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Thema: Antrag des WPhV zum LV-Tag am 05.04.18: Austritt des LV Südwest aus dem BDPh !
Das Thema hat 383 Beiträge:
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22028 Am: 27.04.2017 12:12:09 Gelesen: 19233# 359 @  
Meine Meinung zu dem Thema habe ich hier schon des Öfteren kundgetan, ansonsten halte ich mich als gemeines Vereins (/und mehreren Argen) Mitglied da raus und konzentriere mich auf meine Sammlungen und dem Studium dazu sowie auf die Ausstellungen, an denen ich mit meinen Sammlungen teilnehme möchte und werde.

Wir diskutieren das Thema im Ortsverein, von da wird es an den LV weitergegeben, der mich dann in Wittenberg vertritt.
 
filunski Am: 27.04.2017 13:04:21 Gelesen: 19192# 360 @  
Helau!

Und ewig grüsst das Murmeltier, oder die Kuh dreht sich weiter im Kreis! :-)

Von den vielleicht (?) 32.000 in Deutschland organisierten Philatelisten schreiben hier im Forum und z.T. in ähnlicher Besetzung auch in anderen Foren ca. zwei Dutzend Leute, mehr und weniger schlaue Beiträge und Gedankenergüsse zu diesem Thema. Sowohl pro wie auch contra und teilweise unter Vergiessen von viel "Herzblut". Die Argumente dazu, egal ob für oder wider ändern sich nur in Nuancen und dabei raus kommt nichts, außer dass der "Agressionslevel" steigt und der breiten Masse, nämlich ca. mehrere tausend Dutzend an organisierten und nicht-organisierten Philateliefreunden geht das ganze Thema am A. vorbei.

Hoffen wir, dass wenigstens wie bislang auch, unbemerkt im Hintergrund, und ohne ständig mit der großen Pauke durch die Foren zu laufen, sich noch einige nüchterne Köpfe dazu sachlich austauschen.

Beste Grüße,
Peter
 
WPhV Stuttgart Am: 29.05.2017 16:03:37 Gelesen: 16804# 361 @  
Unsere Hardcore-Politik "Pro Ortsverein" findet zunehmend Liebhaber: Heute erreichte uns dieses Schreiben (Namen der Personen und des Vereins anonymisiert):

Sehr geehrter <Rumpelstilzchen>,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort und die Klarstellung zur zeitlichen Wirksamkeit einer beschlossenen Beitragserhöhung.

Wie bereits von mir dargelegt, hat uns, den Vorstand des xyz e.V., Ihr sachlich sehr fundierter Antrag überzeugt.

Auf dem Landesverbandstag am 30.04.2016 in Freiburg-Herdern herrschte unter den meisten Ortsvereinsvertretern ein profundes Informationsdefizit. Ich selbst war als frischgebackener Schriftführer des xyz e.V. nur unzureichend in der Lage, unseren erkrankten damaligen Vereinsvorsitzenden abc DEF adäquat zu vertreten.

So langsam sickert jedoch in die Köpfe unserer Ortsvereinsvorsitzenden die Erkenntnis ein, dass wir gerade dabei sind, unser eigenes Grab zu schaufeln, wenn wir dem Preisdumping des BDPh bei den Direktmitgliedschaften nicht endlich entschlossen Einhalt gebieten. Hätte meine Wenigkeit nicht bei unserer HV am 05.02.2017 für das Amt des 1. Vorsitzenden kandidiert, gäbe es den im Jahre 1920 gegründeten xyz e.V. gar nicht mehr, bzw. er befände sich in Liquidation.

Der BDPh-Bundestag am 09.09.2017 wird die entscheidende Weichenstellung für die Zukunft der Ortsvereine im BDPh herbeiführen.

Entweder setzen wir Ortsvereine uns dort gegen die versammelte Funktionärselite durch, oder wir scheitern auf der ganzen Linie.

Ein Scheitern beim BDPh-Bundestag könnte beim Landesverbandstag am 07.04.2018 eine Spaltung des LSW verursachen, da wir dann gezwungen wären, dem BDPh den Geldhahn zuzudrehen. Und das geht eigentlich nur mit einem Austritt. Wir könnten als Landesverband die BDPh-Beiträge auch vorläufig auf ein Treuhandkonto einzahlen, von dem die Beiträge erst dann an den BDPh überwiesen werden, wenn der BDPh sein Preisdumping bei den Direktmitgliedschaften einstellt. Vielleicht führt dieses Verhalten dann zu einem Ausschluss des LSW aus dem BDPh, aber dann ist ja wenigstens für alle Seiten ersichtlich, wer hierfür die Verantwortung trägt.

Wie auch immer, meine Unterstützung in Wittenberg haben Sie jedenfalls.

Mit besten Sammlergrüßen
ghi JKL
1.Vorsitzender xyz e.V.

 
ginonadgolm Am: 29.05.2017 16:53:40 Gelesen: 16762# 362 @  
Im nachstehenden Kommentar wurden natürlich alle Namen, Ortsangaben und Tagesdaten weggelassen:

Dumm Tüch!
 
alemannia Am: 29.05.2017 16:57:48 Gelesen: 16754# 363 @  
Hallo zusammen,

da ist er wieder, der Rumpelmann und postet durch die Phila-Foren.

Diesmal wird ein, wenn ich das richtig verstehe, neu gewählter Schriftführer eines kurz vor der Auflösung stehenden anonymen Ortsvereines anonymbleibend zitiert.

Die Einsicht, dass ein Informationsdefizit vorhanden ist, liegt allerdings vor. Da müssen halt nur noch alle mittlerweile über Jahre geschriebenen Beiträge in den Foren nachgelesen werden, um sachkundig zu sein.

Der Schuldige wurde natürlich gefunden, nämlich das durch das Preisdumping begünstigte Direktmitglied.

Ansonsten wird der Geldhahn zugedreht.

Na danne, meint das ortsvereinschädigende Direktmitglied

Guntram
 
stampmix Am: 29.05.2017 17:38:51 Gelesen: 16706# 364 @  
@ WPhV Stuttgart [#361]

Hallo Rumpelstilzchen,

Wie auch immer, meine Unterstützung in Wittenberg haben Sie jedenfalls.

Wer in Wittenberg nicht persönlich auftaucht, unterstützt überhaupt nichts. Organisierst du schon eine OV-Gruppenreise? Nicht vergessen: r-e-c-h-t-z-e-i-t-i-g die Stimmen abrufen, sonst wird es auch nichts mit der Basisdemokratie.

Du hast dich zwar symbolisch an den paar Einzelmitgliedern (so heissen die "Direktmitglieder" nach Satzung) festgebissen. Eure größere und künftig zunehmend gefährlichere Konkurrenz um die Letzten ihrer Art sind aber die ArGe-Direktmitglieder. Die Basis-Breitensportler könnten nämlich ganz wegfallen und die den Kinderschuhen entwachsenen Sammler direkt in die Welt der Arbeitsgemeinschaften (auch so eine Begriffs-Mogelpackung! 95% der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften arbeiten gar nicht, sondern konsumieren einfach nur, was die anderen 5% erarbeiten ;-) eintreten.

Habt ihr euch mal überlegt, ob ihr gemeinsam mit ArGen eine Art Mitgliedschaftsbundle anbieten könntet? Also Ortsverein plus ArGe? Vielleicht ArGe-light (ganz hip und easy die "Rundschreiben und Mitteilungen" ausschließlich online beziehen, den content digital entsorgen und mit Ansage nicht bei der Arbeit stören). Das Ganze ginge dann auch ohne Landesverband und wäre auch von Beitragsseite her interessant.

besten Gruß
stampmix
 
WPhV Stuttgart Am: 29.05.2017 21:09:22 Gelesen: 16603# 365 @  
@ stampmix [#364]

Vielen Dank mal wieder für Deinen Beitrag, der sich so wohltuend abhebt von den platten Beiträgen aus den Tiefen Alemanias.

Wer in Wittenberg nicht persönlich auftaucht, unterstützt überhaupt nichts. Organisierst du schon eine OV-Gruppenreise? Nicht vergessen: r-e-c-h-t-z-e-i-t-i-g die Stimmen abrufen, sonst wird es auch nichts mit der Basisdemokratie.

