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Thema: (?) (305) Deutsches Reich Dauerserie Hitler
Das Thema hat 305 Beiträge:
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cilderich Am: 04.11.2016 10:12:14 Gelesen: 23319# 281 @  
@ HWS-NRW [#276]

Neben der schönen Verwendung der Ef der 10 RPF ist ja die doch relativ späte Verwendung des sowjetischen Beleges das eigentlich spannende. Estland war ja bis zum Molotow-Abkommen ein eigenständiger Staat und wurde erst durch dieses Abkommen in die UdSSR implementiert. Als die "Kriegserklärung" (der Begriff mußte, auf Hitlers Weisung, Molotow gegenüber unterbleiben) am 22.6.1941 initial durch Bombardierungen erfolgte wurde die estnische SSR rasch besetzt und zum Ostland umfunktioniert. Somit sind solche Zeugen der sowjetischen Besetzung des Estlandes nicht so häufig. Auch wie bei der Feldpost sollten Formulare der vorherigen Administrationen nicht verwendet werden. Allerdings sind ja z.B. bei der Feldpost s.g. "Beuteganzsachen" bekannt, die, eben weil sie da waren auch verwendet wurden (Ganzsachen der UdSSR, Frankreichs, Belgiens etc). So wurde auch mit anderen Formularen verfahren, wenn auch klassischerweise seltener. In Riga hat also wohl jemand so etwas aufgehoben und noch 1942 gab es einen Engpaß, der die Verwendung notwendig machte.
 
cilderich Am: 21.11.2016 16:17:05 Gelesen: 21013# 282 @  
Und wieder mal etwas zum Anschauen: Eine Antwortganzsache 6 Rpf findet man schon des Öfteren, auch wenn der Michelpreis hierfür sehr niedrig angesetzt ist werden solche Stücke immer wieder angeboten. Allerdings handelt es sich um Versendungen innerhalb des Reichsgebietes.

Hier also die, wirklich nachhaltig schwierig zu findende Variante ins "ermäßigte" Ausland, hier Niederlande. Diese Versendungsform ist um ein vielfaches seltener als die innerdeutsche Variante!


 
HWS-NRW Am: 21.11.2016 18:18:54 Gelesen: 20984# 283 @  
Heute mal eine Einlieferungsseite mit Hitler-Verwendung:



Auf dieser Seite wurde die Aufgabe von fünf und mehr Paketsendungen ausgewiesen, für ein bis fünf Sendungen mußten 5 x 10 Pfennig entrichtet werden, die Höchstgebühr betrug auch bei Abgabe von z.B. acht Paketen (siehe oberer Eintrag) 50 Pfennig.

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 22.11.2016 16:32:02 Gelesen: 20913# 284 @  
22 Pf. Auslands-Luftpostbrief mit AH 20 und 2x1 Pf. aus Berlin-Wittenau nach Kopenhagen vom 19.5.1944.

Porto: Brief bis 20gr. im Europatarif 12 Pf. (wie Inlandsfernbrief) + 10 Pf. Europa-Luftpostgebühr bis 20gr.

Firmenpost mit Berliner Durchlaufzensur "Ab", Schalteraufgabe vormittags 9-10h, Weiterleitung nachmittags 16h.

Kein Ankunftsstempel.



VG, hajo22
 
HWS-NRW Am: 27.11.2016 18:34:00 Gelesen: 20530# 285 @  
Sitze gerade beim Einscannen meiner Feldpost-Belege, die ich bei Ebay einstellen möchte und finde da einen netten Beleg:



FP-Nr 21022 Propaganda-Kompanie 689 auf Paketabschnitt (MiNr Ukraine 11) an Herrn Prof. Dr. Rudolf von Laun, Völkerrechtler, Rechtsphilosoph und Pazifist, der sich trotz seiner politischen Haltung im 3. Reich lehrstuhlmäßig behaupten konnte

mit Sammlergruß
Werner
 
HWS-NRW Am: 27.11.2016 18:38:31 Gelesen: 20527# 286 @  
Und noch ein weiterer Beleg aus dieser Serie:



FP-Drucksachen-Streifband vom 13.11.1944 mit 18 Pfg. Nachporto belegt (MiNr 827).

Für die Drucksache mußte bei einem Gewicht von 250-500 g bereits dreißig Pfennig entrichtet werden.

mit Sammlergruß
Werner
 
hajo22 Am: 27.11.2016 18:50:45 Gelesen: 20525# 287 @  
Feldpost-Päckchenausschnitt mit 20 Pf. AH/Ostland aus Majorenhof 1942 nach Bitterfeld durch Deutsche Dienstpost Ostland.

