch Bank via Postweg über mehrere Stationen bis zum Schreibtisch des Konto-Inhabers mitlesbar auf Postkarte. Da wußten damals alle Bescheid ...

Mit Glückauf
Jochen
 
Hermes65 Am: 15.01.2010 15:50:06 Gelesen: 123042# 127 @  
Bergbau auch in Castrop-Rauxel, vielleicht auch schon längst Geschichte in dieser Stadt?


 
Briefmarken-Museum Am: 15.01.2010 22:16:35 Gelesen: 123024# 128 @  
@ Hermes65 [#127]

Auch der Stempel mit dem Förderturm ist ein schöner Zeitzeuge für das Thema und die Stadt, Danke fürs Zeigen!

Mit Glückauf!
Jochen
 
Cantus Am: 16.01.2010 00:42:56 Gelesen: 123016# 129 @  
Hallo Jochen,

da dir die kleine gezeigte frankierte Karte von Österreich recht gut gefallen hat, habe ich ein wenig tiefer in meinen Sammlungen gestöbert. So, wie Joachim (die-ganzsache) Spezialist für Zudrucke auf deutschen Ganzsachenkarten ist, bin ich das für den Bereich der österreichischen Ganzsachenkarten.

Mich interessieren grundsätzlich alle Zudrucke, bilden sie doch einen für uns recht fernen Zeitabschnitt der kulturellen und wirtschaftlichen Geschichte des Kaiserreichs Österreich-Ungarn ab. Innerhalb dieses Themenkreises nehmen die Zudrucke mit Bezug auf Bergbau jeder Art, vor allem aber auf den Kohlebergbau im ehemaligen böhmischen Landesteil von Österreich-Ungarn, einen nicht unwesentlichen Anteil ein.

Wie ich heute bei der Durchsicht der ersten zwei Alben festgestellt habe, sind da nicht nur Belege aus Aussig und Dux, wo sich große Steinkohlenbergwerke befanden, zu finden, sondern auch vergangene Zeugnisse einer Vielzahl von anderen Gruben oder von unterschiedlichen Firmen, die mit der Kohle so ihre Geschäfte machten. Danach lieferten die böhmischen Gruben ihre Kohle in alle Himmelsrichtungen; die Karten belegen das.

Ich habe nun vor, hier im Laufe der Zeit nach und nach eine größere Anzahl solcher Ganzsachenkarten zu zeigen. Beginnen will ich heute mit der ältesten Karte, die ich momentan finden kann.

Sie wurde am 13.8.1872 in Dux geschrieben und am darauf folgenden Tag von Dux nach Bautzen gesandt. Mit der Karte wurde eine Kohlelieferung angekündigt.





Mit den besten Grüßen und Glückauf
Ingo
 
Cantus Am: 16.01.2010 22:01:42 Gelesen: 122965# 130 @  
Sieben Jahre später gab es andere Ganzsachen und auch der rückseitige Zudruck war "moderner" geworden, aber weiterhin wurde Kohle mit der K.K. Priv. Dux-Bodenbacher Eisenbahn ausgeliefert.





Mit der Karte vom 28.1.1879, die an eine Adresse in Eisfeld an der Werrabahn gerichtet war, wurde die Lieferung von 11 Tonnen Kohle Marke Pechglanz angekündigt.
 
Briefmarken-Museum Am: 17.01.2010 03:27:42 Gelesen: 122952# 131 @  
Moin Cantus, das sieht mal wieder prima aus :-)

K&K = Kaiserlich und Königlich ?
 
Cantus Am: 17.01.2010 13:38:33 Gelesen: 122929# 132 @  
Hallo,

kaiserlich-königlich stimmt zwar schon, aber zu der Zeit war fast alles "K.K.", viele Firmen trugen damals in ihrem Namen das Kürzel K.K. vorangestellt. Daraus kann man deshalb nicht schließen, dass der Eigentümer ein Mitglied der kaiserlichen Familie gewesen wäre.

Ich mache hier mal weiter mit einer Karte aus Aussig. Die Firma Franz Xaver Rösler aus Aussig informiert damit einen Abnehmer aus Göttingen über die Lieferung von 200 Zentner Kohlen der Sorte I ab Schacht Gisela. Interessant im Text ist hier, dass die Fabrikation von "Ruhrkohle" angekündigt wird; Ruhrkohle war damals offensichtlich ein allgemein gültiger Qualitätsbegriff.





Die Karte wurde am 14.2.1874 geschrieben und auch umgehend abgeschickt.
 
Briefmarken-Museum Am: 17.01.2010 18:09:04 Gelesen: 122913# 133 @  
Hallo Cantus,

danke für die Aktualisierung und Beantwortung meiner kk-Anfrage. Also ich kenne den K&K Ausdruck nur vom Doppelkopf-Spiel in Clausthal ... das hatte die Bedeutung von "oben runter" und meinte das permanente Zeigen von starken Trümpfen, der Reihe nach.

Das Ankündigen einer Kohleproduktion namens Ruhrkohle, das wird wohl hinhauen, das dies ein Qualitätsstandard war. Da ich aber nicht Bergmann, speziell Kohlebergbau-Fachmann bin, bin ich mit Details überfordert. Auf jeden Fall halte ich das gezeigte Dokument für wertvoll, gerade dieses Satzes wegen - und ich kenne nur eine Organisation die GDMB Gesellschaft Deutscher Metallhütten- und Bergleute e.V. mit Sitz in Clausthal, da sind die Montan-Fachleute (ohne die Eisenhüttenleute) vereinigt.

