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Thema: Österreich: Altbriefe bestimmen und bewerten
Das Thema hat 152 Beiträge:
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Franz88 Am: 31.03.2019 17:52:14 Gelesen: 44571# 128 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Brief von Wien nach West-Virginia (USA). Der Brief ist frankiert mit 4*10 Kreuzer. Stempel Wien am 4.9.18??.

Weiterleitungsstempel New York 20.9.

Auf der Briefrückseite Stempel "PAID ALL". Gibt der Stempel an, dass alle Postgebühren bezahlt sind?

Wie hoch wird so sein Brief bewertet? Ist der Brief portorichtig frankiert? Kann man den Laufweg des Briefes erkennen?

Hat der Vermerk "#8.Pq155-172" eine postalische Bedeutung?

Ich bitte um eure Hilfe bei diesem Beleg.



Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 31.03.2019 19:23:57 Gelesen: 44550# 129 @  
@ Franz88 [#128]

Hallo Franz,

Laufweg = Rückseite des Briefes, die sehe ich aber nicht.

Paid all = voll frankiert für Österreich, Deutschland, Seetransporto und USA - Inland.

Der Vermerk dürfte sicher postalische Relevanz haben - nur welche genau, weiß ich nicht.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bignell Am: 31.03.2019 21:41:07 Gelesen: 44532# 130 @  
@ Franz88 [#128]

Hallo Franz,

4 x 10 KR werten bei Dr Ferchenbauer 800 € auf Brief, allerdings kann ich am Scan nicht erkennen ob die Frankatur unbeschädigt ist. Franco wäre 15 KR je Loth bei Leitung über England, da kein Vermerk über Leitweg oder Gewicht, kann nur anhand des "PAID ALL" eine Unterfrankatur ausgeschlossen werden, eine Überfrankatur wäre möglich.

Lg, harald
 
Franz88 Am: 31.03.2019 22:19:00 Gelesen: 44524# 131 @  
Hallo Ralph,

herzlichen Dank für Deine Info.

Auf der Rückseite sind leider nur die beiden gezeigten Stempel vorhanden (NEW YORK und PAID ALL).

Liebe Grüße
Franz

@ bignell [#130]

Hallo Harald,

ein großes DANKE für Deine Info.

Eine Marke ist am Rand leider mangelhaft.

Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 01.04.2019 06:19:46 Gelesen: 44502# 132 @  
@ Franz88 [#128]

Hallo Franz,

dann unterstelle ich mal den Laufweg über Bremen/Bremerhaven. Leider kenne ich die österreichischen Tarife nicht zu dieser Zeit. Vielleicht kann die mal einer checken, um zu sehen, ob er korrekt frankiert wurde?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Arge-Ungarn Am: 01.04.2019 13:30:10 Gelesen: 44449# 133 @  
Hallo Franz,

da wir nicht das genaue Jahr kennen, nachfolgende die Gebühren aus dem möglichen Zeitraum:

1. Leitweg I über Belgien und England (mittels direkter Briefpakete zwischen norddeutschen und nordamerikanischen Postämtern), gültig ab 1/2/1870 pro 15 g: 20 Kr,
vorher hat dieser Leitweg 30 Kr pro 15 g gekostet
2. Leitweg IV über Hamburg oder Bremen), gültig ab 7/1/1868 pro 15 g: 20 Kr
Die römischen Ziffern entsprechen den Nummerierungen der Leitwege in den Postverordnungen Österreichs.

Damit wäre es jeweils die 2 Gewichtsstufe. Das Porto setzt sich aus 5 Kr Vereinsporto und 15 Kr Weitefranko zusammen.

UPU: 10 Kr pro 15 g ab 1.7.1875

Schönen Tag noch

Martin
 
Franz88 Am: 01.04.2019 17:10:50 Gelesen: 44422# 134 @  
@ bayern klassisch [#132]

Hallo Ralph,

vielen Dank für Deine Antwort. Deine "Unterstellung" hört sich gut an.

Liebe Grüße
Franz

@ Arge-Ungarn [#133]

Hallo Martin,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Auskunft. Ihr seid mir eine große Hilfe. Super! Ich würde vom Gefühl her auf den Leitweg IV über Hamburg oder Bremen tippen. Aber das ist reine Spekulation.

Liebe Grüße
Franz
 
Franz88 Am: 03.04.2019 16:40:46 Gelesen: 44238# 135 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Ganzsachenumschlag zu 5 Kreuzer mit Zusatzfrankatur 4*5 Kreuzer. Gesamtfrankatur 25 Kreuzer. Von Prag nach Avignon (Frankreich). Abgesendet in Prag am 14.5.1871.

Auf der Vorderseite der Stempel JNSUFT???MENT AFRANCHIE. Auf der Rückseite Weiterleitungsstempel Wien am 15.5.1871 und zwei weitere für mich nicht lesbare Stempel LOR??

