Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: (?) (44) Bund: Farbabweichungen gleicher Marken
Henry Am: 21.10.2007 18:06:27 Gelesen: 29060# 1 @  
Bund MiNr 576: Abart dunkelblaue Motorgondeln ?

Ich habe ein Exemplar der Bund-Mi Nr 576 seit langer Zeit in meinem Bestand. Auffällig ist die dunkle Farbe der Oberseite der Motorgondeln. Bisher habe ich in keiner Fachzeitschrift einen Hinweis auf die Auffälligkeit gelesen.

Eine Verfärbung beim Ablösen ist absolut ausgeschlossen. Ein Doppeldruck ist nach Aussage eines Druckers nicht ganz schlüssig. Wenn es das aber wäre, müsste es ja noch weitere Marken mit dieser Auffälligkeit geben und das hätte in den letzten 20 Jahren doch weiteren Sammlern auffallen müssen.

Hat da noch jemand so ein Exemplar gefunden oder kann eventuell etwas zum Entstehen beitragen?


 
AfriKiwi Am: 22.10.2007 02:04:41 Gelesen: 29047# 2 @  
@ Henry [#24]

Also die ich habe sind so hellblau wie die rechte Marke.

Erich
 
- Am: 22.10.2007 13:22:53 Gelesen: 29035# 3 @  
@ Henry [#24]

Hallo Henry,

ich habe auch nur die hellblaue Tante Ju.

Der MICHEL Spezial führt bei der Nr. 576 nur den Doppeldruck der schwarzen Farbe an.

Klaus
 
Georgius Am: 22.10.2007 14:59:50 Gelesen: 29030# 4 @  
@ Hallo Henry [#24]

Auch ich habe eine Handvoll der 576 geprüft, aber alle nur normal, in hellblauer Farbe an der Motorgondel. Was sagt denn der berühmte Schantl-Katalog dazu? Leider habe ich den nicht.

Gruß Georgius
 
- Am: 22.10.2007 19:40:23 Gelesen: 29021# 5 @  
Mein "Schantl" I.Aufage aus dem Jahr ? (vermutlich 1996, die Jahreszahl wurde damals wohl noch nicht verraten) sagt zur Nr. 576 gar nichts.
 
Richard Am: 24.10.2007 10:58:16 Gelesen: 28999# 6 @  
@ italiker [#28]

Ich habe zwei Schantl aus 1996 und 1997 - ebenfalls ohne die gesuchte Marke.

@ Henry [#24]

Auch in meinem Bestand incl. Dubletten ist nur die hellblaue Marke zu finden.
 
Abarten-Hannes Am: 28.10.2007 14:06:57 Gelesen: 28973# 7 @  
Hallo erstmal,

Richard Ebert hat mich aus dem Philaforum hier zu Euch rübergelotst - fein, dass sich hier auch über dieses und jenes der Kopf zerbrochen wird!

Beim Thema "Abarten" horche ich immer auf, weil dies meine geliebte Domäne ist!

Im vorliegenden Fall - bei der MiNr. 576 von Henry mit Farbabart - kann ich jetzt auch (noch) nicht weiterhelfen; also erst mal aufheben und abwarten, ob wo anders der gleiche Fehler auftaucht.

Ein Fehler durch Umwelteinflüsse scheint nicht vorzuliegen. Rondo hat ja bereits einige Adressen durchgegeben, die evtl. weiterhelfen könnten.

Schöne Grüße bis demnächst
von Abarten-Hannes
 
Henry Am: 31.10.2007 11:20:46 Gelesen: 28950# 8 @  
Guten Tag allerseits,

ich habe mich in Sindelfingen mit der Markenfrage an die Fälschungsbekämpfer gewandt. Die Antwort hat mich nicht befriedigt. Nicht, weil man mir keine Abart bescheinigt hat, das ist für mich zweitrangig. Aber die Antwort war für mich nicht schlüssig.

Richtig ist, dass die Marke unter UV-Licht im linken Teil, also auf der Seite der Motorgondeln, eine starke Floureszenz zeigt, deren Ende etwa einer Bogenlinie entlang der Tragflächenenden entspricht. Der bekannte Fälschungsbekämpfer Straub, mit dem ich sprach, hält einen chemischen Einfluß für möglich. Dies kann ich nun nicht ganz nachvollziehen, sofern es die Fluoreszenz betrifft, da ich meine, dass sich dann auch die anderen Farben verändert haben müssten. Außerdem glaube ich, dass dann die Ränder der Farbe nicht so exakt eingehalten worden wären. Die Herkunft der Fluoreszenz ist mir nicht ganz erklärlich wegen der Bogenlinie. Bei gerader Linie wäre das Aufliegen einer anderen Marke denkbar (allerdings keine Zackenerscheinung sichtbar) oder eines Folienblattes.

