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Thema: (?) (88) Belgien: Postbelege (ohne Ganzsachen)
Das Thema hat 98 Beiträge:
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zockerpeppi Am: 07.06.2017 18:41:21 Gelesen: 7423# 74 @  
@ cilderich [#73]

Villeroy & Boch ist super interessant. Die Anfänge gehen aufs 18 Jahrhundert zurück. 1766 kamen die Bochs nach Luxemburg. Aber Belege von den einzelnen Standorten finden, ein Alptraum, besonders in der Vorphilazeit. Eine Schildkröte ist da in der Tat bedeutend schneller, die Schnecken auch. Und findet sich mal ein Beleg schnappt ihn sich jemand anders. Da wäre nämlich noch die Sache mit dem Budget. Ich bin zwar ein geduldiger Mensch und scheue keine Mühen, brauche aber ab und zu ein Erfolgserlebnis.

Für heute ein Bankenbeleg vom Crédit Général Liége nach Rumelange Luxemburg. Stempel Liége DEPART vom 6 DECE 99. Ankunft in Luxembourg-Gare und Rumelange am 7.12. Frankiert ist der Umschlag mit 1fr60. Dies bedeutet dass der Beleg bis zu 120 Gramm wog - 8 Gewichtsstufe. Der einfache Brief (Tarif 1.4.1879) für die zweite Distanz über 30 Km kostete bei einem Gewicht von 15 Gramm 0.20 das Ganze x 8 = 1 fr 60.



beste Sammlergrüße
Lulu
 
Lars Boettger Am: 08.06.2017 19:43:21 Gelesen: 7386# 75 @  
Faltbrief, abgestempelt am 26. September 1856, frankiert mit CoB Nr. 4 / 20 Centimes. Die Marke ist links angeschnitten, der Stempelabschlag des Nummernstempel ist zentrisch abgeschlagen. Rückseitig ist der Ankunftsstempel von Mons abgeschlagen.

Beste Grüße!

Lars


 
zockerpeppi Am: 08.06.2017 22:49:58 Gelesen: 7364# 76 @  
Zur Abwechslung: Ein Wertbrief aus Arlon nach Mersch in Luxemburg. Ihr fragt euch sicherlich warum ich so viele Belege nach Luxemburg besitze. Ich sammele Korrespondenz zwischen unseren beiden Ländern ab der Postkonvention
von 1867 bis zum 1. WK.

Absender Notar Auguste Richard. Gewicht 20 gr. Wert 156,25 fr. Frankiert mit 55 c. Entwertet wurden beide Marken mit einem Einkreis Arlon 21 SEPT 99. Nicht zu übersehen der Kastenstempel ASSURÉ

Das Port berechne ich wie folgt: Grenzrayontarif (< 30 Km) bis 15 Gramm = 10c x2 für die höhere Gewichtsstufe + 25c fürs Einschreiben + 10 c für den Wertbrief bis 300 fr.



eine gute Nacht wünsche ich
Lulu
 
cilderich Am: 17.06.2017 18:05:19 Gelesen: 7216# 77 @  
Hallo,

na so etwas Tolles habe ich nicht, aber vielleicht doch interessant. Ein BRIEF per Einschreiben nach Deutschland. Hier überschritt er aber die Maße eines Briefes und wurde in den Frachtverkehr eingeschleust, da eingeschrieben wurde das Ganze als Paket, zur Nachweispflicht, behandelt. Schön oder? Irgendwo habe ich das Ganze auch in umgekehrter Richtung, dann aber als R-Päckchen, mal suchen.



Beste Grüße cilderich
 
dr.vision Am: 23.06.2017 11:28:50 Gelesen: 7121# 78 @  
Moin zusammen,

mal wieder etwas von mir.

Der Faltbrief, aufgegeben am 22.12 1869 in Dison, erreichte sein Ziel Wavre einen Tag später. Die ziemlich dezentrierte Mi.Nr. 15 erhielt den Entwerter mit der Nummer 97 von Dison. Rückseitig der Ankunftstempel von Wavre.







Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 30.06.2017 10:04:22 Gelesen: 6950# 79 @  
Moin zusammen,

heute ein kleines Schmankerl. Zumindest für mich!

