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Thema: Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 149 Beiträge:
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Heinz 7 Am: 08.03.2017 22:39:50 Gelesen: 614# 125 @  
@ Michael Mallien [#124]

Lieber Michael,

Dein Beitritt zur ARGE freut mich sehr!

Wenn eine Portostufe nur 9 Tage dauert (15.-23.3.1999 sind vermutlich 9 Tage, oder?), dann ist jede portogerechte Frankierung ziemlich sicher eine Rarität, ausser vielleicht wenn die Tage Weihnachten und Neujahr enthalten, was aber für März nicht zutrifft.

Gratuliere!

Heinz
 
Michael Mallien Am: 09.03.2017 19:21:21 Gelesen: 580# 126 @  
@ Heinz 7 [#125]

Lieber Heinz,

Du hast natürlich recht, die Portoperiode 16 dauerte 9 Tage.

Besser dokumentiert wäre sie mit einem Beleg mit Zusatzleistungen, wie beispielsweise Recomandare (Einschreiben) oder Expres (Eilbrief), denn nur dort befinden sich der Unterschiede zur Portoperiode 15.

Ähnlich sieht es aus bei den Portoperioden 17 (24.3.1999 bis 7.4.1999) und 18 (8.4.1999 bis 23.5.1999). Auch hier haben wir eine sehr kurze Portoperiode (17) von 15 Tagen und eine etwas längere. Beide mit gleichen Briefporti, aber Unterschieden bei den Zusatzleistungen.

Das Briefporto für den einfachen Auslandsbrief betrug nun 5.700 Lei.

Aus der Portoperiode 18 habe ich einen Beleg mit (wieder krummen) Stempel vom 20.4.1999:



Frei gemacht ist er mit 4 Marken der MiNr. 5368 zu 1.600 Lei, was in der Summe aber 6.400 Lei ergibt. Damit ist der Beleg deutlich überfrankiert. Die Luftpostbeförderung hätte 800 Lei mehr gekostet, also 6.500 Lei (5.700 + 800) in der Summe, wofür die Frankatur nun wieder nicht gereicht hätte.

Manchmal passt es hinten und vorne nicht. ;)
 
10Parale Am: 09.03.2017 20:13:48 Gelesen: 574# 127 @  
@ Michael Mallien [#126]

Manchmal passt es hinten und vorne nicht. ;)

Ich glaube das ist bei so kurzen Portoperioden auch kein Wunder. Umso interessanter gestaltet sich doch die Ausübung des Philatelisten ureigenen Sammlerleidenschaft.

Heinz7 hat dies ja in [#125] deutlicher erwähnt.

Aus der 16 Tagen währenden Portoperiode 18 kann ich auch einen Beleg beisteuern, der mit insgesamt 6.450 Lei freigemacht ist und per Luftpostbeförderung den Weg in meinen Briefkasten fand.

Dieser Brief ist demnach mit 50 Lei unterfrankiert (siehe deine Erläuterungen in [#126]). Die Cousine meiner Frau, die uns diesen Brief schickte, hat somit 50 Lei gespart.

Warum die rumänische Post Adam Müller-Guttenbrunn (1852 - 1923)auf der Briefmarke zu 4150 Lei ehrt, bleibt mir persönlich ein Rätsel.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 10.03.2017 17:45:07 Gelesen: 548# 128 @  
@ 10Parale [#127]

Warum die rumänische Post Adam Müller-Guttenbrunn (1852 - 1923)auf der Briefmarke zu 4150 Lei ehrt, bleibt mir persönlich ein Rätsel.

Wie die Auswahl der Ausgabeanlässe in Rumänien vonstatten geht weiß ich nicht. Jedenfalls klingt das, was auf Wikipedia zu dem Herrn steht zumindest mal ambivalent.

Aus der 16 Tagen währenden Portoperiode 18 kann ich auch einen Beleg beisteuern

Ich erlaube mir eine Korrektur: Portoperiode 18 währte 46 Tage (8.4.1999 bis 23.5.1999). Auf jeden Fall ist es ein schöner Beleg aus der Zeit. Vielen Dank für's Zeigen.

