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Thema: (?) (455) (467) Zurück und nachgeschickt
Das Thema hat 467 Beiträge:
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stampmix Am: 17.04.2017 15:08:49 Gelesen: 38924# 443 @  
@ klinhopf [#442]

Ja, das waren noch Zeiten.

Und weil heute ein so schön verregneter Ostermontag ist, zeige ich noch einen weiteren Brief, der seinen Adressaten allerdings nicht erreichte und um die halbe Welt geschickt nach 204 Tagen dem Absender wieder ausgehändigt wurde.

Auslandsbrief bis 15 gr., der mit einem senkrechten Paar der 10 Pf. Germania-Marken frankiert war und dem unterwegs seine untere Marke abhanden kam.



Abgesandt am 22.11.1901 in Barmstedt und adressiert an Herrn Heinrich Laage, Schiff Germanicus, per Adresse Funch, Odey &Co. New York. Bearbeitungsstempel New York 5.12.1901.



Der Empfänger war nicht mehr an Bord des Schiffes und so wurde der Brief per Adresse Ostermeyer Weltez & Von Rom Paly in Melbourne weitergeleitet. Stempel New York 12.12.1901 und San Francisco 18.12.1901:



Der Brief erreichte Melbourne (Australien) am 13.2.1902 und erhielt in der Folge mehrere Bearbeitungsstempel



Am 18.4.1902 wurde der Brief zurückgesandt und erreichte Barmstedt am 13.6.1902 abends.



besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 18.04.2017 19:58:00 Gelesen: 38618# 444 @  
Hallo zusammen,

einen habe ich noch; diesmal gut erhalten und nett anzusehen, ist es eher leichte Kost. Auslandsbrief, der am 28.7.1905 in Mülhausen (Elsass) frühmorgens den Aufgabestempel erhielt und am gleichen Tag abends in Lausanne (Schweiz) ankam.

Der Empfänger weilte derweil im 25 km entfernten Cornaux oberhalb Clarens bei Montreux, wo er am 29.7.1905 zugestellt wurde. Ordentlich vermerkt auch die Beantwortung des Schreibens am 1.8.1905.



besten Gruß
stampmix
 
jmh67 Am: 18.04.2017 20:51:28 Gelesen: 38592# 445 @  
Hier ein Beleg von neulich, bei dem der Zusteller wohl die Benachrichtigungskarte vergessen hatte (sagte der potentielle Empfänger) und der nach der üblichen Lagerfrist zurückging. Mit dem Rollstempel hat das Briefzentrum 30 auch eine wahre Orgie gefeiert.

-jmh


 
stampmix Am: 27.04.2017 19:25:19 Gelesen: 36993# 446 @  
Hallo zusammen,

schön ist anders, aber hier handelt es sich einen unterfrankierten "poste restante" Brief, dessen Annahme verweigert wurde und der mehrfach seiner Absenderin hinterher geschickt wurde.

Am 16.März 1897 gab Freiin Auguste von Feilitzsch in Hof einen Brief an ihre Verwandte "Hochwohlgeborene Frau Hauptmann Ottilie Schneider geb. Freiin von Feilitzsch" unterfrankiert und poste restante nach Palermo Italien auf. Mit 10 Pf. anstelle der notwendigen 20 Pf. frankiert, erhielt er einen Taxstempel und kam am 20.3.1897 in Palermo an. Dort wurde die Nachgebühr i.H.v. 25 centesimi mit Taxmarken erhoben, die mit dem Tagesstempel von Palermo entwertet wurden. Die Empfängerin verweigerte die Annahme ("Refusé" Stempel in rot) worauf die 25 cts. entlastet wurden ("annullato" Stempel) und der Brief wieder nach Hof zurückgesandt wurde. Am 22.6.1897 in Hof angekommen wurde er der Absenderin nach Feilitzsch weitergeleitet (AKS Feilitzsch vom 22.6.1897). Aber auch im Familiensitz weilte die Absenderin nicht, was rückseitig mit "Adressatin wohnt z.Zeit Regensburg Landshuterstraße" und mehrfach vorderseitig mit "Regensburg" vermerkt wurde. Dort wurde der Brief nach über 3 Monaten gegen Zahlung der erhobenen 20 Pf. wieder zurückgegeben.



besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 30.04.2017 08:12:14 Gelesen: 36396# 447 @  
Hallo zusammen,

nett anzusehen ist diese Ganzsachenkarte P12 der Deutschen Reichspost, die für die Auslandsverwendung auffrankiert wurde. Am 3.8.1886 in Karlsruhe aufgegeben, konnte sie am 4.8. in Paris nicht zugestellt werden, da der Empfänger im Schloss von Noisy bei Beaumont sur Oise weilte. Dort am 5.8.1886 zugestellt.



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 01.05.2017 07:32:53 Gelesen: 36156# 448 @  
Hallo zusammen,

am 23.9.1959 wurde der Brief an seine Hoheit, portogerecht mit 20 Pf. frankiert, nach Berlin-Charlottenburg gesandt und der schöne Werbestempel "Briefe an Freunde sind Boten der Freude" abgeschlagen. In Berlin nicht zustellbar wurde er am 25.9. seinem Empfänger zur Hochälpele [1] über Dornbirn in Österreich weitergeleitet. Als Auslandsbrief war er jetzt unterfrankiert und erhielt den Taxvermerk, der die Österreichischen Postbeamten zu einer Nachforderung von 2S 40g veranlasste, bevor bemerkt wurde, daß in diesem Fall nur das einfache Fehlporto berechnet werden darf, das mit 2 Portomarken von 60g (Mi.242) am 28.9.1959 erhoben wurde.



besten Gruß
stampmix

[1] https://www.alpenverein.at/vorarlberg/huetten/Huetten-des-AV-Vorarlberg/Hochaelpelehuette.php
 
stampmix Am: 02.05.2017 20:06:51 Gelesen: 35823# 449 @  
Hallo zusammen,

1951 hatte der BDPh seinen Sitz in Frankfurt am Main und sandte am 18.5.1951 eine Karte an Franz Prill [1] nach Lüneburg, portogerecht frankiert mit der Berliner Grünaufdruck-Marke zu 10Pf. Herr Prill war zwischenzeitlich nach Hamburg umgezogen, wohin die Karte weitergeleitet wurde.



mit bestem Gruß
stampmix

[1] Nachruf der ArGe Danzig: http://www.danzig.org/pl/gallery/1038/?cat_id=1267&gallery-img-id=19601
 
stampmix Am: 13.05.2017 07:04:51 Gelesen: 34540# 450 @  
Hallo zusammen,

an wen dieser Brief ging, werden wir wohl nicht mehr erfahren können. Die Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft versandte am 12.11.1935 einen Ortsbrief innerhalb Magdeburgs und frankierte ihn tarifgerecht zu 8 Rpf. mit dem Firmenfreistempler. Der Brief musste nach Kirchen/Sieg nachgesandt werden und das fehlende Porto für den Fernbrief wurde mit der 4 Rpf. Nothilfemarke ergänzt.

besten Gruß
stampmix


 
stampmix Am: 20.05.2017 10:52:39 Gelesen: 32969# 451 @  
Hallo zusammen,

die mit 9 Mio. Mark tarifgerecht frankierte Auslandskarte, die am 13.10.1923 (PP20) in Dresden aufgegeben wurde, konnte dem Empfänger in Horgen (CH) nicht zugestellt werden und reiste ihm erst nach Montreux, dann nach Genf hinterher.



besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 25.05.2017 07:58:37 Gelesen: 31762# 452 @  
Hallo zusammen,

einmal Weilburg - München über Rimini, aufgegeben am 17.6.1956.



besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 28.05.2017 08:40:49 Gelesen: 31156# 453 @  
Hallo zusammen,

Hin- und Rückbeförderung zum halben Porto. Ob das im Sinne des Absenders war? Am 22.5.1907 in Münster aufgegeben und nachtaxiert, kam der Brief schon am 6.6.1907 in Havanna an. Trotz Ausruf nicht zustellbar wurde er am 31.7.1907 wieder zurückgesandt. In Deutschland mit den "ZURÜCK" Stempeln und mit 20 Pf. Nachporto versehen, wurde er dem Absender im August 1907 wieder ausgehändigt.



mit bestem Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 05.06.2017 07:08:23 Gelesen: 29715# 454 @  
Hallo zusammen,

am 11.5.1951 in Straubing aufgegeben, wog der Fernbrief nach Bogen mehr als 20g. und wurde mit 30Pf. Nachgebühr belastet. In Bogen nicht zustellbar wurde er am 12.5.1951 zurückgeschickt und dem Absender gegen Bezahlung der Nachgebühr zurückgegeben.



besten Gruß
stampmix
 
stampmix Am: 15.06.2017 07:38:56 Gelesen: 27696# 455 @  
Hallo zusammen,

diese Ganzsachenkarte P32-I wurde am 16.8.1894 morgens in Stargard aufgegeben und nach Berlin gesandt. 5 "Bestellt" Stempel vom 16.8., 17.8. und 18.8. zeugen davon, dass man sich wirklich Mühe gab. Und dieser Vorgang wurde auch ausführlich dokumentiert. In rot eine andere Hausnummer; in blau ein anderes Postamt; in grün "Pr / Magistrat... / IIA" - damit kann ich nichts anfangen - und noch zweimal quer in schwarz, dass der Empfänger nicht ermittelt werden kann. Darunter verschwindet der Adressat fast zur Unkenntlichkeit. Und dann gibt es noch den kleinen Kreisstempel "P / 188 / 2". Wofür der wohl steht?



besten Gruß
stampmix
 
GSFreak Am: 17.06.2017 10:14:40 Gelesen: 27548# 456 @  
Guten Morgen,

hier eine Karte aus Berlin an eine Schwester Cuniberta im Kloster der Ursulinen zu Boppard:

Abgangsstempel BERLIN SW 61 am 09.05.1903
Ankunftstempel Boppard (UB a) am 10.05.1903

Da die Schwester offenbar in Bauffe, Bez. Brugelette (Belgien) im dortigen Ursulinenkloster weilte (Mädcheninternat und später Hausfrauenschule, 1918 geschlossen), wurde die Karte dorthin nachgeschickt. Es musste eine 5 Pf Marke beigeklebt werden wg. der Nachsendung ins Ausland.

Abgangsstempel Boppard am 11.05.1903 (mutmaßlich auch UB a, da 1903 von Boppard mir kein anderer Stempel bekannt ist)

Ankunftstempel Brugelette am 12.03.1903



Gruß Ulrich
 
stampmix Am: 19.06.2017 21:53:17 Gelesen: 27339# 457 @  
Hallo zusammen,

die Ansichtskarte des Hôtel de l'Europe in Baden-Baden wurde am 11.4.1906 nach dem Grand Hotel im Kurort Helouan [1] bei Kairo gesandt. Das Wetter war schön ;-) Am 18.11.1906 im FPO Port Said behandelt, erreichte er Helouan tags darauf. Da der Adressat abgereist war, ging die Reise am 20.4.1906 weiter nach Paris, sicherheitshalber poste restante.



Die Stempelabschläge und das Grand Hotel Helouan:



mit bestem Gruß
stampmix

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Helwan
 
volkimal Am: 20.06.2017 08:16:03 Gelesen: 27259# 458 @  
@ stampmix [#457]

Hallo Stampmix,

eine nette Karte. Du schreibst zum zweiten Stempel "Am 18.11.1906 im FPO Port Said behandelt". Die Abkürzung "FPO" kenne ich nur als "Field Post Office" also als Feldpoststempel. Das kann ich mir in diesem Fall aber nicht vorstellen. Port Said und Alexandria liegen über 260 km weit auseinander. Mein erster Gedanke war "RPO" also "Railway Post Office". Allerdings gab es (wenn ich nichts übersehen habe) keine direkte Bahnverbindung zwischen den beiden Städten.

Gerade habe ich den Stempel "Port Said - Alexandria T.P.O." im Netz gefunden. Kann einer von Euch sagen, was T.P.O. bedeutet?

Viele Grüße
Volkmar
 
GSFreak Am: 24.06.2017 23:14:03 Gelesen: 26275# 459 @  
Hier ein Brief, der 1922 eine längere Reise mitgemacht hat und daher auch alles andere als "taufrisch" aussieht.

Der Brief ging zunächst am 14.08.1922 von CÖLN 1 (frankiert mit 300 Pf., normale Briefgebühr seinerzeit im Fernverkehr für einen Brief bis 20 g) nach Meersburg am Bodensee und zwar postlagernd. Der Empfänger war wohl inzwischen nach Venedig (Venetia) abgereist, sodass der Brief aus Meeersburg am 21.08.1922 nach Italien (postlagernd Venetia) weitergeschickt wurde, freigemacht auf der Rückseite mit 600 Pf. (Auslandsporto seinerzeit für einen Brief bis 20 g).

Ankunftstempel von Venedig am 22.08.1922 (unten auf der Vorderseite). Dort ist der Brief nicht abgefordert worden und nach Köln zurückgeschickt worden (handschriftliche Eintragung auf der Rückseite unten links). Ankunft in Cöln offenbar wieder am 08.09.1922 (Notiz meines Großvaters auf der Rückseite oben links).

Große Frage: Wer hat das Weiterleiten nach Venedig veranlasst und wer hat vor allem das Porto in Meersburg bezahlt? Vielleicht einer aus der Gruppe der Nerother Wandervögel, der möglichwerweise in Meersburg geblieben ist und beim Postamt vom dort lagernden Brief an seinen Kameraden erfahren hat.



Gruß Ulrich
 
Sachsendreier53 Am: 28.06.2017 14:24:24 Gelesen: 25720# 460 @  
Unzustellbare Ansichtskarte aus Flevoland / Niederlande, aufgegeben ohne Frankatur in Utrecht am 10.10.1988 nach 4020 Halle /Saale. Nach zwei Zustellversuchen (11.10 und 14.10.) ging die Karte zurück ins Bahnpostamt Halle am 16.10.88.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Manne Am: 07.07.2017 14:57:52 Gelesen: 24288# 461 @  
Hallo,

hier zwei Karten aus Schwenningen die nach Budapest versendet wurden, die Erste wurde am 07.10.1930 gestempelt und die Zweite am 07.03.1931, beide kamen zurück.

Gruß
Manne




 
GSFreak Am: 13.07.2017 23:32:15 Gelesen: 23298# 462 @  
Die (Fa.) Walther May (Einrichtungshaus) im Zeppelinhaus in Köln hatte am 17.12.1945 ein Einschreiben nach Köln-Zollstock geschickt - ohne sich auf dem Briefumschlag als Absender zu outen. Frankiert ist der R-Brief portogerecht mit Alliierte Besetzung Mi-Nrn. 5 und 29, entwertet mit Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten KÖLN 2, UB e, nachverwendeter Feldpost-R-Zettel von der 1.000er Rolle mit aufgestempeltem "PA Köln 2" in Grotesk.

Am 18.12. hat vermutlich der Briefträger auf der Rückseite handschriftlich mit Bleistift notiert (soweit ich das richtig entziffert habe): "Adr.(essat) zu angegebener Wohnung nicht zu ermitteln". Der Brief musste folglich zurückgesendet werden.



Da kein Absender auf dem Briefumschlag vorhanden war, wurde

- zunächst der Stempel "Absender auch nach der äusseren Beschaffenheit nicht zu ermitteln" aufgebracht,
- dann der Brief geöffnet,
- die innen gefundene Adresse (möglicherweise auf einer Rechnung) in roter Schrift vorne auf den Brief geschrieben,
- der Brief wieder verschlossen mit einem Klebezettel "Zur Ermittlung des Absenders amtlich geöffnet durch die Reichspostdirektion Köln".
- bestätigt durch Kreisstegstempel mit Bogen oben und unten KÖLN 1, UB c und Bo vom 20.12.1945,
- die alte Adresse durchgestrichen,
- der Stempel "Zurück" (in Fraktur) angebracht
- und der Brief zurückgeschickt.

Der Brief war vermutlich am 27.12. wieder beim Absender (Einrichtungshaus Walther May) zurück.

Der handschrifliche Vermerk "ausgeb." auf der Vorderseite stammt sicherlich vom Einrichtungshaus nach Wiedererhalt des Briefes und dürfte für "ausgebucht" stehen.

Gruß Ulrich
 
Sachsendreier53 Am: 27.07.2017 11:00:36 Gelesen: 20964# 463 @  
Unzustellbare Ansichtskarte aus 1150 WIEN vom 8.8.1988 nach Magdeburg. Wegen unbekannter Straße und ungenügender Anschrift war keine Zustellung in Magdeburg möglich.





Unzustellbare Ansichtskarte aus 2448 BURG AUF FEHMARN 1 vom 16.5.1989 nach Magdeburg. Wegen unvollständiger Anschrift (Kastenstempel des Hauptpostamtes 3010 Magdeburg) war die Zustellung in Magdeburg unmöglich.

Beide Karten verblieben in Magdeburg, (Postablage unzustellbar).

mit Sammlergruß,
Claus
 
Baber Am: 27.07.2017 15:33:58 Gelesen: 20899# 464 @  
@ stampmix [#448]

Hallo stampmix,

diesen Beitrag über die Nachsendung eines Briefe 1959 von Berlin auf die Hochälpele-Hütte über Dornbirn habe ich gerade mit Interesse gelesen, da es meine Heimat betrifft und ich schon oft auf dieser Hütte war.

Da ich nicht Neues zum Thema beitragen kann, wollte ich Dir dies an Deine Email schreiben, aber die Adresse ist nicht vorhanden.

Bei diesen Beleg sieht man, wie sich die Post 1959 noch Mühe gegeben hat, Post an den Empfänger auch mit "unvollständiger Andresse" zuzustellen. Heute wäre das wahrscheinlich nicht mehr möglich, denn ohne die Angabe "Österreich" würde der Brief wohl nicht nachgesendet werden.

Gruß
Baber
 
PeterPan100 Am: 29.07.2017 12:01:43 Gelesen: 20515# 465 @  
Hallo zusammen,

hier ein modernerer Retourbrief aus München vom 15.12.1999. Mit dem angekreuzten Vermerk "unbekannt verzogen" und Kastenstempüel der Niederlassung Briefpost München. Die Adresse aus Datenschutz von mir unkenntlich gemacht.



Viele Grüsse an alle Leser

Wolf
 
Altmerker Am: 01.11.2017 08:47:09 Gelesen: 3095# 466 @  
Auch bei den Privaten gibt es gelegentlich Rücksendungen. Hier war der Postkasten nicht zu finden. Bei einem Gerichtsbrief schon eine Problem. Total spannend von Stendal-Vereinsregister per Biberpost (Stempel aber mit Bibersignatur 21 BHAL 1060 für Halle) nach Halle, von dort mit MZZ-Aufkleber zurück nach Stendal, und dann von dort in einem neuen Umschlag ungeöffnet neu weitergeschickt. Mal ganz abgesehen davon, dass der Adressat eine Klingel und einen Postkarten dort hat.

Gruß
Uwe


 
volkimal Am: 01.11.2017 19:23:17 Gelesen: 2970# 467 @  
Hallo zusammen,

heute möchte ich einen Brief an den Oberleutnant der Schutztruppen für Deutsch-Südwestafrika Herrn Wagenführ vorstellen. Einen anderen sehr interessanten Brief an ihn habe ich schon im Beitrag [#11] vorgestellt.



Verwendet wurde ein Umschlag der D.O.A.L. (= Deutsche Ost-Afrika Linie) Hamburg. Er wurde zusätzlich mit der Briefmarke Transvaal Nr. 131 verschlossen. Frankiert ist der Brief mit zwei Marken. Mocambique Nr. 92 und Mocambique-Gesellschaft Nr. 17 - beide Marken zu jeweils 50 Reis.

Der Brief wurde am 21.03.1907 in Moçambique aufgegeben. Dieses ist ein Ort auf der gleichnamigen Insel nahe der Küste. Heute haben Insel und Stadt den Namen Ilha de Moçambique [1].

Als Anschrift ist angegeben Angra Pequena, Lüderitzbucht. Angra Pequena ist der portugiesische Name der Lüderitzbucht [2]. Dort angekommen wurde als neue Adresse angegeben: „Per Adr. Hr. W. Christian, Berlin W 30, Palaststraße“. Leider wurde kein Stempel abgeschlagen. Der nächste Stempel vom 29.04.1907 stammt von der „Deutschen Seepost, Ostafrikanische Hauptlinie“.

Vom nächsten Stempel kann ich nur das Datum eindeutig erkennen. Es ist der 28.05.1907. Der Sechseckstempel dürfte von der Form her von einem portugiesischen Ort stammen. Leider kann ich nicht sagen woher er kommt. Zu dem Text unten im Stempel „UETRA“ (oder ähnliches) habe ich nichts gefunden. Wer kann etwas zu dem Stempel sagen?

Der Brief kam am 08.08.1907 in Berlin an und wurde direkt nach Bad Harzburg weitergeleitet. Am Nachmittag desselben Tages kam er dort an. Auf der Rückseite ist vermerkt „Harzburg (Harz), postlagernd, Feller 17/30“. Ist das eine Uhrzeit?

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ilha_de_Mo%C3%A7ambique
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCderitzbucht
 

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