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Thema: (24) Algerien: Echt gelaufene Belege
Das Thema hat 30 Beiträge:
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Mondorff Am: 19.10.2016 11:36:29 Gelesen: 3383# 6 @  
Ein Brief, weniger schön, da die Marken nicht abgestempelt, sondern nur mit Kugelschreiber entwertet wurden. Ein handschriftlich T (ohne Angabe des einzuziehenden Nachportos) soll wohl bedeuten, dass die Marken nicht mehr zur Frankatur gültig waren.



Die rote Tintenstrahl-Markierung zeigt an, dass der Beleg echt nach Luxemburg gelaufen ist. Aber von woher und wann?

Eine Absenderangabe fehlt auch.

Die Marken sind etwa von Ende der 80er-Jahre.

Ein kleines Rätsel. Wer weiß mehr?

Schönen Gruß
DiDi
 
Manne Am: 19.10.2016 15:32:35 Gelesen: 3363# 7 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief aus Oran an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim vom 25.11.1972.

Gruß
Manne


 
Baber Am: 20.10.2016 17:22:02 Gelesen: 3331# 8 @  
@ Mondorff [#6]

Hallo Didi,

ich glaube nicht, dass rechts ein T für Tax steht, sondern es sieht nur zufällig so aus, weil die nicht gestempelten Marken mit Kugelschreiber entwertet wurden. Das ist zwar nicht schön, aber kommt immer wieder vor, da das Stempeln mit "Nachträglich entwertet" zu viel Zeit kostet. Die Marken der ehemaligen französischen Gebiete werden in der Regel nie ungültig. Woher der Brief kam, kannst Du wahrscheinlich nur aus dem Absender auf der Rückseite sehen, wenn einer vermerkt ist.

Gruß
Bernd
 
Baber Am: 20.10.2016 17:32:16 Gelesen: 3329# 9 @  
Als Algerien durch General De Gaulle überraschend am 5.7.1962 die Unabhängigkeit erhielt, waren keine eigenen Briefmarken vorbereitet. Die vorhandenen französischen Marken wurden mit EA (ètat algerien) überdruckt bzw. auch handschriftlich "überdruckt".



Brief vom 29.9.1962 mit 3 Werten mit Maschinenüberdruck EA



Brief vom 16.7.1962 mit handschriftlichem EA Vermerk

Gruß
Baber
 
fogerty Am: 21.10.2016 22:35:57 Gelesen: 3278# 10 @  
Brief vom 10.8.1953 von Algier nach Meran.



Brief vom 16.4.1959 von Algier nach Meran, wobei sich jetzt bei mir die Frage stellt, warum der nur mit normalen französischen Briefmarken frankiert war?



Ansichtskarte vom 22.1.1976 von Algier nach Meran.



Grüße
Ivo
 
Baber Am: 23.10.2016 13:27:58 Gelesen: 3253# 11 @  
@ fogerty [#10]

Brief vom 16.4.1959 von Algier nach Meran, wobei sich jetzt bei mir die Frage stellt, warum der nur mit normalen französischen Briefmarken frankiert war

Das ist mit der politischen Entwicklung zu erklären. Frankreich wollte 1958 Algerien als französische Provinz einverleiben. Ab 22.7.1958 wurden daher die Marken Frankreichs verwendet und die Algerien-Marken zurückgezogen. Es begann der blutige Algerienkrieg, der 1962 mit der Unabhängigkeit Algeriens endete.

Gruß
Baber
 
zockerpeppi Am: 23.10.2016 18:37:46 Gelesen: 3236# 12 @  
Von mir ein Beleg aus dem Jahre 1982 aus Constantine [1]. Laut Wiki die drittgrößte Stadt Algeriens.



beste Sammlergrüße
Lulu

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Constantine_(Algerien)
 
Manne Am: 24.10.2016 18:12:51 Gelesen: 3205# 13 @  
Ein Luftpost-Brief vom 23.03.1954

Gruß
Manne


 
Michael Mallien Am: 18.03.2017 18:38:15 Gelesen: 2492# 14 @  
Einen Beleg mit der MiNr 609 zu 1,15 Dinar, wie in [#7] kann ich ebenfalls zeigen.

