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Thema: (?) (2020) Stempel bestimmen: Wer kennt diesen Stempel ?
Das Thema hat 2020 Beiträge:
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Manne Am: 23.10.2020 17:12:10 Gelesen: 53540# 1971 @  
Hallo,

sind diese Stempel für die Stempeldatenbank geeignet?

Abgeschlagen wurden sie auf Wechsel von 1931.

Gruß
Manne




 
Manne Am: 23.10.2020 17:30:56 Gelesen: 53522# 1972 @  
@ DL8AAM [#1969]

Da zeigst du den seltenen Fünfer der BRD aus der Prägestätte Hamburg, Auflage 60 000 Stück. Klasse Erhaltung!

Gruß
Manne
 
epem7081 Am: 07.11.2020 23:27:49 Gelesen: 48877# 1973 @  
Hallo zusammen,

In meiner Sammlung von Vorphilabelegen befindet sich dieser Faltbriefumschlag, der laut Stempelabschlag am 21. Mai 1852 in FREUDENSTADT vom w(ürtt). k(önigl). Gerichtsnotariat in Freudenstadt an das Großherzoglich Badische Amts-Revisorat in Rastatt / Baden auf den Weg gebracht wurde.



Auf der Rückseite findet sich ein Stempelabschlag, den ich bisher nicht eindeutig identifizieren kann.



Ich vermute hier so etwas wie einen Postkursstempel. Die Eisenbahnverbindung Murgtalbahn zwischen den genannten Orten wurde ja erst Jahrzehnte später realisiert.

Kann jemand im Forum zu diesem Stempel Hinweise geben und vergleichbare Stempel zeigen? Ich bin auf eine Echo gespannt.

Mit freundlichem Sammlergruß
Edwin
 
Christoph 1 Am: 07.11.2020 23:46:30 Gelesen: 48871# 1974 @  
@ epem7081 [#1973]

Hallo Edwin,

ja, das ist ein Kursstempel der badischen Bahn. Die Inschrift lautet oben: E.B. gefolgt vom Datum / unten: Curs III. Das Zeichen hinter Curs zeigt evtl. die Fahrtrichtung an.

Auf welcher Strecke dieser Stempel verwendet wurde, kann man aus dem Abschlag nicht entnehmen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Brief damals zunächst von Freudenstadt mit der Kutsche nach Offenburg transportiert und dort dann in die Bahn nach Norden bis Rastatt befördert wurde. Aber das ist nur eine Vermutung, ich kenne mich mit dieser Art von Belegen und ihren Beförderungswegen eigentlich nicht aus.

Vergleichbare Stempel findest Du in unserer Stempeldatenbank, siehe die unten angefügten Links.

Viele Grüße
Christoph

https://philastempel.de/stempel/zeigen/104675
https://philastempel.de/stempel/zeigen/104674
https://philastempel.de/stempel/zeigen/104677
https://philastempel.de/stempel/zeigen/117235
 
epem7081 Am: 08.11.2020 09:13:51 Gelesen: 48720# 1975 @  
@ Christoph 1 [#1974]

Hallo Christoph,

vielen Dank für Deine postwendende Reaktion und die wertvollen Hinweise. Nun kann ich den Stempel nach den vergleichbaren in die Stempeldatenbank einbringen. Dabei kann ich in meinem Fall wohl auch von einem (typischen) Achteckstempel ausgehen. Ich hätte hier ansonsten eher abgerundete Ecken gesehen.

Die Beförderung mit der Eisenbahn von Offenburg nach Rastatt konnte dann mit der schon seit einigen Jahren betriebenen Badischen Hauptbahn [1], zu der Zeit übrigens noch auf 1600 mm Breitspur, geschehen.

Mit freundlichem Sonntagsgruß
Edwin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Badische_Hauptbahn
 
zonen-andy Am: 22.11.2020 12:52:25 Gelesen: 44022# 1976 @  
Hallo,

Call ( Kr.Schleiden) ich finde den Stempelabschlag in keiner Datenbank oder habe ihn übersehen. Wer kann helfen? Vielen Dank im voraus.