Portoperiode 19 (24.5.1999 bis 3.10.1999) kann ich noch nicht belegen, dafür aber wieder Portoperiode 20 (4.10.1999 bis 2.1.2000). Und zwar sogar mit einem portorichtigen Brief:

Scrisori simple (externe): 7.950 Lei
Suprataxe "prin avion": 900 Lei

Macht zusammen 8.850 Lei.


 
10Parale Am: 10.03.2017 19:35:05 Gelesen: 541# 129 @  
@ Michael Mallien [#128]

" Portoperiode 19 (24.5.1999 bis 3.10.1999) kann ich noch nicht belegen"

Da helfe ich doch gerne aus.

Dein Beleg aus der Portoperiode 20 gefällt mir auch, weil er Dorfkirchen in der Maramures und der Höchstwert von 4850 Lei zeigt das Kloster Tismana in Oltenien. Es ist das älteste Kloster in der Walachei und wurde von Fürst Radu II. erbaut. Der Maler Dieudonné Lancelot hat eine wunderschönes Bild diese Klosters gemalt.

Ich zeige einen mit 8100 Lei portogerecht abgestempelten Luftpostbrief der Portoperiode 19, abgestempelt am 15.06.1999 in Bukarest.

Scrisori simple: 7.300 Lei
suprataxa 800 Lei
 

Er wurde mit 3 Marken verschiedener Sätze frankiert, darunter der Höchstwert zu 6000 Lei mit der Dorfkirche Birsana in der Maramures, die zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.

Liebe Grüße

10Parale


 

Michael Mallien Am: 11.03.2017 17:39:34 Gelesen: 516# 130 @  
@ 10Parale [#129]

Wunderbar, da bleibt ja kaum mal eine Lücke. Schöner Beleg!

Ich finde die Ausgabepolitik Rumäniens zwar katastrophal, aber sehr viele der Ausgaben gefallen mir dennoch sehr gut.

Mein Beleg zur Portoperiode 21 (3.1.2000 bis 27.2.2000) zeigt die gleichen Marken wie der Beleg aus der Portoperiode 19. Der Vorrat des Schreibers war wohl noch nicht aufgebraucht.

Er ist mit 8.000 Lei frankiert. Das sind 50 Lei zuviel, denn für den einfachen Auslandsbrief hätten 7.950 Lei gereicht.




Aus der Portoperiode 22 (28.2.2000 bis 30.4.2000) habe ich diesen Beleg, der mit 10.200 Lei frankiert ist:



Auch er ist geringfügig überfrankiert, denn 10.050 Lei hätten gereicht:

Scrisori simple (externe): 9.050 Lei
Suprataxe "prin avion": 1.000 Lei

Aber dafür ist es ein schöne Mehrfachfrankatur mit der MiNr 5091 aus der Serie "Verkehrsmittel, die insgesamt 6 Werte umfasste.

Den Beleg werde ich gleich noch an anderer Stelle den Freunden der Eisenbahn zeigen. :)
 
Gaius_Caligula Am: 13.03.2017 16:55:33 Gelesen: 495# 131 @  
An dieser Stelle möchte ich einmal ein großes Kompliment an alle loswerden, die diesen Thread führen. Ein äußerst interessantes und spannendes Thema, dazu noch sehr lehrreich und absolut verständlich nähergebracht. Ist zwar nicht mein Gebiet (ich sammle u. a. die Portostufen Italiens von 1946 - 2001), trotzdem lese ich jeden Beitrag stets mit großem Interesse mit. Und sprachlich ist es z. T. für mich auch verständlich: Italienisch und Rumänisch haben - nicht nur in diesem Bereich - Ähnlichkeiten.

Bitte so weitermachen!

Beste Sammlergrüße
Gaius_Caligula
 
10Parale Am: 13.03.2017 21:20:30 Gelesen: 480# 132 @  
@ Gaius_Caligula [#131]

Die italienische und die rumänische Sprache sind sich wirklich sehr ähnlich. Der dakische Einfluss hinterlässt Spuren. Danke für das Lob, welches ganz und gar Michael Mallien für seine Arbeit gelten sollte.

Nun mal weiter:

Nach etwas Zögern zeige ich im folgenden einen Brief, der meines Erachtens in der Portoperiode 16 oder 17 gelaufen sein muss.

