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Thema: Rumänien: Belege nach 1945
Das Thema hat 165 Beiträge:
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Michael Mallien Am: 18.03.2017 07:42:28 Gelesen: 2275# 141 @  
Ich ergänze [#137] und [#138] um einen weiteren Beleg aus der Portoperiode 32.

Er wurde am 2.4.2003 auf die Reise geschickt und ist mir 26.500 Lei frei gemacht, was portorichtig ist für die Gewichtsstufe 2 (21-50g).


 
skribent Am: 18.03.2017 09:23:25 Gelesen: 2261# 142 @  
Guten Morgen Zusammen,

seit 3 Jahren bekomme ich pro Jahr 5 Ausgaben einer Briefmarken-Club-Zeitung aus Iasi in einem DIN A5-Umschlag, bei dem die untere linke Ecke abgeschnitten ist.



Daran soll die Post sofort erkennen, dass der Inhalt ein Druckwerk (Buch oder Zeitschrift) ist. (?)

MfG >Franz<
 
Michael Mallien Am: 18.03.2017 11:10:57 Gelesen: 2247# 143 @  
@ skribent [#142]

Hallo Franz,

genau das habe ich auch schon beobachtet bei Drucksachen (IMPRIMATE).

Selbst wenn der IMPRIMATE-Stempel fehlt, aber eine Ecke abgeschnitten ist, dann passte fast immer das Porto zu einer Drucksache.

Die Portostufe Deines Beleges müsste eigentlich 15,50 Lei betragen. Auf der Webseite der Posta Romana finde ich:

Imprimate internationale 101-250g (neprioritar): 15,00 Lei
Imprimate internationale 101-250g (Prioritar): 15,50 Lei

Viele Grüße
Michael
 
10Parale Am: 18.03.2017 12:24:01 Gelesen: 2241# 144 @  
@ skribent [#142]
@ Micheal [#143]

Selbst wenn der IMPRIMATE-Stempel fehlt, aber eine Ecke abgeschnitten ist, dann passte fast immer das Porto zu einer Drucksache

Hallo zusammen,

diese Beobachtung kann auch ich bestätigen. Ich habe eine noch nicht geöffnete Drucksache mit Werbeprospektchen der S.C.ROMFILATELIA S.A. in Bukarest. Diese Firma hat mir eine Zeit lang Neuheiten-Informationen zugesandt. Doch dazu einmal später mehr.

An Hand des Scans sieht man links oben sehr schön die herausgeschnittene Ecke und noch ein Teil des ungeöffneten Inhalts.

Jetzt zum Porto:

Man könnte meinen, dass die Druckerei, die in Rumänien die Briefmarken herstellt. bestens über das Porto informiert ist. Bestimmt, aber dennoch wurde diese Drucksache mit 0,10 Lei überfrankiert.

Die Portostufe dieses Beleges müsste eigentlich 1,70 Lei (RON) betragen bei einem detaillierten Gewicht von 58 gramm.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 20.03.2017 18:05:16 Gelesen: 2164# 145 @  
Ich setze fort nach [#141] mit Portoperiode 34 (3.11.2003 bis 31.7.2004), zu der ich mehrere Belege habe.

Brief vom 25.3.2004, portorichtig frei gemacht mit 16.000 Lei für einen einfachen Auslandsbrief ohne Zusatzleistung.

Die Frankatur erfolgte mit 2 Exemplaren der MiNr 5688 der Freimarkenserie "Postdienste (2)", von denen eine leider beschädigt ist.



Dieser Brief vom 5.2.2004 ist frei gemacht mit 21.000 Lei, was portorichtig ist für den einfachen Auslandsbrief mit der Zusatzleistung "prin avion" (5.000 Lei). Wieder fehlt der PAR AVION Stempel auf dem Beleg.

Die Frankatur enthält zwei Werte der Freimarkenserien "Postdienste (1) und (2)".



Der dritte Beleg vom 9.12.2003 ist ebenfalls mit 21.000 Lei frei gemacht. Die Anmerkung zu Beleg 2 passt auch hier: leider kein PAR AVION Stempel.



