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Thema: Motiv Wein: Stempel, Belege und Anderes
Das Thema hat 134 Beiträge:
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DL8AAM Am: 11.07.2016 23:08:20 Gelesen: 14884# 110 @  
Keltere besser mit WILLMES-PRESSER



AFS der Firma Josef Willmes KG aus 6140 Bensheim vom 17.11.1980. Die ursprünglich 1918 gegründete Firma ist spezialisiert auf die Herstellung von Wein-Pressen, u.a. hat man "1951 die pneumatische Traubenpresse erfunden" [1]. Nach diversen Umstrukturierungen ist die heutige Entität "Willmes GmbH" in 64653 Lorsch.

Gruß
Thomas

[1] http://www.willmes.de
 
valgrande Am: 18.07.2016 09:45:22 Gelesen: 14609# 111 @  
Weiter zu [#105] Weinregionen in Österreich

Weinregionen in Österreich

Österreich hat 2012 begonnen, ihre Weinregionen auf Briefmarken darzustellen, und dies mit einer jährlichen Ausgabe. Insbesondere die entsprechenden Kleinbögen sind eine Augenweide für alle Sammler, die als Motiv „Wein, Winter, Trauben“ sammeln. Sie sind mit Reben verziert als auch anderem Zubehör aus der Weinproduktion. Diese Reihe ist seit Langem eine sehr gelungene Ausgabe und ich möchte die Anbaugebiete im Einzelnen vorstellen. Inzwischen ist Kb Nr. 5 Mittelburgenland erschienen.

Alle Anbaugebiete befinden sich im östlichen Teil der Alpenrepublik; sie grenzen an Tschechien, Slowakei, Ungarn und Slowenien.



Sondermarke „Mittelburgenland“ - Serie „Weinregionen Österreichs“

Der nunmehr fünfte Kleinbogen ist dem Mittelburgenland gewidmet. Aus der Serie „Weinregionen Österreichs“ präsentiert die Österreichische Post diesmal das Mittelburgenland, die Region im Herzen des Burgenlands, die auch als „Blaufränkischland“ bezeichnet wird.



Mittelburgenland - Rassige Rotweine, Blaufränkisch mit viel Charakter

Die Weinbauregion Burgenland ist im Osten Österreichs beheimatet und gilt als das Rotwein-Zentrum der Alpenrepublik. So werden auf den knapp 14.000 Hektar Rebfläche vor allem die typischen Burgerland-Rebsorten Blaufränkisch und Zweigelt angebaut. Abgesehen davon ist die Region aber auch für ihre exquisiten edelfaulen Süßweine bekannt.

Das Weinbaugebiet Burgenland erstreckt sich rund um den Neusiedlersee - eine Lage, welche die geschmackliche Struktur der Burgenland-Weine entscheidend beeinflusst. Bedingt durch die Pannonische Tiefebene, die weite Teile des Burgenlands bedeckt, sind die äußeren Bedingungen von warmen Ostwinden und vergleichsweise vielen Sonnenstunden geprägt. Diese Voraussetzungen sind außerordentlich gut für den Anbau von Rotwein geeignet, weshalb hier jedes Jahr Erzeugnisse allerhöchsten Niveaus entstehen. Der genannte Zweigelt ist hauptsächlich in der Nähe des Neusiedlersees beheimatet - basierend auf dieser Rebsorte wurde der Gegend auch eine Mittelburgenland DAC (Districtus Austriae Controllatus)-Klassifikation zuteil. Vergeben wird diese Auszeichnung nur an Weine, die ihre Herkunft auf ganz besondere Weise widerspiegeln. Speziell die geschmackliche Vielfalt der Rotweine ist schlicht bemerkenswert und die Kreationen der Winzer aus dem Burgenland genießen einen exzellenten Ruf in der Welt der Weine. Die Rebsorte Blaufränkisch macht etwa sieben Prozent des gesamten österreichischen Weinanbaus aus und ist damit die zweitstärkste Rotweinsorte nach dem Zweigelt. Die Sorten Zweigelt und Blauburger sowie einige andere Neuzüchtungen entstanden aus einer Kreuzung von Blaufränkisch mit einer anderen Rebsorte. Der Blaufränkische ist ein kraftvoller, erdiger Rotwein mit einem typischen Bukett. Der Wein ist dunkel und gerbstoffreich und kann bis zu 15 Jahre gelagert werden.