Zuerst dachte ich "Hurra" - Portoperiode 17 - Treffer. Als ich dann den Stempel genauer anschaute, traute ich meinen Augen nicht.

Der Brief aus "Cluj Napoca" - Klausenburg - Rumänien hat 5 Stempel des deutschen Briefzentrum 79 (Lörrach ?)vom 25.3.1999.

Freigemacht ist er mit insgesamt 5.590 Lei. Keine der Zuordnungen lt. Calin Marinescu aus externen und Luftpostzuschlag ergibt einen genauen Treffer.

Meine Erklärung: der Brief wurde einfach nicht in Cluj abgestempelt und die deutsche Post hat das nachgeholt. Ist so etwas vertraglich festgelegt oder wurde der Brief als unfrankierter Brief erst mal durch die deutsche Stempelmaschine gejagt? Gibt es ähnliche Beispiele und unter welchem Thread im Forum findet man mehr über die Thematik?

Liebe Grüße

1oParale


 
Michael Mallien Am: 13.03.2017 22:51:22 Gelesen: 472# 133 @  
@ Gaius_Caligula [#131]

Danke schön. :) Ich freue mich, dass unser Thread so gut ankommt. Ich habe noch einige Belege, die ich hier zeigen kann und mach sehr gerne weiter.

@ 10Parale [#132]

Danke auch an Dich! Schließlich seid ihr (Du und Heinz) meine Mentoren in Sachen Rumänien. Vor ein paar Monaten hatte ich mit dem Sammelgebiet noch gar nichts am Hut.

Dein Beleg könnte aus der Portopriode 16 oder 17 stammen, denn PP 17 begann am 24.3.1999. Wir sehen ja leider nur die Stempel aus Deutschland und die stellen vermutlich eine nachträgliche Entwertung dar, also könnte der Brief auch schon vor dem 24.3. versendet worden sein. Aber auch für die Portoperiode 16 fällt mir nichts ein, was zu der Portohöhe passt.

Ich glaube nicht, dass der Beleg durch eine Maschine ging. Ich würde eher auf eine manuelle Entwertung im Briefzentrum tippen bei den vielen Stempeln. Unfrankiert war der Brief ja nun nicht gerade.

Der nächste Beleg aus meinem Posten stammt aus Portoperiode 27 (15.5.2001 bis 19.8.2001) und ist mit 13.100 Lei frei gemacht
- Scrisori simple (externe): 11.500 Lei
- Suprataxe "prin avion": 2.000 Lei

Damit ist er um 400 Lei unterfrankiert, was offensichtlich akzeptiert wurde.
Der Zustand ist so lala, aber ich zeige ihn trotzdem:



Wertzeichen der weiter oben schon beschriebenen Freimarkenserie "Insekten" wurden mit Aufdrucken versehen. Bei der MiNr 5496 wurde der alte Wert zu 370 Lei mit einer Blume überdruckt und mit dem neuen Wert 10000 L versehen. Leider ist die Marke beschädigt.


 
Heinz 7 Am: 13.03.2017 23:40:55 Gelesen: 468# 134 @  
@ 10Parale [#132]
@ Michael Mallien [#133]

(oh, danke!)

Liebe Kollegen,

ich denke, ein (deutscher) Postbeamter, der diese ungestempelten Marken erblickt, holt einfach nach, was sein rumänischer Kollege irrtümlich unterlassen hat: die Abstempelung der Marken.

Niemand weiss, warum dieser Brief in Rumänien nicht gestempelt wurde, ausser mit dem altbekannten "PAR AVION" Zusatzstempel. Offensichtlich ist er aber befördert worden, sodass der (deutsche) Berufskollege die "gebrauchten" Briefmarken auch entwertete, was schon in Rumänien hätte stattfinden sollen. "Besser spät als nie!" wird er sich gedacht haben.

Freundliche Grüsse und weiter so! Schade, dass ich aus dieser Periode keine Briefe habe!

Heinz
 
Michael Mallien Am: 15.03.2017 17:51:00 Gelesen: 414# 135 @  
Heute habe ich einen Brief aus der Portoperiode 29 (15.10.2001 bis 14.3.2002), frei gemacht mit 23.500 Lei.

Es dürfte sich um einen einfachen Auslandsbrief der 2. Gewichtsstufe handeln (21-50g), wofür 22.900 Lei erforderlich gewesen wären.