Unsere Stimmen wurden mit heutigem Schreiben beim Landesverband (LV) Südwest abberufen, ob wir jedoch tatsächlich eine Gruppenreise nach Wittenberg machen und dort die Basisdemokratie verfechten werden, wissen wir noch nicht. Nutzen-Kosten-Analyse ist eher negativ, weil die Entscheidungen bekanntermaßen schon im Vorfeld der Hauptversammlung von den LVs abgestimmt werden.

Du hast dich zwar symbolisch an den paar Einzelmitgliedern (so heissen die "Direktmitglieder" nach Satzung) festgebissen. Eure größere und künftig zunehmend gefährlichere Konkurrenz um die Letzten ihrer Art sind aber die ArGe-Direktmitglieder.

Nicht ganz richtig. Uns ist bewusst, dass die Einführung der ArGe-Direktmitgliedschaft uns Ortsvereinen (OV) noch mehr schadet bzw. schaden wird als die klassische Direktmitgliedschaft (Einzelmitglieder). Vor über einem Jahr hat der WPhV-Nervtroll Rumpelstilzchen in einem anderen Forum geschrieben, dass mit der (satzungswidrigen) Einführung der ArGe-Direktmitgliedschaft der BDPh vorsätzlich eine "rote Linie" überschritten hat. Damit hat der BDPh signalisiert, dass ihm OV eigentlich scheissegal sind und seither muss er befürchten, dass der LV Südwest aus dem BDPh früher (2018) oder später (2020) aussteigen wird.

Habt ihr euch mal überlegt, ob ihr gemeinsam mit ArGen eine Art Mitgliedschaftsbundle anbieten könntet? Also Ortsverein plus ArGe? Vielleicht ArGe-light (ganz hip und easy die "Rundschreiben und Mitteilungen" ausschließlich online beziehen, den content digital entsorgen und mit Ansage nicht bei der Arbeit stören). Das Ganze ginge dann auch ohne Landesverband und wäre auch von Beitragsseite her interessant.

Nein. Uns geht es nicht um das Geld, um ein paar Euro mehr oder weniger Beitrag hier und dort, sondern um die WERTSCHÄTZUNG, DIE UNS ORTSVEREINEN VOM BDPH ENTGEGENGEBRACHT WIRD. Diese Wertschätzung ist trotz allen blumigen Sonntagsreden und schönen Wahlprogrammen leider gleich Null. Ganz anders sieht es beim LV Südwest aus. Von ihm fühlen wir uns wertgeschätzt und sogar als "schwarzes Schaf" in der Herde wohl. Auch in der Nutzen-Kosten-Analyse ist unsere Mitgliedschaft im LV Südwest positiv: Stichwort: Rahmen und sonstige Unterstützungen für Ausstellungen, Seminare, Referenten undundund. Wenn der BDPh seine OVs nicht zu schätzen weiß, dann müssen die OVs ihre LVs dazu bringen, aus dem BDPh auszutreten. Das ist unsere Strategie. OVs brauchen keinen BDPh, sondern halten sich ihn. Es wird höchste Zeit, dass der BDPh das kapiert.
 
Cantus Am: 30.05.2017 02:08:04 Gelesen: 16511# 366 @  
@ WPhV Stuttgart [#365]

Hallo,

woher sollte denn die von dir vermisste Wertschätzung des BDPh gegenüber deinem Ortsverein kommen, wenn du nach meiner Wahrnehmung deinen einzige Daseinszweck hier im Forum darin siehst, ständig gegen den BDPh zu stänkern?

Viele Grüße
Ingo
 
WPhV Stuttgart Am: 30.05.2017 08:51:50 Gelesen: 16401# 367 @  
@ Cantus [#366]

Bei der von uns bemängelnden fehlenden Wertschätzung seitens des BDPh geht es nicht um den WPhV speziell, sondern um die BDPh-Ortsvereine (OVs) allgemein. Der WPhV ist nur einer von aktuell 877 BDPh-OVs (Anfang 2015 gab es übrigens noch rund 1.100 BDPh-OVs!). Die anderen 876 OVs "stänkern" hier im Forum nicht gegen den BDPh, obwohl eine -diplomatisch formuliert- Unzufriedenheit mit dem BDPh bei einigen, vielleicht sogar auch vielen BDPh-OVs vorhanden ist. Die BDPh-OVs tragen als zentraler Player in der organisierten Philatelie einen Hauptteil zur Finanzierung, zur Organisation, zu den Veranstaltungen usw. des BDPhs bei und daher müsste es selbstverständlich sein, dass der BDPh seine zentralen Player wertschätzt. Die überzeugendste Art der Wertschätzung ist die Ohne-Wenn-und-Aber-Unterstützung der BDPh-OVs bei der Gewinnung neuer Mitglieder. Dies ist jedoch nach Meinung des WPhV nicht der Fall (so sind rund 200 BDPh-OVs in den letzten zwei Jahren verschwunden und niemand beim BDPh hat damit ein Problem) und daher gibt es u.a. diesen Thread hier, obwohl die WPhV-Verantwortlichen gerne etwas anderes machen würden als solche Beiträge zu schreiben.
 
Richard Am: 01.06.2017 09:08:25 Gelesen: 16148# 368 @  
@ WPhV Stuttgart [#367]

Stampmix hat Dich am 26.04.17 gefragt:

Der WPHV informierte wie folgt:

Da wir als Ortsverein nicht antragsberechtigt beim BDPh sind, haben wir mit Datum 10.04.2017 bei unserem LV Südwest folgende Anträge eingereicht mit Bitte, dass er diese auf der BDPh-HV 2018 in Wittenberg engagiert vertritt

Mich würde vor einer weiteren Erörterung interessieren, ob der LV Südwest eurer Bitte, in seinem Namen die Anträge bei der HV des BDPh zu stellen, nachgekommen ist.


Seither sind rund 7 Wochen vergangen.

- Hat der LV Südwest Dir bestätigt, dass Deine am 10.04.17 gestellten Anträge in Wittenberg mit dem von Dir bzw. dem Verein gewählen Wortlaut gestellt werden ?

- Hast Du eine Aussage vom LV Südwest erhalten, ob dieser Landesverband für Deinen Antrag stimmen wird ?

Beachte bitte, dass alle Anträge vom Antragsteller mündlich und in freier Rede vorgetragen und begründet werden müssen. Daran ist vor zwei Jahren ein Antragsteller gescheitert und vor 4 Jahren wurde über mehrere schriftlich gestellte Anträge von Herrn und Frau Maassen nicht abgestimmt, weil sie vorzeitig wegen eines anderen Termins abreisen mussten.

Schöne Grüsse, Richard
 
WPhV Stuttgart Am: 01.06.2017 10:23:54 Gelesen: 16094# 369 @  
@ Richard [#368]

In der aktuellen Südwest aktuell 266 (06/2017) äußert sich der LV-Vorsitzende Dieter Schaile wie folgt zu unseren beiden Anträgen: Zwei Anträge für Wittenberg liegen dem LV-Vorstand bereits vor. Diese wurden bzw. werden in den LV-Regionaltagungen diskutiert. Wie der LV dann wählen wird, bzw., ob die Anträge eingereicht werden sollen, entscheiden allein Sie. Wir werden noch eine Abfrage bei unseren Vereinen Mitte/Ende Juni starten. [1]

Darüber hinaus haben wir Anfang dieser Woche unsere beiden Anträge an die Ortsvereine per E-Mail verschickt, nachdem wir erfahren haben, dass auf einem Regionaltag die Anträge nicht vorgestellt und diskutiert wurden.

- Hat der LV Südwest Dir bestätigt, dass Deine am 10.04.17 gestellten Anträge in Wittenberg mit dem von Dir bzw. dem Verein gewählten Wortlaut gestellt werden ?

Nein (siehe oben)

- Hast Du eine Aussage vom LV Südwest erhalten, ob dieser Landesverband für Deinen Antrag stimmen wird ?


Nein (siehe oben)

Beachte bitte, dass alle Anträge vom Antragsteller mündlich und in freier Rede vorgetragen und begründet werden müssen. Daran ist vor zwei Jahren ein Antragsteller gescheitert und vor 4 Jahren wurde über mehrere schriftlich gestellte Anträge von Herrn und Frau Maassen nicht abgestimmt, weil sie vorzeitig wegen eines anderen Termins abreisen mussten.

