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Thema: (?) (248) (250) Nachgebühr verschiedener Länder
Das Thema hat 253 Beiträge:
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Torsten Grunwald Am: 14.04.2017 12:35:47 Gelesen: 11863# 229 @  
Wer weiß warum das Porto nicht akzeptiert wurde? Wurde die Nachgebühr vom Empfänger bei der Abholung am Schalter entrichtet?



Gruß
Torsten
 
GSFreak Am: 04.05.2017 21:20:05 Gelesen: 10161# 230 @  
Hier zwei Ansichtskarten aus der Schweiz mit je einem großen auffälligen Taxe-Stempel (fast 3 cm hoch), die sich im Sockelfuß etwas unterscheiden.

1913 aus Kreuzlingen am Bodensee
1967 aus Montreux am Genfer See

Ist der zusätzliche ovale "Porto"-Stempel ebenfalls aus der Schweiz oder wurde der in Deutschland abgeschlagen?

Gruß
Ulrich


 
Max78 Am: 04.05.2017 22:29:21 Gelesen: 10153# 231 @  
@ GSFreak [#230]

Hallo Ulrich,

schöne Karten zeigst Du da! Der Porto-Stempel stammt vom Postamt in Frankfurt, da bin ich mir relativ sicher.

mit Grüßen Max
 
Max78 Am: 05.05.2017 02:01:24 Gelesen: 10138# 232 @  
@ Torsten Grunwald [#229]

Moin Torsten,

habe Deinen Beleg erst jetzt gesehen, auch der ist für meinen Geschmack ein echtes Schmankerl, aussergewöhnlich, aus mehreren Blickwinkeln betrachtet!

Meine Erklärung wäre, dass hier der Schweizer Beamte ganz genau hingeschaut hat (wie ich es jetzt mal gemacht habe, OHNE bei der Arbeit zu sein ;-). Und tatsächlich ist ihm aufgefallen, dass die 25 Pf.-Marke schon einmal zuvor durch einen Maschinenstempel Berlin entwertet wurde, die 15 Pf.-Marke wurde erst danach verklebt. Durch die 2 Tagesstempel vom 10.6.33 auf den ersten Blick kaum zu sehen. Die 25 Pf.-Marke war für diese Sendung offensichtlich nicht mehr gültig. Der Absender, in diesem Falle ein Polizeibeamter, wollte wohl ein wenig tricksen ;-)

Theorie: es handelt sich vielleicht um einen Brief ins Ausland 2. Gewichtsklasse = 25 Pf. + 15 Pf. (für jede weitere 20 g). Die notierte "30" könnte eventuell eine Gewichtsnotierung sein. Somit fehlen 25 Pfennige für die portogerechte Versendung. Umgerechnet wurde das dann in 40 Rappen (eventuell Strafporto = fehlendes Porto x 1,5 ?). Zu den Rechenformeln, die ich kenne, passt das aber nicht so ganz. Da hätten es bei einem Brief 2. Gewichtsklasse eher 65 Rappen sein müssen.

Was mich ein wenig irritiert sind die Papierreste (?) am Unterrand beider Hindenburg-Marken, oder was ist das? Ich glaube der Polizeibeamte hielt 'ne Bastelstunde ab. Ja, das sind Belege, die Geschichten erzählen.

mit Grüßen Max

... und Frau Oppenheimer musste das auch noch begleichen, Sauerei!
 
GSFreak Am: 05.05.2017 22:59:15 Gelesen: 10063# 233 @  
Hallo,

die T-Stempel der Schweiz sind recht vielfältig. Hier zwei Belege mit dickem T im Kreis:

Interlaken 1959 (ohne weitere Angaben zur Höhe der Nachgebühr)

Gerra-Gambarogno 1965 (13 Pfg. Nachgebühr)

Gruß Ulrich


 
Max78 Am: 05.05.2017 23:17:32 Gelesen: 10059# 234 @  
@ GSFreak [#233]