Damit ist der Beleg um 600 Lei überfrankiert.

Um mal zu verdeutlichen was eine solche Überfrankatur bedeutet, hier ein Vergleich mit einem heutigen Standardbrief in Deutschland; es entspricht etwa 1,6 Cent also 71,6 Cent anstelle von 70 Cent.
 
Michael Mallien Am: 16.03.2017 18:33:03 Gelesen: 370# 136 @  
Aus der Portoperiode 29 (15.10.2001 bis 14.3.2002) habe ich noch einen weiteren Beleg, der mit der schönen Marke (meines) Tierkreiszeichens (MiNr 5625) zu 16.500 Lei frei gemacht ist.

Obwohl der PAR AVION Stempel fehlt nehme ich an, das der Brief per Luftpost berechnet wurde, denn:

- Scrisori simple (externe): 13.500 Lei
- Suprataxe "prin avion": 3.000 Lei

was zusammen genau die 16.500 Lei ergibt.



Eine weitere Marke der Tierkreiszeichen (MiNr 5632) findet sich auf dem nächsten Beleg aus Portoperiode 31 (3.6.2002 bis 30.9.2002).

Dazu kommt noch die MiNr 5651 aus der Serie "Kirchenburgen in Siebenbürgen". Das besondere an den Marken ist hier, dass beide ein angehängtes Zierfeld aufweisen.

Das Porto beträgt 15.500 Lei, was portorichtig ist für den einfachen Auslandsbrief ohne Luftpostzuschlag.


 
10Parale Am: 16.03.2017 21:26:59 Gelesen: 358# 137 @  
@ Michael Mallien [#136]

Na, dann sind wir beide wohl im Tierkreiszeichen des Schützen geboren (sagetare), Respekt.

Der Brief ist sehr magisch. Das liegt am Stempeldatum. Doch dazu mehr in München beim Treffen der ARGE Rumänien.

Ich mach mal weiter mit der nächsten Portoperiode 32 (01.10.2002 - 2. November 2003).

Der Luftpostbrief trägt zwei schöne Stempel aus Bucuresti vom 13.12.2002 und ein senkrechtes Paar aus der Serie "Kirchenburgen in Siebenbürgen", Michel Nr. 5652, Vorumloc (zu deutsch: Wurmloch, Kirchenburg 11 km von Sibiu entfernt).

Porto für einfachen Brief bis 20 gramm: 15.500 Lei
Luftpostbeförderung: 5.000 Lei
 

Der Brief ist mit 500 Lei überfrankiert.

Lieben Gruß

10Parale


 

Michael Mallien Am: 16.03.2017 22:41:41 Gelesen: 349# 138 @  
@ 10Parale [#137]

Wunderbar! Ich habe auch einen Beleg aus dieser Portoperiode 32, der fast zeitgleich mit Deinem auf die Reise ging. Frankiert ist er mit 20.500 Lei, was Deiner Berechnung entspricht. Leider gibt es auch hier den Makel, dass die Suprataxe "prin avion" nicht ausgewiesen ist.



Wieder ist eine Marke für unsere Eisenbahnfreunde dabei, nämlich die MiNr 5681 aus der Serie "Dampflokomotivenbau in Resita". Ich werde daher den Beleg auch in dem anderen Thread zeigen.
 
Pete Am: 17.03.2017 19:42:28 Gelesen: 309# 139 @  
Nachfolgend ein Beleg aus Rumänien der evtl. eher ungewöhnlichen Art - ein mit Briefmarken frankierter Rückschein der rumänischen Post, die Marken in Rumänien entwertet. Man kann meinen, dass das Rückscheinformular tatsächlich als Rückschein verwendet wurde, da es an einen Empfänger in Rumänien adressiert ist. Allerdings irritiert dann doch die Verwendung von Briefmarken zur Frankatur, wobei in diesem Fall Blocks verwendet wurden und mit Sicherheit philatelistisch inspiriert war. Die Sendung selbst, zu welcher der Rückschein evtl. gehörte, war an einen Empfänger in Deutschland adressiert.

Zur Frankatur wurden die Blocks Mi-Nr. 288 und 296 verwendet (gesamt 2770 Lei Porto), welche 1994 erschienen sind. Diese tragen eine Entwertung aus Cluj-Napoca (dt. Klausenburg) vom 10.07.1995.



