Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Fiskalmarken, Wertmarken und Gebührenmarken auf Dokumenten
Das Thema hat 130 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5   6  oder alle Beiträge zeigen
 
HWS-NRW Am: 26.09.2017 13:57:54 Gelesen: 22840# 106 @  
Hallo,

heute geht an alle französisch sprechende User meine "allgemeine" Frage.

Es gibt Wertstempel und Fiscalmarken mit der Gebührenbezeichnung 2/10:

Bezieht sich das auf den Franc oder auf eine Centime-Summe ?

Als Beispiel zwei Fiscalmarken und ein Nass-Stempel:



Geht es bei dem Nass-Stempel z.B. um die Gebührenstufe 5,20 Francs ?

Eine französisch sprechende "jüngere" Dame konnte mir da nicht weiterhelfen, deshalb dieser Weg und meinen herzlichsten Dank für die Aufklärung.

mit Sammlergruß
Werner
 
jmh67 Am: 26.09.2017 20:45:59 Gelesen: 22809# 107 @  
@ HWS-NRW [#106]

Wahrscheinlich sind die Zehntel sogenannte "Décimes", also Zehntelfrancs. Das war früher sogar der offizielle Name der 10-Centimes-Münzen. Dazu passt auch das "MES" über der 10 auf der blauen Marke, und "en sus" bedeutet "noch dazu". Deine Vermutung dürfte also richtig sein.

-jmh
 
HWS-NRW Am: 26.09.2017 22:12:32 Gelesen: 22802# 108 @  
@ jmh67 [#107]

Danke für Deine Feststellung, kann die Gebühr jetzt beruhigt in meinem neuen Exponat verwenden.

mit Sammergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 29.09.2017 13:31:42 Gelesen: 22635# 109 @  
Ich habe noch eine grundsätzliche Frage:



Gibt es hierfür einen "einfachen" Begriff in der deutschen Sprache, bei den Übersetzungsprogrammen kommt leider kaum etwas vernünftiges raus, ich weiß, daß es eine Art "Erneuerungsstempel" bei meinen Sammelobjekten ist.



Führerschein, ausgestellt im Januar 1950 mit dem "fraglichen" oberen Nass-Stempel und dem neuen Wertstempel zu 200 Francs in rot abgeschlagen

mit Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 02.10.2017 08:49:57 Gelesen: 22426# 110 @  
Preussen 1886:

Ausfertigung eines Kaufvertrages über den Verkauf von Grundstücken, deren Wert mit 754.11 Mark angegeben wird. Die Stempelgebühren für das Dokument betragen 8 Mark. Es sind zwei Stempelmarken zu je 4 Mark aufgeklebt.

Am 17.6.1886 wurde der Vertrag durch den Königlich Preussischen Notar Carl Eberhardt aus Nordhausen beglaubigt und kassiert.





Wasserzeichen im Papier: linkes Seite = (Stilisierter Reichsadler), rechte Seite = DOCUMENTEN CANZLEI S T 8

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 10.10.2017 09:24:34 Gelesen: 21913# 111 @  
Österreich 1903 :

Vollmacht aus Traunleiten b. Wels, bestätigt durch den Werkmeister Carl Uebensee. Der Wertgegenstand der Vollmacht beziffert sich auf 90 Mark. Die Stempelsteuer ist durch eine 2 KRONEN Stempelmarke von 1898 saldiert.

Am 3.9.1903 wurde durch die Kanzlei des k.k. Bezirksgerichtes Wels die Echtheit der Unterschrift bestätigt und das gesamte Dokument am 15.2.1904 beglaubigt, kassiert.





Wz: PATENT-PAPIER-FABRIK HOHENOFEN 2 b NORMAL 2 b

http://www.papierfabrik-hohenofen.de/

mit Sammlergruß,
Claus
 
Holzinger Am: 10.10.2017 15:07:25 Gelesen: 21865# 112 @  
@ HWS-NRW [#109]

Du bist schon auf dem richtigen Weg. :-)

COMPLEMENT = Ergänzung

"Ergänzende Bezahlung entspr. des Tarifes von 1929" wäre mein Vorschlag.
 
