Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1056 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 3 13 23 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42   43  oder alle Beiträge zeigen
 
Detlev0405 Am: 24.05.2016 16:56:12 Gelesen: 49969# 1032 @  
@DL8AAM # 1031

Hallo Thomas,

danke für die Erläuterungen, nun habe ich eine kleine Ahnung davon.

Ich bin nur pikiert über diese Versandart, weil es ein Gerichtsdokument war, das irrtümlich nicht per Einschreiben/eigenhändig versandt wurde. Und an solchem Versand hängen Fristen, lt. ZPO sind Zustellungen ins Ausland innerhalb von 14 Tage als zugestellt angenommen durch das Gericht. Also Fristen völlig in der Luft hängen. Darüber habe ich den Direktor des AG schon in Kenntnis gesetzt.

Wenn du den Umschlag magst, gebe ich ihn dir gerne ab mit einer Kopie des Anschreibens - damit das Fenster gefüllt ist. Ich brauche ihn nicht mehr. Einfach bei meinem Nick reingehen und mich anschreiben - ich schicke ihn dir zu. Per normaler Post und in kürzerer Zeit.

Nochmals vielen Dank für deine Mühen,

Detlev
 
DL8AAM Am: 25.05.2016 03:23:57 Gelesen: 49604# 1033 @  
@ Pete [#758]

München ist ein alter Hut. ;-) Im Mai 2011 verschwand die Süd-Post (1) aus München von der Bildfläche. Der "Nachfolger" der Süd-Post, die Munich Mail hielt lediglich wenige Monate durch und verschwand ebenfalls 2011 vom Markt. Seither dürfte München einen weißen Fleck darstellen.

München sollte seit dem leider noch immer privatpostfrei sein, oder? Damit aber zumindest ein-zwei Abbildungen aus der alten Privatpostszene München hier zumindest optisch 'überleben', zwei Sendungen der ehemaligen Münchener Süd-Post aus dessen Endzeit Ende 2010/Anfang 2011, die mir erst vor ein paar Tagen zugegangen sind (Danke Henry!):



Schwarze Tintenstrahl Spray-Ons der Süd-Post München mit UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkennung 0073, plus Zusatz eines Kundenklischee des Absenders 'Bundesagentur für Arbeit'. Zur Ableitung über die DPAG frankiert durch die FRANKIT-Geräte 1D10001080 und 3D0600079E vom 24.01.2011 bzw. vom 14.12.2010, konsolidiert über Postcon/K4031.

Gruß
Thomas
 
Ostbrandenburger Am: 25.05.2016 10:56:36 Gelesen: 49416# 1034 @  
@ Detlev0405 [#1030]

Ich stimme voll und ganz dem Artikel von DL8AAM zu.

Aber ich möchte noch einen Zusatz machen: Die Auslandspost der privaten Postanstalten (soweit dieser Service auch angeboten wird) tragen schon verschiedene Stempel ausländischer Postanstalten So schicke ich regelmäßig über die genannte PIN (Frankfurt/Oder) Briefe an einen schweizer Empfänger. Da ich über die Privatpost in Ostbrandenburg schreibe - siehe http://www.privatpost.jimdo.com - trage ich auch diese Informationen zusammen.

Dein Artikel kommt mir also sehr gelegen und könnte in einem späteren Heft verarbeitet werden.

Nun zur einfacheren Erklärung, wie dieser Stempel auf Deinen Umschlag kommt, und, war er wirklich in Mauritius (Port Louis) ?

Nein, er war nie in Mauritius, es geht mit der gesamten Auslandspost folgendermaßen zu:

Es wird der an diesem Tage günstige Post-Anbieter für ein Kilo Briefpost ermittelt - Du mußt Dir diesen Vorgang so wie z.B. an der Strombörse vorstellen. Das ist bei den privaten Postdiensten oftmals die genannte Postanstalt aus Port Louis. Mir liegen aber auch Stempel anderer Postanstalten vor, leider ist noch alles in Kisten, da ich umziehe. Gern reiche ich einige Scans dann später nach.

