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Thema: Moderne Privatpost (Deutschland): Weiterleitungen aus dem Ausland
Das Thema hat 50 Beiträge:
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DL8AAM Am: 09.09.2013 19:36:21 Gelesen: 20296# 26 @  
@ DL8AAM [#7]

Nicht nur die dicken Dinger werden von der Schweizer Post zur Zustellung in Deutschland an Privatposten weitergeleitet, sondern nun auch ganz normale "20 Gramm-Standardsendungen":



Standardbrief "Economy" aus der Schweiz, eingeliefert beim Postamt 6500 Bellinzona 5 und dort mit einem Schalterfreistempel-Label zu 1,30 Franken am 21.08.2013 frankiert.

Als nächste Ebene findet sich eine sogenannte "Wertmarke" (siehe [1]) für die Briefart L der deutschen Privatpost arriva aus 79115 Freiburg im Breisgau auf dem Umschlag. Mit der Wertstufe L wäre der Brief aber hoffnungslos überfrankiert. L ist gedacht für "DIN B5 & C5 bis 1000 Gramm" und kostet 1,31 € brutto, "M" (bis 20 Gramm) für 60 Cent brutto hätte hier absolut ausgereicht. Deshalb vermute ich das das Label in diesem "schweizer Importfall" lediglich zur Erfassung der Sendung dient.

Über der arriva-"Wertmarke" folgt ein neutrales, 'leeres' Label, dass den arriva-Barcode überklebt, abschließend befindet sich das Barcode-Label mit Zustellangaben ("S6 72") der bei uns zuständigen Privatpost "CITIPOST Göttingen" vom 26.08.2013 auf dem Umschlag. Rückseitig findet sich noch eine organgrote Kodierzeile, vermutlich der CITIPOST Mutter in Hannover, ggf. von einer Olympus Briefsortiermaschine von Pitney Bowes?

Schade, ein sauberes Schweizer Schalterfreistempellabel wäre mir viel lieber gewesen, schöne neue Postwelt.

Schleust die Schweizer Post nun grundsätzlich alles in Richtung Deutschland in das deutsche Privatpostnetz ein? (Alles?) über arriva? Muss man nun die Briefmarken auf seinen Urlaubspostkarten aus der Schweiz etwa auch links in das Textfeld kleben, damit so zumindest noch eine kleine Chance besteht, eine gestempelte Schweizer Briefmarke nichtüberlabelt zu ergattern?

Gruß
Thomas

[1]: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=66774#M703
 
EdgarR Am: 15.09.2013 12:43:54 Gelesen: 20213# 27 @  
Die staatlich niederländische Post ist in Deutschland mit ihrer hier privaten Tochter TNT Post gut aufgestellt, darum auch viele Sendungen aus den Niederlanden von dort staatlich nach hier privat laufen.

Beispiel 1:



Aufgabeort: s'-Hertogensbosch 1[?] VII 13
Dann ein großer Kreisstempel "Post NL / 15. JUL 2013 / UDEN - LOSTPLAATS" (Jemand eine Ahnung, was das für ein Stempel sein soll? Jedenfalls von der staatl. Post der NL)

Dann ein relativ unscheinbarer Spray "TNT Post" (ganz links), aber zusammen mit kleinen Zahlencodes von ganz links bis ganz rechts verteilt: 049/872-24580
Dann: 0000004718 dann (auf den Marken): 9923010101445338

Schließlich, links oben, der Spray der endzustellenden Allgäu Mail, datiert 16.7.2013.

Beispiel 2:



Aufgabeort und -datum unleserlich
Dann: Label der TNT post - natürlich pflatsch auf die Marken!
Dann (links oben) wieder der schon bekannte endzustellende Allgäu Mail Spray

Mein Dank an Sammlerfreund "Wellensittisch"!

EdgarR
 
EdgarR Am: 15.09.2013 15:25:40 Gelesen: 20203# 28 @  
Und hier:

Ein Großbrief, 1st Class, Luftpost, Einschreiben der britischen Royal Mail (die übrigens, siehe den einschlägigen Themenstrang, in Bälde privatisiert werden soll - aber wohl ihr Monopol behalten wird). Macht immerhin £ 6,98 Porto, also runde 10 €.