Bahnpost-Faltbrief, aufgegeben irgendwo auf der Strecke Brüssel - Antwerpen. Im Zug erhielt die Mi.Nr. 13 den glasklaren 17-er Balkenstempel „N.1“ dieser Linie und beigesetzt den Bahnpoststempel „NORD N:1“. Am Endbahnhof angekommen, ließen es sich die Postbeamten nicht nehmen, den Langstempel „ANVERS“ und den Beistempel „PD“ payé jusqu’ à la déstination“ (bezahlt bis zum Zielort) abzuschlagen.

Bei dem Grenzübergangsstempel auf der Rückseite hat man sich etwas weniger Mühe gegeben „ANGLETERRE .....“ Da muss ich noch mal nachlesen oder -fragen.
In England angekommen, wurde, jetzt wieder vorderseitig, der Eingangsstempel von London aufgebracht.

Schlußendlich erreichte der Brief seinen Empfänger in Belfast, was wiederum rückseitig bekundet wurde. Im Jahre 1863 in zwei Tagen von Antwerpen nach Belfast! Ob das die heutige Post auch noch schafft?







Beste Grüße von der völlig verregneten Ostsee
Ralf
 
Gerhard Am: 30.06.2017 10:36:27 Gelesen: 6946# 80 @  
@ dr.vision [#79]

Ein sehr schöner Brief, zweifelsohne, die Frage nach der heutigen Beförderungsdauer ist gut; wahrscheinlich ohne Luftpost nicht möglich trotz Zentralisierung etc.

Danke für's Zeigen!

Gerhard
 
dr.vision Am: 03.07.2017 15:27:35 Gelesen: 6860# 81 @  
Moin zusammen,

heute möchte ich einen Brief zeigen, dessen Weg von Spa ins französische Reims mit sechs Stempeln dokumentiert wurde.



Fangen wir mal mit dem Datumsstempel Spa „9. SEPT. 69" und dem dazu gehörenden Nummernstempel „340" an.



Am kommenden Tag wurde der Beleg in Charleroy mit dem Durchgangsstempel versehen und dann mit dem Zug in die Grenzstadt Erquelines transportiert.



Am gleichen Tag noch erreichte er Reims, aber zur Zeit der 7. Leerung und damit zu spät für die Zustellung. Am nächsten Morgen wurde er dann mit dem Stempel der 1. Leerung versehen und zugestellt.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 07.07.2017 14:55:51 Gelesen: 6743# 82 @  
Moin zusammen,

heute zeige ich einen Faltbrief von St. Ghislain nach Anvers vom 27. Juli 1848.

In der oberen rechten Ecke befindet sich der Stempelabschlag mit dem Buchstaben K. Dieser deutet darauf hin, dass der Brief in der Ortschaft Baudour in den Landpost-Briefkasten geworfen wurde. Baudour hatte im Jahr 1840 2792 Einwohner.

Bei der Bestimmung hat mir der, bereits von Lulu im Beitrag http://www.philaseiten.de/beitrag/154459 vorgestellte Katalog sehr geholfen.
Der Brief wurde mit 4 Centimes taxiert und am folgenden Tag zugestellt.







Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 08.07.2017 13:42:10 Gelesen: 6668# 83 @  
Moin zusammen,

ich hatte ja weiter oben schon die Sparformulare vorgestellt. Heute möchte ich ein Sparbuch aus dieser Zeit zeigen. Am 27. Juni 1903 wurde es von Joseph Baudry in dem Ort Fosses (heute Fosses-la-Ville) in der Provinz Namur im wallonischen Teil Belgiens eröffnet.

Wie man sehen kann, wurde mal gespart und mal nicht. Das ist wohl den zeitlichen Gegebenheiten geschuldet. Der letzte Eintrag ist vom 31.07.1918 datiert. Ob das Konto zu dem Zeitpunkt aufgelöst wurde ist nicht ersichtlich. Mr Baudry hatte insgesamt 9 Franc eingezahlt und darauf in den 15 Jahren Laufzeit 3,63 Franc Zinsen erhalten.