Ortsvereine sind i.G.z. Einzelmitgliedern (Direktmitgliedern) unseres Wissens nicht antragsberechtigt bei BDPh-HVs.

[1] http://briefmarken-suedwest.de/Suedwest-Aktuell/SWA-266-SuedwestAktuell-2017-06__www_Briefmarken-Suedwest_de.pdf
 
stampmix Am: 01.06.2017 14:14:23 Gelesen: 16000# 370 @  
@ WPhV Stuttgart [#369]

- Hat der LV Südwest Dir bestätigt, dass Deine am 10.04.17 gestellten Anträge in Wittenberg mit dem von Dir bzw. dem Verein gewählten Wortlaut gestellt werden? [...] Beachte bitte, dass alle Anträge vom Antragsteller mündlich und in freier Rede vorgetragen und begründet werden müssen.

(Vertreter der) Ortsvereine sind i.G.z. Einzelmitgliedern (Direktmitgliedern) unseres Wissens nicht antragsberechtigt bei BDPh-HVs.


Die Satzung des BDPh regelt in §4(2) [1] nicht, wen und wieviele Vertreter ein Mitgliedsverband zur Hauptversammlung entsendet. Sollten deine Anträge durch den LV SW gestellt werden, wäre es sinnvoll, dich zur Antragstellung und -begründung in den Kreis der offiziellen Vertreter aufzunehmen. Ansonsten wärst du als Vertreter des WPhV nicht nur nicht antragsberechtigt, sondern hättest überhaupt kein Rederecht auf der HV (abstimmen darfst du aber).

besten Gruß
stampmix

[1] http://www.bdph.de/fileadmin/Image_Archive/PDF/Satzung-2009.pdf
 
Richard Am: 04.06.2017 09:36:09 Gelesen: 15686# 371 @  
@ WPhV Stuttgart [#369]

Ortsvereine sind i.G.z. Einzelmitgliedern (Direktmitgliedern) unseres Wissens nicht antragsberechtigt bei BDPh-HVs.

So wie ich es aus Deinen Informationen lese ist es völlig ungewiss, was mit dem Antrag des WPHV geschieht. Dieser Unsicherheit kannst Du nur aus dem Weg gehen, indem Du den Antrag auf der HV selbst stellst. Dies kannst Du nur als Einzelmitglied.

Da Deine Anträge auch durch Änderungen in der Satzung in die Praxis umgesetzt werden müssen, empfehle ich Änderungsanträge für die Satzung mit einzureichen (alter Text, vorgeschlagener neuer Text).

Ob es noch ausreicht, dass Du jetzt Einzelmitglied wirst und dann bis zum 08.07.17 eingehend Deine Anträge beim BDPh einreichst kannst Du beim BDPh in Bonn klären.

Falls die Anträge nicht gestellt und nicht behandelt werden, können sie erst zur nächsten HV in 2019 beantragt und beschlossen und mit Wirkung von 2020 umgesetzt werden.

Schöne Grüsse, Richard
 
WPhV Stuttgart Am: 17.06.2017 00:15:19 Gelesen: 14630# 372 @  
@ jueshire [#357]:

Mitten in einer Debatte, in der sachliche Argumente ausgetauscht und eine mögliche Lösung skizziert wird, schalten Sie auf Angriff um. Ganz offenkundig geht es nur um Verteidigung ehemaliger Ansprüche Ihres Ortsvereins gegenüber dem BDPh, komme was da wolle. Dass andere Philatelisten völlig andere Wünsche haben, interessiert Sie überhaupt nicht.

Auch mit etwas Abstand empfinden wir den beanstandeten Beitrag [#352] nicht als "Angriff", sondern als weiteren konstruktiven Beitrag für die Debatte.

Nochmals zum Verständnis unserer Rolle in der Debatte:

Der WPhV Stuttgart

... ist als ganz normaler, wenn auch traditionsreicher Ortsverein die reale philatelistische Heimat von rund 80 meist interessierten aber auch leidenschaftlichen "Breiten-" wie auch "Spitzensportlern", aber von heute auf morgen Geschichte, wenn zwei, drei leidenschaftliche Schlüssel-Mitglieder aussteigen.

... ist der Überzeugung, dass Ortsvereine als Urzelle des organisierten Sammelns auch heute noch wichtige Funktionen in der organisierten Philatelie und für die Philatelie für Jedermann einnehmen und ein Verschwinden der Ortsvereine unserem Hobby massiv schaden wird. Daher sind Ortsvereine als heute schwächstes Glied in der organisierten Philatelie unbedingt schützenswert - und dies auch durch restriktive Maßnahmen.

... fordert angesichts des massiven Ortsvereinssterbens und dem Ausbluten der bestehenden Ortsvereine vom BDPh, dass dieser die Ortsvereine ohne Wenn und Aber unterstützt - und dies über Maßnahmen, die die Ortsvereine in der Mitgliederakquisition sofort, spürbar und nachhaltig stärken. Wenn dies der BDPh nicht leisten will oder kann, hat er keinen wirklichen Nutzen für Ortsvereine.

Entsprechend macht der WPhV Stuttgart hier knallharte Interessenspolitik für Ortsvereine. Der WPhV Stuttgart hat hier demnach nicht den Anspruch, eine gesamtheitliche Lösung für die deutschlandweite Sammlergemeinde anzubieten, sondern will an Lösungen mitwirken, die den Ortsvereinen helfen, denn, wie gesagt, so gut wie alle Ortsvereine sind in Existenznot.

In der Tat interessiert uns als Ortsverein daher nicht die Befriedigung aller individuellen Wünsche eines jeden individuellen Philatelisten. Wenn man in einer Gemeinschaft (wie dem BDPh) organisiert sammeln und von ihr in welcher Form auch immer profitieren will, muss man sich in eine Gemeinschaft einordnen und sich idealerweise auch dort einbringen. Es gibt natürlich die gesellschaftlichen Trends "Wir-Sind-Alle-Neoliberal-Und-Überlassen-Alles-Dem Freien-Markt", "Individualisierung", "Unverbindlichkeit", "Kostenloskultur", "Alle-Contents-Mitnehmen-Aber-Keine-Liefern", "Geiz-Ist-Geil" usw., doch nicht alle Trends sind gut und müssen kritiklos übernommen und so verstärkt werden. Dies gilt insbesondere für Gemeinschaften, die darauf basieren, dass möglichst viele sich aktiv (mit Leidenschaft) und nicht passiv (mit nur "Interesse") in sie einbringen. Der BDPh, ein Ortsverein oder eine Arbeitsgemeinschaft sind solche Gemeinschaften, die nur mit leidenschaftlichen Mitgliedern überlebensfähig sind.
 
BSC Villingen Am: 17.06.2017 19:16:31 Gelesen: 14533# 373 @  
@ Richard [#369]

Die in der Südwest Aktuell 266 (06/2017) angekündigte Abfrage startet demnächst. Dann wird sich entscheiden, ob der LV Südwest die Anträge in Wittenberg stellt.

Beste Grüße
Jürgen Häsler
 
stampmix Am: 18.06.2017 14:53:21 Gelesen: 14399# 374 @  
@ BSC Villingen [#373]

Die in der Südwest Aktuell 266 (06/2017) angekündigte Abfrage startet demnächst. Dann wird sich entscheiden, ob der LV Südwest die Anträge in Wittenberg stellt.

Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Warum lässt sich dein LV mit dieser "Abfrage" solange Zeit? Was wird er machen, wenn in der kurzen Restzeit (etwa 2 Wochen) der Rücklauf mager ausfällt? Andernorts schon erlebt: Die fehlenden Rückläufer werden dem Lager der Ablehner zugeordnet, denn sonst hätten sie ja geantwortet. Und jetzt hat man wegen Fristablauf halt keine Zeit mehr. Schade aber auch.

