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Thema: Madagaskar: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 36 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 28.05.2017 12:24:39 Gelesen: 1834# 12 @  
Heute habe ich zwei Briefe aus Tananarive aus dem Jahr 1972. Beide frei gemacht mit jeweils 85 Franc.

1. Brief vom 15.4.1972 nach Mainz.

Der Stempel zeigt als Abgangsort IVATO AEROPORT. Das ist der internationale Flughafen von Antanarivo.

Die Freimachung erfolgte mit 2x MiNr. 610 aus der Stadtwappenserie und der MiNr. 640.



2. Brief vom 15.3.1972. Da es ein Fensterbrief ist, lässt sich das Zielland nur vermuten.

Zur Franaktur wurden die MiNrn. 622 und 640 verwendet.



Als interessant erweist sich ein Blick auf die Rückseite des Umschlags, denn dort befindet sich der Stempelabschlag im Spiegelformat:



Es ist kein Durchschlag! Weiß jemand, wie ein solcher Abschlag entsteht?
 
Cantus Am: 29.05.2017 01:17:10 Gelesen: 1808# 13 @  
@ Michael Mallien [#12]

Hallo Michael,

das ist ein sogenannter Abklatsch; es gibt ihn bei Poststempeln oder auch bei den Wertstempeln von Ganzsachen. Er entsteht dadurch, dass auf einen unter Einsatz von reichlich Stempelfarbe frisch gestempelten Beleg oder eine frisch mit Wertstempel bedruckte Ganzsache ein weiteres zu behandelndes Poststück aufgelegt und von oben beschwert wird. Dadurch entsteht so ein spiegelverkehrter Abdruck auf der Rückseite des jeweils oben liegenden Beleges.

Viele Grüße
Ingo
 
Michael Mallien Am: 05.06.2017 08:12:36 Gelesen: 1741# 14 @  
@ Cantus [#13]

Hallo Ingo,

danke für die Erklärung!

Heute habe ich einen Brief aus Tananarive nach Mainz vom 11.7.1970. Die Freimachung erscheint mir im Vergleich zu anderen Sendungen aus den frühen 70er Jahren sehr hoch. Sie beträgt nämlich 900 Franc. Auf Grund des Zustandes des Umschlags vermute ich einen dicken und schwergewichtigen Inhalt als Ursache für das hohe Porto.

Ausgesprochen schöne finde ich die beiden Markenpaare der MiNrn. 579 und 556, die sehr schöne Stempel tragen. Ein Blick in den Katalog sagt mir, dass diese Marken zu den höherpreisigen Marken aus dieser Zeit gehören.



Viele Grüße
Michael
 
Mondorff Am: 11.06.2017 22:59:06 Gelesen: 1655# 15 @  
Hier 'mal etwas Älteres, aus der früheren französischen Kolonie.



Flugpostbrief vom 23. Dezember 1935 ab NOSSI-BE nach Ettelbrück in Luxemburg.

Der Beleg trägt rückseitig den Durchgangstempel von Tananarive RP. und den Maschinenstempel Paris Avion vom 3.1.1936.

Schönen Gruß
DiDi
 
Gerhard Am: 12.06.2017 11:25:59 Gelesen: 1637# 16 @  
@ Mondorff [#15]

Toller Brief, herzlichen Glückwunsch dazu, danke für's zeigen.

MphG
Gerhard
 
Michael Mallien Am: 17.07.2017 21:41:09 Gelesen: 1359# 17 @  
Ein weiterer Brief aus Tananarive nach Hannover vom 9.9.1970. Die Freimachung zu insgesamt 135 Franc erfolgte mit den MiNrn. 606, 614 und 594.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 13.09.2017 20:47:24 Gelesen: 945# 18 @  
Inlandseinschreiben von Tananarive nach Tulear (Toliara) im Südwesten der Insel. Der Brief ging am 25.4.1958 per Luftpost auf die Reise und erreichte sein Ziel offensichtlich am selben Tag!



