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Thema: (?) (229) Nachgebühr verschiedener Länder
Das Thema hat 245 Beiträge:
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Max78 Am: 11.08.2016 18:54:43 Gelesen: 21830# 221 @  
Wow! Vielen Dank Werner,

das sind Infos, die ich dankend annehme und mir sofort kopiere, wenn ich darf. Man finden so schwer Informationen zum Thema Nachgebühren im Ausland, dass ich Deine genauen Angaben wirklich richtig schätze!

liebe Grüße Max
 
Lars Boettger Am: 13.08.2016 19:47:04 Gelesen: 21747# 222 @  
Diese Inlandspostkarte zu 5 Centimes wurde am 18. Januar 1885 in Esch-sur-Alzette aufgegeben. Der Empfänger sass in Zeitz - das sich nicht in Luxemburg befindet. Für Postkarten ins Ausland waren ab dem 1. April 1879 10 Centimes zu bezahlen. Die Karte war also mit 5 Centimes unterfrankiert. Luxemburg hat die Karte mit einem "T"-Stempel versehen. Der Zusteller der Reichspost hat vom Empfänger 10 Pfennige eingezogen. Jetzt kommt die große Preisfrage - wer hat sich die Differenz zwischen den 10 Pfennigen (= 12 1/2 Centimes) und den 10 Centimes in die Tasche gesteckt?

Beste Grüsse!

Lars


 
Pete Am: 23.10.2016 17:00:38 Gelesen: 18106# 223 @  
Im nachfolgenden Fall wurde eine nach Luxemburg adressierte Drucksache bis 20g Gewicht irrtümlich für den Versand im Inland freigemacht. Vermutlich befand sich der Brief in einem (größeren) Posten Inlandssendungen.

Irgendwann zwischen der Frankierung mittels Postfreistempler im Postamt von 6733 Hassloch (Pfalz) und der Weitergabe an die luxemburgische Postverwaltung fiel auf, dass für den Versand in das Ausland noch 20 Pfennig fehlen. Daher wurde die Sendung mit einer Nachgebühr ("20 / 140") belegt.



Sendung vom 02.03.1992 aus 6733 Hassloch (Pfalz) nach 4010 Esch-sur-Alzette in Luxemburg

Gruß
Pete
 
briefefan Am: 23.10.2016 22:29:03 Gelesen: 18078# 224 @  
@ Lars Boettger [#222]

Hallo Lars,

nach dem Weltpostvertrag von 1878 betrug die Nachgebühr für Briefsendungen, also auch deine Postkarte, das Doppelte des fehlenden Betrags und wurde von der Verwaltung des Bestimmungslandes beim Empfänger eingezogen. Von einer Umrechnung der Währungen zwischen Aufgabe- und Bestimmungsland habe ich im Weltpostvertrag nichts gefunden.

Demnach wurde deine Postkarte anscheinend korrekt behandelt.

Gruß von briefefan.
 
GSFreak Am: 19.11.2016 14:15:27 Gelesen: 15942# 225 @  
Hier ein sauberer und schöner Beleg aus einer 50 Cent-Wühlkiste:

Karte vom 29.06.1957 aus Ober Reifenberg im Taunus nach Flims Waldhaus in die Schweiz. 10 Pfg. Heuss als Porto war natürlich für eine Auslandskarte zu wenig (20 Pfg. hätten es sein müssen). Als Nachgebühr waren 10 c (Rappen, Centimes oder Centesimi) fällig (siehe Tax-Stempel). Die erhobene Nachgebühr wurde durch Verklebung einer gewöhnlichen Freimarke bestätigt. Die ursprünglichen Schweizer Porto-Marken wurden nur bis Ende 1956 eingesetzt. Zwei unterschiedliche Stempel von Flims Waldhaus kamen am 01.07.1957 zudem zur Verwendung.

Gruß
Ulrich


 
fogerty Am: 20.11.2016 13:17:36 Gelesen: 15898# 226 @  
Einschreibebrief mit Rückantwort aus dem Jahre 1971. Grundbuchakten. Grundbuchakten wurden und werden auch heute noch in der Regel immer zu Lasten des Empfängers zugestellt.



Grüße
Ivo
 
teenage_dirtbag Am: 06.04.2017 10:14:15 Gelesen: 7552# 227 @  
Nachgebühr von 2,10 DM auf Auslandspaketkarte von Schweden nach Deutschland. Einliefert am 06.11.74 in Norrtälje, über Stockholm (07.11.74), Flughafen Frankfurt (07.11.74), ankommen in Calw am 11.11.74 (Stempel auf der Rückseite). Gewicht 1,1 kg, freigemacht mit 13,50 Skr.


 
briefefan Am: 07.04.2017 00:53:18 Gelesen: 7467# 228 @  
@ volkimal [#209]

Hallo Volkimal,

der Bruch 37/70 muste mit 70 (damals deutsche Gebühr für einen Brief ins Ausland) multipliziert werden, das Ergebnis war die Nachgebühr von 37 Pfg., die die deutsche Post vom Empfänger hätte verlangen müssen, zuzüglich einer Behandlungsgebühr von 50 Pf. Sie hat den T-Stempel jedoch übersehen und keine Nachgebühr erhoben.

Ich entnehme meine Berechnung aus

a) Postbuch 1945-1992 von Werner Steven, Seite 98,
1.1.79 Bei nicht oder unzureichend freigemachten Briefsendungen aus dem Ausland mit T-Vermerk ist der Bruch vom 1.1.79 an mit 90 zu multiplizieren; dem so ermittelten Fehlbetrag ist die unveränderte Einziehungsgebühr (50 Pf) hinzuzurechnen.

b) Postgebührenheft Stand 1. Januar 1979, Seite 49, ein Standardbrief ins Ausland kostete 90 Pf. Das ist also die in a) genannte Zahl.

c) Die wichtigsten Post- und Fernmeldegebühren Stand 1. Juli 1974. Da kostete der Standardbrief ins Ausland 70 Pf.
Daher analog meine obige Berechnung für deine Karte.

d) Postgebührenheft Stand 1. Juli 1972: Die Einziehungsgebühr beträgt 50 Pf. Da 1979 unverändert, war sie auch 1974 so hoch.

Viele Grüße von Briefefan.
 
Torsten Grunwald Am: 14.04.2017 12:35:47 Gelesen: 6462# 229 @  
Wer weiß warum das Porto nicht akzeptiert wurde? Wurde die Nachgebühr vom Empfänger bei der Abholung am Schalter entrichtet?



Gruß
Torsten
 
GSFreak Am: 04.05.2017 21:20:05 Gelesen: 4760# 230 @  
Hier zwei Ansichtskarten aus der Schweiz mit je einem großen auffälligen Taxe-Stempel (fast 3 cm hoch), die sich im Sockelfuß etwas unterscheiden.

1913 aus Kreuzlingen am Bodensee
1967 aus Montreux am Genfer See

Ist der zusätzliche ovale "Porto"-Stempel ebenfalls aus der Schweiz oder wurde der in Deutschland abgeschlagen?

Gruß
Ulrich


 
Max78 Am: 04.05.2017 22:29:21 Gelesen: 4752# 231 @  
@ GSFreak [#230]

Hallo Ulrich,

schöne Karten zeigst Du da! Der Porto-Stempel stammt vom Postamt in Frankfurt, da bin ich mir relativ sicher.

mit Grüßen Max
 
Max78 Am: 05.05.2017 02:01:24 Gelesen: 4737# 232 @  
@ Torsten Grunwald [#229]

Moin Torsten,

habe Deinen Beleg erst jetzt gesehen, auch der ist für meinen Geschmack ein echtes Schmankerl, aussergewöhnlich, aus mehreren Blickwinkeln betrachtet!

Meine Erklärung wäre, dass hier der Schweizer Beamte ganz genau hingeschaut hat (wie ich es jetzt mal gemacht habe, OHNE bei der Arbeit zu sein ;-). Und tatsächlich ist ihm aufgefallen, dass die 25 Pf.-Marke schon einmal zuvor durch einen Maschinenstempel Berlin entwertet wurde, die 15 Pf.-Marke wurde erst danach verklebt. Durch die 2 Tagesstempel vom 10.6.33 auf den ersten Blick kaum zu sehen. Die 25 Pf.-Marke war für diese Sendung offensichtlich nicht mehr gültig. Der Absender, in diesem Falle ein Polizeibeamter, wollte wohl ein wenig tricksen ;-)

Theorie: es handelt sich vielleicht um einen Brief ins Ausland 2. Gewichtsklasse = 25 Pf. + 15 Pf. (für jede weitere 20 g). Die notierte "30" könnte eventuell eine Gewichtsnotierung sein. Somit fehlen 25 Pfennige für die portogerechte Versendung. Umgerechnet wurde das dann in 40 Rappen (eventuell Strafporto = fehlendes Porto x 1,5 ?). Zu den Rechenformeln, die ich kenne, passt das aber nicht so ganz. Da hätten es bei einem Brief 2. Gewichtsklasse eher 65 Rappen sein müssen.

Was mich ein wenig irritiert sind die Papierreste (?) am Unterrand beider Hindenburg-Marken, oder was ist das? Ich glaube der Polizeibeamte hielt 'ne Bastelstunde ab. Ja, das sind Belege, die Geschichten erzählen.

mit Grüßen Max

... und Frau Oppenheimer musste das auch noch begleichen, Sauerei!
 
GSFreak Am: 05.05.2017 22:59:15 Gelesen: 4662# 233 @  
Hallo,

die T-Stempel der Schweiz sind recht vielfältig. Hier zwei Belege mit dickem T im Kreis:

Interlaken 1959 (ohne weitere Angaben zur Höhe der Nachgebühr)

Gerra-Gambarogno 1965 (13 Pfg. Nachgebühr)

Gruß Ulrich


 
Max78 Am: 05.05.2017 23:17:32 Gelesen: 4658# 234 @  
@ GSFreak [#233]

Hallo Ulrich,

da stellst Du zwei Karten gegenüber, die wunderbar zeigen wie unterschiedlich teilweise mit solchen Nachgebühren am Ziel-Postamt umgegangen wurde. Bei der ersten wurde wie es aussieht gar nichts angerechnet und "einfach" zugestellt. Bei der 2. Karte bestand man auf die Nachgebühr bis zum "geht nicht mehr". Neben dem T-Stempel hast Du noch den Postlagerstempel (einzeiliger Datumstempel), einen noch ansatzweise erkennbaren Nachgebühren-Stempel in rot und die handschriftlichen Vermerke des Briefträgers, dass er am 19.08. und 20.8. erfolglos versucht hatte, die 13 Pennies abzukratzen. Schließlich wanderte dat Ding für eine Woche ins Ablagefach (der Empfänger wurde informiert). Sommerferien eben. Schöne Kartem

mit Grüßen Max
 
quinte Am: 05.05.2017 23:33:26 Gelesen: 4651# 235 @  
@ Max78 [#234]

Sehr gut beobachtet - doch noch etwas zur rechten Karte:

Was ist das noch für ein Stempel rechts oben von "Schuch" = 18.8.65 (zweimal!) ?
 
Max78 Am: 05.05.2017 23:44:55 Gelesen: 4647# 236 @  
@ quinte [#235]

Servus quinte,

habe nicht ganz verstanden, ob das eine Frage war, aber ich sprach doch vom ansatzweise erkennbaren Nachgebühren-Stempel in rot. Kann leider keinen von Koblenz zeigen, dafür aber etwas ähnliches aus Salzgitter:



mit Grüßen ins Wochenende, Max
 
GSFreak Am: 07.05.2017 00:05:18 Gelesen: 4593# 237 @  
@ Max78 [#234]

Hallo Max,

vielen Dank für Deine Erklärungen zu meinem gezeigten Beleg.

Hier noch eine weitere Karte mit nur ansatzweise erkennbarem roten Nachgebührenstempel. Zeigen will ich aber den T-Stempel mit integriertem "Espagne" (die Weltpostsprache ist französisch)1968 aus Spanien. Übrigens alle meine hier im Forum gezeigten Nachgebühr-Karten habe ich den 1980er/1990er Jahren auf Flohmärkten herausgesucht und sind abzugeben.

Gruß Ulrich


 
volkimal Am: 08.05.2017 13:26:36 Gelesen: 4485# 238 @  
@ briefefan [#228]

Hallo Briefefan,

habe Deine Antwort gerade erst entdeckt.

Vielen Dank!
Volkmar
 
volkimal Am: 08.05.2017 14:07:00 Gelesen: 4479# 239 @  
Hallo zusammen,

Bei dieser ungewöhnlichen Rauch-Ringel-Karte ist mir die Gebühr von 15 Heller(?) unklar:





Die Postkarte ist unterfrankiert. Eine Auslandspostkarte kostete 1903 10 Pfennig. Wenn ich es richtig weiß, wäre das doppelte des Portofehlbetrages, also 10 Pfg. als Nachgebühr angefallen.

Jetzt geht die Karte nach Österreich. Wie war er Umrechnungskurs von Pfennige in Heller?

Zusätzlich ist die Karte postlagernd verschickt worden. War 1903 in Österreich eine Postlagergebühr fällig?

Wer kann die Gebühr von 15 Heller erklären?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 14.05.2017 15:30:53 Gelesen: 3982# 240 @  
@ volkimal [#239]

Hallo zusammen,

nachdem ich bis heute keine Antwort bekommen habe noch einmal die Frage, ob einer von Euch die 15 im Beitrag [#239] erklären kann.

Ich weiß, dass es nicht ganz einfach ist (Ausland + Postlagernd), hoffe aber, dass doch einer von Euch die Lösung weiß.

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 18.06.2017 20:55:00 Gelesen: 1014# 241 @  
Hier eine AK (Brüssel) aus Belgien nach Großbritannien (England):

Maschinenstempel aus Oostende vom 22.07.1971, die frankierten 3,50 F reichen nicht aus, daher der schwarze belgische T-Stempel, in GB kam dann der grüne rechteckige Nachgebührstempel hinzu. 2 p sind zu bezahlen. Quittiert wird das mit einer 2 p-Portomarke (Mi-Nr. 82), die allerdings nicht entwertet ist (wird?).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 21.06.2017 22:51:18 Gelesen: 786# 242 @  
Hier eine Ansichtskarte (Indiana States Dune Park) aus den USA nach Deutschland:

Maschinenstempel aus ELKHART (Indiana) vom 03.08.1961. Die frankierten 7 US-Cent reichen nicht aus, daher der rote T Stempel im Kreis (in dieser Form noch nicht gezeigt) sowie am Unterrand der Stempel "POSTAGE DUE ___ CENTS", beidesmal ohne Eintragung eines Betrages. Schwach zu erkennen ist der deutsche Nachgebühren-Stempel in rot vom 07.08.1961. Angefallen sind dann 31 Pfg. Nachgebühr (handschriftlich in blau).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 24.06.2017 14:43:52 Gelesen: 531# 243 @  
Der Absender dieser AK von der schönen Insel Capri hatte keine Briefmarke aufgeklebt. Abgestempelt am 10.09.1971 erhielt die Karte einen schwarzen T-Stempel und in rot daneben die handschriftlichen Angaben 80/40. Habe ich das hier im Forum richtig verstanden: 40 Lire waren das Porto, es wurden 0 Lire verklebt, also fehlten 40 Lire, das ergab 2 x 40 = 80 Lire Nachgebühr?

Im Empfängerort Koblenz wurden dann 12 Pfg. Nachporto erhoben. Das erscheint mir relativ wenig. Waren doch zu diesem Zeitpunkt 80 Lire etwa 0,45 DM.

In Gegenrichtung hätte das Porto für die Karte im September 1971 übrigens 0,25 DM betragen (wie Inlandporto Deutschland, da Italien CEPT-Mitglied).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 25.06.2017 23:07:31 Gelesen: 378# 244 @  
Hier ein Brief aus Koblenz vom 12.07.1975 nach St. Magdalenen in Österreich, frankiert mit einer 50 Pf. Briefmarke Unfallverhütung.

Der T-Stempel mit 40/70 bedeutet: 70 Pf. wäre das richtige Porto (50 Pf. verklebt, also fehlten 20 Pf., das ergab 2 x 20 =) 40 Pf. Nachgebühr.

In Österreich wurden 2 Schilling und 30 Groschen Nachporto erhoben und mit Beiklebung von entsprechenden Portomarken dokumentiert, entwertet mit Orttagesstempel ST. MAGDALENEN BEI VILLACH vom 15.07.1975.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 28.06.2017 00:16:13 Gelesen: 143# 245 @  
Hier mal zur Abwechselung eine Karte aus Jugoslawien (Opatija), 23.10.1985.

Ganz schön happig die 78 Pf. Nachgebühr. Wie wäre das richtige Kartenporto gewesen?



Gruß Ulrich
 

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