Auch bin ich bereit, über die Postdienste in Ostbrandenburg (von Schwedt bis Guben incl. Strausberg) Auskünfte zu geben.

Gruß
Detlef
 
Sennahoj Am: 02.06.2016 17:09:20 Gelesen: 44616# 1035 @  
Hier ein Brief, frankiert mit weihnachtlicher Holzbriefmarke der Post Modern Dresden. Befördert wurde er erst mit der Post Modern, anschließend mit der City-Post. Die Marke kommt gestempelt oder auf Brief nicht sehr häufig vor.



Gruß
Johannes
 
DL8AAM Am: 04.07.2016 20:25:49 Gelesen: 25791# 1036 @  
Nur einmal zur Dokumentation. ;-)

Ende 2015 wurde in den Medien [1] gemeldet, dass der Erfurter Privatpostdienstleister "Thüringer Postservice (THPS)" der Funke Mediengruppe ("Mediengruppe Thüringen") den Großauftrag "Thüringer Behördenpost" ab November 2015 an die ebenfalls in Erfurt sesshafte "mpn - mail & parcel network GmbH" verloren hat. Die korrektere Überschrift hätte hier aber besser lauten sollen, dass sich THPS auf Grund von geplanten Umstrukturierungen überhaupt nicht mehr beworben hatte. Im Text steht das dann zwar auch so, aber für eine Überschrift klang das wohl nicht spektakulär genug. Egal.

Weiter heisst es in dem Artikel "Der Großauftrag für Behördenbriefe war in diesem Jahr europaweit ausgeschrieben worden. Er umfasst Briefe des Standorts Erfurt mit Finanzministerium, Landesrechenzentrum und Landesfinanzdirektion sowie die Post der Außenstellen in Nordhausen, Suhl, Gera und Stadtroda. Der Auftrag gilt für zwei Jahre und hat einen Umfang von rund drei Millionen Briefen.", weiter wird dort vermeldet, dass "... offenbar Gespräche zwischen mpn und THPS zur Übernahme des Großauftrags vorausgegangen sind. Funke-Sprecher Tobias Korenke sagte dem MDR, die THPS werde als Gesellschaft erhalten bleiben, sie werde 'aber neu strukturiert'."

Damit dieser Fakt auch hier für die Ewigkeit dokumentiert wird, möchte ich mal einen Beleg, der die Behandlung durch (für den) neuen Dienstleisters mpn zeigt, einstellen:



Sendung des Versenders "Thüringer Landesrechenzentrum" vom 31.03.2016 (identisch aussehende liegen mir vom 11.05.2016 vor) an einen Empfänger im Bereich der CITIPOST Göttingen, siehe Leithinweis "96 CP Göttingen". Die Zeile "BZ GOE 50-18" stammt von der CITIPOST Göttingen.

Auffällig ist die UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkennung 0010. Das ist die Kennung des bisherigen Dienstleisters THPS. Hier wird für den eingeweihten Philatelisten doch gleich einiges sichtbar. Aus dem Fakt, dass beide Erfurter Privatpostdienstleister THPS und mpn, zumindest laut dessen Webseiten [2], noch immer voll- und selbstständig nebeneinander aktiv sind, kann man weiteres schliessen. Zumindest nutzt der mpn für den "Behördengroßauftrag" die Briefsortieranlagen des Auftragsvorgängers THPS. ;-)

Zum Vergleich, hier eine Sendung einer (unbekannten) Thüringer Behörde, nun aber mit THPS Spray-On:



