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Thema: (?) (325) Formulare der Post
Das Thema hat 328 Beiträge:
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muemmel Am: 22.02.2017 22:10:39 Gelesen: 31256# 304 @  
Guten Abend,

etwas zum Thema Laufzettel und Laufzettelgebühr der Reichspost:

Wenn ein Postkunde Nachforschungen zu einer vermissten Sendung anstellen wollte, bekam er zunächst einen Fragebogen zur Ausfüllung mit den Daten derselben. Anhand dieser Daten wurde ein Laufzettel erstellt und an die Bestimmungspostämter geschickt. Für solche Laufzettel wurde eine Gebühr erhoben, die meist mit Marken auf dem Formular verrechnet worden ist. Wurde von der Aufgabepostanstalt die korrekte Zustellung festgestellt, wurde die Laufzettelgebühr vom Postkunden eingezogen.

In der Zeit vor dem 1. Weltkrieg waren diese Formulare recht umfangreich (zweiseitiges A4-Blatt). Später kam man dann mit der Größe einer Postkarte aus, wovon ich hier zwei Exemplare vorstelle:

1. Eine als Formular aufgebrauchte Dienstpostkarte DP3 von 1927 aus Aachen. Hier handelte es sich um ein Paket, dass dem Empfänger ordnungsgemäß in Aurich ausgehändigt worden ist. Die 50 Pfennig Laufzettelgebühr wurden hier nicht mit Marken verrechnet, sondern vom Anfragenden als Nachgebühr eingezogen



2. Hier wurde die nicht mehr zur Verwendung gekommene Dienstpostkarte DPI als Formular aufgebraucht und auch keine Verrechnung mit Marken vorgenommen. Auch in diesem Fall wurde die Laufzettelgebühr von 1 Mark vom Auftraggeber als Nachporto eingezogen.



Solche Formulare sind nur selten in Sammlerhände gelangt.

Grüßle
Mümmel
 
Sachsendreier53 Am: 23.02.2017 10:36:01 Gelesen: 31194# 305 @  
Danke, briefefan [#302]

Also ging erst der Brief vom Postamt Oschatz zum Adressat, dann musste im PA Wermsdorf bezahlt werden.
 
HWS-NRW Am: 23.02.2017 11:00:02 Gelesen: 31188# 306 @  
Hallo Mümmel,

ich kann da ein Formular mit der ausgewiesenen Gebühr vorstellen.



Nach zwei beim Empfänger nicht angekommene Paketsendungen, abgesandt von Falkenau, wurde dieser „Laufzettel“ mit der „Formularnummer 111“ beantragt, die Gebühr vom 2 Milliarden Mark in der Periode 24 wurde mit vier Werten der Ausgabe Rosettenmuster (MiNr 324 AW) ausgewiesen und am 13.11.1923 entwertet (ex Sammlung Horst Jasper).

Dieses und weitere interessante Formulare mit ausgewiesenen Gebühren in Form von PWZ kann man in meinem gerade erschienenen Buch finden.

mit Sammlergruß
Werner
 
muemmel Am: 23.02.2017 14:53:57 Gelesen: 31147# 307 @  
@ HWS-NRW [#306]

Moin Werner,

solch ein Teil würde auch prima in meine Sammlung passen. Danke fürs zeigen.

Gruß
Mümmel
 
Totalo-Flauti Am: 26.02.2017 17:50:42 Gelesen: 30710# 308 @  
Liebe Sammlerfreunde,

Telegramme waren typische Postformulare.

Ich kann Euch ein Telegramm der kaiserlichen Telegraphie vom 23.2.1878 und eins vom 10.4.1878 zeigen. Aufgabeort des ersten Telegramms war Greiz. In Leipzig wurde auf der Vorderseite neben dem Amtssiegel ein L1 Leipzig abgeschlagen. Für Leipzig wurde der Ort auf der Innenseite bereits gedruckt. Bei dem Telegramm nach Leißnig war der Empfangsort vom Beamten einzutragen. Die Formulare waren für Orte mit geringeren Aufkommen vorgesehen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.