Das ging natürlich nur per Luftpost, denn der Landweg wird auch heute noch mit 929 km und über 16 Stunden Fahrzeit bei Google-Maps angegeben:



Die Frankatur zu 50 Franc erfolgte mit Marken aus dem Satz Der wirtschaftliche und soziale Aufbau vom 22. Oktober 1956. Die Beförderung erfolgte zum Ende der französischen Kolonialzeit. Am 10.12.1958 wurde Madagaskar autonom.

Schön finde ich, dass sowohl die über den Rand klebende Marke, als auch der R-Zettel trotz ihrer exponierten Position auf dem Umschlag nicht beschädigt wurden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 07.10.2017 12:36:04 Gelesen: 728# 19 @  
Der in [#18] gezeigte Beleg fällt politisch betrachtet in die Kolonialzeit Madagaskars. Am 14.10.1958 wurde Madagaskar ein autonomer Staat innerhalb der französischen Gemeinschaft, bevor am 26.6.1960 die Republik Madagaskar ausgerufen wurde.

Die Dauer als autonomer Staat war also nur kurz. In dieser Zeit sind im Michel Afrikakatalog 26 Katalognummern verzeichnet (439-464). Sie trugen die Landesbezeichnung REPUBLIQUE MALGACHE. Mit dem Eintritt in den Weltpostverein am 2.11.1961 wurde die Landesbezeichnung zu REPOBLIKA MALAGASY geändert (ab MiNr. 467).

Der Brief, den ich heute zeige, stammt aus der Zeit als autonomer Staat. Er ging am 3.6.1959 von Tananarive nach Helsinki, Finnland:



Die Frankatur zu insgesamt 49 Franc enthält nur eine Marke mit der Landsbezeichnung REPUBLIQUE MALGACHE (MiNr. 440; die Marke zu 6 Franc). Die beiden anderen Marken (MiNrn. 430 und 431) stammen noch aus der Kolonialzeit.

Viele Grüße
Michael
 
Manne Am: 10.10.2017 11:37:32 Gelesen: 673# 20 @  
Hallo,

einen Luftpost-Brief vom 19.11.1956 an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim kann ich zeigen.

Gruß
Manne


 
Göttinger Am: 21.10.2017 09:28:46 Gelesen: 569# 21 @  
Hallo,

hier ein Brief von Antananarivo nach Langenaltheim aus dem Jahr 1991, freigemacht mit Marken aus den Jahren 1981, 1988 und 1990. Freimachung insgesamt mit 680 FMG. Wenn man sich die Belege aus Beitrag 1 und 9 ansieht die nur wenige Jahre später gelaufen sind ist die Inflation doch beträchtlich.



Gruß Göttinger
 
Michael Mallien Am: 11.11.2017 13:29:19 Gelesen: 352# 22 @  
In [#19] zeigte ich einen Beleg mit Marken mit unterschiedlicher Bezeichnung des Landes. Daran möchte ich hier anknüpfen.

Am 30.12.1975 wurde aus der Republik Madagaskar die Demokratische Republik Madagaskar. Bei den Markenausgaben machte sich das durch ein veränderte Inschrift bemerkbar, allerdings erst ab der MiNr. 790, die am 7.4.1976 erschien.

Landesbezeichnung alt: REPOBLIKA MALAGASY
Landesbezeichnung neu: REPOBLIKA DEMOKRATIKA MALAGASY

Der Brief ging am 11.10.1976 von Antananarivo nach Cachan, Frankreich.
Stempel IVATO.AEROPORT / 11-10 / 1976 / MADAGASCAR



Die Marke rechts (MiNr. 800) trägt die neue Landesbezeichnung. Die Marke links (MiNr. 756) trägt die alte Landesbezeichnung. Das Gesamtporto betrug 60 Franc.