Die haben auch einen Geschichtsausschuß, die sich mit Bergbau-Geschichte befassen - ich glaube, genau da sitzen die richtigen Ansprechpartner. http://www.gdmb.de/gdmb-fachausschuss.php

Vielleicht interessiert sich da jemand für das Dokument, den gegenwärtigen Geschäftsführer Herr Dipl.-Ing. Zuchowski, der ist Clausthaler Bergmann und sehr nett, ca. 30 Jahre dort in der GDMB und der ist entweder selber interessiert oder hilft garantiert weiter zum richtigen Spezi im FA Geschichte

Mit Glückauf!
Jochen
 
rostigeschiene Am: 17.01.2010 20:03:28 Gelesen: 122900# 134 @  
Hallo zusammen,

passend zum Thema eine Frage:

Wer von Euch hätte gedacht, das die Zentral-Europäische-Länderbank, Niederlassung Wien, eine Koks-Abteilung hatte?



Diesen Umstand hätte ich nicht vermutet.

Schöne Grüße Aus Bochum
Werner
 
Cantus Am: 18.01.2010 01:13:10 Gelesen: 122887# 135 @  
Hallo,

viele haben damals wohl versucht, mit der Kohle Geld zu machen, warum dann nicht auch eine Bank? Bei meiner oben gezeigten Karte der Montan-, Spar und Creditanstalt würde man das zwar eher vermuten, aber Banken versuchen immer, an sicheres Geld zu gelangen, auch wenn solch ein Engagement aus heutiger Sicht eher ungewöhnlich anmutet.

Der von Jochen gezeigte Link ist sehr interessant (besten Dank dafür), aber da muss ich mich erst noch in Ruhe einlesen. Von dort gelangt man dann übrigens zum "Montanhistorischen Verein Österreich", der möglicherweise noch intensivere Ambitionen zum Bergbau in Böhmen hat. Das muss ich aber erst noch abklären.

Heute will ich noch eine Karte aus Wien zeigen, die diesmal nicht eine Kohlenlieferung ankündigt, sondern mit der sich der Lieferant für die Bezahlung einer Rechnung bedankt. Der Absender der Karte war die "ACTIEN-GESELLSCHAFT für Montan-Industrie und Metallhandel" in Wien; die Karte wurde am 6.7.1875 von Wien nach Gmunden gesandt.





Ich wünsche eine gute Woche.

Viele Grüße und Glückauf
Ingo
 
Cantus Am: 19.01.2010 00:11:23 Gelesen: 122828# 136 @  
Guten Abend,

heute mal ein kleiner Abstecher an die Saar.

Die gezeigte Ansichtskarte (rückseitig ist ein Postkartenvordruck) zeigt die Bergkapelle St. Ingberg / Saar.

Nach der Machart der Karte tippe ich auf ein Herstellungsdatum so um 1965 herum.


 
Briefmarken-Museum Am: 19.01.2010 06:58:16 Gelesen: 122820# 137 @  
Guten Morgen Cantus

Ein Bergmusikanten-Chor im Bergmannskittel in beachtlicher Größenordnung!

So einen Chor habe ich nur einmal im Ruhrgebiet als Student live erlebt, beim 60. Geburtstag von Bergwerksdirektor Dünnbier (der hieß wirklich so!) im Garten in den frühen 1970er Jahren ... der Steiger kommt gespielt und dann floß Bier, aber Hallo und mit Glückauf-Lied um Mitternacht.

Schönen Tag an alle
wünscht
Jochen
 
Cantus Am: 20.01.2010 00:37:02 Gelesen: 122792# 138 @  
Hallo,

heute morgen mal eine Karte, die von einer Gießerei abgesandt wurde. Die Hütten-Verwaltung Schwechat der Oesterreichisch-Montanen Alpingesellschaft kündigt damit einem Kunden in Budapest den Abtransport per Eisenbahn von 300 Meter-Zentner Bessemer Roheisen an. Die Karte wurde am 5.4.1884 geschrieben und bei der Post aufgegeben.





Ich habe eine weitgehend identische zweite Karte, die ich bei Bedarf abgeben könnte.

Mit Glückauf
Ingo
 
antwortscheinsammler Am: 20.01.2010 11:34:36 Gelesen: 122778# 139 @  
Auf einen Sprung ins benachbarte Elsass, für Euch vom Stempel her sicher nichts unbekanntes, aber auf Internationalem Antwortschein mal was anderes:



Frankreich, XVIu, 40 FRANCS aus SAINTE MARIE AUX MINES HAUT-RHIN 25.06.55

Antwortscheinsammler
 
Jahnnusch Am: 20.01.2010 17:34:37 Gelesen: 122754# 140 @  
@ Cantus [#132]

Lieber Cantus,

heisst das nicht Nusskohle, da kann ich mir mehr darunter vorstellen? Aber ich bin nur Kalibergmann.
 
Hermes65 Am: 20.01.2010 18:52:42 Gelesen: 122741# 141 @  
Auch noch eine Karte von mir zum Thema, könnte aber auch zu den Inflationsbelegen gerechnet werden, denn die Kunden werden auf höhere Preise eingestimmt (ab 1.5.1922), seht aber selbst:

Das Hüttenwerk ist längst Geschichte, aber der Name des (inoffiziellen) Stadtteils von Biedenkopf (Mittelhessen) ist "Ludwigshütte" geblieben.

Gruß
Manfred


 
Cantus Am: 20.01.2010 22:16:24 Gelesen: 122728# 142 @  
@ Jahnnusch [#140]

Hallo,

gegen den Begriff "Nusskohle" hätte ich auch nichts einzuwenden, denn der erste Buchstabe sieht wohl eher wie ein N als ein R aus. Mich hat dabei aber gestört, dass der dritte und der vierte Buchstabe so völlig unterschiedlich sind, deshalb hatte ich auf "Ruhrkohle" getippt. Möglicherweise sollen das aber die Buchstaben "sz" sein, also damit Nuszkohle. Es soll mir recht sein, ich bin auch kein besonders geübter Entzifferer alter hingeschmierter Schriften.

Ich will diese und viele andere ähnliche Karten den Montanistischen Vereinen vorstellen und hoffe dann, dort abschließende Antworten bekommen zu können.

Viele Grüße
Cantus
 
reichswolf Am: 20.01.2010 23:24:01 Gelesen: 122719# 143 @  
Hallo Cantus,

es soll wohl nicht "sz" heißen, sondern es handelt sich um ein sogenanntes langes s und ein rundes s. Bei Wikipedia findest du mehr zu diesem Thema.

Beste Grüße,
Christoph
 
Cantus Am: 26.01.2010 00:55:07 Gelesen: 122606# 144 @  
Hallo,

heute mal etwas ganz Anderes.



Ein Brief von der in Cairo ansässigen Niederlassung von Stahlbau Rheinhausen an die Zentrale in Rheinhausen am Niederrhein, gelaufen am 16.8.1951.
 
Cantus Am: 26.01.2010 22:50:54 Gelesen: 122638# 145 @  
Hier etwas für unseren Kali-Bergmann.





Und zwei Jahre später dann etwas geändert





Mit Glückauf
Ingo
 
Cantus Am: 27.01.2010 01:21:37 Gelesen: 122632# 146 @  
Dann habe ich hier noch einen kleinen Beleg.



Polen, Ganzsachenpostkarte P 1018 vom 14.5.1988
150 Jahre M.-Nowotko-Hütte in Ostrowiec Świetokrzyski
 
Jahnnusch Am: 27.01.2010 08:30:12 Gelesen: 122623# 147 @  
Lieber Ingo.

Ich bin schon in Sondershausen angefahren, vor etwa drei Jahren. Sie haben in der Grube eine Kegelbahn, Konzertsaal, ein Museum, was auch die Kriegszeit behandelt. Auf einer Laugenstrecke kann man Bootchen fahren. Der Trationsbergmannsverein ist sehr rührig.

Glück auf Jürgen
 
Cantus Am: 30.01.2010 00:45:53 Gelesen: 122591# 148 @  
Heute ein Brief aus recht frühen DDR-Zeiten. Der Stempel ist zwar leider nicht lesbar, aber das Druckdatum deutet auf das Jahr 1957 hin.


 
Concordia CA Am: 11.02.2010 21:50:37 Gelesen: 122535# 149 @  
@ Cantus [#129]

Eine ähnliche Versandanzeige, wenn auch nicht als Ganzsache, wurde von der Flammkohlenzeche Prinz Wilhelm bei Kupferdreh (heute ein Stadtteil von Essen) benutzt um den Versand von 200 Scheffel Kohle anzuzeigen.

Die Lieferung erfolgte an die Fa. Steinmüller in Gummersbach, die zu jener Zeit begann, sich einen Namen in der Dampfkesselproduktion zu machen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Cantus Am: 14.02.2010 13:53:12 Gelesen: 122483# 150 @  
Heute mal ein Gruß aus Sachsen.



und zum besseren Lesen



 
Henry Am: 14.02.2010 15:45:50 Gelesen: 122475# 151 @  
@ Cantus [#150]

Dieses Gedicht hat mir sehr gut gefallen. weil es vielleicht auch anderen so geht, die den Dialekt aber nicht so gut lesen können, habe ich versucht, ins Hochdeutsche zu übersetzen. Hört sich auch so nicht schlecht an ...

Was ich wohl bin?

Was ich wohl bin? Das ist nicht schwer zu finden.
Man sieht’s dem Vogel gleich an seinen Federn an.
Ich hab ein schwarzes, ledernes Schwänzchen hinten und hab einen schwarzen Bergmannskittel an.
Der hat drei Dutzend Knöpfe. Auf jedem solcher Knöpfe
Muss obendrauf der Schlägel mit den Eisen sein. Ich bin ein Bergmann, will ein Bergmann sein.

Oft hört man’s klingen, die Bergleute seien versoffen. Und ungemütlich seien sie, grob und rau.
Bei einigen hat es am Ende zugetroffen, im großen und ganzen ist es nicht so.
Eine Kohlenhacke ist keine Feder, und Schreibpapier ist kein Leder.
Die raue Arbeit macht keinen glatten Mann. Mit was man umgeht, nun das hängt einem an.

Mit frischem Mut und festem Gottvertrauen, dass mich der liebe Herrgott wohl bewahrt,
tu ich ganz unbesorgt meinen Ort verbauen, kommt mir keine Furcht in den Sinn bei Bau und Fahrt.
Hab’s manchmal schon empfunden im tiefen Kohlenschacht drunten
Und hab’s an anderen und mir gespürt, wie Gott uns Menschenkinder schütz und führt.

Wie tut so herzlich und so heimelig klingen, der alte schöne Bergmannsgruß „Glück auf“.
Er kommt von Herzen, soll zum Herzen dringen. Es passt zu Freud und Leid der Gruß „Glück auf“.
Wenn ich getrost fahr runter: „Glück auf“ klingt’s hell und munter.
Und fahr gesund zu Tag ich wieder rauf, dann ruf ich froh aus Herzensgrund „Glück auf“

„Ein solcher Bergmann ist nicht zu beneiden“. Sagt mancher. „Nein, ich führe nicht hinein in dieses Loch“
Doch schaut euch um. Es ist nicht zu bestreiten, ein jeder Stand hat sein Päckchen Plag.
Drum geb’ ich mich zufrieden mit dem, was mir beschieden.
Es kann nicht jeder Zuckerbäcker sein. Ich bin ein Bergmann, will ein Bergmann sein!

....meint
Henry
 
gertrud Am: 14.02.2010 15:54:11 Gelesen: 122473# 152 @  
Hallo,

hier noch ein schöner Ersttagsbrief zum Thema.

Grüße
Gertrud


 
Cantus Am: 15.02.2010 22:11:07 Gelesen: 122439# 153 @  
Bisher ist hier das Thema Erdöl überwiegend ausgeklammert worden, aber eigentlich gehört es dazu. Wenn ihr anderer Meinung seid, kann Richard diesen Beitrag gerne löschen, ich würde dann eben an anderer Stelle ein neues Thema "Erdöl / Petroleum / Benzin" gründen.



Österreich, ANK 2712
 
reichswolf Am: 17.02.2010 01:10:40 Gelesen: 122413# 154 @  
Meine Heimatstadt Herzogenrath liegt direkt an der Wurm, einem kleinen Flüsschen, das südlich von Aachen entspringt und in die Rur mündet. Die Wurm gab einem der ältesten Steinkohlereviere Mitteleuropas seinen Namen. Mindestens seit dem Jahre 1100 wird im Wurmrevier Steinkohle gefördert. In Herzogenrath selbst zwar nicht (oder kaum), jedoch in den umliegenden Gemeinden, die 1972 eingemeindet wurden (Merkstein, Kohlscheid u.a.), aber auch jenseits der Grenze zu den Niederlanden, so z.B. in Kerkrade. Hierzu zeige ich euch den niederländischen Sonderstempel zur LIMPHILA '89 NATIONALE POSTZEGELTENTOONSTELLING KERKRADE 5-7 MEI 1989 mit der Abbildung des Schachtes Nulland in Kerkrade. Weitere Informationen zu diesem Schacht finden sich hier im Kapitel "Wirtschaft": http://de.wikipedia.org/wiki/Kerkrade



Beste Grüße,
Christoph
 
reichswolf Am: 17.02.2010 22:04:40 Gelesen: 122391# 155 @  
Ebenfalls eine Nachbargemeinde von Herzogenrath ist Alsdorf. Die Stadt war lange Zeit stark vom Bergbau geprägt, und noch heute, viele Jahre nach der Schließung der letzten Zeche, ist das Erbe dieser Zeit in der Stadt präsent. Der Annapark, der auf dem Gelände der Grube Anna entstand, beherbergt noch einige Betriebsgebäude der Grube, u.a. einen Förderturm. Außerdem prägen Abraumhalden das Bild der Landschaft.

So schwierig der Strukturwandel für viele Alsdorfer auch gewesen sein mag, eines ist unbestritten: Seit der Schließung der zur Grube gehörenden Kokerei ist die Luft in Alsdorf deutlich atembarer geworden. :-)

Hier zeige ich einen Sammlerbrief vom 23.10.1977, als die Stadt noch zu Recht "Bergbaustadt Alsdorf" genannt werden konnte. Der Sonderstempel 5110 ALSDORF. RHEINL. 1 15 Jahre Briefmarken- Sammler-Verein Alsdorf zeigt als Abbildung Hammer und Schlegel sowie eine Grubenlampe.

Weitere Informationen zur Grube Anna finden sich hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Grube_Anna



Beste Grüße,
Christoph
 
Concordia CA Am: 19.02.2010 22:37:35 Gelesen: 122350# 156 @  
Die Stadt Duisburg ist auch heute noch Standort der Stahlproduktion. Der Stempel aus dem Jahr 1981 lief aus Anlass des Jubiläums "100 Jahre Hüttenschule".

Die Hüttenschule wurde 1882 in Bochum gegründet und siedelte bereits im Jahr 1891 nach Duisburg über.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Cantus Am: 08.03.2010 01:08:18 Gelesen: 122155# 157 @  
Die Karte zeigt den Eisengießer Peter Vischer aus Nürnberg.


 
Angelika2603 Am: 10.04.2010 13:19:48 Gelesen: 121381# 158 @  


lg

angelika
 
Martinus Am: 10.04.2010 17:46:52 Gelesen: 121367# 159 @  
Kaliwerk Stassfurt



Hier auf der Ansichtskarte gezeigt die Schachtanlage Ludwig II, der Festsaal in 470 Meter tiefe. Heute ist dieser Teil leider geflutet. Mein Vater hat in der Schachtanlage seine Ausbildung gemacht. Auf dem Foto zu erkennen ist auch noch der Betriebsleiter Herr Eisfeld. Wie mir mein Vater erklären konnte, haben wohl Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg dieses Denkmal geschaffen, wie sie es allerdings zum halten bekommen haben, das ist ihm nicht bekannt. Im Internet findet man sonst leider keine Informationen zu diesem Denkmal.

mfg Martinus
 
Martinus Am: 10.04.2010 17:49:37 Gelesen: 121365# 160 @  
100 Jahre Erdöl-Verarbeitung in Salzbergen

bei Durchsicht meiner Belege habe ich diesen hier zum Thema Erdöl gefunden.



gruß Martinus
 
Martinus Am: 10.04.2010 17:55:26 Gelesen: 121364# 161 @  
Grubenunglück

Für alle Interessierten, habe ich hier ein Foto der Schachtanlagen I + II von 1965



Dazu einen Zeitungsbericht vom letzten schweren Grubenunglück auf Mont-Cenis am 22.Juli 1965.



Mein Vater gehörte damals zum ersten Rettungstrupp, wäre er im zweiten gewesen, dann würde er heute nicht mehr leben. Jedenfalls ist es schon eine interessante Sache, sich mit den Kumpel zu unterhalten, die es selbst erlebt haben!

mfg Martinus
 
Angelika2603 Am: 11.04.2010 09:34:56 Gelesen: 121333# 162 @  
Guten Morgen

habe wieder ein paar Stempel gefunden





einen schönen Sonntag noch

lg

angelika
 
Angelika2603 Am: 11.04.2010 14:52:24 Gelesen: 121324# 163 @  
noch einer


 
DL8AAM Am: 27.04.2010 15:04:29 Gelesen: 120734# 164 @  
Volpriehausen:

Handwerbestempel "3418 USLAR 2 - VOLPRIEHAUSEN" vom 15.2.88 mit Slogan "Staatl. anerk. Erholungsort" und " Kali-Bergbaumuseum" auf "Gebühren zahlt Empfänger" Antwort-Rückumschlag der Dresdner Bank, Filiale Göttingen.