Der besseren Lesbarkeit der verwendeten Stempelabschläge die Rückseite kopfstehend:



Gruß
Pete
 
Michael Mallien Am: 17.03.2017 23:29:07 Gelesen: 288# 140 @  
@ Pete [#139]

Hallo Pete,

die Frankatur auf dem Rückschein ist schon ungewöhnlich. Ich steuere mal die Portohöhen aus der fraglichen Zeit bei ( Portoperiode 9 vom 29.5.1995 bis 17.3.1996)

Auslandsbrief bis 20g (Scrisori simple externe): 960 Lei
oder Auslandsbrief 21g bis 50g (Scrisori simple externe): 1.615 Lei
Einschreiben (Taxa de recomandare): 1.650 Lei
Rückschein (Taxa adevirere de primire): 1.650 Lei

Im günstigsten Fall hätte der Brief 4.260 Lei kosten müssen. Die restliche Frankatur wird sich auf dem eigentlichen Brief befunden habe nehme ich an.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 18.03.2017 07:42:28 Gelesen: 272# 141 @  
Ich ergänze [#137] und [#138] um einen weiteren Beleg aus der Portoperiode 32.

Er wurde am 2.4.2003 auf die Reise geschickt und ist mir 26.500 Lei frei gemacht, was portorichtig ist für die Gewichtsstufe 2 (21-50g).


 
skribent Am: 18.03.2017 09:23:25 Gelesen: 258# 142 @  
Guten Morgen Zusammen,

seit 3 Jahren bekomme ich pro Jahr 5 Ausgaben einer Briefmarken-Club-Zeitung aus Iasi in einem DIN A5-Umschlag, bei dem die untere linke Ecke abgeschnitten ist.



Daran soll die Post sofort erkennen, dass der Inhalt ein Druckwerk (Buch oder Zeitschrift) ist. (?)

MfG >Franz<
 
Michael Mallien Am: 18.03.2017 11:10:57 Gelesen: 244# 143 @  
@ skribent [#142]

Hallo Franz,

genau das habe ich auch schon beobachtet bei Drucksachen (IMPRIMATE).

Selbst wenn der IMPRIMATE-Stempel fehlt, aber eine Ecke abgeschnitten ist, dann passte fast immer das Porto zu einer Drucksache.

Die Portostufe Deines Beleges müsste eigentlich 15,50 Lei betragen. Auf der Webseite der Posta Romana finde ich:

Imprimate internationale 101-250g (neprioritar): 15,00 Lei
Imprimate internationale 101-250g (Prioritar): 15,50 Lei

Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 18.03.2017 12:24:01 Gelesen: 238# 144 @  
@ skribent [#142]
@ Micheal [#143]

Selbst wenn der IMPRIMATE-Stempel fehlt, aber eine Ecke abgeschnitten ist, dann passte fast immer das Porto zu einer Drucksache

Hallo zusammen,

diese Beobachtung kann auch ich bestätigen. Ich habe eine noch nicht geöffnete Drucksache mit Werbeprospektchen der S.C.ROMFILATELIA S.A. in Bukarest. Diese Firma hat mir eine Zeit lang Neuheiten-Informationen zugesandt. Doch dazu einmal später mehr.

An Hand des Scans sieht man links oben sehr schön die herausgeschnittene Ecke und noch ein Teil des ungeöffneten Inhalts.

Jetzt zum Porto:

Man könnte meinen, dass die Druckerei, die in Rumänien die Briefmarken herstellt. bestens über das Porto informiert ist. Bestimmt, aber dennoch wurde diese Drucksache mit 0,10 Lei überfrankiert.

Die Portostufe dieses Beleges müsste eigentlich 1,70 Lei (RON) betragen bei einem detaillierten Gewicht von 58 gramm.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 20.03.2017 18:05:16 Gelesen: 161# 145 @  
Ich setze fort nach [#141] mit Portoperiode 34 (3.11.2003 bis 31.7.2004), zu der ich mehrere Belege habe.

Brief vom 25.3.2004, portorichtig frei gemacht mit 16.000 Lei für einen einfachen Auslandsbrief ohne Zusatzleistung.