Die Postkarte ging am 24.9.1975 von Tipaza nach Paris.



Das Motiv der Karte ist eher häßlich, deshalb zeige ich es nicht, aber der Stempel ist umso schöner, klar und sauber:


 
Michael Mallien Am: 19.03.2017 16:13:13 Gelesen: 2457# 15 @  
Diese Ansichtskarte aus Oran, Algerien nach Vibraye in Frankreich wurde am 2.5.1929 auf die Reise geschickt.

Frei gemacht ist sie mit der MiNr 46 zu 40 Centimes.



Hier der Stempel aus Oran etwas größer:



Auf der Bildseite befindet sich ein Ankunftsstempel VIBRAYE / 7 * / 6 - 5 / 2 9 / SAR THE

Die geratenen Bestandteile habe ich kursiv dargestellt.

Sarthe ist das Département, in dem die Gemeinde Vibraye liegt.


 
Manne Am: 19.03.2017 18:27:37 Gelesen: 2449# 16 @  
Hallo,

ein Luftpost-Brief an die Fa. Schmid-Schlenker in Bad Dürrheim, leider ist der Stempel unleserlich.

Gruß
Manne


 
Saguarojo Am: 13.04.2017 19:35:49 Gelesen: 2243# 17 @  
Hallo,

R-Brief von Algier nach Frankreich vom 4.2.1927



Viele Grüße

Joachim
 
Mondorff Am: 13.04.2017 21:08:47 Gelesen: 2233# 18 @  
Ein Flugpostbrief, frankiert mit Blüten und Blumen.



Maschinenstempel von ANNABA nach Steinsel in Luxemburg, das Datum leider nicht lesbar.

Gruß DiDi
 
Saguarojo Am: 14.04.2017 09:34:12 Gelesen: 2214# 19 @  
@ Mondorff [#18]

Hallo DiDi,

sehr schöner Brief mit Kakteen-Motivmarke, mein Sammelgebiet.

Schöne Ostertage

Joachim
 
Saguarojo Am: 14.04.2017 09:35:18 Gelesen: 2213# 20 @  
Brief in die USA vom 1.3.1927



Viele Grüße

Joachim
 
Michael Mallien Am: 16.04.2017 18:32:37 Gelesen: 2152# 21 @  
@ Mondorff [#6]

Eine der Marken auf dem Brief ist die Michelnummer 843, die im Januar 1984 erschienen ist. Damit lässt sich der Beleg zeitlich vielleicht noch etwas beseer einordnen.

Ich habe einen Brief, der ebenfalls mit dieser Marke und der MiNr 844 frei gemacht ist. Die Marken gehören zu der Freimarkenserie Ansichten von Algerien vor 1930.

Mein Brief wurde am 7.11.1989 abgestempelt. Leider kann ich kein Arabisch, so dass ich das Zielland nur per Schriftbild-Vergleich habe versucht ausfindig zu machen. Ist Ägypten richtig?



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 28.05.2017 20:56:03 Gelesen: 1817# 22 @  
Heute ein Brief aus Misserghin in der Provinz Oran im Norden des Landes vom 9.5.1981 nach Belgrad, Jugoslawien. Die Freimachung erfolgte mit der MiNr. 721 zu 1,40 Dinar.



Die Marke stammt aus dem Satz Obstbaumblüten aus dem Jahr 1978 und zeigt das Motiv Holzapfel.

Was mir an dem Beleg besonders gefällt ist der farbliche Gesamteindruck: Marke und Umschlaggestaltung passen farblich so schön zusammen.
 
Michael Mallien Am: 07.06.2017 18:07:48 Gelesen: 1682# 23 @  
Erneut mit der MiNr. 609 frei gemacht wie in [#7] und [#14] ein Brief aus Algier nach Prag, Tschechoslowakei vom 14.8.1973.