BTW, auch dort (wo nicht?) vermuten einige das Bernsteinzimmer. ;-)

http://www.welt.de/print-welt/article518065/Im_Rausch_der_Tiefe.html

Gruß aus Göttingen
Thomas
 
Concordia CA Am: 02.05.2010 13:33:13 Gelesen: 120463# 165 @  
Lang ist es her, dass Essen, die diesjährige Kulturhauptstadt Europas, einmal Stadt der Kohle war.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
reichswolf Am: 05.05.2010 22:24:31 Gelesen: 120168# 166 @  
Zur Knappschaft hatte ich bereits in [#60] etwas geschrieben und ihre Verbindung zum Bergbau erklärt. Ihr 750jähriges Jubiläum wird dieses Jahr von der DPAG nicht nur mit einer Briefmarke (Ausgabetag 11.11.2010) geehrt, sondern auch mit einem Serienstempel, der in den Briefzentren zum Einsatz kommt. Hier ein Stempel aus dem Briefzentrum 52 in Aachen vom 20.04.2010.



Beste Grüße,
Christoph
 
Cantus Am: 17.05.2010 00:13:14 Gelesen: 119310# 167 @  
Hallo,

ich habe gerade eine tolle Seite für Freunde des Kohlebergbaus gefunden. Sogar meine alten Zechen sind vertreten. Schaut mal hinein:

http://www.der-foerderturm.de/inhalt-ger.htm

Viele Grüße und Glückauf
Ingo
 
AfriKiwi Am: 17.05.2010 06:30:45 Gelesen: 119284# 168 @  
Was aus der Erde kommt zum Nutzen des Landes !

In 1886 wurde Gold entdeckt in Langlaagte in der Nähe der heutigen Stadt Johannesburg.

Aus einem anderen Winkel gesehen auf Mi 693 und Mi 695, was GOLDERZ alles beschaffen konnte.

Die 25c Marke, zeigt die Johannesburg Skyline nach 100 Jahren also in 1986.

Viele Städte die entstanden sind wegen Grundstoffen Entdeckung hatten nicht so eine Bevölkerungexplosion.

Die vielen Minensandberge zeugen daß Golderz überhaupt zwischen Städten, Springs und Randfontein über viele Jahre unter der Oberfläche rausgeholt wurde.

Anbei der Block zeigt auch gelber Sand und wohl nicht Gold ein Endprodukt.

Erich


 


Concordia CA Am: 18.05.2010 16:50:29 Gelesen: 119203# 169 @  
Dieser Brief von dem dem Essener Bergwerks- und Hütten-Bedarf-Lieferanten Rudolf Höing GmbH an die Dortmunder Zeche Gewerkschaft Dorstfeld aus Juni 1922 zeigt auf seiner Rückseite eine Auswahl der seinerzeit auf den Zechen eingesetzten Technik.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
reichswolf Am: 11.09.2010 16:02:17 Gelesen: 116208# 170 @  
Nochmal ein Beleg zur Knappschaft, hier der Wurm-Knappschaft in Bardenberg bei Aachen vom 27.10.1923, frankiert mit einer MiNr. 318A. Diese wurde entwertet mit dem Stempel BARDENBERG * (KR AACHEN) ?.

Gelaufen ist der Brief nach Dresden, Empfänger war das Sächsische Serumwerk Dresden AG (seit 2008: GlaxoSmithKline Biologicals Dresden), das damals zu den bedeutendsten Sera- und Impfstoffproduzenten im deutschsprachigen Raum gehörte. Wahrscheinlich ging es also in dem Brief um Angelegenheiten des Knappschaftskrankenhauses in Bardenberg.



Beste Grüße,
Christoph
 
Stephan Sanetra Am: 23.09.2012 11:16:36 Gelesen: 71996# 171 @  
Um dieses vielseitige Thema wieder aufleben zu lassen, zeige ich heute einen Stempel zur 125-jährigen geologischen Landesaufnahme des Bundeslandes Bayern von 1975. Die enge Beziehung zum Bergbau wird durch das Symbol "Schlägel und Eisen" bekundet, das über der Silhouette von München schwebt.

Beste Grüße
Roedsand


 
Cantus Am: 23.09.2012 12:44:17 Gelesen: 71970# 172 @  
@ Roedsand [#171]

Hallo,

wie ich sehe, bist du aktiv; da muss ich doch gleich antworten. Von mir ein Umschlag aus Ilsenburg am Harz, wo das im Harz geförderte Erz zu Blechen verarbeitet wurde.



Viele Grüße
Ingo
 
Stephan Sanetra Am: 26.09.2012 16:32:31 Gelesen: 71505# 173 @  
Hallo,

diesen Gelegenheitsstempel finde ich klasse! Da er hierher passt, möchte ich ihn euch auch nicht vorenthalten: Neben der Darstellung "Würfel mit Oktaeder" sind noch exemplarisch ein Ammonit und ein Trilobit abgebildet.

Beste Grüße
Stephan


 
Cantus Am: 11.11.2012 02:04:22 Gelesen: 69218# 174 @  
Hallo,

nicht nur zur Mineralienbörse gibt/gab es Sonderstempel, auch die jährlich stattfindenden Mineralientage sind stets ein geeigneter Anlass, dieses Ereignis auch per Stempel zu dokumentieren. Drei Exemplare davon kann ich euch gegenwärtig zeigen.



Mineralientage am 19.10.1980 in München. Abgebildet ist da wohl ein Knappe.



Auch ein Jahr später gab es am 1.11.1981 in München Mineralientage. Diesmal wird im Stempel des Skelett eines Flugsauriers abgebildet.



Am 1.9.1984 fanden die 5.Heidelberger Mineralientage statt. Diesmal findet sich im Stempel die Abbildung eines Turmalinkristalls. Die schwarze Varietät davon, Schörl genannt, kann man im nördlichen Schwarzwald nördlich von Zell am Harmersbach sogar bei Spaziergängen am Wegesrand auflesen, anders gefärbte Turmaline sind dagegen erheblich seltener zu finden.

Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 18.11.2012 10:19:03 Gelesen: 68943# 175 @  
Hallo zusammen,

diese WHW-Karte habe ich gerade gefunden.



