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Thema: Motiv: Feldherren und Militärführer auf Briefmarken, Stempeln und Belegen
Das Thema hat 160 Beiträge:
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merkuria Am: 12.03.2017 09:11:30 Gelesen: 9030# 136 @  
Gustaf Mauritz Armfelt (finnisch Kustaa Mauri Armfelt) war ein finnlandschwedischer General und Staatsmann. Armfelt begann seine Karriere als Offizier in der Leibgarde des schwedischen Königs, dem er zweimal das Leben rettete. 1788-1790 erwarbt er sich im Krieg Schwedens gegen Russland und dessen Verbündete Dänemark militärischen Ruhm und seine Ernennung zum Generalmajor. Nach unzähligen, teils erfolglosen Militäroperationen sowie Intrigen am schwedischen Hof, fiel er in Ungnade und wurde aus Schweden ausgewiesen. Er begab sich nach Russland in die Dienste von Zar Alexander und wurde hier bald in den Grafenstand erhoben. Als ernannter Präsident des Komitees für die finnischen Angelegenheiten und zum Mitglied des russischen Senats ernannt, wirkte er auf diesem Posten eifrig für die Interessen seiner Heimat Finnland. Er setzte sich auch dafür ein, Finnlands Hauptstadt von Turku nach Helsinki zu verlegen.



Finnland ehrte General Armfelt am 1. Januar 1936 innerhalb einer Wohltätigkeitsausgabe (Mi Nr. 195)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Gustaf_Mauritz_Armfelt
 
wajdz Am: 17.03.2017 18:02:01 Gelesen: 8827# 137 @  
Maarten Harpertszoon Tromp (* 23. April 1598 in Den Briel; † 10. August 1653, gefallen in der Seeschlacht bei Scheveningen) war ein bedeutender Admiral der Niederlande.

MiNr 414



Im Ersten Englisch-Niederländischen Seekrieg 1652–1653 befehligte Tromp die niederländische Marine auf seinem Flaggschiff Brederode in mehreren Seeschlachten.



In der letzten Schlacht bei Scheveningen wurde er von einem englischen Scharfschützen tödlich getroffen.

MfG Jürgen -wajdz-

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=nl&u=http://www.historien.nl/maarten-harpertszoon-tromp-1598-1653/&prev=search
 
merkuria Am: 18.03.2017 20:56:01 Gelesen: 8759# 138 @  
Nikolaos Plastiras [1] (griechisch Νικόλαος Πλαστήρας) war ein griechischer General und Politiker. Seine militärische Karriere begann er 1904 bis 1908 bei Kämpfen gegen Bulgarien und das Osmanische Reich und nahm als Unterleutnant von 1912 bis 1913 an den Balkankriegen teil. Nach dem Ersten Weltkrieg war er 1919 als Oberst Kommandeur des 42. Evzonenregimentes in der Ukraine, mit dem er dort letztlich erfolglos gegen die Rote Armee kämpfte.

Im darauf folgenden Griechisch-Türkischen Krieg von 1919 bis 1923 war Oberst Plastiras mit seinem Evzonenregiment einer der erfolgreichsten Truppenführer. Er rettete unter anderem tausende anatolische Griechen aus türkischer Hand, was ihm in Griechenland natürlich große Popularität einbrachte. Bald übernahm Plastiras die Kontrolle über das Land und gehörte zu den Mitbegründern der Griechische Republik. Verschiedene Machtgerangel und Putsch’s zwangen ihn 1933 ins Exil. Nach seiner Rückkehr nach Griechenland war er von 1945 mit mehreren Unterbrüchen Ministerpräsident bis er 1952 abgewählt wurde.



Griechenland ehrte General Plastiras am 11. Juli 1983 innerhalb einer Sonderausgabe anlässlich seines 100. Geburtstages. (Mi Nr. 1521)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Nikolaos_Plastiras
 
wajdz Am: 19.03.2017 11:01:40 Gelesen: 8721# 139 @  
Milan Rastislav Štefánik (* 21. Juli 1880 in Košariská; † 4. Mai 1919 in Ivanka pri Dunaji) war ein slowakischer Politiker, Astronom, Diplomat, Offizier, französischer Militärpilot, General, Gründer der Tschechoslowakischen Legionen im Ersten Weltkrieg und gilt neben Tomáš Garrigue Masaryk und Edvard Beneš als einer der drei Gründerväter der Ersten Tschechoslowakischen Republik.