Für den Transit hat der Herr Obergefreite die Leitstelle Tilsit angegeben.



VG, hajo22
 
cilderich Am: 05.12.2016 17:22:51 Gelesen: 19980# 288 @  
@ HWS-NRW [#285]

Dieser Beleg ist super. Prof von Laun ist eine interessante Persönlichkeit, und dient als Beispiel für schwierige Zeiten. Sehr schöner Beleg und einer jeden Veröffentlichung zu dem Thema würdig.

Ganz herzlichen Dank für die Abbildung.

Gruß cilderich
 
cilderich Am: 03.02.2017 14:56:14 Gelesen: 14801# 289 @  
Hallo,

da habe ich etwas gefunden, was sich wieder erst dem 2. Blick erschließt. Eine EF der 3 RPF, die reklamiert wurde, da es sich laut Portoordnung eben um eine Postkarte und nicht um eine Drucksache handelte. Es war ein Bestätigungsschreiben zum Erhalt eines "Liebesgaben Pakets" aus der Schweiz.

Es gab die Möglichkeit aus dem befreundeten oder neutralen Ausland solche Pakete zu erhalten. Diesen lagen die Karten zur Bestätigung des Erhalts bei und sie waren nach Hamburg zu senden. Dort wurde der untere Teil abgetrennt, der Erfassungsstelle zugesendet, und von dort dem Absender der Erhalt mitgeteilt. Sehr aufwändig, aber den katastrophalen Zeiten damals entsprechend. Somit ist dieser Beleg in mehrfacher Hinsicht interessant.

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cilderich Am: 05.02.2017 18:28:31 Gelesen: 14626# 290 @  
Hallo,

Pakete, Päckchen natürlich kennt man sie, aber eine ähnliche Versendungsform war das Postgut. Gut auch das kennen viele, denn das gab es auch bei der Bundespost zur Versendung von z.B. Versandhäusern für deren Sendungen an Besteller aus den entsprechenden Katalogen. Allerdings wurde diese Sendungsart schon 1933 eingeführt, dann aber während des 2. Weltkrieges wieder eingestellt (kennt jemand den genauen Termin?) Im August 1943 gab es die Sendungsform immerhin noch. Diese Belege sind eher schwerer zu finden, es bieten sich auch nette Portovarianten an. Bisher habe ich diese MEF der 6 RPf und eine EF der 30 RPF.

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cilderich Am: 25.02.2017 13:39:50 Gelesen: 13020# 291 @  
Hallo,

bisher sind die Stücke aus dem Generalgouvernement etwas auf der Strecke geblieben. Ich möchte hier mal das eigentlich unspektakulärste Stück zeigen. Die 24 Groschen EF. Die gibt es in Masse. Sie war halt das Gegenstück zur 12 Rpf für einen gewöhnlichen Brief. Allerdings gibt es auch hier seltenere Verwendungen und eine davon ist diejenige ins Ostland, also die ehemaligen Baltischen Republiken nach der deutschen Besetzung. Post dorthin durchlief die Auslandsbriefkontrolle in Königsberg.

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HWS-NRW Am: 25.02.2017 17:08:51 Gelesen: 12974# 292 @  
Wo ich gerade wieder diese Serie sehe, bemerke ich "mit Schrecken", daß ich Euch ja noch nicht das Spitzenstück meiner "Radfahr-Feldpost"-Sammlung präsentiert habe. Durch Zufall fand ich eine Abbildungen des Beleges bei Ebay und suchte mir die Info zu der angegebenen Feldpostnummer heraus und es war tatsächlich ein Soldat der Radfahr-Truppe, der seiner Mutter wohl zwei Päckchen nach Hause geschickt hatte, die beide auch mit dem entsprechenden Hinweiszettel (auf den kommt es ja hier an) versehen waren.



Päckchen (bis 1000 Gramm) -Ausschnitt , verschickt von einen Angehörigen der „6. Kompanie des Radfahr-Regiments 4“ mit zwei Hitler-Freimarken (MiNr. 787) für die ermäßigte Freigebühr sowie eine vorgeschriebenen „Kuban“ - Zulassungsmarke „ MiNr. 14 (Type I), entwertet mit dem Päckchen-Stempel „Bei der Feldpost eingeliefert“

Der Kuban-Brückenkopf (auch Gotenkopf) war eine deutsche Auffangstellung auf der Taman-Halbinsel in Südrussland, die von Januar bis Oktober 1943 bestand. Sie war nach dem Rückzug der deutschen Truppen aus dem Kaukasus ursprünglich gehalten worden, um einen erneuten Angriff auf die Ölquellen des Kaukasus zu ermöglichen.
Die 17. Armee stellte für diesen Rückzug eine Auffangstellung am Unterlauf des Flusses Kuban auf der Taman-Halbinsel Ende Januar 1943 fertig und hielt sie gegen die sowjetische Nordkaukasusfront bis zum 9. Oktober 1943, als die letzte Einheit die „Straße von Kertsch“ in Richtung Krim überquerte.