Für mich sah das Bild aus wie ein Braunkohle-Tagebau. Aber ein Blick auf die Textseite lehrte mich etwas anderes.



Mir war bisher nicht bekannt, dass Bernstein in solch einem großen Stil im Tagebau abgebaut wurde.

Viele Grüße
Volkmar

[WHW = Winterhilfswek]
 
Stephan Sanetra Am: 18.11.2012 11:31:27 Gelesen: 68931# 176 @  
Hallo Volkmar,

Bernstein wird in der Gegend immer noch gewonnen. Nachlesen kann man das u.a. hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Erde.

Sonntägliche Grüße
Stephan
 
Cantus Am: 22.12.2012 00:23:20 Gelesen: 67042# 177 @  
Heute zwei Stempel von Briefmarkenausstellungen in Herten, die jeweils dem regionalen Bergbau gewidmet waren.



HEWEBRIA '84, Stempel vom 27.10.1984



HEWEBRIA '91, Stempel vom 11.5.1991

Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 23.01.2013 20:18:03 Gelesen: 65273# 178 @  
Hallo zusammen,

es gibt nur wenige Ortsnamen, die sich auf das Metall Blei beziehen z.B. Bleiberg. Heute habe ich diesen Brief aus Bleiwäsche gefunden:



Nach Wikipedia:

Bleiwäsche ist das südlichste Dorf im Kreis Paderborn in Nordrhein-Westfalen und gehört zur Stadt Bad Wünnenberg. Gleichzeitig ist es mit 447 m ü. NN das höchstgelegene Dorf im Regierungsbezirk Detmold. Der Name Bleiwäsche gründet sich auf den von 1527 bis 1600 dort stattfindenden Abbau von Blei, welches vor Ort „gewaschen“ wurde.

Da die Einwohnerzahl nie über 1000 war, dürfte man diesen Stempel nicht allzu oft finden.

Viele Grüße
Volkmar
 
DL8AAM Am: 24.05.2013 15:26:17 Gelesen: 57940# 179 @  
@ Cantus [#92]



4D09000DB3

FRANKIT der "Weltkulturerbe Erzbergwerk Rammelsberg Goslar GmbH" (Museum & Besucherbergwerk)

Gruß
Thomas
 
kdoe Am: 24.05.2013 19:48:14 Gelesen: 57914# 180 @  
Hallo,

dann auch von mir mal etwas neues Leben in diesen Thread - mit einem Beleg von wahrscheinlich 1867, der erst auf den zweiten Blick etwas mit dem Thema zu tun hat:



Die Erklärung bringt der Adressat - Prof. Richter war der Rektor der Bergakademie Freiberg und u.a. der Mitentdecker des Elements Indiums.

Gruß Klaus
 
Pepe Am: 24.05.2013 20:29:07 Gelesen: 57910# 181 @  
Nicht nur der 'Glaube kann Berge versetzen'. Manchmal kann auch ein Auto ganz schön hilfreich sein.



Australien 2008 04 01 Mi 2986 Road Train

Nette Grüße
Pepe
 
Cantus Am: 02.07.2013 23:19:41 Gelesen: 55954# 182 @  
Von mir wieder einmal ein kleines Sortiment mit Stempeln zum Thema.



12.4.1980 - Frankfurter Mineralien und Fossilienbörse



27.10.1979 - Mineralien- und Fossilienbörse in Freiburg im Breisgau



22.8.1983 - International Union of Geodesy and Geophysics in Hamburg



21.10.1979 - 3. grosse Mineralien- unmd Fossilienbörse in Koblenz



26.10.1980 4. grosse Koblenzer Mineralien- und Fossilienbörse

Zum Schluss noch ein Stempel aus dem Vermessungswesen. Er passt nicht exakt zu diesem Thema, andererseits braucht man zum Aufspüren von Lagerstätten oder z.B. im Tagebau sehr wohl auch Vermessungsingenieure.



14.9.1983 - Hannover, 67. deutscher Geodätentag

Mit Glück Auf in die Runde
Ingo
 
Martinus Am: 28.07.2013 20:04:18 Gelesen: 54609# 183 @  
XII. Berg- und Hüttenmännischer Tag

Der Beleg paßt doch hier her, oder? Vor allem habe ich noch nie so viele Abkürzungen in der Adresszeile gelesen!



mit Sammlergruß Martinus
 
Cantus Am: 05.08.2013 00:55:42 Gelesen: 54143# 184 @  
Von mir ein Brief, gelaufen am 26.8.1989 als Ortspost in Recklinghausen, mit Sonderstempel zum Jubiläum "100 Jahre Industriegewerkschaft Bergbau und Energie / 1889 - 1989". Zur Frankatur wurden Mi. 1330, 1436 verwendet.



Viele Grüße
Ingo
 
Martinus Am: 07.08.2013 11:01:29 Gelesen: 53973# 185 @  
Festsaal

Hier bekamen die Bergleute ihre Prüfungszeugnisse überreicht!



(das Denkmal habe ich in einem früheren Beitrag schon gezeigt - dies ist die Ansicht in den Festsaal)

Heute ist dies alles Geschichte denn die Gruben sind geflutet worden!

mit Sammlergruß Martinus

P.S.: Eine kleine Anmerkung sei mir hier erlaubt. Im Jahre 1929 ist im Verlag für Ackerbau m.b.H. Berlin ein kleines Buch zu diesem Thema erschienen "Die Gewinnung der Kalisalze und ihre Anwendung in der Landwirtschaft" hier drin wird erklärt wie so ein Kalibergwerk funktioniert und wie wichtig die Salze für unser Leben sind!
 
Martinus Am: 07.08.2013 11:06:43 Gelesen: 53972# 186 @  
Erdöl



Habe zu dem Thema auch etwas gefunden - vielleicht könnte man da echt eine neue Rubrik unter dem Thema machen?