MiNr 1875



Von 1918 bis 1919 war er der erste tschechoslowakische Kriegsminister. Štefánik starb kurz nach der Entstehung der ČSR beim Absturz seines Flugzeuges in Vajnory. Die Ursachen des Vorgangs wurden nie vollständig geklärt.

MfG Jürgen -wajdz-

https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=sk&u=http://www.osobnosti.sk/osobnost/milan-rastislav-stefanik-392&prev=search
 
merkuria Am: 21.03.2017 08:48:18 Gelesen: 8622# 140 @  
Yi Sun-sin [1] (koreanisch 이순신) war ein koreanischer Militärführer und Admiral im 16. Jahrhundert. Er führte zeitweise die koreanischen Seestreitkräfte während des japanischen Aggressionskrieges zwischen 1592 und 1598 und trug entscheidend zur Abwehr einer japanischen Invasion bei. Zu Lebzeiten war Yi Sun-sin mehrmals Opfer von internen Intrigen, da er oftmals mit seinen eifersüchtigen und korrupten Vorgesetzten aneinandergeriet. Durch die hervorragende Ausnutzung der Topografie und der Meeresströmungen in den Küstengewässern gelang es ihm 1597, der japanischen Flotte (333 Schiffe) in der Schlacht von Myongnyang eine verheerende Niederlage zuzufügen, ohne auch nur eines seiner eigenen Schiffe zu verlieren. Massgeblich zu seinen Erfolgen haben auch die von ihm entwickelten Schildkrötenschiffe beigetragen [2].

Yi Sun-sin wurde in einer der letzten Schlachten des Krieges, der Schlacht an der Noryang-Straße 1598, von einer Musketenkugel tödlich verwundet. Sein Tod wurde bis zum Ende der Schlacht geheim gehalten um die Truppen nicht zu demoralisieren! Viele der Ehrungen, unter denen Yi heute bekannt ist, wurden ihm erst nach seinem Tod verliehen.

Admiral Yi Sun-sin wird sowohl in Süd- wie auch in Nordkorea noch heute hoch geachtet.



Südkorea ehrte ihren grossen Sohn ein erstes Mal am 1. Oktober 1949 innerhalb einer Freimarkenausgabe (Mi Nr. 62) sowie am 11. November 1955 anlässlich des 10. Gründungstages der koreanischen Marine (Mi Nr. 206)



Nordkorea ehrte Admiral Yi und seine Schildkrötenschiffe am 30. Mai 1983 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 2368)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Yi_Sun-sin
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Schildkr%C3%B6tenschiff
 
merkuria Am: 24.03.2017 08:48:37 Gelesen: 8448# 141 @  
Tōgō Heihachirō (japanisch 東郷 平八郎) war ein japanischer Admiral. Von 1871 bis 1878 studierte Tōgō Seekriegsführung in England. Seine militärischen Erfolge im Chinesisch-Japanischen Krieg 1894 und im Russisch-Japanischen Krieg 1904/1905 machten ihn nacheinander zum Chef der Marinestabsakademie, dem Kommandeur der Marineakademie in Sasebo und zum Kommandeur der stehenden Flotte. Später war Tōgō Chef des Admiralstabs und wurde zum Grafen ernannt, auch war er Mitglied im Obersten Kriegsrat. 1913 erhielt Tōgō den Ehrentitel eines Flottenadmirals. Von 1914 bis 1924 war er mit der Erziehung des Prinzen Hirohito, des späteren japanischen Kaisers beauftragt.



