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Thema: Rumänien: Postrouten und Transportwege
Das Thema hat 150 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 12.07.2016 20:49:21 Gelesen: 21678# 126 @  
@ alle [#108] und ff

Liebe Kollegen,

nun haben wir also das Siegel weitgehend identifiziert (Marcel, Beitrag [#112]) und konnten den Brief fast vollständig lesen und übersetzen (Dr. Dr. h.c. Bernhard Christ, Basel; übernommen in Beitrag [#124]+[#125]). Ich denke, das ist ein historisch sehr interessanter Brief, und mit dem Stempel ist nun auch das Jahr 1815 gefestigt (u.a. 10 Parale, Beitrag [#115]). Der Stempel ist klar (Beitrag [#108]) und soit ist das Wichtigste wohl gesichert.

Gleichwohl wäre es natürlich toll, wenn auch die letzten Fragen noch geklärt werden können.

Im Text habe ich ca. 7 Wörter noch nicht bestimmt (daneben bestehen auch noch weitere Fragezeichen). Schön wäre es, wenn Absender und Adressat des Briefes noch weiter eingekreist oder sogar bestimmt werden könnten! Marcel hat vielleicht noch eine Spur? Vielleicht findet er nach den Ferien noch etwas, ich bin mit meinem "Latein" langsam am Ende (aber hochzufrieden mit dem bisher Erreichten).

Danke, Kollegen, für die tolle Mithilfe!

Ich habe eine riesige Bibliothek, aber kaum Anschauungs-Material (z.B. Auktionskataloge, Name sales) für russische Post in den Donaufürstentümern. Wer mit also einen Tipp geben könnte, wo wichtiges Material verkauft wurde, soll sich doch bitte melden.

Herzliche Grüsse
Heinz
 
KaraBenNemsi Am: 12.07.2016 22:53:56 Gelesen: 21656# 127 @  
@ Heinz 7 [#126]

Lieber Heinz, liebe weitere Rätselrater,

nachdem Du, Heinz, Deine Fragen auch unter Russland gestellt hast, bin ich nun auch darauf aufmerksam geworden.

Den Empfänger herauszubekommen ist eigentlich nicht schwer. Er steht ja fein säuberlich auf dem Umschlag! Aleksander Aleksandrowitsch Pini. Rätsel gelöst. :-)

Wer war dieser Herr Pini nun? 1812 bis 1822 russischer Generalkonsul in den Donaufürstentümern, bis 1817 residierend in Moldawien, dann in der Walachei, 1821-22 in Herrmanstadt. Geboren 1756, griechischer Abstammung, wohl seit 1793 in russischen Diensten, zunächst als Übersetzer für die Botschaft in Konstantinopel usw. ab 1822 im Ruhestand, Todesjahr unbekannt.

Quelle: http://www.rusdiplomats.narod.ru/pini-aa.html (Seite des russischen Journalisten Witaly Solowew über die Diplomaten des Russischen Zarenreichs) müsste man natürlich noch mal mit weiteren Quellen gegenchecken.

Viele Grüße

Carsten
 
Heinz 7 Am: 13.07.2016 12:19:42 Gelesen: 21625# 128 @  
@ KaraBenNemsi [#127]

Suuuuper!

Carsten, herzlichen Dank! Du kommst da so locker daher, und löst das Rätsel, an dem ich mich schon lange abmühe. Du siehst [#116]), dass ich den Namen "Pini" auch schon in Erwägung zog, dann aber nichts Wesentliches zu diesem Namen in Erfahrung bringen konnte.

Du lieferst nun genau die Informationen, die ich gesucht habe! Zum Glück kannst Du diese Quellen lesen; ich habe da nur einige wenige Basis-Kenntnisse.

Wenn es jetzt noch gelingt, eine offizielle Quelle dieser für mich sehr wertvollen Information zu finden bzw. zu nennen, so ist "das Wissens-Puzzle" dann fast komplett!

Ich darf sagen, dass mich die ständig erweiterten Erkenntnisse zu diesem Brief begeistern und froh machen. Das macht richtig Spass, so!

Der fleissige Autor dieser von Dir genannten Homepage "http://WWW.rusdiplomats (etc.)" hat ca. 500 Namen gelistet, auf Seite 9 (von 13) wird unser gesuchter Herr Pini gelistet! Sehr schön!

Heinz
 
Heinz 7 Am: 21.07.2016 09:59:04 Gelesen: 21313# 129 @  
@ KaraBenNemsi [#127]

Lieber Carsten,

hast Du eine Idee, wo es eine offizielle Quelle gibt für die verwendete Information auf der Homepage rusdiplomats?

Besten Dank für Deine Hinweise.