Die Frankatur enthält mit der MiNr 5690 zu 20.500 Lei wieder einen Wert der Freimarkenserie "Postdienste (2)". Das Motiv ist der Postdienst PrioriPost. Dieser Dienst hat nichts mit der Zusatzleistung Prioritar zu tun. PrioriPost entspricht vielmehr unserer Eilsendung. Bei der Posta Romana gibt es in diesem Sektor zwei Angebote: Prioripost und Ultrapost:



Die Leistungen gelten nur für den Inlandsbriefverkehr.

Für Prioripost wird zugesichert:

12 Stunden innerhalb des selben Orts
24 Stunden zu benachbarten Judet (Region / Kreis ... ich weiß nicht genau das deutsche Wort dafür)
36 Stunden zu anderen Orten im Land

Ultrapost sichert eine noch schnellere Lieferung zu:

2 Stunden innerhalb des selben Stadtteils
24 Stunden zu anderen Städten des Ultrapost-Netzes

Die Tarife für diese Leistungen werden im Marinescu Band 2 ab Seite 203 beschrieben.

In der oben beschriebenen Portoperiode 34 waren sie für die jeweils kleinste Gewichtsstufe erheblich:

Prioripost bis 100g: 25.000 Lei
Ultrapost bis 500g: 90.000 Lei (!)

Leider habe ich (noch) keinen entsprechenden Beleg, den ich hier zeigen kann.
 
10Parale Am: 20.03.2017 19:23:31 Gelesen: 2153# 146 @  
@ Michael Mallien [#145]

Portoperiode 30 haben wir übersehen? - 15 März 2002 - 02. Juni 2002

Da hab ich einen Brief ausgegraben, der mit 123.500 Lei freigemacht ist:

Scrisori simple pina 20 gr. = 13.500 Lei
Taxa de recomandare = 53.000 Lei
Taxa adeverire de primire = 53.000 Lei
Suprataxe prin avion = 5.000 Lei

insgeamt: 124.500 Lei
 

Er lief am 17.05.2002 von Sibiu nach Deutschland und ist um 1.000 Lei "unter"frankiert. Kann es drehen und wenden wie ich will. Deshalb mal wie im Lotto "Angaben ohne Gewähr".

Sie sind so schnell und führen so detailliert die Portoperioden auf, da kann ich nur staunen. "Judet" oder "Judetul" übersetzt = Kreis, Landkreis ausgesprochen (tschudetzul).

Zu Prioripost und Ultrapost muss ich auch erst mal auf Suche gehen.


 

Michael Mallien Am: 21.03.2017 20:48:41 Gelesen: 2113# 147 @  
@ 10Parale [#146]

Lieber Sammlerfreund,

übersehen habe ich die Portoperiode nicht. Vielmehr arbeite ich in den letzten Wochen die eine Korrespondenz auf und da gibt es mehrere Portoperioden, die nicht abgedeckt sind. Aber es ist sehr schön, dass die fehlenden Portoperioden von Dir und anderen ebenfalls gezeigt werden.

Ich habe noch weitere Briefe aus anderen Quellen und müsste dringend mal Bilanz ziehen und Ordnung schaffen, damit ich weiß, was mir fehlt. :|

Einen schönen Beleg zeigst Du mit sehr hoher Frankatur, danke dafür und auch für die Hilfestellung. Ich freue mich schon auf unser Kennenlernen im August in München. :)

Die Inflationszeit geht zu Ende und auch die Korrespondenz, von Zarnesti nach Wismar, die ich habe. Sie war recht ergiebig wie ich finde.

Aus Portoperiode 35 (1.8.2004 bis 30.6.2005) stammt dieser, zugegeben nicht sehr schöne Brief, der mit 24.000 Lei frei gemacht ist.



Es fällt die Zusatzleistung PRIORITAR auf. Die Zusatzleistung "prin avion" gibt es nicht mehr, wie auch schon weiter oben berichtet. Der Beleg ist nicht portorichtig, denn 21.000 Lei hätten genügt für

Scrisori simple externe 20g: 16.000 Lei
Prioritar: 5.000 Lei

Nun ja, da finde ich bestimmt noch etwas besseres.

Die nachfolgende Portoperiode bringt die Währungsänderung mit sich: 10.000 alte Lei wurden durch 1 neuen Leu ersetzt. Im Marinescu werden die Portoperioden bis März 2008 weiter aufgeführt.