Sendung vom 02.03.2016 (andere stammen vom 19.02., 13. & 26.04.2016). Bis auf die Eigenwerbung und der Hotline-Nummer ein vollkommen identisches Layout. Es handelt sich hier sehr wahrscheinlich um Sendungen außerhalb des Großauftrags (Zitat aus [1] "Nach Auskunft des Finanzministeriums bleibt die THPS nach der Neuvergabe weiter Dienstleister für sieben Thüringer Finanzämter.") und es wird je nach Auftraggeber das jeweils passende Klischee im THPS-Briefzentrum hinzugeschaltet. ;-)

Die eigentliche Erfurter Partner des mpn-Verbundnetzes sind übrigens die "Mailcats", THPS wird auf der mpn-Webseite überhaupt nicht als Standort (-Partner) genannt [3]. Hmmmm, hmmmmm, es sieht fast so aus, als ob man sich wohl einfach nur keine preisunterbietende Konkurrenz machen wollte ... ?!? mpn übernimmt den Auftrag, den THPS dann weiterhin ausführt? Hmmm ... aber wer weiss, was die angedachten Umstrukturierungen noch bringen ;-)

BTW, normale, aktuelle THPS- bzw. (Mailcats-) mpn-Belege liegen mir leider vor.

Gruß
Thomas

[1] http://www.mdr.de/thueringen/neuer-auslieferer-fuer-behoerdenpost100.html
[2] http://www.thps-online.de bzw. http://www.mail-parcel-network.de
[3] http://www.mail-parcel-network.de/standorte
 
mumpipuck Am: 07.07.2016 00:07:50 Gelesen: 24531# 1037 @  
@ DL8AAM [#1036]

Hallo Thomas,

ist es das, was Du suchst ?



Herzliche Grüße
Burkhard
 
Baber Am: 08.07.2016 11:26:36 Gelesen: 23878# 1038 @  
Sehe ich das richtig, dass dieser Brief mit der ABO-Rechnung der DBZ insgesamt 1,30 € gekostet hat?




Gruß
Baber
 
klinhopf Am: 08.07.2016 13:44:20 Gelesen: 23820# 1039 @  
@ Baber [#1038]

Sehe ich das richtig, dass dieser Brief mit der ABO-Rechnung der DBZ insgesamt 1,30 € gekostet hat?

NEIN ! Meines Wissens trägt die POST-Portokosten der Privatversender, wenn er selbst nicht zustellen kann:

CITIPOST hat 0,60 eingenommen und 0,70 ausgegeben - mithin ein Minus von 0,10, was scheinbar "drin" ist!

Soooo jedenfalls bei LMF (Augsburg) und Ariva (Freiburg).

Mit Sammlergruß
Ingo Pfennig aus Augsburg
 
DL8AAM Am: 08.07.2016 15:01:32 Gelesen: 23789# 1040 @  
@ klinhopf [#1039]

Wir verschicken in der Firma unsere gesamte Post auch über die CITIPOST Göttingen, aber ohne Vertrag, d.h. wir machen mit Briefmarken frei und ab in den nächsten blauen Briefkasten. Für den Standardbrief zahlen wir nur die 60 Cent (brutto, das sind für uns und für die CITIPOST also nur 50 Cent netto). Briefe, die die CITIPOST nicht selbst oder über das/die deutsche Privatpostnetzwerk/e zugestellt werden können, werden von der CITIPOST mit 70 Cent frankiert an die DPAG abgeleitet. Die Differenz bleibt in diesen Fällen nur an der CITIPOST hängen. Andere Privatposten mögen das anders handhaben, d.h. das einige das günstigere "Eigenporto" nur für Sendungen in bestimmte PLZ-Gebiete anbieten und nicht "bundesweit".

Bei Vertragskunden der CITIPOST Göttingen kann das aber auch abweichend geregelt sein. Die Vertragsregelungen kenne ich aber für die CITIPOST Göttingen nicht.