Heinz
 
Marcel Am: 21.07.2016 20:24:03 Gelesen: 21268# 130 @  
@ Heinz 7 [#129]

Hallo Heinz!

Wie wir ja telefonisch besprochen, habe ich ja eine weitere Spur verfolgt und ich bin fündig geworden. Nachdem ich ja irrtümlich auf der falschen Spur war, mit Pini nichts anzufangen wusste, KaraBenNemsi und die Übersetzung des Briefes nachweislich 1815 ergeben haben, so habe ich die Erkenntnisse zu Nutze gemacht und weiter gesucht.

Ich habe dabei den Namen Alexander A. Pini mehrmals finden können in mehreren Zeitungsartikeln aus deren Zeit. So ist sicher, das am 20.12.1822 Herr Pini als Generalkonsul abgesetzt wurde. Das Todesdatum ist nicht überliefert, offenbar verschwand Pini nach der Absetzung als Generalkonsul aus der Öffentlichkeit.

Und jetzt kommt sogar der Hammer, ich habe herausgefunden, wer der Schreiber Deines Briefes ist.

Лука Григорьевич Кирико = Luka Grigorewitsch Kiriko (in deinem Brief unten rechts als Luc de Kirico)

- war russischer Diplomat in Konstantinopel von 1795 bis 1806
- In der Zeit vom 18.12.1806 (das Osmanische Reich erklärt Russland den Krieg) bis zum 16.05.1812 (der Unterzeichnung des Bukarester Friedens) waren die diplomatischen Beziehungen auf Eis. Während dieser Zeit muss Kiriko als Vizekonsul in Bukarest eingesetzt sein, da einige archivierte Briefe zeitlich darauf hinweisen.
- des Weiteren war er Generalkonsul in Bukarest von 1812 bis 1817
- er war armenisch-katholischen Glaubens, hatte eine Frau Elena Antonowa und 2 Töchter namens Konstanz und Valeria

Die Auflistung ist aber unsicher, denn ein archivierter Brief vom 13.(25.) März 1804 beinhaltet einen Bericht von Kiriko bereits 1804 als Konsul in Bukarest an den Generalkonsul A.A.Gervais (А. А. Жерве) mit Informationen über den Aufstand in Belgrad (Serbien) und die Intrigen der Franzosen nach Bulgarien und Rumelien.

http://www.vostlit.info/Texts/Dokumenty/Serbien/XIX/1800-1820/Perv_serb_vosst_1/1-20/1.phtml?id=8289

Hier mal noch ein paar Funde:

Ein Bericht Kirikos an Rumjanzew über die Unrichtigkeit der Angaben über den angeblichen Tod des Serbenführers Georgy Petrowitsch und dessen Flucht ins Banat vom 06./07.10.1813.

http://www.vostlit.info/Texts/Dokumenty/Serbien/XIX/1800-1820/Perv_serb_vosst_2/321-340/321.phtml?id=8938

Geschichte des russisch-türkischen Krieges von Fedor Iwanitschew Buchseite 28
Die geflüchteten Bojaren übergaben A.A.Pini eine Bittschrift im August 1821 an den russischen Kaiser Alexander mit der Bitte um Schutz und erhielten in den ersten Tagen des Jahres 1822 von A.A.Pini in jeder Hinsicht genügend Antwort.

https://books.google.de/books?id=6N9dAAAAcAAJ&pg=PA28&lpg=PA28&dq=%D0%9A%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%83%D0%BB+%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80+%D0%9F%D0%B8%D0%BD%D0%B8&source=bl&ots=7zieZ7g2zA&sig=Qpt2PJITjc-XOSrAhQ4eii870OE&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjfvMyzl4TOAhUDDZoKHWJFCIgQ6AEIOzAF#v=onepage&q=%D0%9A%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%83%D0%BB%20%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80%20%D0%9F%D0%B8%D0%BD%D0%B8&f=false

Friedens und Kriegs Kurier Nürnberg vom 01. Januar 1823 Buchseite 23
Absetzung A.A.Pini zum 20. Dezember 1822

Mittels Stafette erfuhr man aus Verona, dass seine Majestät der Kaiser Alexander den bisherigen Genalkonsul in der Moldau und Walachei, v.Pini, welcher seit den letzten Ereignissen in Hermannstadt residiert, abgesetzt und den Staatsrat Minzagi zu dessen Nachfolger ernannt hat.


