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Thema: Marken bestimmen: Russland
Das Thema hat 142 Beiträge:
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Sascha Andreas John Am: 22.10.2015 07:01:15 Gelesen: 18303# 118 @  
Kann niemand was dazu sagen?

LG
Sascha
 
Jahnnusch Am: 22.10.2015 08:37:58 Gelesen: 18287# 119 @  
Lieber Sascha,

je tiefer du in die Materie eindringst, je mehr Fragen wirst du haben. Ich sortiere meine Wunderkisten und da ist es mir scheiß egal, ob da eine MARKE EINEN Fliegenschiß oder eine Phasenverschiebung hat. Hauptsache, der Tag ist rum und ich war nicht allein.

MfG
 
Sascha Andreas John Am: 22.10.2015 10:48:33 Gelesen: 18262# 120 @  
Hi Jahnusch,

irgendwie versteh ich dein Post nicht? Sind übrigens nicht aus der Wunderkiste ;-). Mich interessiert, ob es hier verschiedene Typen von gibt. Die Verschiebungen scheinen unterschiedlich zu sein. oben ist rechts mehr Rand als unten die Verschiebung der Querstreifen ist aber gleich.

LG
Sascha
 
Lars Boettger Am: 22.10.2015 14:22:15 Gelesen: 18237# 121 @  
@ Sascha Andreas John [#120]

Die Marken wurden nach meiner Meinung offensichtlich mit zwei Druckplatten hergestellt. Da sind kleine Verschiebungen ganz normal.

Beste Grüsse!

Lars
 
22028 Am: 22.10.2015 15:45:21 Gelesen: 18215# 122 @  
@ Jahnnusch [#119]

Kann es sein, dass Du nur Arbeitsbeschäftigungsmaßnahme machst und keine Briefmarken sammelst? Sich mit den Marken zu beschäftigen und studieren ist doch gut.
 
Sascha Andreas John Am: 22.10.2015 16:33:30 Gelesen: 18207# 123 @  
@ Lars

Danke. :-)
 
philaspass Am: 08.11.2015 14:07:50 Gelesen: 17911# 124 @  
@ Sascha Andreas John [#117]

Hallo Sascha,

bei den von Dir gescannten Marken handelt es sich um die 7 Kop. der Ausgabe(n) von 12/1889 - 1904. Diese wurden in 3 ( 1 + 2 ) verschiedenen Auflagen gedruckt. Man unterscheidet diese nach x/I , y/I und y/II. Wobei "x" für waagerecht und "y" für senktrecht gestreiftes Papier steht.

Der Hauptunterschied liegt in der anderen Typenbezeichnung.

Typ "I" = Unterdruck der Marken mit "ausgefüllten" Ecken.
Typ "II" = Unterdruck der Marken mit "ausgesparten" Ecken.

Die von Dir angesprochenen (Passer-)verschiebungen kommen bei allen Marken der Kat.-Nr. 46 - 49 vor und sind teils sehr ausgeprägt und unterschiedlich in ihrer Anordnung. Dies ist auch die einzige Möglichkeit die Typen der Ausgabe y/I und y/II zu unterscheiden.

Das gleiche kannst Du auch bei den 1-Rubelwerten finden. (siehe Mi.-Nr. 46; 77 )

Ich hoffe, dass Deine Frage hiermit ausreichend beantwortet ist.

Mit Gruß aus Hagen und noch einem schönem Sonntag

Philaspass (Karl - Heinz)
 
Pepe Am: 08.11.2015 20:42:29 Gelesen: 17879# 125 @  
@ Sascha Andreas John [#117]

Wie du an den vielen Antworten siehst, ist die Klassikphila ein weites Feld. Nun sind aus deinen 1884ern schon 1889er geworden. Das kommt von keiner vollständig gezeigten Marke. Ich will mal meine drei Marken zeigen.



1884 01 25, Mi 33 A a, gz: 14½:15, blau



1888 03 ??, Mi 33 C b, gz: 14¼:14¾, blaugrau

Der wesentliche Unterschied zur Ausgabe 1889-1904 ist erst mal der, das die Posthörner ohne Blitze sind. Weil das aus deinen Abbildungen nicht ersichtlich ist hat philaspass jetzt eventuell ein Irrtum in seinen sehr ausführlichen und damit wertvollen Beitrag. Seine 7 Kopeken Marken sind die Michel 49.

