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Thema: (?) (84) Not- und Behelfsentwertungen im Inflationzeitraum bis 1923
Das Thema hat 90 Beiträge:
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Germaniafan Am: 10.05.2014 09:13:41 Gelesen: 15869# 66 @  
Guten Morgen ins Forum,

Hier noch eine um 5 Pfennig überfrankierte Warenprobe bis 500g vom 14.6.1919 von Erfurt nach Heilgersdorf.

Schöne Grüße
Guido


 
JoshSGD Am: 02.12.2014 11:55:12 Gelesen: 14213# 67 @  
Guten Tag,

um den Mitgliedern, welche nicht im Thread "Inflationsbelege" mitlesen, folgenden Beleg nicht vorzuenthalten, möchte ich vorstellen:

Fernbrief bis 20g von Offenbach nach Weinheim in Baden vom 15.11.1923 datierend. Portogerechte Frankatur mit 10 Milliarden Mark.

Sonderstempel Nr. 265 (nach Filbrandt) und gleichzeitiger Behelfsentwertung Offenbach.



Der Beleg ist auch bei den Inflaseiten unter # 7013 zu finden.

Gruß
Josh
 
Lars Boettger Am: 29.05.2016 11:01:02 Gelesen: 8381# 68 @  
@ JoshSGD [#67]

Ein Sammlerfreund hatte gestern ca. 250 Briefe aus dem Zeitraum von 1915 - 1940 im Angebot. Darunter auch dieser schöne Beleg (leider nur Vorderseite) einer Drucksache vom 28.8.1923, gestempelt in Berlin C2, nach Luxemburg. Frankatur waren damals "noch" 12.000 Mark.

Beste Grüsse!

Lars


 
2huhu Am: 05.06.2016 20:13:49 Gelesen: 8179# 69 @  
Hallo,

von mir gibt es heute einen stummen Linienstempel aus Hamburg 3:



Inlandsbrief (101-250 g) vom 30.8.1923 (PP 16) portogerecht frankiert mit 30 Marken a 1.000 Mark (= 30.000 Mark).

Grüßle

Holger Reichert
 
inflamicha Am: 05.06.2016 20:18:56 Gelesen: 8176# 70 @  
@ 2huhu [#69]

Hallo Holger,

attraktiver Brief- es handelt sich aber um keinen Notstempel, sondern um eine Strichentwertung mittels Pinsel oder eines ähnlichen Gerätes.

Gruß Michael
 
2huhu Am: 05.06.2016 21:56:24 Gelesen: 8158# 71 @  
@70

Hallo Michael,

ich bin immer noch der Meinung, es handelt sich um einen Not-Stempel und keine Pinselstichentwertung. Die einzelnen Linien (Abschläge) weisen ein regelmäßiges Muster auf, d.h. die Linien sind erst dick, dann dünner, dann wieder dicker usw. (von links nach rechts gesehen). An einigen Stellen kann man auch erkennen, dass die Striche aus 2 dünnen Linien bestehen.

Womit wir bei der Frage wären: Wie kann man eine Pinselstrichenwertung von einem stummen Linienstempel unterscheiden??

Grüßle Holger
 
inflamicha Am: 05.06.2016 22:03:10 Gelesen: 8155# 72 @  
@ 2huhu [#71]

Hallo Holger,

ein Stempel sieht in etwa immer gleich aus. Bei Deinem Beleg gleicht kein Strich dem anderen. Unterschiedliche Strichstärken (-breiten) und vor allem unterschiedliche Strichlängen weisen für mich auf eine Strichentwertung hin.

Gruß Michael
 
inflamicha Am: 06.06.2016 11:52:50 Gelesen: 8120# 73 @  
@ inflamicha [#72]

Hallo Holger,

ich habe mir den Beleg heute noch einmal genauer angesehen. Die Strichentwertung wurde von einem Rechtshänder angebracht. Links angesetzt ist hier die Farbintensität am größten, nach rechts hin wird die Farbe blasser und die Striche werden etwas dünner.

Ein Rechtshänder war es natürlich nur, wenn der Brief beim Entwerten nicht auf dem Kopf stand- dann wäre es genau andersrum. ;-)

Als "Kompott" noch ein Brief mit wirklicher Notstempelentwertung:



Gruß Michael
 
2huhu Am: 07.06.2016 22:15:04 Gelesen: 8060# 74 @  
Hallo,

ich möchte noch einmal auf meine Frage aus [#71] zurück kommen und diese erweitern.

Es gibt wohl Behelfsentwertungen, die mittels Pinsel(strich) ausgeführt worden sind. Daneben müsste es auch "Abschläge" geben, bei denen einer Gummileiste (Linienstempel) oder einer Gummirolle zur Markenentwertung verwendet worden ist.