Viele Grüße
Michael
 
Heinz 7 Am: 11.11.2017 19:45:09 Gelesen: 327# 23 @  
@ Saguarojo [#1]
@ Michael Mallien [#22]

Liebe Kollegen,

wir haben hier schon mehrere NEUERE Briefe AUS Madagascar gesehen, vielleicht interessiert Euch auch ein ÄLTERER Brief NACH Madagascar?



1925 wurde in Schaffhausen ein Einschreibe-Brief nach Tamatave (Madagascar) gesandt. Der Brief wurde am 12.10.1925 gestempelt; gemäss rückseitigem Ankunftsstempel kam der Brief erst am 16.11.1925 an.

Eine sehr seltene Destination!

Heinz
 
Cantus Am: 11.11.2017 21:05:13 Gelesen: 317# 24 @  
@ Heinz 7 [#23]

Hallo Heinz,

ich pflege auch eine mittelgroße Sammlung von Madagaskar, aber Briefe der Schweiz wirst du darin nicht finden. Lass uns doch die Freude, hier Briefe von Madagaskar zu sehen, aber wirklich nur diese. Seltene Destinationen sind ja ganz reivoll, aber das sollten dann hier doch welche mit madagassisher Frankatur sein.

Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 11.11.2017 22:52:20 Gelesen: 305# 25 @  
@ Cantus [#24]

Hallo Ingo,

ich wollte Niemandem irgendwie die gute Laune verderben. Das Thema hier heisst "Madagaskar: Echt gelaufene Belege", und da passt mein Beitrag [#23] meines Erachtens bestens hinein.

Aber keine Angst, ich werde nicht noch mehr Briefe zeigen. Schon alleine, weil ich nicht mehr habe.

:-)

Allen einen schönen Abend!
(wünscht Euch)

Heinz
 
filunski Am: 11.11.2017 23:57:43 Gelesen: 294# 26 @  
@ Heinz 7 [#25]

Hallo Heinz,

also bei mir hast du mit deinem ausgesprochen reizvollen Beleg die gute Laune keinesfalls verdorben, sondern ganz im Gegenteil, sie erheblich angehoben! ;-)

Vor vielen Jahren war ich mal dort wohin dein Brief noch viel, viel früher ging. In der an der Ostküste gelegenen Hafenstadt Tamatave, heute Toamasina. Deshalb interessierte mich auch der Adressat deines gezeigten Briefs, eine interessante Anrede, der "Maître de Phare". Also der "Leuchtturmwärter"! Damals sicher mehr als nur ein Leuchtturmwärter, es war ein Leuchtturm mit Kaserne in der Obhut der französischen Kolonialtruppen.

So und um jetzt auch wieder in Madagaskar zu bleiben ;-), hier eine zeitgenössische Postkarte dazu:



Bildquelle: https://i63.servimg.com/u/f63/11/53/19/39/ta10_t10.jpg

Viele Grüße,
Peter
 
Cantus Am: 12.11.2017 00:48:01 Gelesen: 286# 27 @  
Hallo ihr beiden,

ich habe doch gar nichts dagegen, dass ihr euch irgendwo über Madagaskar unterhaltet, aber muss man wirklich einen Brief mit ausschließlich Schweizer Frankatur unter einer Überschrft zeigen, die sich ausdrücklich und ausschließlich auf Belege aus (und nicht nach) Madagaskar bezieht? Wohl kaum, denn von Destinationen ist in der Überschrift keine Rede. Außerdem ist es doch schade, wenn ein Brief mit Schweizer Frankatur und seltener Destination nur deshalb zukünftig nicht mehr auffindbar ist, weil er im falschen Thema hochgeladen wurde.

Um zu Madagaskar zurückzukehren, zeige ich einen Brief vom 1.2.1962, der nach Nizza gelaufen ist. Die Frankatur gehört zu einem äußerst vielfältigen Freimarkensatz, dessen verschiedene Wertstufen vielfältigste Frankaturkombinationen ermöglicht haben.