https://books.google.de/books?id=PDhDAAAAcAAJ&pg=PA23&lpg=PA23&dq=%D0%9A%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%83%D0%BB+%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80+%D0%9F%D0%B8%D0%BD%D0%B8&source=bl&ots=wc1eKWY2vF&sig=s_NpAkK1uUQdDS7yq8ozD7Jq0w4&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjfvMyzl4TOAhUDDZoKHWJFCIgQ6AEIPjAG#v=onepage&q=%D0%9A%D0%BE%D0%BD%D1%81%D1%83%D0%BB%20%D0%90%D0%BB%D0%B5%D0%BA%D1%81%D0%B0%D0%BD%D0%B4%D1%80%20%D0%9F%D0%B8%D0%BD%D0%B8&f=false

Beilage Nr.75 der Allgemeine Zeitung München vom 08. Mai 1821 S.298 und 299

Hier wird beschrieben, das Pini in der Nacht am 10.03. 1821 erfährt das Alexandros Ypsilantis (russ.General, und Sohn des ehemaligen Fürsten bzw.Bojaren Constantin Ypsilanti ) in Jassy erschien. Er packte sein Archiv und landete schließlich am 29.03.1821 in Hermannstadt seiner letzten Residenzstadt seiner Amtslaufbahn als Genaeralkonsul.

https://books.google.de/books?id=MctDAAAAcAAJ&pg=PA512-IA3&lpg=PA512-IA3&dq=consul+A.+Pini&source=bl&ots=tlH0wilCHi&sig=onLNUORufguC817N8r5bUSxnc1w&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiwrOvWpoTOAhUkb5oKHci3B0wQ6AEIJjAA#v=onepage&q=consul%20A.%20Pini&f=false

Die Leipziger Zeitung vom 17. Mai 1821 berichtete ebenso von diesem Ereignis auf S.1202 und 1203:

https://books.google.de/books?id=MQlkAAAAcAAJ&pg=PA1203&lpg=PA1203&dq=consul+A.+Pini&source=bl&ots=X3phyF0bXO&sig=BPqBC_xV3M6VwcY9GcI_v6fbfas&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiwrOvWpoTOAhUkb5oKHci3B0wQ6AEIKDAB#v=onepage&q=consul%20A.%20Pini&f=false

Auch die Bayreuther Zeitung Nr.95 vom 13. Mai 1821 betrachtet es auf S.407 und 408:

https://books.google.de/books?id=S_tDAAAAcAAJ&pg=PA407&lpg=PA407&dq=consul+A.+Pini&source=bl&ots=bLNX6o9lLu&sig=qQQ_vC_4IqPWpsQqkjtSbiP9R1c&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiwrOvWpoTOAhUkb5oKHci3B0wQ6AEILjAE#v=onepage&q=consul%20A.%20Pini&f=false

Nachweis über sämtliche Diplomaten und Konsuls bzw. diplomatische Beziehungen zwischen Russland und verschiedenen Ländern. Hier findest du A.A.Pini und L.G.Kiriko.

http://archive.ec/qeYBW

Nachweis Luka Kiriko

http://www.rusdiplomats.narod.ru/kiriko-lg.html

Dann bin ich noch auf etwas gestoßen, was die Kontakte A.A.Pini betrifft. So hatte er einen Freund namens: Tudor Vladimirescu rumänischer Revolutionär und Anführer des walachischen Aufstandes. Er war oft zu Gast im Konsulat in Bukarest. Er besetzte Bukarest am 29.03.1821 und seine Verhandlungen über die Vermeidung des Einmarsches türkischer Truppen wurden von Alexandros Ypsilantis als Verrat angesehen. Dieser ließ Vladimirescu festnehmen und am 27.05. jul./ 08.06. greg. 1821 hinrichten. Offentsichtlich handelte der russische Kaiser zweigleisig. Zum einen missbilligte er das Verhalten Ypsilantis und zum anderen ließ er ihn gewähren. Der Leidtragende war A.A.Pini.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tudor_Vladimirescu
http://www.clipa.com/a4990-Tudor-Vladimirescu-%E2%80%93-de-la-agent-rus-la-erou-national.aspx

Dann habe ich noch einen zweiten Namen für dich: Георгиос Левентис = Georgios Leventis
Er war Grieche, 1790 in Arcadia (Osmanisches Reich) geboren und seit 1812 Übersetzer bei der russischen Botschaft erst in Bukarest, dann in Jassy. Er hatte seine sämtlichen Ersparnisse in die Interessen der Griechen gesteckt, war Revolutionär und ist in absoluter Armut am 24.11.1847 in Athen gestorben. Er war wohl auch zwangsläufiger Wegbegleiter von A.A. Pini.

https://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9B%D0%B5%D0%B2%D0%B5%D0%BD%D1%82%D0%B8%D1%81,_%D0%93%D0%B5%D0%BE%D1%80%D0%B3%D0%B8%D0%BE%D1%81

Warum ein französischer Brief zweier Konsuls im russischen Staatsdienst?