Aus besagter Korrespondenz habe ich noch einen letzten Beleg vom 18.8.2008, frei gemacht mit 2,20 Lei:



Er ist portorichtig mit 1,60 Lei für den einfachen Auslandsbrief + 0,60 Lei für die Zusatzleistung PRIORITAR.

Ich habe etwas gebraucht, um die 0,60 Lei im Marinescu zu finden. Wenn ich es richtig verstehe, wird bei der Beschreibung der Zusatzleistung PRIORITAR auf Seite 178 auf die Aufschläge in Tabelle 266, Seite 131 verwiesen.

Die Marke mit der MiNr. 6157 steht für eine neue Zeit in Rumänien, nämlich für den Beitritt des Landes zur EU.
 
10Parale Am: 22.03.2017 19:12:09 Gelesen: 2077# 148 @  
@ Michael Mallien [#147]

Ich freue mich schon auf unser Kennenlernen im August in München

Schöner kann man das nicht ausdrücken, Michael. Ganz meinerseits.

Die Portoperiode 35 ist die letzte Stufe der "galoppierenden" Inflation in der Währungsdynamik Rumäniens und damit hochinteressant.

Ich konnte in meinen Beständen einen relativ schönen Brief ausmachen, der am 09.09.2004 in Bukarest mit 89.000 Lei freigemacht wurde. Dazu wurde ein senkrechtes Paar aus dem Höchstwert der Serie "Dampflokomotivenbau in Resita" aus den Jahr 2002 verwendet (Michel Nr. 5686). Im übrigen nennt der Michel bei dieser Serie nur Auflagenzahlen bis zur Michel Nr. 5684.

Ich kann über das Porto mathematisch genau spekulieren, gehe davon aus, dass der Brief auf Grund seiner Größe der 2. Gewichtsstufe angehörte und damit mit 27.000 Lei zzgl. 56.000 Lei für´s Einschreiben und 6.000 Lei für Prioritar portogerecht freigemacht wurde.

Besonders gefällt mir deine Überleitung zur neuen Währung mit dem Hinweis auf Michel Nr. 6157 Beitritt zur Europäischen Union. Vieles von der damaligen Euphorie scheint heute verflogen zu sein. Na ja, überlassen wir dieses Feld der Politik.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 23.03.2017 20:15:41 Gelesen: 2023# 149 @  
@ Michael Mallien [#147]

Nun habe ich wieder einen Beleg gefunden, der mir irgendwie Kopfzerbrechen bereitet.

Der neueste Michel-Katalog Südosteuropa schreibt auf Seite 796:

Die Marken Michel Nr. 1295 - 5946 waren bis zum 30.06.2005 frankaturgültig

So weit, so gut. Nun habe ich gestern in meiner Kiste einen Brief gefunden, freigemacht mit einer schönen Michel Nr. 5935 aus dem Satz "Gastronomie in Europa" aus dem Jahr 2005. Frankaturwert: 21.000 Lei

Abgestempelt wurde er allerdings nach der Währungsreform vom 1. Juli 2005, wie der Stempel von Lugoj beweist: 16.11.06.

Ich kann jetzt nur spekulieren, weshalb der Brief durchging. Die Post wird gerechnet haben, na 21.000 Lei = 2,10 neue Lei, das haut schon irgendwie hin.

Liebe Grüße

10Parale


 
Pete Am: 24.03.2017 16:14:13 Gelesen: 1977# 150 @  
@ Michael Mallien [#140]

Dank dir für die Info! :-)

Gruß
Pete
 
Michael Mallien Am: 24.03.2017 16:26:12 Gelesen: 1977# 151 @  
@ 10Parale [#149]

Der Hinweis im Michel ist mir auch aufgefallen, ebenso wie die Diskrepanz zu einigen Belegen, die ich gesehen habe. Ich glaube schlichtweg, das die Angabe im Michel nicht korrekt ist.

Mir liegen keine Quellen vor, die das belegen würden, aber ich kann ein paar Argumente bringen:

1. Die Michelnummern 5937 bis 5946 sind Marken mit Doppelnominale (Wertangabe in alten und neuen Lei)! Das wäre wenig sinnvoll gewesen, wenn die Ausgaben sofort wieder ungültig geworden wären. Dies gilt insbesondere für die Ausgabe "Pfadfinder" vom 15. Juni 2005.