 
Sachsendreier53 Am: 10.03.2017 10:33:46 Gelesen: 29607# 309 @  
DDR-Telegramm ähnlich wie in [#207] beschrieben, hier mit elektronischer Abrechnung aus 7242 COLDITZ vom 25.8.1989 nach 7333 Ebersbach (Baden-Württemberg), mit rechteckigen Berechtigungsstempel zum Empfang eines Visums zur Einreise in die DDR, ausgestellt durch das Volkspolizei-Kreisamt Grimma (10a).



mit Sammlergruß,
Claus
 
Journalist Am: 13.03.2017 14:28:15 Gelesen: 29434# 310 @  
@ Sachsendreier53 [#309]

Hallo an alle,

ich möchte heute einmal ein Postformular aus Lesotho zeigen:



Es handelt sich dabei um die Vorderseite eines Postumschlags als "Bulletin de Verification", dessen Rückseite so aussieht:



Hier befindet sich der Einschreibelabel aus Lesotho (gedruckt bei der UPU-Druckerei in Genf), ein Abgangsstempel vom Postmaster Foreign Mails sowie das deutsche Eingangslabel.

viele Grüße Jürgen
 
Manne Am: 02.04.2017 17:32:52 Gelesen: 27488# 311 @  
Hallo,

ein Telegramm vom 27.11.1926 aus München nach Hornberg im Schwarzwald.

Gruß
Manne


 
Sachsendreier53 Am: 05.04.2017 10:29:04 Gelesen: 27165# 312 @  
Ergänzend zu: [#216], [#256] und [#259]

Postformular "Ihre Sendung ist da!", hier Paketabholung 1 DHL-Paket vom 16.3.2017 (Label), mit neuer veränderter Druckaufschrift 11/2016 912-673-000




mit Sammlergruß,
Claus
 
Totalo-Flauti Am: 21.04.2017 11:36:39 Gelesen: 23826# 313 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich zeige Euch eine Zahlkarte für das Postscheckamt Leipzig mit anhängender Rechnung. Das Ganze wurde dann als Brief zu 10 Pfennige (ebenfalls in der Rechnung enthalten) versandt. Eine Drucksache zu 3 Pfennige war ob der schriftlichen Rechnungslegung nicht mehr gegeben.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Totalo-Flauti Am: 21.04.2017 12:28:28 Gelesen: 23814# 314 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ich möchte Euch eine Zahlkarte für das Postscheckamt Leipzig mit anhängender Rechnung zeigen. Das Ganze wurde als Brief zu 10 Pfennige (ebenfalls in der Rechnung enthalten) versandt. Eine Drucksache zu 3 Pfennige war ob der schriftlichen Rechnungslegung nicht mehr gegeben.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
DL8AAM Am: 26.06.2017 19:45:47 Gelesen: 16266# 315 @  
Was ist denn hier passiert?

Gerade bei der Kontrolle eines Handkassenbuches gefunden (und für die Nachwelt gerettet):



Quittung über den Verkauf eines 70 Cent Postwertzeichens auf einem (dickerem) Formular von Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) [Rückseitig mit Werbung für den Kaufpark Göttingen], das normalerweise für Fahrscheine der hiesigen Stadtbusse aus Fahrscheinautomaten verwendet wird.

Verkaufen diese nun etwa auch Briefmarken? Bestimmt nein, auch wenn sowas in anderen Ländern vermutlich so sein könnte. Geschäftsidee? Der Druck stammt vom Layout her, von einem Schaltergerät in einer Postfiliale. Vielleicht verkaufen die ja auch Fahrscheine und der Bediener/Bestücker hat einfach nur die falsche Vordruckrolle eingesetzt.

Ich muss einmal schauen, ob ich in meinem Archiv Quittungsausdrucke des betreffenden Geräts 81046774 finde, um so vielleicht die genaue Filiale oder Agentur bestimmen zu können.

Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 26.06.2017 20:07:35 Gelesen: 16231# 316 @  
Was ist denn hier passiert?

Gerade bei der Kontrolle eines Handkassenbuches gefunden (und für die Nachwelt gerettet):



Quittung über den Verkauf eines 70 Cent Postwertzeichens auf einem (dickerem) Formular von Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN) [Rückseitig mit Werbung für den Kaufpark Göttingen], das normalerweise für Fahrscheine der hiesigen Stadtbusse aus Fahrscheinautomaten (auch im Bus) verwendet wird.