Meines Wissens gab es da auch mal eine Arbeitsgemeinschaft? Das ist aber schon ein paar Jahre her!

gruß Martinus
 
DL8AAM Am: 23.08.2013 17:12:49 Gelesen: 52849# 187 @  
Mal wieder ein paar Absenderfreistempel aus dem Bereich "Geologie":



1D1000018E (Gerät gehört dem Konsolidierer Freesort/K2055)

LBEG - Niedersächsisches Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (Stilleweg 2, 30655 Hannover)



K501140

Rainer Hartmann - Gesellschaft für angewandte Biologie und Geologie mbH (August-Spindler-Strasse 1, 37079 Göttingen)

Beste Grüße
"Dipl.-Geol. Thomas" ;-)
 
Cantus Am: 31.10.2013 21:06:17 Gelesen: 48016# 188 @  
Ein Brief der Rheinstahl Hüttenwerke AG, gelaufen am 27.6.1967 von Hattingen nach Berlin-Schöneweide (damals DDR) an die Deutsche Reichsbahn.



Viele Grüße
Ingo
 
DL8AAM Am: 05.11.2013 04:08:34 Gelesen: 47648# 189 @  
Soleleitungen [1] gehören (auch) zum Bergbau, genauer zum Salzbergbau.



FDC zur Bund-Ausgabe "350 Jahre Soleleitung (1619-1969)" von Traunstein nach Bad Reichenhall, der ersten Produktpipeline in Deutschland, zu 20 Pf., mit Ersttagsstempel "ZUM / 350-JÄHRIGEN JUBILÄUM / DER SOLELEITUNG / ● / ERSTAUSGABE / FORTSCHRITT IN TECHNIK / UND WISSENSCHAFT" vom 04.09.1969 "● BONN 1 ● / 53".

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/Soleleitung
 
jmh67 Am: 05.11.2013 08:22:59 Gelesen: 47637# 190 @  
@ Cantus [#174]

Der Stempel aus München zu den Mineralientagen zeigt wohl einen Rutengänger. Man glaubte früher, mit der Wünschelrute Erz finden zu können.

Jan-Martin
 
heku49 Am: 05.11.2013 14:37:42 Gelesen: 47607# 191 @  
@ Martinus [#186]

Diese Arbeitsgemeinschaft gibt es noch. Ist jetzt in der AG Bergbau und Geowissenschaften.

http://www.vpha-online.de/index.php/arbeitsgemeinschaften-gesamt/20-bergbau

Gruß Helmut
 
Cantus Am: 17.01.2014 00:13:13 Gelesen: 44467# 192 @  
Heute zwei Stempel, die Fördertürme im Bild zeigen.



Oberhausen, 26.4.1986



Bad Ems, 20.4.1980

Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 20.02.2014 02:19:38 Gelesen: 43492# 193 @  


Freiburg im Breisgau, 18.10.1981

Viele Grüße
Ingo
 
DL8AAM Am: 22.04.2014 01:26:05 Gelesen: 41407# 194 @  
K+S KALI GmbH



FRANKIT-AFS 3D06000830 der "K+S KALI GmbH" aus 34131 Kassel (Bertha-von-Suttner-Straße 7). Das Unternehmen gehört zur "K+S Gruppe" bzw. zur "K+S AG", ein börsennotiertes Bergbauunternehmen mit den Schwerpunkten Kali- und Salzförderung [1]. "K+S" steht für den alten Namen "Kali und Salz".

Gruß
Thomas

[1]: http://de.wikipedia.org/wiki/K%2BS
 
skribent Am: 22.04.2014 13:50:08 Gelesen: 41369# 195 @  
Hallo Zusammen,

in Nord-Korea gibt es sehr viele Bodenschätze, so steht es zumindest im Innenteil eines Booklets, das ab dem 25. Oktober 2002 verkauft wurde.

Our country has several hundred kinds of mineral resources. Depicted on the stamps are some of minerals which are widely exploited and utilized.





Interessant sind die vielen mit Pressluft betriebenen Abbaugeräte auf dem Rand des Heftchenblatts.

Einen schönen Tag wünscht
Franz
 
Cantus Am: 17.07.2014 14:32:30 Gelesen: 37871# 196 @  
Hier ein Stempel aus Brüx.



Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 20.11.2014 11:35:43 Gelesen: 33170# 197 @  
Hallo zusammen,

ein Eisengießer aus Meppen:



Viele Grüße
Volkmar
 
Heidelberg Collector Am: 23.01.2015 19:41:31 Gelesen: 30785# 198 @  
Auch aus der ehemaligen DDR kommen hier ein paar "Kumpel" (1):



Ungelaufene DDR-Pieck-Ganzsache aus den 50er Jahren mit Werbespruch "Jungen werdet Bergmann! Die Kohle ist das Brot der Industrie. Auskunft erteilt die Abteilung Arbeit und Berufsausbildung bei den Räten der Kreise."

Beste Sammlergrüße,

Yoska

(1) Synonym für Bergmann.
 
Angelika2603 Am: 23.01.2015 20:40:57 Gelesen: 30775# 199 @  
Guten Abend,

den habe ich gerade gefunden:



LG
Angelika
 
Hermes65 Am: 24.01.2015 18:24:17 Gelesen: 30723# 200 @  
Kohle und Stahl bei unserem südlichen Nachbarn: Österreich Mi.-Nr. 1092-1096 in gestempelter Erhaltung.


 
Mondorff Am: 09.02.2015 20:18:24 Gelesen: 30063# 201 @  
Schöner Flugpostbrief aus Kenia.



Auf den Marken ist Fluorit zu sehen.