Richtig ist auch, dass die Marke von mir selbst abgelöst wurde. Ich kann heute allerdings nicht mehr sagen, welche Methode angewandt wurde. Früher nahm ich lauwarmes Wasser pur, später auch mit geringem Salzzusatz. Aber da wurden die Marken immer völlig gewässert, so daß eine partielle Verfärbung auch nicht ganz schlüssig ist.

Werde also weiter nach möglichen Lösungen suchen und hier ggfs darüber berichten.

Henry
 
AfriKiwi Am: 31.10.2007 22:18:52 Gelesen: 28937# 9 @  
@ Henry [#8]

Hallo Henry,

An der Fluoreszenz habe ich auch nicht gedacht da die anderen Farben, wie Du schreibst, auch beeinflußt wären. Die Farbe kann durch Fluoreszenz ein wenig dunkler erscheinen aber trifft meistens das ganze Bild und wirklich als Abart nur teilweise, aber dann auch über verschiedene Farben - nicht bei nur eine Farbe.

Mit dem ablösen kann auch nicht nur diese Farbe beeinflußt werden, chemisch möglich ?

Ich vermute daß eine geringe Auflage mit dieser Farbe vorkommen kann was rückführend zum Druck leitet.

Unten ist SA Mi390C mit Fluoreszenz. Hier dazu sieht man den 'Phosphoraufdruck' als 5mm Rahmen. In diesem Fall ist der senkrechte Strich von R leicht heller wegen des Aufdrucks und deutlich sicherbar und mehr so mit UV Licht.

Dazu gehören auch die Druckfarben links. Ich vermute das die Farben auf den postfrischen Bogenrand von Mi 576 zu erkennen sein wird, auf gleicher Art.

Erich
 


- Am: 19.11.2007 13:32:42 Gelesen: 28823# 10 @  
Hallo Henry,

das wäre doch ein Fall für die Bundesdruckerei zum prüfen.

Oder es gibt doch PHILOTAX die Abartenspezialisten. Hast Du bei denen schon mal angefragt ?

VG
lucky
 
AfriKiwi Am: 02.12.2007 01:32:07 Gelesen: 28773# 11 @  
@ Henry [#24]

Mit einer Vergrößerung des Bildes von Richard (Thema: Philatelie in der Presse #50) sieht die Gondel von der JU auch dunkelblau aus.

Vergleiche die Farbe über dem linken Motor.

Oder ist es ein Bild vom Ganzen als Einladung - aber trotzdem dunkelblau.

MfG
Erich
 
Henry Am: 02.12.2007 17:43:12 Gelesen: 28762# 12 @  
@ AfriKiwi [#11]

Hallo Erich,

danke für den Hinweis. Ich habe den Philatelieverein gleich im Internet ausfindig gemacht und dorthin meine Anfrage gerichtet. Mal sehen, ob es wirklich auch so eine blaue Marke ist, vom Bild her könnte es ja schon sein.

Die Anfrage an die Bundesdruckerei habe ich auch schon vorbereitet.

Mit Geduld wird es schon eine Erklärung geben.

Nochmals Danke.
Henry
 
Pilatus Am: 13.12.2007 23:37:43 Gelesen: 28734# 13 @  
Hallo Henry,

habe heute mal einiges meiner "Karton-Philatelie" und ältere Belege durchgeblättert und eine tolle Entdeckung gemacht. Nämlich einen Brief vom 21.4.1979 aus Anlaß des 30. Jahrestages des Endes der Berliner Luftbrücke. Frankiert war dieser mit Deinem Flugzeug mit der dunkelblauen Motorgondel.

Doch bei genauerem Hinsehen stellte sich folgendes heraus: Der Wert war nicht 20 Pf. sondern 50 + 25 Pf. Außerdem war die Nummer des Flugzeuges nicht D-2201, wie im Original, sondern D-2202. Laut beiliegender Erläuterung des Briefmarkenhändlers handelt es sich dabei um einen nicht verausgabten Entwurf zu oben genanntem Anlaß. Und ich hatte gedacht, ich könnte Dich mit meiner tollen Entdeckung überraschen.

Wieder nichts, aber vielleicht doch recht interessant, denn warum bei diesem Entwurf ausgerechnet die dunkle Gondel zum Einsatz kam, bleibt doch eine offene Frage und der Hinweis darauf kann Dir bei Deinen Nachforschungen vielleicht helfen.