Japan ehrte Admiral Tōgō am 1. August 1937 innerhalb einer Freimarkenausgabe (Mi Nr. 257)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dg%C5%8D_Heihachir%C5%8D
 
skribent Am: 24.03.2017 18:21:54 Gelesen: 8407# 142 @  
Guten Abend Zusammen,

abgebildet auf dem Zudruck eines neu erschienenen russischen EWCS das Konterfei von Semyon Konstantinovich Kurkotkin (1917-1990)



1983 wurde er zum Marschall der Sowjetunion ernannt, vorher befehligte er ab 1968 den Transkaukasus-Militärbezirk und später ab 1971 die sowjetischen Streitkräfte in der DDR.

Ab 1972 wurde er stellvertretender Verteidigungsminister.

Er wurde Held der Sowjetunion, bekam 5 Lenin-Orden und 10 weitere verliehen und stieg 1988 zum Inspektor-General der Sowjetischen Armee auf.

MfG >Franz<
 
wajdz Am: 28.03.2017 21:13:15 Gelesen: 8153# 143 @  
@ wajdz [#139]

Als einer der Gründer der Tschechoslowakei wurde Dr Milan Rastislav Stefanik merfach auf Freimarken geehrt



MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 24.04.2017 22:13:55 Gelesen: 5852# 144 @  
@ wajdz [#107] Ergänzung

Bernardo O’Higgins, trat sein Amt als Supremo Director am 16. Februar 1817 an. Am 12. Februar 1818 wurde Chile unabhängig.



Er entsandte 1820 ein Geschwader zur Befreiung Perus von der Vorherrschaft Spaniens, bestehend aus 25 Schiffen, 8 Kriegs- und 17 Transportschiffen. unter Vizeadmiral Thomas Alexander Cochrane. Die Mannschaft der Kriegsschiffe bestand aus 1600 Mann.

MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 02.05.2017 09:05:35 Gelesen: 5248# 145 @  
Ein untrennbar mit Israel verbundener Militärführer und Politiker ist Mosche Dayan (1915-1981). Sein unverkennbares Erkennungszeichen ist die schwarze Augenklappe, die er seit dem Verlust eines Auges bei einem Militäreinsatz im Sommer 1941 trägt. Dayan war der Sohn ukrainischer Einwanderer und trat bereits mit 14 Jahren der zionistischen paramilitärischen Untergrundorganisation Haganah während des britischen Mandats in Palästina bei. 1939–1941 war er infolge illegaler Tätigkeit gegen die Briten inhaftiert. Nach der Gründung des Staates Israel wirkte Dajan in verschiedenen wichtigen Positionen im Israelischen Unabhängigkeitskrieg. Zuerst war er der Kommandeur über die Verteidigungsbemühungen im Jordantal. Später übernahm er die Leitung der israelischen Delegation bei den Friedensverhandlungen auf Rhodos. Im Jahr 1954 wurde er Generalstabschef und Oberkommandierender der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (bis 1958). Als Verteidigungsminister erwarb Dajan vor allem durch seine Verdienste während des Sechstagekrieges hohes Ansehen in Israel sowie einen großen Bekanntheitsgrad in der Welt.



Israel ehrte Mosche Dayan am 9. November 1988 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 1108)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Mosche_Dajan
 
DERMZ Am: 06.05.2017 08:06:07 Gelesen: 5112# 146 @  
Guten Morgen,

vor etwa 105 Jahren, nämlich im September 1912 war der Deutsche Kaiser Wilhelm II zum Staatsbesuch in die Schweiz gereist.



2012 schrieb die NZZ (Neue Zürcher Zeitung) über dieses Besuch unter anderem: "Der Pomp, der den Empfang des Kaisers umrahmte, war eine für die Schweiz erstmalige – und in ihrer verschwenderischen Form einmalige – Erfahrung."

Es muss wohl eine bemerkenswerte Reise gewesen sein. Auf der Karte ist links neben Kaiser Wilhelm II. der damalige Schweizer Bundespräsident Ludwig Forrer zu sehen, ferner noch das Großmünster von Zürich.