2. 2006 hatte ich beruflich in Bukarest zu tun. In der Zeit, also ca. 1 Jahr nach der Währungsumstellung, war altes und neues Bargeld parallel im Einsatz. Ich kann mir gut vorstellen, dass mit Briefmarken ebenso verfahren wurde.

3. Es gibt eben diese Belege mit den Marken in der alten Währung auch nach dem 1. Juli 2005

Vielleicht waren die Menschen aber auch einfach nur pragmatisch und haben eventuelle Vorgaben ignoriert und von der anderen Seite wurde dies nicht beanstandet. Fälle in dieser Art haben ja auch heutzutage bei der Deutschen Post.

---

Damit dieser Beitrag nicht bildlos bleibt, hier ein Beleg aus der ganz jungen Republik zu Anfang 1990.

Brief aus Cluj Napaco in die UdSSR vom 19.1.1990, frei gemacht mit MiNr 3609 zu 2,15 Lei.

Die Marke war zu dem Verwendungszeitpunkt schon älter, denn sie stammt aus dem Jahr 1979. Der Ausgabeanlass ist Jahrestag des Bergmannstreiks in Lupeni



Auffällig ist die Freimachungshöhe von nur 2,15 Lei. 1990 kosteten einfache Auslandbriefe 10 Lei, wie ich Tabelle 247 auf Seite 118 im Marinescu entnehme. Aufschluss gibt Tabelle 253 Tarife pentru URSS, mit dem Hinweis, dass für Briefe in die UdSSR, wie auch nach Vietnam, Ungarn und Tschechoslowakei Inlandstarife galten. Dieser betrug zum fraglichen Zeitpunkt allerdings nur 2,00 Lei, womit der Beleg um 15 Bani überfrankiert ist.

Viele Grüße
Michael
 
Baber Am: 28.03.2017 17:44:31 Gelesen: 1848# 152 @  
Hier ein Einschreibebrief von 1973 mit einer Gesamtfrankatur von 14,15 Lei.

Gruß
Baber


 
Michael Mallien Am: 29.03.2017 18:11:26 Gelesen: 1763# 153 @  
@ Baber [#152]

Hallo Baber,

der Beleg ist portorichtig für die 2. Gewichtsstufe, die in der Portoperiode ab 1.3.1972 von 21-100g ging.

- Scrisori simple 21-100g: 6,40 Lei
- Taxa de recomandare: 3,45 Lei
- Suprataxe "prin avion" (Zona II) für 21-100g: 4,30 Lei

Ich vermute, dass mit der "27" links unten das Gewicht vermerkt wurde.

Auf den ersten Blick unscheinbar, ist der Beleg auch wegen der Adressen ein Perle. :)

Danke für's Zeigen.

Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 31.03.2017 18:40:18 Gelesen: 1669# 154 @  
In [#70] stellte ich die Portoperioden für Briefe nach Moldawien vor. Der letzte Beitrag dazu war [#104], an den ich hier anschließe.

Aus der Portoperiode 21 habe ich einen weiteren Beleg aus Bukarest nach Chisinau vom 11.2.2002.

Frei gemacht ist er mit insgesamt 7000 Lei und, man kann sagen, mittlerweile schon altbekannten Marken, die ich auf anderen Belegen bereits präsentiert habe. Allerdings ist der Brief überfrankiert. 6.750 Lei hätten gereicht. Ein am selben Tag versendeter Brief ins europäische Ausland hätte jedoch 13.500 Lei gekostet, nämlich das Doppelte.



Die Erhaltung des Belegs und die Stempel gefallen mir sehr gut. Abermals gab es die beiden Ankunftsstempel an zwei aufeinander folgenden Tagen, wie auch schon bei vielen anderen Briefen nach Moldawien. Auffällig ist das kopfstehende Datum des Stempels vom 15.2.2002.
 
Michael Mallien Am: 02.04.2017 12:31:37 Gelesen: 1543# 155 @  
Ich setze fort mit einem Beleg aus der Portoperiode 22 (03.06.2002 - 2.11.2003) für den Postverkehr nach Moldawien.

Einfacher Brief von Timisoara nach Chisinau vom 25.8.2003, frei gemacht mit 8.000 Lei.