Ganz einfach: Der Adel und auch diejenigen die etwas auf sich hielten sprachen und schrieben auch in Fremdsprachen. Es ist sozusagen eine reine Modeerscheinung die in dieses Zeitalter passt. Dazu gibt es eine schöne Ausarbeitung von Lidia Becker, die man hier nachlesen kann.

http://www.academia.edu/5641753/Franz%C3%B6sisch_als_Sprache_des_Adelstandes_im_Russland_des_18._und_19._Jahrhunderts


schöne Grüße
Marcel
 
Heinz 7 Am: 23.07.2016 10:54:20 Gelesen: 21200# 131 @  
@ Marcel [#130]

Marcel!

Es ist wieder genial, welche Quellen und Infos Du wieder gefunden und mir erschlossen hast. Ich bin völlig begeistert! Ich danke Dir aus ganzem Herzen!

Es freut mich sehr, dass es auch Dir grosse Freude macht, wenn ein Puzzleteil zu dem anderen dazukommt. Das Gesamtbild ist nun wirklich beeindruckend.

Ich werde alles noch genau studieren, vorab einfach diese Rückmeldung!

Herzlich
Heinz
 
10Parale Am: 17.11.2016 19:30:45 Gelesen: 16794# 132 @  
Ein ehemaliges Ausstellungsstück einer Briefbegleitliste (Rechnung) gibt Auskunft über die Postroute zwischen GALATZ und BAKEU im Fürstentum Moldau (Pferdewechselstationen nach russischem Vorbild):

Galati - Serbesti - Peneu - Fundeni - Torcesti - Tecuci - Maracesti - Adjud - Racaciuni - Bakeu

Obwohl kein philatelistischer Beleg ist dies ein schönes Studienobjekt für den Posthistoriker.

Besonders stolz bin ich über den roten Stempel von GALATZ (den ich noch nirgends gesehen habe) und den schönen M1 Ankunftsstempel von Bakeu.

Datum: 7. Oktober 1860

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 17.11.2016 19:36:43 Gelesen: 16791# 133 @  
@ 10Parale [#132]

Hallo 10Parale,

Zitat: Obwohl kein philatelistischer Beleg ist dies ein schönes Studienobjekt für den Posthistoriker.

Das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?

Was du zeigst ist eine Briefkarte, ein Postdokument, dass damals die Briefe von einer Poststelle (Enkartierung) zu einer anderen (Dekartierung) begleitete und das mit Philatelie sehr wohl etwas zu tun hatte, denn die Sendungen, die sie begleitete, konnten Dienstbriefe, frankierte Briefe oder unfrankierte Briefe sein.

Es war keine "Rechnung", sondern eine postalische Auflistung von Gebühren - der Terminus "Rechnung" hat Privatcharakter - dieses Stück hatte einen rein postdienstlichen Charakter.

Das ist ein Traumstück - phantastisch!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 18.11.2016 15:32:06 Gelesen: 16757# 134 @  
@ bayern klassisch [#133]

Ich finde die Bezeichnung "Begleitliste für Briefe" am treffendsten. Ein Postdokument ist es allemal. Also ja, da habe ich mich wohl geirrt in meiner Auffassung, dass es sich "nicht" um ein philatelistischen Beleg handelt.

Allerdings bin ich ein wenig beeinflusst von den ersten Siegelstempeln der Moldau und Walachei, die auf sehr alten, seltenen Transportdokumenten in den Jahren zwischen 1820 und 1870 vorzufinden sind.

Fritz Heimbüchler schreibt dazu in seinem Werk "Rumänien - Fürstentum Walachei 1820 - 1862" ich zitiere:

"Die Postpächter und deren Angestellte verwendeten Siegel oder siegelähnliche Stempel, die sie auf Transportformularen von Postkutschen, Quittungen und ähnlichen Schriftstücken benutzten. Entweder wurden die Metallstempel in Siegellack abgedrückt oder als Negativ- oder Positivstempel in Tusche oder Kerzenruß abgeschlagen ff. Wenngleich sie in philatelistischer Hinsicht nicht zu den Poststempeln zählen...", führt er aus, sind sie posthistorisch von großem Interesse.

Bei Gelegenheit werde ich solch ein Siegelstempel einmal vorführen. Nun gut, hier haben wir es auf dem Formular mit regulären Poststempeln zu tun und insofern ist mein Aussage oben falsch.