Vorderseite

Und warum hier? Na ja, manchem fiel wohl schon die Abwesenheit des DPAG - Strichcodes unten am Beleg auf...

Hinterseite

Richtig! Wurde ja auch von GLS zugestellt. Zu GLS siehe u. a. [# 19], oder in http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ME=47923#M2 die [# 1].

Auch hier meinen Dank an "Wellensittich"!

EdgarR
 
DL8AAM Am: 07.11.2013 14:38:10 Gelesen: 19651# 29 @  
@ DL8AAM [#26]

Nicht nur die dicken Dinger werden von der Schweizer Post zur Zustellung in Deutschland an Privatposten weitergeleitet, sondern nun auch ganz normale "20 Gramm-Standardsendungen":

Und inzwischen sogar "Massenwerbemailings":



Links: Werbemailing des Weinguts "Abbaye du Fenouillet" (Toni Schuler, Spielhöfli 21, 6432 Rickenbach) aus der Schweiz aus dem August 2013, eingeliefert bei der (hoheitlichen) schweizer Post und frankiert mit einem einfachen schweizer Standard-Entgeltbezahlt-Eindruck "P.P. / CH-6432 RICKENBACH" [1]. Die schweizer Post hat die Sendung in diesem Fall wieder [#26] an die deutschen Privatpost "arriva" aus 79115 Freiburg im Breisgau weitergeleitet. Unter dem linken weißen Label befindet sich deren Erfassungs- und Bearbeitungsbarcodespray der Sendungsart L mit der entsprechender Mail Alliance-Leitanweisung "ma 7912.4.3772". 7912 ist die MA-Kennung der "arriva", 3772 steht für die empfangene CITIPOST Göttingen. Oben rechts befindet sich (unten) ein reines Erfassungslabel mit der neu vergebenen UPOC-Sendungsnummer (Mandantenkennung 0046) der CITIPOST Göttingen ohne Datumsangabe sowie dieses überklebend deren 'normales' Label mit Datum (04.09.2013) und Zustellcode "S6 72".

Rechts: Werbemailing dieses Absenders aus dem selben Zeitraum, hier nur vollständig über die UPU-Postwege, d.h. schweizer Post an DPAG, gelaufen - als 'Vergleich'.

Der Beweis, dass beide Sendungen wirklich über die schweizer Post eingeliefert wurden und von dieser nur unterschiedlich abgeleitet wurden, befindet sich auf der Rückseite unten. Beide tragen dort eine 10,5 cm lange, orangefarbene Kodierzeile. Da der Privatpostbeleg aber nie die DPAG gesehen hat, kann diese Kodierung nur von der schweizer Post stammen.



Leider kann ich den Inhalt dieser Kodierung nicht auswerten. Kann das jemand? Möglicherweise sind hier ja die unterschiedlichen Leitwege direkt hinterlegt (oben die Sendung über die DPAG & unten die über arriva/CITIPOST)?

Gruß
Thomas

[1]: http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/33214
 
EdgarR Am: 10.11.2013 20:33:02 Gelesen: 19565# 30 @  
@ EdgarR [#27]

Und noch eine dritte Variante:



Aufgegeben zur TNT post in Hilversum/Niederlande (siehe ASF in rot, oben);
weitergeleitet an TNT Post (TNT Post Deutschland B.V. & Co. KG, Ratingen);
ausgeliefert letztendlich wiederum durch die schon bekannte Allgäu Mail (siehe unterstes Label).

Frage: Kann jemand hier die Ver- bzw. Entflechtungsverhältnisse zwischen "PostNL NV" einerseits und "TNT Express NV" andererseits rechtlich verklaren? Ich werde aus der holländischen Wikipedia-Seite http://nl.wikipedia.org/wiki/TNT_NV#Splitsing_van_TNT_NV nicht recht schlau?
 
