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Thema: (?) (1003/06/10) Rohrpostbelege
Das Thema hat 1015 Beiträge:
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Muckgel Am: 03.04.2008 09:45:46 Gelesen: 540080# 1 @  
Hallo liebe Leser!

Als Rentner habe ich nun Zeit mich um meine Briefmarken zu kümmern. Dabei habe ich eine Marke gefunden, welche ich beim besten Willen nicht im Mi Spezial 2007 finde. Ich besuche hier das erste Mal ein Forum und hoffe, dass ich alles richtig mache und würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte.

Ich habe eine blaue 20 Pf Marke gezähnt als Vergleichsstück mit fotografiert. Bei der angefragten 30 Pf Marke handelt es sich um das gleich große Markenbild ist jedoch minimal größer als die gezähnte Marke somit ist ausgeschlossen, dass jemand die Zähnung abgeschnitten hat. Außerdem ist die Prägung auf der Rückseite sichtbar wie zB. Bei Mi 16 – 28.

Die Mi Nr. 49 ist die 25 Pf und die Nr. 49 die 50 Pf. Marke. Eine 30er ist selbst gezähnt nicht auffindbar.

Es grüßt aus Spanien




 
doktorstamp Am: 03.04.2008 13:56:30 Gelesen: 540050# 2 @  
@ Muckgel [#384]

Es ist ein Ganzsachenausschnitt aus einem Rohrpostumschlag, vermutlich Michel RU2.

Schaut mal in den passenden Katalog von Michel.

Etwas später war das Rohrpostporto ermässigt und auf 25Pfg herabgesetzt.

mfG

Nigel
 
Muckgel Am: 03.04.2008 16:17:53 Gelesen: 540044# 3 @  
Erst mal herzlichen Dank für die Reaktion!

Auch mein Gedanke war zuerst, dass es sich eventuell um ein Kartenauschnitt handeln könnte. Dagegen spricht aber die Prägung und letztlich auch die Papierdicke, denn diese ist genauso wie bei den normalen bekannten Marken. Siehe auch Stembeldurchdruck von der Rückseite!

Dennoch wäre interessant, wo diese Rohrpostangaben zu finden sind. Wie nennt sich dieser Katalog? Wie wäre diese Marke etwa bewertet?

Nette Grüße aus Spanien
Muckgel
 
Pete Am: 03.04.2008 19:18:18 Gelesen: 540033# 4 @  
@ Muckgel [#615]

Hallo Muckgel,

Nigel sprach von einem Ausschnitt aus einem Rohrpost-UMSCHLAG; ein Kartenausschnitt entfällt, wie du beschrieben hast.

Gruß
Pete
 
Concordia CA Am: 03.04.2008 19:50:21 Gelesen: 540029# 5 @  
Dieser leider etwas lädierte Rohrpostbrief aus Berlin aus dem Jahr 1898 möge als Beispiel dienen.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Muckgel Am: 04.04.2008 09:10:49 Gelesen: 540013# 6 @  
Hallo Jürgen!

Danke für die Einstellung des Rohrpostbeleges. Kann es sein, dass dieses Umschlagpapier so dünn wie eine Briefmarke ist ?

Dann kann ich ja davon ausgehen, dass dieser Ausschnitt ja ohne Wert ist. Ich habe schon gedacht, dass ich eventuell auch mal einen Treffer gelandet hätte.

Na ja auf jeden Fall nochmals Dank für Deine Mühe.

Sonnige Grüße Erich - Muckgel
 
duphil Am: 04.04.2008 09:42:18 Gelesen: 540008# 7 @  
Hallo Muckgel,

aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Umschläge teilweise sogar dünner als Briefmarken sind.

Mit freundlichen Gruß

duphil
 
Concordia CA Am: 04.04.2008 14:26:09 Gelesen: 539998# 8 @  
@ Muckgel [#957]

Das Papier ist in der Tat sehr dünn. Es ist vergleichbar mit der Papierstärke von Aerogrammen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Richard Am: 10.04.2008 07:49:43 Gelesen: 539953# 9 @  
@ Muckgel [#957]

Hallo Muckgel,

willkommen auf den Philaseiten - ich hatte Dir ja geschrieben, dass es hier versierte Sammler gibt, die Deine Frage beantworten könnten.

Du bist gerne eingeladenen, den einen oder anderen Beitrag zu schreiben, einen solchen anderer Sammler zu beantworten, eine Marke oder einen Beleg vorzustellen.

@ alle

Das 'Rohrpostbelege' in der Überschrift habe ich gerade eingefügt und auch ein Unterthema 'Rohrpost' in den 'Philaseiten A bis Z' daraus gemacht.

Mehr zum Thema Rohrpost ist gerne willkommen.
 
Concordia CA Am: 13.04.2008 16:54:45 Gelesen: 539919# 10 @  
Rohrpostkarte

Diese Rohrpostkarte wurde am 8. Januar 1902 um 10.20 Uhr im Postamt Berlin W P9 (R6) aufgegeben und kam um bereits 10.50 Uhr im Postamt W 15 zur Auslieferung an Frau Else Schneider an.

Typisch bei den Stempeln auf Rohrpostbelegen ist die Minutenangabe. Üblicherweise wurden 10-Minuten-Abstände verwendet. Die Karten wurde meistens in der Mitte geknickt, damit sie besser in die Transportzylinder passten. Das stellt keinen Erhaltungsmangel dar.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 


Concordia CA Am: 19.04.2008 14:26:54 Gelesen: 539891# 11 @  
Im Jahr 1893 fand am 15. Juni 1893 die Wahl zum 9. Deutschen Reichstag statt. Im Oktober wurde in Berlin zusätzlich noch die Wahlen zur Berliner Stadtverordnetenversammlung durchgeführt. Davon zeugt diese Rohrpostkarte vom 31.10.1893.

Auf ihrer Rückseite sind in einer vorbereiteten Tabelle die Ergebnisse vom 260. Urwahlbezirk eingetragen. Die 4 konservativen und 2 freisinnigen Abgeordneten waren übrigens mit 69 bis 81 Jahren alle im besten Briefmarkensammleralter.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
reichswolf Am: 19.04.2008 15:42:54 Gelesen: 539887# 12 @  
Hallo zusammen!

Hier zeige ich euch meinen ersten und einzigen Rohrpostbeleg, einen RU 5 mit Gittersegmentstempel BERLIN, W * 50 * vom 15.9.02 um 12-1 N. zur Börse (blauer Leitvermerk „B“), zusätzlich L1 Ausgf. 15.9.02 12.47 No 308, rückseitig AKS BERLIN, C. * T.A. 2 * 15.IX.02 * 12.50 N.

Beste Grüße,
Christoph


 
Henry Am: 20.04.2008 18:28:16 Gelesen: 539873# 13 @  
Habe in meinen Beständen ebenfalls eine Rohrpostkarte gefunden, die der von Concordia CA in Beitrag 10 zwar sehr ähnelt, die ich aber wegen des Stempels trotzdem noch mit einbringe.


 
Richard Am: 21.04.2008 20:54:29 Gelesen: 539864# 14 @  
Auf der Seite 'Umweltruf.de' habe ich einen Beitrag 'Der Postillon im Wandel der Jahrhunderte' entdeckt. Hier ein Auszug daraus:

Rohrpost in Wien 1875-1956

Da die Postbeförderung weitgehend abhängig von den zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln ist, erfanden findige Postler eine sogenannte "pneumatische Rohrpostanlage", die 1875 in Wien zur Beförderung von Depeschen und später von Telegrammen in Betrieb genommen wurde. Dazu wurde durch ganz Wien ein Netz von Rohrleitungen zu einzelnen Postämtern in der Entfernung von 1-3 Kilometer errichtet, in dem die Nachrichten in Büchsen viel schneller als über konventionelle Wege übermittelt werden konnten. Waren zu Beginn 10 Postämter miteinander verbunden, so umfasste das Rohrnetz im Jahr 1913 insgesamt 53 Rohrpoststellen auf einer Gesamtlänge von 825 Kilometer. Während die Wiener Rohrpost den 1. Weltkrieg noch recht heil überstand, wurde das Leitungsnetz im 2. Weltkrieg stark zerstört. Auch hatten die Fortschritte in der Telekommunikation dem Rohrpostservice der Post nach 1945 so große Konkurrenz gemacht, dass 1956 seine Einstellung beschlossen wurde.

(Quelle: http://www.umweltruf.de/news/111/news0.php3?nummer=12054)
 
Concordia CA Am: 30.04.2008 12:56:27 Gelesen: 539828# 15 @  
Neben Berlin gab es noch einige andere deutsche Städte, in denen eine Rohrpost existierte. Teilweise waren es nur Netze für den postinternen Verkehr.

Folgende deutsche Städte sind bekannt:

Berlin
Düsseldorf
Frankfurt am Main
Hamburg
Leipzig
München

Zwei interessante Links zum Thema möchte ich euch nicht vorenthalten:

http://de.wikipedia.org/wiki/Rohrpost

http://de.wikipedia.org/wiki/Rohrpostnetze_in_Deutschland

Auf dieser Karte aus dem Jahr 1964 wird an das 100-jährige Bestehen der Hamburger Rohrpost erinnert.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 

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