Grüße
Andreas
 
bovi11 Am: 22.11.2020 12:54:56 Gelesen: 44019# 1977 @  
@ zonen-andy [#1976]

Die heutige Schreibweise ist Kall.
 
Christoph 1 Am: 22.11.2020 13:24:37 Gelesen: 44003# 1978 @  
@ zonen-andy [#1976]

Also in unserer Datenbank philastempel.de ist der Stempel bislang nicht vorhanden. Da hilft nur eins: schnell einstellen :-)

Gruß, Christoph
 
zonen-andy Am: 22.11.2020 14:23:21 Gelesen: 43960# 1979 @  
@ Christoph 1 [#1978]

Hallo,

vielen Dank für die Antworten. Werde den Stempel zum Bearbeiten dann einstellen.

Gruß, Andreas
 
bedaposablu Am: 08.12.2020 19:20:57 Gelesen: 35847# 1980 @  
Hallo,

ich habe hier einen stink-einfachen Tagesstempel dachte ich, aber....?



Unter Ovelgönne finde ich die Postleitzahl 26939, Im Stempel ist aber 293??.

Bei google unter PLZ 293.. aber kein Ovelgönne, wer kann weiter helfen ?

Danke im voraus!

Klaus-Peter
 
calliostoma Am: 08.12.2020 19:35:29 Gelesen: 35837# 1981 @  
@ epem7081 [#1973]

CURS 3 Mai 1952

HEIDELBERG - FREIBURG

Quelle: Handbuch des Bahnpostwesens

Gruß

Dirk
 
bovi11 Am: 08.12.2020 19:36:26 Gelesen: 35832# 1982 @  
@ bedaposablu [#1980]

Ovelgönne 29313 Hambühren

Bei Google eingeben:

ovelgönne 293 hambühren

Das führt zum Ergebnis.

Und hier wird erklärt, daß es nicht nur ein "Ovelgönne" gibt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ovelg%C3%B6nne_(Begriffskl%C3%A4rung)
 
bedaposablu Am: 08.12.2020 19:43:58 Gelesen: 35822# 1983 @  
@ bedaposablu [#1980]

Ich glaube, daß ich jetzt fündig geworden bin:

Ovelgünne mit PLZ: 29313

Ovelgünne als Ortsteil der Gemeinde Hambühren (PLZ: 29313)im Landkreis Celle in Niedersachsen.

@ bovi11 [#1982]

Recht vielen Dank bovi11,

meine Eingabe hatte sich überschnitten, da mein Rechner z.z. langsam ist, da das Datenvolumen fast aufgebraucht ist!

Viele Grüße!
klaus-Peter
 
epem7081 Am: 27.12.2020 18:59:28 Gelesen: 28863# 1984 @  
Hallo Stempelkundige,

in meinem kürzlich erworbenen Fundus "Lebenslinien Bruno Schaffrath" findet sich unter anderem ein Beleg, der mir Rätsel aufgibt. Dazu zwei Briefe der Versicherung Müller & Schwedheim in Bremen an Bruno Schaffrath ebenfalls in Bremen ansässig. Der Brief vom 23.09.1942 trägt nun überraschend einen "leeren" Stempel, d.h. nur eine Datumsangabe findet sich im Zweikreisstegstempel.



Vergleichsweise dazu ein gleichartiger Brief hinsichtlich Absender und Adressat vom 31.3.1943 vom Postamt BREMEN 5 / z mit Wellenentwerter.



Gibt es für den "leeren" Stempel ein plausible Erklärung?

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Christoph 1 Am: 28.12.2020 01:14:05 Gelesen: 28815# 1985 @  
@ epem7081 [#1984]

Hallo Edwin,

das ist ein sogenannter "stummer Stempel", der normalerweise bei der Feldpost verwendet wurde, um Absenderorte zu verschleiern. Warum ein solcher Stempel bei Deinem zivilen Ortsbrief innerhalb Bremens zum Einsatz kam? Dafür habe ich leider auch keine Erklärung parat.