Meine Frage wäre jetzt:

Anhand welcher Merkmale kann man eine Pinselstrichentwertung von Abschlägen von einer Gummileiste oder -rolle unterscheiden?

Besitzt jemand ein eindeutiges Beispiel?

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 14.06.2016 20:58:50 Gelesen: 7937# 75 @  
Hallo,

irgendwie habe ich auf meine Fragen keine Antwort erhalten. Waren diese so schwierig oder abwägig? Oder ist diese Gebiet schlicht und einfach unerforscht? Wie dem auch sei, ich mach heute mal weiter mit einem Beleg mit einem Notstempel:



Ortsbrief (1-20 g) vom 07.11.1923 (22. Periode) innerhalb Barmen gelaufen und frankiert mit 25 Marken a 20 Millionen Mark (=500 Millionen Mark)

Grüßle
Holger Reichert
 
JoshSGD Am: 14.06.2016 22:01:15 Gelesen: 7931# 76 @  
Hallo Holger,

auf deine Frage zur Pinselstrichentwertung hat Michael doch schon geantwortet. Genauso sehe ich es auch, ein Stempel oder eine Rolle hätte eine fast annähernd gleiche Länge und Breite. Es ist aber zu erkennen, das jeder Strich unterschiedliche Maße hat. Das ist nun wirklich einfach mit einem Pinsel und Farbe auszuprobieren, das Resultat wäre ähnlich oder annähernd gleich.

Es wird auch bald wieder ein neues Buch über Notstempel erscheinen, ist wohl aber noch in Arbeit.

Gruß
Josh
 
jmh67 Am: 15.06.2016 08:24:16 Gelesen: 7912# 77 @  
@ JoshSGD [#76]

Bei Nr. 69 tippe ich auch auf eine Gummikante oder etwas ähnliches, das dazu noch verkantet aufgesetzt wurde. Deswegen die Variationen in der Strichbreite. Auch die "Wischer", besonders unten zu sehen, deuten auf eine Art Stempel hin. Pinselstriche sind meist irgendwo geschwungen, man sieht oft auch Spuren der Pinselhaare, die Breite nimmt üblicherweise vom Ansatz bis zum Ausstrich ab.

-jmh
 
2huhu Am: 16.06.2016 00:25:18 Gelesen: 7881# 78 @  
@ JoshSGD [#76]

Da muss ich dir deutlich widersprechen. Der Abdruck einer Gummirolle oder Gummileiste hat eben nicht die gleiche Länge oder Breite. Eine Gummirolle kann die gleiche Breite haben, aber die Länge ist variabel (je nachdem wie lange der Postler mit dieser Rolle über die Sendung gefahren ist).

Eine Gummileiste (mit und ohne Nut) kann die gleiche Länge haben, muss sie aber auch nicht. Das ist davon abhängig, ob der Postler diese waagrecht (mit beiden Enden gleichzeitig) oder schräg (mit einem Ende zuerst) auf der Postsendung abschlägt. Bei meinem Beleg hat der Postler diese mit dem linken Ende zuerst aufgesetzt und dann nach rechts "abgerollt". Da eine Gummileiste nicht formstabil, sondern elastisch ist, kann es zu Verforumungen kommen, die für einen unterschiedlich breitem Abdruck sorgen.

@ jmh67 [#77]

Vielen Dank für den Beitrag. Wenigstens einer, der meine Theorie unterstützt. Ich habe mir schon überlegt, ob es sich bei der verwendeten Gummileiste um Scheibenwischerblätter von einem Auto handeln könnte. Der längste Abschlag ist immerhin 14,5 cm lang. Bei dem diagonalen Abschlag über dem Tagesstempel kann man erahnen, dass die Gummileiste eine Nut hatte.

Hier ein paar Beispiele für eine (Pinsel-)strichentwertung:




Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 04.09.2016 14:14:10 Gelesen: 6865# 79 @  
Hallo,



Ortsbrief (1-20 g) vom 13.10.1923 (PP 20) frankiert mit 100 Marken a 20.000 Mark auf 30 Pfennig (= 2 Millionen Mark). Entwertet wurden die Marken mit einem Notstempel bestehend aus Strichen des Postamts Berlin NW 40.

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 12.09.2016 00:26:15 Gelesen: 6783# 80 @  
Hallo,

heute gibt es von mir einen Brief mit einer roten Strich-Entwertung:



Inlandsbrief aus der PP 22 frankiert mit 5 Marken a 20 Millionen Mark (= 100 Millionen Mark). Schön finde ich die 3 Marken mit Unterrand.