Mit besten Grüßen, Pilatus
 
Pilatus Am: 17.01.2008 23:40:33 Gelesen: 28647# 14 @  
@ Henry, [#12]

Hallo, abgesehen davon, das mein Hinweis im Beitrag 13 wohl nicht Dein Interesse gefunden hat, würde ich und sicher auch andere User den weiteren Fortgang Deiner Forschungen gerne erfahren.

Mit freundlichen Grüßen
Pilatus
 
Henry Am: 18.01.2008 16:29:14 Gelesen: 28635# 15 @  
@ Pilatus [#14]

Irrtum, Pilatus! Ich lese alle Beiträge interessiert und schaue, was mir weiterhilft.

Im Moment liegen die Marken bei der Bundesdruckerei zur Prüfung.

Ich bin auch dem Tipp von AfriKiwi [#11] nachgegangen. Der Verein, den ich angemailt habe, hat mit bisher aber jede Reaktion verweigert.

Bis ich von der Bundesdruckerei Antwort erhalte kann ich nur auf Zufallsentdeckungen hoffen. Ich melde auf jeden Fall hier, wenn ich weiteres weiß.

Gruß
Henry
 
Henry Am: 24.03.2008 11:37:32 Gelesen: 28557# 16 @  
Nach langer Wartezeit hier die Antwort der Bundesdruckerei auf meine Prüfungs-Anfrage:

"... MiNr. 576 "50 Jahre Deutscher Luftpostverkehr - Junkers Ju 52"

Wir haben Ihre beiden Muster mit unserem Archivmaterial verglichen: Es sind ausschließlich Bogen vorhanden mit hellen Oberseiten der Motorgondeln. auch die seinerzeit durchgeführten Echtheitsprüfungen der Druckfarben (Scheuertest, Aceton, Trichlorethylen, Spülmittel, Alkohol, Seifenlösung, Xenonlicht) zeigen keine Veränderung, die der vorgelegten Marke mit dunkleren Motorgondeln nahe kommen würde.

Wir neigen der Meinung von Herrn Straub zu. Auch ohne seine Äußerung zu kennen, hätten wir geantwortet: Mit an sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit liegt eine bewusste oder unbewusste Manipulation vor. Eine weitergehende Prüfung kann leider nicht zerstörungsfrei vorgenommen werden." (Zitatende)

Erläuterung meinerseits: Herr Straub ist Fälschungsbekämpfer im BDPH aus Ravensburg.

Nun denn - keine Rarität, wird aber dennoch in meine Sammlung aufgenommen. Für mich bleibt das Rätsel dennoch bestehen: Wenn eine Fälschung vorliegt - dann nur 1 Marke ? Wenn die angeführten Echtheitsprüfungen durchgeführt worden sind, kann ich mir wenigstens sicher sein, dass mir die Verfärbung beim ablösen nicht unterlaufen sein kann, denn andere Ablösehilfen als Salz oder Spülmittel sind bei mir nie angewandt worden.

Mit weiterhin rätselnden Grüßen
Henry
 
AfriKiwi Am: 24.03.2008 20:51:20 Gelesen: 28541# 17 @  
@ Henry [#16]

Hallo Henry,

Also bleibt das Rätsel noch offen.

Ich schließe mich an bei der Suche nach der dunkelblauen Gondel.

Hier nochmal das Bild.

Erich

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/fb.pl?ID=346
 
tennis_20 Am: 26.03.2008 17:32:35 Gelesen: 28517# 18 @  
Hallo Henry,

ich bin durch den Briefmarkenspiegel auf die Philaseiten aufmerksam geworden und habe heute Mittag in der Mittagspause ein bischen gestöbert und bin dabei auf Deinen Artikel gestoßen.

Zuhause habe ich natürlich sofort in meinen Beständen nachgeschaut und siehe da, die zweite Marke hat die selben Symptome wie von Dir beschrieben.

Wie man in dem von mir beigefügten Bild auch erkennen kann, handelt es sich, wie Du auch schon festgestellt hast, nicht um einen Doppeldruck schwarz.

Bei der Marke mit den helleren Motorkappen ist die Farbe schwarz dunkler, als bei der Marke mit den dunklen Motorkappen. Eine weitere Abweichung kann man auch an der Lage des Laufrades erkennen. Bei der helleren Marke schließt das Laufrad genau mit der Radkappe ab, wobei es bei der dunkleren Marke etwas nach hinten verschoben ist. Bei der dunkleren Marke mit den dunklen Motorhauben sind ferner die blauen Romben an der linken Seite nach innen verschoben, d.h. sie sind nicht in einer Linie mit den roten Romben, ferner ist der Schriftabstand 50 Jahre bzw. Deutscher.... zum linken grünen Rand größer als bei der helleren Marke, was auf eine leichte Passerverschiebung zurück zu führen ist. Dies hat auch zur Folge, dass die runde Abdeckung direkt hinter dem mittleren Propeller nicht rundum hell ist.