Wünsche ein schönes Wochenende

Olaf
 
merkuria Am: 10.05.2017 09:02:39 Gelesen: 4970# 147 @  
Muammar al-Gaddafi (1942-2011) ist uns allen als ehemaliges Staatsoberhaupt von Libyen bekannt. Im Alter von 27 Jahren stürzte er mit seinem „Bund freier Offiziere“ am 1. September 1969 König Idris durch einen unblutigen Putsch und übernahm als Führer einer Militärjunta die Macht im Lande. Seine Innen- wie Aussenpolitik bleibt auch nach seinem Tod noch sehr umstritten. Im Februar 2011 kam es nach den Unruhen in den benachbarten Staaten Ägypten und Tunesien auch in Libyen zu einem Aufstand, in dessen Verlauf erstmals öffentlich der Sturz Gaddafis gefordert wurde. Dieser lehnte jegliche Forderungen der Rebellen ab, worauf es zum bewaffneten Konflikt kam. Nach dem Fall von Tripolis verschanzte er sich in seine Heimatstadt Sirte. Bei einem Ausbruchversuch aus dem belagerten Sirte wurde er am 20. Oktober 2011 von Rebellen gefasst und ohne Verfahren hingerichtet.



Libyen verausgabte am 1. September 1981 diese Blockausgabe (Mi Nr. 921/Block 51) anlässlich des 12. Jahrestages der Septemberrevolution (Militärputsch von Oberst Gaddafi)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Muammar_al-Gaddafi
 
merkuria Am: 13.05.2017 08:51:08 Gelesen: 4790# 148 @  
Henry Knox (1750-1806) [1] war ein Brigadegeneral im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und später US-Kriegsminister in George Washingtons erstem Kabinett. Knox, der sich als ehemaliger Buchhändler im Selbststudium grosse militärische Kenntnisse, insbesondere auf dem Gebiet der Artillerie aneignete, wurde zum obersten Artillerieoffizier der Kontinentalarmee ernannt. In dieser Eigenschaft verhalf er den Truppen George Washington‘s zu zahlreichen Siegen. Das nach ihm benannte Fort Knox, in welchem heute die weltweit grössten Goldreserven eingelagert sind, erinnert an diese Persönlichkeit.



Die US-Post ehrte Knox am 12. Juli 1983 mit einer Freimarkenausgabe (Mi Nr. 1760).

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Knox
 
merkuria Am: 16.05.2017 08:51:03 Gelesen: 4463# 149 @  
Tōjō Hideki (1884-1948) [1] war ein General der Kaiserlich Japanischen Armee, Führer der Einheitspartei Taisei Yokusankai (deutsch: Kaiserliche Unterstützungspartei) und der 40. Premierminister von Japan. 1899 wurde Tōjō Kadett der Heeresoffizierschule und verließ diese im März 1905 um als Leutnant der Infanterie zu dienen. Der begabte Berufsoffizier hatte sich bis 1928 zum Oberst hochgedient und 1933 wurde er bereits zum Generalmajor befördert. 1937 wurde Tōjō zum Generalstabschef der Kwantung-Armee befördert und war in dieser Funktion wesentlich für die militärischen Operationen in China verantwortlich. Nach der Kapitulation Japans 1945, machte Tōjō in der amerikanischen Haft einen Selbstmordversuch, der aber von seinen Bewachern vereitelt wurde. 1946 wurde Tōjō vor dem Internationalen Militärtribunal für den Fernen Osten in Tokio als Kriegsverbrecher angeklagt. Am 12. November 1948 wurde er in sieben Anklagepunkten für schuldig befunden (u. a. Führen eines Angriffskrieges sowie unmenschliche Behandlung von Kriegsgefangenen) und zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Urteil wurde am 23. Dezember 1948 vollstreckt.



Somaliland verausgabte 2011 eine Sondermarke mit dem Portrait von Tojo.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/T%C5%8Dj%C5%8D_Hideki
 
merkuria Am: 19.05.2017 09:19:12 Gelesen: 4226# 150 @  
Konstantin Konstantinowitsch Rokossowski (1896-1968) [1] war Offizier der Sowjetunion und Verteidigungsminister der Volksrepublik Polen. Er war Marschall der Sowjetunion und Marschall von Polen.