Die Aufgabe des Brückenkopfes war am 3. September 1943 von Hitler aufgrund der geänderten Gesamtsituation an der Ostfront beschlossen worden, nachdem die Rücknahme der Heeresgruppe Süd auf die „Dnepr-Linie“ unausweichlich geworden war. Trotz wiederholter sowjetischer Angriffe während dieser Zeit konnte der Kubanbrückenkopf noch gehalten werden, um den Transport von 239.669 Soldaten, 16.311 Verwundeten, 27.456 Zivilisten sowie Wehrmachtsgut und 74.657 Pferden auf die Krim ermöglichen.

Das Exponat ist Ende März bei der Rhein-Ruhr-Posta 2017 in Leverkusen wieder zu sehen.

mit Sammlergruß
Werner
 
cilderich Am: 25.02.2017 17:10:33 Gelesen: 12974# 293 @  
Hallo, hier etwas was, wie der Kartentext erläutert, sammlerisch beeinflußt ist, aber trotzdem eine interessante Dokumentation. Ein senkrechter Zusammendruck aus Heftchen der 5+1 Rpf. Auch interessant die zusätzliche Vignette. Meist ist sie auf Feldpost zu finden.


 
cilderich Am: 25.02.2017 17:16:03 Gelesen: 12972# 294 @  
@ HWS-NRW [#292]

Hallo. Sehr schönes Stück. Herzlichen Glückwunsch dazu.

Beste Grüße cilderich
 
cilderich Am: 25.02.2017 17:28:27 Gelesen: 12967# 295 @  
Ich möchte dann noch eine auf Brief nicht häufige Einzelfrankatur der 60 Rpf als Luftpostbrief über 20 Gramm nach Schweden vorstellen.

Interessant ist, dass der Absender in Lübeck seinen Sitz hatte, der Brief aber in Berlin gestempelt wurde, aber, soweit ersichtlich, nicht in der Auslandsbriefprüfstelle, was die Beförderung beschleunigt hätte.

Allerdings erhielt er eine Durchlaufzensur, und zwar nicht mit einem der üblichen "Ab" Stempel, sondern mit BP4.13 nach Landsmann. Als Durchlaufstempel ist er in seinem Katalog nicht gelistet. Also eine Frankatur- und Zensurpostbesonderheit.


 
briefefan Am: 25.02.2017 23:28:16 Gelesen: 12897# 296 @  
@ cilderich [#290]

Hallo,

zu deiner Frage:

Der Postgutverkehr wurde im Krieg am 12.8.1944 eingestellt.

Quelle: Rainer E. Lüttgens 1986, Deutsches Reich Postgebührenkatalog 1923 bis 1945.

Grüße von briefefan
 
cilderich Am: 26.02.2017 16:31:56 Gelesen: 12754# 297 @  
Hallo, prima, vielen Dank für die Auskunft.

Gruß cilderich
 
Seku Am: 26.02.2017 17:05:55 Gelesen: 12783# 298 @  
"Lernt Deutschland kennen" - war ein frommer Wunsch auf dieser Postkarte mit der Zahnradbahn zum Wendelstein
.


[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv Eisenbahnen"]
 
cilderich Am: 15.04.2017 14:47:17 Gelesen: 7474# 299 @  
@ cilderich [#269]

Ich hatte ja ein recht interessantes Stück aus den letzten Zügen des Reiches gezeigt und angemerkt, dass der Empfänger "Reichsdeutscher" war: Was aber wenn er "Österreicher" war. Dazu nun diese Variante einer Ef der 0,60 RM aus Böhmen. Diese Variante wurde zwar deutlich früher aufgegeben, aber unterlief letztlich doch die Behandlung wie sie nach der Kapitulation stattfand. Es war sicherzustellen, dass der Empfänger nicht nur auf österreichischem Gebiet wohnte, sondern möglichst auch dort bereits vor der "Angliederung" siedelte. Interessanterweise galt auch ein "Heimatschein des Gatten" als solcher Nachweis. Solche Anweisungen wurden, mit entsprechendem anhängenden Nachweis, ausgezahlt. Das Ganze ist, vor allem mit anhängendem "Einbehaltnachweis (linker Abschnitt)" eher selten.