Pete Am: 11.11.2013 18:29:09 Gelesen: 19524# 31 @  
@ EdgarR [#30]

Kann jemand hier die Ver- bzw. Entflechtungsverhältnisse zwischen "PostNL NV" einerseits und "TNT Express NV" andererseits rechtlich verklaren? Ich werde aus der holländischen Wikipedia-Seite http://nl.wikipedia.org/wiki/TNT_NV#Splitsing_van_TNT_NV nicht recht schlau...?

Hilft vielleicht die deutsche Fassung von Wikipedia?

http://de.wikipedia.org/wiki/TNT_%28Unternehmen%29 -> Abschnitt "Aufspaltung in Post- und Expressgeschäft"

und noch eine dritte Variante:

Wo besteht deiner Ansicht nach der Unterschied zwischen Variante 2 und 3, außer dass in einem Fall die Beschriftung des Aufklebers von TNT Post in Deutschland rechtsbündig und im anderen Fall mittig erfolgte? :-)

Variante 2: http://www.philaseiten.de/up/2985865/5/6/f8a5f5a3_h.jpeg
Variante 3: http://www.philaseiten.de/up/2985865/5/6/d02624ee_h.jpeg

Gruß
Pete
 
EdgarR Am: 11.11.2013 19:28:09 Gelesen: 19510# 32 @  
@ Pete [#31]

Hilft vielleicht die deutsche Fassung von Wikipedia?

http://de.wikipedia.org/wiki/TNT_%28Unternehmen%29 -> Abschnitt "Aufspaltung in Post- und Expressgeschäft"


Ehrlich gesagt - NEIN.

Denn wenn ich mir die Sendung aus [#30] ansehe, so ist sie keineswegs eine Express-Sendung (bei 1,86€ Porto ja auch nicht zu erwarten, nicht wahr?). Und obwohl - ich zitiere aus http://de.wikipedia.org/wiki/TNT_%28Unternehmen%29#Aufspaltung_von_Post-_und_Expressgesch.C3.A4ft: "Die Marke „TNT“ bleibt der Express-Sparte vorbehalten." und weiter unten "TNT Express bietet zeitsensible und zeitdefinierte Expressdienstleistungen ohne Maß- und Gewichtsbeschränkungen im B2B-Segment für den nationalen und internationalen Versand an." - also die TNT Express in den Niederlanden für so eine Art Sendung also gar nicht "zuständig" wäre, hat man sie dort - siehe TNT-AFS! - anstandslos angenommen und befördert.

Genau darum ging meine Frage, wie sich die beiden "Halbgeschwister" "PostNL NV" einerseits und "TNT Express NV" andererseits denn nun wirklich in den NL zueinander positionieren.

Gruß
EdgarR
 
Pete Am: 11.11.2013 20:16:24 Gelesen: 19505# 33 @  
@ EdgarR [#32]

Denn wenn ich mir die Sendung aus [# 30] ansehe, so ist sie keineswegs eine Express-Sendung (bei 1,86€ Porto ja auch nicht zu erwarten, nicht wahr?).

Kann es sein, dass in den Niederlanden es nicht als zwingend notwendig erachtet wird, die Wertrahmeninschrift (hier "TNT post") bei bereits verkauften Frankiergeräten anzupassen? Vergleichbares gab es auch in Deutschland, d.h. Wechsel von "Deutsche Bundespost" zu "Deutsche Post AG" ab Mitte der 1990er Jahre. Die Inschrift der Bundespost wurde nicht bei allen Frankiergeräten geändert, die bereits vor der Einführung der neuen Inschrift "Deutsche Post AG" verkauft wurden. Bundespost-Belege dürfte es bis Mitte 2002 (und im Ausnahmefall evtl. auch darüber hinaus) zwecks genereller Umstellung von DM auf Euro gegeben haben, wo spätestens bei der Währungsusmtellung auch die Wertrahmeninschrift in "Deutsche Post" angepasst wurde.