Weitere Kleinbögen dieser Art aus Österreich werde ich nach ihrem Erscheinen gerne hier zeigen.

Gruß valgrande
 
wajdz Am: 02.08.2016 19:07:05 Gelesen: 13851# 112 @  
Das wissen wir ja inzwischen, Wein kann man auch aus Trauben machen. Wenn genug Kohlensäure wie auch immer zugesetzt wird, sprudelt es auch ordentlich im Glas und kann in Deutschland Sekt genannt werden.

1832 gründete Adam Henkell die Weinhandlung Henkell & Cie in Mainz. 25 Jahre später ließ er in der Mainzer Walpodenstraße eine „Champagnerfabrik“ bauen und war damit einer der Ersten in Deutschland, der die Technik beherrschte, aus Wein Sekt herzustellen. Unter der Leitung Otto Henkell I. wurde 1894 die Marke Henkell Trocken geprägt, 1898 als eine der ersten Marken in Deutschland amtlich geschützt.



Man betrieb schon 1904 konsequent Werbung mit einem Budget von jährlich 100.000 Reichsmark.



Seit 1986 gehört die Henkell & Co. Sektkellerei KG mit Sitz in Wiesbaden zur Dr. August Oetker KG.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Mondorff Am: 02.08.2016 20:00:21 Gelesen: 13843# 113 @  
Anbau, Lese und Verarbeitung des Weins wird oft von selbständigen "Privat"winzern vorgenommen.

Andere haben sich zu Cooperativen oder Genossenschaften zusammen geschlossen.
Hier sind drei Beispiele aus Luxemburg:





Bernard-Massard ist besonders für den Luxemburger Schaumwein bekannt, dem Crémant.

Schönen Gruß
DiDi
 
wajdz Am: 22.08.2016 18:38:38 Gelesen: 13234# 114 @  
Was tut man nicht alles für's neudeutsche Marketing

n-tv meldet:

Das ist doch mal ein schönes Zeichen für die Gleichberechtigung von Frau und Mann: Der Moselort Kesten hat eine männliche Weinkönigin. Sven Finke ist dort zum Weinkönig gekürt worden. Zwei Jahre lang wird der 25-jährige Jurastudent als römischer Weingott "Bacchus" für den 350-Einwohner-Ort unterwegs sein. Er ist eingesprungen, weil sich für die Weinkönigin keine Nachfolgerin fand. "Ich fühle mich großartig", sagte Finke auf dem Straßenfest des Dorfes. Ob man ihn "Bacchus" oder "Weinkönigin" nennt, nimmt der 25-Jährige nicht so genau.

MiNr 1140 (80)



MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 22.08.2016 22:52:20 Gelesen: 13210# 115 @  
Griechischer Wein

Am 1. Juli 1953 verausgabte die Post von Griechenland eine Freimarkenausgabe mit dem Thema Landesprodukte (Mi Nr. 596-602). Die Werte 599 (1300 Dr), 601 (2600 Dr) sowie 602 (5000 Dr) sind dabei dem Wein und den Trauben gewidmet.



Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
merkuria Am: 22.08.2016 23:23:23 Gelesen: 13208# 116 @  
Am 1. September 1958 verausgabte die Post von San Marino eine Ausgabe zum Thema Früchte. (Mi Nr. 594-603). Der 3 Lira Wert (Mi Nr. 596) und der 80 Lira Wert (Mi Nr. 602) sind dabei den Trauben gewidmet.





Zum Motiv passende Bildpostkarte, entwertet 6. Oktober 1958

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
csjc13187 Am: 25.09.2016 21:25:30 Gelesen: 11923# 117 @  
@ Wachauer [#31]

Als Ergänzung zu dem sehr alten Beitrag zum Moselort KRÖV hier ein passender Handwerbestempel von 1961. Der im Beitrag ausführlich erklärte "Kröver Nacktarsch" ist auf dem Stempel auch schön zu sehen :-) Ergänzt um den Spruch: Schon Pipin der Kleine trank Kröver Weine ...


 
HWS-NRW Am: 25.09.2016 22:26:26 Gelesen: 11910# 118 @  
Ich hätte da auch noch ein Fläschchen Schaumwein



Ganzsachenkarte aus Österreich mit privatem Zudruck der Kellerei Johannes Kattus vom 12.08.1910.

mit Sammlergruß
Werner
 
wajdz Am: 16.10.2016 03:22:15 Gelesen: 10828# 119 @  
Mit der Erfindung dichter und verschließbarer Gefäße entstand auch der Beruf des Weinhändlers.

Eine Werbepostkarte der ASTORIA-WEINKELLEREI aus Bernkastel-Cues vom 8.12.34 mit einer offensichtlich mit der Schreibmaschiene geschriebenen Angebotsliste bietet interessante Informationen über Preise aus den 30er Jahren. Wie oft die wohl geschrieben werden mußte ? Arme Tippse.

EF MiNr 584(3)



Da wurden Wörter verwendet, die nach langer Abstinenz nun wieder im öffentlichen Sprachraum auftauchen. wie z.B. ...Ehrensache...; unterstrichen: deutscher Wein; Die volkstümliche Winzerkiste, Astor Sonderfüllung, "Volkswein" (für 1,85 RM die Flasche). Das stimmt nachdenklich.



Über den Absender ist im Netz auf die Schnelle nur zu erfahren:

Das Geschäft H. Astor Wine & Vins GmbH mit der Adresse In der Bornwiese 4, 54470 Bernkastel-Kues ist verzeichnet im Handelsregister Wittlich unter der Nummer HRB 21836. Die Firma ist im Wirtschaftsbereich Handel/Einzelhandel/Wein tätig und widmet sich also der Materie Vino, Sale und Großhandel.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Wachauer Am: 16.10.2016 15:55:03 Gelesen: 10783# 120 @  
@ wajdz [#119]

Wie oft die wohl geschrieben werden mußte ? Arme Tippse.

Hallo Jürgen,

ich vermute eher, dass hier eine Hektographie [1] vorliegt.

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Hektographie
 
wajdz Am: 16.10.2016 18:34:33 Gelesen: 10758# 121 @  
@ Wachauer [#120]

Hallo Gerhard,

da kann man mal sehen, wie schnell technische Innovationen aus dem Gedächtnis verschwinden können, wenn sie durch einfacher zu handhabende Möglichkeiten, in diesem Fall der heutzutage fast in jeden PC-Drucker mitgelieferte Kopierer, abgelöst werden. Ähnlich geht es ja der Fotografie, wer könnte heute noch daheim einen Film entwickeln und selbst Abzüge anfertigen, geschweige denn in Farbe?

Danke für den Hinweis und die Gedächtnisauffrischung.

Nun noch eine Marke zu dem in meinem Beitrag erwähnten Weintransport. Auf einer jugoslawischen Marke aus 1961 sind drei Frauen in Volkstrachten dargestellt, die offensichtlich Weinkrüge geschultert haben.

MiNr 966



MfG Jürgen -wajdz-
 
csjc13187 Am: 16.10.2016 21:18:19 Gelesen: 10733# 122 @  
Mainz ist ja als Stadt des Weins bekannt. Hier zeige ich mal zwei Werbestempel aus den 1970er Jahren (1975 und 1977), die das Thema Wein aufgreifen. Beide Stempel wurden mit dem gleichen Gerät hergestellt (UB ml), mit unterschiedlichen Entwertern.



Der nicht weit von Mainz gelegene Ort Hochheim am Main wollte da nicht zurückstecken und warb 1976 als "Wein- und Sektstadt" für sein Weinfest im Juli:



Und zum Schluss noch ein vierter Werbestempel, bei dem das Thema Wein aber nicht so leicht zu entdecken ist.

Der Werbeslogan "Freiburg hat was alle suchen" (nota bene: ohne Kommasetzung - man kann das durchaus unterschiedlich lesen - je nachdem, ob man das Komma hinter das Wort "hat" oder hinter das "was" setzt...) wird mit verschiedenen Symbolen verknüpft, die für die Stadt Freiburg stehen. Darunter auch die Weintrauben, die auf den hervorragenden Badischen Wein hinweisen.



Prost!
 
jmh67 Am: 17.10.2016 19:05:47 Gelesen: 10651# 123 @  
Maschinenstempel aus Boën-sur-Lignon im Forez, mit Musik zum Wein.