Mi. 393, 395(2), 401

Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 12.11.2017 21:29:16 Gelesen: 247# 28 @  
@ Cantus [#27]

Hallo Ingo,

Da Du nachtrittst, empfehle ich dir, den Titel des Themas zu lesen: "Madagaskar: Echt gelaufene Belege". Mein Beitrag @ Heinz 7 [#23] ist also kein Irrtum oder Fehler, wie du es mir unterstellst. Er gehört 100% zum Thema. Punkt.

Wenn Du aus der Überschrift liest, dass "ausdrücklich und ausschließlich auf Belege aus (und nicht nach) Madagaskar" (Bezug genommen wird), scheint mir dies eine persönliche Interpretation von dir zu sein, die man teilen kann, oder auch nicht. Ich gäbe dir recht, wenn das Thema hiesse "Madagaskar: Echt gelaufene Belege aus Madagascar". So lautet der Titel aber nicht, sodass ich annehmen darf, dass mein Beitrag von der Leserschaft geschätzt wird. Und nicht, dass ich dafür kritisiert werde, wie du es gleich zweimal tust.

Falls gewünscht wird, dass ein Thema nur eng behandelt wird, kann man es auch eingrenzen. (Es passiert auf Philaseiten wohl oft, dass man erst später merkt, dass ein Thema breiter behandelt wird, als ursprünglich beabsichtigt.)

Mein oben gezeigter Brief wurde aber nicht "im falschen Thema hochgeladen". Jedoch könnte er auch in anderen Themen gezeigt werden.

Ich hoffe, du kannst meine Stellungnahme/Meinung nun akzeptieren und schlage vor, wir trinken bei nächster Gelegenheit ein Bier zusammen und freuen uns über die Philatelie und die Philaseiten, statt uns über "Interpretationsdifferenzen" die Finger wund zu schreiben.

Freundliche Grüsse
Heinz

@ filunski [#26]

Vielen Dank, Peter!
 
Cantus Am: 13.11.2017 00:47:06 Gelesen: 229# 29 @  
@ Heinz 7 [#28]

Hallo Heinz,

wenn du meinst, dass deine Interpretation aller dieser Themen "Belege echt gelaufen" auch alle Belege umfasst, die in diese Länder oder durch diese Länder gelaufen sind, dann soll das so sein, wenn du aber viele Nachahmer findest, und das ist meine große Befürchtung, dann kann in allen diesen vielen Themen fast alles durcheinander gezeigt werden. Überlege doch mal, in wie viele Länder alleine schon Post von Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Großbritannien oder den USA verschickt worden ist. Wenn man das alles in allen Zielländern oder auch Transitländern zeigen kann, dann entsteht hier in einer Vielzahl von Themen ein fürchterliches Chaos, was ich außerordentlich bedauern würde.

Ich gebe dir recht, dass das Thema nicht hundertprozentig so formuliert ist, dass man da nicht auch etwas hineininterpretieren könnte, was der Themengründer Saguarojo mit Sicherheit nicht so gemeint hatte, denn er hatte sich sicherlich an der Vielzahl anderer gleichlautender Überschriften orientiert, aber von mir stammt diese Überschrift nicht, ich versuche, stets exakt zu formulieren. Wenn man deiner Interpretation folgt, dann könnten sogar in einem Thema wie "Bund 1949-1965 - Frankaturen mit Sondermarken" Sondermarkenfrankaturen aus aller Welt mit Zielland Bundesrepublik gezeigt werden, die in dem genannten Zeitraum dort ankamen, denn da steht ja nur "Sondermarken" und nicht "Sondermarken des Bundes".

Ich will das hier nicht noch weiter diskutieren, denn eigentlich erwarte ich hier Belege mit Frankaturen aus Madagaskar, ich hoffe aber doch, dass du zumindest teilweise meiner Argumentation folgen kannst.