Hallo Rumpelstilzchen, vielleicht wird es Zeit, dass du die Krankenstation verlässt und dich um deine Angelegenheiten kümmerst.

besten Gruß
stampmix
 
BSC Villingen Am: 18.06.2017 15:54:00 Gelesen: 14367# 375 @  
@ stampmix [#374]

Hallo stampmix,

jaja, das ist halt so eine Sache mit dem Einhalten von Fristen. Egal, wie sehr man sich auch anstrengt, Gas zu geben, der Stichtag 8. Juli 2017 rückt unbarmherzig näher. Und danach geht nichts mehr beim Stellen von nervtötenden Anträgen.

Rumpelstilzchen ist schon wieder einigermaßen fit.

Spätestens, wenn es wieder heißt: "Heute back ich, morgen brau ich, übermorgen hol ich der Königin ihr Kind !" wissen wir alle, dass der Bösewicht wieder in alter Höchstform ist.

Beste Grüße
Jürgen Häsler
 
BSC Villingen Am: 21.06.2017 08:15:48 Gelesen: 14097# 376 @  
@ stampmix [#374]

Ab heute wird gewählt. Erst im LV Südwest bis zum 30. Juni, da kannst Du ja leider nicht mitmachen.

Aber in Wittenberg könnten wir Deine Stimme gut gebrauchen !

Wenn diese beiden Anträge in Wittenberg durchgehen, hat sich das Thema Austritt des LV Südwest aus dem BDPh erledigt.

Wenn nicht, so fürchte ich, gibt es bald einen Thread mit dem Titel:

Antrag des ... zum LV-Tag am 07.04.18 in Markgröningen: Austritt des LV Südwest aus dem BDPh !

Hoffen wir mal, dass es dazu nicht kommt.

Beste Grüße
Jürgen Häsler
 
stampmix Am: 21.06.2017 18:22:34 Gelesen: 13932# 377 @  
@ BSC Villingen [#376]

Dank dir für die Info. Dann drücke ich mal den Daumen, dass der Antrag genügend Zustimmung findet. Für den Weg nach Wittenberg habe ich Rosinante schon gesattelt, arbeite aber noch an meinen Thesen.

besten Gruß
stampmix
 
BSC Villingen Am: 21.06.2017 21:25:52 Gelesen: 13753# 378 @  
@ stampmix [#377]

Hallo stampmix,

ja, Cervantes ist Weltliteratur.

Rosinante ist ein gewöhnlicher Gaul, der jetzt allen Gäulen vorangeht, also "ante".

Du forderst regelmäßig meinen Verstand heraus, das kann meinem bisschen Gehirn nicht schaden. Wie die Vereine des LV Südwest sich zu den Anträgen des WPhV entscheiden, werden wir nach dem 30. Juni wissen.

Auf Deine Thesen bin ich sehr gespannt. Sehen wir uns in Wittenberg ?

Übrigens:

"Schreckliches" ist passiert. Mein Antrag auf Einzelmitgliedschaft ist doch tatsächlich in Bonn eingetroffen, und Herr Küchler hat sich bei mir telefonisch gemeldet. Jetzt werde ich tatsächlich Einzelmitglied. Oh je, es kann sein, dass die reibungslose "Abwicklung" der HV in ernste Schwierigkeiten gerät. Und am 09.09.2017 um 17.00 Uhr soll doch die konstituierende Sitzung des neu gewählten Bundesvorstandes beginnen. Ich fürchte, der Nachmittagskaffee könnte entfallen.

Vielleicht sollte ich doch zur Freitagabendhinterzimmerrunde erscheinen ?

fragt
Jürgen Häsler
 
Richard Am: 22.06.2017 08:53:36 Gelesen: 13240# 379 @  
@ BSC Villingen [#378]

Hallo Jürgen,

solche Beiträge, die für andere Mitglieder keinerlei sinnvolle Informationen enthalten, lenken nur von ernsthaften Themen ab.

Ich bitte Dich, wenn Du weiter auf den Philaseiten schreiben möchtest, beim jeweiligen Thema zu bleiben. Für lockeres Geplauder steht Dir unsere Seite http://www.philachat.de zur Verfügung.

Schöne Grüsse, Richard
 
Richard Am: 04.12.2017 09:47:56 Gelesen: 1752# 380 @  


WÜRTTEMBERGISCHER PHILATELISTENVEREIN
Stuttgart 1882 e. V.
Sammlergruppen in Stuttgart und Sindelfingen
Mitglied im Landesverband Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine e.V.(LSW)
Ehrenmitglied in der Arbeitsgemeinschaft Württemberg e.V.

Dr. Johannes Feifel (Erster Vorsitzender)
Schwarenbergstr. 25
70190 Stuttgart
Tel.: 0711 / 5090971
Email: feifel@wphv.de

http://www.wphv.de
http://www.facebook.com/wphv1882
http://www.briefmarkenverein-stuttgart.de

Stuttgart, 28.11.2017

ANTRAG:
„Austritt des Landesverbandes Südwestdeutscher Briefmarkensammlervereine e.V.“ (LV Südwest) aus dem Bund Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) zum nächstmöglichen Zeitpunkt“

BEGRÜNDUNG:
1 Ausgangslage
1.1 Analyse der Ist-Situation


Wie Tabelle 1 zeigt, verlor der LV Südwest in nur zwei Jahren von 2014 bis 2016 rund 13 % seiner Mitglieder. Nach aktuellem Stand (11/2017) verfügt der LV Südwest nur noch über rund 5.900 Mitglieder. Auch werden die Ortsvereine (OVs) immer kleiner: Gab es 1995 durchschnittlich noch rund 92 Mitglieder pro OV, so waren es 2015 nur noch 53 (nach Südwest Aktuell Heft 261 (März 2016), S.18).

Tabelle 1: Analyse der Mitgliederentwicklung 2014-16 beim LV Südwest, beim VPhA, bei BDPh-Direktmitgliedschaften und beim BDPh



Auch der Verband Philatelistischer Arbeitsgemeinschaften (Arge) e.V. (VPhA) musste von 2014 bis 2016 einen Rückgang von rund 10% seiner Mitglieder verkraften, doch verläuft dieser seit 2015 mit ca. 2,7% deutlich gebremst.

Hingegen bewegten sich die BDPh-Direktmitgliedschaften (DM) von 2014 bis 2016 auf einem stabilen Niveau. Zwar waren bei den 1996 eingeführten Einzelmitgliedschaften auch Rückgänge zu verzeichnen, doch konnten diese durch die 2015 eingeführten Arge-DM ausgeglichen werden. So konnten im Jahr 2016 insgesamt 117 (!) neue Arge-DM begrüßt werden.

► OVs im Vergleich mit der schlechtesten Mitgliederentwicklung!

1.2 Folgerungen für die Zukunft der OVs
1) Nach Trendfortschreibung in ca. 15 Jahren keine OVs mehr im LV Südwest!
2) Sich verschärfende Abwärtsspirale, da OVs von Jahr zu Jahr kleiner und damit auch immer mehr weniger handlungs-/wettbewerbsfähig.

► Neue Mitglieder entscheidend für Überleben der OVs (und damit auch der LVs!)!

1.3 Gewinn von neuen Mitgliedern

Gewinn von neuen Mitgliedern für OVs immer schwieriger, weil:
1) Allgemein geringer werdendes Interesse am Hobby Briefmarken.
2) „OV-konträre“ gesellschaftliche Megatrends wie Individualisierung, Cocooning, “Geiz ist geil-Mentalität“, „Internet-Kostenlos-Kultur” usw.
3) Allgemeiner Trend zur Spezialisierung in der Philatelie, d.h. weg vom „Breitensport“ (=OVs) und hin zum „Spitzensport“ (=Argen)).
4) Allgemein kein Erfolgsrezept zum Gewinn von Sammlern aus dem Internet.
5) Eigene OV-Management-Probleme beim Außenmarketing (z.B. fehlende Werbung, fehlende Aktionen) und beim Innenmarketing (z.B. fehlende charismatische „Menschenfänger“ in OVs).
6) …
7) OVs ohne Lobby und ohne echte Interessensvertretung in übergeordneten Verbänden: Interessensvertretung für OVs heißt Schaffung von besseren Rahmenbedingungen zum Mitgliedergewinn für OVs und nichts anderes!!!

► Zweifelhafte Rolle des Bundes Deutscher Philatelisten e.V. (BDPh) als Interessensvertreter der OVs!