Laut Mi Rußland Spezial gibt es von der 33 einen Doppeldruck des Rahmens (kein Preis) und einen kopfstehenden Unterdruck (2000,-).

Letzterer bestärkt die These von Lars. Zwei Druckplatten. Und das ist wohl die richtige Antwort.

Wichtig ist auch zu wissen, die 33 weist 11 weitere Abarten auf. Die wertet der Spezial alle nur ungebraucht mit *, und alle 11 mit jeweils 30,-.

Die Verschiebungen sind auch bei meinen deutlich erkennbar und im Katalog nicht erwähnt. Sie sind auch bei anderen Werten dieser Ausgabe zu sehen und somit üblich.

Nette Grüße
Pepe
 
philaspass Am: 09.11.2015 12:30:07 Gelesen: 17847# 126 @  
@ Pepe [#125]

Hallo Pepe,

sieh dir mal den anderen Scan von Sascha an, dann wirst du feststellen, das alle dort gezeigten Marken mit Blitzen sind. Ich glaube daher keinem Irrtum zu unterliegen. Der weitaus größere Unterschied zwischen den Ausgaben mit und ohne Blitzen ist vielmehr die Länge der Posthörner.

Diese sind bei den Ausgaben bis einschließlich Mi.-Nr. 39 (7 Rubel) 5,7 mm lang. Dagegen sind die Ausgaben mit Blitzen ab Mi.-Nr. 40 nur noch 3,5 mm lang (s. Fußnote im Russland Spezial nach Nr. 39). Wie dort aus den Abbildungen hervorgeht ist auch die Anordnung der Schalltrichter deutlich anders.

Sofern ich es in den nächsten Tagen schaffe, werde ich einige Marken der Ausgabe von 1889 mit deutlich erkennbaren Verschiebungen einstellen.

Bis dahin Gruß und Philaspass aus Hagen
 
Pepe Am: 09.11.2015 19:34:38 Gelesen: 17815# 127 @  
@ Sascha Andreas John [#116]

Schön wäre, du machst einen weiteren Scan in höherer Auflösung oder von vollständigen Marken. Wenn die Posthörner mit Blitzen sind, dann stimmt die Aussage von 1884 nicht.

Nette Grüße
Pepe
 
10Parale Am: 09.11.2015 20:55:50 Gelesen: 17803# 128 @  
Um das Ganze mal aufzulockern, hier ein Brief von Bolgrad in Bessarabien nach Wien in Österreich, freigemacht mit einer einfachen Michel Nr. 41, 10 Kopeken blau, diesmal mit Blitzen. Ist nicht besonders hoch bewertet, aber interessante Herkunft und Destination mit 2-seitigem Briefinhalt.

Ich kann nicht erkennen, ob das Papier der Marke senkrecht oder waagrecht gestreiftes Papier ist.

Bolgrad ist eine von bulgarischen Flüchtlingen gegründete Stadt, liegt heute in der Ukraine. Sie gehörte zwischen 1856 und 1859 zum Fürstentum Moldau, gehörte zeitweilig zu Rumänien und vorab zur Sowjetunion.

Interessant die Länderbezeichnungen auf dem Briefchen in französischer Sprache, so als wusste der Verfasser von der Vergänglichkeit des Status Quo.

Liebe Grüße

10Parale




 
philaspass Am: 11.11.2015 12:01:11 Gelesen: 17714# 129 @  
@ Sascha Andreas John [#117)
@ Pepe [#125]

Hallo da draußen,

hier wie versprochen der Scan von Mi.-Nr. 45y - 49y. Es sind alles Marken des Typ "I". Ich hoffe, die Auflösung des Bildes ist deutlich genug, um die Ausführung des Unterdrucks im Eckenbereich zu erkennen.



Die 2 Kop hat zusätzlich oben recht ein gebrochenes Mitteloval. Dies als Plattenfehler wird im Michel nicht genannt. Die von Pepe angeführten Ausgaben von 1884 sind auch wie die Typ "I" Ausgaben von 1889 (Mi. 45ff) mit ausgefüllten Ecken. Ich kann, falls gewünscht, auch hierzu Bilder einstellen.

Mit Gruß und Philaspass Karl - Heinz
 
BriefmarkenMaus Am: 10.01.2016 18:36:20 Gelesen: 16411# 130 @  
Hallo und ein frohes und gesundes neues Jahr.