Übrigens macht man dort auch einen guten Käse.

-jmh
 
wajdz Am: 22.11.2016 22:47:14 Gelesen: 8764# 124 @  
Riesling ist eine Weißweinsorte, die die qualitativ die besten Weine in klimatisch kühleren Weinbaugebieten hervorbringt und in Deutschland seit mehr als 500 Jahren kultiviert wird.

MiNr 1445



Die sandigen Hügel um Berlin sind für den Weinanbau besonders geeignet. Es waren vor allem die Hänge an der Barnimhochkante, die für den Anbau günstigste Voraussetzungen besaßen. Hier ernteten schon im Mittelalter Mönche Wein. Ab Ende des 18. Jahrhunderts brauchten die sich ausdehnende Stadt immer mehr Bauland. Das letzte Anbaugebiet der boomenden Stadt wurde 1912 am Weinbergsweg (Prenzlauer Berg) gerodet. Inzwischen stehen zwischen Lauben und Einfamilienhäusern am Syringenplatz wieder 1000 Rebstöcke auf einem 3000 Quadratmeter großen Hügel. Den formte der Verein Weingarten Berlin aus Baustellenabraum. 2014 brachten sie ca 400 Flaschen Ertrag.

In Berlin gibt es ja vieles doppelt, natürlich auch Weinberge.



Auf ehemals westberliner Territorium liegt der Kreuzberg mit einer Höhe von 66 Metern über Normalnull eine der höchsten natürlichen Erhebungen der Stadt. Er hieß ursprünglich „Tempelhofer Berg“ bzw. „Götzescher Weinberg“, Weinanbau bis in's 18. Jahrhundert, Der derzeitige Bestand von ca. 300 Rebstöcken geht auf das Jahr 1968 zurück. Angebaut werden die Rebsorten Riesling, Kerner sowie blauer Spätburgunder und Blauer Portugieser.

MfG Jürgen -wajdz-
 
GSFreak Am: 23.11.2016 18:38:05 Gelesen: 8727# 125 @  
Hier eine Feldpostkarte 1942 aus Rhens. Rhens liegt am Rhein etwa 10 km südlich von Koblenz.

Für "Wein und Mineralwasser" wird auf dem Ortswerbestempel geworben. Liest sich fast wie eine Getränkebestellung in einer Gaststätte und dürfte in dieser Kombination auf einem Stempel wohl einmalig sein.

Bekanntestes und geschichtsträchtiges Bauwerk in Rhens ist der Königsstuhl. der auf dem Stempel dann auch nicht fehlen durfte. Rhens ist prägend gewesen für einen Zeitraum, der in die Geschichte eingegangen ist unter der Bezeichnung „Rhenser Kurverein”. Das war jene Versammlung der Kurfürsten, die ihren König und damit zugleich am Königsstuhl auch ihren deutschen Kaiser wählten.
Abschläge dieses Stempels sind mir von 1938 bis 1948 bekannt.

Viele Grüße aus dem "Nachbarort" Boppard, etwa 20 km südlich von Koblenz ebenfalls am Rhein gelegen,

Ulrich


 
wajdz Am: 03.02.2017 17:58:52 Gelesen: 6078# 126 @  
Die Weinrebe kam mit den Römern kurz nach der Zeitenwende auch in die Pfalz und spielt seitdem eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des Landes.

Innerhalb der Landesgrenzen von Rheinland-Pfalz liegen sechs der 13 deutschen Weinbaugebiete für Qualitäts- und Prädikatswein. Dort werden mehr als 65 % des deutschen Weines in den Weinbaugebieten Ahr, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz und Rheinhessen hergestellt

MiNr 19



II. Ausgabe '48

Um diesen besonderen Stellenwert des Weines zum Ausdruck zu bringen, befindet sich auf dem Landeswappen eine Volkskrone aus Weinblättern.

MiNr 1664



Die Deutsche Weinstraße befindet sich ebenfalls in Rheinland-Pfalz.

MfG Jürgen -wajdz-
 
Wachauer Am: 19.02.2017 22:06:42 Gelesen: 5605# 127 @  
Liebe Sammlerfreunde,

sicher ist einigen Sammlern die WIPA (Wiener internationale Postwertzeichen-Ausstellung)1933 und damit auch der sogenannte WIPA-Block ein Begriff.