Aber ... der Absender Deutsche Briefmarkenzeitung gehört zum M. & H. Schaper Philatelie-Verlag in Alfeld (Leine) und die wiederum zur Verlagsgesellschaft Madsack. Und die CITIPOST Göttingen ist ebenfalls ein Teil eben dieser Madsack Gruppe, d.h. "DBZ ist eigentlich die CITIPOST selbst" ;-)

Ich vermute auch mal, dass die "Mailingaktion" der DBZ/CITIPOST konsolidiert worden ist, d.h. mit dem von der DPAG dafür nachträglich gewährten Rabatt dürfte die Einzelsendung im Endeffekt der DBZ/CITIPOST auch nur so um die (geschätzt) 50 Cent gekostet haben - auch wenn im FRANKIT 70 Cent steht.

Beste Grüße
Thomas
 
Tuffi Am: 09.07.2016 10:24:07 Gelesen: 23527# 1041 @  
@ DL8AAM [#1040]

Hallo Thomas,

in Münster ist es noch etwas komplizierter.

Die Post, die "Brief und mehr" nicht selbst besorgen kann, gibt sie unfrankiert an Williams Lea/InHaus in Essen weiter. Dort wird sie frankiert und konsolidiert(K 4000) an die gelbe Post abgegeben. Auf diese Weise wird der Portoverlust durch den Konsolidierungsanteil reduziert.

Gruß Walter
 
Michael Mallien Am: 12.07.2016 22:24:04 Gelesen: 21811# 1042 @  
Ich habe einen Posten Privatpost erhalten, den ich hier vorstellen möchte. Die Belege sind aus März bis Juni 2016.

CITI Post



DEBEX



Nord Brief



2x RPV Briefservice





pin Mail mit Marke



pin Mail mit "Prelabel"



pin Mail mit "Label"



Woran erkennt man die Portohöhe bei dem Prelabel (C4-Umschlag) und dem Label (A5-Umschlag) ?
 
Pete Am: 13.07.2016 09:34:26 Gelesen: 21552# 1043 @  
@ Michael Mallien [#1042]

Woran erkennt man die Portohöhe bei dem Prelabel (C4-Umschlag) und dem Label (A5-Umschlag) ?

Meines Wissens erkennt man im Fall von PIN Mail AG Berlin nicht das Sendungsformat anhand des Prelabels. Andere Briefdienste arbeiten mit Aufklebern, welche zusätzliche Angaben wie Gewichtsklassen oder römischen Ziffern (analog den Kleidungsgrößen) enthalten.

Der Strichcode/UPOC des Prelabels von PIN Berlin ist vor der Abgabe des Prelabels an den Absender in der Software (m.E. CodX) gescannt und dem zukünftigen Absender zugeordnet worden. So kann im Anschluss der Aufkleber durch den Absender für verschiedene Sendungen unterschiedlichen Formats eingesetzt werden.

Nach erneuter Ankunft des Prelabels im Berliner PIN-Briefzentrum wird dieser erneut gescannt und zeitgleich das Format/Gewicht/Empfängeranschrift usw. der Sendung erfasst, worauf sich der Aufkleber befindet. Durch die früher erfolgte Zuordnung von Prelabel zum Absender weiß die Briefsortieranlage bzw. Scanner, wem (= Absender) das Porto für die betroffene Sendung hinterher in Rechnung gestellt werden muss.

Die in Beitrag [#1042] gezeigten Belege sind an die Zustellpartner ma2792 und ma2793 bzw. CV11 gegangen. Ich tippe hier einmal auf das Unternehmen InWiLog Post-Service OHG aus 27356 Rotenburg (Wümme) - http://www.inwilog.de/ .

Gruß
Pete
 
sachsen-teufel Am: 17.07.2016 12:59:04 Gelesen: 19765# 1044 @  
Im Bereich der City-Post hier im Großraum Chemnitz gibt es seit geraumer Zeit eine Änderung bei den Handstempeln. Das "gewohnte" P2-Logo (siehe oberer Stempel) wurde durch ein neu gestaltetes Logo (siehe unterer Stempel) abgelöst. Beide Stempeltypen laufen noch parallel, ich vermute aber, daß bei Neuanschaffungen nur noch das neue Logo zum Einsatz kommt.