Die Rückseite des Sparbuches ist, wie ich finde, äußerst interessant, zeigt sie doch eine Warnung vor den Gefahren des Alkohols in zwei Sprachen. Die sinngemäße Übersetzung lautet in etwa so (Korrekturen werden gerne angenommen):

Gefahren des Alkohols
Die Notwendigkeit ihn zu bekämpfen

Man kann die Gefahren und schädlichen Auswirkungen von Alkohol nicht stark genug in der Öffentlichkeit anprangern. Er bietet den Weg ins Gefängnis, in die Irrenanstalten und ins Krankenhaus. Er untergräbt die Gesundheit, zerstört die Familie, degeneriert die Rasse, bedroht die Zukunft des Landes.

Es gibt einen großen Widerspruch zwischen Alkohol auf der einen Seite und Ordnung, Sparen und Vorsorge auf der anderen Seite. Freunde der Sparsamkeit, von Renten, von Versicherungen auf Gegenseitigkeit, von Vereinen in allen ihren Formen müssen ihre Anstrengungen gegen die Gefahr vereinen, die die Institutionen, auf die sie zu Recht stolz sind, die sie selbst gewidmet haben, bedroht, und der, der einmal diesem tödlichen Feind ausgeliefert ist, dem Alkoholismus, eine neue Chance bekommen muss zum Wohle der Gemeinschaft.




Allen noch ein ruhiges Wochenende und beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Cantus Am: 16.07.2017 02:14:13 Gelesen: 6369# 84 @  
Von mir heute ein Brief vom 18.2.1929, der von Brüssel nach Marienberg in Sachsen gelaufen ist. Zur Frankatur dienten drei Marken zu je 60 Centimes, je Mi. 227. Besonders nett finde ich an diesem ansonsten recht einfachen Brief die Tatsache, dass im Absender nicht das Wort Telefon zu finden ist, sondern statt dessen die Abbildung eines damals üblichen Telefonhörers.



Viele Grüße
Ingo
 
dr.vision Am: 26.10.2017 20:11:27 Gelesen: 3697# 85 @  
Moin zusammen,

nach längerer Zeit mal wieder etwas von mir.

Brief der 2. Gewichtsstufe von Anvers (Gare Centrale) nach Simpelveld in den Niederlanden.

Frankiert wurde mit 1 x MiNr. 71, 5 x MiNr. 50 (davon ein waagerechter 4er Streifen und einem senkrechten 4er Streifen der MiNr. 80 und einer Einzelmarke Nr. 80.

Dass der Absender so freundlich war, den rechten Seitenrand mit allen relevanten Aufdrucken an den MiNrn. 80 zu belassen, erfreut das Sammlerherz doch sehr. Abgestempelt in Antwerpen am 1. Dezember 1906 erreichte der Brief die Adressatin einen Tag später. Wer der Absender war ist nicht erkenntlich. Ich hatte zuerst angenommen, es wäre eine Art von "Versandstelle" für belgische Briefmarken gewesen. Aber es ist eher unwahrscheinlich, dass sich eine niederländische Ordensfrau die belgischen Neuheiten hat zuschicken lassen.

Die Adresse lautet:
Hocherwürdige
Schwester Hildegardis Marie
O(rden) v(on) Herz Jesus
Simpelveld
Holland Limburg



Allen noch einen schönen Abend.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 26.11.2017 14:47:08 Gelesen: 2890# 86 @  
Moin zusammen,

ich möchte heute ein weiteres Sparformular für Schulkinder in niederländischer Sprache zeigen.

Es wurden 50 Exemplare der Mi.Nr. 24 (COB n° 28) [1] verklebt. Auffällig ist hier der deutliche Farbunterschied der Marken. Auf der linken Seite wurde die erste Auflage aus dem Jahr 1870 mit der Farbe preußischblau und der Zähnung 15 verklebt. Auf der rechten Seite fanden Marken einer weiteren Auflage aus dem Jahr 1880 in der Farbe ultramarin in Zähnung 14 Verwendung.

Diese Marken erschienen zuerst am 1.1.1870 und hatten eine Gesamtauflage von 40.579.010 Stück. Zunächst waren sie nur zur Frankatur von Drucksachen der zweiten Gewichtsstufe zugelassen. Ab dem 15.9.1873 dann für alle Arten von Frankierungen. Diese Marken wurden sehr oft für die Sparformulare für Kinder genutzt, da diese Formulare ja 50 Felder hatten und man so mit 50 Marken den Betrag von 1 Franc erreichen konnte.