Viele Grüße
Ingo
 
saeckingen Am: 13.11.2017 02:56:57 Gelesen: 226# 30 @  
Ich denke zur Postgeschichte eines Landes gehört selbstverständlich auch interessante Eingangspost. Daher fine ich diesen Beleg hier sehr gut passend.

Ich würde mich allerdings bei allen Belegen freuen, etwas mehr Beschreibung zu lesen, als man sie selbst direkt auf dem Beleg lesen kann.
 
Cantus Am: 13.11.2017 11:17:44 Gelesen: 204# 31 @  
@ saeckingen [#30]

Hallo,

was meinst du denn mit "mehr Beschreibung"? Wenn das allgemein so gemeint ist, stimme ich dir voll zu, was aber z.B. meinen Beleg im Beitrag [#27] angeht, da habe ich alles hineingeschrieben, was mich als Sammler interessiert, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Mein grundsätzlicher Schwerpunkt beim Sammeln sind immer und ausnahmslos Ganzsachen, mit Briefmarken frankierte Belege laufen innerhalb der Sammlung nur so ganz nebenbei mit. Dabei interessieren mich weder Absender noch Zielperson noch Portostufe oder Portobesonderheiten. Ich mag da einen anderen Ansatz haben als du, wenn ich das aber noch vertiefen wollte, dann käme ich überhaupt nicht mehr dazu, mich um meine eigentlichen Interessensgebiete zu kümmern, zu denen ich hier im Forum bisher kaum etwas veröffentlicht habe.

Wenn ich in einem der Themen "Belege echt gelaufen" oder auch sonst irgendwo etwas veröffentliche, von dem du meinst, es sei falsch oder unvollständig, dann habe ich überhaupt nichts dagegen, wenn mein Beitrag entsprechend ergänzt wird, ich selber aber schreibe mit Sicherheit nur sehr wenig von dem, was Postgeschichtler interessiert. Dafür finde ich selber leider nur viel zu wenig zu dem, was mich als Ganzsachenspezialist vorranggig interessiert. Das sind die Dinge, die man in Ganzsachenkatalogen findet, nicht aber, warum eine Ganzsache in welcher Portostufe von A nach B gelaufen ist.

Viele Grüße
Ingo
 
filunski Am: 13.11.2017 15:29:17 Gelesen: 178# 32 @  
Liebe Madagaskar Fans,

lasst uns doch diese unnötige Diskussion beenden. Ingo, bitte nicht angegriffen fühlen (wir kennen uns gut genug um zu wissen, dass wir einander nicht angreifen wollen und jeder seine eigene Sicht auf die Philatelie hat ;-)), man kann das Thema von vielen Seiten aus betrachten ohne dabei sagen zu können oder gar zu müssen, welche nun richtig oder "richtiger" wäre. Also lassen wir doch gerne jedem der sich hier mit schönen Beiträgen beteiligt auch seine Sicht der Dinge und erfreuen wir uns daran. :-)

Damit jetzt genug und zurück zum Thema. Ich habe mal in einer meiner Kisten gekramt und dabei einen längst schon "vergessenen" Madagaskar Beleg hervor gekramt, der bei genauer Betrachtung einige philatelistische "Schmankerl" bereit hält.

Hier erst mal die Vorderseite:



Ein Luftpost-/Einschreibebrief aus Madagaskar nach Besancon in Frankreich aus dem Jahre 1950. Ein Luftpostaufkleber ist nicht vorhanden, nur der handschriftliche Vermerk. Die Frankatur von insgesamt 35 Francs dürfte passen, genauere Informationen dazu habe ich nicht. Aufgegeben wurde der Brief in dem Ort Andilanatoby, nordöstlich der Hauptstadt Tana.

Hier der Aufgabestempel/Tagesstempel (dürfte schwer sein so schnell noch einen Stempel von dort zu finden, gilt auch für den Einschreibezettel) vom 20.5.1950:



Interessant dabei der Monat (MAI) ist kopfstehend eingesetzt!