Hier zeige ich eine andere, ähnliche Begleitliste für eine Briefsendung von Jassy nach Tekutsch mit linker Aktenlochung aus dem Jahr 1861. Natürlich wäre die Kenntnis der aufgesetzten Sprache und Schrift von größter Bedeutung.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 18.11.2016 16:06:33 Gelesen: 16750# 135 @  
@ 10Parale [#134]

Hallo 10Parale,

schön, dass du noch ein Stück hast. Wunderbare Stempel - leider kann ich auch nichts lesen, aber ich ahne zumindest etwas, weil ich diese Formulare, die es ja bei fast allen Postverwaltungen gab, kenne.

Ich könnte mir vorstellen, dass sie auch mit Stempeln vorkommen, die man nicht auf Briefen kennt; bei vielen Postverwaltungen kamen sog. "Innendienststempel" zum Einsatz, die speziell für dergleichen Briefkarten entworfen wurden und die auf den Poststücken so gut wie nie vorkommen.

Postalisch (philatelistisch) ist das aber allemal, ob so, oder so.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Heinz 7 Am: 11.01.2017 23:16:25 Gelesen: 14325# 136 @  
@ 10Parale [#132]
@ bayern klassisch [#133]

Lieber Kollege,

mit diesem Stück begeisterst Du nicht nur Ralph, sondern auch mich. Ich sammle diese Stücke ebenfalls eifrig, und bin sehr froh, ein paar schöne Stücke gefunden zu haben.

Den Stempel "GALATZ" findest Du bei Dragomir, auf Seite 269 (fig. 1503), Gruppe C4 "Liniare". Er ist recht selten (bewertet von Dragomir mit "2R"). Das Formular ist grösser als A 4, darum zeige ich es auf zwei scans. Linke & rechte Hälfte, auch die Rückseite bietet Platz für weitere Eintragungen.



Mein Postformular "Posta No. 19" heisst "Fatura groturilor ku bani schi a Paketelor" (ohne "Gewähr", ggf. Korrekturen willkommen...) wurde im November 1860 verwendet, in Galatz und begleitete 14 Sendungen, teils "Franko", teils "Porto" (also vom Empfänger zu bezahlen).

Der Ankunftsstempel ist ein M2-Stempel "JASSY MOLDOVA" (fig. 292), wunderschön abgeschlagen in dunkelblau.

Altmeister Paul Hirsch hat diese Formulare ebenfalls gesammelt und besprochen an Symposien der ARGE Rumänien.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Heinz 7 Am: 13.01.2017 23:03:13 Gelesen: 14273# 137 @  
@ Heinz 7 [#136]

Ich korrigiere meinen obigen Beitrag wie folgt: das Formular heisst:

"Fatura gropurilor ku bani si a paktelor", was von Fritz Heimbüchler übersetzt wird wie folgt:

"Abrechnung über Geldsendungen und Pakete" (siehe Seite 188, sein Handbuch 1994)

Das Formular (No.19) der Post zeigt auf 14 Spalten alle wichtigen Daten für Sendungen. Z.B. (1. Zeile):

Spalte 8: "Valora" (Wert) 63.00 Lei
Spalte 9: "Greutat(e)a" (Gewicht) 5 Oka 290 Dram

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 15.01.2017 15:53:51 Gelesen: 14229# 138 @  
@ Heinz 7 [#136]

Paul Hirsch war leider vor meiner Zeit, wie gerne hätte ich seine Belege eingesehen und den Besprechungen an den Symposien der ARGE Rumänien gelauscht. Die kyrillische Schrift und die Übersetzung sind wohl so richtig, die Schreibweise ist heutzutage etwas anders (ohne Sonderzeichen):

cu (rumänisch) = mit
si (gesprochen: schi) = und
factura = Rechnung
pachet = Paket

Du zeigst da ein wunderschönes historisches Dokument. Faszinierend sind die dabei auftretenden Stempelkombinationen da wir ja immer eine Enkartierung und eine Dekartierung haben (siehe Bayern klassisch [#133]).

Ich zeige hier noch ein ähnliches Dokument. Eine "factura scrisorilor" aus dem Jahr 1861 mit linker Aktenlochung. Sie zeigt wohl, dass diese Art "Begleitlisten" auch dann auf dem Weg gebracht werden mussten, wenn es nichts zu deklarieren gab. Deshalb wohl die Federstriche.

Schöner M1 in roter Farbe von BAKEU vom 25.11.1861 und ein Eingangsstempel von TEKUTSCH (M1) in bläulich-schwarzer Farbe.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 16.01.2017 21:32:51 Gelesen: 14193# 139 @  
@ 10Parale [#138]

Lieber 10 Parale,

das Formular No. 5 findet man häufiger als andere; es ist postalisch natürlich ebenfalls hoch interessant. Diese Formulare tragen oft klare, zum Teil auch seltene Stempel

Ich kehre nochmals zurück und zeige hier ein zweites Formular No. 19, diesmal mit einem noch seltenerem Stempel als Galatz (Beitrag 132+136):



"Bacau", fig. 1507 Dragomir, von ihm 1990 mit immerhin "4 R" bewertet (siehe Seite 269/270).