Nun, ein WIPA-Block hat noch keinen Eingang in meine Sammlungen gefunden, dafür habe ich aber in meine Sammlung (offene Klasse) zum Thema "Weinbau" eine Original-Eintrittskarte aufgenommen:



Auf der Rückseite der Tageskarte findet sich die Werbung des Grinzinger Heurigen Karl Hengl:



Passt doch gut zu meiner Ansichtskarte des beworbenen Heurigenlokals:



Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
 
wajdz Am: 06.03.2017 11:30:04 Gelesen: 4938# 128 @  
Zeil am Main ist eine Stadt in den Haßbergen im nördlichen Unterfranken und für das im Ort produzierte Bier und den Frankenwein weithin bekannt.



Freistempler, Tages und verschiedene Ortswerbestempel zwischen 1959 und 1987

Erste schriftliche Nachweise über Wein aus Zeil am Main stammen aus dem Jahr 1335. Der gebürtige Zeiler Zisterziensermönch und 42. Abt des Klosters Ebrach, Alberich Degen, führte 1665 die Silvanerrebe in den fränkischen Weinbau ein, der nach dem Müller-Thurgau die am zweithäufigsten angebaute Rebsorte in Franken ist. Daneben werden Scheurebe, Bacchus, Kerner und Riesling angebaut. Fränkischer Rotwein aus Zeil entsteht vor allem aus Domina, Dornfelder und Spätburgunder.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 21.03.2017 19:12:25 Gelesen: 4376# 129 @  
Groß-Umstadt liegt im südlichen Hessen am Rande des Odenwalds und des Rhein-Main-Gebiets.

Um 125 n Chr. begann die planmäßige Besiedlung und Romanisierung des Gebietes. Plätze römischer Landgüter im heutigen Stadtgebiet sind bekannt.
Seit mindestens 1263 erhielt Umstadt Stadtrechte und wurde mit einer Stadtmauer versehen.

Ab 1857 trug die Stadt zur Unterscheidung von Klein-Umstadt und Wenigumstadt die Bezeichnung „Groß-Umstadt“. Nach dem Anschluss an die Odenwaldbahn Hanau – Michelstadt – Eberbach siedelten sich zahlreiche Fabriken in der Stadt an. Von 1839 bis 1931 wurde intensiv Bergbau auf Schwerspat betrieben.

Fernbrief MiF



MiNr 215(20), 213(10), 103(10) = 40 / Ortswerbestempel (16) GROSS-UMSTADT vom 26.6.56

Groß-Umstadt verfügt über eine lange Tradition im Weinbau (nachweislich mindestens seit dem 10. Jahrhundert). Die Stadt bezeichnet sich gerne als „Odenwälder Weininsel“ und gehört zum Weinanbaugebiet Hessische Bergstraße. Es gibt es eine Reihe von Veranstaltungen, die in regelmäßigen Abständen stattfinden. Dazu gehört auch das Winzerfest.

MfG Jürgen -wajdz-
 
valgrande Am: 05.04.2017 13:04:21 Gelesen: 3456# 130 @  
Nun ist es wieder soweit: Österreich fährt fort, ihre Weinregionen auf Briefmarken und Kleinbögen darzustellen. Nun ist das Anbaugebiet WIEN an der Reihe, das sich auf das gesamte Stadtgebiet bezieht.

Sondermarke „Wien“ - Serie „Weinregionen Österreichs“

Wien, bedeutendes Weinbaugebiet und eigenständige Weinbauregion

Wien und Wein sind unzertrennlich. Seine erste Blütezeit erlebte der Wiener Weinbau bereits im 3. Jahrhundert n. Chr., als römische Legionäre in diesem Gebiet entlang der Donau erstmals Reben in größeren Mengen anpflanzten, um die römische Provinz mit Wein versorgen zu können. Auf knapp 700 Hektar Anbaufläche bewirtschaften etwa 500 Betriebe auf der rechten Seite der Donau ihre Weinberge, und nicht zuletzt die 150 Heurigenlokale machen die Metropole zum Zentrum der österreichischen Weingenusskultur. Doch die Zeiten, in denen man sich mit einfachen Qualitäten zufrieden gab, sind vorbei. Niveau und Ansprüche sind bei Winzern und Konsumenten gestiegen; der kontinuierliche Aufschwung des österreichischen Weinbaus macht vor Wien nicht halt.