HWS-NRW Am: 10.10.2017 19:28:03 Gelesen: 21831# 113 @  
@ Holzinger [#112]

Hallo und herzlichen Dank für Deine Antwort, werde noch versuchen, über einen französischen Fiscal-Philatelisten "genaueres" zu erfahren, da ich doch diverse Belege in meinem Exponat mit diesem Nass-Stempel (?) präsentieren möchte.



1948-08 (100 Francs) 1949 (200 Francs Yv. N° 49) verlängert (Formular wohl ab 1949 oder 1950 abgeschafft)



Pass-Innenseite mit dem "Ergänzungs-Stempel" genutzt im Dezember 1948 (500 Francs)

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 29.10.2017 18:27:09 Gelesen: 20495# 114 @  
Hallo,

gerade von der sehr angenehmen Mitgliederversammlung der "ArGe Fiskalphilatelie" in Sindelfingen zurückgekehrt, möchte ich den ersten Beleg aus meinem neuen "Sammelgebiet" vorstellen, werde in Zukunft immer wieder über Neuerwerbungen berichten und mich auch sehr freuen, wenn es hier Sammler gäbe, die mir eventuell Dubletten oder überzählige Belege zu diesem Thema anbieten.



Eröffnung eines Postscheckkontos des Landwirtschaftlichen Vereins in Sydangeln (heute Südangeln) in Schleswig-Holstein, die Gebühr ausgewiesen mit einem 50 Pfennig-Wert "Freiherr vom Stein" aus der Serie "Gebührenmarke für Gemeinden und Gemeindeverbände".

mit sonntäglichem Sammlergruß
 
HWS-NRW Am: 29.10.2017 21:36:39 Gelesen: 20473# 115 @  
Hallo,

wie sich die Zeiten ändern.

Im Juni 1954 mußte man sich die Durchführung einer "Lustbarkeit" noch entsprechend bestätigen lassen:



Eine entsprechend hohe Gebühr war dafür zu entrichten. Hier dienten sechs 50-Pfennig-Werte zur Ausweisung des Betrages, bei den "Philatelisten" dann als Mehrfachfrankatur bezeichnet. Ich denke, ein toller Beleg, der mir sehr gefällt und sicher ein besonderer Beleg in meiner Sammlung sein wird.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 05.11.2017 13:37:26 Gelesen: 20029# 116 @  
Die französischen Behörden ließen sich wohl fast alles bezahlen, was machbar war. Die provisorische Anmeldung eines Fahrzeuges, hier ein Audi, für den Zeitraum von einem Monat kostete mal eben 20 Francs und wurde auf diesem Formular (mit Wasserzeichen versehen) in Form eines (gedruckten ?) "Gebührenstempels" mit dem Marianne-Motiv ausgewiesen.



Vorläufige Zulassungsbescheinigung vom September 1969

mit sonntäglichem Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 06.11.2017 07:46:51 Gelesen: 19951# 117 @  
Herzogtum Sachsen - Altenburg 1900:

General- und Prozess-Vollmacht mit zwei Stempelmarken zu je 1 MARK. Verhandelt und beglaubigt wurde das Dokument in Kahla am 1.Mai 1900 im Herzogl. Amtsgericht zu Kahla (Thüringen). Der Wert des Verhandlungsgegenstandes betrug 120-200 Mark.





Wz: ohne

mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 16.11.2017 12:21:56 Gelesen: 19157# 118 @  
Von mir heute ein Beleg der Stadt Neviges:



Verwaltungsgebühr von 10 D-Mark für die Ausstellung eines Reise-Passes vom 7. April 1972.