Freundliche Grüsse

Heinz
 
10Parale Am: 23.07.2017 15:34:09 Gelesen: 7655# 140 @  
@ Heinz 7 [#139]

Ein Formular Nr. 19 ist wohl auch recht selten. Vom selben Monat November 1860 habe ich dieses Formular Nr. 5 mit dem identisch seltenen 4R-Stempel "Bacau", fig. 1507 Dragomir gefunden. Besonders gefällt mir die Kombination mit dem glasklaren roten Stempel von Galatz/Moldova vom 28/11.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 27.07.2017 23:04:57 Gelesen: 7469# 141 @  
@ 10Parale [#140]

Ich gratuliere! Der Stempel "Bacau" (fig. 1507) ist sehr selten und sehr schön! Eine Bewertung von "4 R" bei Dragomir ist hoch.

Diese Stempel kommen generell nur auf Formularen vor, diese Stempel wurden meines Wissens nicht am Postschalter zur Entwertung von Briefmarken verwendet.

Ich darf hier auch einen Spezialstempel zeigen:



fig. 329 (Dragomir) zeigt diesen sogenannten "Draperie"-Stempel. Im ersten Handbuch 1994 ging Fritz Heimbüchler auf diesen Stempel ein.

Das oben gezeigte Formular ist grösser als Format A4, darum habe ich nicht das ganze Formular zeigen können. In Beitrag [#139] zeigte ich Formular No. 19 ganz. Die handschriftlichen Notizen auf diesem Formular sind leider kaum zu entziffern.

Freundliche Grüsse
Heinz
 
10Parale Am: 31.07.2017 14:16:57 Gelesen: 7291# 142 @  
@ Heinz 7 [#141]

Die "Draperie"-Stempel gefallen mir sehr, sind selten in dieser schönen Klarheit und die Zierde einer jeden Rumänien Sammlung.

Obwohl ich stets danach Ausschau halte, wurden sie mir bislang immer vor der Nase weggeschnappt, was bedeutet, dass sie unter Rumänien Sammlern sehr begehrt sind. Bleiben wir bei der Hauptstadt Jassy:

"ROMANIA INAM form issued in 1848 in IASI. The applied cachet was the small seal of the Prince always applied in red ink."

Mit diesem englischen Text pries die rumänische Verkäuferin das hier gezeigte nicht sehr günstige Dokument an. Der auf dem Dokument abgeschlagene rote Stempel stellt demnach das kleine Siegel des Prinzen der Moldau dar.

Was eine INAM form ist, darüber bin ich noch am Rätseln. Da das Dokument rückseitig eine Nummer hat und von dem berühmten Herrn Pascanu unterschrieben und abgestempelt wurde, denke ich, handelt es sich um ein postalisches Dokument.

Der Stempel erinnert mich sehr stark an die bei K.Dragomir (Stampilografie postala) auf Seite 17 abgebildeten Verwaltungsstempel SM52 - SM 58. Im ersten Handbuch 1994 geht Fritz Heimbüchler ebenfalls kurz auf diese Stempel ein. So gab es wohl im Fürstentum Moldau neben dem Hauptbüro in Jassy weitere Distriktpostbüros.

Der Name "Inam" kann "Geschenk" bedeuten. Ich hoffe dass der gut lesbare kyrillische Text weitere Auskunft gibt. Das Dokument stammt aus dem Jahr 1848, ein Jahr von revolutionären Umbrüchen und Veränderungen. Sicher ist, dass das Dokument in Jassy verfasst wurde. Vielleicht könnte ein Experte den Text entziffern.

Übrigens ist das Dokument mittig gefaltet wie eine Art kleine Mappe, in der man weitere Dokumente einbringen konnte.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 02.08.2017 21:46:07 Gelesen: 7170# 143 @  
@ 10Parale [#142]

In [#12] und in [#14] haben Heinz 7 und ich an Hand des Stempel von BRAILA die vorphilatelistischen Stempel der Walachei PV 53 in kyrillischer Schrift gezeigt und vorgestellt.

Von diesen zweizeiligen Stempel (1. Zeile Ort; 2. Zeile Datum) gibt es insgesamt 26 verschieden Stempel, wobei die Orte PLOESCI und BRAILA auch in lateinischer und kyrillischer Schrift auftreten.

Von folgenden Orten gibt es darüber hinaus einen großen und einen kleinen Stempel:

BUCURESTI (Bukares)
TURNU
ZIMNICEA

Ich zeige hier den Stempel SEVERINU PV 53 Abb. 252 K.Dragomir in kyrillischer Schrift auf einem Behördenbrief. Rückseitiges Siegel.