Es handelt sich auf gar keinen Fall um irgendeine Makulatur. Diese Marken habe ich von einem verstorbenen Nachbarn erhalten. Er hatte sicherlich nichts mit Makulatur am Hut, da er nicht gesammelt, sondern gehortet hat.

Ich empfehle diese Marke an den Schwaneberger Verlag zur Begutachtung zu schicken. Dort hatte ich vor Jahren auch schon mal Erfolg mit dem Doppeldruck der Nr. 1294. Die war bis dahin auch nicht bekannt.

Gruß tennis_20


 
Henry Am: 26.03.2008 18:13:21 Gelesen: 28512# 19 @  
@ tennis_20 [#18]

Hallo tennis_20,

eine sehr interessante Mitteilung. Die von Dir geschilderten Merkmale können jedoch ganz normale Erscheinungen des Druckes sein, der ja bei solchen Massenauflagen durchaus in gewissen Grenzen variieren kann. Aber die Abweichung der Helligkeit in der Motorgondeloberseite geht über solche Toleranzen hinaus. Da spielen die anderen Farberscheinungen, die bei meiner Marke nicht vorliegen, nicht die entscheidende Rolle.

Was meintest Du mit der Angabe "...hat die selben Symptome wie von Dir beschrieben"? War das auf die Farben bezogen oder auf die rückseitig erkennbaren Fluoreszenzen? Falls es das letztere gewesen sein sollte, könntest Du das bitte genauer beschreiben?

An MICHEL werde ich diese Marke vorläufig nicht schicken. Ich nehme sie eher mal mit zur Messe nach Sindelfingen, um sie dort vorzulegen. Optimal wäre es dabei natürlich, wenn noch auf mehrere Exemplare zurückgegriffen werden könnte. Aber - jetzt sind es immerhin schon zwei.

Mit analysierenden Grüßen
Henry
 
tennis_20 Am: 26.03.2008 19:53:00 Gelesen: 28502# 20 @  
Hallo Henry,

mit den selben Symptomen habe ich Deine Angaben über die Farbabweichungen gemeint.

Ich werde mich bei den nächsten Briefmarkentauschtagen in meiner Umgebung auch weiter umsehen, ob ich noch weiteres Material finde.

Wo wurde Deine Marke abgestempelt? Meine wurde in Zell im Wiesental PLZ 7867 am 28.02.69 abgestempelt.

Gruß Tennis_20
 
Henry Am: 26.03.2008 20:45:32 Gelesen: 28498# 21 @  
@ tennis_20 [#20]

Stempel: Berlin 11 vom 21.2.69.

Muss gestehen, dass mich die Frage nach dem Stempel auf eine übersehene Merkwürdigkeit stösst: Die Unterscheidungsbuchstaben sind auffällig verschieden groß, links P, rechts sehr undeutlich, könnte U oder W sein, neige aber zu U. Dieser Buchstabe ist nicht mal so hoch wie links der P-Bogen.

Wieder ein Rätsel mehr.

Gruß
Henry
 
Richard Am: 29.03.2008 11:13:57 Gelesen: 28466# 22 @  
@ tennis_20 [#18]

Hallo Werner,

willkommen auf den Philaseiten und vielen Dank für Deine Beiträge zur Lösung des Rätsels !

Schöne Grüsse, Richard
 
lonerayder Am: 08.11.2008 08:16:59 Gelesen: 25657# 23 @  
Farbabweichung Bund 2306

Hallo zusammen,

ist einem von Euch hierzu etwas bekannt?

Nachstehend 2 scan´s von Marken.

Die gleiche Abweichung ist mir auch bei der selbstklebenden Variante aufgefallen.

Gruß

Andreas



 
Henry Am: 23.01.2009 12:33:25 Gelesen: 24857# 24 @  


Habe mir heute bei der Post zwei Sätze der Jugendmarken geholt. Zuhause stellte ich fest, dass gegenüber den Ausgaben, die ich als Abo-Lieferung erhalten habe, der Rand erhebliche Farbunterschiede aufwies. Aus den Scans ist die Farbe vielleicht nicht ganz genau erkennbar, der Unterschied aber schon. Die dunklere Farbe war die Abo-Lieferung.

Lösung:

Kann mich jetzt gleich selbst korrigieren. Das ist keine Besonderheit. Der Rand ist unterschiedlich eingefärbt von unten hell nach oben dunkler. Von einer Löschung des Beitrags habe ich nur abgesehen, falls jemand Einzelmarken mit anhängendem Rand hat und sich wundert.

Beitrag kann aber auch gerne gelöscht werden, wenn uninteressant.