Verkaufen diese nun etwa auch Briefmarken? Bestimmt nein, auch wenn so etwas in anderen Ländern vermutlich so sein könnte. Geschäftsidee? Der Druck stammt vom Layout her, von einem Schaltergerät in einer Postfiliale. Vielleicht verkaufen die ja auch Fahrscheine und der Bediener/Bestücker hat einfach nur die falsche Vordruckrolle eingesetzt.

Ich muss einmal schauen, ob ich in meinem Archiv Quittungsausdrucke des betreffenden Geräts 81046774 finde, um so vielleicht die genaue Filiale oder Agentur bestimmen zu können.

Gruß
Thomas
 
Ron Alexander Am: 26.06.2017 20:27:29 Gelesen: 16221# 317 @  
Guten Abend,

einen Einlieferungsschein aus der Französischen Zone.



Vor allem die Postanweisungen finde ich immer noch amüsant. :)



Schönen Abend!

Grüße,
Ron
 
DL8AAM Am: 26.06.2017 20:53:18 Gelesen: 16204# 318 @  
Richard,

wir haben hier einen Software-Fehler.

Der Beitrag wird erst angezeigt, wenn jemand einen weiteren schreibt. Ich habe den Beitrag [#315] geschrieben, angezeigt wurde immer nur bis [#314] (außer man lies sich "alle Beiträge zeigen" anzeigen). Im Inhaltsverzeichnis stand der Beitrag drin. Da [#315] nicht angezeigt wurde, habe ich den Beitrag nochmals eingestellt. Nun zeigte er [#315], nun schrieb Ron etwas und mein [#316] wurde freigeschaltet, seiner ist noch weg. Müsste jetzt aber wegen meines Beitrages nun sichtbar gemacht worden sein.

Thomas
 
JohannesM Am: 26.06.2017 21:36:46 Gelesen: 16190# 319 @  
Hier ein Telegramm von der Landpoststelle Almsfeld, dieser Ortsteil bestand nur aus einer FDGB-Ferienanlage.



und noch eins aus Altenbrak (Poststelle I)



Beste Grüße
Eckhard
 
JohannesM Am: 26.06.2017 21:38:19 Gelesen: 16188# 320 @  
@ DL8AAM [#318]

Stimmt.
 
JohannesM Am: 26.06.2017 21:41:27 Gelesen: 16187# 321 @  
@ JohannesM [#319]

Korrektur: das 2. Telegramm ist aus Wendefurt, damals ein Ortsteil von Altenbrak.
 
Richard Am: 27.06.2017 16:22:06 Gelesen: 16083# 322 @  
@ DL8AAM [#318]
@ JohannesM [#320]

Hallo Thomas,

danke für Deine Meldung, ich habe sie überprüft und sie stimmt.

Der Webmaster hat gerade seinen zweiwöchigen Auslandsurlaub mit der Familie angetreten.

Ich habe ihn gerade über den Fehler informiert und gebeten, spätestens sofort nach seiner Rückkehr tätig zu werden.

Solange kann ich nur um Geduld bitten.

Dieser Beitrag ist nur zu lesen, weil meine Kollegen Brigitte darauf geantwortet hat. Das Problem betrifft anscheinend auch nur dieses Thema. Wer in diesem Thema schreiben oder antworten möchte, schickt bitte einen zweiten Beitrag mit einem Punkt hinterher - dieser wird dann später von der Redaktion gelöscht.

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 07.07.2017 16:02:58 Gelesen: 14889# 323 @  
@ DL8AAM [#318]
@ JohannesM [#320]

Der Fehler ist jetzt behoben. Der Webmaster schreibt dazu:

In dem Thema war die Anzahl der Beiträge im „1“ zu niedrig hinterlegt, bei einer Überprüfung aller Themen im Forum war dies nur in einem anderen sehr alten Thema der Fall, vermutlich ein sehr sehr selten auftretender Fehler.

Schöne Grüsse, Richard
 
GSFreak Am: 08.07.2017 20:57:57 Gelesen: 14659# 324 @  
Aufbrauch eines Aufbrauchs !

Restbestände der Aufbrauchsausgabe der RPD Karlsruhe (Amerikanische Zone) wurden von der Post - nach entsprechender Bedruckung - als Formblätter aufgebraucht. Hintergrund war vermutlich die allgemeine Papierknappheit bei gleichzeitigem Vorliegen größerer Restbestände an nicht mehr gültigen Ganzsachen.

Hier eine Aufbrauchsganzsache PC602IF, die zum Formblatt für die Erhebung einer Nachgebühr umgewandelt wurde. Die Post hatte eine aufgelieferte, aber unzureichend freigemachte Briefsendung auffrankiert und forderte nunmehr das ausgelegte Porto mittels Nachgebühr (ohne Aufschlag!) zurück. Verwendet wurde diese Postsache im Januar 1953 in Karlsruhe.



Gruß Ulrich
 
GSFreak Am: 09.07.2017 09:32:40 Gelesen: 14563# 325 @  
Hier ein Formblatt (Doppelkarte) aus 1948 der Versandstelle für Sammlermarken bei der OPD Freiburg (Breisgau), Auftragsdatum/Druckdatum 11. 48, Auflage 10.000.

Die Bedingungen, unter denen postfrische gültige Briefmarken der französischen Zone versendet wurden, sind noch einmal so dargestellt, dass man zum Lesen nicht den Kopf/Bildschirm verdrehen muss. Es musste jedenfalls seinerzeit ein Aufgeld gezahlt werden.

Ist das denn heutzutage ebenso bei der Versandstelle der Post, dass Aufgelder erhoben werden? Ich habe bisher noch nie Briefmarken über eine Versandstelle bezogen.





Gruß Ulrich
 
Totalo-Flauti Am: 25.07.2017 19:55:21 Gelesen: 12381# 326 @  
Liebe Sammlerfreunde,

der Gemeindevorstand von Leutzsch bringt einen mit Dienstsiegel verschlossenen Brief an den Geschirrführer Ernst Schübel nebst einer Post-Zustellungsurkunde auf den Weg. Der Lindauer Postbote Müller konnte den Brief der Ehefrau Auguste Schübel am 15.03.1894 übergeben. So konnte die Zustellungsurkunde noch am selben Tag Vormittags von Lindenau aus wieder an den Gemeindevorstand zu Leutzsch am Nachmittag postalisch zugestellt werden. Die Zustellungsurkunde ist mit 30 Pfennigen freigemacht worden. Einmal 10 Pfennig Briefporto für den zugestellten Brief, weitere 10 Pfennig für die Zustellungsgebühr (Absender als Gemeindebehörde) und zum letzten 10 Pfennig für die Rücksendung der Zustellungsurkunde.

Mir lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.




 
wuerttemberger Am: 26.07.2017 12:55:22 Gelesen: 12267# 327 @  
@ Totalo-Flauti [#326]

Die Zustellgebühr betrug 20 Pfennig und 10 Pfennig war für die Rücksendung der Urkunde zu bezahlen. Die 10 Pfennig für die Hinsendung des Briefes waren als (Nach-)Porto auf dem Brief ausgeworfen.

Die Unterscheidung zwischen Privat/Gewerblichen- und Behörden-Absendern ist am 1.10.1879 aufgehoben und eine einheitliche Zustellgebühr von 20 Pfennig eingeführt worden.

Gruß

wuerttemberger
 
Totalo-Flauti Am: 27.07.2017 15:43:56 Gelesen: 12115# 328 @  
Lieber Württemberger,

vielen Dank für Deinen Hinweis. Die Zeitgrenze für die Unterscheidung der Zustellungsgebühr der Absender Privat/Gewerblich und Behörden/Gemeinden zum 1.10.1879 hatte ich übersehen.

Liebe Sammlerfreunde,

Postscheine sind mit die frühesten postalischen Belege und Formulare, die die Arbeit der Post dokumentieren können. In Anlage ein Postschein vom Königlich Churfürstlich Sächsischen Ober-Post-Amt Leipzig vom 24.11.1729 für einen Brief mit einem Wert von 30 Thalern. der Brief war nach Magdeburg gerichtet.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 

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