Beste Grüße
Christoph
 
Max78 Am: 28.12.2020 01:55:33 Gelesen: 28807# 1986 @  
@ Christoph 1 [#1985]

Moin moin,

mein Gefühl sagt mir, dass der Stempel einfach sehr ungünstig abgeschlagen wurde, mit wenig Farbe, Platzierung auf der Marke, etc. Ein stummer Feldpoststempel 1942 innerhalb Bremens wäre doch wie ein Eiscafé in der Antarktis.

schöne Grüße max

PS: Aber es gibt ja so vieles, was man nicht kennt.
 
DL8AAM Am: 28.12.2020 02:10:42 Gelesen: 28803# 1987 @  
@ Max78 [#1986]

mein Gefühl sagt mir, dass der Stempel einfach sehr ungünstig abgeschlagen wurde

Von der Optik her, ist der sichtbare Rest aber viel zu gut und gleichmäßig abgeschlagen. An so einen sauberen, selektiven Ausfall kann ich irgendwie nicht recht glauben. Das dürfte schon ein echter stummer Stempel sein, nur warum/weshalb ist mir vollkommen unerklärlich bis komplett sinnlos, außer vielleicht 'n philatelistische Mache und/oder "irgendeine" Fehlleitung. ;-)

Gruß
Thomas
 
Tuffi Am: 28.12.2020 10:17:50 Gelesen: 28767# 1988 @  
@ DL8AAM [#1987]

Hallo Thomas,

bin mir ziemlich sicher, dass der Brief versehentlich bei der Feldpost landete.

Gruß Walter
 
bignell Am: 28.12.2020 12:39:41 Gelesen: 28731# 1989 @  
@ epem7081 [#1984]

Hallo Edwin,

könnte es nicht einfach sein, dass der Absender die Umschläge und eventuell Briefpapier mit ins Feld genommen hat, weil er wusste dass dort Papier schwer zu bekommen wäre, um in die Heimat zu schreiben?

Liebe Grüße, harald
 
Latzi Am: 28.12.2020 12:50:55 Gelesen: 28727# 1990 @  
@ epem7081 [#1984]

Ich schicke die nächste Theorie ins Rennen:

Im Sommer 1942 bis einschließlich September gab es erhebliche Luftangriffe auf Bremen. Vielleicht wurde auch die Post getroffen und die Stempelmaschine mit Ortsbezeichnung existierte nicht mehr [1].

Belege mit Ortsbezeichnung aus Ende September würden die Theorie einer Ersatzmaschine allerdings schnell zum Platzen bringen. Bremen ist nicht mein Sammelgebiet.

Grüße
Lars

[1] http://www.historic.de/Bremen_im_Krieg/Bombenangriffe/Bombenangriffe1942.htm
 
Pete Am: 28.12.2020 17:08:47 Gelesen: 28680# 1991 @  
@ Latzi [#1990]

Ich schicke die nächste Theorie ins Rennen:

Im Sommer 1942 bis einschließlich September gab es erhebliche Luftangriffe auf Bremen. Vielleicht wurde auch die Post getroffen und die Stempelmaschine mit Ortsbezeichnung existierte nicht mehr [1].

Belege mit Ortsbezeichnung aus Ende September würden die Theorie einer Ersatzmaschine allerdings schnell zum Platzen bringen. Bremen ist nicht mein Sammelgebiet.


Ein interessanter Erklärungsversuch, welcher hier vermutlich nicht als Lösung zutrifft. In Beitrag [#1984] wird ein Maschinenstempel (Standard) des Postamtes Bremen 5, Unterscheidungsbuchstabe "z" vom 31.03.1943 gezeigt. Dieses Gerät war bereits 1941 in Gebrauch:



Sendung vom 14.11.1941 vom Postamt Bremen 5, Maschinenstempel mit dem Unterscheidungsbuchstabe "z"

Tuffi schrieb in Beitrag [#1988]

bin mir ziemlich sicher, dass der Brief versehentlich bei der Feldpost landete.

Ich gehe ebenfalls davon aus, dass die ortsnamenlose Sendung aus Beitrag [#1984] versehentlich einen stummen Stempel erhielt. Nachfolgend ein Beispiel für die umgekehrte Variante:



Der gezeigte Beleg weist laut beiliegendem Briefinhalt einen Absender aus Langenhagen aus, die Briefumschlagrückseite verweist auf einen Feldpostteilnehmer. Die als Feldpost gekennzeichnete Sendung erhielt im entgegennehmenden Postamt vermutlich zuerst einen Stempelabschlag mit einer Ortsangabe (vermutlich Postamt "LANGENHAGEN (HAN) 2"). Postseitig erkannte man den Irrtum, schwärzte den Ortsnamen in dem Stempelabschlag und schlug parallel einen stummen Stempel ab (gleiches Datum und gleiche Uhrzeit, abweichender Unterscheidungsbuchstabe).

Gruß
Pete
 
bovi11 Am: 28.12.2020 18:03:17 Gelesen: 28659# 1992 @  
@ epem7081 [#1984]

Es spricht in der Tat einiges dafür, daß der Brief - warum auch immer - in die Feldpoststelle des Postamts Bremen 5 gekommen ist und hier gestempelt wurde [1].

Unter anderem heißt es bei Wikipedia:

"Das Postamt Bremen 5 war das Zentralgebäude der Oberpostdirektion Hannover in Bremen. Es befand sich 70 Jahre lang im Besitz der Reichspost, dann der Deutschen Bundespost und nach der Wiedervereinigung der Deutschen Post. Von 1939 (mit Unterbrechung) bis 1945 war hier die zentrale Feldpoststelle."

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Postamt_Bremen_5
 
Latzi Am: 28.12.2020 19:04:19 Gelesen: 28644# 1993 @  
@ bovi11 [#1992]

Ich ziehe hiermit gerne meine Theorie zurück. Wenn Reichspost und Feldpost im selben Gebäude arbeiteten, dann ist in der Tat die einfachste Lösung die wahrscheinlichste: Der Brief ist in die Maschine nebenan gerutscht.
 
epem7081 Am: 28.12.2020 20:35:08 Gelesen: 28622# 1994 @  
@ Christoph 1 [#1985]
@ Max78 [#1986]
@ DL8AAM [#1987]
@ Tuffi [#1988]
@ bignell [#1989]
@ Latzi [#1990]
@ Pete [#1991]
@ bovi11 [#1992]

Hallo liebe "Spürnasen",

vielen Dank für Eure Bemühungen und kreativen Ideen zur Klärung dieses auffälligen und stummen Stempels im "normalen Geschäftsverkehr" innerhalb Bremens. Heute Nachmittag glaubte ich schon fast, dass meine Frage kaum geklärt werden kann. Ideen gab es ja etliche. Nun bin ich aber überzeugt, dass bovi11 d i e schlüssige Lösung gefunden hat und mit dem wikipedia-Hinweis eindeutig untermauern konnte. Ich bin wieder einmal schwer beeindruckt von der guten und wirkungsvollen Zusammenarbeit im Forum. Da bleibt jetzt nur noch die Frage: wohin mit dem Stempel in unserer Datenbank?

Schon jetzt allen einen Guten Rutsch in ein erfolgreiches und hoffentlich gesundes 2021.

Mit freundlichen Grüßen
Edwin
 
Christoph 1 Am: 28.12.2020 20:39:39 Gelesen: 28619# 1995 @  
@ epem7081 [#1994]

Da bleibt jetzt nur noch die Frage: wohin mit dem Stempel in unserer Datenbank?

Hallo Edwin,

ein Muster, wie Du den Stempel in der Datenbank anlegen kannst, findest Du hier [1].

Am besten fügst Du dann einen Verweis auf Beitrag [#1984] in den Datensatz ein, dann kann man sich aus der Datenbank heraus den vollständigen Beleg und die Diskussion dazu ansehen.

Viele Grüße
Christoph

[1] https://philastempel.de/stempel/zeigen/18902
 

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