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Thema: Stempelaufdrucke mit Matrixcodierung - Frankierservice der Dt. Post
Das Thema hat 131 Beiträge:
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Jürgen Witkowski Am: 18.01.2009 01:24:58 Gelesen: 55898# 1 @  
Der Frankierservice der Deutschen Post nutzt einen Stempelaufdruck, der den Frankit-Aufdrucken recht ähnlich sieht, da sie beide auf der Matrix-Codierung basieren. In diesem Thema soll es nur um die Stempel des Frankierservice mit Matrixcodierung gehen. Die Frankit-Stempel und auch die alten Postfreistempel des Frankierservice sind vielleicht ein eigenes Thema wert.

Bei genauer Betrachtung der Belege habe ich einige unterschiedliche Typen finden können. Bei allen Typen sind folgende Merkmale zu finden:

- Matrix-Feld
- Inschrift Deutsche Post mit Bild des Posthorns
- Aufschrift " FRANKIERSERVICE"
- Datum

Damit hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Als primäres Unterscheidungsmerkmal sehe die Größe des Matrixcode-Feldes.

Typ 1 - Kleines Matrixcode-Feld, ca. 15x15 mm, Angabe des Briefzentrums unter dem Datum, mit oder ohne Werbeeindruck "Frankierservice - Mehr Effizienz für Ihren Postversand"

Von Typ 1 habe ich folgende Untertypen entdeckt:


1.1 - Entgeltvermerk unter dem Matrixcode (Standardtyp)


1.2 - Entgeltvermerk unter dem Matrixcode, Frankatur, Datum mit Tagesangabe 00


1.3 - Entgeltvermerk unter dem Matrixcode, ohne Werbeeindruck


1.4 - Entgeltvermerk fehlt, sonst wie 1.1

Typ 2 - Großes Matrixcode-Feld, ca. 21x21 mm, Angabe der Maschinenkennung (1D05 - Hersteller Neoprint) neben dem Datum, unterschiedliche oder fehlende Werbeeindrucke

Von Typ 2 habe ich folgende Untertypen entdeckt:


2.1 - Entgeltvermerk unter dem Datum, Werbung Frankierservice, (Standardtyp)


2.2 - Entgeltvermerk unter dem Datum, Fremdwerbung


2.3 - Eindruck Infobrief unter dem Datum, Entgeltvermerk darunter, Werbung Frankierservice


2.4 - kein Entgeltvermerk unter dem Datum, Werbung Frankierservice


2.5 - kein Entgeltvermerk unter dem Datum, keine Werbung


2.6 - kein Entgeltvermerk unter dem Datum, Fremdwerbung

Achtet einmal auf eure Alltagspost. Vielleicht habt ihr noch weitere Varianten und könnt sie hier vorstellen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Carolina Pegleg Am: 20.01.2009 04:19:27 Gelesen: 55838# 2 @  
Ein schöner Beitrag der einmal mehr zeigt wie man interessante Philatelie praktisch auch aus dem Mülleimer betreiben kann.

Aufgefallen ist mir beim Betrachten der Beispiele zunächst, dass sich die Verwendungszeiträume überlappen. Der früheste gezeigte 'Typ 1' Stempel ist Februar 2008, der letzte vom Dezember 2008. Der früheste 'Typ 2' vom Mai 2008 und der letzte wiederum vom Dezember 2008. Hier ergänzend noch ein 'Typ 1.1' von August 2008 vom Briefzentrum 52:



Ich komme an diese Stücke nur selten. Es ist das einzige Exemplar das ich besitze was in dieses Thema passt.

Informativ war mir die Produktbeschreibung der Deutschen Post zum "Frankierservice." Hier der Link zur Broschüre:

http://www.deutschepost.de//mlm.nf/dpag/images/f/frankierservice/bro_frankierservice_1206_final.pdf

Darin sind die beiden hier gezeigten Stempelarten als Stempel für Infopost und Infobriefe ('Type 1') bzw. "normale" Briefe, Postkarten etc. ('Type 2') abgebildet. Damit ist dann klar, warum die Stempel zeitlich nebeneinander existieren. Nach den hier gezeigten Stücken zu urteilen, mag man die unterschiedliche Verwendung der Stempel ja nach Art der Poststücke allerdings bezweifeln. So ist z. B. bei dem Stempel 2.3 die Angabe "Infobrief." Ich kann mir allerdings auch vorstellen, dass in den Stempeln Fehleinstellungen der Zusätze für die Versendungsart sicher vorkommen. Worum es sich handelt muss man dem Poststück wahrscheinlich im Ganzen ansehen, da die Portosätze in den Stempeln ja nicht enthalten sind. Einschreibebriefe mit Frankierservice versendet, was möglich ist, sind sicher nicht häufig.