Als Soldat der Roten Armee nahm er am russischen Bürgerkrieg teil und war er bei dessen Ende Regimentskommandeur bei der Kavallerie. 1937 wurde er im Rahmen der Stalinistischen Säuberungen der Roten Armee verhaftet, degradiert und zu zehn Jahren Gulag verurteilt. Im März 1940 wurde er begnadigt und übernahm zu Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges das 9. mechanisierte Korps. Nach verschiedenen militärischen Erfolgen wurde er zum General befördert. Nach der deutschen Kapitulation bei der Schlacht von Stalingrad verhörte Rokossowski 1943 den in sowjetischer Gefangenschaft befindenden Generalfeldmarschall Friedrich Paulus. Das bei dieser Gelegenheit aufgenommene Foto erschien in allen Zeitungen und machte Rokossowskis Gesicht weltbekannt. Nach Kriegsende kommandierte Rokossowski die Siegesparade vom 24. Juni 1945 in Moskau.

Stalin, der eine energischere Sowjetisierung der polnischen Volksarmee wünschte, ließ Rokossowski in diesem Jahr durch den von der Sowjetunion eingesetzten Präsidenten Bolesław Bierut nach Polen berufen und zum Marschall von Polen und dessen Verteidigungsminister ernennen. 1956 beorderte ihn Nikita Chruschtschow nach Moskau zurück, wo er zum Generalinspekteur der Streitkräfte und stellvertretenden Verteidigungsminister ernannt wurde.



Die Sowjetunion ehrte Marschall Rokossowski am 7. Oktober 1976 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 4296)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Konstantin_Konstantinowitsch_Rokossowski
 
merkuria Am: 22.05.2017 07:44:59 Gelesen: 3950# 151 @  
Wojciech Witold Jaruzelski (1923-2014) [1] war ein polnischer Armeegeneral und Politiker. Nach dem deutschen Einmarsch in Polen 1939 floh Jaruzelski mit seiner Familie nach Litauen wo er nach dem Einmarsch der Roten Armee von der sowjetischen Geheimpolizei ins Altaigebirge zur Zwangsarbeit deportiert wurde. Als Holzfäller erlitt er im sibirischen Winter eine Schneeblindheit, durch die seine Augen dauerhaft geschädigt wurden und ihn später dazu zwangen, in der Öffentlichkeit meist eine dunkle Brille zu tragen. 1943 schloss er sich den unter sowjetischer Fahne kämpfenden Truppen Polens an. Jaruzelskis militärische Karriere wurde nach dem Krieg vom sowjetischen Verteidigungsminister Konstantin Rokossowski [#150] gefördert: mit 33 Jahren wurde er 1956 zum jüngsten polnischen General ernannt. Von 1981 bis 1985 war er Ministerpräsident und von 1985 bis 1990 das Staatsoberhaupt von Polen.



Am 5. Juni 1987 verausgabte Polen das einzige Postwertzeichen mit einem Abbild von Jaruzelski: eine Blockausgabe anlässlich des Treffens des Papstes mit Staatspräsident Jaruzelski (Mi Block 102)



Am 30. Dezember 1984 verausgabte Nordkorea diese Sondermarke (Mi Nr. 2618) anlässlich des Staatsbesuchs von Kim Il Sung in Polen. Auf dieser Marke wird Jaruzelski in Uniform so gezeigt, wie man ihn eigentlich kennt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Wojciech_Jaruzelski
 
wajdz Am: 25.05.2017 23:53:33 Gelesen: 3765# 152 @  
@ wajdz [#125]

Juan Rodríguez Cabrillo oder nach der portugiesischen Schreibweise João Rodrigues Cabrilho (* um 1499; † 3. Januar 1543), war ein portugiesischer Entdecker in spanischen Diensten.

Es taucht 1519 in den Listen der Armee von Hernán Cortés auf. 1520 kam er als Soldat unter der Führung von Pánfilo de Narváez von Kuba nach Mexiko. Nach dem Sieg über die Azteken schloss er sich verschiedenen militärischen Expeditionen im heutigen Südmexiko, Guatemala und San Salvador an. Als Lohn erhielt er Land in Guatemala, wo er zu Reichtum durch Goldabbau mit indianischen Zwangsarbeitern gelangte. 1532 segelte er nach Spanien, heiratete Beatriz Sánchez de Ortega und kehrte mit ihr nach Guatemala zurück. Aus dieser Ehe gingen zwei Söhne hervor. Er etablierte sich als Geschäftsmann in Guatemala, indem er mit von spanischen Handwerkern gebauten Schiffen entlang der Pazifikküste Handel trieb.