2 Zweifelhafte Rolle des BDPh als Interessensvertreter für die OVs


In der Satzung des BDPh steht unter § 2 Zweck und Aufgaben nichts darüber, dass der BDPh sich direkt und unmittelbar für OVs engagieren muss, obwohl über 90% seiner Mitglieder in OVs organisiert sind. Vielmehr soll der BDPh sich lediglich um einen „freiwilligen Zusammenschluss aller Philatelisten-Vereine“ bemühen. Nach Satzung muss demnach der BDPh auch nicht die OVs bei der überlebenswichtigen Mitgliederakquisition unterstützen, sondern er kann satzungskonform um natürliche Personen als DMs werben und so als stärkster Konkurrent der OVs auftreten! Entsprechend schwächt der BDPh mit seiner Marketing-Strategie die Wettbewerbsposition der OVs um neue Mitglieder massiv, wie folgende Beispiele zeigen:

1) Es gibt kein klares unmissverständliches Bekenntnis und Werben des BDPh in seinen Medien (z.B. Homepage, Zeitschrift „philatelie“) für die OVs als die tragenden Säulen und Ausbildungsvereine in der organisierten Philatelie im Bereich „Breitensport“. So spielen in der gültigen BDPh-Satzung (wie auch im aktuellen Entwurf!) die OVs überhaupt keine Rolle, dafür gibt es aber eigene Paragraphen z.B. für das „Consilium Philatelicum“. Auch dies bestätigt eindrucksvoll, dass der BDPh sich lieber im Glanz und Gloria des „Spitzensports“ sonnt, als in den Niederungen des „Breitensports“ der OVs, die ihn jedoch seit jeher hauptsächlich finanzieren.

2) Mehrfachbeitragsabführungen bei mehrfachen OV-Mitgliedschaften (nicht aber beispielsweise bei mehrfachen Mitgliedschaften in Argen!).

3) Einführung der Einzelmitgliedschaft für natürliche Personen im Jahr 1996 als größter Sündenfall der organisierten Philatelie: Welcher Bundesverband (wie z.B. im Fußball (DFB) oder Schach (DSB)), in dem LVs und OVs organisiert sind, hat natürliche Personen als Mitglieder? Welcher Bundesverband tritt ungeniert als direkter Konkurrent zu seinen OVs im Werben um natürliche Personen als Mitglieder auf?
So wirbt der hauptsächlich von OVs finanzierte BDPh seit Jahren preisaggressiv um DMs in typischen OV-„Breitensport“-Revieren. So hat der BDPh allein im Frühjahr 2015 bei Abo-Kunden der Deutschen Post AG rund 200 DMs neu gewonnen, d.h. Mitglieder, die heute mehr denn je den OVs fehlen!

4) Satzungswidrige Einführung der Arge-DM im Jahr 2015 nach undurchsichtigen, undemokratischen Hinterzimmer-Mauscheleien zum gleichen BDPh-Beitrag wie eine OV-Mitgliedschaft (15 €). Bis heute gibt es keinen expliziten Beschluss auf einer BDPh-HV zur Einführung des neuen BDPh-Mitgliedschaftsmodell „ArGe-DM“, wie er laut Satzung erforderlich wäre. Die Einführung der Arge-DM wurde im BDPh-Forum mit dem eigentlich alles sagenden Satz „Wenn ein Ortsverein sich auflöst…“ begründet: OVs sollen sich nach BDPh-Strategie auflösen, damit aus der Konkursmasse lukrative DMs gewonnen werden können! Daher wurden die OVs als Hauptbetroffene zur Einführung der Arge-DMs überhaupt nicht befragt, sondern wurden einfach durch den BDPh bzw. ihre LVs, die angeblich ihre Interessen vertreten, übergangen.

Durch die Arge-DMs werden den OVs weitere potenzielle überlebenswichtige Mitglieder entzogen und zwar aus dem Zukunftspool der bereits ausgebildeten, engagierten, organisationsaffinen und vergleichsweise jungen Sammler. Seit Einführung der Arge-DMs ist es für OVs noch schwerer geworden, neue Mitglieder aus dem „Spitzensport“-Revier der Argen zu gewinnen: So informieren sich alte und neue Sammler heute zunehmend über das Internet, was und wie sie am besten sammeln, und werden dadurch i.d.R. direkt auch zu Argen gelotst (was grundsätzlich begrüßenswert ist!). Bei Argen bekommt ein neuer engagierter Sammler eine günstige Arge-DM angeboten, so dass der bisherige Weg zum nächstgelegenen OV für durchschnittlich rund 30-35 € oder zum BDPh als Einzelmitglied (für 42€) entfällt. Warum soll ein BDPh-loser Sammler, der Mitglied in einer Arge werden wird, auch Mitglied bei einem OV werden, wenn eine OV-Mitgliedschaft zum einen deutlich teurer ist als eine Arge-DM und zum anderen ein OV ihm i.d.R. für seine spezielle Sammlung auch keinen philatelistischen Mehrwert bieten kann? Entsprechend spielen für Argen die OVs keine Rolle mehr, so dass auch die bewährte Symbiose OV und Arge schleichend zerstört wird. So bieten Argen neuen BDPh-losen Arge-Mitgliedern nur noch die „Einzelmitgliedschaft, erweitert“ (!) an und weisen nicht mehr auf die Möglichkeit einer OV-Mitgliedschaft hin (Abbildung 1).

Durch die Arge-DMs verlieren die OVs das beste Mitgliederpotenzial, zumal sich auch viele Arge-Mitglieder in ihren OVs aktiv engagieren (z.B. in Ämtern). Trotz deutlicher Bedenken gegen Arge-DMs, deren Anzahl inzwischen dynamisch wächst (Tabelle 1: 117 neue Arge-DMs in 2016 (+239% im Vergleich zum Vorjahr!)), wurde auch auf der BDPh-HV 2017 in Lutherstadt Wittenberg nichts unternommen, um diese für OVs extrem schädliche Entwicklung zu korrigieren: Von den insgesamt 166 Arge-DMs zum 31.12.2016 wären wie bisher die meisten vor Einführung der Arge-DMs Mitglied in einem OV geworden und hätten ihn direkt (durch aktives Engagement) oder indirekt (durch Beitragszahlung) gestärkt. Diese neuen Arge-DMs fehlen heute den OVs und künftig ist davon auszugehen, dass künftig so gut wie kein neues Arge-Mitglied auch Mitglied in einem OV werden wird. Für OVs bleiben im Wettbewerb um neue Mitglieder nur noch die Krümel aus den Pools „Anfänger/ Wiedereinsteiger“, „Ü60er“ und „frustrierte Erben“ übrig. Neue Mitglieder, die sich aktiv in OVs einbringen, werden für OVs so selten wie ein Lottogewinn. Durch die satzungswidrige Einführung der Arge-DMs hat der BDPh das Sterben der OVs mit Vorsatz und in vollem Bewusstsein beschleunigt.



Abbildung 1: Ausschnitt Innenseite des Werbeflyers 2017 der Arge Thurn und Taxis

Trotz dieser offensichtlichen Missstände zu Lasten der OVs konnte der BDPh auf seiner HV 2017 die Arge-DMs nicht abschaffen oder zumindest OV-verträglich gestalten, sondern rechtfertigte die Existenz der nach wie vor satzungswidrigen Arge-DMs durch fragwürdige Ausführungen (à la „Arge-DMs sind eigentlich Einzelmitgliedschaften zu einem ermäßigten Beitrag“).
Der von OVs finanzierte BDPh hat dank der immensen Werbewirkung seiner Marke seine Strategie zum Gewinn neuer DMs aus den „Breitensport-“ und „Spitzensport-“ Revieren perfektioniert – und dies zum Schaden aller OVs:
Durch seine DM-Modelle (Einzelmitgliedschaft und Arge-DM) konterkariert der BDPh auch den Gemeinschaftsgedanken der organisierten Philatelie, weil er Individualinteressen über OV-Interessen stellt und dies, obwohl die Gemeinschaft der OVs den BDPh seit dessen Gründung trägt und finanziert.