Soweit mir bekannt bzw. einmal gehört, hattes es in Deutschland auch ein Gerichtsurteil gegeben, dass die (Bundes-)Post nicht ohne weiteres Änderungen an bereits verkauften, d.h. in Privathand befindlichen, Frankiergeräten Änderungen vornehmen darf. Diesbezüglich gab es auch einmal ein Gerichtsurteil -> nur wo zu finden? :-)

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 11.11.2013 20:41:45 Gelesen: 19503# 34 @  
@ EdgarR [#32]

Denn wenn ich mir die Sendung aus [#30] ansehe, so ist sie keineswegs eine Express-Sendung (bei 1,86€ Porto ja auch nicht zu erwarten, nicht wahr?).

Edgar ich glaube, das Problem liegt eher daran, dass die niederländischen Postkunden die Klischees ihrer Absenderfreistempelgeräte noch nicht sämtlichst von TNT auf PostNL umgestellt haben (falls sie es denn überhaupt müssen?).



Ich meine sogar noch welche mit TPG-Eindruck, dem "ex-ex Namen", gesehen zu haben, finde aber leider auf die Schnelle keinen. Der AFS-Betreiber hat die 1,86 € sicherlich auch an die PostNL abgeführt - bestimmt nicht an die TNT Express. TNT Express sehe ich in diesem Beleg auch nicht abgebildet bzw. eingebunden, es sei denn "PostNL" nutzt für den Transport zur deutschen Privatpost "TNT Post" die Dienste ihrer niederländischen "TNT Express"- Konzerntochter. Offensichtlich erkennbar ist diese aber nicht. Das TNT-Label gehört schon zur deutschen "TNT Post".

Im Prinzip ist die niederländische Briefpost TNT und PostNL weiterhin sowie identisch, die Umstruktierungen sind eigentlich nur "Wirtschaftsspielchen". Bei der Namensänderung auf PostNL sehe ich eher auch mehr einen Imagegrund dahinter. Der Kunde auf den Poldern hinter'm Deich soll gefühlstechnisch wohl wieder in die alte 'kuschelige' königliche Postzeit rückgeführt werden - weg vom kalten, abgehobenen Weltkonzert. Ganz wertfrei gesagt. ;-)

Gruß
Thomas
 
EdgarR Am: 13.11.2013 20:57:37 Gelesen: 19446# 35 @  
@ Pete [#33]
@ DL8AAM [#34]

Danke Euch beiden, dass Ihr mir da aus meiner Denkfalle rausgeholfen habt - dass ein "TNT"-ASF nicht (mehr) zwangsläufig was mit akutem Geschäft mit TNT (neuer Ausrichtung) zu tun haben muss - darauf war ich selber nicht gekommen.

Ist der ASF Stempelbank-geeignet?

Phile Grüße
EdgarR
 
DL8AAM Am: 13.11.2013 21:21:29 Gelesen: 19440# 36 @  
@ EdgarR [#35]

Ist der ASF Stempelbank-geeignet?

Edgar, klar! Meiner aus [#34] findet sich da ja auch schon lange - http://www.philastempel.de/stempel/zeigen/50682 - wer weiss, welchen Spezialsammler der niederländischen postmodernen Klassik das in 250 Jahren mal interessiert. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
EdgarR Am: 14.12.2013 17:18:52 Gelesen: 18953# 37 @  
Hallo rundum!

nach so viel Nederlandse Post mit oder ohne TNT mal wieder was schweizerisches:



Vom Kanton Sankt Gallen in den "großen Nordkanton", dort zugestellt von der schon öfter hier figurierenden Allgäu Mail.

Dabei wieder eine ganze Kollektion Label, Absenderfreistempel und Freimachungsvermerke - Frage: Stempeldatenbank?

Eine weitere Sendung:



Diesmal von der schweizerischen Post (Label rechts oben) an die Allgäu Mail weitergegeben, die die Sendung dann an die arriva abgab (?). Insgesamt kommen da doch recht beachtliche Laufzeiten zusammen.

Für beide Belege herzlichen Dank an Sammlerkollegen "wellensittich"!