Der Vizekönig von Mexiko Antonio de Mendoza ernannte ihn zum Kommandeur einer Segelexpedition die eine Verbindung zwischen dem pazifischen und dem atlantischen Ozean suchen sollte.

MiNr 2322



Im weiteren Verlauf der Reise entlang der kalifornischen Küste gelangte er bis auf die Höhe von San Francisco, ohne jedoch die Bucht selbst zu entdecken. Am 23. November kehrte die Expedition um und verbrachte die nächsten drei Monate im Winterquartier auf der Insel San Miguel. Hier wurde Cabrillo bei einer Auseinandersetzung mit Indianern am 24. Dezember schwer verletzt und verstarb kurz danach. Er wird gilt als Entdecker Kaliforniens.

MfG Jürgen -wajdz-
 
wajdz Am: 03.06.2017 21:24:33 Gelesen: 3129# 153 @  
George Catlett Marshall, Jr. (* 31. Dezember 1880 in Uniontown, Fayette County, Pennsylvania; † 16. Oktober 1959 in Washington, D.C.), ein US-amerikanischer General of the Army und Staatsmann. Seit 1902 in die US Army, kam er1917 nach Frankreich und arbeitete ab 1918 im Hauptquartier der US-amerikanischen Expeditionsstreitkräfte. Er war maßgeblich an Planung und Organisation der Meuse-Argonne-Offensive im Herbst 1918 in der Nähe von Verdun beteiligt, die Deutschland zu einem Friedensangebot zwang.

Ab 1919 konzentrierte er sich dabei auf Ausbildung und Lehre in moderner mechanisierter Kriegführung. Von 1924 bis 1927 war er in Tientsin (China) stationiert und lehrte anschließend an der Infantry School in Fort Benning, Georgia und wurde zum Brigadier General befördert.

MiNr 935



Präsident Franklin D. Roosevelt machte ihn 1939 zum Chief of Staff of the Army, eine Position, die er bis 1945 innehatte. Marshall reformierte die US Army, machte sie für den Krieg bereit und entwickelte die zentrale Strategie für alle alliierten Operationen in Europa. Er machte Dwight D. Eisenhower zum Supreme Commander Allied Expeditionary Force (Oberbefehlshaber in Nordwesteuropa) und plante die Operation Roundup, die die Vorstufe zur späteren Operation Overlord, der Invasion in der Normandie war. Während des Zweiten Weltkriegs koordinierte Marshall alle alliierten Operationen in Europa und im Pazifik. Winston Churchill nannte ihn den „Organisator des alliierten Sieges“, im Time Magazine wurde er „Mann des Jahres“ 1943. Am 16. Dezember 1944 wurde er zum General of the Army ernannt.

MiNr 344



1947 wurde er Außenminister der Vereinigten Staaten unter Präsident Harry S. Truman (Kabinett Truman). Am 5. Juni 1947 umriss er in einer Rede das „European Recovery Program“.

MiNr 2832



Dieser Plan wurde später als Marshallplan bekannt. Das Time Magazine erkor ihn 1947 zum zweiten Mal zum „Mann des Jahres“, 1953 erhielt er für den Marshallplan den Friedensnobelpreis und 1959 den Karlspreis.

MiNr 1926



MfG Jürgen -wajdz-
 
merkuria Am: 05.07.2017 08:54:29 Gelesen: 1159# 154 @  
Francisco Villa mit Spitzname Pancho Villa [1] (1878-1923) war einer der prominentesten Generäle der Mexikanischen Revolution. Villa war erst ein Guerilla-Kommandant der in der mexikanischen Revolution gegen die Díaz-Diktatur kämpfte. Für die Anhänger des Diktators Díaz war Villa ein blutrünstiger Bandit, für die Mehrheit der damaligen Bevölkerung hingegen der mexikanische „Robin Hood“. Nach einem bewegten Leben als Militärführer mit wechselhaften Erfolgen unter verschiedenen Präsidenten, setzte er sich 1920 im kleinen Ort Parral auf einem Landsitz zur Ruhe. Die zu der Zeit regierenden Machthaber befürchteten im unruhegeschüttelten Land ein neues Aufflammen von Pancho Villas Aktivitäten und veranlassten deshalb seine Ermordung. Am 20. Juli 1923 wurde Villa Opfer eines Attentats bei dem sein Automobil von mehr als 40 Schüssen getroffen worden.



Die Mexikanische Post gedachte am 5. Juni 1978 mit einer Sonderausgabe an den 100. Geburtstag von Pancho Villa (Mi Nr. 1591)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Pancho_Villa
 
HWS-NRW Am: 05.07.2017 10:09:14 Gelesen: 1141# 155 @  
Hallo,

über den Marschall gab es ja schon einen Eintrag [#8], doch inzwischen hat die UdSSR auch ein Sonderpostwertzeichen herausgegeben und in meinem früheren Brandenburger-Tor-Exponat hatte ich eine schöne Sonderganzsache, auf der im Hintergrund auch das Tor zu sehen ist.



Georgi Konstantinowitsch Schukow (russisch Георгий Константинович Жуков * 1. Dezember 1896 in Strelkowka (heute Teil der Stadt Schukow), Ujesd Malojaroslawez, Gouvernement Kaluga, Russisches Kaiserreich; † 18. Juni 1974 in Moskau, war Generalstabschef der Roten Armee, Marschall der Sowjetunion und von 1955 bis 1957 sowjetischer Verteidigungsminister.

Schukow wurde bei der erfolgreichen Verteidigung Moskaus (1941/42) sowie als Sieger der Schlacht von Stalingrad (1942/43) und der Schlacht um Berlin (1945) international bekannt. In der Nacht auf den 9. Mai 1945 nahm er in Berlin-Karlshorst als Vertreter der Sowjetunion die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht entgegen.

mit Sammlergruß
Werner
 
merkuria Am: 05.07.2017 10:23:42 Gelesen: 1139# 156 @  
@ HWS-NRW [#155]

Diese Ganzsache zeigt aber nicht Marschall Schukow sondern den Marschall Malinowski!

Dieser wurde in Beitrag [#34] auch schon vorgestellt.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques
 
HWS-NRW Am: 05.07.2017 16:25:34 Gelesen: 1113# 157 @  
@ merkuria [#156]

Danke für den Hinweis, kann leider kein Russisch, zum Glück ist es aber auch ein wichtiger Marschall der UdSSR gewesen, der bei der Erstürmung seine Rolle hatte.

mit Sammlergruß
Werner
 
merkuria Am: 08.07.2017 08:52:59 Gelesen: 931# 158 @  
Fidel Alejandro Castro Ruz [1] ( 1926-2016) war ein kubanischer Revolutionär und Militärführer. Mit seine ersten militärischen Aktion, der Erstürmung der Moncada-Kaserne durch 115 Mann scheiterte kläglich und brachte ihn für 2 Jahre ins Gefängnis. Anschliessend ging er zusammen mit 82 Kampfgefährten ins Exil nach Mexiko, wo sie eine solide Ausbildung in Guerillakrieg erhielten. Im November 1956 brach er mit 78 Gefährten per Schiff nach Kuba auf, welches sie am 2. Dezember erreichten. Nach knapp zwei Jahren Guerillakrieg gelang es ihnen, den verhassten Diktator Batista zu vertreiben und die Macht im Land zu übernehmen.

Seine Anlehnung an die Sowjetunion und die rigorose Haltung zur Erreichung von sozialer Gerechtigkeit machten Castro zu einer umstrittenen Persönlichkeit. Castro wurde einerseits in den Staaten der Dritten Welt zum Vorbild, andererseits im Westen zum verhassten Repräsentanten kommunistischer Ideologie.

Anfang 2008 zog er sich endgültig von seinen politischen Ämtern zurück und überliess diese seinem jüngeren Bruder Raúl. Fidel Castro starb am späten Abend des 25. November 2016 in Havanna und wurde in Santiago de Cuba beigesetzt.