Abgerechnet wurde das Formular am 13.11.1884 mit dem Kreisstempel von Malines (fr.). Der patriotische Postbeamte gab den Ort aber als Mechelen (nl.) an. Die Entwertung der Marken erfolgte auch hier mit dem Roulettestempel.



Allen noch einen ruhigen Restsonntag und beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] COB = Catalogue officiel des timbres-postes Belgique (Offizieller belgischer Briefmarkenkatalog)
 
zockerpeppi Am: 07.12.2017 22:22:24 Gelesen: 2575# 87 @  
Was mir bei Philaseiten oder Altpostgeschichten so gut gefällt sind die Freundschaften, die sich über die Jahre entwickeln. So manches Objekt konnte ich nur ergattern dank dem Wink eines Sammlerkollegen. So auch bei folgendem Beleg. Vom Porto oder der Marke her eigentlich kein großes Ding. Für mich schon (ein Erfolgserlebnis), man beachte den Absender:

BOCH FRERES FAIENCERIE DE KERAMIS - Stempel La Louvière vom 22 JUIN 72.



Die Innenseite ist interessant. Ich habe den Briefkopf gescannt. Man staune auf welchen Ausstellungen die Bochs eine Medaille für ihre Kreationen erlangt haben. Das Schreiben betrifft eine Bestellung von Steingut welche in 3 Holzkisten verschickt wurde mit einem Vermerk die leeren Kisten franco nach La Louvière zurück zuschicken oder einen Aufpreis von 5 Franken zu bezahlen. Eigentlich müsste es doch jede Menge Paketkarten geben. Vielleicht werde ich ja eines Tages fündig.

Grüße an die Packeisgrenze (^_~)
Lulu
 
Belgiensammler Am: 13.12.2017 19:24:15 Gelesen: 2408# 88 @  
Seit langem habe ich den Beleg achtlos liegen gelassen. Jetzt hat mich die Neugierde gepackt und Erstaunliches entdeckt. Beim Betrachten des Stempels fiel mir das Datum auf: 16. November 1915. Belgische Marken mitten im Krieg, wo doch der Besitz von Marken kriegsführender Staaten strengstens verboten war und der Ort auch nicht im unbesetzten Teil Belgiens liegt. Der Stempel hat auch noch ein Sternchen als Zeichen für nicht ständig besetzte Poststellen. Google weiß natürlich alles und da kommen erstaunliche Tatsachen über den Ort Baarle-Hertoog zutage. Die Anschrift war ursprünglich überklebt und habe erst jetzt die Überklebung entfernt. Was sagt ihr zu diesem Brief? es würde mich interessieren.

Grüße an alle Belgiensammler


 
hajo22 Am: 14.12.2017 18:02:54 Gelesen: 2381# 89 @  


Kleines Faltbriefchen aus Stavelot vom 19.8.1849 nach Thimister, Ankunft 20.8.49, frankiert mit Epauletten-Marke zu 10 Cents.

hajo22
 
dr.vision Am: 18.12.2017 13:17:09 Gelesen: 2236# 90 @  
Moin zusammen,

ich hatte im Beitrag [#85] bereits einen Brief an eine Ordensfrau in Simpelveld gezeigt. Hierzu zunächst eine Korrektur. Bei dem senkrechten 4er Streifen und der Einzelmarke handelt es sich nicht um die MiNr. 80, sondern um die Mi.Nr. 52.

Nun konnte ich einen weiteren Beleg bekommen und ich habe mal etwas recherchiert. [1] [2] [4]

Nach Plänen des deutschen Architekten Hermann-Joseph Hürth wurde in den Jahren 1875-1879 in Simpelveld das im neogotischen Stil gehaltene Kloster der Schwestern vom Armen Kind Jesus erbaut. Der älteste Teil dieses Anwesens trägt den Namen „Haus Loreto“.