Henry
 
Klaus K. Am: 18.03.2012 11:09:04 Gelesen: 24829# 25 @  
Farbänderung bei Bund MiNr. 2463 "Herbstaster"

Ich hatte Herrn Andreas Schlegel, Berlin, kontaktiert, weil mir starke Abweichungen in der Farbe gerade bei der 50 C "Herbstaster" aufgefallen waren. Obwohl bei den Deutschen-Reich-Ausgaben ab etwa MiNr. 45 jede kleinste Farbabweichung mit a, aa, b, c usw. dokumentiert wurde, ist das bei neuen Ausgaben nicht mehr üblich. Herr Schlegel schrieb mir:

Kurzmitteilung
Keine Prüfung - Farbabweichungen (moderne Ausgaben)

Bei modernen Ausgaben kann eine leichte Unterfärbung auftreten, die noch im Bereich der Toleranzen liegt. Im modernen Offsetdruck mit elektronischer Farbsteuerung schwankt die Farbmenge unmerklich zwischen einem Maximal- und einem Minimalwert sinusförmig. Legt man ein Maximum und ein Minimum nebeneinander, erkennt man die Differenz zwischen beiden Exemplaren.


Und ich dachte immer, dass das bei der neuesten Technik gar nicht mehr passieren dürfte. Man lernt eben nicht aus.

Ist das nun das non plus ultra?
 
Henry Am: 19.03.2012 12:09:18 Gelesen: 24752# 26 @  
@ Klaus K. [#28]

Hallo Klaus,

das ist kein Grund, den Glauben an die Technik zu verlieren. Eher ist es ein Hinweis, nicht den Kopf zu verlieren. Leider bekomme ich vermehrt den Eindruck, dass bei der Menschheit verstärkt die Fähigkeit verloren geht, gewisse "Bandbreiten" eines Verlaufs als "normal" zu sehen.

Nirgends und durch niemand ist es möglich, genau identische Dinge zu produzieren, auch nicht in der Technik. Es wird immer Toleranzgrenzen geben und geben müssen, um einen Ablauf sicher zu gestalten. Durch neue Techniken können Spielräume verkleinert, aber nicht aufgehoben werden. Beim Farbdruck wird die Steuerung elektronisch verfeinert, der technische Ablauf wird nach wie vor seine Detailunterschiede hervorbringen, die völlig normal sind, aber durch verbesserte Techniken (z.B. bei Lupen) eben bis in kleinere Bestandteile beobachtet erden können. Dadurch erwachsen aber eben noch keine "Abarten".

Dennoch ist die Dokumentation der Bandbreiten von Farbmöglichkeiten eine Augenweide in einer Sammlung.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
saschJohn Am: 21.03.2012 13:45:56 Gelesen: 24725# 27 @  
Bund 2848 Farbvarianten ?

Hallo,

ich habe hier zwei Marken der 2848. Die eine ist merklich heller als die andere, ist das ein Zufall?

Danke für die Antwort
Sascha



 
lueckel2010 Am: 21.03.2012 15:17:02 Gelesen: 24700# 28 @  
Schauen Sie doch einfach mal das Thema "Farbänderung bei Bund, Mi.-Nr. 2463, "Hersbstaster", an". Dort wird sinngemäß das von Ihnen festgestellte "Phänomen" plausibel erklärt.

Einen schönen Gruß,

lueckel2010

[Das von Lückel genannte Thema wurde verschoben - Sie lesen gerade dieses Thema.]
 
saschJohn Am: 21.03.2012 16:42:00 Gelesen: 24680# 29 @  
Danke für die Hilfe. :-)

[Beiträge [#27] bis [#29] redaktionell in das Hauptthema verschoben]
 
DL8AAM Am: 17.05.2016 19:40:13 Gelesen: 23168# 30 @  
Sonderpostwertzeichen „250 Jahre Technische Universität Bergakademie Freiberg“

Habe gerade im Posteingang eine Variante gefunden, die einen gelben Hintergrund zeigt. Entweder "zu lange in der Sonne gelegen" (können diese Marken überhaupt so altern?) - oder beim Ablösen von einem gelben Untergrund abgefärbt (sieht auf den ersten Blick aber nicht nach einer Neuverwendung aus) - oder habe ich etwas übersehen?



Oben zum Vergleich eine Marke mit dem normalen, rein weissen Hintergrund. Leider kommt die Gelbfärbung im Scan nicht so klar durch. Sie ist im Original weitaus klarer zu sehen. Ich habe deshalb noch mal ein Handyfoto versucht:



Gruß
Thomas
 
Detlef Am: 21.10.2017 16:00:39 Gelesen: 19664# 31 @  
Hallo Thomas,

ich habe heute das gleiche Phänomen bemerkt.