Schönen Gruß
DiDi
 
Marcel Am: 28.02.2015 23:34:32 Gelesen: 29260# 202 @  
Ich denke, die Karte passt ganz gut hier herein, die Karte anlässlich des 500-jährigen Bestehens der Frohnauer Hammerschmiede bei Annaberg.



schöne Grüße
Marcel

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/muenzf.pl?ST=4355&CP=0&F=569
 
Marcel Am: 10.03.2015 23:03:37 Gelesen: 28915# 203 @  
Im Jahre 1526 gab es die erste geschichtliche Erwähnung des "Uttenhofer Eisenhammers", 1931 kam es zur Bildung der Aktiengesellschaft "F.A. Lange Metallwerke A.-G." und seit 1990 ist es die "Auerhammer Metallwerk GmbH". [1]

Dazu ein R-Brief aus Hatton Garden in London nach Aue in Sachsen vom 30.06.1933. Hatton Garden ist eine Straße im Stadtteil Holborn in der London Borough of Camden. Das Gebiet rund um Hatton Garden war das Zentrum des Londoner Schmuck- und Diamantenhandels seit dem Mittelalter, aber auch die Heimat der Erfindung des Maschinengewehrs 1881. [2]

Das Siegel ist vom Assay Office (Punzierungsamt) in Hatton Garden. Das Punzierungsamt ist die staatliche Kontroll- und Überwachungsstelle für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bei Edelmetallgegenständen.





schöne Grüße
Marcel

[1] http://www.auerhammer.com/de/unternehmen/geschichte.html
[2] http://en.wikipedia.org/wiki/Hatton_Garden
 
Altmerker Am: 10.04.2015 11:58:51 Gelesen: 27300# 204 @  


Schwarzenberg war/ist Bergbau, die Hämmer zeigen es.

Gruß
Uwe
 
Heidelberg Collector Am: 11.04.2015 12:35:00 Gelesen: 27235# 205 @  
Und hier noch die Patronin der Bergleute: St. Barbara [1]



Sonderstempelbeleg aus Schiffsweiler, 20.09.1981 - Thema: "Bergamnnstage in Heiligenwald"

Grüße,

Yoska

[1] http://www.brauchtum.de/winter/heilige_barbara.html
 
Cantus Am: 04.06.2015 00:00:09 Gelesen: 23999# 206 @  


Ein ZKD-Brief vom VEB Eisenhüttenkombinat Ost, gelaufen am 28.5.1968 von Eisenhüttenstadt nach Berlin.

Glück Auf und viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 13.06.2015 21:27:39 Gelesen: 23292# 207 @  
Vor einigen Jahren hatte ich in diesem Thema kundgetan, dass ich früher auf der Erzgrube am Rammelsberg in Goslar tätig war. Noch einige Zeit mehr jedoch war ich auf der Zeche Victoria 3/4 in Lünen auf etwa 1.200 m bis 1.400 m Tiefe am Abbau von Steinkohle beteiligt. Diese Zeche, schon seit Jahren stillgelegt, gehörte damals zur Harpener Bergbau AG, die ihren Hauptsitz in Dortmund hatte.

Durch großen Zufall ist es mir vor kurzem gelungen, einen alten Eisenbahnfrachtbrief der Harpener Bergbau AG aus dem Jahr 1921 zu finden, den ich hier gerne zeigen möchte. Da solche Frachtbriefe mindestens die Höhe eines dinA4-Blattes haben, müssen meine Abbildungen hoch- und runtergescrollt werden; eine Verkleinerung würde kaum noch Details erkennen lassen.



Viele Grüße
Ingo
 
volkimal Am: 04.08.2015 17:52:06 Gelesen: 20914# 208 @  
@ Martinus [#159]

Hallo Martinus,

als Ergänzung zu Deinem Beitrag noch der Gelegenheitsstempel aus Staßfurt auf einem zweimal verwendeten Umschlag:





Dieselbe Stadtansicht, die auf dem Stempel von 1949 dargestellt ist, gibt es wieder im Jahr 1998. Diesen Stempel zeigt ginonadgolm bei Philastempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
Cantus Am: 11.10.2015 21:04:22 Gelesen: 16701# 209 @  
In Freiburg im Breisgau war man bei der Stempelgestaltung nicht sehr einfallsreich; jedes Jahr wurden gleichartige Kristalle im Stempel abgebildet.



Den Stempel aus München finde ich da schon interessanter.



Viele Grüße
Ingo
 
Cantus Am: 28.01.2016 01:48:02 Gelesen: 9559# 210 @  
Bei den Mineralientagen in München am 30.10.1983 wurde besonders der Goldkristall im Stempel geehrt.



Viele Grüße
Ingo
 
fogerty Am: 28.02.2016 14:52:31 Gelesen: 7014# 211 @  


Freistempel der Schoeller-Bleckmann Stahlwerke von 1970. Diese Gesellschaft wurde dann, laut Wikipedia, fünf Jahre später von der Vöest-Alpine AG übernommen.
 
Cantus Am: 30.03.2016 02:32:59 Gelesen: 4626# 212 @  
In diesem Werk war ich als junger Mann von 21 Jahren einige Monate tätig.



Viele Grüße
Ingo
 
DL8AAM Am: 13.04.2016 20:30:17 Gelesen: 3440# 213 @  
@ DL8AAM [#187]

Zwei weitere Geräte von/für das Niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG)



4D020041F2



3D06000DCF - Anwender bzw. Gerätebetreiber: "Frankierservice" des Konsolidierers Freesort (K2055)

Gruß
Thomas
 
Cantus Am: 19.04.2016 00:06:26 Gelesen: 3098# 214 @  
In Rüdersdorf existiert auch heute noch ein großer Kalksteinbruch, der das Material für ein nahegelegenes Zementwerk liefert. Dem Besucher dieser Region empfehle ich, sich den Museumsteil des Bergwerkes anzuschauen, es lohnt sich [1].

Hier nun zwei verschiedene Sonderstempel aus Rüdersdorf mit drei Jahren zeitlichem Abstand, aber dennoch der gleichen Inschrift "700 Jahre Rüdersdorfer Kalkbergbau".



Poststempel vom 4.5.1940



Poststempel vom 7.3.1943

Viele Grüße
Ingo

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Kalksteinbruch_R%C3%BCdersdorf
 
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