Die Kubanische Post würdigte Castro am 23. Dezember 2009 mit einer Sonderausgabe (Mi Nr. 5329) anlässlich des 50-jährigen Bestehens des MINREX (Ministerio de Relaciones Exteriores de Cuba, deutsch: Ministerium für Aussenbeziehungen). Gezeigt wird Castro 1959 anlässlich seines Auftritts bei den Vereinten Nationen in New York.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fidel_Castro
 
merkuria Am: 11.07.2017 09:16:54 Gelesen: 723# 159 @  
Ein fast untrennbar mit Fidel Castro (siehe Beitrag [#158]) verbundener Name ist der von Ernesto Rafael Guevara de la Serna, genannt Che Guevara [1] (1928-1967). Er war von 1956 bis 1959 Anführer (Comandante) der Rebellenarmee während der Kubanischen Revolution und ist neben Fidel Castro deren wichtigste Symbolfigur.

Che war gebürtiger Argentinier und Sohn einer reichen Familie. Nach Abschluss seines Medizinstudiums unternahm er mehrere Reisen durch Latein- und Mittelamerika wo er auf die sozialen Probleme und Ungerechtigkeiten aufmerksam wurde. So entschloss er sich, sein Leben in den Dienst der Revolution zu stellen.

In Mexiko lernte er Fidel Castro kennen und liess sich dort militärisch ausbilden. Im Dezember 1956 nahm er an der Landung von Castros Revolutionären auf Kuba teil, die den von den USA unterstützten Diktator Batista stürzen wollten. Während der Kubanischen Revolution wurde er zum Kommandanten („Comandante“) ernannt und spielte eine wichtige Rolle im erfolgreichen Guerillakrieg. Nach dem Sieg Castros ernannte ihn dieser zum Industrieminister und Leiter der kubanischen Zentralbank. Nach ideologischen Zerwürfnissen mit Castro legte er 1964 alle Ämter nieder und begab sich als Guerillaführer in den Kongo und später nach Bolivien. Dort fand er auch als Mordopfer der CIA 1967 den Tod. Die sterblichen Überreste Ches wurden 1997 exhumiert und nach Kuba überführt, um dort in dem eigens geschaffenen Mausoleum Monumento Memorial Che Guevara in Santa Clara beigesetzt zu werden.



Am 3. Januar 1968 verausgabte Kuba die erste Briefmarke mit Che Guevara anlässlich seines 1. Todestages (Mi Nr. 1388). Vorlage zur Marke bildete ein Pressebild des kubanischen Pressefotographen Alberto Korda [2] welcher mit diesem Bild in der ganzen Welt bekannt wurde.

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Alberto_Korda
 
merkuria Am: 20.07.2017 10:20:02 Gelesen: 108# 160 @  
Chālid ibn al-Walīd [1] ( 584 - 642) war ein Gefährte des Propheten Mohammed und einer der bedeutendsten arabischen Feldherren während den frühen islamischen Eroberungszügen. Auf Grund seiner militärischen Erfolge soll ihm Mohammed den Beinamen „Schwert Gottes“ (Saif Alllāh) verliehen haben.

Er gehörte zunächst zu den Gegnern des Propheten und besiegte als Reiterführer von Mekka die Muslime 625 in der Schlacht von Uhud. Im Frühjahr 629 trat er zum Islam über und wurde in der Folgezeit ein wichtiger Heerführer Mohammeds. Nach dem Tod Mohammeds kämpfte er siegreich unter dem Kalifen Abū Bakr gegen abtrünnige Stämme auf dem Gebiet des heutigen Saudi-Arbien (Ridda-Kriege [2] ). Nach 633 beteiligte er sich als Heerführer auf diversen Eroberungszügen im Irak und in Syrien wo er auch verstarb.



Syrien ehrte den Feldherren mit einer Freimarkenausgabe vom November 1970 (Mi 1142-1148)

Grüsse aus der Schweiz
Jacques

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Ch%C4%81lid_ibn_al-Wal%C4%ABd
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Ridda-Kriege
 

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