Hallo Ulrich,

da stellst Du zwei Karten gegenüber, die wunderbar zeigen wie unterschiedlich teilweise mit solchen Nachgebühren am Ziel-Postamt umgegangen wurde. Bei der ersten wurde wie es aussieht gar nichts angerechnet und "einfach" zugestellt. Bei der 2. Karte bestand man auf die Nachgebühr bis zum "geht nicht mehr". Neben dem T-Stempel hast Du noch den Postlagerstempel (einzeiliger Datumstempel), einen noch ansatzweise erkennbaren Nachgebühren-Stempel in rot und die handschriftlichen Vermerke des Briefträgers, dass er am 19.08. und 20.8. erfolglos versucht hatte, die 13 Pennies abzukratzen. Schließlich wanderte dat Ding für eine Woche ins Ablagefach (der Empfänger wurde informiert). Sommerferien eben. Schöne Kartem

mit Grüßen Max
 
quinte Am: 05.05.2017 23:33:26 Gelesen: 10052# 235 @  
@ Max78 [#234]

Sehr gut beobachtet - doch noch etwas zur rechten Karte:

Was ist das noch für ein Stempel rechts oben von "Schuch" = 18.8.65 (zweimal!) ?
 
Max78 Am: 05.05.2017 23:44:55 Gelesen: 10048# 236 @  
@ quinte [#235]

Servus quinte,

habe nicht ganz verstanden, ob das eine Frage war, aber ich sprach doch vom ansatzweise erkennbaren Nachgebühren-Stempel in rot. Kann leider keinen von Koblenz zeigen, dafür aber etwas ähnliches aus Salzgitter:



mit Grüßen ins Wochenende, Max
 
GSFreak Am: 07.05.2017 00:05:18 Gelesen: 9994# 237 @  
@ Max78 [#234]

Hallo Max,

vielen Dank für Deine Erklärungen zu meinem gezeigten Beleg.

Hier noch eine weitere Karte mit nur ansatzweise erkennbarem roten Nachgebührenstempel. Zeigen will ich aber den T-Stempel mit integriertem "Espagne" (die Weltpostsprache ist französisch)1968 aus Spanien. Übrigens alle meine hier im Forum gezeigten Nachgebühr-Karten habe ich den 1980er/1990er Jahren auf Flohmärkten herausgesucht und sind abzugeben.

Gruß Ulrich


 
volkimal Am: 08.05.2017 13:26:36 Gelesen: 9886# 238 @  
@ briefefan [#228]

Hallo Briefefan,

habe Deine Antwort gerade erst entdeckt.

Vielen Dank!
Volkmar
 
volkimal Am: 08.05.2017 14:07:00 Gelesen: 9880# 239 @  
Hallo zusammen,

Bei dieser ungewöhnlichen Rauch-Ringel-Karte ist mir die Gebühr von 15 Heller(?) unklar:





Die Postkarte ist unterfrankiert. Eine Auslandspostkarte kostete 1903 10 Pfennig. Wenn ich es richtig weiß, wäre das doppelte des Portofehlbetrages, also 10 Pfg. als Nachgebühr angefallen.

Jetzt geht die Karte nach Österreich. Wie war er Umrechnungskurs von Pfennige in Heller?

Zusätzlich ist die Karte postlagernd verschickt worden. War 1903 in Österreich eine Postlagergebühr fällig?

Wer kann die Gebühr von 15 Heller erklären?

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 14.05.2017 15:30:53 Gelesen: 9383# 240 @  
@ volkimal [#239]

Hallo zusammen,

nachdem ich bis heute keine Antwort bekommen habe noch einmal die Frage, ob einer von Euch die 15 im Beitrag [#239] erklären kann.

Ich weiß, dass es nicht ganz einfach ist (Ausland + Postlagernd), hoffe aber, dass doch einer von Euch die Lösung weiß.

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 18.06.2017 20:55:00 Gelesen: 6415# 241 @  
Hier eine AK (Brüssel) aus Belgien nach Großbritannien (England):

Maschinenstempel aus Oostende vom 22.07.1971, die frankierten 3,50 F reichen nicht aus, daher der schwarze belgische T-Stempel, in GB kam dann der grüne rechteckige Nachgebührstempel hinzu. 2 p sind zu bezahlen. Quittiert wird das mit einer 2 p-Portomarke (Mi-Nr. 82), die allerdings nicht entwertet ist (wird?).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 21.06.2017 22:51:18 Gelesen: 6187# 242 @  
Hier eine Ansichtskarte (Indiana States Dune Park) aus den USA nach Deutschland:

Maschinenstempel aus ELKHART (Indiana) vom 03.08.1961. Die frankierten 7 US-Cent reichen nicht aus, daher der rote T Stempel im Kreis (in dieser Form noch nicht gezeigt) sowie am Unterrand der Stempel "POSTAGE DUE ___ CENTS", beidesmal ohne Eintragung eines Betrages. Schwach zu erkennen ist der deutsche Nachgebühren-Stempel in rot vom 07.08.1961. Angefallen sind dann 31 Pfg. Nachgebühr (handschriftlich in blau).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 24.06.2017 14:43:52 Gelesen: 5932# 243 @  
Der Absender dieser AK von der schönen Insel Capri hatte keine Briefmarke aufgeklebt. Abgestempelt am 10.09.1971 erhielt die Karte einen schwarzen T-Stempel und in rot daneben die handschriftlichen Angaben 80/40. Habe ich das hier im Forum richtig verstanden: 40 Lire waren das Porto, es wurden 0 Lire verklebt, also fehlten 40 Lire, das ergab 2 x 40 = 80 Lire Nachgebühr?

Im Empfängerort Koblenz wurden dann 12 Pfg. Nachporto erhoben. Das erscheint mir relativ wenig. Waren doch zu diesem Zeitpunkt 80 Lire etwa 0,45 DM.

In Gegenrichtung hätte das Porto für die Karte im September 1971 übrigens 0,25 DM betragen (wie Inlandporto Deutschland, da Italien CEPT-Mitglied).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 25.06.2017 23:07:31 Gelesen: 5779# 244 @  
Hier ein Brief aus Koblenz vom 12.07.1975 nach St. Magdalenen in Österreich, frankiert mit einer 50 Pf. Briefmarke Unfallverhütung.

Der T-Stempel mit 40/70 bedeutet: 70 Pf. wäre das richtige Porto (50 Pf. verklebt, also fehlten 20 Pf., das ergab 2 x 20 =) 40 Pf. Nachgebühr.

In Österreich wurden 2 Schilling und 30 Groschen Nachporto erhoben und mit Beiklebung von entsprechenden Portomarken dokumentiert, entwertet mit Orttagesstempel ST. MAGDALENEN BEI VILLACH vom 15.07.1975.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 28.06.2017 00:16:13 Gelesen: 5544# 245 @  
Hier mal zur Abwechselung eine Karte aus Jugoslawien (Opatija), 23.10.1985.

Ganz schön happig die 78 Pf. Nachgebühr. Wie wäre das richtige Kartenporto gewesen?



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 02.07.2017 13:58:20 Gelesen: 5155# 246 @  
Hier zwei Belege aus Großbritannien nach Deutschland mit britischen T-Stempeln:

Brief vom 14.03.1968 (London), das richtige Porto war 9 d, frankiert wurde 6 d, also fehlten 3 d, sodass als Nachgebühr 2x3 = 6d berechnet wurde. Am Zielort Köln wurde allerdings keine Nachgebühr eingetrieben.

Brief vom 12.05.1970 (Reigate & Redhill), das richtige Porto war ebenfalls 9 d, frankiert wurde 5 d, also fehlten 4 d, sodass als Nachgebühr 2x4 = 8d berechnet wurde. Am Zielort Köln wurde 44 Pf. Nachgebühr erhoben, zusätzlich ein deutscher Nachgebührstempel in rot.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 03.07.2017 19:21:52 Gelesen: 5034# 247 @  
Hier ein weiterer Beleg aus Großbritannien, diesmal ein kleinformatiger Faltbrief (Rechnung) vom 15.10.1963 (HAMPSTEAD N.W.3) in die USA.

Es wurden dort gemäß der handschriftlichen Eintragung im T-Stempel 31 Cent Nachgebühr erhoben. Auf der Rückseite noch ein relativ großer Rechteckstempel mit dem Hinweis: "SURCHARGED OWING TO INSUFFICIENT POSTAGE - PLEASE ADVISE SENDER" (Zuschlag wegen unzureichendem Porto - bitte benachrichtigen Sie den Absender).



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 04.07.2017 20:27:58 Gelesen: 4910# 248 @  
Ich dachte, ich hätte das kapiert mit der Nachgebührberechnung neben dem T-Stempel. Jetzt komme ich bei diesem Beleg aber wieder ins Schleudern.

Das Postkartenporto war im Sommer 1976 nach meiner Information 70 Rappen. Fehlen also 20 Rappen.

Hat das neben dem T-Stempel und auch die 75 Pf. Nachgebühr alles seine Richtigkeit? Wer kann mir helfen?



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 06.07.2017 19:42:44 Gelesen: 4681# 249 @  
Und noch einer aus Großbrtannien. Diesmal in Dezimalwährung.

Brief von der Midland Bank in WOODBRIDGE (SUFFOLK) an die Deutsche Bank in KÖLN vom 30.10.1972.

Eine um 2 Pence zu geringe Frankatur brachte eine Nachgebühr von 48 Pfennig mit sich. Konnte die Deutsche Bank seinerzeit sicherlich verkraften.



Gruß Ulrich
 
Gerhard Am: 07.07.2017 10:40:30 Gelesen: 4603# 250 @  
@ GSFreak [#249]

"konnte das sicher verkraften" - Damals noch, :-) ist aber schon interessant, dass eine Bank einer anderen Zusatzkosten durch Unterfrankierung verursacht. Eine Frage hierzu, wieso 48 Pfennig?

So teuer war das Pfund doch damals nicht mehr.

MphG
Gerhard
 
GSFreak Am: 11.07.2017 18:47:30 Gelesen: 4174# 251 @  
@ Gerhard [#250]

Hallo Gerhard,

da kann ich noch weitere Belege zeigen:

Hier ein Brief von der Toronto-Dominion Bank in HALIFAX (Neuschottland) an die Deutsche Bank in KÖLN vom 21.12.1956.

Eingangsstempel der Deutschen Bank: 08.01.1957 (18 Tage Laufzeit, war halt keine Luftpost).

Es sind diesmal "nur" 14 Pf Nachgebühr angefallen.

Die Frage, wie sich in beiden Fällen die Nachgebühr genau berechnete, muss jemand Anderes beantworten.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 14.07.2017 09:05:37 Gelesen: 3927# 252 @  
Hier eine Ansichtskarte aus 4302 BAD SUDERODE vom 09.04.1973 nach Koblenz.

Vom 01.07.1971 bis 30.06.1990 galt die BRD für die DDR postalisch als Ausland. Es hätte 1973 auf der Karte 25 Pf frankiert werden müssen. Neben dem T-Stempel finden sich dann auch die relevanten Zahlen: 25 (Pf) wäre das Porto gewesen (untere Zahl), 10 Pf sind verklebt, fehlen 15 Pf, das ergibt die Nachgebühr von 2 x 15 = 30 Pf (obere Zahl).

Die Nachgebühr scheint aber nicht beim Empfänger in Koblenz eingetrieben worden zu sein. Zufall oder System?



Gruß Ulrich
 
PeterPan100 Am: 01.08.2017 17:48:01 Gelesen: 2357# 253 @  
Hallo zusammen,

hier ebenfalls ein Nachnahmebrief aus England vom 27.5.1964. Die fehlenden 2 Penny verursachten in Deutschland eine Nachgebühr von 27 Pfennig. Die Post in Berlin gab mit dem roten Stempel den deutlichen Hinweis auch amtlicherseits.

Viele Grüße Wolf


 

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