Gruß cilderich

,

 
cilderich Am: 20.04.2017 17:28:27 Gelesen: 6951# 300 @  
@ cilderich [#290]

Hallo,

die Postgüter des Deutschen Reiches hatte ich ja schon einmal in vorstehendem Beitrag angesprochen. Mittlerweile ist mein Bestand etwas angewachsen und ich möchte noch weitere Stücke in verschiedenen Portostufen, aber auch in verschiedenen Druckvarianten (s. je die Druckvermerke) vorstellen, sowie auch eine Variante mit der Zusatzleistung "Wert". Die jeweilige Abbildung der Rückseite anbei, bezüglich der verschiedenen Varianten.







Beste Grüße cilderich
 
cilderich Am: 20.04.2017 17:45:32 Gelesen: 6943# 301 @  
Herzliche Grüße,

hier möchte ich eine schöne MeF der 16 Pfennig zeigen als Fernbrief-Nachnahme (0,12 + 0,20 RM Porto). Auch nett: Die Einlieferung über eine Poststelle.



cilderich
 
cilderich Am: 21.04.2017 12:48:21 Gelesen: 6844# 302 @  
@ cilderich [#289]

Hier der Vollständigkeit halber eine "Liebesgaben-Postkarte" tarifgerecht mit 6 Rpf freigemacht.



Grüße cilderich
 
HWS-NRW Am: 21.04.2017 13:39:45 Gelesen: 6837# 303 @  
Von mir auch noch ähnliche Karten, die aber auch teilweise als Drucksache zu 3 Rpfg. durchgingen:



Empfangsbestätigung, Aachen 1 1942 3 RPfg. ohne Nachporto



Empfangsbestätigung, Bonn 1942 DS 3 Rpfg. ohne Nachporto



Empfangsbestätigung, Steg-K2 Rhöndorf 1943

mit Sammlergruß
Werner
 
Pete Am: 23.04.2017 18:07:51 Gelesen: 6648# 304 @  
Auf dem heutigen Tauschtag fanden sich in einer Krabbelkiste die zwei nachfolgenden Paketkarten. Von der Frankatur her dürfte es sich um nichts Besonderes handeln. Seitens des Absenders (oder des Postamtes?) wurde bereits mit den seinerzeit neuen Postgebietsleitzahlen gearbeitet. Der Ort der Paketaufgabe dürfte vermutlich eher etwas seltener zu finden sein. Es handelt sich hierbei um Marburg an der Drau, als Maribor im heutigen Slowenien gelegen. Die Stadt [1] wurde im April 1941 während des Einmarsches in Jugoslawien von deutschen Truppen besetzt und war bis (Mai?) 1945 mehr oder weniger Bestandteil des Deutschen Reiches.



Paketkarte aus Maribor (Postgebietsleitzahl 12a, heute Slowenien) vom 11.09.1944 nach Gutenstein in Kärnten (Postgebietsleitzahl 12b, heute zu Österreich gehörend), rückseitig Ankunftsstempel vom 13.09.1944



Paketkarte aus Maribor (heute Slowenien) vom 23.09.1944 nach Krainburg in Südkärnten (Postgebietsleitzahl 12b, heute Kranj in Slowenien), rückseitig handschriftlicher Vermerk vom 26.09.1944

Gruß
Pete

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Maribor
 
cilderich Am: 24.05.2017 12:35:58 Gelesen: 3581# 305 @  
Hallo,

mir ist ein Beleg untergekommen, der mir Fragen aufgibt. Ich hoffe jemand kann helfen, vielleicht HWS-NRW?

Eine vollzogene Postzustellungsurkunde aus der "Ostmark" 27.1.1942 aus Wörgl retour nach Kufstein. Was mir nun nicht recht klar ist, ist die 0,12 Rpf Marke die nicht mit dem Poststempel, sondern einem L1 Stempel "Jahresgebühr" entwertet wurde. Eigentlich wurde ja die Gebühr für die Rücksendung der Urkunde schon vorab bezahlt, also als Porto fraglich, oder? Könnte es sich um so etwas wie eine Postlagergebühr handeln, weil die Urkunde zuerst auf der Post verblieb? Und wofür wurde der L1 normalerweise verwandt?

Ganz herzliche Grüße cilderich


 

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