In Wien herrscht milder pannonischer Wettereinfluss vor, und die Vielfalt der Bodenverhältnisse – von Schiefer und Schotter über Löss und Lehm – ermöglicht den Winzern, aus dem Vollen zu schöpfen. Bei den Weißweinen steht Grüner Veltliner immer noch im Vordergrund. Auch der so genannte Gemischte Satz ist von großer Bedeutung. Dabei handelt es sich um eine vom Winzer individuell zusammengestellte Mischung aus unterschiedlichen Rebsorten, die im selben Weinberg wachsen und gleichzeitig gelesen werden. Aus ihnen macht der Winzer den „Heurigen“, den beliebten Jungwein, der nur im Zeitraum vom 11. November des Erntejahres bis zum Ende des Folgejahres unter dieser Bezeichnung verkauft und ausgeschenkt werden darf.

Viele Betriebe haben hochwertige, ausdrucksstarke, pikante Rieslinge, Chardonnays und Weißburgunder aus namhaften Lagen wie Nussberg, Bisamberg und Jungenberg zu bieten; und wie in vielen anderen österreichischen Weinbaugebieten ist der Rotwein im Kommen. Etwa ein Siebtel der Rebfläche ist mit Zweigelt, Blauem Portugieser und Blauburgunder bestockt, die beachtliche Qualitäten liefern und aus denen hochrangige, komplexe Weine hergestellt werden.

Wenn der nächste Kleinbogen heraus kommt, berichte ich hier darüber.

Jedenfalls, wenn Jemand in Wien oder Umgebung in diesem Jahr dort Urlaub macht, empfehle ich den Besuch bei verschiedenen Winzern und natürlich in einem "Heurigen"-Lokal.

Grüße von
valgrande


 
zockerpeppi Am: 01.05.2017 18:04:25 Gelesen: 1553# 131 @  
25 Jahre Crémant de Luxembourg: Poll Fabaire

Personalisierte Marke Cuvée XXV und Sonderstempel vom gestrigen Event in Wormelange in der Kellerei:



Die Cuvée XXV:

Duftig und aromatisch mit Noten von reifen gelben Früchten; lebendig und anregend dank einer feinperligen Mousse; am Gaumen sehr ausdrucksstark, cremig und lang anhaltend - Cuvée XXV ist außergewöhnlich facettenreich und harmonisch. Die Finesse des Chardonnays im Zusammenspiel mit der Kraft und Ausdruck des Pinot Noir prägen ihren Charakter maßgeblich. Ein kleiner Anteil Pinot Gris ergänzt die Aromenvielfalt und verleiht dem Crémant seine gewisse Würze.

Den würde ich jetzt probieren.

Lulu
 
GSFreak Am: 14.05.2017 13:59:36 Gelesen: 1024# 132 @  
Hier "frisch" von der Messe in Essen ein Ortswerbestempel aus Bodenheim (Kr. Mainz) auf einer Französische Zone-Ganzsache P H823a, verwendet am 02.07.1946.

Gruß
Ulrich


 
Eilean Am: 18.05.2017 23:12:56 Gelesen: 664# 133 @  
@ GSFreak [#132]

eine kleine Drucksache eines Winzers. Die 5+2 Drucksache aus Juli 1954 vor der Ausgabe der 7 Pfg-Marke.

Gruß
Andrreas


 
DERMZ Am: 19.05.2017 19:03:02 Gelesen: 599# 134 @  
Guten Abend,

in Beitrag [#93] wurde die bulgarische Weinlese gezeigt. Ich zeige heute die Weinlese von 1934 oder früher, leider ergibt sich kein Hinweis, wo genau die Weinlese stattgefunden hat:



Und wer noch etwas zu (s)einem Gläschen Wein lesen möchte, der darf gerne den zugehörigen Text der Karte lesen:



Und immer daran denken: "Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker". Konfuzius (um 500 v.Chr.)

In diesem Sinne, zum Wohl

Olaf
 

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