Beim Durchsehen der Post eines "Spenders" ist mir die unterschiedliche Farbe der Mi.- Nr. 3198 aufgefallen. Das Papier ist bei beiden fluoreszierend. Unter der Lampe sehen beide Marken gelblich aus. Gestempelt sind die Marken am 12. 09. 2017 im BZ 13 und 28.

Ich dachte zunächst auch an Verschmutzung, aber nachdem ich Deinen Artikel las, halte ich es doch für verschiedene Farben.



Gruß Detlef
 
spain01 Am: 10.01.2020 00:10:27 Gelesen: 13959# 32 @  
Hallo Allerseits,

heute fand ich in einem Paket mit Kiloware die beiden Marken mit klarer Farbabweichung:



Mir ist klar, dass solche Farbabweichung oftmals durch Ausbleichen entstehen können. Die dunklen Farben braun und schwarz sowie der Stempel scheinen davon nicht betroffen zu sein, auch scheint das weise Markenbild keinerlei Veränderungen aufzuweisen.

Betroffen sind die Farben rosa, rot und lila. Sind ausgerechnet die roten Farbtöne lichtempfindlich und daher "verblasst"?

Was ist von der rechten Marke zu halten?

Gruß
Michael
 
jmh67 Am: 10.01.2020 08:10:23 Gelesen: 13933# 33 @  
@ Klaus K. [#25]

Ich erlaube mir, auf diesen älteren Beitrag zurückzugreifen, um zu fragen, ob solche technischen Schwankungen auch die Ursache für die nachfolgend gezeigten Farbabweichungen sein könnten. Das wurde im Philaforum schon andiskutiert, ich hatte bereits geringe Passerverschiebungen vermutet, die ja auch unterschiedliche Farbeindrücke verursachen können, wüsste aber gern eure Meinung.

1. Kindermarke 2011 (Hintergrund der linken Marke fast indigo, rechts eher grünlichblau):



2. Leuchtturm Norderney 2009 (rechte Marke violettstichig, Ausnahme unter ca. 20 anderen Marken, die wie die linke aussehen):



3. Caspar David Friedrich 2011 (große Bandbreite von rot- bis grünstichig, welche ist denn nun die "richtige" Farbe?)



-jmh
 
Vernian Am: 10.01.2020 09:43:18 Gelesen: 13909# 34 @  
@ spain01 [#32]

Bei klassischen Marken ist rot eine Farbe, die oft zu Veränderungen wie Ausbleichen oder Verfärben neigt, insofern würde ich bei diesen Marken von einer Bleichung durch Lichteinwirkung ausgehen.

V.
 
Journalist Am: 26.09.2020 10:01:45 Gelesen: 12841# 35 @  
Hallo an alle,

beim Sortieren von PZA habe ich folgende Frankatur unter anderem mit 3 Marken der Frauenserie 100 Cent Marie Juarez gefunden:



Wie man dem Scan entnehmen kann, sind die beiden linken Marken eher bräunlich, die rechte hat die typische rötliche Farbe.

Hat jemand hier vergleichbares gesehen oder eine Idee, wie es zu dieser Farbabweichung gekommen sein könnte ?

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 28.09.2020 08:39:18 Gelesen: 12756# 36 @  
@ Journalist [#35]

Hallo an alle,

kann mir jemand auf meine Frage weiterhelfen ?

Viele gruesse Jürgen
 
Journalist Am: 12.10.2020 10:41:30 Gelesen: 12600# 37 @  
@ Journalist [#36]

Hallo an alle,

hat hier keiner eine Idee oder eine mögliche Antwort?

Viele Grüsse, Jürgen
 
Gerhard Am: 12.10.2020 11:50:30 Gelesen: 12583# 38 @  
@ Journalist [#37]

Hallo Jürgen,

es sieht so aus, als sei beim Druck der ersten beiden Marken die Farbe ziemlich am Ende gewesen zu sein, inwieweit das als Besonderheit zu werten ist? - Keine Ahnung, aber vielleicht äußern sich hierzu noch wissendere Kollegen.

MphG
Gerhard
 
Lutwinus Am: 12.10.2020 12:02:15 Gelesen: 12577# 39 @  
@ Journalist [#37]

Hallo Jürgen,

ich wage mich mal an eine Einschätzung. Für mich sieht es danach aus, daß die Farbe Schwarzkarminlila (so im Michel angegeben) komplett fehlt.

Liebe Grüße Jörg
 
Winni451 Am: 23.01.2021 21:57:01 Gelesen: 11791# 40 @  
Hallo,

nicht nur der Druck kann farbliche Unterschiede aufweisen.