Verwendet wurde die MiNr 5688 der Freimarkenserie "Postdienste (2)" (s. auch [#145]).



Rückseitig befinden sich wieder die Ankunftsstempel, aber auch ein zusätzlicher Stempel, dessen Inhalt sich mir nicht sogleich erschlossen hat. Da möchte ich noch nachforschen, aber vielleicht kennt jemand von euch die Bedeutung des Stempels?

Der Brief ist mit 250 Lei überfrankiert. 7.750 Lei hätten ausgereicht.

Auf die 8.000 Lei für einen solchen Brief stieg das Porto in der Portoperiode 23 (3.11.2003 - 31.7.2004). Hierfür kann ich einen Beleg zeigen, der am 20.1.2004 von Turda nach Chisinau auf die Reise ging und portorichtig ist:



Viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 03.04.2017 20:36:59 Gelesen: 1477# 156 @  
Die letzte Portoperiode der Inflationszeit für den Postverkehr nach Moldawien ist die Portoperiode 24 (1.8.2004 - 30.6.2005). Zwar änderte sich das Porto für den Brief bis 20g nicht (es verblieb bei 8.000 Lei), aber die Sendungsarten, die im Postverkehr nach Moldawien begünstigt waren. Wie schon vor 1997 wurden nun wieder Drucksachen (IMPRIMATE) begünstigt.

Zur Dokumentation dieser Portoperiode bräuchte es optimalerweise eines entsprechenden Beleges.

Ich kann zurzeit nur einen einfachen Brief zeigen vom 16.8.2004 aus Galati nach Chisinau, der portorichtig mit 8.000 Lei frei gemacht ist:



Die erste Portoperiode nach der Inflationszeit begann auch für diesen Postverkehr am 1.7.2005. Die alten Preise blieben im Prinzip bestehen. Nur wurden sie jetzt in neuen Lei ausgewiesen (8.000 Lei -> 0,80 Lei).

Die Porti galten auch noch am Ende der im Marinescu dokumentierten Zeiträume, die bis zum 31.3.2008 dauerten.

Ach ja, bei der Suche nach dem Markenmotiv BUCIUM stieß ich auf dieses YouTube-Video [1], dass ich euch nicht vorenthalten möchte. :)

Viele Grüße
Michael

[1] https://www.youtube.com/watch?v=xnMI9gGoARA
 
Michael Mallien Am: 07.04.2017 06:19:08 Gelesen: 1384# 157 @  
Heute habe ich einen weiteren Brief nach Chisinau vom 11.4.2001. Er würde damit in die Portoperiode 20 (8.1.2001 - 19.8.2001) für den Postverkehr mit Moldawien fallen.

Die Vergünstigungen betrugen 50% des Portos und galten in dieser Portoperiode nur für die Versendungsarten Brief bis 20g (Scrisori simple externe 20g), einfache Postkarten (Carti postale simple) und Bildpostkarten (Carti postale ilustrate). Zusatzleistungen wurden nicht begünstigt.

Dieser Brief ging per Einschreiben/Luftpost von Botosani nach Chisinau und ist mit 35.000 Lei frei gemacht.



Offensichtlich wurde er als normaler, nicht begünstigter Auslandsbrief behandelt, denn dafür ist er portorichtig:

Scrisori simple externe: 11.500 Lei
Taxa recomandare: 22.000 Lei
Suprataxe "prin avion": 1.500 Lei

Ich nehme an, dass die Vergünstigung, die in diesem Fall 11.500 : 2 = 5.750 Lei betragen hätte, tatsächlich nur für die Versendungsart Brief gegolten hat und mit den Zusatzleistungen entfiel. Insofern fällt der Brief auch nicht in die oben aufgeführte Portoperiode, sondern vielmehr in die Portoperiode 26 des Auslandsverkehrs (8.1.2001 - 14.5.2001).

Noch eine Bemerkung zu dem rückseitig angebrachten Paar der Herzchenmarke zu je 11.500 Lei: Es ist die MiNr 5555 "Grußmarken zum Valentinstag", erschienen am 15.2.2001. Sie gefällt mir wegen ihres kleinen Formats und ihrer schlichten Schönheit.
 