Ich habe eine Marke, die ich nicht zuordnen kann. Ich habe sie neben eine andere gelegt, um die Größe des Markenbildes zu zeigen. Wer kann mir helfen ?

Liebe Grüsse Eure
BriefmarkenMaus Julia


 
Marcel Am: 11.01.2016 16:00:43 Gelesen: 16328# 131 @  
@ BriefmarkenMaus [#130]

Hallo Julia,

es ist ein verblichener 7 Kopeken Ganzsachenausschnitt von ca. 1883, wenn ich richtig liege. Vielleicht können dir ja die Ganzsachenspezialisten nähere Auskünfte geben und eine solche Ganzsache zeigen.

schöne Grüße
Marcel
 
Redfranko Am: 11.01.2016 16:10:40 Gelesen: 16321# 132 @  
Da liegt der Marcel scheinbar sehr richtig. Mich hat die gerade stehende Ziffer irritiert die ich meiner Alt-Russland-Spezialliteratur nicht gefunden habe.

Aber dafür bei Delcampe folgendes Angebot:

http://www.delcampe.de/page/item/id,338043275,var,S3170-Russland-GS-Umschlag-gebraucht-Sysran-1895-Bedarfserhaltung,language,G.html



Gruß
Frank

[Redaktionelle Ergänzung: Das Los wird wie folgt beschrieben: "Russland GS Umschlag : gebraucht Sysran 1895, Bedarfserhaltung"]
 
BriefmarkenMaus Am: 12.01.2016 16:52:28 Gelesen: 16258# 133 @  
@ Marcel [#131]
@ Redfranko [#132]

Ich habe es fast vermutet, da ich die Marke in dem Zeitraum um 1888 auch nicht gefunden habe im Katalog. Es erschien mir fast so, als wäre es eine "echte" Marke, weil das Papier wirklich sehr dünn ist und ich eine Ganzsache somit ausgeschlossen habe.

Vielen Dank für Eure Hilfe.

Eure BriefmarkenMaus Julia
 
Pete Am: 07.08.2016 09:58:01 Gelesen: 11483# 134 @  
Ergänzend zum bisherigen Beitrag [#107] nachfolgend ein weiteres Exemplar aus Russland, dem Erscheinen nach aufgrund des Empfängers eher etwas "gemacht" wirkend. Es handelt sich hierbei um eine C6-Sendung, frankiert mit einer Mi-Nr. 231 von 1992. Neben einem neuen Werteindruck zu 300 Rubel trägt die Marke zusätzlich die Inschrift "Мурманск" (Murmansk):



Auslandssendung vom 07.02.1994 aus Murmansk (Russland) nach Bamberg (Deutschland)

Sind für Russland amtliche Lokalausgaben aus den 1990er Jahren analog jenen aus der Ukraine (Kiew, Lemberg) bekannt?

Gruß
Pete
 
Markdo Am: 07.08.2016 12:14:09 Gelesen: 11467# 135 @  
Soweit mir bekannt sind da etliche "angebliche Lokalausgaben" bekannt, aber in keinem Fall von der Hauptpostverwaltung anerkannt oder geduldet. Viel ist Agenturware (Russian antarctis post) oder vor Ort hergestellt.
 
10Parale Am: 17.06.2017 13:16:11 Gelesen: 2382# 136 @  
Hallo zusammen,

kennt jemand diese Marke mit dem Aufdruck 5 PARA. Die ockergelbe Marke ziert im Innenteil ein Segelschiff auf hohem Wellengang. Es wurde ein 50-jähriges Jubiläum gefeiert im Jahr 1907. (1857 - 1907).

Russische Post in der Türkei.

Liebe Grüße

10Parale


 
Gerhard Am: 17.06.2017 13:25:56 Gelesen: 2377# 137 @  
@ 10Parale [#136]

Im Prinzip richtig; Russische Post in der Levante-B, Ausgaben der russischen Staatspost zum 50gsten Jahrestag der "Russischen Gesellschaft für Dampfschifffahrt und Handel" - was für ein schöner Titel -.

Michel-Nr.30, erster Wert von 9, erschienen lt. Michel am 10.05.1909 *, wie o 0,50€.