Seit 12/2014 hat der WPhV in Gesprächen, in Internet-Foren, auf der BDPh-HV 2017 oder zuletzt am 28.10.2017 auf der Messe Sindelfingen versucht, den BDPh zu überzeugen, dass der BDPh für die OVs nicht die Rolle als Verleger und Verteiler der Zeitschrift „philatelie“, sondern die OVs aktiv bei der Mitgliedergewinnung unterstützen muss, wenn er für OVs einen tatsächlichen Nutzen bieten will. Um dieser Rolle gerecht zu werden, nannte der WPhV dem BDPh u.a. die Möglichkeiten

• Abschaffung der Arge-DMs (im Sinne der Mehrheit der OVs im LV Südwest).
• Weitervermittlung von BDPh-DMs an OVs zur Betreuung.
• Ein deutlich erhöhter BDPh-Beitrag von 75 € für DMs, d.h. um den „Faktor 5“ im Vergleich zum OV-Beitrag, wie er 1996 bei der Einführung der Einzelmitgliedschaften vereinbart wurde (BDPh-Beitrag im Jahr 1996 bei Einführung 60 Deutsche Mark für Einzelmitglieder und 12 Deutsche Mark für OV-Mitglieder). Über die Jahre wurde der „Faktor 5“ immer mehr aufgeweicht (heute 2,8), was die Wettbewerbsfähigkeit der OVs um neue Mitglieder weiter schwächt.
• Abschaffung der Mehrfachbeitragsabführung bei mehrfachen OV-Mitgliedschaften.
• Attraktivere Darstellung der OVs und deren Leistungen auf der BDPh-Homepage.

Der BDPh zeigt zwar in Worten Einsicht für OV-Interessen, aber nicht mit Taten. Ganz im Gegenteil zu seinen Worten zementiert der BDPh alle Missstände, wie zuletzt auf seiner HV 2015, wo er 6 € statt 3 € Beitragserhöhung (und damit eine weitere Aufweichung des „Faktors 5“) für OV-Mitglieder forderte, oder auf seiner HV 2017, wo er alle Anträge, die OV-Interessen beinhalteten, nicht aktiv unterstützte (z.B. durch Wortbeiträge), so dass diese mehrheitlich von den LVs, deren Vorsitzende eigentlich OV-Interessen vertreten sollten, die meisten jedoch nur glänzende Ansteckerles und marmorierte Papierles vom BDPh anstreben, abgeschmettert wurden.

Eine kritisch-nüchterne Analyse der BDPh-Strategie zeigt, dass der BDPh seit Einführung der Einzelmitgliedschaften 1996 und deren Perfektionierung über Arge-DMs 2015 mit Vorsatz gegen OV-Interessen arbeitet. Für aufgeklärte OVs ist daher nicht das „altbackene Hobby“, das Internet oder die Vielzahl an heutigen Freizeitaktivitäten, sondern der BDPh der „natürliche Feind“ im Werben um neue Mitglieder:

► Der BDPh gefährdet durch sein preisgünstiges Dumping-Angebot an Einzel- und Arge-Direktmitgliedschaften für 42 € bzw. 15 € (bzw. 20€ ab 2019) KURZFRISTIG (d.h. in den nächsten 5 Jahren und damit deutlich schneller als in der einfachen Trendfortschreibung aus Kapitel 1.1. und 1.2!) die Existenz von so gut wie allen kleineren und mittleren OVs!

3. Austritt des LV Südwest aus dem BDPh als Lösungsstrategie für die OVs im LV Südwest


Der WPhV und die anderen OVs im LV Südwest sind Mitglied im LV Südwest und nicht im BDPh. Der LV Südwest ist wiederum Mitglied im BDPh und hat mit ihm eine Vereinbarung, nach der alle seine OVs und deren Mitglieder entsprechend auch indirekt Mitglied im BDPh werden müssen und der LV Südwest quasi als Inkasso-Unternehmen entsprechend die BDPh-Beiträge einzieht. Eine BDPh-lose Mitgliedschaft im LV Südwest ist für einen OV bzw. ein OV-Mitglied leider nicht möglich.

Der LV Südwest hat in seiner Satzung unter § 2 Absatz 1 Punkt k die Sicherung und Stärkung seiner OVs verankert und nichts darüber, dass er den BDPh und seine kreativen DM-Modelle zu sichern und zu stärken hat.

Beim Interessenskampf zwischen BDPh und OVs sitzt der LV Südwest wie alle anderen LVs zwischen den Stühlen. Ihm fällt es aus welchen Gründen auch immer schwer, sich eindeutig für die Interessen seiner OVs einzusetzen, wenn diese mit BDPh- Interessen kollidieren. So hat beispielsweise LV Südwest–Chef Dieter Schaile im Vorfeld der BDPh-HV 2017 anderen LVs gebeten GEGEN den LV Südwest-Antrag „Abschaffung der Arge-Direktmitgliedschaften“ zu stimmen, obwohl dieser Antrag in einem basisdemokratischen Prozess im Sommer 2017 die Mehrheit aller OVs im LV Südwest fand. In zwei Gesprächen am 19.09. + 11.11.2017 begründete Schaile, der als Mitglied der Wahlkommission auf der BDPh-HV 2017 bei der fälschlichen Nicht-Entlastung des ex-BDPh-Präsidenten Uwe Decker bereits eine fragwürdige Rolle spielte, sinngemäß damit, dass er sich eher den Interessen der Argen als denen der OVs im LV Südwest verpflichtet sieht, zumal nur rund 40 OVs an der Abstimmung teilgenommen hätten, die Abstimmung somit für ihn nicht relevant wäre.

► Es ist zu befürchten, dass sich im Status Quo der LV Südwest „höheren Interessen“, wie sie angeblich vom BDPh wahrgenommen werden, verpflichtet fühlt, auch wenn diese konträr zu OV-Interessen sind.

Daher muss der LV Südwest von diesem inneren Zwang, „den BDPh bzw. Gott und die Welt zu retten“, befreit werden, indem er aus dem BDPh austritt:

4 Vor- und Nachteile eines Austritts des LV Südwest aus dem BDPh

Bei einem Austritt des LV Südwest aus dem BDPh ist nach WPhV-Einschätzung für die OVs und den LV Südwest mit folgenden Nach- und Vorteilen zu rechnen:

4.1 Nachteile für die OVs im LV Südwest bei einem Austritt aus dem BDPh

• Austritt von OV-Mitgliedern, die BDPh-Leistungen (z.B. Möglichkeiten zu Wettbewerbsausstellungen, Ehrungen, Erhalt der Zeitschrift „philatelie“) für ihr Sammlerglück benötigen.

Dazu ist jedoch anzumerken, dass nur wenige OV-Mitglieder tatsächlich die Leistungen des BDPh benötigen. Wer würde tatsächlich die „philatelie“ als Kaufzeitschrift am Bahnhofskiosk kaufen oder wer ist tatsächlich als BDPh-Aussteller aktiv? So waren im Jahr 2015 nur 2,2 % der OV-Mitglieder im LV Südwest als BDPh-Wettbewerbsaussteller aktiv und diese wenige Prozent Aussteller können bei einem LV-Austritt künftig die BDPh-Leistungen kostengünstig über eine Arge-DM (da sie meist auch in einer Arge organisiert sind) oder über eine Einzelmitgliedschaft für 42 € weiter erhalten. Das Gleiche gilt für diejenigen, die weiterhin die Zeitschrift „philatelie“ beziehen oder BDPh-Ehrungen erhalten möchten.

Die wenigen OV-Mitglieder, die die BDPh-Leistungen benötigen und nur deswegen OV-Mitglied geworden sind, können, falls sie austreten sollten, seitens der OVs leicht verkraftet werden. So kann davon ausgegangen werden, dass die meisten dieser austretenden Mitglieder ihren OV in Zeiten einer drohenden Auflösung, welche nach BDPh-Strategie für alle OVs vorgesehen ist, ihren OV nicht loyal mit Rat und Tat unterstützen und daher so oder so kein Garant einer OV-Existenzsicherung wären.
Darüber hinaus bleiben die meisten austretenden OV-Mitglieder der organisierten Philatelie erhalten, sei es über eine bereits bestehende Arge-Mitgliedschaft oder über Neueintritt als Einzelmitglied oder über einen BDPh-OV in einem anderen LV. Daher ist der Verlust an austretenden OV-Mitgliedern für die organisierte Philatelie relativ gering.

• Keine oder kaum noch in der Philatelieszene bedeutsame BDPh-Veranstaltungen, wie z.B. Deutscher Philatelistentag oder Wettbewerbsausstellungen: Man bleibt künftig nur noch auf regionaler Ebene im Südwesten.

Dazu ist jedoch anzumerken, dass diese BDPh-Veranstaltungen von den beteiligten OVs sehr hohe Kosten und viel Aufwand abverlangen (Organisation, Sherpa-Dienste usw.), aber nur relativ wenig Ertrag bringen. Die OV-Ehrungen über Ansteckerles und Papierles sind nicht nachhaltig. Im Hinblick auf Mitgliedergewinnung -und nur die ist für aufgeklärte OVs ein Maßstab- bringen die BDPh-Veranstaltungen nichts bis wenig angesichts der Kosten und des Aufwands. Diese BDPh-Veranstaltungen dienen vor allem der Selbstbeweihräucherung des BDPhs und der BDPh-Wettbewerbsaussteller.

• [Ihr Argument]: …

4.2 Vorteile für die OVs im LV Südwest bei einem Austritt aus dem BDPh

• Mit gleichem Aufwand kann der LV Südwest künftig mehr für die OVs tun:
Befreit von den Verpflichtungen, den Sorgen und Nöten, die sich aus dem abstrakten und OV-schädlichen BDPh-Konstrukt ergeben, kann sich der LV Südwest zu 100% auf seine eigentliche in der Satzung verankerte Kernaufgabe „Sicherung und Stärkung von OVs“ konzentrieren:
Schätzungsweise die Hälfte des Aufwands im LV Südwest-Management fällt für BDPh-Angelegenheiten an, die für OVs nicht relevant, sondern sogar eher nur schädlich sind. So dienen die Treffen mit dem BDPh vor allem zur „Gehirnwäsche“, um, wie das Beispiel Arge-DM beispielhaft zeigt, insbesondere auch OV-schädliche Vorgehensweisen zu Gunsten des BDPh-Konstrukts beschließen und umsetzen zu können und als Dankeschön dafür langersehnte BDPh-Ehrungen, ob als Aussteller oder Funktionär, zu bekommen.

Durch einen BDPh-Austritt wird das LV Südwest-Management von diesem Sumpf des BDPh-Konstrukts befreit und wird sich in seiner Tätigkeit wieder ausschließlich auf seine OVs konzentrieren. Dadurch wird der LV Südwest für seine Mitglieder attraktiver und kann sogar erfolgreich um neue OVs werben. OV-Austritte (die in der Vergangenheit meist wegen des BDPh erfolgten) werden seltener als die Blaue Mauritius und der LV Südwest stärkt nachhaltig seine Position als OV-Interessensverband.

Ebenso wird sich der LV Südwest bei einem BDPh-Austritt als unabhängiger OV- Interessensverband vor allem für den OV-typischen „Breitensport“ und nicht mehr wie bisher auch dem kostenintensiven „Spitzensport“ verpflichtet fühlen. Der LV Südwest wird zu fast 100% von seinen OVs getragen und diese stehen für den „Breitensport“. Der BDPh ist hingegen strukturbedingt dem Glanz und Gloria des „Spitzensports“ (z.B. Wettbewerbsausstellungen, Consilium Philatelicum) zugeneigt und benützt hierfür die LVs, obwohl deren OVs mit „Spitzensport“ eher nichts zu tun haben. Durch einen Austritt wird sich der LV Südwest auf den „Breitensport“ der OVs (z.B. publikumswirksame Werbeausstellungen statt Rahmenwüsten der Insider-Wettbewerbsausstellungen) konzentrieren und so die OVs damit stärken.

• Dank seiner Finanzkraft kann der LV Südwest einen Rettungsplan zur Sicherung und Stärkung der OV konzipieren und auch umsetzen, ohne auf „übergeordnete Interessen“ Rücksicht nehmen zu müssen:

Die von den OVs in Generationen erwirtschafteten Finanzanlagen des LV Südwest betragen aktuell rund 430 T€ (Südwest Aktuell Heft 267 (September 2017), S.11). Natürlich wecken diese Finanzanlagen Begehrlichkeiten auch bei denen, die keinen Cent dazu beigetragen haben. Da diese Finanzanlagen seit Jahrzehnten trotz bedrohlicher Rückgänge in den Mitgliederzahlen usw. nicht investiert werden, liegt die Vermutung nahe, dass sie zum Zeitpunkt X dem BDPh und/ oder der mit ihm verbandelten „Spitzenphilatelie“ für irgendwelche „übergeordnete Interessen“ (z.B. prestigeträchtigen Veranstaltungen o.ä.) zur Verfügung gestellt werden sollen. Für diese Vermutung spricht auch, dass der BDPh zum einen stets klamm ist und zum anderen –abgesehen von Ära Decker- mit den ihm direkt oder indirekt anvertrauten Finanzmitteln nicht seriös wirtschaften kann, wovon beispielsweise die bis 12/2016 deutlich überteuerte Herstellung der Zeitschrift „philatelie“ und die Millionenverluste der Stiftung zur Förderung der Philatelie und Postgeschichte zeugen.

Durch einen Austritt aus dem BDPh wird der LV Südwest auch die Bürde los, sich um die organisierte Philatelie und um jedes Arge-DM in ganz Deutschland und in der ganzen Welt verantwortlich fühlen zu müssen. Angesichts der Existenznot so gut wie aller OVs im LV Südwest kann der LV Südwest endlich befreit von möglichen „übergeordneten Interessen“ seine Finanzmittel zu einem Rettungsplan zur Sicherung und Stärkung seiner OVs investieren. Dabei bietet sich nach WPhV-Einschätzung ein Internet-und Social Media-Masterplan für alle OVs im LV Südwest an:

Der LV kann als Vertreter seiner OVs von qualifizierten IT-Schmieden Angebote zur Internet- und Social-Media-Präsentation all seiner OVs bei IT-Schmieden einholen, diese prüfen und das am besten geeignete Angebot umsetzen:

Ziel ist es, dass alle OVs im LV Südwest eine moderne zeitgemäße Internet-und Social-Media-Präsenz bekommen, die leicht zu verwalten (z.B. für Aktualisierungen) ist und deren Pflege und Wartung von der IT-Schmiede übernommen wird. Durch eine solche Präsenz werden die OVs auch für unorganisierte Sammler im Internet so interessant, dass sie auch real besucht werden. Heute – so die Erfahrung des WPhV – reibt sich jeder OV mit seiner Internet-Präsenz auf, weil zum einen in den OVs i.d.R. kein Know-how und keine Kompetenz hierfür vorhanden sind und zum anderen für keine IT-Schmiede eine einzige OV-Präsentation ein lukratives Geschäft ist.

Mit der Finanzkraft all seiner OVs kann der LV Südwest bei IT-Schmieden zeitgemäße Internet- und Social-Media-Präsentationen für alle OVs (die einen Eigenbeitrag leisten sollten) für relativ wenig Geld und Aufwand erreichen.

• Bei einem BDPh-Austritt können die Beiträge an den LV Südwest für die OVs deutlich gesenkt werden, da der BDPh-Beitrag (15 € p.a.) nicht mehr anfällt. Seitens der OVs kann diese Beitragsermäßigung an die Mitglieder weitergegeben und/ oder das Leistungsangebot ausgeweitet werden.
Eine Mitgliedschaft in einem OV wird attraktiver, weil die Mitgliedsbeiträge günstiger werden und/ oder die Leistungen attraktiver werden (z.B. Anschaffung neuer Kataloge).

• Neugründung und Wiedergewinnung von OVs für den LV Südwest:

Es gibt zahlreiche OVs im Gebiet des LV Südwest, die nicht Mitglied im LV Südwest sind. Die meisten OVs, die aus dem LV Südwest ausgetreten sind, sind nach Einschätzung des WPhV nicht wegen des LV Südwest ausgetreten, sondern wegen des BDPh. Entsprechend leicht können diese verlorenen gegangenen OVs wieder zurückgewonnen und so die reale Vor-Ort-Philatelie in der Fläche durch das gemeinsame Dach LV Südwest gesichert und gestärkt werden. Bei einer Umsetzung des Internet- und Social Media-Masterplans können umso leichter neue OVs für den LV Südwest gewonnen werden.

• Ein Austritt des mitgliederstarken LV Südwest aus dem BDPh wird ein wichtiger Impuls dafür sein, dass der BDPh sein Modell der DMs OV-verträglich gestalten muss, was er sonst freiwillig, wie seine HV 2017 eindrucksvoll bestätigte, niemals tun würde.

Der LV Südwest leistet sich den BDPh, braucht ihn aber nicht wirklich. Durch einen Austritt des LV Südwest wird der BDPh finanziell deutlich geschwächt. Schon allein aus wirtschaftlichen Gründen muss daher der BDPh einen Konsens mit dem LV Südwest anstreben, aber diesen Konsens wird es nur geben, wenn die OVs davon konkret (d.h. über eine echte deutliche Verbesserung der Wettbewerbsposition um neue Mitglieder!) profitieren:
Sollte der BDPh zum Umdenken bereit sein und dies nicht durch Worte, sondern durch Taten unter Beweis stellen (z.B. OV-verträgliche Reform der DMs im Sinne von 1996) kann zum LV Südwest-Tag 2020 wieder ein Eintritt in den BDPh beschlossen und so eine Win-Win-Situation für die Gemeinschaft der organisierten Sammler geschaffen werden.

• [Ihr Argument] ...

4 Fazit

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Wenn die OVs als philatelistische reale Vor-Ort-Infrastrukturen erhalten bleiben sollen, dann müssen die OVs und der LV Südwest als ihr Interessensvertreter so schnell wie möglich aktiv werden und alles auf den Prüfstand stellen!

Ein Zeitspiel à la „Entwicklungen beobachten“ u.a.m. gehen zu Lasten der OVs, weil diese nämlich keine Zeit mehr haben, denn für sie ist es bereits 5 nach 12.

Ebenso sind Aussagen und Strategien wie „OVs selbst schuld, weil sie keine charismatischen „Menschenfänger“ in Amt und Würden haben“, „Weiter so“ „Wer bekommt den Schwarzen Peter?“, „Survival of the fittest“, „Neuer Marketing-Plan“ oder „Homöopathische Verbesserungen“ weder kurzfristig noch mittel- und langfristig hilfreiche Beratungsansätze oder gar Überlebensstrategien für OVs!

Neue Mitglieder sind das Lebenselixier von uns OVs! Ein Austritt des LV Südwest aus dem BDPh ist für alle OVs im LV Südwest die beste Möglichkeit, schnell, risikolos, kostengünstig, wirkungsvoll und nachhaltig die Wettbewerbsposition um neue überlebenswichtige Mitglieder zu stärken!

Dies erfolgt zum einen über einhergehende Investitionen des LV Südwest zur Internet- und Social Media-Ertüchtigung aller OVs und zum anderen über eine entscheidende Schwächung des BDPh, der gezwungen sein wird, seine DMs endlich OV-verträglich zu gestalten. Angesichts der Entwicklung der letzten Jahre gibt es nach WPhV-Einschätzung keine andere effiziente Erfolgsstrategie für uns OVs!

Stuttgart 28.11.2017

Dr. Johannes Feifel (Erster Vorsitzender WPhV) / Markus Stock (Zweiter Vorsitzender WPhV)
 
saeckingen Am: 04.12.2017 13:22:46 Gelesen: 1658# 381 @  
Hingegen bewegten sich die BDPh-Direktmitgliedschaften (DM) von 2014 bis 2016 auf einem stabilen Niveau. Zwar waren bei den 1996 eingeführten Einzelmitgliedschaften auch Rückgänge zu verzeichnen, doch konnten diese durch die 2015 eingeführten Arge-DM ausgeglichen werden. So konnten im Jahr 2016 insgesamt 117 (!) neue Arge-DM begrüßt werden.

Und aus eigener Erfahrung bei zwei Arbeitsgemeinschaften kann ich sagen, dass das Einzelmitglieder im BDPh waren oder Mitglieder die bislang nicht im BDPh angemeldet waren, weil sie nicht in einen Ortsverein wollten und die Einzelmitgliedschaft im BDPh als zu teuer empfanden. Den Ortsvereinen ging da niemand verloren.

Quatsch wird also nicht richtig, nur weil man ihn ständig wiederholt.

Ansonsten kann ich den Ortsvereinen nur sagen - man muss (potentiellen Neu-)Mitgliedern etwas bieten! Wer das nicht schafft, der stirbt!

Ich persönlich habe als Mitglied eines Ortvereines im Landesverband Südwest nur einen Vorteil der Mitgliedschaft in meinem Ortsverein - die "philatelie". Dazu natürlich die für ArGe-Mitgliedschaften erforderliche BDPh-Mitgliedschaft. Sollte der Landesverband aus dem BDPh austreten, werde ich dann leider auch aus meinem Verein austreten müssen und mich über eine Arbeitsgemeinschaft im BDPh anzumelden.

Vielen anderen ArGe-Mitgliedern, Ausstellern und Interessenten an der Zeitschrift "philatelie" wird es gleich ergehen. Daher bin ich mir sicher, dass dieser Antrag - sollte er durchkommen - den Ortsvereinen sehr schaden würde.
 
HPHV Am: 04.12.2017 13:46:24 Gelesen: 1633# 382 @  
@ saeckingen [#381]

Bei einem Austritt des LV aus dem BDPh ist davon auszugehen, dass sich die Ortsvereine spalten werden und ein neuer LV, der dann Mitglied im BDPh werden wird, gegründet wird. Zudem wird es zu erheblichen "Reibungsverlusten" - sprich erheblichen Mitgliederaustritten - kommen.

Es ist aber davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Delegierten beim LV-Tag nicht auf diesen Querulanten reinfallen werden.

Er sollte lieber mal erklären, warum er nicht die Abschaffung der Direktmitgliedschaft im Landesverband Südwest fordert, sondern nur die im BDPh.

http://www.briefmarken-suedwest.de/Mitglied-werden/index.htm
 
drmoeller_neuss Am: 05.12.2017 13:18:42 Gelesen: 1457# 383 @  
Man muss nicht Rumpelstiltzchens Meinung vertreten, aber hier wäre für mich auch das Mass voll:

So hat beispielsweise LV Südwest–Chef Dieter Schaile im Vorfeld der BDPh-HV 2017 anderen LVs gebeten GEGEN den LV Südwest-Antrag „Abschaffung der Arge-Direktmitgliedschaften“ zu stimmen, obwohl dieser Antrag in einem basisdemokratischen Prozess im Sommer 2017 die Mehrheit aller OVs im LV Südwest fand. In zwei Gesprächen am 19.09. + 11.11.2017 begründete Schaile, der als Mitglied der Wahlkommission auf der BDPh-HV 2017 bei der fälschlichen Nicht-Entlastung des ex-BDPh-Präsidenten Uwe Decker bereits eine fragwürdige Rolle spielte, sinngemäß damit, dass er sich eher den Interessen der Argen als denen der OVs im LV Südwest verpflichtet sieht, zumal nur rund 40 OVs an der Abstimmung teilgenommen hätten, die Abstimmung somit für ihn nicht relevant wäre.

Ich gehe einmal davon aus, dass die LV-Tagung ordnungsgemäss geladen war und die Abstimmung so stattgefunden hat. Dann hat der LV gefälligst den Antrag zu vertreten und sich irgendwelcher Kommentare zu enthalten, auch wenn der Vorsitzende eine andere Meinung vertritt. Genauso wie Mutti manchmal die Zähne zusammenbeissen muss, und Gesetzesvorhaben durchbringt, die nicht auf ihrem Mist, sprich ihrer Partei gewachsen sind.

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

Es wäre nur konsequent, wenn der WPhV aus dem LV austreten würde. Ich bin nicht der einzige, der die Meinung vertritt, dass sich die LVs überlebt haben. Immerhin zahlt der WPhV auch einen ordentlichen dreistelligen Betrag an den LV. Das Geld liesse sich im Verein sicher besser einsetzen.
 

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