Bei den Typ 1 Stempeln reizt sicher die Möglichkeit die verschiedenen Briefzentren zu sammeln. Bei den Typ 2 Stempeln ist es ärgerlich, dass wie bei den Frankit-Briefen eine Ortsangabe nicht vorhanden, sondern wohl nur in maschinenlesbarer Form im Matrix-Code enthalten ist (keine Ahnung was da so eindrucksvoll und grossflächig codiert ist -- vielleicht Kochrezepte?). Der Präfix der Maschinennummer '1D05' identifiziert jedenfalls das Modell IJ85 des Herstellers Neopost. Henry zeigt im Thema "Frankit" bereits einen Frankit-Freistempel der von einer solchen Maschine herrührt: http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=1107&CP=0&F=1

Für den, der sich für die Technik interessiert, hier ein weiterer Link mit der Information zum Gerät: http://www.neopost.ch/fileadmin/redakteur/produkt-datenblatt/ij75-85.pdf

Es ist eine Hochleistungsmaschine die immerhin bis zu 12,900 Umschläge schaffen soll (bis zu 16 mm Dicke!). Das Gerät ist also sicher in erster Linie etwas für grössere Betriebe -- oder hier die Post selbst.
 
obelix.fg Am: 20.01.2009 20:06:55 Gelesen: 55814# 3 @  
Viel kann ich zu diesem Thema ja auch nicht beitragen. Wenn man es genau nimmt, kann ich eigentlich nur einen Brief her zeigen, den ich im November 2006 erhalten habe.

Einen Standardbrief International: Typ 1 mit Frankatur und Datum (21.11.06).



Gruß, obelix.fg
 
Jürgen Witkowski Am: 20.01.2009 22:49:22 Gelesen: 55806# 4 @  
@ obelix.fg [#3]

Im Gegensatz zu dem von mir gezeigten Exemplar, hat Dein Brief einen Stempel mit vollem Datum. Er scheint auch die damals gültige Frankatur für einen Standardbrief International bis 20 g zu haben. Ob das eine Verwendung als Ersatz für einen Tagesstempel war? Handelt es sich bei dem Absender um eine Privatadresse oder eine Geschäftsadresse?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 20.01.2009 23:14:22 Gelesen: 55803# 5 @  
@ Carolina Pegleg [#2]

Vielen Dank für Deine zusätzlichen Informationen zu den Verwendungsarten und zu den Maschinen.

Die Stempel Type 1 sind bei meinen Belegen auf Geschäfts- und Werbepost in C6-Umschlägen und Postkarten. Die Stempel Type 2 kommt auf Geschäfts- und Werbepost bis zur Umschlaggröße B4 vor.

Bei den oben gezeigten Exemplare habe ich weniger auf das Datum als auf die Lesbarkeit der Stempel geachtet. Type 1 habe ich aus März 2005 und Type 2 aus März 2006 vorliegen.


Früdatum Type 1.4 15.05.2005


Frühdatum Type 2.4 10.05.2006

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
obelix.fg Am: 24.01.2009 16:52:58 Gelesen: 55769# 6 @  
@ Concordia CA [#4]

Hallo Concordia CA,

die Absenderadresse ist eine Privatadresse. Ob es sich um eine ersatzweise Verwendung für eine defekte Briefstempelmaschine handelt, oder ob sich hier ein Privatbrief in die Firmenpost verirrt hat, kann ich nicht beurteilen. Für mich war die Kombination von Stempel und Briefmarke auf jeden Fall Grund genug um den Brief als Ganzes zu erhalten.

Gruß, Franz
 

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