MfG
Gerhard
 
10Parale Am: 17.06.2017 18:53:50 Gelesen: 2364# 138 @  
@ Gerhard [#137]

Danke 😂

10Parale
 
10Parale Am: 18.06.2017 22:43:13 Gelesen: 2314# 139 @  
@ Gerhard [#137]

Nun habe ich erneut eine russische Marke zu 3 Rubel und 50 Kopeken, die ich nicht genau bestimmen kann, denn sie hat mittig ein Zeichen wie ein Z oder so ähnlich, sieht auf wie ein verunglückter Aufdruck. Ist es evtl. Ukraine?

Bestimmt gibt es hier eine Antwort, ich MOK habe ich sie nicht gefunden.

Liebe Grüße

10Parlae


 
Marcel Am: 19.06.2017 20:10:56 Gelesen: 2267# 140 @  
@ 10Parale [#139]

Hallo 10Parale!

Nach dem Zerfall des zaristischen Rußlands erklärte Armenien sich am 28.05.1918 zur Demokratische Republik und bestand bis zur Übernahme der Bolschewisten die am 02.12.1920 die Armenische SSR ausruften. Durch die Gründung der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken (Sowjetunion) am 30. Dezember 1922 endete die Souveränität endgültig.

Deine Marke hat den Handstempelaufdruck des armenischen Hoheitszeichen ohne Linieneinfassung von 1919. Ähnlich wie bei den ukrainischen Aufdrucken gibt es hier auch viele verschiedene Varianten, aber auch zahlreiche Fälschungen. In meinem Froede-Katalog von 1940 ist es die Nr. 38A



schöne Grüße
Marcel

http://stampsofarmenia.com/
http://www.stampsoftheworld.co.uk/wiki/Armenia_1919_Russian_Stamps_Overprinted_%22Z%22
http://www.philatelytoday.com/PostalHistoryOfArmenianStampsIntroduction.html
 
10Parale Am: 19.06.2017 23:10:41 Gelesen: 2231# 141 @  
@ Marcel [#140]

3 hervorragende Links zum Thema. Vielen Dank für die Antwort, Marcel. Da haben sich auch einige geschichtliche Zusammenhänge über die Geschichte Armeniens für mich neu erschlossen.

Kleiner Exkurs:

In letzter Zeit treffe ich immer öfters Rentner, die beabsichtigen, ihre Briefmarkensammlungen zu verkaufen. Manchmal habe ich leider das Gefühl, sie wollen ihre Rente damit aufbessern. Wie wird das erst in 20 - 30 Jahren sein, wenn das Rentenniveau weiter sinkt. Vielleicht ist dies auch ein Grund, weshalb jüngere Sammler ausbleiben. Wer denkt beim Aufbau einer Sammlung (seien es nun Spielzeugautos, Münzen, Briefmarken, Puppen, Porzellan, Kunstgegenstände aller Art usw.) nicht auch ein wenig an den Zweck zur Vorsorge im Alter? Hand aufs Herz: ich schon.

Wie komm ich drauf: Ich habe diese russische Marken am Wochenende von einem Rentner erhalten. Er war froh, einen Käufer gefunden zu haben, hatte ich den Eindruck. Er sagte mir nebenbei, dass er ein Großteil seiner Sammlung schon verkauft habe, dies wären Restbestände, die er noch irgendwo gefunden hat.

Die folgenden 3 Marken sind ebenfalls aus dieser Sammlung. Ich habe nun einmal versucht sie zu bestimmen, was mir aber nicht so leicht fällt, besonders bei der Marke zu 2 Kopeken in der Mitte.

Ich denke es handelt sich bei der linken und rechten Marke zu je 1 und 3 Kopeken um die Michel Nr. 18x und 19x aus der Freimarkenserie von 1866, Posthörner ohne Blitze.

Ein Wert zu 2 Kopeken kann ich jedoch in dieser Freimarkenserie nicht finden. Bei der Bestimmung hat mir geholfen, dass der Nominalwert im Markenbild häufig erscheint. Das Papier ist bei allen Marken waagrecht gestreift.

Habe ich etwas übersehen?

Vielen Dank Marcel

10Parale


 
Marcel Am: 19.06.2017 23:36:27 Gelesen: 2219# 142 @  
@ 10Parale [#141]

Hallöchen!

Die Freimarkenserie wurde 1866 verausgabt, die 2 kop kamen erst ab 1875 mit dazu.

schöne Grüße
Marcel

http://www.philately.ru/cgi-bin/sql/search1.cgi?action=search&year=1875
 

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