Leider wurde auf dem Brief kein Poststempel abgeschlagen. Ist dieser Beleg so eigentlich prüfungsfähig oder muss dafür ein Poststempel auf der Sendung abgeschlagen sein?

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 21.09.2016 21:38:08 Gelesen: 6639# 81 @  
Hallo,

nachdem ich leider keine Antwort auf meinen letzten Beitrag bekommen habe, erlaube ich mir die Fragen noch einmal zu stellen:

Wird ein Brief ohne Poststempel, also nur mit Strichentwertung, geprüft? Reichen die Echtheitsmerkmale aus?

Grüßle
Holger Reichert
 
muemmel Am: 21.09.2016 22:13:10 Gelesen: 6625# 82 @  
@ 2huhu [#80] und [#81]

Servus Holger,

vermutlich wird ein solcher Beleg als nicht prüfbar angesehen, auch wenn alles für eine echte und zeitgerechte Verwendung spricht.

Am besten schickst Du mal das Bild einem Prüfer und befragst ihn dazu.

Schönen Gruß
Mümmel
 
erron Am: 02.10.2016 15:06:42 Gelesen: 6446# 83 @  
Guten Tag,

aus Annaberg im Erzgebirge wurde dieser Auslandsbeleg mit Notentwertung nach Mailand versendet.

Als kleines Schmankerl ist auf der Belegrückseite noch der Plattenfehler Nr 279 I: "1" der Wertangabe 15 ohne Anstrich vorhanden.



mfg

erron
 
2huhu Am: 22.01.2017 17:02:39 Gelesen: 3991# 84 @  
Hallo,

in einem Briefeposten habe ich folgenden Beleg gefunden:



Auslandsbrief vom 23.08.1923 von Ebenhausen nach St. Gallen in der Schweiz frankiert mit 10 Marken (=3 000 Mark). Der Viererblock auf der Rückseite wurde mit einem Rostrautenstempel entwertet.

Handelt es sich hierbei um einen deutschen oder schweizer Stempel?

Kennt vielleicht jemand ähnliche Belege?

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 01.02.2017 17:40:29 Gelesen: 3808# 85 @  
Hallo,

ich möchte meinen letzten Beitrag noch einmal in Erinnerung rufen.

Kennt jemand weitere Belege aus dem Jahr 1923, bei dem Marken mit einem Rostrautenstempel entwertet worden sind? Die Schweiz-Sammler dürfen sich auch angesprochen fühlen.

Grüßle
Holger Reichert
 
2huhu Am: 31.03.2017 10:07:21 Gelesen: 2628# 86 @  
Hallo,

ich bin gerade dabei, eine Sammlung Inflabelege aufzuarbeiten. Dabei waren auch folgende 3 Belege mit stummen Stempel, die ich aber mangels fehlendem Tagesstempel keinem Ort zuordnen konnte. Hoffentlich kann mir jemand weiter helfen...



1. kreuzförmiger Stempel ca. 30 x 35 mm



2. Ovalstempel auf einem Forumlar ca. 22 x 15 mm



3. Rechteckstempel ca 16 x 75 mm. Inschrift: NACHE. AUSSE. POL. GEPR.(soweit ich sie entziffern konnte). Als Ortsbrief wäre die Sendung portegerecht.

Grüßle
Holger Reichert
 
volkimal Am: 31.03.2017 11:49:36 Gelesen: 2612# 87 @  
@ 2huhu [#86]

Hallo Holger,

ich glaube, dass es "NACHS." und nicht "NACHE" heißt.

Viele Grüße
Volkmar
 
volkimal Am: 31.03.2017 11:50:50 Gelesen: 2610# 88 @  
Hallo Holger,

ich glaube, dass es "NACHS." und nicht "NACHE" heißt.

Viele Grüße
Volkmar
 
2huhu Am: 20.04.2017 10:48:49 Gelesen: 1810# 89 @  
@ 2huhu [#86]

Hallo,

ich möchte meinen letzten Beitrag noch einmal in Erinnerung rufen.

Kann mir vielleicht jemand sagen, aus welchen Orten die stummen Stempel stammen?

Gibt es Fachliteratur zu diesem Thema?

Grüßle
Holger Reichert
 
Gerhard Am: 20.04.2017 14:02:58 Gelesen: 1789# 90 @  
@ 2huhu [#89]

Auch huhu,

ich denke nicht, dass sich alle Notstempel - und Entwertungen bestimmten Postämtern zuordnen lassen, siehe [#37].

MphG

Gerhard
 

Das Thema hat 90 Beiträge:
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