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Thema: Grobsendungsstempel zur Entwertung von Frankatur
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KarlS Am: 30.01.2013 09:29:25 Gelesen: 18160# 26 @  
Hallo miteinander,

kann mir zu dem Stempel auf dieser Marke (Michel-Nr. 175) jemand etwas sagen?


 
philapit Am: 13.02.2013 18:58:03 Gelesen: 17092# 27 @  
Feldpost 2 WK - unbekannter Stempel ?

Wer kann mir was zu diesem Feldpoststempel auf einem Paketausschnitt aus Paris nach Grossen-Linden bei Giessen nennen? Abs. Fp.Nr.38344 Lfdg. Paris.

Vielen Dank schon mal für jede Auskunft.

Mit freundlichem Gruss
philapit


 
angim Am: 13.02.2013 19:22:57 Gelesen: 17080# 28 @  
Hallo philapit,

es handelt sich hier offensichtlich um einen stummen Päckchenstempel der Feldpost. Meistens wurden Zweizeiler benutzt: "Bei der Feldpost eingeliefert". Die Stempelfarbe war ebenfalls sehr häufig (meistens?) blau.

Thomas

[Beiträge 26 und 27 redaktionell verschoben am 16.02.13. Fachleute, bitte melden, wenn nicht im richtigen Thema!]
 
juni-1848 Am: 09.05.2013 12:38:24 Gelesen: 16348# 29 @  
Grobsendungsentwertung am Paketschalter in Gera (Reuß)1:



Die Beschreibung des Beleges findet Ihr hier: [http://www.philaseiten.de/beitrag/65707]
und in der Belege-Datenbank # 2229.
 
Fillemille29 Am: 26.08.2013 11:33:15 Gelesen: 15566# 30 @  
Hier einige Bemerkungen zu den Grobsendungsstempeln.

Die Benutzung sogenannter stummer Stempel ist mit der Verfügung des Reichspostministeriums an die Reichspostdirektion vom 31. Dez. 1916 zugelassen worden. Hierbei wurde vorgeschrieben, daß neben den Briefmarken der Aufgabeort und Aufgabetag handschriftlich mit Tinte oder Tintenstift oder unter Benutzung von Stempelzetteln, Gummidatenstempeln usw. nachzutragen waren. Die Verwendung nach Ende des Krieges wurde fortgesetzt und ihre Anzahl erheblich vermehrt und die Eigenarten bis ins Groteske gesteigert. Die Vorschrift über Päckchenstempel von 1914 wurde von vielen Postämtern nicht eingehalten und weichen deshalb nach allen Richtungen von der Normalform (Rechteck 52:18 mm) ab.

Anbei ein sogenannter Stempelzettel:



Tschüß
Achim

[Redaktionell aus dem Thema "Not- und Behelfsentwertungen im Inflationzeitraum bis 1923" kopiert]
 
Fillemille29 Am: 16.09.2013 10:56:50 Gelesen: 15384# 31 @  
@ KarlS [#26]

Hallo,

heute erst den Hilferuf gelesen. Es ist ein sogenannter Päckchenstempel (richtig Grobsendungsstempel); die 1914 eingeführt worden. Siehe meinen Aufruf Not- und Behelfsentwertungen.

Tschüß
Achim

[Beiträge [#26] und [#31] nach Eingang der Antwort redaktionell verschoben]
 
muemmel Am: 16.01.2014 23:45:06 Gelesen: 14691# 32 @  
Dann schieb ich doch gleich mal ne weitere Mischfrankatur mit der 257 hinterher:



(Datenbank # 4644)

Auslandsbrief bis 20g von Offenbach nach Zürich, gelaufen am 9.10.23 (Letzttag der Portoperiode 19). Zur Frankatur wurden 257, 287a, 300 und 306 verwendet. Vorderseitig Werbestempel von Offenbach, restliche Marken mit Grobsendungsstempel entwertet.

Grüßle
Harald

[Redaktionell aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege" kopiert]
 
juni-1848 Am: 27.01.2014 20:10:48 Gelesen: 14316# 33 @  
Moin moin,

auch diese Postkarte aus der PP 27a (1.12. bis 31.12.1923) lockt mit einem roten Fleck, während die Rückseite sicher Mümmels Begeisterung findet:



(Datenbank # 513)

Postkarte (Vordruck Weitzer & Co., Bankgeschäft) per Eilboten vom 3.12.1923 ab Chemnitz nach Gröningen (bei Magdeburg) mit der Mitteilung über eine getätigte Eilgiro-Überweisung über 2.400 Mrd. Mark von Firma an Firma.

Interessant wäre, zu erfahren, welche inflationären Gebühren für eine Eilgiro-Überweisung in Rechnung gestellt wurden, wenn allein das Porto schon 14,6 % des Überweisungsbetrages ausgemacht hat.

Die Korbdeckel-Mischfrankatur von 5x 10 Mrd (Mi. 328AP, davon einmal HT) und 15er-Block der 20 Mrd (Mi. 329AP) wurde mit einem Grobsendungsstempel (parallele Striche) entwertet, gepr. INFLA Berlin und Weinbuch.

Eine spannende Woche wünscht Euch
Werner

[Redaktionell aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege" kopiert]
 
juni-1848 Am: 20.02.2014 00:34:27 Gelesen: 14120# 34 @  
Moin zusammen,

damit dieses Thema nicht einschläft, mal wieder eine Grobsendungsentwertung:



(Datenbank # 4607)

Dieser Brief vom 4.9.23 aus der PP 17 (1.9. bis 19.9.1923) ist vielerlei Hinsicht ungewöhnlich:

1. Er wurde von der Firma Nicolas Moise Debahy & Cie (aus Syrien) von Chemnitz aus versendet ("ABC-Remailing").

2. Da der Empfänger in Steinschönau in der Tschechoslowakei ansässig war, galt der vergünstigte Tarif zu 150 Tsd Mark für den 20-Gramm-Brief.

3. Frankiert wurde mit Queroffset Mi. 257 (100.000 M) und rückseitig mit 10x Mi. 256 (5.000 M), wobei die rückseitigen Marken entwertet wurden in "Chemnitz 1" mit einer Strichrolle (für Grobsendungen) in Breite der Queroffset-Marken.

Rückseitig wurde eine abgefallene Marke ersetzt (durch den Blaustich des Scans ist das deutlich zu erkennen - mit blossem Auge heisst es schon genau hinschauen).

(siehe auch [http://www.philaseiten.de/beitrag/81034])

Beste Grüße, Werner
 
Cheri50 Am: 31.07.2014 23:12:14 Gelesen: 13154# 35 @  
Germania Aufdruck Kowno

Hallo,

ich habe eine 10 Pf. Germania gefunden, die einen senkrechten Aufdruck "Kowno" hat. Im Michel habe ich dazu nichts gefunden. Ich würde mich freuen, wenn mir jemand etwas dazu sagen könnte. Danke im voraus für Eure Mühe.

Gruss
Christoph


 
Pete Am: 31.07.2014 23:21:23 Gelesen: 13150# 36 @  
@ Cheri50 [#35]

ich habe eine 10 Pf. Germania gefunden, die einen senkrechten Aufdruck "Kowno" hat.

Mir sieht die Entwertung (in diesem Fall trotz Handstempelabschlag kein Aufdruck) nach einem Päckchenstempel aus. Schau mal hier: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1893&page=0 bzw. http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=36647#M1

Gruß
Pete
 
Cheri50 Am: 01.08.2014 01:37:23 Gelesen: 13134# 37 @  
Hallo Pete,

Danke für Deine Antwort, habe ich wieder etwas gelernt.