Phile private Grüße
EdgarR
 
DL8AAM Am: 14.12.2013 21:19:26 Gelesen: 18939# 38 @  
@ EdgarR [#37]

Diesmal von der schweizerischen Post (Label rechts oben) an die Allgäu Mail weitergegeben, die die Sendung dann an die arriva abgab (?).

Hallo Edgar, schöne 'vielgeleitete' Sendungen. ;-)

ich würde eher sagen, dass die schweizer Post, wie in den Fällen [#26][#29] auch, Deine beiden Sendungen ebenfalls über die arriva ("ma 7912") in 79115 Freiburg im Breisgau in das deutsche Privatpostnetz eingeschleust hat. Arriva hat ihren Erfassungs- und Bearbeitungsbarcodespray der Sendungsart L aufgebracht. Ihr Leithinweis lautet " ma 7912.4.8721", d.h. übersetzt "Ich, arriva aus 79115 Freiburg (= "ma 7912"), leite diesen Brief an die Allgäu Mail in 87437 Kempten (= ma "8721") zur Zustellung an den Endempfänger weiter". ;-)

Bisher habe ich ausschließlich Ableitungen der schweizer Post an die arriva gesehen. Aber hier oben im hohen Norden bekommt man nicht sehr viele dieser Belege zu Gesicht, vielleicht nutzen die schweizer Postler noch weitere deutsche Privatpost-Kooperationspartner. BTW, bei dem unteren Brief liegt übrigens das schweizer Gegenstück "Frankieren Post" zu unserem "Frankierservice" vor. Aber im Gegensatz zu unserem wird hier ein Postfreistempel mit Portoangabe in Heller-Und-Pfenning eingesetzt.

Frage: Stempeldatenbank?

Für unsere Stempeldatenbank passen (derzeit nur) die beiden Originalfrankturen der schweizer Post, für Privatpostvermerke ist die Datenbank (noch) nicht bereit. ;-)

Beste Grüße
Thomas
 
DL8AAM Am: 03.02.2014 22:09:11 Gelesen: 18437# 39 @  
Hier wieder etwas "richtig ärgerliches":



Der Absender - ein langjähriger Franktur-Tauschpartner meines Vaters aus der Schweiz - hat seine letzte Sendung mit einer aktuellen schweizer Briefmarke zu 1,30 Fr. frankiert und extra am Schalter abgegeben um einen sauberen Handstempel zu bekommen. So gut, so schön.

Die schweizer Post tauscht ja scheinbar nicht mehr mit der Deutschen Post aus, sondern leitet inzwischen sämtliche (?) Sendungen deutsche Adressen über ihren deutschen Privatpostpartner "arriva" (= ma 7912) in Freiburg/Br. ab. Arriva hat ihr L-Barcodelabel aufgebracht und den Leithinweis "... 7912.4.3751" per Tintenstrahler aufgesprayt. So gut, so schön.

Nun hat die für den Empfänger zuständige Privatpost "RegioSprint" in 37154 Northeim (= ma 3751) ihr Label sauber und flächendeckend über die Franktur geklebt. Sollte es das nun mit Frankturtausch mit der Schweiz gewesen sein? Eigentlich ist das ein starkes Stück der schweizer UPU-Post, vollfrankierte, private UPU-Sendungen über diese verschlungenen Wege zu leiten, zumal der schweizer, vollzahlende Privatkunde davon überhaupt keine Ahnung hat bzw. nicht einmal die Wahl hat. Er kann wohl ja den Ableitungsweg der schweizer Post nicht steuern, oder?

Zumal, es handelte sich hier um eine Weihnachtskarte, gestempelt am 20.12.2014 und zugestellt am 08.01.2014. Dass dieser Privatpostweg quer durch Deutschland - nein wir liegen nicht grenznah zur Schweiz, eher schon zu Dänemark - Zeit braucht, sollte auch der schweizer Post klar sein. :-(

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 12.08.2014 20:36:47 Gelesen: 16420# 40 @  
Die Schweizer Post ist auch für eine weitere Überraschung gut. Im nachfolgenden Fall gelangten zwei Sendungen im Juli 2014 aus Spanien zur Swiss Post. Von dort wurden die beiden Briefe an Hermes zur Zustellung in Deutschland weitergereicht. Ende Juli erreichten die Briefe ihr Ziel in 46242 Bottrop.