Adressiert war der Brief an die damals sehr bekannte Uhrenfirma SARDA in Besancon. [1]

Auf der Rückseite können wir dank der damals ordentlich abgeschlagenen Stempel sogar recht schön den Weg des Briefs verfolgen:



Vom Aufgabeort ging es erst mal über 100 km nach Süden nach Moramanga (war wohl die nächste Bahnstation um dann weiter nach Tana zu gelangen). Transitstempel vom 21.5.



Ab dort ging es dann wohl per Bahn (so viele Bahnstrecken gab und gibt es in Madagaskar nicht!) in die Hauptstadt Tana (Tananarive). Transitstempel von dort, auch hier der Datumseinsatz sehr abenteuerlich eingebaut, als Datum lese ich hier den 24.5.!



So, der schwierigste Teil der Reise war jetzt wohl geschafft, in Tana ging's ins Flugzeug und ab nach Frankreich. Am Zielort eingetroffen am 29.5., Ankunftstempel Besancon:



Ein, wie ich meine, durchaus interessanter Beleg! :-)

Viele Grüße,
Peter

[1] http://hans-weil.faszination-uhrwerk.de/sarda-besancon.pdf
 
saeckingen Am: 13.11.2017 15:39:20 Gelesen: 172# 33 @  
@ Cantus [#31]

Bevor ich Dir antworten konnte, hat filunski mit seinem Beitrag bereits eine perfekte Antwort mittels Beispiel gegeben!

Ein Beleg der hier gezeigt wird, hat offensichtlich irgend etwas Besonderes an sich, warum er es wert ist gezeigt zu werden. Diese "Besonderheiten" sollte man dann auch beschreiben, da die Sammler, die sich mit einem Gebiet nicht auskennen, diese oft nicht erkennen können.
 
Cantus Am: 14.11.2017 20:10:35 Gelesen: 126# 34 @  
Damit Peter hier mit seiner Ansichtskarte nicht so alleine dasteht, zeige ich eine Karte, die wohl das damalige Nomadenleben bei Diego Suarez dokumentieren soll. Die Karte wurde am 6.8.1906 geschrieben und vermutlich am 8.8.1906 in Diego Suarez aufgegeben. Sie erreichte nach 12 Wochen am 27.10.1906 ihr Ziel in Merignac, wie der rückseitige Ankunftstempel belegt. Die Frankatur (Mi. 62) findet sich vorderseitig im Bild der Karte, wie man es bei einer Vielzahl von Ansichtskarten der französischen Kolonien der damaligen Zeit antrifft.





Viele Grüße
Ingo
 
Mondorff Am: 14.11.2017 22:53:34 Gelesen: 91# 35 @  
Eine Ansichtskarte aus Madagaskar, bildseitig frankiert mit Nr. 32 der französischen Kolonial-Allegorie-Ausgabe mit Aufdruck Madagascar et Dépendances nach Luxemburg.



Mit blauem Tagesstempel MAJUNGA MADAGASCAR vom 3. März 1908 und Ankunftstempel RUMELANGE vom 29. März 1908.

Die Karte zeigt einen Friseursalon bei den Sakalaven, einem Volk im Süden der Insel, das für seine (oft erotischen) Schnitzereien berühmt ist.

Schönen Gruß
DiDi
 
Cantus Am: 15.11.2017 10:54:39 Gelesen: 56# 36 @  
@ Mondorff [#35]

Hallo DiDi,

eine interessante Karte mit schöner Frankatur. Ohne die Bildunterschrift wäre ich nie darauf gekommen, dass da eine Szene der Haarpflege gezeigt wird.

Von mir heute ein Umschlag, der am 24.3.1939 von Tamatave (französischer Name für Toamasina), dem einzigen natürlichen Hafen an der Ostküste Madagaskars, nach Montpellier, einer Stadt in der Nähe von Rhone und Mittelmeer, gelaufen ist. Zur Frankatur dienten Mi. 187 und 191b.



Viele Grüße
Ingo
 

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