Diese religiöse Gemeinschaft wurde am 2. Februar 1844 von Clara Frey, der späteren Oberin der Kongregation, zusammen mit 4 weiteren Frauen in Aachen gegründet und 1848 anerkannt. Von dort aus wurden bis 1872 weitere 26 Klöster gegründet, überwiegend in Preußen, Bayern, Österreich und Luxemburg. Die Ordensschwestern hatten Deutschland auf Grund des Kulturkampfes [3] verlassen müssen, da sie ihrer Kernkompetenz – der Betreuung und Unterrichtung von sozial schwachen und verwaisten Kindern – nicht mehr nachkommen durften.

Der Brief wurde am 25. Oktober 1901 in St. Josse ten Noode aufgegeben und erreichte sein Ziel einen Tag später. Das erforderliche Porto für einen Brief der zweiten Gewichtsstufe wurde mit einem waagerechten 5-er Streifen und einer Einzelmarke der MiNr. 52 und der Mi.Nr. 53 erbracht.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://nl.wikipedia.org/wiki/Zusters_van_het_Arme_Kind_Jezus
[2] http://www.rijckheyt.nl/cultureel-erfgoed/klooster-van-de-zusters-van-het-arme-kind-jezus-simpelveld
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturkampf
[4] Infos auf deutsch: http://www.manete-in-me.org/
 
dr.vision Am: 30.12.2017 19:45:24 Gelesen: 1703# 91 @  
Moin zusammen,

heute möchte ich eine Ansichtskarte aus Brüssel zeigen, die am 1.Oktober 1907 den weiten Weg aus der belgischen Hauptstadt in die Stadt Chungliangcheng in China antrat. Leider habe ich im Netz über diese Stadt nur einen relevanten Eintrag gefunden, der aber aus der Zeit des Boxeraufstandes 1900 stammt. [1]
Den bildseitigen Text - es geht natürlich um Philatelie - kann man in etwa folgendermaßen übersetzen:

Mein Herr,
ich kann Ihnen keine anderen Marken aus China anbieten; im Tausch kann ich Ihnen Ansichtskarten von Belgien und den belgischen Armeeuniformen anbieten, wenn Sie das auch sammeln. Ich sammel ausschließlich Marken. Ich habe Ihre Adresse beim Lesen der (Klein-)Anzeigen entdeckt.


Die ordnungsgemäße Frankatur, bestehend aus 1x Mi.Nr. 50 oder 78 (1 Centime), Pärchen Mi.Nr. 79 und 1x Mi.Nr. 80 (5 Centimes), wurde mit einem Maschinenstempel entwertet. Da alle „Sonntagsanhängsel" abgetrennt wurden, ist eine exakte Bestimmung erst in der Vergrößerung zu erkennen; zumindest für die Nrn. 79 und 80. Der Druck der 1 Centime-Marke ist stark nach unten verschoben und läßt eine genaue Bestimmung nicht zu. Die Nrn. 79 und 80 kamen am 1. Oktober 1907 zur Ausgabe, so daß ich hier einen fast reinen Ersttagsbeleg zeigen kann. Die Transitstempel zeigen Abschläge aus Shanghai am 4. November und Peking am ?? November Auf jeden Fall ist das Datum in Peking bereits zweistellig und hat am Ende eine Null. Der 10. war ein Sonntag, der 20. ein Mittwoch und der 30. ein Samstag. Ein Ankunftstempel aus Chungliangcheng ist nicht vorhanden. Falls jemand etwas zu dem Ort sagen kann oder die chinesischen Schriftzeichen lesen, bzw. übersetzen kann, würde ich mich freuen.





Ich wünsche allen einen guten Rutsch in ein hoffentlich besseres Jahr mit viel Gesundheit und weiterhin viel Freude an der Philatelie.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] http://sms-hansa.de/juni-1900-auf-s-m-s-iltis/ (hier zum 15. Juni scrollen)
 
dr.vision Am: 31.12.2017 12:07:08 Gelesen: 1672# 92 @  
Moin zusammen,

ich hatte in den Beiträgen [#85] und [#90] ja bereits Briefe an Schwestern des Ordens vom Armen Kind Jesus gezeigt und auch erwähnt, dass es weitere Klöster im Ausland gab und gibt.

Hier nun ein Brief aus Brüssel vom 10. Oktober 1907 an die Sehr verehrte Mutter Generaloberin dieses Ordens in Echternach in Luxemburg. Der Brief wurde zum ermäßigten Tarif von 20 Centimes für Luxemburg mit einer Mi.Nr. 53 und einem senkrechten Pärchen der Mi.Nr. 52 freigemacht. Rückseitig findet sich ein glasklarer Ankunftstempel von Echternach.





Der heutige Sitz des Ordens in Luxemburg befindet sich in Rumelange.

Beste Grüße von der völlig verregneten Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 02.01.2018 17:12:05 Gelesen: 1564# 93 @  
Moin zusammen,

ich bleibe bei den Auslandsverwendungen und zeige heute eine Photopostkarte, die am 17. Oktober 1907 im Postamt Brüssel-Nord aufgegeben wurde. Die ordungsgemäße Frankatur wurde mit einem waagerechten Pärchen der 5 Centimes-Ausgabe erbracht. Um welche Mi.Nrn. es sich handelt, ist nicht genau zu sagen. Die Karte erreichte am 23. Oktober Port Said und wurde mit dem Zug nach Kairo transportiert.

Ich spekuliere mal, dass T.P.O. "Train Post Office" bedeutet und T. 94 die Zugnummer ist. Falls das jemand bestätigen oder anders erklären kann, würde ich mich freuen.





Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 12.01.2018 13:54:20 Gelesen: 646# 94 @  
Moin zusammen,

heute möchte ich ein zweisprachiges Sparformular für Kinder zeigen. Jede einzelne Marke der Mi.Nr. 60 wurde am 20. Januar 1899 mit einem Handstempelabschlag in Ransart entwertet.



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
jmh67 Am: 12.01.2018 14:44:46 Gelesen: 637# 95 @  
@ dr.vision [#93]

"TPO" kenne ich als "travel(l)ing post office" ausgeschrieben, es ist aber schon richtig, dass es ein Postamt an Bord des Zuges war. Sozusagen Postwagen mit Umarbeitung. "T." würde ich als "Train" = "Zug" deuten.

-jmh
 
dr.vision Am: 13.01.2018 11:25:49 Gelesen: 544# 96 @  
@ Belgiensammler [#88]

Moin Karl,

ich habe Deine Frage mal nach Belgien weitergeleitet. Mal sehen, was der Kollege dazu sagt.

@ jmh67 [#95]

Moin Jan-Martin,

so habe ich mir das auch erklärt. Danke.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
dr.vision Am: 13.01.2018 11:28:49 Gelesen: 542# 97 @  
Moin zusammen,

zurück in die Zukunft? Nein, nicht wirklich!

Ich möchte heute eine Drucksachenkarte zeigen, die am 10. Dezember 1902 ihren Weg von Antwerpen in das russische St. Petersburg antrat. So weit, so gut.

Der Ankunftstempel zeigt aber den 30. November 1902 als Datum. Die Erklärung hat Volkmar (volkimal) in dem Thread „Die unterschiedlichen Kalender" gegeben [1].

In Russland wurde zu dieser Zeit der julianische Kalender verwendet, in Belgien war es der gregorianische. Wie aus dem oben erwähnten Beitrag gelernt, muss man zu dem julianischen Datum 13 Tage addieren, so dass man dann in diesem Fall auf den 13. Dezember kommt. Eine Laufzeit von 3 Tagen also! Die portorichtige Frankatur erfolgte mit einer Mi.Nr. 53.



Beste Grüße von der Ostsee und allen ein ruhiges Wochenende
Ralf

[1] http://www.philaseiten.de/beitrag/94964
 
dr.vision Am: 14.01.2018 10:04:19 Gelesen: 419# 98 @  
Moin zusammen,

heute geht es mal wieder über den großen Teich.

Eine Ansichtskarte, abgestempelt am 27. August 1907 in Forchies-la-Marche, lief nach Ottawa in Kanada, wo sie am 3. September ankam. In dem Text sucht der Absender einen Tauschpartner für Ansichtskarten und Briefmarken. Forchies-la-Marche ist heute ein Stadtteil von Fontaine-l’Évêque in der wallonischen Provinz Hainaut.



Beste Grüße von der Ostsee und einen ruhigen Sonntag
Ralf
 

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