Stempel mit diesem neuen Logo liegen mir mittlerweile von verschiedenen Niederlassungen im Bereich der City-Post vor.

Gruß
Michael
 
EdgarR Am: 17.07.2016 16:51:56 Gelesen: 19689# 1045 @  
@ sachsen-teufel [#1044]

Hallo Michael!

Hiermit erkläre ich die Jagd auf Frühverwendungsdaten Typ 2 und Spätverwendungsdaten Typ 1 für eröffnet! Immer rein damit in die Stempeldatenbank!

Phile Grüße
EdgarR
 
Michael Mallien Am: 06.08.2016 21:19:29 Gelesen: 7894# 1046 @  
Heute habe ich zwei C4-Umschläge, im Juli verwendet, mit Labeln, von denen ich annehme, dass es sich um Privatpost handelt.

Das letternet-Label gar mit einem 2D Matrixcode.

Kennt sich jemand mit diesen Labeln aus?


 
Pete Am: 06.08.2016 23:17:37 Gelesen: 7877# 1047 @  
@ Michael Mallien [#1046]

Heute habe ich zwei C4-Umschläge, im Juli verwendet, mit Labeln, von denen ich annehme, dass es sich um Privatpost handelt.

Das letternet-Label gar mit einem 2D Matrixcode.

Kennt sich jemeand mit diesen Labeln aus?


Aufkleber links: iq-Letternet GmbH aus 40822 Mettmann (http://www.iq-letter.de/ )

Aufkleber rechts: Citipost Ostwestfalen-Lippe GmbH & Co. KG aus 33689 Bielefeld (http://www.citipost.de/Bielefeld )

Der Aufkleber stammt von einer Großbriefsortieranlage des Herstellers Pitney Bowes, Modell VariSort

Gruß
Pete
 
Seku Am: 13.08.2016 20:42:23 Gelesen: 5239# 1048 @  


NordbayernPost 2011 - Block "Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis". Dieser Block wurde einer Teilauflage der Nürnberger Nachrichten als Gratisblock in Form einer Zeitungsbeilage (Format A4) versandt. Die Beilage ist vierseitig bedruckt. Nebenbei: Genau vor drei Jahren machte die Firma dicht.
 
Journalist Am: 14.08.2016 09:31:55 Gelesen: 5031# 1049 @  
Hallo an alle,

vor einigen Tagen sind mir durch Zufall mehrere Infoträger von P2 über den Weg gelaufen, die von den rosa Briefkisten von P2 nicht entfernt wurden. :-) Diese möchte ich heute hier mal zeigen, denn solche Dinge sind auch sehr informativ und gehören zur Privatpost:



Absender ist in diesen Fall die Morgenpost Briefservice GmbH (P2-22 ?) und es geht nach P2-066 - wer ist das ?



Hier ein Infoträger von MZV Gutenbergstr. 1 in 19061 Schwerin mit Post für P2-023 in Münster (Briefundmehr)



Dieser Infoträger stammt von P2-007 biber post Magdeburg und soll zum P2-000 (HUB) ((Umschlagplatz - Knotenpunkt)) International von P2 gehen - ist dies der Hub in Darmstadt oder .... ?



Absender ist hier P2-048 Südwest Mail Hohenlohe und es geht nach Bonn zu P2-066 an die Austrian Post International Deutschland GmbH - damit ist gleichzeitig das Rätsel etwas weiter oben gelöst, wer sich hinter P2-066 versteckt.

Wer kommt an weitere Infoträger von P2 ran ?

Viele Grüße Jürgen
 
scl48 Am: 18.08.2016 11:53:44 Gelesen: 2600# 1050 @  
Moderne Privatpost, speziell City-Post Chemnitz

An die Sammlerfreunde der Modernen Privatpost:

Kann mir bitte jemand die Beschriftung im Adressfeld (siehe Einzelheit) erklären und den Weg beschreiben, den dieser Brief genommen hat?

Er enthielt Informationsmaterial und wurde am 18.08.2016 zugestellt, aber wohl sicherlich nicht in Norderstedt aufgegeben.

Danke und beste Grüße in die Runde.

Stefan Clauß


 
DL8AAM Am: 18.08.2016 12:18:46 Gelesen: 2596# 1051 @  
@ scl48 [#1050]

Stefan,

schon einmal ganz kurz vorab, ich muss gleich wieder los. Die Sendung kam ursprünglich über den Privatpostdienstleister German Mail Discount (GMD) [1] und wurde (von/über deren "Lettershop") an das Netzwerk der "P2 - Die Zweite Post" abgegeben. Innerhalb dieses PP-Kooperationsnetzwerkes wurde der Brief dann an deren Partner/Mitglied "City-Post Chemnitz" (P2-008) zur Zustellung weitergereicht.

Nachher etwas mehr,

Gruß
Thomas

[1] http://www.germanmaildiscount.de/CMS
 
DL8AAM Am: 18.08.2016 21:33:26 Gelesen: 2538# 1052 @  
@ scl48 [#1050], DL8AAM [#1051]

So Stefan,

nun habe ich etwas mehr Zeit. Das Wesentlichste hatte ich ja bereits im der ersten Antwort kurz zusammengefasst. Nun nur ein paar zusätzliche Anmerkungen.

German Mail Discount, BNetzA "Privatpostlizenz" P08/3458, ist zwar ein Privatpostdienstleister, aber keiner der selbst zustellt oder austrägt, sondern er übernimmt von gewerblichen Absendern oder eher besser gewerblichen Großversendern (Lettershops etc.) nur die ausgegehende Post (Massenmailings) und leitet diese entweder in die deutschen Privatpost-Kooperationsnetzwerke (u.a.) Mail Alliance sowie P2 - Die Zweite Post ab, oder auch portooptimiert an die DPAG. Dabei sind die in meine Fänge geratenen, über GMD beförderten Sendungen bisher - neben einer kleinen Hand voll briefformatigen Mailings (so wie Dein Brief) - fast ausschließlich nur Kataloge, Prospekte o.ä. Aus diesem Grund wird diese Privatpost von den meisten Privatpostsammlern auch fast vollständig übersehen.

Ich muss gestehen, wenn man Deinen Beleg - ganz ohne weitere Vergleichsexemplare - alleine betrachtet, kann man die Herkunft GMD nicht erkennen. Hierfür muss man sich auch etwas um die 'unförmigen' Privatpostsendungen aus der Altpapiertonne kümmern. Eine Identifikation "GMD" ist dann aber an Hand der typischen "Ähnlichkeiten" recht schnell und einfach möglich.

Ich hätte übrigens aus der selben Absendereckeauch einen Beleg zu bieten, der aber etwas einfacher dem GMD zuzuordnen ist, da er nicht über P2 versendet wurde, sondern sehr wahrscheinlich gleich an das CITIPOST Verbundsnetz angeleitet wurde:



Denn hierr erscheint GMD sogar in der Status- bzw. Leitwegezeile, gefolgt von der Auftrags- und wahrscheinlich einer laufenden Sendungs-Zählnummer, der Ziel-Privatpost (zuständig für die Zustellung vor Ort), der Sendungsart (hier "Info", für Infopost) und den P/B-Kennungen (ich tippe das steht für die Paletten und Bundnummern).

Dieser Aufbau der Statuszeile ist ganz typisch für den GMD und kann deshalb sehr gut für die Identifikation des GMD herangezogen werden. Hier im Folgenden einige weitere, aktuellere Beispiele:




Im letzten Beispiel nennt sich die Palette sogar "PCP", CP für CITIPOST, deshalb meine Annahme, dass der GMD "meine" Belege sämtlichst gleich an die CITIPOST-Hauptstelle ("Madsack") in Hannover abgegeben hat.