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 05.08.2017 10:38:42 Gelesen: 7048# 144 @  
@ 10Parale [#142]

Ein "INAM" ist meines Wissens eine hohe staatliche Anordnung, ein Befehl, eine Verfügung.

Damit verfügte der Prinz (wenn es denn sein Siegel ist) oder eine hohe Regierungsstelle, dass ein Postdienst ausgeführt werden soll/muss.

Diese Formulare sind meines Wissens sehr selten und der Preis ist entsprechend. Ich habe solche Formulare gesehen, wenige, zum Preis von mehr als Euro 500. Meines Wissens wurden sie auch schon für CHF 1000 an einer Auktion angeboten.

Es wäre gut, wenn wir den ganzen Text einmal Wort für Wort lesen und übersetzen könnten. Ich habe das bis jetzt noch nicht geschafft.

Heinz
 
10Parale Am: 05.08.2017 15:55:31 Gelesen: 7028# 145 @  
@ Heinz 7 [#144]

Vielen Dank, Heinz für deine Einschätzung, die mich ja sehr froh stimmt. Ich habe im Thread "Alte Belege: wer kann das lesen?" mal eine Sinn-Übersetzung vorgenommen und um Unterstützung der User gebeten. Vielleicht ist ja ein Experte für kyrillische Schrift vor Ort.

Allerdings glaube ich den Inhalt der "INAM" erkannt zu haben. Es ging einfach um die Überstellung von 4 Pferden wohl zu Postzwecken in die Walachei.

Auch in Anlehnung an den Thread "Rumänien für Sammler" und deine als hervorragend zu würdigenden Ausführungen über den Stempel "R" - Raritate (Seltenheit) bei Dragomir sehe ich in meiner Auffassung gestärkt, dass viele seltene Dokumente noch in Rumänien zu finden sind, unter Umständen sogar sehr günstig zu erwerben.

Liebe Grüße

10Parale
 
Heinz 7 Am: 11.08.2017 13:52:00 Gelesen: 6396# 146 @  
@ 10Parale [#142]

Lieber Kollege,

ich erlaube mir, anbei ein Dokument unseres leider verstorbenen ARGE-Mitgliedes Paul Hirsch hochzuladen. Es zeigt eine Postwagen-Fahrkarte für einen Transport in den alten Fürstentümern nach Braila aus dem Jahre 1861. Dazu war offenbar eine Erlaubnis eines Grenz-Ministeriums nötig.



Ob mit dem Postwagen auch Poststücke befördert wurden, wissen wir nicht, aber es ist anzunehmen. Es sind einige Begleitbriefe bekannt, die z.B. den Transport von Goldstücken belegen (vgl. Beleg 136).

Solche alten Formulare wurden oft sehr aufwändig und pompös hergestellt, wohl um damit die Bedeutung des Postwesens zu betonen. Viele dieser Formulare sind offenbar sehr selten. Sie eignen sich vorzüglich, um einen besseren Einblick zu gewinnen zum Post- und Verkehrswesen des XIX. Jahrhunderts in den Fürstentümern Moldau & Walachei.

Heinz
 
10Parale Am: 29.08.2017 19:58:13 Gelesen: 5603# 147 @  
@ Heinz 7 [#146]

Ein sehr interessantes Dokument, wobei eine adäquate Übersetzung der Überschrift nicht einfach ist. "Despartirea" heißt Trennung, Aufteilung, es bezieht sich auf die vier Postämter, die hier wohl einen gemeinsamen Postweg verwalteten.

Sehr schönes Wappen mit dem Adler der Walachei und dem Ochsenkopf der Moldau als Wappentiere. Vereint in einem Wappen. Leider habe ich Paul Hirsch nicht mehr kennenlernen dürfen, bestimmt war er ein hervorragender Philatelist und Kenner der Materie.

In den Beiträgen [#70] ff. haben wir über den Roten Turm Pass gesprochen, der über Jahrhunderte hinweg eine wichtige Poststation auf dem Weg zwischen der Walachei und den davon nördlich liegenden Gebieten war. Heute zeige ich eine sehr schöne ungarische Ansichtskarte aus dem Jahr 1910. Sie zeigt sehr schön den Roten Turm Pass und die berühmte Eisenbahnbrücke am Olt an den "ungarisch rumänischen Grenze".

Liebe Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 29.08.2017 23:02:56 Gelesen: 5576# 148 @  
@ 10Parale [#147]

Danke für das schöne Bild vom "Roten Turm".