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 23.11.2017 15:27:32 Gelesen: 17579# 119 @  
Heute kam eine weitere provisorische Anmeldung eines Fahrzeuges, hier ein Alfa Romeo, bei mir an, diesmal verwendete man einen älteren Formularvordruck mit dem wohl 1968 noch gültigen Tarif von 13,20 Francs und oben abgeschlagenem "Ergänzungsstempel" von 1968, der Tarif betrug aber schon 20 Francs (siehe mein Beleg [#116]), somit kann ich gut die verschiedenen Tarife innerhalb eines Jahres dokumentieren.



mit Sammlergruß
Werner
 
Cantus Am: 25.11.2017 05:35:08 Gelesen: 17458# 120 @  
Wir hatten uns kürzlich zur Preisgestaltung von Belegen ausgetauscht, die eine österreichische Stempelmarke mit postalischer Entwertung tragen. Ich habe gerade vorhin bei Ebay.com (das amerikanische Ebay) so ein Angebot entdeckt, einen Paketbegleitbrief, der am 7.9.(1863) von Kuttenberg nach Prag gelaufen ist. Er soll US $125.00 kosten. Aber schaut selber:

https://www.ebay.com/itm/Austria-covers-1863-5Kr-folded-cover-Kuttenberg-to-Prag/361517341757?hash=item542c1cdc3d:g:A9cAAOSwoBtW6E7i



Viele Grüße
Ingo
 
Pete Am: 10.12.2017 11:38:52 Gelesen: 16100# 121 @  
Nachfolgend eine Sendung, welche vom Porto zu 7,5 Pfennig her am 02.08.1916 als Postkarte lief und einen Tag später den Empfänger erreichte. Die Sendung selbst ist an eine Genossenschaftskasse in Hannover adressiert. Dem rückseitigen vorgedruckten Text nach wurde um die Anweisung von 2.000 Mark gebeten. Links unten ist zusätzlich eine Scheck-Stempel-Marke zu 10 Pfennig verklebt und handschriftlich mit dem Datum vom 02.08.1916 entwertet worden.



Der vorgedruckte Kartentext wurde durchgestrichen und handschriftlich das Wort "ungültig" vermerkt.

Gruß
Pete
 
HWS-NRW Am: 14.12.2017 15:19:58 Gelesen: 15841# 122 @  
Heute kam ein neuer Fiscal-Beleg an:



1924-07 (2,40 Francs) Anmeldung eines Citroen B2

Belege mit verklebten Steuermarken konnte ich bisher noch nicht sichten.

Der Citroën Typ B2 ersetzte im Juni 1921 den Citroën Typ A. Das bis 1926 gebaute Modell war das zweite Automobil des französischen Autoherstellers Citroën. Im Gegensatz zum Typ A hatte der B2 einen leistungsstärkeren Vierzylinder-Benzinmotor mit nun 20 PS bei 1452 cm³ Hubraum. Die Höchstgeschwindigkeit betrug 72 km/h, der Verbrauch im Durchschnitt etwa 8 l Benzin pro 100 km. Geschaltet wurde mit einem unsynchronisierten 3-Gang-Getriebe. Der Typ B2 erwarb sich schnell einen guten Ruf für Robustheit und Wirtschaftlichkeit. Die Modellreihe wurde in der historischen Citroën-Fabrik Quai de Javel im 15. Arrondissement von Paris gebaut.

mit Sammlergruß
Werner
 
cilderich Am: 14.12.2017 18:51:45 Gelesen: 15820# 123 @  
@ HWS-NRW [#122]

Spannend das Ganze, besonders mit dem Foto und den Infos dazu.

Mir kam kürzlich eine Vollmacht mit Urkundenmarke unter. Finde ich inhaltlich auch ganz informativ.

Beste Grüße cilderich


 
Sachsendreier53 Am: 18.01.2018 09:22:11 Gelesen: 10427# 124 @  
Preussen 1899:

Kaufvertrag des Kaufmann Friedrich Drehmann aus Sömmerda vom 11. März 1899. Der Verkaufsgegenstand beträgt 2400 Mark.

Es sind vier preussische Stempelmarken als Stempelsteuer verklebt;

1x zu 10 Mark (rot), 2x zu 5 Mark (violett), 1x zu 4 Mark (graugrün). Entwertet und kassiert sind die Steuermarken vom *K.PR.STEMPELVERTHEILER No 571*
aus Sömmerda.





Wasserzeichen: ein stilisierter Schwan

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 02.03.2018 09:48:22 Gelesen: 3324# 125 @  
Deutsches Reich / Thüringen

Schuldurkunde aus dem Jahr 1935 über ein Darlehn / Hypothek von 800.- GM. Für die Beurkundung am 7.5.1935 in Langensalza, durch Notar Dr. Theodor Schmiedel, Notar i. Bezirk des Preuß. Oberlandesgerichts Naumburg, wurden 9,50 RM berechnet.

Für die Stempelgebühr von 1,50 RM sind 2 Stempelmarken kassiert: 1 x zu 1 RM (grün), 1 x zu 1/2 RM (braun).





Wz: stil. Reichsadler

mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 02.03.2018 10:37:20 Gelesen: 3317# 126 @  
Hallo,

ich habe einen neuen Internationalen Führerschein aus dem Jahr 1932 (Erstausstellung) bekommen und war verwundert, daß innen dreimal Gebühren für eine Verlängerung von je einem Jahr (1933, 1934 und 1935) verklebt wurden.

Es scheint, daß derartige Ausweise in Frankreich verlängert werden konnten, in Deutschland wurde er nur für 1 Jahr ausgestellt und nicht verlängert.



Erstausstellung ausgewiesen mit 20 Frs-Wertstempel sowie 3 x 20 Frs-Fiskalmarken für die Verlängerungen (Validité prolongée)

mit Sammlergruß
Werner
 
Sachsendreier53 Am: 19.03.2018 10:44:27 Gelesen: 2278# 127 @  
Preussen 1882

Kaufvertrag aus Nordhausen vom 23.Juni 1882. Der Wert des Objektes beträgt 25,000 Mark, die Stempelgebühr 255 Mark : 1 x 150 M Stempel, 1 x 100 M Stempel, 1 x Stempelmarke zu 5 M (braun). Beglaubigt, gesiegelt und kassiert wurde die Urkunde durch den K.Pr. Notar August Kropff aus Nordhausen.







Wz: 1878 EBART 1878

mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 22.03.2018 12:34:26 Gelesen: 2182# 128 @  
Sachsen 1921:

Anwaltsvollmacht, unterschrieben in Nerchau am 9.8.1921. Die Stempelgebühr von 3 Mark in Stempelmarken zog das Sächs.Landgericht Leipzig am 22.8.1921 ein. Es sind zwei braune Marken mit schwarzen Aufdruck 1,50 MARK aufgeklebt.



Wz: REICHSADLER PAPIER

mit Sammlergruß,
Claus
 
HWS-NRW Am: 22.03.2018 13:28:36 Gelesen: 2173# 129 @  
Gerade eingetroffen ist ein sehr früher Ausweis (Carte de Sejour - Aufenthaltsgenehmigung) für eine französische Bürgerin.
Aus dem selben Jahr hatte ich schon einen ähnlichen Beleg ersteigert, den ich auch noch präsentiere:



Zwei Ausweise aus dem Jahr 1923, bisher die frühesten, mir bekannten Formulare, die Gebühr von 4 Francs ausgewiesen mit Werten der Serie "Dimension" (Yvert-N° 76).

mit Sammlergruß
Werner
 
Michael Mallien Am: 15.04.2018 17:16:52 Gelesen: 430# 130 @  
Hier ein Beleg aus dem Jahr 1971 aus Libyen. Zum Inhalt kann ich mangels Sprachkenntnisse nichts sagen.



Die Gebühren wurden mit Marken zu 20 und 50 Millièmes beglichen.



Viele Grüße
Michael
 

Das Thema hat 130 Beiträge:
Gehe zu Seite: 1 2 3 4 5   6  oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht