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Thema: Ukraine: Erste Sonder- und Zuschlagmarken zur humanitären Hilfe
Fledermaus Am: 25.02.2022 10:48:25 Gelesen: 10412# 1 @  
Diese Markenausgabe mit Fledermausbeteiligung hätte es heute in der Ukraine eigentlich geben sollen, wenn der Verrückte aus Moskau nicht einen unverantwortlichen und verbrecherischen Angriffskrieg auf das Land begonnen hätte.



Gruß Fritz
 
Eric Scherer Am: 26.02.2022 21:54:45 Gelesen: 10917# 2 @  
26.02.2022

OSTROPA 2022

Absage nach russischem Einmarsch in die Ukraine

Das Organisationskomitte der für 30. Juni bis 3. Juli in Berlin geplanten Rang 1-Ausstellung teilt am Samstagabend, 26. Februar, mit:

"Aller guten Dinge sind drei, so hatten wir vor einigen Monaten beim Neustart der Ostropa noch voller Optimismus geschrieben. Doch leider ist auch auf überlieferte Sprichwörter kein Verlass mehr. Zu unserm großen Bedauern müssen wir heute mitteilen, dass die Ostropa ein drittes Mal – und damit nun für immer – abgesagt werden muss.

Diese Entscheidung zu treffen ist allen Beteiligten, dem BDPh e.V. als Veranstalter, dem Philatelisten-Verband Nordost e. V. als Ausrichter und besonders den Mitgliedern des Organisationsteams, die sich über mehr als drei Jahre mit viel Energie und Einsatzbereitschaft um die Ausstellung bemüht haben, nicht leicht gefallen. Was uns letztlich bewogen hat, diesen schmerzhaften Schritt zu gehen, war vor allem die Erkenntnis, dass mit dem Einmarsch russischer Militärverbände in die Ukraine der unserer Ausstellung zugrunde gelegte Gedanke von einem Europa gleichberechtigter Völker, die freundschaftlich zusammenarbeiten und auftretende Probleme auf friedlichem Wege lösen, nicht mehr glaubhaft zu vermitteln ist. Was wir im Moment erleben, ist ein grundlegender Wandel in den europäischen Beziehungen. Wohin die Entwicklung gehen wird, ist heute nicht zu sagen. Und es ist auch nicht abzusehen, wie sich die organisierte Philatelie innerhalb dieser Wandlungsprozesse künftig positionieren wird. Wir zumindest hoffen darauf, dass die oft genannte „völkerverbindende Kraft“ weiterhin ein allseits anerkannter Grundstein unseres Hobbys bleiben wird.

Als wir 2018 den Entschluss zu einer Osteuropäischen Briefmarkenausstellung fassten, wollten wir damit auch das Vermächtnis des verstorbenen Ehrenpräsidenten des BDPh, Michael Adler, umsetzen, dessen ausdrücklicher Wunsch es war, die OSTROPA als internationale Ausstellung vieler osteuropäischer Staaten zu etablieren. Leider ist uns dies nun nicht mehr möglich, was wir zutiefst bedauern.

Unser Dank gilt allen Sponsoren, den großen Auktionshäusern wie den zahlreichen Sammlerinnen und Sammlern, die uns über die Jahre wohlwollend begleitet haben und bereit waren, unser Anliegen mit Sach- und Geldspenden zu unterstützen.

Unser Dank gilt unseren Partnerverbänden in Osteuropa, die unser Anliegen von Beginn an tatkräftig unterstützt haben. Den ausländischen Kommissaren, die sich im Kontakt mit den Ausstellern ihres Landes und mit Zuarbeiten zum Ausstellungskatalog überaus engagiert in die Vorbereitung der Ausstellung eingebracht haben, sei besonders gedankt.

Dank sagen wir den Vereinen und Arbeitsgemeinschaften, die sich – da sind wir uns sicher – viel dazu beigetragen hätten, Berlin im Sommer 2022 zu einem Festplatz der Philatelie zu machen.

Last but not least bedanken wir uns bei der großen Zahl von Ausstellerinnen und Ausstellern, die sich auch durch die zweimalige, coronabedingte Absage der Ausstellung nicht davon abhalten ließen, mit ihren Exponaten und oft auch persönlich in Berlin dabei zu sein. Gern hätten wir Sie im Sommer zur Ostropa 2022 begrüßt.

Wir sind sehr traurig über die leider unumgängliche Entscheidung und hoffen, dass der Krieg in der Ukraine bald ein Ende findet. Unsere Gedanken sind bei unseren Sammlerfreunden in Osteuropa.

Das Organisationskomitee der Ostropa 2022
 
Bendix Gruenlich Am: 01.03.2022 22:51:27 Gelesen: 10347# 3 @  
Ja, in der Ukraine war ich auch mal.

In 2014, kurz nach der Maidan-Revolution ging es nach Kiew, mit dem Ziel weiter nach Minsk zu touren.

Eigentlich gäbe es hier alleine von der ersten Etappe schon viel zu erzählen, aber wir alle sehen heute Bilder, die wir vor wenigen Tagen nicht für möglich gehalten hätten. Seinerzeit ging es nördlich aus Kiew raus, auf die Straße P02, durch Iwanow, an Tschernobyl vorbei, nach Owrutsch.

Kaum zu glauben, dass das in diesen Momenten eine Aufmarschstraße für russische Truppen zur Führung eines offenbar von langer Hand geplanten Angriffskriegs ist (wohl mit dem Ziel, das es in der Ukraine so schön bleiern zugeht, wie in Russland – also: man geht da auf die Straße, klappt das falsche Logo auf und schon ist man im Lager. Einfach die miesesten Tscheka-Methoden!).

Wenn es doch so toll in Russland ist, warum fliehen seit Jahrhunderten alle Nachbarn aus der eisigen Umarmung?

Widerlich! Geht nach Hause, ihr Drecksäcke! Was für eine Schande für alle Russen, die an daran teilnehmen!


 
Fledermaus Am: 02.03.2022 09:41:38 Gelesen: 10317# 4 @  
@ Fledermaus [#36]

Zur momentanen Situation der Ukrainischen Post.

https://bittergrounds.com/tag/philately/

Gruß Fritz
 
Seku Am: 02.03.2022 12:20:27 Gelesen: 10277# 5 @  
Einem Sammlerkollegen in St. Peterburg schrieb ich:

Мир и свобода для Украины.
Украинский народ не призывал армию Путина !



Frieden und Freiheit für die Ukraine.

Das ukrainische Volk hat Putins Armee nicht gerufen !

Seine Antwort:

Good day.

We have very bad situation in our town.

If someone opens their mouth or something like that - can be taken into prison.
People who are on the streets with crying and asking for stop war taken into prison more than 400 people
 
achim11-76 Am: 03.03.2022 08:06:53 Gelesen: 10062# 6 @  
Bitte keine pauschalen Hassposts gegenüber Russen oder Russland, denkt immer dran, das es die Politiker sind, die die Scheisse bauen. Der einfache Mann kann nichts dafür und muss es am Ende ausbaden.
 
Baber Am: 03.03.2022 09:18:00 Gelesen: 10023# 7 @  
@ achim11-76 [#6]

Ganz genrell würde ich vorschlagen, das Forum nicht für politische Parolen zu verwenden. Dazu gibt es genug einschlägige Medien. Wir sollten uns auf die Philatelie beschränken.

Gruß
Bernd
 
Henry Am: 03.03.2022 09:49:24 Gelesen: 9995# 8 @  
@ Baber [#7]

Grundsätzlich hast du völlig recht. Aber da das postalische Geschehen auch politischen Einflüssen ausgesetzt ist, müssen diese, sofern sie gegeben sind, auch hier thematisiert werden. Dazu reicht aber Sachlichkeit aus. Politische Parolen fallen nicht darunter.

Mit philatelistischem Gruß
Henry
 
Richard Am: 03.03.2022 09:50:05 Gelesen: 9995# 9 @  
@ achim11-76 [#6]

pauschalen Hassposts gegenüber Russen oder Russland oder Belarus sind unzulässig und werden entfernt, wenn ich sie sehe.

@ Baber [#7]

Politische Themen sind auf Philaseiten unerwünscht, unter anderem weil sie erfahrungsgemäss zu Streit führen könnten.

Meinungen gegen das russische Militär, den russischen Diktator und den Aussenminster lasse ich jedoch zu:

Nur wenn möglichst viele "einfache Leute" in Russland mehr vom Krieg (statt Putins "Friedensmission gegen die Wahlfälschung und die Neonazis in der Ukraine" erfahren und trotz Verhaftungsgefahr auf die Straße gehen (siehe DDR 1989), Fall der Mauer, wird sich der Widerstand gegen Putins Krieg verstärken.

Im besten Fall könnte dies dazu führen, dass tausende von uninformierten russischen Jugendlichen, denen man eine "Übung" in der Ukraine versprochen hat, den Dienst verweigern. Dazu muss die ganze Welt beitragen, auch die Philatelie, wann immer möglich.

Es könnte auch verhindert werden, dass unschuldige Männer, Frauen und Kinder (!) ihr Leben in Putins Angriffskrieg nicht verlieren oder wie bisher rund 1.000.000 Menschen das Land verlassen und bei wirklichen Freunden in den Nachbarstaaten unterkommen, zu denen es vielfältige verwandtschaftliche Beziehungen gibt. Mir kommen die Tränen, wenn ich die Bilder von Flucht und Zerstörung sehe!

Friedliche Grüsse, Richard
 
Henry Am: 03.03.2022 10:11:16 Gelesen: 9980# 10 @  
@ Richard [#9]

Hallo Richard,

auch ich sehe die Berichte aus dem Kriegsgebiet mit einer Riesenmenge Wut im Bauch gegenüber dem Aggressor und meiner Ohnmacht gegenüber der Sachlage. Aber dein Satz Meinungen gegen das russische Militär, den russischen Diktator und den Aussenminster lasse ich jedoch zu: ist im völligen Widerspruch zu dem davorstehenden Satz, wenn diese Meinungen ohne Bezug auf die Philatelie geäußert werden. Außerdem ist dir in der ersten Linie im letzten Absatz ein schwerwiegender Fehler unterlaufen. Das nicht hinter "Angriffskrieg" gehört gestrichen, sonst hast du genau den Sinn in der Aussage, den du nicht haben willst.

Sei mir bitte nicht gram wegen diesem Beitrag.

Mit ebenso friedlichem Gruß
Henry
 
bayern klassisch Am: 03.03.2022 10:25:55 Gelesen: 9973# 11 @  
@ Richard [#9]

Nirgendwo wird mehr gelogen, als vor Kriegen und nach Angeltouren. Das ist auch hier so (wobei mir eine Berichterstattung über Angeltouren ungleich lieber wäre).

Ich denke auch, dass keiner von uns alles weiß - in meinem langen Leben habe ich gelernt, dass man keiner Seite trauen darf, die alleinige Wahrheit gepachtet zu haben und die Propaganda auf beiden Seiten hat nur einen Zweck: Lügen was das Zeug hält, Übertreibungen und Verharmlosungen in Umlauf setzen und alles zu rechtfertigen, was man macht oder vorhat.

Philatelistisch ist diese Zeit sicher sehr interessant, menschlich aber verachtenswert, weil es ein politisches Versagen (oder war es Absicht?) aufzeigt und wofür sonst sollte die Politik da sein, wenn nicht zur Vermeidung von Unglück und Krieg? Wenn man sachlich bleibt und sammlerisch aufzeigt, was diese hoffentlich ganz kurze "Epoche" ausmacht, ist das sicherlich begrüßenswert. Propaganda, gleich für, oder gegen wen auch immer, ist deplatziert.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Richard Am: 04.03.2022 10:03:40 Gelesen: 9787# 12 @  
Erklärung des Fepa-Vorstandes zum Konflikt in der Ukraine

(FEPA/wm-pcp, 03.03.2022) - Der FEPA-Vorstand traf sich am 2. März 2022, um seinen Standpunkt zu dem von der Russischen Föderation und Weißrussland ausgelösten Konflikt in der Ukraine zu erörtern. Er hat sich auf die folgenden Punkte geeinigt:

1. Die FEPA ist eine unpolitische Organisation, die die Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedern in der Überzeugung fördert, dass die Philatelie Menschen zusammenbringt. Sie übt keine Kontrolle über ihre Mitglieder aus und organisiert keine Veranstaltungen unabhängig von ihnen; ihre Funktion ist rein beratend.

2. Die FEPA ist jedoch dazu da, die Ansichten ihrer Mitglieder zu koordinieren und zu vertreten, und daher sieht sich der Vorstand gezwungen, das überwältigende Gefühl des Entsetzens und der Bestürzung seiner Mitglieder über die wahrhaft außergewöhnliche Situation zum Ausdruck zu bringen, die durch die derzeitigen aggressiven Aktionen in der Ukraine entstanden ist. Er spricht allen Opfern dieses Konflikts sein tiefstes Mitgefühl aus.

3. Entscheidungen über die Aussetzung oder Beendigung der Mitgliedschaft können nur vom FEPA-Kongress getroffen werden. Der Vorstand kann jedoch seinen Mitgliedern Empfehlungen zu Sofortmaßnahmen geben, die sie in Betracht ziehen sollten, um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, dass die Aggression in der Ukraine nicht akzeptabel ist.

4. Der Vorstand empfiehlt seinen Mitgliedern, für die absehbare Zukunft keinerlei Teilnahme aus Russland und Weißrussland an ihren philatelistischen Veranstaltungen zuzulassen.

5. Der Vorstand bedauert zutiefst, dass dies Philatelisten in Russland und Weißrußland benachteiligen könnte, aber es ist klar, dass die FEPA in keiner Weise den Anschein erwecken kann, die aggressiven Aktionen in der Ukraine zu billigen.

6. Der Vorstand wird die Position im Lichte der Ereignisse weiter genau überprüfen.

Igor Pirc
Generalsekretär
3. März 2022
 
Richard Am: 04.03.2022 10:13:18 Gelesen: 9776# 13 @  
Zu dieser Erklärung liegen zwei Stellungnahmen (eines Vertreters der Ukraine sowie eine zweite eines russischen Kommissars) vor, die da lauten:

Aus der Ukraine:

Good afternoon!

In connection with the terrible war unleashed by the Russian Federation and Belarus, against the people of Ukraine, I ask you to exclude the Philatelic Federations of Russia and Belarus from FEPA. In Ukraine, thousands of civilians are dying every day, entire cities are being wiped off the face of the earth. Kyiv, the capital of Ukraine, is bombed from the air every day in residential areas. People do not leave the bomb shelters for several days. Kharkov, Mariupol, Kherson today look like in 1941. The deaths of thousands of civilians in the 21st century are not sent! I ask you to support my proposal!

President of the Association of Philatelists of Ukraine
Dmitro Frenkel.

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Übersetzung:

Guten Tag!

Im Zusammenhang mit dem schrecklichen Krieg, den die Russische Föderation und Weißrussland gegen das ukrainische Volk entfesselt haben, bitte ich Sie, die Philatelistenverbände Russlands und Weißrusslands aus der FEPA auszuschließen. In der Ukraine sterben jeden Tag Tausende von Zivilisten, ganze Städte werden vom Erdboden verschluckt. Kiew, die Hauptstadt der Ukraine, wird jeden Tag aus der Luft in Wohngebieten bombardiert. Die Menschen verlassen die Bunker mehrere Tage lang nicht. Charkow, Mariupol und Cherson sehen heute aus wie im Jahr 1941. Der Tod von Tausenden von Zivilisten im 21. Jahrhundert ist nicht geschickt! Ich bitte Sie, meinen Vorschlag zu unterstützen!

Präsident des Verbandes der Philatelisten der Ukraine
Dmitro Frenkel.

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Die russische Sicht:

Dear colleagues!

Thank you for your decision to suspend Russia and Belarus from participating in the events. I am ashamed that for 8 years you have not seen what was happening in Ukraine in the Donbas, where the genocide of Russian-speaking citizens of Ukraine took place, the bombing of peaceful cities by the Nazis. President of Ukraine Volodymyr Zelensky signed the law “On the Indigenous Peoples of Ukraine” No. 1616-IX, in which the Russian people, who have been living on the territory of Ukraine for centuries, are not recognized as an indigenous people, like other peoples of Europe. And today, when Russia is taking measures to stop neo-fascism, which threatens the whole of Europe and the world, Zelensky's statement about the use of nuclear weapons on the territory of Ukraine, where there are several nuclear power plants, you are making a similar decision. I never thought that philatelists could make such decisions. It is not surprising that now we will not only not be allowed to philatelic exhibitions, but also a ban on the participation of Russian cats in international exhibitions has been adopted. A great example?!

I still cannot leave London, where I was the national commissioner of the London 2022 exhibition, and the refusal to participate in the exhibition has already come from Hunfilex2022, where I was also the national commissioner and was invited as a member of the jury.

With deep regret, hope for understanding.

National Commissioner of Russia
Sergey Evtushenko

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Übersetzung

Liebe Kollegen!

Ich danke Ihnen für Ihre Entscheidung, Russland und Belarus von der Teilnahme an den Veranstaltungen auszuschließen. Ich schäme mich, dass Sie acht Jahre lang nicht gesehen haben, was in der Ukraine im Donbass geschah, wo der Völkermord an den russischsprachigen Bürgern der Ukraine stattfand, die Bombardierung von friedlichen Städten durch die Nazis. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Zelenski unterzeichnete das Gesetz „Über die indigenen Völker der Ukraine“ Nr. 1616-IX, in dem das russische Volk, das seit Jahrhunderten auf dem Gebiet der Ukraine lebt, nicht als indigenes Volk anerkannt wird, wie andere Völker Europas. Und heute, wo Russland Maßnahmen ergreift, um den Neofaschismus zu stoppen, der ganz Europa und die Welt bedroht, treffen Sie mit Zelenskys Erklärung über den Einsatz von Atomwaffen auf dem Gebiet der Ukraine, wo es mehrere Kernkraftwerke gibt, eine ähnliche Entscheidung. Ich hätte nie gedacht, dass Philatelisten solche Entscheidungen treffen könnten. Es ist nicht verwunderlich, dass wir jetzt nicht nur nicht zu Philatelieausstellungen zugelassen werden, sondern auch ein Verbot der Teilnahme russischer Katzen an internationalen Ausstellungen beschlossen wurde. Ein tolles Beispiel?!

Ich kann London immer noch nicht verlassen, wo ich der nationale Kommissar der Ausstellung London 2022 war, und die Ablehnung der Teilnahme an der Ausstellung ist bereits von Hunfilex 2022 gekommen, wo ich ebenfalls der nationale Kommissar war und als Mitglied der Jury eingeladen wurde.

Mit tiefem Bedauern und in der Hoffnung auf Verständnis.

Nationaler Kommissar von Russland

Sergey Evtushenko
 
22028 Am: 04.03.2022 10:32:05 Gelesen: 9749# 14 @  
@ Richard [#13]

Wie erwartet, unterschiedlicher könnten die Meinungen nicht sein.

Dass der Russische Kommissar der London 2022 noch in London festsitzt kann ich nicht verstehen, es gibt zwar keine Flüge nach Russland, aber er könnte sicher problemlos mit dem Flugzeug z.B. in den Nahen Osten (Dubai, Qatar etc.) und von da weiter nach Russland, Hotels in London sind nicht billig, für das Geld könnte er sich das zusätzliche Flugticket sicher leisten. Außer seine (russische) Kreditkarte ist gesperrt, dann hat er aber auch Probleme mit dem Hotel in London. Oder er muss die Russische Botschaft anbetteln.

[Die Redaktion: Bitte keine weiteren Diskussionen um Hotelpreise, Flugtickets und Kreditkarten - weitere Beiträge dazu werden entfernt]
 
MarkusH Am: 04.03.2022 11:00:58 Gelesen: 9716# 15 @  
@ Richard [#13]

Ich bin entsetzt über die Erklärung des russischen Vertreters. Aber es passt ins Bild. Und es zeigt, dass die FEPA eine richtige Entscheidung getroffen hat.
 
bovi11 Am: 04.03.2022 12:20:42 Gelesen: 9669# 16 @  
@ MarkusH [#15]

Markus, Deiner Meinung schließe ich mich vorbehaltlos an.

Glaubt Sergey Evtushenko das, was er von sich gibt?

Es hat schon seinen Grund, warum Putin sämtliche Medien, die auch nur annähernd zutreffend berichten, in Russland abschaltet und kritische Stimmen mit Gewalt unterbindet.
 
22028 Am: 04.03.2022 13:57:09 Gelesen: 9600# 17 @  
@ bovi11 [#16]

Glaubt Sergey Evtushenko das, was er von sich gibt?

Der gibt das weiter was er sagen muss.
 
Bautenfan66 Am: 04.03.2022 14:40:28 Gelesen: 9577# 18 @  
@ Richard [#13]

Natürlich kann man nur entsetzt sein über das, was der russische Vertreter da von sich gegeben hat. Ich gebe zu, auch bei mir regt sich Wut.

Aber eins ist in dieser Situation und bei dem sehr wichtig ! Das ist seine persönliche Meinung (evtl. muss er sie auch so von sich geben). Schnell sind wir aber dabei, diese Sichtweise der Dinge auf die gesamte russische Bevölkerung zu übertragen. Das darf aber nicht passieren ! Auch wenn Putin sicherlich in den vergangenen Jahren mit seinen Mitteln dafür gesorgt hat, über die staatlichen Medien seine Richtung zu propagieren. Zu unserem kritischen Umgang mit den Medien gehört es auch, dass wir uns bewusst machen, dass seine Haltung ausschließlich erst einmal nur seine Meinung darstellt. Schmeißen wir nicht die gesamte russische Bevölkerung in einen Topf ! Wenn ich heute lese, dass es bereits Anfeindungen gegenüber russisch-stämmigen Menschen in Deutschland gibt, wird mir schlecht. Wir sollten es besser wissen und uns nicht auf das Niveau eines Herrn Putin einlassen !

Ich wünsche Euch allen Frieden und Freiheit.

Klaus
 
bovi11 Am: 04.03.2022 15:52:23 Gelesen: 9521# 19 @  
@ Bautenfan66 [#18]

Natürlich ist das nicht die Meinung der russischen Bevölkerung und deshalb darft man auch keinesfalls Russland und Putin & Co. in einen Topf schmeißen.

Genau das wollte ich mit meinem Hinweis

"Es hat schon seinen Grund, warum Putin sämtliche Medien, die auch nur annähernd zutreffend berichten, in Russland abschaltet und kritische Stimmen mit Gewalt unterbindet."

sagen.
 
Bendix Gruenlich Am: 06.03.2022 19:18:21 Gelesen: 9275# 20 @  
In Vorbereitung auf den morgigen Geschäftstag schaue ich durch die Tagespresse. Die Ukraine ist natürlich überall ein Thema.
Da erspähe ich in der Börsen-Zeitung auf einem kleinen Bildausschnitt ein Gebäude, dass mir bekannt vorkommt. Ja, das ist doch die Hauptpost in Kiew auf dem Maidan....



Also, wenn die russische Armee (das sind die Helden mit den Fahrzeugen ohne Hoheitsabzeichen aber mit den Buchstaben „z“ drauf) das Gebäude im Rahmen ihrer „Entmilitarisierungs“-Aktion (also des Überfalls des Nachbarn zwecks der Erzwingung seiner bedingungslosen Kapitulation unter Anwendung brutaler Gewalt, mit dem Ziel ihn zu entwaffnen, um dann mit ihm machen zu können, was man will) das Gebäude stehen lässt, dann
- durch den Haupteingang, für den Philatelieschalter links halten (ein würdiger Ort. ca. vier Meter Auslage habe ich in Erinnerung)
- für die eindrucksvolle Haupthalle geradeausgehen.

In der letzten Woche habe ich online Marken (bei Ukrposchta) bestellt, die Rückbestätigung der Lieferbereitschaft steht aktuell allerdings noch aus. Erst danach würde die Zahlung fällig werden (mit Kreditkarte möglich). Anschließend würde der Versand erfolgen.

....und natürlich habe ich ganz genau gesehen, was seit acht Jahren im Donbass geschieht (nämlich dass von Russland ständig Benzin ins Feuer gegossen wird, damit der Konflikt schön köchelt)! Dieser Zynismus in den öffentlichen Stellungnahmen Russlands ist unerträglich bzw. zeugt bestenfalls von schlechtem Geschmack.

Auch schön: heute das Abschalten aller elektrischen Netzwerke außer den staatlich kontrollierten.

Ich interpretiere das als Maßnahme zur Förderung des Briefverkehrs und der Briefmarke.
 
filunski Am: 11.03.2022 00:28:31 Gelesen: 9096# 21 @  
Das Ende eines Traums

Verehrte Mitleser,

im Schatten der Greuel, die der Kriegsverbrecher Putin derzeit in der Ukraine anrichtet, ist eine Nachricht fast untergegangen. Die Zerstörung des einzigen Exemplars des weltgrößten Flugzeugs, der Antonov An-225 "Mriya" (Ukrainisch für Traum).

Philatelistisch ist dieses gewaltige Flugzeug, welches ursprünglich für den Transport der sowjetischen Raumfähre "Buran" konstruiert wurde, öfters zu finden.

Hier auf Marke und FDC aus dem Jahre 2003 aus Guinea:



Das Flugzeug hielt verschiedene Weltrekorde zu Transportkapazitäten und war auch öfters in Deutschland zu Gast. Auf ihrem Heimatflugplatz Hostomel bei Kiew, wo sich das Flugzeug zu Wartungsarbeiten in einem Hangar befand, wurde es vor einigen Tagen durch einen Angriff von russischen Truppen stark beschädigt und dürfte irreparabel sein.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Aussage dazu des ukrainischen Außenministers Dmytro Kuleba sich bewahrheiten wird: "Russland mag unsere Mriya zerstört haben. Aber sie werden niemals in der Lage sein, unseren Traum von einem starken, freien und demokratischen europäischen Staat zu zerstören."

Von einem guten Bekannten erhielt ich vor ein paar Tagen diese Postkarte dazu:



Ohne weitere Worte,
Peter
 
Richard Am: 11.03.2022 09:03:00 Gelesen: 9116# 22 @  
Sperrung von russischen und weißrussischen Konten auf Delcampe

Im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine, den wir zutiefst bedauern, haben wir beschlossen, alle Verkäufe und Käufe aus Russland und Weißrussland einzustellen.

Konkret wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

- Sperrung der Konten von Mitgliedern die in Russland und Weißrussland leben
- Stornierung der Verkäufe und Käufe dieser Mitglieder
- Die Verkaufsgebühren für stornierte Transaktionen werden nicht verbucht
- Neutralisierung der Bewertungen, die im Rahmen aller von diesen Maßnahmen betroffenen Transaktionen erteilt worden sind

Delcampe wird alles tun, um die Käufer und Verkäufer in seiner Community zu schützen, und auch weiterhin alle von den Behörden geforderten rechtlichen Bestimmungen und Compliance-Maßnahmen anwenden.

Wir bedauern diese Situation sehr und unsere Gedanken sind bei allen Menschen, die von der aktuellen Situation in der Ukraine betroffen sind.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Delcampe-Team
 
winker30 Am: 13.03.2022 09:55:26 Gelesen: 8992# 23 @  
Hallo zusammen,

zeige heute die neue Spendenmarke von "Brief und mehr" aus Münster

Frieden für die Ukraine



Für diesen Hinweis möchte ich mich nochmal herzlich bedanken, über diesen Weg, bei "Günther"

mit freundlichem Sammlergruß
Winfried
 
winker30 Am: 13.03.2022 12:22:17 Gelesen: 8969# 24 @  
Nochmal hallo zusammen,

Für den "Frieden in der Ukraine" gibt es noch mehr !

Standardbrief, Kompaktbrief und Großbrief




Danke für die gute Mitarbeit bzw. Ergänzung von Günther "SEKU".

mit freundlichem Sammlergruß
Winfried

[Beiträge [#23] und [#24] redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv: Brandenburger Tor, Ansichtskarten, Belege, Stempel"]
 
Chemnitz Philatelie Am: 14.03.2022 11:02:29 Gelesen: 8918# 25 @  
Die Sperrung von russischen und weißrussischen Konten auf Delcampe ist ein Akt des reinen Rassismus gegen russische und weißrussische Bürger und Philatelisten, die alle nichts mit diesem Krieg und seiner Entstehung zu tun haben und nur aufgrund ihrer Nationalität bestraft werden. Etwas Vergleichbares gab es das letzte Mal zur Zeit des Nationalsozialismus. Warum wurden keine Konten gesperrt, als Aserbaidschan 2020 Armenien überfiel oder 2003 als der Irak überfallen wurde oder 1999 als Belgrad bombardiert wurde?
 
Erdinger Am: 14.03.2022 13:47:04 Gelesen: 8836# 26 @  
@ Chemnitz Philatelie [#25]

Weimar ist ja nicht so weit von Chemnitz entfernt, deshalb hier ein Goethe-Spruch: Quark wird breit, wenn man ihn tritt, nicht stark.

Schöne Grüße nach Karl-Marx-Stadt!
 
22028 Am: 14.03.2022 13:47:53 Gelesen: 8835# 27 @  
Damit es hier wieder zurück zur Philatelie geht, hier der Ausschnitt eines Briefes der heute bei mir eintraf. Ich zeige nur den Werbestempel der Britischen Post mit Betreff zur Ukraine Krise, Hilfsappell.


 
Seku Am: 14.03.2022 18:13:21 Gelesen: 8689# 28 @  
@ Chemnitz Philatelie [#25]

Hallo Jan,

wie Recht Du hast. Du hast mir aus dem Herzen gesprochen.

Von verschiedenen Delcampe-Partnern aus Russland erhielt ich nach dem Einmarsch von Putins Truppen folgendes (kleine Auswahl):

Dear Guenther,
I completely agree with you and try to do all my best.
It is difficult there like in your country in ~1939.
Alex

Good day,
We have very bad situation in our town.
If someone opens their mouth or something like that - can be taken into prison.
People who are on the streets with crying and asking for stop war taken into prison more than 400 people

In diesem Sinne, bitte keine Verurteilung des gesamten Volkes !

Günther
 
Sammler Individuell Am: 14.03.2022 19:58:57 Gelesen: 8619# 29 @  
Auf der einen Seite sterben Menschen, verlieren ihr Heim und ihre Zukunft, auf der anderen Seite regen sich hier einige schreiber über die Entscheidung von Delcampe auf. Ich verstehe die Welt nicht mehr.

Übrigens: ich habe schon häufig Rassismus gegen mich als Deutschen erlebt. In vielen Ländern, auch in Russland. Und ich bin lange nach dem Tod des Gröfaz geboren. Natürlich können die allermeisten Russen nichts für den Krieg, keine Sammler und auch keine Sportler. Auch ich habe russische und russischstämmige Freunde und Kollegen und auch sie finden den Krieg nur völlig erschütternd. Aber nur ein Embargo bringt Druck auf den Agressor und leider leiden immer die Falschen.

Wie gerne würden vielleicht auch Ukrainer bei Delcampe kaufen und verkaufen.

In dem Sinne
Marc
 
T1000er Am: 15.03.2022 01:21:32 Gelesen: 8517# 30 @  
Hallo an alle,

das Delcampe die Konten von Weißrussen und Russen sperrt hat auch damit zu tun das der Zahlungsverkehr nicht mehr möglich ist.

Wie heißt das magische Wort doch gleich? S W I F T !!!

Darüber hinaus ist es richtig wie in einigen Beiträgen bereits erwähnt wurde. Der normale Bürger in Russland bzw. Weißrussland kann nichts dafür das seine Regierung solch einen vollidiotischen Schwachsinn losgetreten hat.

Mir tun auch all' die Jungs leid die hier völlig sinnlos ihr Leben hergeben müssen, teilweise gerade mal 18, 19, oder 20 Jahre alt, während die Generalität mit ihren Ärschen im fernen Moskau in Plüschsesseln sitzt und vermutlich (vielleicht sogar gepanschten) Wodka säuft.

Es ist schade das Russland bisher noch keinen Soldaten hat der es versucht hat, wie 1944 in Deutschland ein "Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg", der Tyrannei durch "Wladimir Adolf Benito Putin" ein Ende zu bereiten.

Übrigens, wenn dieser ehemalige KGB Schwachmat Putin Angst vor Faschisten hat, kann ich ihm einen perfekten Tip geben!

Warum baut er nicht einfach einen Antifaschistischen Schutzwall? Beginnend oben im Norden bei Murmansk und dann bis zum Schwarzen Meer oder noch weiter bis nach China.

Wenn ihm für diese paar Kilometer das richtige Material fehlt ist das auch kein Problem. Wir hier in Deutschland liefern auch Stacheldraht und Streckmetallzaun in bester Kruppstahl-Qualität, nahezu unverwüstlich.

Für spezielle Designfragen kann er sich ja beim ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump Rat einholen. Dieser ist ja mit seinem "Zaun-Projekt zu Mexiko" ein adäquater Ansprechpartner.

In diesem Sinne und in der Hoffnung das die Ukraine ein Teil des freien Europa bleibt.

Schöne Grüße,
Thomas
 
drmoeller_neuss Am: 15.03.2022 15:55:20 Gelesen: 8371# 31 @  
Sanktionen haben ihre Berechtigung. Ich habe keine Probleme damit, wenn Putin-Freunden und Millionären ihr Spielzeug in der Adria weggenommen wird. Es trifft auch nicht die falschen, wenn russische Oligarchen jammern, ihre 10-Millionen-Villa in Monaco aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Situation im Heimatland nicht mehr halten zu können.

Dieser erlauchte Kreis um Putin herum wird wohl kaum Handel auf ebay und delcampe betreiben. Es sind viele Russen und auch Ukrainer, die aus wirtschaftlicher Not ihre Kasse mit gelegentlichen Verkäufen im Internet etwas aufbessern. Unter diesen Menschen würde ich nicht die Masse der Putin-Anhänger vermuten.

Im übrigen kann ich als delcampe und ebay-Mitglied selbst entscheiden, mit wem ich Handel betreiben, und welche Länder ich ausschliesse. Da brauche ich nicht die Plattform als Vordenker und Aufpasser. Natürlich ist es nachzuvollziehen, dass der Käuferschutz und andere Garantien für bestimmte Länder ausgesetzt werden.

Ich sehe mit einem gewissen Unbehagen die derzeitige Situation in Deutschland. Da verkündet der Bundeskanzler eine gigantische Au früstung und spricht von Au srüstung. Der eine Buchstabe macht den Unterschied. Unsere Aussenministerin aus der ehemaligen Partei der Friedensbewegung merkt nur lakonisch an, "die Zeiten haben sich geändert", und schon scheint die Friedensbewegung in Deutschland komplett verstummt zu sein.

Die von Krieg und Bürgerkrieg gerüttelten Balkanstaaten müssen mühsam jeden einzelnen Punkt abarbeiten, bevor sie irgendwann einmal Mitglied der Europäischen Union werden dürfen. Unsere Kommissionspräsidentin macht dagegen der Ukraine ein grosszügiges Angebot, und sieht geflissentlich darüber hinweg, dass die Ukraine leider das korrupteste Land in Europa ist, und in dieser Liga mit vielen afrikanischen Staaten mitspielt.

Die Teilnahme von Nord-Korea an internationalen Sportveranstaltungen wurde nie in Frage gestellt, selbst bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Die russischen Sportler durften noch nicht einmal an den Paralympics teilnehmen, obwohl die Olympiade der Behinderten nie für die politische Propaganda ausgeschlachtet wurde.

Und die Philatelisten können sich auch fragen, wo die zweisprachigen Stempel in vielen ehemaligen Sowjetrepubliken nach dem Untergang der Sowjetunion geblieben sind.
 
cilderich Am: 15.03.2022 17:06:51 Gelesen: 8324# 32 @  
@ drmoeller_neuss [#31]

Hier möchte ich mich vollumfänglich anschließen.

Wir hier sitzen bequem im Fernsehsessel wissen wieder längst was wie ist und warum, ohne uns je damit beschäftigt zu haben, aber Hauptsache man kann sich selbstgefällig und vor allem moralisch überlegen über den Wanst streichen.

Erinnert sich noch jemand als im 1. Irakkrieg der Irak ja so großartig war? Und dann?

Chapeau drmoeller
 
22028 Am: 15.03.2022 17:20:09 Gelesen: 8309# 33 @  
@ cilderich [#32]

Welche Irakkrieg meinst Du?

Den gegen den Iran? Das war eigentlich der erste.

Oder den gegen Kuwait und die daraufhin folgen Desert Shield und Desert Storm?

Bei all denen war ich übrigens Vor-Ort.
 
cilderich Am: 15.03.2022 17:52:28 Gelesen: 8283# 34 @  
@ 22028 [#33]

Servus, nun eben genau den, den 1. also. Ich bin froh nicht vor Ort gewesen zu sein. Hatte aber in anderem militärischen Zusammenhang weniger Glück, aber das ist meinerseits kein Thema das ich hier erörtern möchte.

Grüße
 
Richard Am: 16.03.2022 14:13:33 Gelesen: 8142# 35 @  
@ 22028 [#33]
@ cilderich [#34]

Was haben die letzten Beiträge mit Delcampe oder Ukraine oder Putins Krieg zu tun ?

Nichts.

Bitte beim Thema bleiben, sonst werden künftig eine Reihe von Beiträgen in den Bereich ausserhalb der Philatelie verschoben.

Schöne Grüsse, Richard
 
Seku Am: 16.03.2022 17:26:03 Gelesen: 8089# 36 @  
Österreich gibt, soweit mir bekannt, als erstes Land eine Marke zum Ukraine-Krieg heraus. Diese soll ab 31. März an den Schaltern käuflich sein.



Hier der dazugehörige Pressetext:

Gemeinsam für den Frieden

Zusammenhalt – ein Gebot der Stunde

Mit dieser Zuschlagsmarke wollen auch wir mithelfen, Betroffenen in der Ukraine Unterstützung zukommen zu lassen. Die Marke hat einen Nominalwert von 1 Euro für den Versand innerhalb Europas, die 2 Euro Zuschlag gehen je zur Hälfte an die Organisationen „Nachbar in Not“ und UNICEF, die Partner bei dieser Sondermarke sind.

Bin mal gespannt, ob da noch andere Länder folgen.

Günther



Свободи та миру Україні ! (Freiheit und Frieden für die Ukraine !)
 
Fledermaus Am: 16.03.2022 17:43:24 Gelesen: 8077# 37 @  
Lettland, 10. März 2022



Vermutlich nur eine Frage der Zeit bis die üblichen verdächtigen Agenturen leider auch auf das Thema anspringen.

Gruß Fritz
 
bedaposablu Am: 16.03.2022 17:45:59 Gelesen: 8074# 38 @  
Hallo miteinander!

Ich hatte mich am WE mit einer diesbezüglichen Mail an den Vorstand der DPAG Herrn Dr. Appel und an den Bundesfinanzminister Herrn Lindner gewand.

Gestern erhielt ich eine Mail i. A. Herrn Appel, daß dafür das Bundesfinanzministeruium zuständig ist. Stimmt zwar, aber es gibt auch noch Eigenausgaben, Marken-individuell etc.! Habe entsprechend geantwortet.

Eine Antwort bzw. Reaktion des Bundesfinanzministers steht aus.

Aber vielleicht können noch andere Philatelisten den Wunsch nach Marken, etc. an die entsprechenden Stellen bekunden.

Viele Grüße aus Magdeburg!
Klaus-Peter
 
ginonadgolm Am: 16.03.2022 19:14:26 Gelesen: 8027# 39 @  
@ bedaposablu [#38]

Ich hatte mich am WE mit einer diesbezüglichen Mail an den Vorstand der DPAG Herrn Dr. Appel und an den Bundesfinazminister Herrn Lindner gewand.

Hallo Klaus-Peter,

bei aller Aktivität solltest Du trotzdem die Zeit aufwenden, derartige Kürzel wie "WE" als ganzes Wort auszuschreiben.

Schließlich schreibst Du hier keine SMS, sondern ganze Texte.

Beste Grüße von
Ingo aus dem Norden
 
Brigitte Am: 17.03.2022 09:47:26 Gelesen: 7855# 40 @  
ausführliche Meldung:

Gemeinsam für den Frieden: Hilfe für die Menschen der Ukraine

Ende Februar 2022 geschah etwas, was man sich in Europa kaum mehr vorstellen konnte: der Ausbruch eines Krieges auf europäischem Boden und auch nicht weit von Österreich entfernt.

Die Folgen betreffen Millionen von Menschen, mittel- und unmittelbar. Unmittelbar Betroffene sind oft schutz- und hilflos und daher sehr auf menschliche Solidarität angewiesen, auf humanitäre Hilfe von denjenigen, die diese rasch und unbürokratisch leisten können.

Die Zuschlagsmarke der Österreichischen Post ist ein Solidaritätsbeitrag. Er soll helfen, Betroffene mit dem zu versorgen, was sie benötigen – die Bandbreite und das Ausmaß des Notwendigen sind groß. Daher gehen die 2 Euro Zuschlag der Marke, die einen Nominalwert von 1 Euro hat, je zur Hälfte an zwei erfahrene Hilfsorganisationen: die österreichische „Nachbar in Not“, die internationale UNICEF. Beide sind Partner bei der Ausgabe dieser Sondermarke.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Österreichische Post mit Zuschlagsmarken bei humanitären Katastrophen oder Sozialprojekten Unterstützung geleistet hat. Als Beispiele genannt seien etwa die UNICEF-Briefmarke „Für jedes Kind eine faire Chance“ aus 2016 oder die Marke „70 Jahre SOS-Kinderdörfer“ aus 2019, deren Zuschlag den SOS-Kinderdörfern zugutekam. Mit der Zuschlagsmarke „Hilfe für die Ukraine“ können Sie mithelfen, effektiv zu helfen. Die Marke ist beim Sammler-Service, in den Postfilialen und Philatelie-Verkaufsstellen und im Onlineshop erhältlich.



Nennwert: 1,00 Euro + 2,00 Euro Zuschlag
Ausgabetag: 31.03.2022
Markengröße: 40,00 x 32,50 mm
Grafikentwurf: David Gruber
Druck: Joh. Enschedé Stamps B. V.
Offset Druck
Auflage: 200.000 Marken in Bögen zu 50 Stück
 
Sherlock Am: 17.03.2022 13:31:30 Gelesen: 7794# 41 @  
"Go f**k yourself" - Entwurf für neue Briefmarke der Ukrainischen Post

Sie ist keine Falschmeldung, die in Vorbereitung befindliche Sondermarke der Ukraine. Die Details zum Nachlesen finden sich hier:

https://www.mimikama.at/aktuelles/briefmarke-ukraine/?fbclid=IwAR3t2vLdOZ5zxn7HjDGp5cuP7cQ44i9T10G_cA4XSERnABAGkgnMxigl6hY


 
Richard Am: 18.03.2022 09:58:50 Gelesen: 7674# 42 @  
ausführliche Meldung:

Solidaritätsausgabe für die Ukraine - Post in Lettland gibt Block heraus

(BDPh/Kül) - Die lettische Post (Latvijas Pasts) hat am 10. März eine Solidaritätsausgabe für die Ukraine herausgegeben. Damit reagierte sie auf den russischen Überfall auf die Ukraine. Nach Angaben der Post in Riga gehen 50 Prozent des Verlaufserlöses an einen Wohltätigkeitsfonds, der die Ukraine unterstützt.



Der Block enthält drei Marken und einen „speziellen Erläuterungscoupon“. Gezeigt werden die Nationalflaggen von Lettland und der Ukraine sowie die Unabhängigkeitsdenkmale in Kiew und Riga. Der Block kostet laut Postangaben 9,- Euro, ergänzend gibt es auch einen Ersttagsbrief [2].

Über das Erscheinen des Blocks hatte zuerst die Homepage [1] berichtet.

Die Invasion der Ukraine durch die russischen Streitkräfte hatte am 24. Februar begonnen. Seitdem sind nach unbestätigten Angaben mehrere tausend Menschen auf beiden Seiten ums Leben gekommen, Millionen Ukrainer sind auf der Flucht. Der Schaden an der Infrastruktur dürfte inzwischen deutlich über 100 Milliarden Euro liegen.

[1] http://commonwealthstampsopinion.blogspot.com/
[2] https://veikals.pasts.lv/lv/precu-katalogs/pastmarkas/pastmarku-bloks-atbalsts-ukrainai-900-eur2022
 
Richard Am: 20.03.2022 09:47:59 Gelesen: 7546# 43 @  
@ Sherlock [#41]

Das Briefmarkenhaus Sieger bietet seit etwa einer Woche folgende Ukraine "Briefmarke" an:



Soldat zeigt russischem Kriegsschiff den Mittelfinger - Briefmarke postfrisch, Ukraine

https://www.briefmarken-sieger.de/soldat-zeigt-russischem-kriegsschiff-den-mittelfinger-briefmarke-postfrisch-ukraine/
 
alemannia Am: 20.03.2022 13:56:28 Gelesen: 7486# 44 @  
@ Richard [#43]

Hallo zusammen,

Die Ukraine ehrt nun die vermutlich gefangen genommenen Männer mit dieser Briefmarke

Die Ukraine ehrt diese Soldaten mit einem "Stinkefinger"? Und "Sieger" möchte daran verdienen, obwohl die Marke noch nicht verausgabt wurde?

Da kann ich nur hoffen, dass Nominale und Zuschlag die 4,50 € überschreiten. Warten wir doch einfach auf die Meldung des ersten Plattenfehlers "Weisser Fleck am Stinkefinger".

"Öl" weiter ins Feuer giessen wird diesen Krieg nicht beenden. Aber was soll es, da werde ich mit meiner Meinung wohl alleine auf weiter Flur stehen.

In Deutschland ist der "Stinkefinger" übrigens eine Beleidigung und wird strafrechtlich verfolgt.

Gruss

Guntram
 
Stefan Am: 20.03.2022 15:01:32 Gelesen: 7456# 45 @  
@ Richard [#43]

Das Briefmarkenhaus Sieger bietet seit etwa einer Woche folgende Ukraine "Briefmarke" an:

Die Beschreibung dieser "Briefmarke" von Sieger (Lorch) ist inhaltlich nicht zur Gänze logisch nachvollziehbar [1]:

Produktinformationen "Soldat zeigt russischem Kriegsschiff den Mittelfinger - Briefmarke postfrisch, Ukraine"

Eine Reaktion der Postverwaltung auf die Russische Invasion in der Ukraine.

Diese Briefmarke aus der Ukraine wurde anlässlich des Angriffs auf die Schlangeninsel am 24. Februar 2022 verausgabt. Die Marke zeigt einen Soldaten, der von der Schlangeninsel dem russischen Kriegsschiff und seiner Besatzung den Mittelfinger zeigt. Als das Kriegsschiff die Insel einnehmen wollte, funkten die dreizehn dort stationierten Soldaten "Russisches Kriegsschiff, F*** dich selbst!". Die Ukraine ehrt nun die vermutlich gefangen genommenen Männer mit dieser Briefmarke.

Der Briefmarken-Entwurf stammt von dem Künstler Boris Groh.


Wir erinnern uns, am 24.02.2022 begann die russische Invasion in der Ukraine. Ein Bekannter meinerseits hat sich nach wochenlanger Diskussion überzeugen lassen und es noch am Tag vorher geschafft mit seiner Frau und den beiden kleinen Kindern von Kiew aus mit einem der letzten Linienflüge Richtung EU dank eines pauschal gültigen Touristenvisums (Vereinbarung EU - Ukraine seit einigen Jahren) zu fliehen (heute am Flughafen in Kiew alles in Trümmern liegend). Aus diesem Grund wird mir der 24.02.2022 als Datum sicherlich noch längere Zeit präsent bleiben.

Es dürfte zeitlich nicht möglich sein, taggleich eine Briefmarke für diesen Anlass zu produzieren, welcher zuvor nicht feststand. Anhand der Grafik aus Beitrag [#43] ist ersichtlich, dass die Landesbezeichnung und die Nominalangabe fehlen. Ich nehme daher an, dass es sich eher um einen spontanen Entwurf für eine mögliche Briefmarkenausgabe handelt. Die Grafik aus Beitrag [#43] ist links unten mit "Ukrposhta" gekennzeichnet, in der Grafik aus Beitrag [#41] fehlt dieser Verweis.

Sieger (Lorch) schreibt ergänzend zum Angebot als Fußnote in [1]:

* Aufgrund der momentanen Situation in der Ukraine, ist der Ausgabezeitpunkt sowie der Nennwert der Briefmarke bisher leider nicht bekannt. Die Auslieferung der Marke erfolgt daher erst nach Verausgabung!

Auf der Internetseite der ukrainischen Post [2] finde ich keinerlei Hinweis auf diese geplante Ausgabe. Aktuell dürfte man vor Ort zwangsläufig auch wesentlich wichtigere Dinge um die Ohren haben als sich um die Aktualisierung der Internetseite zu kümmern. Wer selbst auf dieser Internetseite recherchierchen möchte, kann das online verfügbare Übersetzungsprogramm von DeepL nutzen (Sprache russisch -> deutsch; ukrainisch ist nicht vorhanden, russisch funktioniert aufgrund der sprachlichen Verwandschaft zur ukrainischen Sprache auch recht gut).

Gruß
Stefan

[1] https://www.briefmarken-sieger.de/soldat-zeigt-russischem-kriegsschiff-den-mittelfinger-briefmarke-postfrisch-ukraine/
[2] https://www.ukrposhta.ua/en
[3] https://www.deepl.com/de/translator
 
Sherlock Am: 20.03.2022 16:26:14 Gelesen: 7419# 46 @  
@ Stefan [#45]

In dem von mir veröffentlichten Beitrag ist ein Link enthalten.

Darin heißt es:

Am 24. Februar 2022, dem Tag, an dem die Invasion in die Ukraine durch Russland begann, erreichte Soldaten auf der Schlangeninsel im Schwarzen Meer ein Funkspruch eines russischen Kriegsschiffes. Sie sollten ihre Waffen niederlegen und sich ergeben, ansonsten würden sie bombardiert. Mit der Antwort „Russian warship, go f**k yourself“ drückten sie kurz und knapp aus, was sie von diesem Vorschlag hielten.

Zuerst wurde vermutet, dass alle Soldaten hier getötet wurden. Später stellte sich jedoch heraus, dass sie sich, nachdem ihnen die Munition ausgegangen war, doch ergeben hatten. Sie sind am Leben, aber befinden sich in russischer Gefangenschaft, berichtete der Focus.

Dieses Thema wurde nun von der ukrainischen Post aufgegriffen, um eine neue Briefmarke zu gestalten. Hier wurden Künstler aufgerufen, ihre Gestaltungen einzureichen. In einem Wettbewerb konnten Nutzer abstimmen und so den Sieger küren. Die eingereichten Designs wurden am 8. März auf der Facebook-Seite der ukrainischen Post veröffentlicht. Am 11. März sollte der Sieger bekannt gegeben werden.


Die Briefmarke soll in Kürze erhältlich sein, um Briefe damit „an Freunde im Ausland oder den Russen ein feuriges „Hallo“ zu schicken“, schreibt die ukrainische Post.

Die Bilder zeigen zwei weitere für die Abstimmung eingereichte Entwürfe:


 
DL8AAM Am: 28.03.2022 16:40:09 Gelesen: 7111# 47 @  
Lynn's Stamp news: Ukraine asks UPU for philatelic sanctions on Russia [1]


Ukraine’s post office, Ukrposhta, has said it has withdrawn from sale and destroyed two joint issues between Ukraine, Russia and Belarus: a 1994 joint issue marking the 50th anniversary of the liberation of Soviet areas during World War II and a 2013 joint issue honoring the 1,025th anniversary of the Christianization of Russia.

In the letter to the UPU, Ukrposhta asked the UPU “to apply sanctions to the Russian Post in order to limit propaganda through philately” and requested the removal of the two aforementioned joint issues from the worldwide numbering system for postage stamps created by the UPU and the World Association for the Development of Philately.


Ich muss gestehen, das "WNS - The WADP Numbering System" [2], das "MICHEL-Nummersystem"-Äquivalent der UPU, war mir bis dato nicht bekannt.

Find every legal stamp issued by the world’s issuing authorities (ab 2002 -ed) ... The world's largest database of certified postage stamps ... 101 987 postage stamps registered

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.linns.com/news/world-stamps-postal-history/ukraine-asks-upu-for-philatelic-sanctions-on-russia
[2] https://www.wnsstamps.post/en/Stamps-Search
 
Stefan Am: 28.03.2022 16:56:14 Gelesen: 7100# 48 @  
@ DL8AAM [#47]

deepL [1] übersetzt die Meldung aus Lynn's Stamp news wie folgt:

Die ukrainische Post, Ukrposhta, hat mitgeteilt, dass sie zwei Gemeinschaftsausgaben der Ukraine, Russlands und Weißrusslands aus dem Verkauf genommen und vernichtet hat: eine Gemeinschaftsausgabe aus dem Jahr 1994 zum 50. Jahrestag der Befreiung der sowjetischen Gebiete während des Zweiten Weltkriegs und eine Gemeinschaftsausgabe aus dem Jahr 2013 zu Ehren des 1.025. Jahrestag der Christianisierung Russlands.

In dem Schreiben an die UPU forderte Ukrposhta die UPU auf, "Sanktionen gegen die russische Post zu verhängen, um die Propaganda durch die Philatelie einzuschränken", und bat um die Streichung der beiden genannten Gemeinschaftsausgaben aus dem von der UPU und dem Weltverband für die Entwicklung der Philatelie geschaffenen weltweiten Nummerierungssystem für Postwertzeichen.


Kann man den zweiten Absatz so interpretieren, dass die ukrainische Post die beiden im ersten Absatz genannten Ausgaben (Mi-Nr. 122-124 von 1994 und Mi-Nr. 1340 = Block 109 von 2013) für ungültig erklärt? Diese erschienen jeweils als Gemeinschaftsausgabe mit Belarus und Russland.

Gruß
Stefan

[1] https://www.deepl.com/translator
 
Bendix Gruenlich Am: 01.04.2022 23:21:47 Gelesen: 6927# 49 @  
@ [#20]

Was macht eigentlich die online-Marken-Bestellung bei Ukrposhta?

Nun, eine mail aus Kiew habe ich auf meine Bestellung nicht erhalten (nach der Konfektionierung sollte eine Rechnung kommen, die per Kreditkarte bezahlt werden kann). Ich habe dann versucht, einmal telefonisch Kontakt aufzunehmen und eine mail geschickt. Leider hat niemand den Hörer abgehoben, noch auf meine mail geantwortet.

Nehmen wir also an, dass der Service aktuell eingestellt ist (diese Information wollte ich kurz teilen).

Ich hoffe, dass das temporär ist - ich verstehe, dass man aktuell andere Probleme hat.

Ist auf alle Fälle besser, als wenn die russische Armee meinen Anruf entgegengenommen hätte.
 
Seku Am: 08.04.2022 11:58:32 Gelesen: 6777# 50 @  
@ 22028 [#27]

Hallo Rainer,

ich habe heute auch einen Brief aus Großbritannien erhalten. Zuerst hatte ich für den Stempel kein Thema gefunden. Aber hier ist er wohl gut aufgehoben. Ich zeige diesen nochmals, da etwas besser lesbar. Gleichzeitig möchte ich die Übersetzung und den Link dazu liefern:



UKRAINE HUMANITÄRER APPELL – SPENDEN SIE JETZT AN DEC.ORG.UK [1]

Ich wünsche uns allen ein friedliches Wochenende, möge sich jemand finden, der den Wahnsinnigen in Moskau stoppt.

Günther

[1] https://www.dec.org.uk/
 
Leo11 Am: 12.04.2022 20:58:11 Gelesen: 6592# 51 @  
Einmalig, Ukraine will Briefmarke drucken mit klarer Botschaft

Kiew. Das ist wohl einmalig in der Welt der Philatelie: Sieben Wochen nach Kriegsbeginn hat die ukrainische Post neue Briefmarken herausgebracht - mit einer klaren Botschaft an die russischen Angreifer. Zu sehen ist darauf ein ukrainischer Soldat, der einem Kriegsschiff den Stinkefinger zeigt [2].

Ein Bild gibt es hier [1]

Weiss jemand mehr?

[1] https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukrainische-post-bringt-marken-mit-stinkefinger-fuer-russen-heraus_id_82792828.html

[2] http://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/ukraine-druckt-briefmarke-mit-stinkefinger-f%C3%BCr-russen/ar-AAW8ScN
 
Sherlock Am: 13.04.2022 11:52:31 Gelesen: 6470# 52 @  
Sherlock Am: 13.04.2022 12:11:38 Gelesen: 6458# 53 @  
@ Sherlock [#52]

Hier noch ein Bild des Sechserblocks:


 
bovi11 Am: 15.04.2022 16:54:43 Gelesen: 6164# 54 @  
@ Sherlock [#53]
@ alle

Der Soldat wurde wegen seiner Worte zum Volkshelden. Sein Spruch ziert seitdem landesweit Plakate, wurde auf T-Shirts und andere Souvenirs gedruckt. Die Briefmarken wurden in zwei Versionen herausgebracht: eine für das Inland und eine für das Ausland. Die ersten mit den Marken beklebten Sonderbriefumschläge wurden von Hrybow und Postchef Ihor Smyljanskyj im Hauptpostamt in Kiew signiert.

https://www.n-tv.de/panorama/Ukrainische-Post-zeigt-Russland-den-Stinkefinger-article23266878.html
 
Seku Am: 15.04.2022 17:57:50 Gelesen: 6145# 55 @  
@ Stefan [#45]

Hallo Stefan,

wie ich soeben gelesen habe, ist der Kreuzer "Moskwa", der beteiligt war, beschossen worden und gesunken. Die russische Marine gibt als Grund eine Munitionsexplosion an Bord an.

Egal, ob es ein Unfall war, oder ob es die Ukrainer tatsächlich schafften, den Kreuzer zu versenken - Grund zur Freude allemal.

Ich wünsche dem ukrainischen Volk von Herzen den verdienten Osterfrieden, auch wenn die eine Woche später Ostern feiern.

Günther
 
Wolffi Am: 15.04.2022 18:00:07 Gelesen: 6142# 56 @  
Quelle: n-tv.de

16:07 Ukrainer stehen Schlange für "Russisches Kriegsschiff, fick dich!"-Briefmarke

Die ukrainische Post hat ein Foto veröffentlicht, wie Einwohner von Kiew Schlange stehen, um eine besondere Briefmarke zu kaufen. Abgebildet ist ein ukrainischer Soldat, der einem herannahenden Kriegsschiff den Mittelfinger zeigt. Ein Sonderstempel bildet zudem die Umrisse der von der russischen Marine eroberten Schlangeninsel im Schwarzen Meer ab - sowie den Anfang des Satzes "Russisches Kriegsschiff, fick dich!". "Vielleicht zum ersten Mal in der Geschichte ist die Warteschlange für eine Briefmarke länger als die für ein iPhone", twittert die Post.


 
Sherlock Am: 16.04.2022 07:10:44 Gelesen: 6039# 57 @  
@ Wolffi [#56]

Wird wohl noch einmal zu solchen Warteschlangen kommen, wenn die Nachfolge-Marke an den Schaltern erhältlich ist:


 
Seku Am: 16.04.2022 07:19:02 Gelesen: 6035# 58 @  
@ Sherlock [#57]

Gute Arbeit, nur ist der Kreuzer "Moskwa" nicht vor der Schlangeninsel gesunken, sondern auf dem Seeweg nach Sewastopol.

Grüßle

Günther
 
limingerald Am: 16.04.2022 07:44:26 Gelesen: 6025# 59 @  
Hallo,

es gibt 2 Versionen - für Ausland und Inland:



limingerald
 
Richard Am: 16.04.2022 09:36:29 Gelesen: 5962# 60 @  
Post und Telekommunikation: Russland und Belarus fliegen aus europäischem Gremium

Der Ukrainekrieg führt zu weiteren Sanktionen. Nach dem Europarat schließen jetzt auch die Regulierer für Post und Telekommunikation Russland und Weißrussland aus ihrem Kreis aus.

Dr. Daniel Delhaes - Berlin, 18.03.2022 - Die Regulierungsbehörden für Post- und Telekommunikation in Europa haben Russland und Weißrussland aus ihrem gemeinsamen Gremium, der Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation (CEPT), ausgeschlossen. Wie die CEPT mitteilte, sei dies auf Antrag „einer Reihe von CEPT-Mitgliedern“ erfolgt. Auch bei Abstimmungen über Frequenzen und Funkstandards kann Russland nicht mehr mitreden.

(Quelle: https: Handelsblatt, Link war leider nur einen Tag kostenfrei einsehbar)
 
Richard Am: 18.04.2022 09:20:38 Gelesen: 5742# 61 @  
FIP verurteilt auch den Krieg!

(wm-pcp) - Die Meldung ist zwar bereits sechs Wochen alt, sollte aber nicht in Vergessenheit geraten, denn die FIP beschloss am 3. März 2022: „ Russen und Weißrussen sind von allen weltweiten philatelistischen Veranstaltungen ausgeschlossen. Dies ist der Beschluss des Internationalen Philatelistenverbands (Fédération internationale de philatélie).“

Vaccari-News in Italien führte damals dazu aus: „Nach der Föderation der europäischen Philatelieverbände hat nun auch die Fédération Internationale de Philatélie beschlossen, diesen Weg einzuschlagen. Im Einklang mit den Zeitzonen (der derzeitige Präsident Bernard Beston lebt in Australien) hat auch sie in einem Dokument, das sich an das von der FEPA unterzeichnete Dokument anschließt und über das gestern berichtet wurde, zu der Tragödie in der Ukraine Stellung genommen.

„Stellvertretend für die Trauer und den Schmerz seiner Mitglieder kann der FIP-Vorstand die derzeitige Aggression nicht akzeptieren.“ Deshalb beschloss er am 3. März, „den Organisationskomitees der FIP-Weltausstellungen im Jahr 2022 zu empfehlen, den Rückzug der Aussteller sowie des russischen und belarussischen Personals zu fordern, um mögliche Proteste zu vermeiden“. Die Organisation „vertraut darauf, dass Philatelisten aus Russland und Weißrussland diese schwierige Entscheidung verstehen und nachvollziehen können.“ „Russische oder weißrussische Juroren und Kommissare können derzeit an keiner der kommenden Weltausstellungen teilnehmen.“
 
al-lu Am: 19.04.2022 10:44:05 Gelesen: 5640# 62 @  
Hallo zusammen,

die DHL unterstützt mit kostenlosem Versand von Hilfspaketen [1].

Viele Grüße
Albrecht

[1] https://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=16458&CP=0&F=1
 
Stefan Am: 19.04.2022 10:57:33 Gelesen: 5633# 63 @  
@ al-lu [#62]

die DHL unterstützt mit kostenlosem Versand von Hilfspaketen: ...

DHL hat für den Versand der Hilfspakete an eine deutsche Adresse in 14974 Ludwigsfelde zwecks anschließendem gesammeltem Transport + Übergabe an die ukrainische Post einen eigenen Paketaufkleber [1] herausgegeben, siehe auch nachfolgender Screenshot. Der Text ist dreisprachig gehalten (deutsch / englisch / ukrainisch).



Gruß
Stefan

[1] https://www.dhl.de/content/dam/images/Paket/PK/downloads/dhl-versandlabel-hilfe-ukraine.pdf
 
Araneus Am: 19.04.2022 15:54:51 Gelesen: 5553# 64 @  
@ al-lu [#62]
@ Stefan [#63]

Genauere Angaben zu diesen Paketen findet man auf der Homepage von DHL [1].

Es handelt sich nicht um „normale“ Pakete, DHL selbst spricht von einem „ speziellen Paketprodukt“. Die Adressaufkleber tragen weder eine Absenderangabe noch einen Identcode (Sendungsnummer), eine Sendungsverfolgung ist deshalb nicht möglich. Auf der genannten Internetseite wird dies ausführlich begründet: „ Auf dem speziellen Versandlabel kann aus Sicherheitsgründen keine Absenderadresse vermerkt werden. In einer Kriegssituation ist dies auch für den Empfänger die sicherste Lösung. Die Spende läuft für beide Seiten - Versender und Empfänger - damit sicher und anonym.“

Philatelistisch interessant ist diese Aussage: „ Für diesen Prozess setzen wir ein spezielles Paketprodukt ein, das in unseren IT-Systemen (Packstation, Filiale, Handscanner bzw. mobiler Drucker) nicht implementiert ist. Da es sich um einen Sonderprozess handelt, ist die Einlieferung von Hilfspaketen in der Packstation nicht möglich.“ Die Adressaufkleber müssen selbst ausgedruckt und die Pakete sollen in einer Postfiliale abgegeben werden. Ob auch Paketshops diese Sendungen annehmen, geht aus der Internetseite nicht hervor.

Schöne Grüße
Franz-Josef

[1] https://www.dhl.de/de/privatkunden/information/hilfe-ukraine.html
 
skribent Am: 21.04.2022 18:52:48 Gelesen: 5250# 65 @  
Guten Abend,

am 25. März 2022 verausgabte die Post Polens ein Sonderpostwertzeichen mit der Abbildung eines Händepaares von dem eine Hand in den ukrainischen Landesfarben und eine in den polnischen Landesfarben bemalt ist. Dazu wurde ein Sonderstempel eingesetzt und ein Schmuckumschlag verkauft. Alles unter dem Motto: "Wir sind bei Dir!"



MfG >Franz<

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Motiv: Hände]
 
Stefan Am: 21.04.2022 20:53:36 Gelesen: 5207# 66 @  
@ limingerald [#59]

Ergänzend zu diesen beiden Briefmarken aus der Ukraine aus Beitrag [#59] veröffentlichte die Ukrainische Post gestern (20.04.2022) auf der eigenen Internetseite die nachfolgende Meldung auf russisch (?) (nicht zusätzlich in englischer Sprache) [1]:

ОНОВЛЕНО. Умови розповсюдження марки «Русскій воєнний корабль, іді …!»
20.04.2022

Шановні клієнти,

21 квітня продаж марки «Русскій воєнний корабль, іді…!» завершено. Просимо вас поставитися з розумінням і не приходити до Головпоштамту на Хрещатик, 22.

Також нагадуємо, що 100 тис марок можна буде купити в онлайн-магазині, посилання на який буде оприлюднено додатково.

Також найближчим часом буде анонсований вихід другої марки, яка продовжить серію. Про тематику марки та строки виходу також буде повідомлено додатково.


Übersetzung von Russisch auf Deutsch über DeepL [2]:

VERBUNDEN. Allgemeine Geschäftsbedingungen der Marke "Russisches Kriegsschiff, los ...!

20.04.2022

Liebe Kunden,

Der Verkauf der Marke "Russisches Kriegsschiff, los ...!" am 21. Juni ist abgeschlossen. Bitte seien Sie vernünftig und kommen Sie nicht zur Hauptgeschäftsstelle in der Khreshchatyk-Straße 22.

Wir erinnern Sie auch daran, dass Sie 100 Tausend Briefmarken im Online-Shop kaufen können, der Link dazu wird noch bekannt gegeben.

In Kürze wird die Herausgabe einer weiteren Briefmarke angekündigt, mit der die Serie fortgesetzt werden soll. Das Thema und die Veröffentlichungstermine werden ebenfalls zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.


Die automatische Übersetzung klingt an einzelnen Stellen dieses Mal etwas holprig. Der Zweck der Pressemeldung dürfte dennoch verständlich sein.

Die Ukrainische Post hat gemäß der eigenen Internetseite [1] Ihren Hauptsitz in der Khreshchatyk-Straße 22 in 01001 Kiew.

Gruß
Stefan

[1] https://www.ukrposhta.ua/ua/news/57630-onovleno-umovi-rozpovsjudzhennja-marki-russkij-vonnij-korabl-idi-
[2] https://www.deepl.com/de/translator
 
BeNeLuxFux Am: 21.04.2022 22:30:09 Gelesen: 5173# 67 @  
Hallo,

ich habe vor ein paar Tagen versucht, die Marken online zu bestellen. Heute kam folgende Mail bei mir an:

Grüße, Stefan

"Вітаємо 👋

Ви оформили замовлення поштових марок «Русскій воєнний корабль, іді …!» у нашому онлайн-магазині. Через значну кількість спекулятивних замовлень ми вирішили скасувати всі попередні замовлення. Але для вас першочергово відкриваємо передпродаж поштових марок у нашому оновленому онлайн-магазині завтра, 22.04.2022 р., з 9:00 до 10:00 (за київським часом). Посилання для замовлення буде надіслано о 9:00. Інші клієнти його отримають о 10:00.

❗️Водночас повідомляємо: оскільки попит перевищив пропозицію, одному клієнтові доступні для замовлення не більш як один марковий аркуш та два примірники немаркованого художнього конверта «Русскій воєнний корабль, іді …!».

Ми хочемо, щоб якомога більше людей змогли придбати поштові марки. Відтак, будь ласка, не робіть декілька однакових замовлень, бо їх буде скасовано.

Дякуємо за увагу до поштових марок України, та чекайте на нові випуски вже незабаром!

Hi there!

You have ordered our “Russian Warship go F.. yourself” stamp. Due to the significant number of speculative orders, we had to cancel all prior orders. However, tomorrow we are opening an opportunity for you to re-order first, between 9:00 and 10:00 am (Kyiv Time Zone), before it will be available to the public. The link for the order will be sent at 9:00 am.

Please note that since our goal is to make the stamp available to a maximum number of clients, the sale will be limited to 1 block of stamps and 2 themed envelopes per order. We would kindly ask you not to order multiple times, as such orders will be blocked and cancelled.

Thank you for your attention to Ukrainian postage stamps! Please stay tuned for the upcoming issues.

Kind Regards"

 
Cantus Am: 22.04.2022 00:20:59 Gelesen: 5149# 68 @  
Aus Estland hat mich gerade ein Brief mit passender Marke erreicht.



Viele Grüße
Ingo
 
limingerald Am: 22.04.2022 04:09:31 Gelesen: 5135# 69 @  
@ Stefan [#66]

Übersetzung ukrainisch in deutsch mit BING-translator:

Sehr geehrte Kunden,

Am 21. April wurde der Verkauf der Marke "Russisches Kriegsschiff, Idi...!" abgeschlossen. Wir bitten Sie, mit Verständnis zu behandeln und nicht zur Post in Khreshchatyk, 22, zu kommen.

Wir erinnern Sie auch daran, dass 100 Tausend Marken in einem Online-Shop gekauft werden können, dessen Link zusätzlich veröffentlicht wird.

Ebenfalls in naher Zukunft wird die Veröffentlichung der zweiten Marke angekündigt, die die Serie fortsetzen wird. Das Thema der Marke und der Zeitpunkt der Veröffentlichung werden ebenfalls zusätzlich bekannt gegeben.


limingerald
 
limingerald Am: 22.04.2022 04:12:15 Gelesen: 5134# 70 @  
@ BeNeLuxFux [#67]

Übersetzung ukrainisch in deutsch mit BING-translator:

Herzlich Willkommen 👋

Sie haben eine Bestellung für Briefmarken "Russisches Kriegsschiff, idi ...!" in unserem Online-Shop aufgegeben. Aufgrund der erheblichen Anzahl von spekulativen Aufträgen haben wir uns entschieden, alle Vorbestellungen zu stornieren. Aber für Sie öffnen wir zuerst den Vorverkauf von Briefmarken in unserem aktualisierten Online-Shop morgen, 22.04.2022, von 9:00 bis 10:00 Uhr (Kiewer Zeit). Der Link für die Bestellung wird um 9:00 Uhr gesendet. Andere Kunden erhalten es um 10 a.m.

❗️Gleichzeitig informieren wir Sie, dass, da die Nachfrage das Angebot überstieg, nicht mehr als ein Briefmarkenblatt und zwei Exemplare des unmarkierten künstlerischen Umschlags "Russisches Kriegsschiff, Idi ...!" bestellt werden können.

Wir wollen, dass möglichst viele Menschen Briefmarken kaufen können. Bitte machen Sie nicht ein paar der gleichen Bestellungen, da sie storniert werden.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit auf die Briefmarken der Ukraine und warten Sie bald auf neue Ausgaben!


limingerald
 
Seku Am: 22.04.2022 05:41:56 Gelesen: 5130# 71 @  
@ BeNeLuxFux [#67]

Guten Morgen Stefan,

irgendwie kann ich die Reaktion der ukrainischen Post verstehen. Will man doch den Geschäftemachern das Handwerk legen.

Bei delcampe und ebay werden Marken und Blocks zu horrenden Preisen angeboten und verkauft.

Gruß

Günther
 
Fledermaus Am: 26.04.2022 15:16:41 Gelesen: 4896# 72 @  
Philatelisten und auch viele Nicht-Philatelisten zeigen diese Tage größtes Interesse an der „Fuck you-Marke“ der ukrainischen Post, die bei Ebay und anderen Plattformen zur Zeit für wahrhaft astronomische Preise gehandelt wird.

Mein Interesse hingegen gilt der „Medobory-Ausgabe“ mit der Fledermaus, die am 25. Februar hätte erscheinen sollen. Der Block hat eine Auflage von 20 000 Exemplaren. Er wurde schon vor dem 24. Februar an zahlreiche Postämter ausgeliefert. An diesem Tag des Überfalls blieben die meisten Postämter geschlossen. Am 25. Februar öffneten hingegen zahlreich Postämter und verkauften eine unbekannte Menge dieser Blockausgabe, bis die Postämter am Nachmittag die Meldung erreichte, dass die Ukrainische Post diesen Markenblock (zusammen mit der „Satelliten-Ausgabe“) bis auf weiteres vom Verkauf zurückzieht.

Heute (26. April 2022) erreichte mich ein Einscheibebrief eines Ukrainers aus Zaborizka (im Südosten der Ukraine gelegen und inzwischen weitgehend unter russischer Besatzung), der über das Internet diesen Block zum Kauf anbot. Der Brief wurde am 19. März verschickt. Der Absender war sich darüber im klaren, dass der Block keine gültigen Postwertzeichen enthält, gibt aber an, den bescheidenen Erlös seines Tuns voll und ganz ukrainischen Kriegsversehrten zur Verfügung zu stellen.

Die Designerin der „Medobory-Ausgabe“ ist Natalia Kokhal, die 2016 bereits die Bechsteinfledermaus-Ausgabe für die Ukrainische Post gestaltete. Für ihre Darstellung der Fledermaus (im Markentext als Pipistrellus kuhlii vorgestellt) zeichnete sie ein Foto einer Zwergfledermaus von Rudmer Zwerver um. Die Originalaufnahme entstand in der Aa-Kirche in Groningen, Niederlande.

Gruß Fritz


 
DL8AAM Am: 26.04.2022 17:20:45 Gelesen: 4841# 73 @  
@ Fledermaus [#72]

Der Absender war sich darüber im klaren, dass der Block keine gültigen Postwertzeichen enthält,

Unabhängig von der tragischen Rahmensituation, ist sich Dein Kollege hier wirklich sicher?

Wenn (Falls) die Marken am Vormittag des 25.02. noch ganz regulär an Kunden abgegeben konnten, wurden und durften, falls dann am Nachmittag "nur" der Verkauf ausgesetzt wurde - und falls die bereits regulär verkauften Briefmarken nachträglich nicht außer Kraft gesetzt wurden, dann sind diese regulär verkauften Briefmarken bis heute weiterhin vollwertig gültige Postwertzeichen.

Ein Verkaufsverbot macht keine bereits (legal) verkauften Bestände bei Kunden ungültig - nur eine expliziete Außerkraftsetzung. Die Frage ist eben nur, konnten bzw. durften die Marken zumindest zeitweise (und sei es nur für eine Minute) legal abgegeben werden? Und selbst bei einer nachmittäglichen Außerkraftsetzung bleiben vormittäglich verkaufte und vormittäglich verwendete Briefmarken Teil einer regulären (vormittäglichen) Frankatur. Nun wird es vollends zur einer Frage für Korinthenköttler: Wie sähe es aber aus, wenn eine Verkaufsstop- bzw. eine mögliche Außerkraftsetzungsmitteilung ein abgelegenes bzw. bereits "abgeschnittenes" Postamt nicht mehr (oder nur sehr verspätet) erreichen konnte?

Gut die Kollegen vor Ort haben derzeit vollkommen andere elementare Fragen.

Sorry!

Thomas
 
Fledermaus Am: 27.04.2022 14:48:58 Gelesen: 4625# 74 @  
Hallo Thomas,

es ist mir auch klar, dass Philatelie jetzt eben gerade nicht das beherrschende Thema in der Ukraine ist.

Tatsache ist aber, dass diese Blockausgabe am Nachmittag des 25. Februar offiziell vom Verkauf zurückgezogen wurde und der Ersttag als verschoben erklärt wurde. 2.0000 Exemplare waren gedruckt, davon waren bis zum Nachmittag bereits eine unbekannte Anzahl verkauft. Ich hatte bei zwei Anbietern gekauft. Der eine hatte Skrupel und gefragt, ob ich bereit bin zu warten bis die Ausgabe ihren offiziellen Ersttag hat. Dem anderen war das egal. Abgeschickt hat er seinen Brief aber erst am 18. März. Der Umgang mit der "Medobory-Ausgabe" ist natürlich eine recht unglückliche Situation, besonders für langjährige Neuheiten-Abonnenten der ukrainischen Post, die sich zu recht aufs Kreuz gelegt fühlen. Unproblematischer dürfte es hinsichtlich der Satelliten-Marke Sich-2-30 sein, die für den 28. Februar angekündigt war und ebenfalls zurückgezogen wurde. Die war ja wohl zumindest noch nicht im Verkauf.

Da nach meiner Meinung vieles für einen lange andauernden Stellungskrieg spricht, gehe ich einmal davon aus, dass diese thematisch plötzlich überhaupt nicht in die Zeit passende "Medobory-Ausgabe" noch lange offiziell auf sich warten lässt.

Grüße Fritz
 
BeNeLuxFux Am: 01.05.2022 18:16:00 Gelesen: 4280# 75 @  
Hallo,

Neues aus dem Online-Shop der ukrainischen Post. Dort hat man wohl gerade mit Cyberangriffen zu tun und musste den Online-Shop schließen. Es gibt aber wohl noch Bestände der F*** ***-Marke. [1]

"Dear All,
Due to series of cyber attacks we had to temporarily close our online shop. We would like to apologize for all the inconvenience it had caused you. We are taking now a break to analyze all the issues and will come back with a renewed, much stronger version. We will announce it ahead of time so you do not need to keep monitoring the site. 5000 orders (or 30.000 stamps) with “Russian ship go f…” will remain available for order once we resume sales and will let you know where and when they can be bought.

Thank you for your understanding and hope to see you soon!"


Übersetzt mit google Translate:

"Aufgrund einer Reihe von Cyberangriffen mussten wir unseren Onlineshop vorübergehend schließen. Wir möchten uns für alle Unannehmlichkeiten entschuldigen, die Ihnen dadurch entstanden sind. Wir machen jetzt eine Pause, um alle Probleme zu analysieren, und werden mit einer erneuerten, viel stärkeren Version zurückkommen. Wir werden dies im Voraus ankündigen, damit Sie die Website nicht ständig überwachen müssen. 5.000 Bestellungen (oder 30.000 Briefmarken) mit „Russisches Schiff gehen ab …“ sind weiterhin bestellbar, sobald wir den Verkauf wieder aufnehmen, und teilen Ihnen mit, wo und wann sie gekauft werden können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis und hoffentlich bis bald!"


Grüße, Stefan

[1] https://postmark.ukrposhta.ua/
 
winker30 Am: 08.05.2022 06:28:07 Gelesen: 3949# 76 @  
Hallo zusammen,

zeige heute Neuheit von Citipost OWL. Der Hinweis kommt von " SEKU ", wofür ich mich über diesen Weg nochmal herzlich bedanke.



Die Neuheit ist in einem Markenheft mit 10 Marken für Bedarfspost der Citipost. Beim Einkauf bzw. Bestellung kommen 5,- € Spende für die Ukraine hinzu.

mit freundlichem Sammlergruß
Winfried
 
Seku Am: 08.05.2022 08:44:28 Gelesen: 3943# 77 @  
Die Citipost OWL Bielefeld gab einen Bogen zur Ukraine heraus [1]

Ich wünsche allen, insbesondere den ukrainischen Müttern, einen schönen Tag

Günther

[1] https://citipost-owl.de/produkt/markenheft-standardbrief-ukraine-083-e/
 
Markus_Holzmann Am: 15.05.2022 10:16:06 Gelesen: 3719# 78 @  
Hallo,

gestern in der Post - ein Lebenszeichen aus der Ukraine und für mich toll, als ich bei der Registrierung gesehen habe, dass die Absenderin 8 Stunden zu vor noch online bei postcrossing war.



Gruß

Markus

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Postcrossing". Charkiv ist die zweitgrösste Stadt der Ukraine, Universitäts- und Wissenschaftszentrum]
 
Fledermaus Am: 18.05.2022 13:01:59 Gelesen: 3583# 79 @  
Heute (18. Mai 2022) habe ich einen Einschreibebrief aus der Ukraine erhalten, abgeschickt am 20. April aus Zaporizka im Osten der Ukraine. In dieser Region wird seit Wochen heftig gekämpft. Wirklich erstaunlich, dass der Postdienst trotzdem funktioniert.



Gruß Fritz

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Ukraine: Echt gelaufene Belege" und der Aussage heftiger Kämpfe in der Region am Tag des Versands.]
 
Fledermaus Am: 20.05.2022 09:06:59 Gelesen: 3429# 80 @  
Kanada, 7. Juli 2022.

Die Sonnenblume gab es wohl schon mal auf einer kanadischen Marke 2010.



Gruß Fritz
 
Vernian Am: 20.05.2022 17:57:30 Gelesen: 3350# 81 @  
Auch Micronationen geben Marken zu Gunsten der Ukraine heraus. Den Federated Micronations folgend [1] verausgabt morgen die Post der Frya Nordland Territories [2] folgende bildähnliche Ausgabe:



Beste Grüße

Vernian

[1] https://www.posta.musograd.org/ptm_2022.html
[2] http://www.fnt.bernhard-krauth.de/FNT_Post_Marken_D.html
 
Seku Am: 20.05.2022 21:29:31 Gelesen: 3277# 82 @  
@ Fledermaus [#80]

Hallo Fritz,

auf welche Sonnenblume bezog sich Dein Satz ?

Gruß

Günther
 
Fledermaus Am: 21.05.2022 09:41:14 Gelesen: 3220# 83 @  
@ Seku [#82]


Hallo Günter,

das Motiv gab es schon mal auf Marke, 2010 glaube ich.



Gruß Fritz
 
Richard Am: 22.05.2022 15:27:56 Gelesen: 3058# 84 @  
Ukrainische Post plant Briefmarke zum ESC-Sieg von Kalush Orchestra

(18.05.2022) - Die ukrainische Post will den Sieg der Band Kalush Orchestra beim Eurovision Song Contest mit einer Briefmarke würdigen. Auch die vergangenen beiden ukrainischen ESC-Gewinnerinnen waren mit Briefmarken geehrt worden.

(Quelle und weiterlesen: https://www.deutschlandfunk.de/ukrainische-post-plant-briefmarke-zum-esc-sieg-von-kalush-orchestra-106.html )
 
Richard Am: 25.05.2022 09:31:03 Gelesen: 2732# 85 @  
VP möchte russische Namen aus Schriften und Katalogen entfernen (lassen)

25.03.2022 - Geschichtssensible Neufassung der philatelistischen Ortsbezeichnungen der Ukraine

Es war ein Versäumnis aus Bequemlichkeit. Oder ein Erbe aus früheren Sowjetzeiten. Obwohl die Ukraine seit 1991 unabhängig ist, sind alle geographischen Bezeichnungen in den einschlägigen Briefmarkenkatalogen nach wie vor in Russisch. Beispielsweise „Nikolajew“ statt auf Ukrainisch Mykolajiw, „Gorochow“ statt Horochiw, „Kriwoi Rog“ statt Krywyj Rih.

Der russische Überfall auf die Ukraine im Februar 2022 und der entschlossene Kampf des ukrainischen Volkes um seine nationale Selbstbestimmung machen es überdeutlich, dass aus Respekt vor der eigenständigen ukrainischen Sprache und Kultur die alten irreführenden Katalogisierungen unverzüglich überarbeitet werden müssen. Der Verband philatelistischer Prüfer VP wird eine Liste zur Neufassung der entsprechenden Katalogkapitel und -inhalte entwerfen und diese Anpassungen zukünftig konsequent umsetzen. Der Verband philatelistischer Prüfer VP fordert darüber hinaus alle Katalogredaktionen und Redakteure der Briefmarkenmagazine auf, die anhängigen Anpassungen zu unterstützen. Слава Україні

https://www.vpev.de/index.php/de/aktuelles-vom-vpev/Geschichtssensible_Ortsnamen.html
 
Richard Am: 06.07.2022 09:04:26 Gelesen: 1492# 86 @  
PostEurop schließt Russland und Belarus aus

https://www.paketda.de - Die Postgesellschaften von Russland und Belarus sind offenbar nicht mehr im Branchenverband PostEurop vertreten. Auf der Website posteurop.org werden die Logos der beiden Unternehmen blass dargestellt und sind nicht mehr anklickbar.

Die Russische Post hatte zuvor bei Telegram selbst auf eine "Suspendierung" hingewiesen und dies mit "Keine Panik" kommentiert. Auf den Postverkehr hat die Suspendierung nämlich keinen Einfluss, weil PostEurop eher ein Lobbyverband ist und nicht operativ den Postaustausch organisiert.

In der Praxis werden den Ausschluss Russlands und Belarus' allenfalls Briefmarkensammler bemerken. Die beiden Länder werden höchstwahrscheinlich keine Briefmarken mit EUROPA-Logo mehr herausgeben dürfen. In 2023 erscheinen die Marken unter dem Thema "PEACE - the highest vale of humanity" [2].

(Quelle: https://www.paketda.de/news-kurznachrichten-20220702.html )

[1] https://www.posteurop.org/Members
[2] https://www.posteurop.org/EUROPA%20Stamps
 
DL8AAM Am: 12.07.2022 15:57:50 Gelesen: 1287# 87 @  
Frankreich hat eine Zuschlagsmarke für den Inlandsbrief "Lettre verte (J+2)" zum Verkaufspreis von 2 € zu Gunsten der Ukraine-Hilfe des französischen Roten Kreuzes herausgegeben [1]:



Gruß
Thomas

[1] https://www.laposte.fr/beaux-timbres/unite/timbre-unis-dans-la-crise-ukrainienne-lettre-verte/p/1122031
 
Stefan Am: 26.07.2022 19:54:48 Gelesen: 964# 88 @  
Am 13.03.2022 wurde in den Beiträgen [#23] und [#24] die Briefmarkenausgabe des Briefdienstleisters Brief und Mehr aus Münster zugunsten der Ukraine vorgestellt [1]. Seinerzeit wurde ein Satz Zuschlagsmarken verausgabt, bestehend aus drei Nominalen.

Gemäß der Info eines Sammlerkollegen vor Ort in Münster ist diese Briefmarkenausgabe lediglich online bestellbar [1] und nicht in den örtlichen Partnershops von Brief und Mehr erhältlich (warum eigentlich nicht?). Der Sammlerfreund hat sich ein paar Briefmarken besorgt und ein paar Belege laufen lassen:



Sendung vom XX.07.2022 aus Münster nach Herzogenrath bei Aachen

Das Datum der Einlieferung ist aufgrund des schwarzen Bildhintergrundes der zur Frankatur verwendeten Briefmarke nicht lesbar. Der Brief selbst ist in der vorletzten Woche beim Empfänger zugestellt worden. Die Sendung lief von Brief und Mehr Münster (ma4792) über den Hub 3 der Mail Alliance nach Brief- und Paketdienst Aachen [2] (ma5271) und wurde über einen kleineren Zustellpartner (anderer BPD-Dienst?) in der Nachbarstadt Herzogenrath zugestellt. Die Laufzeit liegt bei dieser Strecke üblicherweise bei E+3 (anstelle wie geplant E+2).

Gruß
Stefan

[1] https://www.briefundmehr.de/webshop/briefmarken/standardbrief/245/80-5-cent-10er-bogen-frieden-fuer-die-ukraine-spendenmarke
[2] https://euregio-boten.de/
 
filunski Am: 28.07.2022 00:47:38 Gelesen: 862# 89 @  
Hallo zusammen,

vorweg ein kleiner Hinweis, die hier vorzustellende Zuschlagsmarke aus Litauen passt nicht zur "humanitären Hilfe" aber wie ich meine sehr wohl auch in dieses Thema.

Seit 9.6.2022 ist an Schaltern der litauischen Post und auch in deren Online-Shop eine selbstklebende Marke mit der Abbildung einer Drohne zum Verkauf angeboten (Gesamtauflage 40.000). Hier die Marke (Einzelmarke aus dem aus 20 Marken bestehenden Folienblatt):



Bei der abgebildeten Drohne handelt es sich um die aus türkischer Produktion stammende Kampf- und Aufklärungsdrohne (UCAV - unmanned combat aerial vehicle) Bayraktar TB 2. Verkaufspreis der Marke 2 Euro, die Hälfte davon geht als Spende an die Blau-Gelbe NGO zur Unterstützung der Ukraine. Wie kam es zu der Marke und welche Geschichte steckt dahinter?

Auf Initiative eines litauischen Journalisten, zusammen mit Laisvės TV wurden in einer einmaligen Spendenaktion bei der Bevölkerung Litauens in nur 3,5 Tagen 5 Millionen Euro gesammelt um eine solche Drohne für die Ukraine zu kaufen. In der Ukraine sind Drohnen dieses Typs bereits seit 2021 im Einsatz und mit ihnen erzielten die ukrainischen Streitkräfte im Krieg gegen die russischen Invasoren schon spektakuläre Erfolge. Auch bei der Versenkung des russischen Kriegsschiffs Moskwa spielte eine solche Drohne eine wichtige Rolle. In der Ukraine und insbesondere in der Bevölkerung hat diese Drohne inzwischen einen schon mythischen Status bekommen.

Die Visualisierung einer möglichen Briefmarke, die in den sozialen Netzwerken und bei „Laisvės TV“ geteilt wird, erregte die Aufmerksamkeit der litauischen Post und es wurde beschlossen, die Idee umzusetzen. Das Briefmarkendesign wurde vom Team der Agentur für digitales Marketing What about erstellt.