Viele Gruesse

Christoph

[Beiträge [#35] bis [#37] redaktionell ins passende Thema verschoben]
 
Kreteedi Am: 06.08.2014 13:10:10 Gelesen: 13086# 38 @  
Gummihandstempel

Hallo und guten Tag,

nach dem 1. und besonders während des 2. Weltkriegs wurden Gummistempel hauptsächlich auf Päckchen angebracht. Meine Frage lautet: Wie ist die richtige Bezeichnung für diese Stempel?

viele Grüße

Kreteedi


 
Rainer HH Am: 06.08.2014 14:10:56 Gelesen: 13063# 39 @  
Ich meine zu 99% "Grobsendungsstempel" gelesen zu haben.

Gruß Rainer
 
volkimal Am: 06.08.2014 14:57:54 Gelesen: 13049# 40 @  
@ Kreteedi [#38]

Hallo Kreteedi,

falls es zusätzlich um die Stempelform nach Anderson geht, ist "Zeilenstempel" bzw. genauer "Zeilenstempel Einzeiler" die passende Bezeichnung. In der Stempeldatenbank ist es "Zeilenstempel 1z".

Volkmar
 
DL8AAM Am: 06.08.2014 15:54:01 Gelesen: 13029# 41 @  
@ Rainer HH [#39]

Jou, siehe auch http://www.philaseiten.de/thema/1893

Thomas

[Beiträge [#38] bis [#41] redaktionell in das von Thomas genannte Thema verschoben]
 
Kreteedi Am: 07.08.2014 15:12:02 Gelesen: 12941# 42 @  
@ DL8AAM [#41]

Hallo,

Danke allen für die Antworten, hat mir weiter geholfen.
 
JoshSGD Am: 15.11.2014 21:35:03 Gelesen: 19457# 43 @  
Guten Abend,

zu späterer Stunde ein Fernbrief bis 20g aus der PP 24 (12.11. - 20.11.23) von Offenbach nach Weinheim vom 15.11.23. Frankiert mit 10 Mia Mark, MeF Mi.Nr. 325 A P a im Zehnerblock.

Als kleines Schmankerl ein Sonderstempel (Nr. 265 nach Filbrandt) und Notentwertung von Offenbach, dazu den "Sprung im Korbdeckel) auf der 2. Marke von oben, linke Reihe.



Gruß
Josh

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Deutsches Reich Inflationsbelege"]
 
Pfingstmond Am: 23.07.2017 12:13:15 Gelesen: 1576# 44 @  
Stempel auf der DR A113

Liebe User,

mir sind folgende Entwertungen der Germania A113 aufgefallen. Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Einzeiler z.B. kenne ich nur aus Altdeutschland. Sind die anderen Notentwertungen?

Danke




 
erron Am: 23.07.2017 13:49:03 Gelesen: 1542# 45 @  
@ Pfingstmond [#44]

Das sind sogenannter Paketstempel (Grobsendungsstempel).

Diese Stempel wurden auf unebenen Postsendungen wie Päckchen, Pakete, Warenproben, etc. angebracht, da die Entwertung der Marken mit normalen Hand- oder Rollstempeln oft nicht möglich war.

Es sind einfache Gummistempel. Diese konnten sich der unebenen Oberfläche besser anpassen, und die Marken wurden zwar recht grob jedoch vollständig entwertet.

mfg

erron
 
Pfingstmond Am: 23.07.2017 13:59:16 Gelesen: 1533# 46 @  
Danke dir, Erron.

[Beiträge bis [#46] redaktionell in das passende Thema verschoben]
 
Markus Pichl Am: 23.07.2017 21:08:02 Gelesen: 1409# 47 @  
Hallo,

hier ein Dienstbrief, von Berlin nach Hannover. Der Brief ist tarifrichtig für einen Fernbrief bis 20 g Gewicht freigemacht und die Frankatur von insgesamt 75.000 Mark ist lediglich nur mit einem Tagesstempel "BERLIN C 2 D P 13.9.23" entwertet, sonst mit einem Grobsendungsstempel "BERLIN C 2".

Absender war der "Evangelische Marineprobst" (apierter Briefstempel aus der Kaiserzeit) und Empfänger ein geheimer Konsistorialrat beim Landes-Konsistorium in Hannover.



MfG
Markus
 
volkimal Am: 30.07.2017 10:02:51 Gelesen: 1169# 48 @  
Hallo zusammen,

diese Korkstempel aus dem Deutschen Reich, Danzig bzw. dem Memelgebiet passen zu diesem Thema:





Diese Korkstempel werden auch als "Killerstempel" bezeichnet. Bei dem Päckchen-Stempel aus dem Memelgebiet passt der Name besonders gut. Ein großer Teil der Marke ist nicht mehr zu sehen.

Viele Grüße
Volkmar
 
inflamicha Am: 30.07.2017 16:40:19 Gelesen: 1124# 49 @  
@ volkimal [#48]

Hallo Volkmar,

streng genommen passen die unteren beiden Entwertungen nicht ins Thema, da die stummen Stempel hier nicht vorrangig der Markenentwertung dienten. Diese war ja schon durch den Schalterstempel erfolgt. Die zusätzlichen stummen Entwertungen dienten vielmehr als sog. Sicherungsstempel bei Paketkarten, d.h. die Marken sollten gegen Entfernung bzw. Entwendung der kompletten Paketkarte gesichert werden. Viele Postler sammelten selbst oder aber wussten dass die höheren Werte bei Sammlern sehr begehrt waren. Da ließ sich so manche Mark nebenbei machen. Besonders das "Verschwinden" der ganzen Paketkarten störte den Betriebsablauf, nicht zuletzt war der Zeit- und Arbeitsaufwand für das Erstellen von Ersatzpaketkarten erheblich. Deshalb wurde die zusätzliche Entwertung der Frankaturen, insbesondere der höheren Werte postseitig angeordnet, um die Marken für die Sammler unattraktiv zu machen. Ich will das mal anhand von 3 Beispielen zeigen, obwohl diese Belege ja nun auch nicht in dieses Thema passen.
1. Zusätzliche Tintenstriche:



Besonders in Bayern häufige Form der Sicherungsentwertung, bei dieser Paketkarte wurden alle Marken nochmals mittels Strich entwertet.

2. Stumme Stempel, aus Kork, Gummi, Leder o.ä. Materialien gefertigt:



In Hannover wurden die höherwertigen Marken zu 4 Mark zusätzlich zum Schalterstempel mit Korkstempel und nochmals mit Kopierstiftstrich versehen, die "kleinen" Werte zu 1 Mark jedoch nicht.

3. Lochungen:



Die Lochungen stellten eine besonders rabiate Form der Markensicherung dar- kein Sammler wollte wohl solche Marken in seiner Sammlung haben. Auch hier schön zu sehen, dass nur die "hohen" Markwerte gelocht wurden, die kleinen 10 Pf.-Marken blieben ohne Durchlochung.

Mit dem Fortschreiten der Inflation unterblieben solche Sicherungsentwertungen, es klebten ja auf allen Poststücken hohe Markenwerte. In den ehemals deutschen Gebieten wurde diese Praxis teilweise fortgeführt, besonders intensiv und lange bei der Danziger Post.

Noch einen schönen Sonntag wünscht

Michael
 
Pete Am: 03.08.2017 18:49:13 Gelesen: 964# 50 @  
@ inflamicha [#49]

In Hannover wurden die höherwertigen Marken zu 4 Mark zusätzlich zum Schalterstempel mit Korkstempel und nochmals mit Kopierstiftstrich versehen, die "kleinen" Werte zu 1 Mark jedoch nicht.

Ich finde die zweite Sendung recht interessant, da diese nach Tondern in Dänemark adressiert war. Wäre die Paketkarte ein Jahr früher gelaufen, wäre Tondern noch Bestandteil des Abstimmungsgebietes Schleswig gewesen. Dieser Ort kam mit der Zone 1 im Sommer 1920 zu Dänemark, nachdem am 10.02.1920 die Bevölkerung dieser Zone mehrheitlich für den Anschluss an Dänemark gestimmt hatte. Die neuen dänischen Tagesstempel (u.a. für den Ort Tondern, dänisch Tonder) wurden ca. Mai/Juni1920 eingeführt.

Gruß
Pete
 

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