Meine Fragen zu diesem Brief: Für was steht JNSUFT???MENT AFRANCHIE? Ist die blaue 2 ein Taxvermerk?

Wie hoch wird so sein Brief bewertet? Ist der Brief portorichtig frankiert? Kann man den Laufweg des Briefes erkennen?

Bitte um eure Hilfe.



Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 03.04.2019 17:47:31 Gelesen: 44225# 136 @  
@ Franz88 [#135]

Hallo Franz,

da hast du einen guten Brief an der Angel!

25 Neukreuzer (Nkr.) war das einfache Franko für Briefe bis 10 g. Dieser hier lag in der 2. Gewichtsstufe, siehe die blaue 2 oben links, und wog über 10 bis 20g.

Dafür hätte er mit 50 Nkr. frankiert sein müssen. Daher durfte er in Österreich keinen P.D. - Stempel erhalten. Der Stempel "ungenügend frankiert" dokumentierte das. Frankreich setzte jetzt 10 Decimes (also das fehlende Franko mal 2) für den Empfänger an.

Der Laufweg war Wien - München - Lyon - Millau.

Die beiden französischen Stempel kann ich nicht sicher lesen - ich hoffe, ein anderer kann es.

Ich schätze den Brief auf mindestens 100 bis 120 Euro.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 03.04.2019 18:00:29 Gelesen: 44220# 137 @  
@ Franz88 [#135]
@ bayern klassisch [#136]

Hallo Franz, hallo Ralph,

Der französische Text heisst INSUFFISEMENT AFFRANCHIE, ungenügend frankiert.

Die gleichen Stempel gibt es bei ungenügender Frankatur auch in der Schweiz.

Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
bayern klassisch Am: 03.04.2019 18:40:56 Gelesen: 44209# 138 @  
@ SH-Sammler [#137]

Lieber Hanspeter,

vielen Dank - konnte nicht alle Buchstaben sicher lesen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Franz88 Am: 04.04.2019 15:14:47 Gelesen: 44124# 139 @  
@ bayern klassisch [#136]

Hallo Ralph,

vielen herzlichen Dank für Deine Info. Du hast mir wieder sehr geholfen.

Liebe Grüße
Franz

@ SH-Sammler [#137]

Hallo Hanspeter,

ein großes Dankeschön für Deine Antwort.

Liebe Grüße
Franz
 
bignell Am: 04.04.2019 20:37:45 Gelesen: 44094# 140 @  
@ Franz88 [#135]

Hallo Franz,

Dr. Ferchenbauer bewertet die Ganzsache mit 4x5 Kronen Zusatzfrankatur mit 280 €. Abhängig von der Erhaltung (falls sauber geöffnet) könnte man wohl 60-80 € dafür bekommen.

Lg, harald
 
Franz88 Am: 05.04.2019 17:54:20 Gelesen: 44008# 141 @  
@ bignell [#140]

Hallo Harald,

herzlichen Dank für Deine Info.

Liebe Grüße
Franz
 
bayern klassisch Am: 02.06.2019 11:11:42 Gelesen: 42996# 142 @  
Liebe Freunde,

heute zeige ich einen Standardbrief aus Triest vom 27.9.1854 nach Paris an die Gebrüder Rothschild. Der Portobrief wog 8 g und lag damit in der 2. Gewichtsstufe (bis 7,5 g einfach). Die Leitung erfolgte über Wien - Prag - Bodenbach - Valenciennes nach Paris (Österreich - Sachsen - Preussen - Belgien - Frankreich), wo er am 3.10.1854 eintraf und für 24 Decimes ausgehändigt wurde.



Dergleichen Briefe kosten nur 20 Euro und sind damit günstiger, als vor über 160 Jahren bei der Post.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Manfred666 Am: 09.01.2022 15:58:31 Gelesen: 24322# 143 @  
Hallo,

Könnte mir jemand diesen Brief bewerten aus Österreich K. u. K Feldpost 27.VIII.17

Vielen Dank für die Hilfe.
Grüße Manfred


 
BANANA60 Am: 09.01.2022 18:36:54 Gelesen: 24290# 144 @  
@ Manfred666 [#143]

Hallo Manfred!

Bei diesem Brief handelt es sich mit Sicherheit um einen philatelistisch inspirierten Brief. Hier dürfte jemand seine Stellung beim FPA 51 ausgenützt haben um einen Sammler einen Gefallen zu machen. Dafür würde der notierte Markenwert links unten sprechen.

Die Marken wären an sich für Bosnien-Herzegowina vorgesehen, dass FPA 51 (als Absenderangabe links oben der Dienststellenstempel) war zu diesem Zeitpunkt aber in Vöslau bei Wien - Armeeoberkommando: QuAbt.

Derartige Machwerke kommen recht häufig vor. Obwohl ich Feldpostsammler bin, würde ich von einem Kauf Abstand nehmen. Es ist aber nicht gesagt, dass es dafür keinen Interessenten gibt.

Liebe Grüße
Harald
 
Manfred666 Am: 09.01.2022 18:42:57 Gelesen: 24287# 145 @  
Super Dankeschön

Grüße Manfred
 
Franz88 Am: 23.05.2022 14:29:46 Gelesen: 20629# 146 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Inlandsbrief vom 21.8.1858, von Store (Steiermark) nach St. Marein.

Frankatur 6 Kreuzer.

Rückseitiger Ankunftsstempel ST. MAREIN bei KINDBERG 22.8.

Store (dt. Storach) ist eine Gemeinde in der Region Spodnja Stajerska (Untersteiermark) in Slowenien.

Briefgebühr ab 1.6.1850 bis 31.10.1858: Entfernung bis 20 Meilen (1 Loth) = 6 Kreuzer.

Liebe Grüße
Franz


 
Franz88 Am: 28.05.2022 14:39:04 Gelesen: 20300# 147 @  
Hallo Sammlerfreunde,

ein Inlandsbrief vom 22.9.1855, von Franz (Steiermark) nach Graz.

Frankatur 2*3 Kreuzer +6 Kreuzer.

Rückseitiger Durchgangsstempel " CILLI 16. Juli.", Ankunftsstempel “GRATZ“.

Briefgebühr ab 1.6.1850 bis 31.10.1858: Entfernung bis 20 Meilen (1 Loth) = 6 Kreuzer
Rekogebühr = 6 Kreuzer

Eine Abstempelung (FRANZ) die mir große Freude bereitet.

Liebe Grüße
Franz


 
Wachauer Am: 29.05.2022 00:20:36 Gelesen: 20224# 148 @  
@ BANANA60 [#144]

Hallo Harald,

mag sein, dass der Brief "philatelistisch inspiriert" ist, die Tatsache, dass es sich um einen Wertbrief handelt, scheint mir aber doch erwähnenswert. Die Rückseite wäre dazu interessant zu sehen.

Herzliche Sammlergrüße
Wachauer
 
BANANA60 Am: 29.05.2022 10:00:49 Gelesen: 20194# 149 @  
@ Wachauer [#148]

Hallo!

Für mich, der das K.u.k. Feldpostwesen als Solches sammelt, wäre es interessant, ob es sich um eine einzelne Gefälligkeit handelte, oder ob über das AOK eine Art "Briefmarkenversand" betrieben wurde. Auszuschließen wäre ja auch das nicht.

Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, lasse ich es natürlich wissen.

Liebe Grüße
Harald
 
Franz88 Am: 30.05.2022 14:25:14 Gelesen: 20043# 150 @  
Hallo Sammlerfreunde

ein Inlandsbrief vom 18.6.1850, von Marburg nach Graz. Frankatur 3 Kreuzer. "Frühverwendung" (Die 3 Kreuzer Marke wurde am 1.6.1850 ausgegeben). Rückseitiger Ankunftsstempel “GRATZ 18. JUN.“. Briefgebühr ab 1.6.1850 bis 31.10.1858: Entfernung bis 10 Meilen (1 Loth) = 3 Kreuzer.

Liebe Grüße
Franz


 
bignell Am: 04.07.2022 23:57:56 Gelesen: 18820# 151 @  
Liebe Freunde,

diesen Brief musste ich einfach haben, gut die 6 $ inkl. Versand haben es mir auch nicht schwer gemacht.



Einerseits sehen die roten Stempel Troppau, FRANCO und GRENZE einfach schön aus, andererseits hat mich ein schneller Blick auf die Anschrift "Hochwald pr Salzburg" verwundert, weil die bayrische Zeit von Salzburg 1842 (das Jahr des Briefes) schon lange vorbei war und Franco/Grenze keinen Sinn machen würde - also musste es etwas anderes heissen, aber am Scan fand ich die Lösung nicht, mit dem Original in der Hand war es dann einfacher: Freyburg [1].

Liebe Grüße,
harald

[1] https://www.freiburg-schwarzwald.de/blog/regio/orte/stmaergen/hochwald/
 
bayern klassisch Am: 05.07.2022 00:49:48 Gelesen: 18817# 152 @  
@ bignell [#151]

Lieber Harald,

ein sehr schöner Brief, aber mit dem DÖPV hatte er nichts zu tun, weil vor dem 1.7.1850 jener nicht existierte.

Liebe Grüsse,
Ralph

[Beiträge [#150] und [#151] aufgrund des Auftrgs von Harald (bignell) redaktionell verschoben aus dem Thema "Österreich und der DÖPV Deutsch-Österreichische Postverein"]
 

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