In den beiden Umschlägen wurde bestellte Ware verschickt und zum Versand wattierte Umschläge verwendet.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 26.10.2015 04:37:05 Gelesen: 11208# 41 @  
@ Pete [#31]

Kann jemand hier die Ver- bzw. Entflechtungsverhältnisse zwischen "PostNL NV" einerseits und "TNT Express NV"

Nur zur Info eine kurze Meldung im postmaster-magazin.de Portal [1] vom 26.10.2015 mit Verweis auf die Wirtschaftwoche:

FedEx übernimmt TNT

Die Milliardenfusion der beiden Konkurrenten der Deutschen Post, FedEx und TNT Express, steht offenbar unmittelbar bevor. Die EU-Kommission als oberste europäische Kartellbehörde meldete, keine Einwände gegen die Übernahme zu haben. Der amerikanische Player hatte rund 4,4 Milliarden Euro geboten. (...) Die Fusion stand längere Zeit in Frage, nachdem die EU-Kommission einen Übernahmeversuch von TNT Express durch UPS gestoppt hatte, welcher mit 5,2 Milliarden Euro deutlich mehr geboten hatte. Während FedEx 2014 fast 2 Milliarden Euro verdiente, gab es bei TNT im gleichen Zeitraum fast 200 Millionen Euro Verluste.
"

Es wird somit wohl nun also eine 'Entflechtung' von TNT und PostNL/Postcon stattfinden. Der moderne Postmarkt ist immer im Fluß, πάντα ῥεῖ würde der Alte Grieche (oder der Philosoph) sagen. ;-)

Gruß
Thomas

[1] http://postmaster-magazin.de/index.php/dienstleister/14154-fedex-uebernimmt-tnt.html
 
Mondorff Am: 06.02.2016 12:43:37 Gelesen: 9391# 42 @  
Hallo allerseits,

ganz genau weiß ich nicht, ob dies das "richtige" Thema ist. Dennoch möchte ich hier etwas vorstellen:

Einen Aufkleber der MORGEN POST aus Mannheim vom 22.10.2015 ...



der hier (über die Niederlande) in Luxemburg anlandete.

Könnte man so etwas auch in die "Stempel"-Datenbank einstellen? Und wenn - wo?

Schönen Gruß
DiDi
 
Pete Am: 12.02.2016 10:51:48 Gelesen: 9186# 43 @  
@ Mondorff [#42]

Einen Aufkleber der MORGEN POST aus Mannheim vom 22.10.2015 ...

der hier (über die Niederlande) in Luxemburg anlandete.


Die Sendung legte m.E. einen Zwischenstopp bei dem Unternehmen Spring Global Mail [1] ein. d.h. die Sendung wurde von der Mannheimer Morgenpost an Spring (auf dem Aufkleber "Sprng") übergeben, von dort erfolgte die Weitergabe an PostNL und der Transport nach Luxemburg.

Es ist auf jeden Fall ein schönes Stück.

Gruß
Pete

[1] http://www.spring-gds.com/de/post/geschaftspost/internationale-geschaftspost/
 
Pete Am: 14.07.2016 23:15:50 Gelesen: 6136# 44 @  
Im nachfolgenden Fall hatten sich nicht nur ein oder zwei sondern gleich drei Briefdienstleister auf einer der Balearischen Inseln in Spanien auf der Karte verewigt. :-)



Zur Frankatur wurde jeweils eine Marke der örtlichen Postmitbewerber TNT Post und Swiss Mail verwendet, das Porto ergo doppelt bezahlt. Als Krönung geriet die Sendung in den Kreislauf der spanischen Post und wurde dort am 04.10.2012 maschinell gestempelt.