Das der GMD, neben dem P2- und CITIPOST-, auch über das Mail Alliance-Netzwerk ableitet erkennt man hier:



Hier erscheint, statt GMD oder der zentralen Kennung P2-000, die eigene Mail Alliance-Kennung MA0513. Der Präfix "ma-05" macht in diesem Fall auch Sinn, denn es gibt derzeit keinen Postleitzahlenbereich 05. Die Mail Alliance-Kennungen orientieren sich bekanntlich i.d.R. an der PLZ des jeweiligen Mitglieds und dienen somit auch der Sortierung/Bestimmung hinsichtlich der Leitwege für innerhalb des Netzwerks weiterzuleitende Sendungen - und da der GMD ja nicht zustellt, sondern nur (von eigenen Kunden) annimmt, sortiert und ableitet, macht eine echte geographische Leitwege-MA-Kennung keinen wirklichen Sinn. Das ist hier eher nur eine Art von Kundennummer.

Beste Grüße
Thomas
 
Pete Am: 21.08.2016 11:15:06 Gelesen: 2086# 1053 @  
In den vergangenen Jahren zeigten überregionale Sendungen des Postmitbewerbers MEDIA Logistik GmbH (PostModern aus Dresden) meist rückseitig eine Angabe des Laufweges, wie beispielhaft in den Beiträgen [#890] und [#891] gezeigt. Neben der Kennung der Mail Alliance von PostModern ma0111 wurde zusätzlich die Kennung des zustellenden Partners angegeben. Bisher war mir keine maschinelle Sortierung der betreffenden Sendungen durch PostModern (Niederlassung Dresden) bekannt. Gestern liefen mir auf dem Regionaltreffen der Forschungsgemeinschaft Post- und Absenderfreistempel e.V. in 57258 Freudenberg (bei Siegen) [1] die ersten Belege über den Weg, welche einen Strichcode und UPOC der einer Briefsortiermaschine aufweisen:



Sendung vom 12.07.2016 (Datum der Briefsortiermaschine) bzw. 13.07.2016 (Datum des Frankit 3D06000DBF)

Nach [2] ist der UPOC beginnend mit 010136 der Media Logistik GmbH zugeordnet. Das bisher mir bekannte Frühdatum wird in diesem Beitrag gezeigt. Ältere vorliegende Sendungen (Frankierdatum vom 28.04.2016) weisen das bisher bekannte Muster ohne Angabe von Strichcodes auf (Beispiel in Beitrag [#891]). Demnach könnte PostModern irgendwann zwischen Ende April 2016 und Mitte Juli 2016 seinen "Fuhrpark" um eine (oder mehrere) Briefsortiermaschinen ergänzt haben.

Man könnte meinen, dass PostModern nun zusätzlich auch auf sog. Prelabels setzt. Unterhalb des Frankit lässt sich ein überklebter Strichcode erahnen. Hierbei handelt es sich um einen manuell aufgesetzten Aufkleber. Die Codierung, beginnend mit "040136" ist ebenfalls unterhalb des maschinell aufgebrachten (und teilweise überklebten) Strichcodes rechts außen zu erkennen (zusätzlich zum UPOC der Briefsortiermaschine links außen). Eine derartige Wiedergabe zweier UPOC in einer "Frankierung" war mir bisher ebenfalls nicht bekannt.