Zusammen mit der Briefmarke wurde in Litauen von Journalisten, Schriftstellern und weiteren Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens eine Kampagne gestartet bei der die Bevölkerung aufgerufen wird Briefe an Staatsoberhäupter und Vertreter internationaler Institutionen zu schreiben, u.a. auch an den Bundeskanzler Olaf Scholz und den französischen Präsidenten Emanuel Macron. Vordrucke dafür werden auch auf der Internetseite der litauischen Post zum Download angeboten. Dies soll eine Botschaft senden, dem Beispiel des zwar kleinen, aber geeinten Litauen zu folgen und mehr Initiativen zu ergreifen um einen Beitrag zur Hilfe für die Ukraine zu leisten.

"Wenn die Menschen in Litauen es können, können Sie es auch"
, sagte dazu Asta Sungailienė, Generaldirektorin der litauischen Post .

Die bestellte Drohne wurde am 6. Juli im Beisein des litauischen Verteidigungsministers und des ukrainischen Botschafters auf dem Militärflugplatz Silauliai der Öffentlichkeit präsentiert. Hier im Original zu sehen:



Die Drohne trägt sowohl das Wappen Litauens wie auch der Ukraine und erhielt auch einen eigenen Namen:



VANAGAS (litauisch) und Яструб (Yastrub - ukrainisch) für Falke, ein solcher dargestellt in den Landesfarben Litauens und der Ukraine.

Inzwischen gab es auch in weiteren Staaten solche Spendenaktionen in der Bevölkerung um weitere Drohnen für die Ukraine zu kaufen. Ein ukrainischer Liedermacher besingt die Drohne u.a. mit diesen Worten "aus russischen Verbrechern Geister zu machen".

In diesem Sinne,
Peter
 
Bendix Gruenlich Am: 30.07.2022 14:00:05 Gelesen: 644# 90 @  
Wenige Dinge haben mich bisher so geärgert wie der Angriff der verbrecherischen russischen autokratischen Geheimdienstdiktatur auf den 40 Millionen-Staat Ukraine.

Das ist vielleicht gar nicht die Kriegshandlung alleine selbst, da erinnere ich mich eines Bismarck-Wortes (Fortführung von Politik mit anderen Mitteln) und mache mir keine Illusionen über die menschliche Natur. Sondern es ist der Angriff auf die Freiheit (in Russland und der Ukraine), die Intensität des Terrors, dass sich In-den-Dienststellen des offenkundig Bösen für eine Hand voll Rubel oder aus blöder Lust an Gewalt.

Wer ist da noch sicher?

Deswegen habe ich (nachdem klar war, dass die Kasse der Post dem Russen nicht sofort in die Hände fällt) Anfang März massiv bei Ukrposhta bestellt.

Das ist aber schiefgegangen. Die seinerzeitige Bestellmaske soll durch eine Hackerangriff zerstört worden sein. Auf alle Fälle ist sie abgestellt (sehr schade, sie war nicht topmodern, der Auftritt hat mir aber gut gefallen, und es ging einige Jahre zurück, was das bestellbare Material angeht - immer vorteilhaft bei inflationären Währungen wie der ukrainischen).

Im Mai / Juni war ich immer mal wieder auf der website. Und ich konnte sehen, man hat einen neuen Auftritt gebastelt.

Verkauft werden neueste Marken und offenbar das, was noch an altem Material aus den letzten Jahren vorhanden ist.

Viel Neues kommt nicht heraus. Seit Kriegsbeginn habe ich vier Ausgaben gezählt:

a) die Marke mit dem Soldaten und dem Schiff und der obszönen Geste
b) die Marke mit dem Soldaten ohne Schiff (kam nach der Versenkung der Moskwa raus - Witz haben Sie, die Ukrainer, das muss man Ihnen lassen)
c) Ukrainischer Traum - eine liebenswerte (weil farben- und lebensfrohe, kriegsfreie) Zeichnung eines Mädchens
d) Und jetzt - habe ich gerade entdeckt – „Guten Abend, wir sind aus der Ukraine“, Motiv: Trecker, der bei Dämmerung einen Panzer abschleppt



Die Auflagen wurden deutlich erhöht und liegen statt um die 100.000 für Marken im Inlandstarif oder 20.000 für Gedenkblocks vor dem Krieg, bei zwei bis drei Millionen für die Neuausgaben.

Die neuen Marken sind rasch vergriffen, den ukrainischen Traum habe ich glatt verpasst.

Von den neuesten konnte man immer nur einen Bogen bestellen, von den anderen Ausgaben bis zu 50 oder 100 Stück auf einmal.

Aber ich wollte erst einmal den Erfolg meiner ersten Bestellung abwarten.

Die Bestellung selbst war kinderleicht und stabil. Ruckzuck war der Warenkorb voll, er hat sich auch nicht unbeabsichtigt geleert, wie mir das schon bei mancher ausländischen Website geschehen ist. Habe einfach mal alles angeklickt, was mich angesprochen hat. 40 verschiedene Sachen, werden auf lediglich drei Seiten angeboten (das war vor dem Krieg wirklich reichhaltiger, aber man musste wohl improvisieren).

Ein paar begleitende Umschläge und Postkarten mit passenden Motiven werden zum wirklich kleinen Preis (Karte EUR 0,25, Umschlag EUR 0,18) angeboten. Hätte da gerne vorratsmäßig beim „Ukrainischen Traum“ für meine Bedarfspost zugeschlagen, war aber leider zu spät.

Dann wird nur das notwendigste an Adresse eingegeben. Knopf drücken, Kreditkartenfenster poppt auf, Daten eingeben. Fertig. Rechnung kommt per e-mail.

Transportgebühren sind USD 6,00 umgerechnet in UAH. Man hat die Möglichkeit zusätzlich einen Betrag zu spenden (für die Armee), man muss es aber nicht. Dann habe ich gewartet. Nun, diesmal war die Kreditkartenabrechnung umgehend sichtbar. Am 18.06. hatte ich bestellt, am 28.06. hat Ukrposhta die Sendung auf den Weg gebracht. Am 18.07. hat mein Postbote an meiner Tür geklingelt (kam als Einschreiben, A5-Umschlag.).

Leider war ich an dem Tag Arbeiten. An der Benachrichtigung konnte ich schon sehen. mein Staat will Geld von mir. EUR 17,48 Einfuhrabgaben und DHL EUR 6,00 Ausgabepauschale. Natürlich war die Sendung falsch tarifiert (im Zweifel gegen den Abgabepflichtigen), der Zoll hat 19% berechnet statt 7% für Briefmarken. Ist aber auch Ukrposhta Schuld, die haben das als „Mark’s shop products“ bezeichnet was übersetzt bedeutet „Produkte aus dem Shop einer Person, die Mark heißt“.

Jetzt wollte ich natürlich wissen, ob alles drin war, was ich bestellt hatte. Die Öffnungszeiten der Post waren auf der Benachrichtigung angegeben (bis 18h30 - leider zwingt mich die Struktur meiner Schlafstadt immer kilometerweit zu fahren, um mal zur „Hauptpost“ zu kommen). Hätte mich gefreut, die hätten es in meiner Agenturfiliale deponiert.

• Am Tag 1 nach der Benachrichtigung konnte ich mir nicht freimachen
• Am Tag 2 wartete ich zwei Stunden auf einen Zug, der mich von Düsseldorf nach Hause bringen sollte, als er endlich kam, war die Post nicht mehr zu erreichen
• Am Tag 3 stand ich um 17h10 vor der Post, um festzustellen, dass die wegen Personalmangels die Öffnungszeiten (Überraschung!) auf 17h00 verkürzt haben. Habe furchtbare Verwünschungen ausgestoßen.
• Am Tag 4, mittlerweile zur Überzeugung gekommen, dass auf der Bestellung ein Fluch liegt, habe ich mir dann entschlossen mittags frei gemacht (sicher ist sicher). Bin bei Zeiten angekommen, habe mich in eine lange Schlange eingereiht und musste mit ansehen, wie eine Person vor mir sieben Einschreiben eigenhändig Rückschein mit Labeln freimachen ließ (für mich die pure Folter, was wäre da an Marken möglich gewesen - ist auch nicht modern, Freimachung am Schalter war ja vor 1840 üblich, aber alles kommt ja wieder).

Habe brav meine Abgaben gezahlt (mal gucken, ob ich noch die Rechnung ggü. der Zollverwaltung wieder aufmache) und die Beute nach Hause geschleppt (habe noch Glück gehabt, hinter mir standen nachher 20 Leute). Die Lieferung selbst war tadellos.

So, dann hätte ich dann meinen Beitrag für Juni erbracht, und die Spendenvignetten, pardon, die Briefmarken, kommen ins Album. Man kann auch direkt spenden, z.B. auf der website der Nationalbank, auch für humanitäre Zwecke, aber steuerlich absetzen kann man die in Deutschland wohl nicht. Habe erst angefangen mich in die Materie einzuarbeiten, sieht aber so aus, als ob nur Spenden an inländische anerkannte Institutionen akzeptiert werden.

Dabei habe ich auch ein paar Marken mit Buchstaben statt Nominale gekauft. Die „W“-Briefmarken (W wohl für world bzw. USD 1,00) sind jedenfalls indexiert, da kann die lokale Inflation machen, was sie will.

Und wenn Frieden ist, dann fahre ich da hin und werde die Marken benutzen und hoffentlich ein Glas auf die Freiheit trinken können.
 
Martin de Matin Am: 30.07.2022 15:10:30 Gelesen: 628# 91 @  
@ Bendix Gruenlich [#90]

"Das ist vielleicht gar nicht die Kriegshandlung alleine selbst, da erinnere ich mich eines Bismarck-Wortes (Fortführung von Politik mit anderen Mitteln)"

Dieser Spruch kommt eher von Clausewitz siehe Wikipedia.

„Der Krieg ist eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln.“

– Clausewitz: Vom Kriege, Buch I, Kapitel 1, Abschnitt 24

Gruss
Martin

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Carl_von_Clausewitz
 
Bendix Gruenlich Am: 30.07.2022 15:50:49 Gelesen: 614# 92 @  
....also, links: richtig / rechts: falsch....

...oder sollte Bismarck etwa Clausewitz zitiert haben...



Schön, dass man immer etwas Passendes in der Sammlung findet.
 
filunski Am: 03.08.2022 12:56:53 Gelesen: 451# 93 @  
@ filunski [#89]

Weitere Solidaritätsausgaben aus dem Baltikum

Hallo zusammen,

außer der Marke mit der Bayraktar Drohne gab es insbesondere aus dem Baltikum, wo die Bedrohung durch den russischen Nachbarn sehr stark empfunden wird, bereits vorher schon weitere Marken- und Blockausgaben zur Unterstützung der Ukraine.

Friedhelm Doell, der Webmaster der ArGe Baltikum e.V. sandte uns dazu weitere Informationen, dafür herzlichen Dank an dieser Stelle.

Auf der folgenden Abbildung sehen wir drei dieser Ausgaben aus Estland, Lettland und Litauen.



Links aus Estland "Слава Україне" - Slava Ukrayine = Ehre der Ukraine
Mitte aus Lettland Blockausgabe "Слава Україне" - Slava Ukrainai!
Rechts aus Litauen Spendenmarke zugunsten der Organisation Blau und Gelb

Die Organisation „Mėlyna ir Geltona“, Blue/Yellow oder Blau/Gelb (die Ukrainischen Nationalfarben die für den strahlend blauen Himmel über den goldgelben Weizenfeldern stehen) ist eine Nichtregierungsorganisation (NGO), die seit 2014 "den bewaffneten Widerstand der Ukraine gegen die russische Aggression" unterstützt (in ihren eigenen Worten). Sie versorgt ukrainische Soldaten und Freiwillige mit Ausrüstungsgegenständen, bei denen es sich zwar nicht um Waffen handelt, die aber eindeutig im Kampf eingesetzt und dort benötigt werden. Die Organisation hat ukrainische Auszeichnungen und liefert gepanzerte Westen, Helme, Fahrzeuge, Optiken, Nachtsichtgeräte, Drohnen, Bekleidung und Medizin.

Viele Grüße,
Peter
 
DL8AAM Am: 05.08.2022 19:20:50 Gelesen: 325# 94 @  
Passt nicht ganz in das Thema (vielleicht müsste man diesen Topic mal entsprechend "bereinigen", sorry), trotzdem vielleicht kleine eine interessant Randnotiz:

Der Logistikkonzern Deutsche Post wird sein nationales Geschäft in Russland nicht fortführen

(Die) Deutsche Post stellt (ihr) nationales Geschäft in Russland ein. (...) Die nun getroffene Entscheidung bezieht sich zunächst (nur) auf das nationale Geschäft in Russland, also Sendungen (...) innerhalb des Landes. (...) Im Im- und Exportgeschäft bestünden (hingegen) noch vertragliche Verpflichtungen (...)
[1].

Beste Grüße
Thomas

[1] https://www.ad-hoc-news.de/boerse/news/ueberblick/bonn-der-logistikkonzern-deutsche-post-wird-sein-nationales-geschaeft-in/62916505
 
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