Viele Grüße
Michael
 
Mondorff Am: 26.06.2017 10:34:17 Gelesen: 1502# 24 @  
Steuermarken auf Brief.



Brief mit der Mi.-Nr. 39 vom 4.4.1928 ab ALGER-GARE mit Ankunftstempel DOMMELDANGE (Luxemburg) vom 14.4.1928.

Der Brief trägt zwei Marken mit dem Text Impôt du Timbre (genau übersetzt "Steuer der Marke") zu 10 c. und 30 C.. Ein Irrtum?

Der kleine dreieckige T-Stempel steht für Taxe = Nachporto - die jedoch nicht eingezogen wurde.

Die Steuermarken waren also zur Frankatur nicht gültig und sind deshalb nicht entwertet worden.

Oder kennt jemand eine einleuchtende Erklärung?

Freundlichen Gruß
DiDi
 
Michael Mallien Am: 09.07.2017 22:11:23 Gelesen: 1283# 25 @  
@ Mondorff [#24]

Hallo DiDi,

eine Antwort auf Deine Frage habe ich leider nicht, aber ich kann einen Beleg zeigen der ebenfalls einen Stempel ALGER GARE trägt. Dieser stammt allerdings vom 6.3.1972. So schön wie der Stempel ist, befindet er sich leider auf einer beschädigten MiNr 577.

Die Gesamtfrankatur für den Beleg nach Mainz summiert sich auf 1,15 Dinar. Es ist die selbe Portostufe, wie bei einigen anderen hier gezeigten Belegen aus den 1970er Jahren.



Schön finde ich auch die Firmenwerbung des Absenders mit CAMPING gaz, ein Logo, das vielen geläufig sein dürfte.

Viele Grüße
Michael
 
StefanM Am: 11.07.2017 13:12:44 Gelesen: 1245# 26 @  
@ Michael Mallien [#21]

Ägypten stimmt: vergleiche dritte Zeile aus der Adresse mit



Gruß
Stefan
 
Michael Mallien Am: 24.08.2017 18:13:27 Gelesen: 731# 27 @  
Inlandsbrief von Ain Temouchant nach Oran vom 29.11.1901. Die Freimachung erfolgte mit einer französischen Marke zu 15 Centimes.

Zu dieser Zeit gab es noch keine eigenen Marken für Algerien. Die erschienen erst ab 1924.



Stempel auf der Vorder- und Rückseite des Briefes dokumentieren Abgangsort und Ankunftsort:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 01.09.2017 17:56:21 Gelesen: 632# 28 @  
Heute ein weiterer Brief mit Stempel ALGER GARE (Bahnhof, Algier) vom 24.9.1954 nach Konstanz. Die Freimachung beträgt 45 Franc.



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 09.09.2017 11:55:03 Gelesen: 525# 29 @  
Aus der französischen Zeit vor 1924 kann ich einen frühen Beleg zeigen. Der Inlandsbrief ging von St. Arnaud nach Constantine am 2. May 1881. Die gestempelte "30" und die handschriftliche "34" kennzeichnen wohl die Frankatur. Allerdings habe ich keinerlei Kenntnisse über diese Art der Freimachungsvermerke. Ein Porto von 30 Centimes käme mir jedoch recht hoch vor.



Rückseitig findet sich ein (Ankunfts-)stempel aus Constantine aus dem Juni 1881 sowie ein weiterer kaum lesbarer Stempel.



Demnach wäre der Inlandsbrief recht lange unterwegs gewesen oder erst mit Verspätung zugestellt worden.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 11.09.2017 18:57:13 Gelesen: 480# 30 @  
Hier noch ein weiterer früher, und wie ich finde, sehr schöner Beleg aus der französischen Zeit. Ortsbrief aus Constantine vom 15.6.1890, frei gemacht mit 5 Centimes:



Dieser Brief ist kein Umschlag, sondern ein gefalteter Zettel mit Zahlenkolonnen und Additionsergebnissen, die sicher den Adressaten etwas sagten, mir jedoch nicht:



Viele Grüße
Michael
 

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