10Parale Am: 08.04.2017 15:15:23 Gelesen: 1272# 158 @  
@ Michael Mallien [#157]

Schöne, informative Belege zeigst Du hier. Ich verfolge weiterhin diesen Thread, kann aber leider im Moment weniger dazu beitragen. Sicherlich ist eine Begünstigung der Portotarife mit Moldawien verständlich.

Mir kommt es so vor, als hätte sich Bayern (= Moldawien) hier vom Mutterland (Bundesrepublik) abgekapselt. Die beiden Fürstentümer der Moldau und der Walachei waren über Jahrhunderte den Interessen der fremden Großmächte ausgesetzt. Sind wir froh, dass der Status Quo so ist, wie er ist.

Ich zeige hier ein brandaktuelles Einschreiben mit einer schönen Mischfrankatur. Das Porto für diesen 108 gramm schweren Brief betrug nicht weniger als 27,50 RON. (die Zahl 27 erinnert mich irgendwie an die 27 Parale - die erste Marke, die wohl für uns alle ein Traum bleibt).

Der Brief ist aus GIURGIU und wurde als Einschreiben am 03.04.2017 nach Deutschland versandt. Habe mir einen neuen Scanner gekauft (Epson) und mal schauen, wie die Qualität rüberkommt.

Liebe Grüße

10Parale


 
Michael Mallien Am: 09.04.2017 08:11:30 Gelesen: 1189# 159 @  
@ 10Parale [#158]

Ich freue mich, dass meine Beiträge nach wie vor Interesse finden und zeige gerne mehr.

Ein Motor der Philatelie war und ist immer, sich mit dem aktuellen postlichen Geschehen zu beschäftigen. Deshalb sehe auch gerne Belege aus dem aktuellen Postverkehr. Dein Einschreiben ist portorichtig, wie ich der Webseite von Posta Romana entnehme [1].

Priority letter mail service 101-250g: 15,50 Lei
Registered: 12,00 Lei

Ich zeige heute einen Brief, der im November 1997 nach Viljandi in Estland ging. Das genaue Datum ist nicht bekannt, denn der Brief ist in Bukarest nicht abgestempelt worden, sondern wurde erst im Zielland am 17.11.1997 nachträglich entwertet.



Die Frankatur betrug 2.300 Lei. In der Portoperiode 12 (10.11.1997 - 17.5.1998) für den Auslandsbriefverkehr hätten 2.000 Lei gereicht:

Imprimate 20g (Drucksache): 1.850 Lei
Suprataxe "prin avion": 150 Lei

Die Marke (MiNr 5090) aus der Serie "Verkehrsmittel" stammt aus dem Jahr 1995 und passte vom Frankaturwert her zu Auslandsbriefen von 51-100g.

Die fehlende Abstempelung war nicht das einzige Problem bei der Zustellung der Sendung. Rückseitig wurde am 1.12.1997 ein Aufkleber angebracht, wie wir ihn auch aus Deutschland kennen. Leider bin ich der estischen Sprache nicht mächtig, um zu erkennen, was das Problem war.



Neben der handschriftlichen Dokumentation wurde ein Stempel VILJANDI a / 01.12.97 00 / EESTI abgeschlagen.

[1] https://www.posta-romana.ro/en/a321/tariffs/letter-mail-services/international/international-letter-mail-service.html
 
Pete Am: 09.04.2017 20:10:53 Gelesen: 1157# 160 @  
@ Michael Mallien [#159]

Ich zeige heute einen Brief, der im November 1997 nach Viljandi in Estland ging. Das genaue Datum ist nicht bekannt, denn der Brief ist in Bukarest nicht abgestempelt worden, sondern wurde erst im Zielland am 17.11.1997 nachträglich entwertet.

Handelt es sich bei der Entwertung vom 17.11.1997 nicht um einen Stempelabschlag aus București? ;-)

Gruß
Pete
 
Michael Mallien Am: 09.04.2017 21:02:51 Gelesen: 1148# 161 @  
@ Pete [#160]

Hallo Pete,

Du hast recht, da habe ich nicht genau genug geschaut. :o

Danke und viele Grüße
Michael
 
Michael Mallien Am: 17.04.2017 07:34:07 Gelesen: 482# 162 @  
Brief vom 5.3.2016 von Bukarest nach Karachi, Pakistan, frei gemacht mit 4 Lei. Das ist portorichtig für einen International Priority letter bis 20g. Dieser Tarif gilt auch heute noch.



Rückseitig befinden sich Ankunftsstempel vom 29.3.2016:



Der Stempel rechts wurde zuerst abgeschlagen: PECHS Block 2 HPO ...

PECHS (Pakistan Employees Cooperative Housing Society) ist eine so genannte Neighborhood in Jamshed Town, einem zentralen Teil von Karachi, mit zu 98% muslimischer Bevölkerung. Der Block 2 findet sich ja auch auf der Adresse wieder.

Auf dem Stempel links lese ich F... LETTER INWARD... / 29 MAR 16 / KARACHI 53..0. Was es bedeutet, weiß ich nicht. Letter inward könnte für eingegangener Brief stehen.
 
Michael Mallien Am: 17.04.2017 17:19:49 Gelesen: 419# 163 @  
Heute ein buntfrankierter Brief, der am 19.2.1999 von Deva nach Pforzheim ging. Er stammt aus der Portoperiode 15 (4.1.1999 - 14.3.1999) und ist mit insgesamt 4.850 Lei portorichtig frankiert!



Da hat sich jemand sehr bemüht, das korrekte Porto mit so krummen Werten zusammen zu bekommen.
 
Michael Mallien Am: 18.04.2017 20:56:44 Gelesen: 316# 164 @  
Diese Ganzsache zu 1.700 Lei wurde mit 9.050 Lei auffrankiert zum Versand nach Deutschland am 29.6.2000.
Damit fällt der Beleg in die Portoperiode 23 (1.5.2000 - 31.7.2000), in der das Porto für den einfachen Brief genau die auffrankierten 9.050 Lei betrug.



Es fällt auf, dass die Marke entwertet wurde, das Wertzeichen auf der Ganzsache jedoch nicht.

Kann es sein, dass die Ganzsache nicht mehr gültig war und nur als Umschlag verwendet wurde? In diesem Fall wäre der Beleg portorichtig frankiert. Wer weiß mehr?
 
Michael Mallien Am: 23.04.2017 15:36:35 Gelesen: 32# 165 @  
Der Beginn der ersten Portoperiode der Inflation in der Zeit von 1991 bis 2005 wird für Auslandsbriefe mit dem 10. Oktober 1991 angegeben. Zu Recht, denn die Portoperiode davor dauerte über 9 Jahre (25.2.1982 bis 9.10.1991) und das Porto für den einfachen Auslandsbrief erhöhte sich am 10.10.91 um 350%, von 10 auf 45 Lei.

Heute kann ich einen Beleg aus dem Jahr 1991 zeigen, der noch vor der Inflationszeit von Bukarest nach Weinheim ging und mit 83 Lei frankiert ist.

Ich dachte zunächst, dass sich das Porto wie folgt zusammensetzt:

Scrisori externe 21-100g (Auslandsbrief): 24 Lei
Taxa de recomandare (Einschreibegebühr): 24 Lei
Taxa expres (Gebühr für Eilzustellung): 30 Lei
Suprataxe "prin avion" 21-100g Zona II (Luftpostzuschlag Europa): 5 Lei



Erst dann entdeckte ich den zusätzlichen Vermerk AR links auf der Vorderseite. AR steht für die Zusatzleistung Taxa adeverire de primire (Rückscheingebühr). Außerdem findet sich kein Hinweis auf dem Brief für die höhere Gewichtsstufe. Also neu berechnen:

Scrisori simple 20g (Auslandsbrief): 10 Lei
Taxa de recomandare (Einschreibegebühr): 24 Lei
Taxa expres (Gebühr für Eilzustellung): 30 Lei
Taxa adeverire de primire (Rückscheingebühr): 18 Lei
Suprataxe "prin avion" 20g Zona II (Luftpostzuschlag Europa): 1 Lei

Wie es der Zufall will summieren sich beide Berechnungen auf genau 83 Lei. Also ist der Brief auf jeden Fall portorichtig!

Schön finde ich auch den Zusatzstempel zum 22. Dezember 1989, dem Tag des Volksaufstandes. Auf der Rückseite befindet sich noch der Eingangsstempel aus Weinheim, wie es für Eilbriefe üblich war.
 

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