Wir haben am Samstag gehört, dass es nicht immer einfach ist, festzustellen, ob ein Brief per Schiffspost befördert wurde. Beim beiliegenden Brief könnte man auch falsche Schlüsse ziehen.



Dieser Brief von 1881 wurde auf mit einem vorgedruckten Couvert der "erste(n) k.k. priv. Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft" versandt von Turnu Severin nach Wien. Abgang 1. Juli (schön lesbar).

Der Brief ist wunderbar frankiert mit 15 Bani (10. Ausgabe 1880) und 10 Bani (9. Ausgabe 1879), also einer Mischfrankatur. Hinten trägt der Brief einen Ankunftsstempel "WIEN" (Datum nicht lesbar).

Emil Capellaro schrieb zu diesem Brief:

"Nachdem der Postdienst der D.D.S.G. in Rumänien im Jahre 1875 eingestellt werden musste, blieb auch der D.D.S.G. Firmenkorrespondenz nichts anderes übrig, als den rumänischen Postdienst zu benützen." (siehe: "Edition d'Or, Band XVIII, Österreich - Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft (D.D.S.G.); Die Emil Capellaro Sammlung").

Der Brief wurde also normal mit der rumänischen Landpost befördert, nicht mit der österreichischen Schiffspost.

Heinz
 
Heinz 7 Am: 12.10.2017 16:59:05 Gelesen: 3517# 149 @  
@ Heinz 7 [#148]

Einen wahrhaft ungewöhnlichen Brief finden wir im Angebot eines Auktionshauses.

Im Jahr 1930 wird ein Brief offenbar aus Rumänien an einen Herrn H. Kägi geschickt, der im Grand Hotel in Lodz (Polen) sein sollte. Der Brief ist mit 30 Bani frankiert und ging ordnungsgemäss nach Lodz. Seltsamerweise klebt fein säuberlich daneben ein weiterer Viererblock, der nun in Lodz abgestempelt wird, weil der gute Herr Kägi ist inzwischen in einem Hotel Dianabad in Wien eingekehrt. Der Stempel ist schwer lesbar, es könnte aber 16.10.1930 sein.



Soweit, so gut. Nun ist aber auch die Hotel-Adresse in Wien nicht mehr gültig, sondern der gute Mann ist weitergereist nach Zürich! Also WIEDER ein Viererblock dazufrankiert, diesmal aus Österreich. Der Brief wird abgestempelt in Wien am 28.10.1930.

Aber auch in Zürich konnte der Brief anscheinend nicht ausgehändigt werden, sondern wurde weitergeleitet an eine Adresse in Altstetten (in der Nähe von Zürich). Hinten auf dem Brief bezeugt ein Ankunftsstempel von Altstetten dem Postweg (Datum: 1.11.1930).



Ob die zwei Schweizer Viererblöcke erst in Zürich auf den Brief kamen (nochmals 45 Rappen wurden mit Briefmarken bezahlt) wissen wir nicht. Fast sieht es so aus, als habe der Empfänger den Brief empfangen, einen oder zwei Viererblocks dazugeklebt und ihn (an sich) weitersenden lassen.

Normal sind solche Mehr-Länder-Frankaturen nicht! Wenn der Brief nicht zustellbar war, hätten wir eine Nachtaxierung durch die Post erwartet (aber nicht, dass die Post einen schönen Viererblock dazuklebt). Ferner erwarten wir postalische Vermerke wie "abgereist" (oder ähnlich).

Kurios!
Heinz
 
10Parale Am: 03.11.2017 18:49:49 Gelesen: 2437# 150 @  
Diese alte Faltbriefhülle wurde von "irgendeinem" Hafen an der Donau über Wien nach Birmingham befördert. Der schöne Ankunftsstempel von Birmingham datiert vom 29. September 1869. Nur 4 Tage zuvor passierte der Brief Wien.

Sehr schön rechts oben der doch nicht allzu häufig Stempel in Großbuchstaben und schwarzer Farbe "PER DAMPFSCHIFF". Nun habe ich diesen Stempel in der Literatur leider noch nicht gefunden, bin aber auf steter Suche.

Der Brief wurde mit großer Sicherheit in einer Hafenstadt in Rumänien aufgegeben, dafür spricht

1. die durchgestrichene Bezeichnung "LONDRA", rumänisch für London
2. die Signatur von L.PASCANU (rumänischer Philatelist und Prüfer) auf der rechten unteren Rückseite des Briefes

Genaues wird man jedoch wohl nie feststellen können.

Vorderseitige Taxierung 6 (schwarz) und 3 (blau) sehr gut zu erkennen. Bei der Aufschrift 300 € hat sich jemand reich gerechnet. Den Brief konnte ich im 2-stelligen Euro-Bereich erwerben.

Liebe Grüße

10Parale


 

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