Die Marke von TNT Post stammt aus der linken oberen Bogenecke und weist (zufällig?) noch den entsprechenden Bogenrand auf.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 10.08.2016 21:59:31 Gelesen: 5575# 45 @  
Auch das ist ein netter "Privatpost"-Beleg der schönen neuen, globalisierten, internationalen Postwelt. ;-)

Bekanntlich kauft ja kaum noch jemand (unter 60) Waren lokal vor Ort im Geschäft, sondern online und weltweit. Ein sehr großer Teil kommt auch hier direkt aus China, insbesondere (ich nenne diese mal pauschalisiert einmal alle) der "ebay Direktkauf" (auch wenn es sich hierbei oftmals auch um Amazon, Alibaba oder eine andere Handelsplattform handeln mag). Den alteingesessenen Elektrofachhändler mag das sehr ärgern, den modernen Philatelisten aber nicht! Hier kann man oftmals die interessantesten Konstruktionen beobachten - wie diesen hier:



Ein gepolsteter Großbrief mit einem Gürtelteil zu 73 Gramm aus Suzhou (Provinz Jiangsu, VR China) nach Deutschland. Aufgegeben bei der chinesischen Staatspost "CHINA POST" als ePacket (ein spezielles Produkt für chinesische Internethändler), als eine Prioritaire bzw. Express-Sendung (siehe das bekannte, internationale Logo "POST Exprѐs") mit passender chinesischer Sendungsnummer im ganz regulären UPU-Format ("LM....CN"). Also auf den ersten Blick eine ganz normale Sendung aus China.

Wo bleibt bzw. wo kommt also die Privatpost dazu?

Im Kopf des Labels, gleich rechts neben dem Logo der CHINA POST findet sich das Logo der GeoPost. Das ist die internationale, weltweit aktive Express-Tochter der franzöischen Post "La Poste" ("GeoPost, Express subsidiary of Le Groupe La Poste ..."). Auch wenn auf deren Webseite China noch nicht direkt als Partner genannt ist [1], haben die mit der chinesischen Staatspost scheinbar ebenfalls irgendein "Kooperationsnetzwerk" gebildet und machen hier unserer Deutschen Post DHL in China Konkurrenz.

In Deutschland gehört der private Kurier- und Postdienstleister DPD zu GeoPost und somit zur La Poste-Gruppe bzw. direkt zur französischen Post (so wie 'unser' GLS zur britischen Royal Mail). Deshalb wurde die Sendung auch hierüber in Deutschand zustellt - und nicht über die DPAG, wie sonstige Sendungen der CHINA POST bisher ...



Rückseite mit einer international standardisierten CN22-Zollerklärung (Label) der CHINA POST. Der Wert des Inhalts wird hier übrigens mit satten 1,50 US$ angegeben! Leider hat sich unser deutscher DPD mit seinem Kleberzettel genau darüber gelabelt. Als Sendungsart wird "D-B2C SERVICE" angegeben, das steht für das DPD-Produkt "DPD Classic B2C X" (B2C = Business-to-Consumer, d.h. Gewerbliche Post an [private] Kunden; X: Express).

Zur Abrundung der Belegdokumentation gehören bei dieser Art von Sendungen natürlich auch die Trackingdaten:



Sendungsverfolgung über die Webseite der chinesischen Post. Am 23.07.2016 fand im EMS-Stützpunkt in Suzhou die Ausfuhrzollabfertigung statt. Hier wurde als Bestimmungsland aber noch Frankreich angeführt, obwohl auf dem Label korrekt "37124 德国" (德国 = Deutschland) eingedruckt ist. Vermutlich hat die französische GeoPost die Sendung wohl erst gesammelt nach Frankreich befördern lassen. Leider für das Tracking aber unsichtbar. Die nächsten Spuren des Briefes finden sich erst wieder am 04.08.2016 bei DPD.



Zustellung dieser Expresssendung nach ca. 2 Wochen am 05.08.2016 in 37124 Rosdorf (bei Göttingen).

Alles in allem ein netter Beleg, der gut in eine Sammlung "Abgabe und Weiterleitung einer - bei einer ausländischen hoheitlichen UPU-Postanstalt eingelieferten - Sendung an einen Privatpostdienstleister zur Zustellung in Deutschland" passt.

Gruß
Thomas

[1]: https://www.geopostgroup.com/en/our-international-network
 
Pete Am: 22.10.2016 14:17:51 Gelesen: 4315# 46 @  
Die beiden nachfolgenden Sendungen sind mutmaßlich nach Luxemburg gelaufen. Mutmaßlich deshalb, da hier jeweils die Empfängeranschrift fehlt. Rückseitig befindet sich jeweils eine fluoreszierende Codierung (orange).



Sendung vom 13.09.2011 des Elbkurier aus Hamburg, Ableitung via TNT Post aus den Niederlanden

Der Elbkurier in Hamburg existierte lediglich wenige Monate von Mai bis Dezember 2011. Es handelt sich hierbei um den Nachfolger der Niederlassung von TNT Post in Hamburg.



Sendung vom 08.12.2011 der Citipost aus Hannover, Ableitung via Schweizer Post, als Absender die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG selbst

Gruß
Pete
 
Lars Boettger Am: 23.10.2016 10:50:23 Gelesen: 4277# 47 @  
@ Pete [#46]

Der orangefarbene Code-Streifen wird in Luxemburg von der Post [1] aufgebracht. Die Briefe wurden also über den Partner der privaten Postdienstleister an die luxemburgische Post geliefert, die dann die Verteilung an den Adressaten übernahm.

Beste Grüße!

Lars

[1] http://www.post.lu
 
Pete Am: 23.10.2016 16:24:13 Gelesen: 4260# 48 @  
@ Lars Boettger [#47]

Der orangefarbene Code-Streifen wird in Luxemburg von der Post [1] aufgebracht.

Dank dir für die Bestätigung. Postmitbewerber "verewigen" sich auch auf der Briefumschlagrückseite, sofern als Sortiertechnik Briefsortieranlagen verwendet werden.

Bei der Citipost in Hannover stehen entsprechende Anlagen (siehe auch Frankierung auf dem gezeigten Beleg), bei dem Elbkurier in Hamburg sind mir keine maschinell sortierten bzw. frankierten Belege bekannt. Ergo kann bzw. müsste die rückseitige Codierung von der luxemburgischen Post stammen (und vielleicht in punkto Postleitzahl und Ort auch zu entschlüsseln sein).

Insbesondere über den Beleg des Elbkurier habe ich mich vergangenen Sonntag auf der Veranstaltung in Luxemburg sehr gefreut :-)

Gruß
Pete
 
Genosis Am: 16.11.2016 17:49:25 Gelesen: 3665# 49 @  
Hab mal wieder eine Kiste mit Briefen bekommen.

Hier zwei Beispiele für eine Zustellung aus den Niederlanden über Postcon an Brief und Mehr nach Münster.




Gruß
Mike
 
Pete Am: 21.04.2017 20:09:32 Gelesen: 137# 50 @  
Im Verlauf der vergangenen vier Monate liefen mir zwei Belege über den Weg, welche aus dem Ausland stammen. Neuerdings (seit wann genau?) werden zumindest einige Sendungen aus Österreich nicht mehr der Deutschen Post AG zur Zustellung in Deutschland übergeben sondern gehen scheinbar über den Briefdienstleister SHP an den jeweils vor Ort des Empfängers tätigen Zustellpartner.



C6-Sendung aus 4600 Wels in Österreich vom 17.11.2016 via SHP - Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG (P2-049, ma6412) aus 64295 Darmstadt am 23.11.2016 an den Zustellpartner P2-032 (Post Service Siegerland aus Siegen), dort Sendungserfassung am 24.11.2016



C6-Sendung aus 4600 Wels in Österreich (ohne Datumsangabe) via SHP - Süd-Hessen-Post GmbH & Co. KG (P2-049, ma6412) aus 64295 Darmstadt am Freitag, den 13.02.2017 an den Zustellpartner ma4511 (Postcon, Briefzentrum Essen), dort Sendungserfassung am Montag, den 16.02.2017

Gruß
Pete
 

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