Sendung vom 26.07.2016 bzw. 09.08.2016 (Datum des Frankit 3D06000B63)

Gruß
Pete

[1] http://www.fg-freistempel.de/category/forschungsgemeinschaft/veranstaltungen/
[2] https://www.codx.ch/downloads/POTechDoc/UPOC-Mandant-List.xml
 
DL8AAM Am: 23.08.2016 15:18:39 Gelesen: 1348# 1054 @  
@ Pete [#1053]

der UPOC beginnend mit 010136 ist der Media Logistik GmbH zugeordnet ... Frankit 3D06000B63



Nur kurz zur Info, ich habe hier einen Privatpostbrief - ebenfalls mit diesem 3D06000B63er Gerät DPAG-frankiert (18.08.2016), der aber einen überlabelten Tintenstrahl Spray-On mit UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkennung "0215" sowie der Mail Alliance-Kennung "ma 4131", d.h. die Postcon "Privatpost" Neuss (nun mit Sitz in Ratingen?), trägt. Wer ist also der Betreiber dieses FRANKIT-Geräts? Die Postcon? In Ratingen? Konsolidiert wurde der Brief übrigens nicht via Postcon/K4031, sondern über Freesort/K2055 (rückseitiger, schwarzer Tintenstrahler "K2055 - 1291"). Also vielleicht betreibt hier der 'Frankierservice' von Freesort das Gerät? Im Einsatz für die Konkurrenz von Postcon. ;-)

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 23.08.2016 19:13:16 Gelesen: 1258# 1055 @  
@ DL8AAM [#1054]

Nur kurz zur Info, ich habe hier einen Privatpostbrief - ebenfalls mit diesem 3D06000B63er Gerät DPAG-frankiert (18.08.2016), der aber einen überlabelten Tintenstrahl Spray-On mit UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkennung "0215" sowie der Mail Alliance-Kennung "ma 4131", d.h. die Postcon "Privatpost" Neuss (nun mit Sitz in Ratingen?), trägt. Wer ist also der Betreiber dieses FRANKIT-Geräts? Die Postcon? In Ratingen? Konsolidiert wurde der Brief übrigens nicht via Postcon/K4031, sondern über Freesort/K2055 (rückseitiger, schwarzer Tintenstrahler "K2055 - 1291"). Also vielleicht betreibt hier der 'Frankierservice' von Freesort das Gerät? Im Einsatz für die Konkurrenz von Postcon. ;-)

Bis zum Beweis des Gegenteils (d.h. bis weitere Belege auftauchen) gehe ich davon aus, dass das Frankiergerät 3D06000B63 des Herstellers Francotyp-Postalia bei PostModern in Dresden steht, vielleicht auch in einer sächsischen Niederlassung des Konsolidierers Freesort. In den vergangenen Jahren hatte PostModern die für den Versand über die Deutsche Post AG bestimmten Sendungen entweder selbst frankiert oder unfrankiert an Fressort gegeben.

Postcon selbst lässt über Postcon konsolidieren (K4031) und nutzt üblicherweise (schnellere) Frankiergeräte des Herstellers Neopost. ;-)

Ich schließe nicht aus, dass es sich bei deinem Beleg um einen Irrläufer (Routingfehler) handelt, welcher von Postcon versehentlich nach Dresden anstelle Göttingen gelangt war.

Postcon (Briefzentrum mit Frankieranlagen für die Eigenzustellung) besitzt ein Briefzentrum in Essen - Bochum war im März 2016 nach Essen umgezogen und das Briefzentrum Frankfurt/Main vor einigen Monaten verkauft. Ich bin mir nicht sicher, ob noch das Postcon-Briefzentrum in Neuss exisitiert. Vorliegende Belege aus dem Monat Juni/Juli 2016 deuten darauf hin, dass das Briefzentrum einschließlich der technischen Anlagen (Bsp. Briefsortiermaschinen) ebenfalls von Neuss nach Bochum gezogen sein könnte. Der Mandant 0215 käme wie der Mandant 0192 parallel im Essener Briefzentrum zum Einsatz.

Gruß
Pete
 
Seku Am: 24.08.2016 20:45:24 Gelesen: 821# 1056 @  
Das Offenburger Tagblatt kam heute als Streifbandzeitung ins Haus geflattert. Selbstverständlich von der hauseigenen badenpost frankiert und von der Deutschen Post zugestellt.


 

Das Thema hat 1056 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 3 13 23 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42   43  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht