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Thema: (?) (1027) Privatpost in Deutschland
Das Thema hat 1045 Beiträge:
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Pete Am: 25.04.2016 22:04:23 Gelesen: 51969# 1021 @  
@ Journalist [#1020]

Es folgt ein Compadorvermerk mit UPOC 030038 - wer hat hier eine Lösung ?

Die Telefonnummer 0331/2840174 gehört laut Google zu Mazmail. Ich weiß, der UPOC beginnend mit 030038 widerspricht sich mit der Liste aus [#1015].

könnte man die obige Tabelle nicht noch durch bisher bekannte Frühdaten und teils auch falls vorhanden Spätdaten erweitern ?

Die bishergien Listen wurden durch "copy - paste" in Form eines neuen Beitrages erweitert.

Es folgt Neue Presse Passau - hier fehlt zwar der Matrixcode, der restliche Vermerk könnte aber doch über Compador gedruckt sein ?

Ja, es schaut mir danach aus.

Zu den Belegen der BW-Post kann ich nichts sagen. Man könnte allerdings aufgrund der verzerrten Wiedergabe der Compador-"Frankierung" den Eindruck gewinnen, dass es während der Einsatzes der Sortieranlage einige Problemchen gab.

Gruß
Pete
 
Journalist Am: 27.04.2016 13:04:06 Gelesen: 51064# 1022 @  
@ Pete [#1021]

Hallo Pete und an alle,

hier noch weitere Belege bzw. Fragen die aufgetaucht sind im Zusammenhang mit der Einordnung der Matrixcodierungen bei der Privatpost:

Zuerst hier Citipost Hildesheim - hier ein Beleg vom 28.8.2012 - allerdings mit einem Label (system ?), bei dem schon ein Matrixcode benutzt wurde - wie sind diese einzuordnen - hat hier jemand einen Vorschlag denn eine Compador Maschine dürfte es ja noch nicht gewesen sein denn ich kenn hier nur Label oder ?



Dito ein Beleg von Citipost Nordwest auch in Form eines Labels



Es folgt ein Beleg von Citipost Weserbergland - ist dies nun ein Abdruck von einer Compadormaschine oder ?



Zum Schluß noch ein Beleg, der bei Citipost Osnabrück zum Schluß bearbeitet wurde, hier zwar mit Matrixcode, aber der zusätzliche Strichcode und die UPOC-Info fehlt hier noch - handelt es sich hier um verschiedene Arbeitsvorgänge und Maschinen, die das drucken bzw. aufspritzen ?



Viele Fragen, vielleicht hat ja jemand teilweise dazu eine Idee bzw. die Zusammenhänge werden dadurch mittelfristig klarer - viele Grüße

Jürgen
 
DL8AAM Am: 27.04.2016 19:52:24 Gelesen: 50819# 1023 @  
@ DL8AAM [#857]

IMN - International Mail Net GmbH

Hier ein kleines Update zu diesem Privatpostdienstleister aus 20149 Hamburg, auch damit die aktuellen Sendungskennzeichen einmal 'dokumentiert' sind, zumal IMN selbst nicht mehr direkt sichtbar ist. Ich hoffe aber trotzdem richtig zu liegen? ;-)



Katalog unter Folie als 'internationales Privatpost-Remailing' des Absenders Tourismusregion Klopeiner See - Südkärnten GmbH aus 9122 Kanzian am Klopeiner See (Österreich) aus dem Dezember 2015, nach 37085 Göttingen. Von IMN über die CITIPOST OWL (Ostwestfalen-Lippe) in Bielefeld in das deutsche Privatpostnetzwerk abgeleitet und zugestellt über die CITIPOST Göttingen; Label vom 29.12.2015.



Eingedruckter Barcode mit dem Wert 1512035200746, entsprechend der Sendungsnummer; plus Leithinweis "MA 3781/INFO/MA-1-3772/1512035200746-RD", d.h. Infopost-Sendung von ma-3781 (=CITIPOST OWL) [über den Mail Alliance Hub 1?] an ma-3772 (=CITIPOST Göttingen).

Die Zuordnung dieser Sendung zu IMN mache ich an der Sendungsnummer 1512035200746 mit dem angehängten Suffix -RD fest, der mir in dieser Form bereits bei früheren Versandaktionen über IMN bekannt ist, siehe [#857].



Damals (2014) handelte es sich ebenfalls um einen Katalogversand unter Folie, Absender hier TOUR VITAL Touristik in Köln; mit einem vergleichbaren Sendungsnummern-Barcode und dem Leithinweis "IMN/INFO/BIP1/1407095111612/RD"; ebenfalls nach Göttingen (CITIPOST Göttingen). Die Sendung wurde seinerzeit von IMN aber über die BiberPost in Magdeburg geleitet, siehe die Angabe "BIP1" im Leithinweis (und einem zusätzlichen BieberPost-Label mit UPOC-Sendungssummer (codX-Mandantenkenner 0025) [#857]).

Beide Formen sind doch recht ähnlich, so dass die IMN-Connection der aktuellen Sendung wohl hinreichend genau bestätigt sein sollte. Nur leider sagt mir aber der Suffix RD bisher nichts. How?

Gruß
Thomas
 
Sachsendreier53 Am: 28.04.2016 09:15:34 Gelesen: 50527# 1024 @  
Orangefarbenes Label auf Standardbrief bis 20g, Postdienst Oberfranken aus 95326 Kulmbach-Melkendorf vom 19.1.2016, weiterbefördert über City-Post 490 Chemnitz 20.1.16 nach 04758 Oschatz



mit Sammlergruß,
Claus
 
Pete Am: 29.04.2016 11:27:00 Gelesen: 49848# 1025 @  
@ Journalist [#1022]

Zuerst hier Citipost Hildesheim - hier ein Beleg vom 28.8.2012 - allerdings mit einem Label (system ?), bei dem schon ein Matrixcode benutzt wurde - wie sind diese einzuordnen - hat hier jemand einen Vorschlag denn eine Compador Maschine dürfte es ja noch nicht gewesen sein denn ich kenn hier nur Label oder ?

Gute Frage, nächste Frage. Mir sind die Aufkleber aus einer Briefsortiermaschine der Citipost Hildesheim bekannt, Modell unbekannt. Der Aufmachung nach spräche der Aufkleber für eine Intelli Star von Böwe, allerdings zusätzlich mit der Wiedergabe von Matrixcodes ausgerüstet. Etwa zu dem Zeitpunkt kamen m.W. auch Überlegungen auf, wie man Sendungen derart "frankieren" kann, dass diese im Matrixcode alle relevanten Zustellangaben enthalten. Insbesondere bei Partnersendungen, welche ad hoc nicht im ersten maschinellen Durchlauf maschinenlesbar sind, würde es ausreichen, lediglich den Matrixcode auszulesen. Dies spart Arbeit (Nachbearbeitung des ersten Sendungsdurchlaufs in der Videocodierung) und damit Zeit sowie natürlich Geld. Es setzt allerdings voraus, dass die Zustellpartner technisch in der Lage sind, die Matrixcodes auszulesen.

Es folgt ein Beleg von Citipost Weserbergland - ist dies nun ein Abdruck von einer Compadormaschine oder ?

M.E. ja, siehe auch Beitrag [#944]. Dein Beleg ging an die LVZ Post in Leipzig.

Zum Schluß noch ein Beleg, der bei Citipost Osnabrück zum Schluß bearbeitet wurde, hier zwar mit Matrixcode, aber der zusätzliche Strichcode und die UPOC-Info fehlt hier noch - handelt es sich hier um verschiedene Arbeitsvorgänge und Maschinen, die das drucken bzw. aufspritzen ?

Ich gehe davon aus, dass es sich hier um zwei Arbeitsgänge (konkret ein Erfassungslauf sowie ein kombinierter Erfassungs- und Sortierlauf) handelt. Die Anschrift des Empfängers in Osnabrück wurde handschriftlich vermerkt. Im Regelfall kann diese nicht immer im ersten Durchlauf korrekt eingelesen werden. In dem konkreten Fall wäre der Briefdienstleister Citipost Osnabrück nicht nur auf die Postleitzahl sondern auch auf die Angaben der Straße und Hausnummer angewiesen, da es sich bei dem Zustellort Osnabrück um einen Ort aus dem eigenen Zustellgebiet handelt. Bei für Zustellpartner bestimmte Sendungen würde (notfalls) bereits die Postleitzahl ausreichen, um die Sendung korrekt zuordnen zu können.

M.E. wurde im ersten Lauf (Erfassungslauf) neben Firmenlogo auch die Angaben wie Datum (29.01.2016), Telefonnummer (0541...) vor allem der Matrixcode aufgebracht. Ein UPOC ist nicht vorhanden, sollte allerdings verschlüsselt im Matrixcode zu finden sein. Die Sendung war vermutlich nicht maschinenlesbar, weshalb nach einer weiteren Bearbeitung des Sendungsbildes in der Videocodierung der Brief einen zweiten Durchlauf durch die Briefsortiermaschine antrat. Dabei wurde die Angabe des Zustellbezirkes "MVN 20..." hinzugefügt. Auffällig ist (im Gegensatz zur Frankierung von Postcon), dass m.E. innerhalb der etwas schräg verlaufenden Citipost-Frankierung kein Versatz der einzelnen Bestandteile der Frankierung (Zustellbezirk zu den verbleibenden Angaben) erkennbar ist. Anscheinend wurde mutmaßlich im zweiten Durchlauf passgenau getroffen. Dies ist natürlich möglich.

Postcon in Bochum konnte als aufliefernder Briefdienstleister die Sendung im ersten Durchlauf nicht einlesen. Dafür spricht der Versatz innerhalb der Frankierung links unten (Strichcode, UPOC und die Angabe "Bo 4511" im ersten Durchlauf; das Datum und die Angabe "CPO B11" im zweiten Durchlauf).

@ Sachsendreier53 [#1024]

Orangefarbenes Label auf Standardbrief bis 20g, Postdienst Oberfranken aus 95326 Kulmbach-Melkendorf vom 19.1.2016, weiterbefördert über City-Post 490 Chemnitz 20.1.16 nach 04758 Oschatz

Zwischenzeitlich befand sich die Sendung noch bei der LVZ Post in Leipzig, siehe maschinelle Codierung mit dem UPOC beginnend mit 010080...
Di., 19.01.2016 Postdienst Oberfranken in Kulmbach
Mi., 20.01.2016 City-Post in Chemnitz
Do., 21.01.2016 LVZ Post in Leipzig (eventuell bereits in den frühen Morgenstunden des 21.01.2016 in Leipzig maschinell bearbeitet und für den 21.01.2016 zur Zustellung gegeben)

Gruß
Pete
 
Sachsendreier53 Am: 29.04.2016 13:14:38 Gelesen: 49783# 1026 @  
@ Pete [#1025]

Ich danke Dir für die plausible Erklärung.

beste Grüße, Claus
 
munzi03 Am: 12.05.2016 10:05:02 Gelesen: 40490# 1027 @  
Kann mir jemand weiterhelfen. Um welchen privaten Anbieter handelt es sich hierbei? Leider konnte ich zu "expresspost" im Netz nichts finden.


 
DL8AAM Am: 19.05.2016 21:54:59 Gelesen: 38136# 1028 @  
@ DL8AAM [#993], EdgarR [#994]

Hier hat es nun mit der Weiterleitung von der MLH MedienLogistik Hessen, Fulda zur CITIPOST Göttingen endlich doch mal geklappt. Keine Ableitung über die DPAG. ;-)



Sendung des Absenders Verlag Parzeller GmbH & Co. KG in 36073 Fulda nach 37073 Göttingen. Eingeliefert über die MLH MedienLogistik Hessen am 12.05.2016 und zugestellt über die CITIPOST Göttingen. Der Verlag Parzeller und die MLH (beide mit Sitz in der Frankfurter Straße 8, 36043 Fulda) gehören übrigens beide zur "Parzeller Mediengruppe".

Der Absender hat hier im Adressfenster beim Briefausdruck erste, aber unvollständige (Leit-) Angaben der MLH direkt mit eingedruckt. Der Wert des linearen Barcodes "11103720728" findet sich dort auch im Text wieder. Zusätzlich ein Spray-On der MLH mit Eigenidentifikation ma-3651, Datum und Leithinweis auf die CITIPOST Göttingen ("ma 365 1 4" und "SYP3772", d.h. Systempartner "ma-3772"). Rückseitig findet sich eine orangenfarbende (Strich-) Kodierzeile.

Da der Barcode der MLH von der CITIPOST Göttingen nicht verarbeitet werden konnte, wurde im Rahmen des Erfassungs- und Bearbeitungssprays der CITIPOST Göttingen eine neue, eigene UPOC-Sendungsnummer "0100460419014141" der CITIPOST Göttingen (codX-Mandantenkennung 0046) vergeben und aufgebracht. "BZ GOE" steht hier für das "Briefzentrum Göttingen" der CITIPOST Göttingen (Rischenweg 2, 37124 Rosdorf). Diese Form der Kennzeichnung (Position i.d.R. immer unten links, kopfstehend) wird auf Sendungen aufgebracht, die ursprünglich von Partner-Privatposten stammen und von diesen der CITIPOST Göttingen zur Zustellung angedient werden. Wenn der ursprüngliche Barcode der abgebenden Privatpost aber eingelesen werden kann, wird das Barcode-Modul Barcode hier nicht gesetzt. "50-04" ist der Zustellbezirk.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 24.05.2016 00:31:30 Gelesen: 34072# 1029 @  
Hier einmal wieder eine kleine, nur lokal sichtbare und in unserem Kreis kaum bekannte Mini-Privatpost.

Kurierdienst Bauroth, Paket- & Briefbeförderungsservice aus Gammertingen



Blaue Sendungsbearbeitungs- bzw. Frankatursprays des Privatpostdienstleisters "KD-Bauroth" mit Sitz in der Sigmaringer Str. 6, 72501 Gammertingen (Tel. 07574/921967) vom 10.02. bzw. 23.03.2011. Weitere Informationen, außer der BNetzA-Lizenznummer 3034 (bundesweite Lizenz) und den Namen des Inhabers Harald Bauroth [1], liegen nicht vor, eine Webseite existiert scheinbar nicht.

Gruß
Thomas

[1] http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/Sachgebiete/Post/Unternehmen_Institutionen/Lizenzierung/ErteilteLizenzen/Bundesweit.pdf
 
Detlev0405 Am: 24.05.2016 13:36:27 Gelesen: 33681# 1030 @  
Ich habe mit der Privatpost nichts zu tun - außer als Kunde. Deshalb brauche ich eure Hilfe bei der Deutung einer Stempelkombination, die ich mir nicht erklären kann.

Vom Amtsgericht (AG) Eisenhüttenstadt habe ich Post bekommen, soweit so gut. Ich selber lebe in Tschechien in der Nähe von Dvur Kralove nad Labem.

Die Laufzeit der Post von Eisenhüttenstadt bis hierher - etwa 600 km per Auto - beträgt regelmäßig 12 - 14 Tage. Dagegen meine Erfahrungen mit den AG in Berlin und Nordhausen Laufzeiten von 1 - 3 Tagen, maximal 5 Tage.

Nun meine konkrete Frage: Geht die Post, wie der Stempel in Rot suggeriert, tatsächlich über Port Louis ? Ist das mit dem deutschen Postrecht vereinbar wenn ja ?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand eine kompetente Auskunft geben kann.

Mit freundlichen Grüßen

Detlev


 
DL8AAM Am: 24.05.2016 16:26:31 Gelesen: 33606# 1031 @  
@ Detlev0405 [#1030]

Sehr schöner Beleg aus dem Bereich Privatpost und internationales Remailing, den ich in dieser Form bisher noch nicht gesehen habe. Auch hier DANKE für das Zeigen!

Üblicherweise haben deutsche Privatposten (noch) keine direkten Privatpost-Partner im europäischen Ausland, um Auslandssendungen direkt mit diesen auszutauschen. Um ihren Kunden aber trotzdem eine "All-Inclusive" Dienstleistung für deren gesamten Postausgang anzubieten, wird oft sämtliche Post übernommen. Man möchte seine Kunden nicht durch eine arbeitsaufwändige Vorauswahl vergraulen, deshalb nimmt man trotzdem auch dessen Auslandssendungen an. Zur Zustellung müssen dieses dann ja aber irgendwie in den UPU-Kreislauf eingeschleust werden - und damit hier aber kein finanzieller Verlust, sondern vielleicht sogar noch ein Gewinn, hängen bleibt, müssen Versandländer mit einem günstigeren Auslandsporto verwendet werden. In der Vergangenheit hat man dafür häufig die Post von Malta auf ähnlichen Sendungen aus der deutschen Privatpostszene gesehen. Mauritius war mir bisher unbekannt.

Der Brief lief zwar über die Post von Mauritius, aber er hat wahrscheinlich Mauritius nie gesehen. Vermutlich wurde die Sendung dabei über ein - offiziell bei der UPU registriertes - exterritoriales Briefzentrum der Mauritius Post in Europa versendet. Solche ETOEs (Extraterritorial Office of Exchange) werden von etlichen internationalen Postdienstleistern weltweit betrieben. Der Boden dieser ETOEs ist postalisch gesehen dann z.B. Mauritius. In Deutschland hat die Mauritius Post aber wohl keine Niederlassung. In der aktuellen UPU-Liste "International Mail Processing Centre (IMPC)" [1] findet sich aber beispielsweise so ein ETOE der Mauritius Post in Lyon, Frankreich:

FRLIOZ LIO / ETOE MUA / Mauritius PL / LYON Z ETOE MUA / Mauritius Post Limited MUA / J1CMUA / O / 20151101 / E / A / U / BILATERAL AGREEMENT REQUIRED

Weitere IMPCs betreibt die Mauritius Post in London (internationale UPU-Kennung "GBLONY") und in Amsterdam ("NLAMSF").

Ich gehe also davon aus, dass die Sendung (wahrscheinlich über einen externen Dienstleister/Markler bzw. über eine zentrale Privatpost-Sammelstelle aus dem Dunstkreis der deutschen Privatpost-Kooperationsnetzwerke) irgendwie einer ETOE/IMPC der Mauritius Post in Europa angedient wurde, die diese dann im Nachgang mit der dortigen hoheitlichen "vor Ort"-UPU-Post ausgetauscht hat. Dann lief die Sendung regulär über die üblichen UPU-Wege zur tschechischen Post weiter. In Port Louis war der Brief bestimmt nie (vermutlich).

Ist das mit dem deutschen Postrecht vereinbar wenn ja ?

Warum nicht? Das ist ein klassiches Beispiel eines ABC-Remailings (d.h. Absender im Land A/Deutschland, UPU-Versand im Land B/Mauritius und Empfänger im Land C/Tschechien). Alles korrekt. Direkte ABA-Remailings wären hingegen nicht mehr UPU-konform, d.h. ein Brief aus Deutschland über Mauritius zurück nach Deutschland. Remailings (oder Direct Mail) über Drittländer sind heute beim Auslandsversand großer Institutionen üblich. Bei Direct Mail versenden (vereinfacht gesagt) z. B. deutsche DPAG-Kunden ihre Post nach Frankreich über eine DPAG-Niederlassung in Frankreich, mit französischer Frankatur. Oder deutsche Kunden der frz. Post versenden ihre Post nach England über eine NL der frz. Post in England, mit britischer Frankatur; etc. etc. Und natürlich geht das auch umgekehrt, siehe [2] - hier: Werbung eines frz. Werbetreibenden nach Deutschland, versendet über eine NL der frz. Post in Deutschland direkt mit der DPAG, mit deutscher INFOPOST-Frankatur - nur meist erkennt man diese Konstruktion selten so schön und einfach wie in diesem Fall. Der internationale Postmarkt bietet hier sehr viele Möglichkeiten, für Großversender - nur noch die Oma verschickt Geburtstagsgrüße an ihre Enkelchen in Italien direkt und teuer mit der DPAG ;-)

Nochmals, ein ausgesprochen SCHÖNER Beleg! Besonders wenn/falls das Fensterfeld mit tschechischem Leben gefüllt ist/wäre. ;-)

Gruß
Thomas

[1] http://www.upu.int/uploads/tx_sbdownloader/108.txt
[2] http://www.philaseiten.de/beitrag/64929
 
Detlev0405 Am: 24.05.2016 16:56:12 Gelesen: 33584# 1032 @  
@DL8AAM # 1031

Hallo Thomas,

danke für die Erläuterungen, nun habe ich eine kleine Ahnung davon.

Ich bin nur pikiert über diese Versandart, weil es ein Gerichtsdokument war, das irrtümlich nicht per Einschreiben/eigenhändig versandt wurde. Und an solchem Versand hängen Fristen, lt. ZPO sind Zustellungen ins Ausland innerhalb von 14 Tage als zugestellt angenommen durch das Gericht. Also Fristen völlig in der Luft hängen. Darüber habe ich den Direktor des AG schon in Kenntnis gesetzt.

Wenn du den Umschlag magst, gebe ich ihn dir gerne ab mit einer Kopie des Anschreibens - damit das Fenster gefüllt ist. Ich brauche ihn nicht mehr. Einfach bei meinem Nick reingehen und mich anschreiben - ich schicke ihn dir zu. Per normaler Post und in kürzerer Zeit.

Nochmals vielen Dank für deine Mühen,

Detlev
 
DL8AAM Am: 25.05.2016 03:23:57 Gelesen: 33219# 1033 @  
@ Pete [#758]

München ist ein alter Hut. ;-) Im Mai 2011 verschwand die Süd-Post (1) aus München von der Bildfläche. Der "Nachfolger" der Süd-Post, die Munich Mail hielt lediglich wenige Monate durch und verschwand ebenfalls 2011 vom Markt. Seither dürfte München einen weißen Fleck darstellen.

München sollte seit dem leider noch immer privatpostfrei sein, oder? Damit aber zumindest ein-zwei Abbildungen aus der alten Privatpostszene München hier zumindest optisch 'überleben', zwei Sendungen der ehemaligen Münchener Süd-Post aus dessen Endzeit Ende 2010/Anfang 2011, die mir erst vor ein paar Tagen zugegangen sind (Danke Henry!):



Schwarze Tintenstrahl Spray-Ons der Süd-Post München mit UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkennung 0073, plus Zusatz eines Kundenklischee des Absenders 'Bundesagentur für Arbeit'. Zur Ableitung über die DPAG frankiert durch die FRANKIT-Geräte 1D10001080 und 3D0600079E vom 24.01.2011 bzw. vom 14.12.2010, konsolidiert über Postcon/K4031.

Gruß
Thomas
 
Ostbrandenburger Am: 25.05.2016 10:56:36 Gelesen: 33031# 1034 @  
@ Detlev0405 [#1030]

Ich stimme voll und ganz dem Artikel von DL8AAM zu.

Aber ich möchte noch einen Zusatz machen: Die Auslandspost der privaten Postanstalten (soweit dieser Service auch angeboten wird) tragen schon verschiedene Stempel ausländischer Postanstalten So schicke ich regelmäßig über die genannte PIN (Frankfurt/Oder) Briefe an einen schweizer Empfänger. Da ich über die Privatpost in Ostbrandenburg schreibe - siehe http://www.privatpost.jimdo.com - trage ich auch diese Informationen zusammen.

Dein Artikel kommt mir also sehr gelegen und könnte in einem späteren Heft verarbeitet werden.

Nun zur einfacheren Erklärung, wie dieser Stempel auf Deinen Umschlag kommt, und, war er wirklich in Mauritius (Port Louis) ?

Nein, er war nie in Mauritius, es geht mit der gesamten Auslandspost folgendermaßen zu:

Es wird der an diesem Tage günstige Post-Anbieter für ein Kilo Briefpost ermittelt - Du mußt Dir diesen Vorgang so wie z.B. an der Strombörse vorstellen. Das ist bei den privaten Postdiensten oftmals die genannte Postanstalt aus Port Louis. Mir liegen aber auch Stempel anderer Postanstalten vor, leider ist noch alles in Kisten, da ich umziehe. Gern reiche ich einige Scans dann später nach.

Auch bin ich bereit, über die Postdienste in Ostbrandenburg (von Schwedt bis Guben incl. Strausberg) Auskünfte zu geben.

Gruß
Detlef
 
Sennahoj Am: 02.06.2016 17:09:20 Gelesen: 28231# 1035 @  
Hier ein Brief, frankiert mit weihnachtlicher Holzbriefmarke der Post Modern Dresden. Befördert wurde er erst mit der Post Modern, anschließend mit der City-Post. Die Marke kommt gestempelt oder auf Brief nicht sehr häufig vor.



Gruß
Johannes
 
DL8AAM Am: 04.07.2016 20:25:49 Gelesen: 9406# 1036 @  
Nur einmal zur Dokumentation. ;-)

Ende 2015 wurde in den Medien [1] gemeldet, dass der Erfurter Privatpostdienstleister "Thüringer Postservice (THPS)" der Funke Mediengruppe ("Mediengruppe Thüringen") den Großauftrag "Thüringer Behördenpost" ab November 2015 an die ebenfalls in Erfurt sesshafte "mpn - mail & parcel network GmbH" verloren hat. Die korrektere Überschrift hätte hier aber besser lauten sollen, dass sich THPS auf Grund von geplanten Umstrukturierungen überhaupt nicht mehr beworben hatte. Im Text steht das dann zwar auch so, aber für eine Überschrift klang das wohl nicht spektakulär genug. Egal.

Weiter heisst es in dem Artikel "Der Großauftrag für Behördenbriefe war in diesem Jahr europaweit ausgeschrieben worden. Er umfasst Briefe des Standorts Erfurt mit Finanzministerium, Landesrechenzentrum und Landesfinanzdirektion sowie die Post der Außenstellen in Nordhausen, Suhl, Gera und Stadtroda. Der Auftrag gilt für zwei Jahre und hat einen Umfang von rund drei Millionen Briefen.", weiter wird dort vermeldet, dass "... offenbar Gespräche zwischen mpn und THPS zur Übernahme des Großauftrags vorausgegangen sind. Funke-Sprecher Tobias Korenke sagte dem MDR, die THPS werde als Gesellschaft erhalten bleiben, sie werde 'aber neu strukturiert'."

Damit dieser Fakt auch hier für die Ewigkeit dokumentiert wird, möchte ich mal einen Beleg, der die Behandlung durch (für den) neuen Dienstleisters mpn zeigt, einstellen:



Sendung des Versenders "Thüringer Landesrechenzentrum" vom 31.03.2016 (identisch aussehende liegen mir vom 11.05.2016 vor) an einen Empfänger im Bereich der CITIPOST Göttingen, siehe Leithinweis "96 CP Göttingen". Die Zeile "BZ GOE 50-18" stammt von der CITIPOST Göttingen.

Auffällig ist die UPOC-Sendungsnummer mit codX-Mandantenkennung 0010. Das ist die Kennung des bisherigen Dienstleisters THPS. Hier wird für den eingeweihten Philatelisten doch gleich einiges sichtbar. Aus dem Fakt, dass beide Erfurter Privatpostdienstleister THPS und mpn, zumindest laut dessen Webseiten [2], noch immer voll- und selbstständig nebeneinander aktiv sind, kann man weiteres schliessen. Zumindest nutzt der mpn für den "Behördengroßauftrag" die Briefsortieranlagen des Auftragsvorgängers THPS. ;-)

Zum Vergleich, hier eine Sendung einer (unbekannten) Thüringer Behörde, nun aber mit THPS Spray-On:



Sendung vom 02.03.2016 (andere stammen vom 19.02., 13. & 26.04.2016). Bis auf die Eigenwerbung und der Hotline-Nummer ein vollkommen identisches Layout. Es handelt sich hier sehr wahrscheinlich um Sendungen außerhalb des Großauftrags (Zitat aus [1] "Nach Auskunft des Finanzministeriums bleibt die THPS nach der Neuvergabe weiter Dienstleister für sieben Thüringer Finanzämter.") und es wird je nach Auftraggeber das jeweils passende Klischee im THPS-Briefzentrum hinzugeschaltet. ;-)

Die eigentliche Erfurter Partner des mpn-Verbundnetzes sind übrigens die "Mailcats", THPS wird auf der mpn-Webseite überhaupt nicht als Standort (-Partner) genannt [3]. Hmmmm, hmmmmm, es sieht fast so aus, als ob man sich wohl einfach nur keine preisunterbietende Konkurrenz machen wollte ... ?!? mpn übernimmt den Auftrag, den THPS dann weiterhin ausführt? Hmmm ... aber wer weiss, was die angedachten Umstrukturierungen noch bringen ;-)

BTW, normale, aktuelle THPS- bzw. (Mailcats-) mpn-Belege liegen mir leider vor.

Gruß
Thomas

[1] http://www.mdr.de/thueringen/neuer-auslieferer-fuer-behoerdenpost100.html
[2] http://www.thps-online.de bzw. http://www.mail-parcel-network.de
[3] http://www.mail-parcel-network.de/standorte
 
mumpipuck Am: 07.07.2016 00:07:50 Gelesen: 8146# 1037 @  
@ DL8AAM [#1036]

Hallo Thomas,

ist es das, was Du suchst ?



Herzliche Grüße
Burkhard
 
Baber Am: 08.07.2016 11:26:36 Gelesen: 7493# 1038 @  
Sehe ich das richtig, dass dieser Brief mit der ABO-Rechnung der DBZ insgesamt 1,30 € gekostet hat?




Gruß
Baber
 
klinhopf Am: 08.07.2016 13:44:20 Gelesen: 7435# 1039 @  
@ Baber [#1038]

Sehe ich das richtig, dass dieser Brief mit der ABO-Rechnung der DBZ insgesamt 1,30 € gekostet hat?

NEIN ! Meines Wissens trägt die POST-Portokosten der Privatversender, wenn er selbst nicht zustellen kann:

CITIPOST hat 0,60 eingenommen und 0,70 ausgegeben - mithin ein Minus von 0,10, was scheinbar "drin" ist!

Soooo jedenfalls bei LMF (Augsburg) und Ariva (Freiburg).

Mit Sammlergruß
Ingo Pfennig aus Augsburg
 
DL8AAM Am: 08.07.2016 15:01:32 Gelesen: 7404# 1040 @  
@ klinhopf [#1039]

Wir verschicken in der Firma unsere gesamte Post auch über die CITIPOST Göttingen, aber ohne Vertrag, d.h. wir machen mit Briefmarken frei und ab in den nächsten blauen Briefkasten. Für den Standardbrief zahlen wir nur die 60 Cent (brutto, das sind für uns und für die CITIPOST also nur 50 Cent netto). Briefe, die die CITIPOST nicht selbst oder über das/die deutsche Privatpostnetzwerk/e zugestellt werden können, werden von der CITIPOST mit 70 Cent frankiert an die DPAG abgeleitet. Die Differenz bleibt in diesen Fällen nur an der CITIPOST hängen. Andere Privatposten mögen das anders handhaben, d.h. das einige das günstigere "Eigenporto" nur für Sendungen in bestimmte PLZ-Gebiete anbieten und nicht "bundesweit".

Bei Vertragskunden der CITIPOST Göttingen kann das aber auch abweichend geregelt sein. Die Vertragsregelungen kenne ich aber für die CITIPOST Göttingen nicht.

Aber ... der Absender Deutsche Briefmarkenzeitung gehört zum M. & H. Schaper Philatelie-Verlag in Alfeld (Leine) und die wiederum zur Verlagsgesellschaft Madsack. Und die CITIPOST Göttingen ist ebenfalls ein Teil eben dieser Madsack Gruppe, d.h. "DBZ ist eigentlich die CITIPOST selbst" ;-)

Ich vermute auch mal, dass die "Mailingaktion" der DBZ/CITIPOST konsolidiert worden ist, d.h. mit dem von der DPAG dafür nachträglich gewährten Rabatt dürfte die Einzelsendung im Endeffekt der DBZ/CITIPOST auch nur so um die (geschätzt) 50 Cent gekostet haben - auch wenn im FRANKIT 70 Cent steht.

Beste Grüße
Thomas
 
Tuffi Am: 09.07.2016 10:24:07 Gelesen: 7142# 1041 @  
@ DL8AAM [#1040]

Hallo Thomas,

in Münster ist es noch etwas komplizierter.

Die Post, die "Brief und mehr" nicht selbst besorgen kann, gibt sie unfrankiert an Williams Lea/InHaus in Essen weiter. Dort wird sie frankiert und konsolidiert(K 4000) an die gelbe Post abgegeben. Auf diese Weise wird der Portoverlust durch den Konsolidierungsanteil reduziert.

Gruß Walter
 
Michael Mallien Am: 12.07.2016 22:24:04 Gelesen: 5426# 1042 @  
Ich habe einen Posten Privatpost erhalten, den ich hier vorstellen möchte. Die Belege sind aus März bis Juni 2016.

CITI Post



DEBEX



Nord Brief



2x RPV Briefservice





pin Mail mit Marke



pin Mail mit "Prelabel"



pin Mail mit "Label"



Woran erkennt man die Portohöhe bei dem Prelabel (C4-Umschlag) und dem Label (A5-Umschlag) ?
 
Pete Am: 13.07.2016 09:34:26 Gelesen: 5167# 1043 @  
@ Michael Mallien [#1042]

Woran erkennt man die Portohöhe bei dem Prelabel (C4-Umschlag) und dem Label (A5-Umschlag) ?

Meines Wissens erkennt man im Fall von PIN Mail AG Berlin nicht das Sendungsformat anhand des Prelabels. Andere Briefdienste arbeiten mit Aufklebern, welche zusätzliche Angaben wie Gewichtsklassen oder römischen Ziffern (analog den Kleidungsgrößen) enthalten.

Der Strichcode/UPOC des Prelabels von PIN Berlin ist vor der Abgabe des Prelabels an den Absender in der Software (m.E. CodX) gescannt und dem zukünftigen Absender zugeordnet worden. So kann im Anschluss der Aufkleber durch den Absender für verschiedene Sendungen unterschiedlichen Formats eingesetzt werden.

Nach erneuter Ankunft des Prelabels im Berliner PIN-Briefzentrum wird dieser erneut gescannt und zeitgleich das Format/Gewicht/Empfängeranschrift usw. der Sendung erfasst, worauf sich der Aufkleber befindet. Durch die früher erfolgte Zuordnung von Prelabel zum Absender weiß die Briefsortieranlage bzw. Scanner, wem (= Absender) das Porto für die betroffene Sendung hinterher in Rechnung gestellt werden muss.

Die in Beitrag [#1042] gezeigten Belege sind an die Zustellpartner ma2792 und ma2793 bzw. CV11 gegangen. Ich tippe hier einmal auf das Unternehmen InWiLog Post-Service OHG aus 27356 Rotenburg (Wümme) - http://www.inwilog.de/ .

Gruß
Pete
 
sachsen-teufel Am: 17.07.2016 12:59:04 Gelesen: 3380# 1044 @  
Im Bereich der City-Post hier im Großraum Chemnitz gibt es seit geraumer Zeit eine Änderung bei den Handstempeln. Das "gewohnte" P2-Logo (siehe oberer Stempel) wurde durch ein neu gestaltetes Logo (siehe unterer Stempel) abgelöst. Beide Stempeltypen laufen noch parallel, ich vermute aber, daß bei Neuanschaffungen nur noch das neue Logo zum Einsatz kommt.



Stempel mit diesem neuen Logo liegen mir mittlerweile von verschiedenen Niederlassungen im Bereich der City-Post vor.

Gruß
Michael
 
EdgarR Am: 17.07.2016 16:51:56 Gelesen: 3304# 1045 @  
@ sachsen-teufel [#1044]

Hallo Michael!

Hiermit erkläre ich die Jagd auf Frühverwendungsdaten Typ 2 und Spätverwendungsdaten Typ 1 für eröffnet! Immer rein damit in die Stempeldatenbank!

Phile Grüße
EdgarR
 

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