Die Frankatur erfolgte mit 2 Exemplaren der MiNr 5688 der Freimarkenserie "Postdienste (2)", von denen eine leider beschädigt ist.



Dieser Brief vom 5.2.2004 ist frei gemacht mit 21.000 Lei, was portorichtig ist für den einfachen Auslandsbrief mit der Zusatzleistung "prin avion" (5.000 Lei). Wieder fehlt der PAR AVION Stempel auf dem Beleg.

Die Frankatur enthält zwei Werte der Freimarkenserien "Postdienste (1) und (2)".



Der dritte Beleg vom 9.12.2003 ist ebenfalls mit 21.000 Lei frei gemacht. Die Anmerkung zu Beleg 2 passt auch hier: leider kein PAR AVION Stempel.



Die Frankatur enthält mit der MiNr 5690 zu 20.500 Lei wieder einen Wert der Freimarkenserie "Postdienste (2)". Das Motiv ist der Postdienst PrioriPost. Dieser Dienst hat nichts mit der Zusatzleistung Prioritar zu tun. PrioriPost entspricht vielmehr unserer Eilsendung. Bei der Posta Romana gibt es in diesem Sektor zwei Angebote: Prioripost und Ultrapost:



Die Leistungen gelten nur für den Inlandsbriefverkehr.

Für Prioripost wird zugesichert:

12 Stunden innerhalb des selben Orts
24 Stunden zu benachbarten Judet (Region / Kreis ... ich weiß nicht genau das deutsche Wort dafür)
36 Stunden zu anderen Orten im Land

Ultrapost sichert eine noch schnellere Lieferung zu:

2 Stunden innerhalb des selben Stadtteils
24 Stunden zu anderen Städten des Ultrapost-Netzes

Die Tarife für diese Leistungen werden im Marinescu Band 2 ab Seite 203 beschrieben.

In der oben beschriebenen Portoperiode 34 waren sie für die jeweils kleinste Gewichtsstufe erheblich:

Prioripost bis 100g: 25.000 Lei
Ultrapost bis 500g: 90.000 Lei (!)

Leider habe ich (noch) keinen entsprechenden Beleg, den ich hier zeigen kann.
 
10Parale Am: 20.03.2017 19:23:31 Gelesen: 150# 146 @  
@ Michael Mallien [#145]

Portoperiode 30 haben wir übersehen? - 15 März 2002 - 02. Juni 2002

Da hab ich einen Brief ausgegraben, der mit 123.500 Lei freigemacht ist:

Scrisori simple pina 20 gr. = 13.500 Lei
Taxa de recomandare = 53.000 Lei
Taxa adeverire de primire = 53.000 Lei
Suprataxe prin avion = 5.000 Lei

insgeamt: 124.500 Lei
 

Er lief am 17.05.2002 von Sibiu nach Deutschland und ist um 1.000 Lei "unter"frankiert. Kann es drehen und wenden wie ich will. Deshalb mal wie im Lotto "Angaben ohne Gewähr".

Sie sind so schnell und führen so detailliert die Portoperioden auf, da kann ich nur staunen. "Judet" oder "Judetul" übersetzt = Kreis, Landkreis ausgesprochen (tschudetzul).

Zu Prioripost und Ultrapost muss ich auch erst mal auf Suche gehen.


 

Michael Mallien Am: 21.03.2017 20:48:41 Gelesen: 110# 147 @  
@ 10Parale [#146]

Lieber Sammlerfreund,

übersehen habe ich die Portoperiode nicht. Vielmehr arbeite ich in den letzten Wochen die eine Korrespondenz auf und da gibt es mehrere Portoperioden, die nicht abgedeckt sind. Aber es ist sehr schön, dass die fehlenden Portoperioden von Dir und anderen ebenfalls gezeigt werden.

Ich habe noch weitere Briefe aus anderen Quellen und müsste dringend mal Bilanz ziehen und Ordnung schaffen, damit ich weiß, was mir fehlt. :|

Einen schönen Beleg zeigst Du mit sehr hoher Frankatur, danke dafür und auch für die Hilfestellung. Ich freue mich schon auf unser Kennenlernen im August in München. :)

Die Inflationszeit geht zu Ende und auch die Korrespondenz, von Zarnesti nach Wismar, die ich habe. Sie war recht ergiebig wie ich finde.