Bei der Bund Michelnummer 451 aus 1964 (Olympiade Tokyo) wurde ich vor kurzem auf geringe, aber sichtbare farbliche Unterschiede aufmerksam gemacht.

Ich habe das in meinem Referenzmaterial angeschaut und sehe fast weiße Rückseiten und leicht gelbliche Rückseiten. Die Vorderseiten sind unauffällig.

Noch habe ich mir meine Bögen nicht angeschaut, kann daher nicht sagen ob das bestimmte Varianten betrifft oder nicht. Bei meinen ungebrauchten Stücken ist das auf den ersten Blick ungefähr gleich verteilt.

Ich vermute es könnte eine Verfärbung wegen Licht, unsachgemäßer Lagerung sein, oder es ist unterschiedliche Gummierungschargen oder normale weil natürliche Schwankung.

Scan unbearbeitet:



Scan bearbeitet, so dass der Unterschied besser zu sehen ist:



Zu Fluoreszenz (laut Katalog fluoresziert das Papier), Phosphoreszenz (sollte keine vorhanden sein) und Wasserzeichen (sollte keines vorhanden sein) kann ich nichts sagen.

Ist das ein bekanntes Phänomen, hat jemand eine Erklärung?

Grüße
Winfried
 
Briefuhu Am: 05.05.2023 20:06:17 Gelesen: 4310# 41 @  
Habe hier zwei Marken auf Papier Michel Nr. 2092 vom 13.01.2000 zum 10. Todestag Herbert Wehners, einmal vom Unterrand und einmal vom Oberrand. Die linke Marke ist dunkler als die rechte bzw. die rechte Marke ist bläulicher.

Hat jemand auch diesen Farbunterschied festgestellt oder ist das durch UV Strahlung entstanden?



Schönen Gruß
Sepp
 
opti53 Am: 06.05.2023 16:17:00 Gelesen: 4257# 42 @  
Hallo,

ich habe bei der 85er selbstklebend aus der Serie "Welt der Briefe" deutliche Farbunterschiede feststellen können. Hier zwei Beispiele der MiNr 3652:



Wie man sieht, befinden sich die Marken noch auf dem Umschlag, so dass eine Farbveränderung durch das Ablösen auszuschließen ist. Während die linke Marke deutlich blauer erscheint, ist bei der rechten Marken der Blauanteil deutlich geringer. Sehr schön ist das auch an dem Vogel unten rechts zu erkennen, der auf der rechten Marke eher violett erscheint. Ich habe diese Farberscheinung mehr oder weniger stark auf mehreren Exemplaren beobachtet, wobei die kräftigere Farbgebung deutlich häufiger ist.

Kann jemand diese Beobachtungen bestätigen?

Viele Grüße

Thomas
 
bovi11 Am: 06.05.2023 18:40:04 Gelesen: 4242# 43 @  
@ opti53 [#42]

Bei der rechts abgebildeten Marke ist allerdings auch der Stempel mehr grau als blau.
 
Bart Am: 06.05.2023 19:56:02 Gelesen: 4226# 44 @  
Dieses Exemplar hab ich bei mir gefunden.


 
Bart Am: 06.05.2023 20:09:05 Gelesen: 4219# 45 @  
@ opti53 [#42]

Ich kann nur mit den 100 Cent Nassklebend dienen; rechts die Rollen Marke und links eine Bogenmarke auch ein markanter Farbunterschied.

Gruß Dirk


 
opti53 Am: 07.05.2023 00:07:52 Gelesen: 4163# 46 @  
Hallo Dirk,

das scheint es also bei naß- und bei selbstklebend zu geben. Sehr interessant.

Viele Grüße

Thomas
 
DL8AAM Am: 07.05.2023 07:19:16 Gelesen: 4141# 47 @  
@ opti53 [#42]

Diesen Farbunterschied Blau versus Lila bei der selbstklebenden 85er hatte ich vor über einem Jahr schon einmal im Thema "Dauerserie Welt der Briefe" gezeigt [1]. Leider gab es seinerzeit keine wirkliche Resonanz. Das ist aber ein echter Farbunterschied, keine einfache Varianz oder "Ausbleichungen". Bei den Nassklabenden wurde damals auch von ähnlichen Unterschieden berichtet.

Beste Grüße
Thomas

[1] : https://www.philaseiten.de/beitrag/292210
 
Ben 11 Am: 08.05.2023 19:49:50 Gelesen: 4028# 48 @  
@ opti53 [#42], @ Bart [#45], @ DL8AAM [#47]

Ich habe mir solche Fälle von Farbunterschieden ein Schema zurechtgelegt, nach dem ich arbeite:

1. die Marken nicht ablösen.
2. die Marken unter UV-Licht legen und prüfen, ob die gelbe Fluoreszenz unbeschädigt ist.
3. die Marken auf das IR-Merkmal testen.

und dann 4. die Marken unter das Mikroskop legen und die Rasterwinkel der Farben vergleichen. Fehlt vielleicht eine Farbe? Meist findet sich hier dann erklärende der Unterschied.

Schließlich 5. den Data-Matrix Code scannen und die Druckereien vergleichen. Auch hier zeigt sich manchmal der Unterschied.

Im Beitrag #133 des von Thomas angesprochenen Themas [1] habe ich die Unterscheidungen seinerzeit beispielhaft erläutert.

Wenn Ihr Hilfe braucht, könnt Ihr mich gern kontaktieren oder auch die Marken leihweise schicken. Ich schaue sie mir dann zeitnah an und berichte.

Viele Grüße
Ben.

[1] : https://www.philaseiten.de/beitrag/292210

[Link zum Thema redaktionell ergänzt]
 
opti53 Am: 09.05.2023 10:42:43 Gelesen: 3977# 49 @  
Hallo Ben,

angeregt durch Deinen Beitrag habe ich beide Marken mal unter UV-Licht gelegt. Die Fotos sind zwar nicht so perfekt wie Scans, aber man erkennt doch einen Unterschied:



Links ist die blau und rechts ist die violett erscheinende Marke. Bei der rechten Marke scheint der Rotanteil deutlich höher zu sein, was man gut am Vogel links oben erkennt. Kann es sein, dass die Farben mit unterschiedlicher Intensität gedruckt wurden? Eigentlich sollte das bei modernen Druckverfahren ja so nicht vorkommen. Warum dann gerade bei dieser Serie?

Viele Grüße

Thomas
 
Ben 11 Am: 10.05.2023 19:01:08 Gelesen: 3865# 50 @  
@ opti53 [#49]

Hallo Thomas,

wir haben jetzt ja mit dem UV-Licht erst einmal gesehen, dass die gelbe Fluoreszenz keine Schäden hat. Da die Marken einen gültigen Data-Matrix Code haben, dürfte auch das IR-Merkmal vorhanden sein.

Die Änderung des Aussehens der Druckfarben unter UV-Licht hat erst einmal nichts mit der Intensität (also der Menge) der Farbe zu tun. In der Farbmetrik nennt man das "bedingt gleiche Farbe". Heißt: unter Tageslicht sehen die Farben gleich aus, unter einer anderen Lichtquelle eben anders. Das deutet darauf hin, das eine chemisch andere Druckfarbe verwendet wurde. In der Konsequenz wurden die Marken also von unterschiedlichen Herstellern gedruckt.

Im Offsetdruck werden die Druckfarben gerastert in nebeneinander liegenden Rasterpunkten gedruckt. Wir nehmen hier eine Farbmischung war. Helles Blau und dunkles Blau unterscheiden sich in der Anordnung der Farben Magenta und Cyan. Man kann das an den Rasterwinkeln sehen. Schwarz macht die Farbwirkung dunkler.

Wichtig für uns sind die Winkel Magenta und Schwarz. Die Winkel gebe ich aus der Senkrechten an.

Im Beispiel Marken aus einem Kleinbogen der Bundesdruckerei: Gelb 0°, Cyan 75°, Magenta 45°, Schwarz 15°



Und im Vergleich dazu aus dem Folienblatt von Bagel Sec.: Gelb 0°, Cyan 75°, Magenta 15°, Schwarz 45°



Linien auf 45° nehmen wir nicht so stark wahr. Senkrechte und waagerechte dagegen schon. Magenta mit 15° nahe der Senkrechten wirkt da deutlich stärker, als auf der 45° Linie. Schwarz auf 15° wirkt hier deutlich dunkler, als auf der 45° Linie.

Schau Dir bitte mal Deine beiden Marken an.

Die Druckerei kann man auch im Matrix-Code auslesen.

Die selbstklebenden Rollenmarken muss ich mir erst noch besorgen. Möglicherweise gibt es hier auch Unterschiede.

Viele Grüße
Ben.
 
opti53 Am: 11.05.2023 11:02:31 Gelesen: 3808# 51 @  
Hallo Ben,

ich habe gerade Gelegenheit, den neuen Michel Spezial 2023 Band 2 zu studieren. Hier sind nun bei der 85-er SK drei verschiedene Rastervarianten aufgeführt, bei anderen Werten bis zu 4 Varianten! Möglicherweise sind die Farbvarianten mit diesen Rastertypen verknüpft. Das gilt es jetzt zu untersuchen. Es bleibt spannend.

Viele Grüße

Thomas
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.