Aus Portoperiode 35 (1.8.2004 bis 30.6.2005) stammt dieser, zugegeben nicht sehr schöne Brief, der mit 24.000 Lei frei gemacht ist.



Es fällt die Zusatzleistung PRIORITAR auf. Die Zusatzleistung "prin avion" gibt es nicht mehr, wie auch schon weiter oben berichtet. Der Beleg ist nicht portorichtig, denn 21.000 Lei hätten genügt für

Scrisori simple externe 20g: 16.000 Lei
Prioritar: 5.000 Lei

Nun ja, da finde ich bestimmt noch etwas besseres.

Die nachfolgende Portoperiode bringt die Währungsänderung mit sich: 10.000 alte Lei wurden durch 1 neuen Leu ersetzt. Im Marinescu werden die Portoperioden bis März 2008 weiter aufgeführt.

Aus besagter Korrespondenz habe ich noch einen letzten Beleg vom 18.8.2008, frei gemacht mit 2,20 Lei:



Er ist portorichtig mit 1,60 Lei für den einfachen Auslandsbrief + 0,60 Lei für die Zusatzleistung PRIORITAR.

Ich habe etwas gebraucht, um die 0,60 Lei im Marinescu zu finden. Wenn ich es richtig verstehe, wird bei der Beschreibung der Zusatzleistung PRIORITAR auf Seite 178 auf die Aufschläge in Tabelle 266, Seite 131 verwiesen.

Die Marke mit der MiNr. 6157 steht für eine neue Zeit in Rumänien, nämlich für den Beitritt des Landes zur EU.
 
10Parale Am: 22.03.2017 19:12:09 Gelesen: 74# 148 @  
@ Michael Mallien [#147]

Ich freue mich schon auf unser Kennenlernen im August in München

Schöner kann man das nicht ausdrücken, Michael. Ganz meinerseits.

Die Portoperiode 35 ist die letzte Stufe der "galoppierenden" Inflation in der Währungsdynamik Rumäniens und damit hochinteressant.

Ich konnte in meinen Beständen einen relativ schönen Brief ausmachen, der am 09.09.2004 in Bukarest mit 89.000 Lei freigemacht wurde. Dazu wurde ein senkrechtes Paar aus dem Höchstwert der Serie "Dampflokomotivenbau in Resita" aus den Jahr 2002 verwendet (Michel Nr. 5686). Im übrigen nennt der Michel bei dieser Serie nur Auflagenzahlen bis zur Michel Nr. 5684.

Ich kann über das Porto mathematisch genau spekulieren, gehe davon aus, dass der Brief auf Grund seiner Größe der 2. Gewichtsstufe angehörte und damit mit 27.000 Lei zzgl. 56.000 Lei für´s Einschreiben und 6.000 Lei für Prioritar portogerecht freigemacht wurde.

Besonders gefällt mir deine Überleitung zur neuen Währung mit dem Hinweis auf Michel Nr. 6157 Beitritt zur Europäischen Union. Vieles von der damaligen Euphorie scheint heute verflogen zu sein. Na ja, überlassen wir dieses Feld der Politik.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 23.03.2017 20:15:41 Gelesen: 20# 149 @  
@ Michael Mallien [#147]

Nun habe ich wieder einen Beleg gefunden, der mir irgendwie Kopfzerbrechen bereitet.

Der neueste Michel-Katalog Südosteuropa schreibt auf Seite 796:

Die Marken Michel Nr. 1295 - 5946 waren bis zum 30.06.2005 frankaturgültig

So weit, so gut. Nun habe ich gestern in meiner Kiste einen Brief gefunden, freigemacht mit einer schönen Michel Nr. 5935 aus dem Satz "Gastronomie in Europa" aus dem Jahr 2005. Frankaturwert: 21.000 Lei

Abgestempelt wurde er allerdings nach der Währungsreform vom 1. Juli 2005, wie der Stempel von Lugoj beweist: 16.11.06.

Ich kann jetzt nur spekulieren, weshalb der Brief durchging. Die Post wird gerechnet haben, na 21.000 Lei = 2,10 neue Lei, das haut schon irgendwie hin.

Liebe Grüße

10Parale


 

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