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Thema: Extreme Postlaufzeiten - immer schön langsam
Das Thema hat 97 Beiträge:
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Pete Am: 19.11.2012 19:17:58 Gelesen: 43050# 48 @  
@ dietrich [#47]

Dein Beleg von MaxiMail aus Darmstadt passt wunderbar in das nachfolgende Thema:

"Thema: Moderne Privatpost (Deutschland): Weiterleitungen ins Ausland": http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=4476&CP=0&F=1

Bitte dort unbedingt zeigen. :-)

Gruß
Pete
 
T-M 123 Am: 19.11.2012 21:36:38 Gelesen: 43033# 49 @  
@ dietrich [#47]

Der Brief ist anscheinend in Deutschland bei einer Privatpost aufgegeben worden und dann auf dem Weg nach Brasilien zwei mal "remailt" worden, einmal in Frankreich (roter Aufdruck) und dann einmal in Brasilien (Label). Leider beide undatiert, wäre schon interessant zu wissen, wann er es bis wo geschafft hat.

Gruß
Tim
 
mausbach1 Am: 20.11.2012 08:47:35 Gelesen: 43005# 50 @  
@ dietrich [#47]

Ich habe regelmäßig postalische Verbindung mit Venezuela (Caracas), hier betragen die Laufzeiten zwischen acht und zehn Tagen - da kann man m.E. nicht meckern.

Gruß
Claus
 
Rore Am: 21.11.2012 00:53:41 Gelesen: 42970# 51 @  
@ mausbach1 [#50]

Habe einen Brief aus Australien NSW erhalten abgestempelt am 15.11., Ankunft am 19.11. - gerade mal 4 Tage.

Gruß
Rore
 
Mondorff Am: 24.11.2012 01:07:22 Gelesen: 42863# 52 @  
"Liebe Pauline und Theresa, wir sind gut angekommen, ...": Mit diesen Worten beginnt eine Postkarte, die am 4. Juli 1943 im US-Bundesstaat Illinois losgeschickt wurde. Knapp sieben Jahrzehnte später hat sie nun ihr Ziel erreicht.

aus SPIEGEL-online vom 23.11.2012

69 Jahre! Kann denn das noch jemand toppen?

DiDi


 
filunski Am: 04.12.2012 14:28:30 Gelesen: 42652# 53 @  
Hallo zusammen,

heute bei mir im Briefkasten, Post vom Südpol:



Laufzeit gemäß US Feldpost-Duplexstempel der US Luftwaffe vom 11.11.2012 also gute drei Wochen. Immerhin Südpol - Süddeutschland in drei Wochen, kann man wohl nicht meckern.

Aber dann noch ein Blick auf das Datum des Cachet Stempels auch von dort.

Danach dürfte der Brief noch gar nicht hier sein! Oder hat er sich jetzt selbst überholt? :-)

Gruß,
Peter
 
Holzinger Am: 04.12.2012 15:04:26 Gelesen: 42643# 54 @  
@ filunski [#53]

Da eine Fehlstellung des Datums bei Tag und Monat wohl unwahrscheinlich ist, habe ich folgende Vermutung - insbesondere unter Beachtung der etwas "unüblichen" Postadresse:

Im Hinblick auf die zu erwartende (größere Menge) an Weihnachtspost, sind Umschläge vor frankiert und mit Cachet versehen worden. Deiner wurde "vorfristig" genutzt. Schön ist auch die einzelne "Schneeflocke" auf der rechten EXPO-Marke :-).
 
filunski Am: 04.12.2012 16:08:46 Gelesen: 42636# 55 @  
@ Holzinger [#54]

Hallo Wolfgang,

ja, eine Fehleinstellung beim Datum schließe ich eigentlich auch aus. Vielleicht haben die dort ja tatsächlich den Cachetstempel wegen der zu erwartenden Weihnachtspost schon "vorgestellt". Den vorfrankierten Umschlag kann ich ausschließen. Ich hatte diesen (Rück-)Umschlag bereits fertig frankiert (ohne die mir unbekannte "Südpol Marke" links unten) an den zuständigen Postmaster geschickt.

Grüße,
Peter
 
Klaus K. Am: 18.07.2013 22:54:20 Gelesen: 39422# 56 @  
Ich warte schon einige Tage auf ein Einwurf-Einschreiben, welches mir ein Sammlerfreund aus Düsseldorf am 12.07. zugeschickt haben will. Auf meine Bitte sandte er mir per Mail die Sendungsnummer vom Einlieferungsschein. Ich machte eine Sendungsverfolgung und musste lesen: Die Sendung wurde am 12.07.2013 eingeliefert (Postfiliale Münsterstr. 96, 40476 Düsseldorf). Von einer Beförderung des Briefes stand nichts da. Das kann doch nicht normal sein, oder?
 
rostigeschiene Am: 03.09.2013 08:43:12 Gelesen: 38771# 57 @  
Bei meinem letzten Flohmarktbesuch habe ich diesen Beleg, für ein paar Cent, mitgenommen. Auf den ersten Blick keine große Besonderheit. Der Brief war mit zehn Pfennig tarifrichtig freigemacht, der Stempel aus Magdeburg nicht sauber abgeschlagen, doch der Abschlag aus Luxemburg gefiel mir.



Erst zu Hause fiel mir auf, dass der Brief eine ungewöhnlich lange Zeit brauchte, um seinen Empfänger zu erreichen.

In Magdeburg am 4.9.09 zu Beförderung aufgegeben kam der Brief am 5.9.09 in Luxemburg am Bahnhof an. Diese Beförderungszeit war auch vor über einhundert Jahren nicht ungewöhnlich. Doch aus mir unbekannten Gründen wurde dieses Poststück erst neun Tage nach seiner Ankunft am Bahnhof in Luxemburg weiter befördert, wie die zwei Stempel aus Hollerich bezeugen.

Hat jemand eine Idee warum der Brief verzögert weitergeleitet wurde?

Viele Grüße
Werner
 
bignell Am: 03.09.2013 18:47:05 Gelesen: 38726# 58 @  
@ rostigeschiene [#57]

Hallo Werner,

nur ins blaue geraten: Vielleicht hatte der Postbeamte in Hollerich sein Stempeldatum falsch eingestellt.

Lg, harald
 
rostigeschiene Am: 03.09.2013 19:53:18 Gelesen: 38708# 59 @  
@ bignell [#58]

Hallo Harald,

das wäre wohl eine Erklärung. Doch wenn Du genau hinschaust, wirst Du erkennen, dass die zwei Stempel aus Hollerich unterschiedliche Uhrzeiten dokumentieren und aus diesem Grund kann ich an eine fehlerhafte Einstellung nicht glauben.

Werner
 
bignell Am: 03.09.2013 19:58:07 Gelesen: 38704# 60 @  
@ rostigeschiene [#59]

Ja das habe ich gesehen. Ich dachte nur, er wollte von (0)4 auf (0)5 umstellen, und hat statt dem Tag den Zehner erwischt, und es ist ihm den ganzen Tag lang nicht aufgefallen.
 
rostigeschiene Am: 03.09.2013 22:21:41 Gelesen: 38677# 61 @  
@ bignell [#60]

Dann stellt sich mir die Frage, warum wurde der Brief zweimal, zu unterschiedlichen Uhrzeiten, in Hollerich gestempelt?

Ein ratloser Werner
 
Mondorff Am: 03.09.2013 22:51:43 Gelesen: 38670# 62 @  
@ rostigeschiene [#57]

Salut Werner,

vielleicht ist dies die Auflösung:

a) Ankunft in LUXEMBOURG-GARE-HOLLERICH am 4.9.09 7-8 M. = matin (morgens/vormittags) – Stempelirrtum 14.9.09, falsche Destination, weil der Boulevard de la Petrusse nicht zum Verteilamt Luxembourg-Hollerich sondern zu Luxembourg-Gare gehört(e).

Wie es Vorschrift war, wurde der Ankunftstempel bei Briefen rückseitig angebracht

b) weitergeleitet von LUXEMBOURG-GARE-HOLLERICH am 4.9.09 8-9 M. = matin (morgens/vormittags), immer noch mit falscher Tages-Einstellung, aber auf der Vorderseite angebracht, nach LUXEMBOURG-GARE

c) Ankunftstempel LUXEMBOURG-GARE vom 5.9.09 3-4 S. = soir (abends/nachmittags).

Sicher wurde der Brief am Tag darauf zugestellt. Der 5.9.1909 war ein Sonntag.

Ein gern behilflicher DiDi
 
rostigeschiene Am: 04.09.2013 13:40:02 Gelesen: 38629# 63 @  
@ Mondorff [#62]

Hallo DiDi,

vielen Dank für Deine Erklärung, sie lässt sich zu 100% nachvollziehen.

Ich bin davon ausgegangen das die Post am Hauptbahnhof ankommt und danach in die Vororte weiter gesendet wird. Verwirrend war für mich auch die Tatsache das der Bahnhof Hollerich quasi nur ein Steinwurf weit vom Hauptbahnhof entfernt ist.

Nochmals vielen Dank
Werner
 
Baber Am: 08.05.2014 14:54:27 Gelesen: 36317# 64 @  
Diesen eingeschriebenen Luftpostbrief aus Pakistan habe ich heute am 8.5.2014 erhalten. Er wurde am 20.3.2014 abgestempelt. Mit dem Segelschiff wäre es wohl auch nicht langsamer gewesen.



Gruß
Baber
 
pumuckl Am: 08.05.2014 14:56:27 Gelesen: 36315# 65 @  
Ach, das lässt sich aber toppen. :)

z.B. China oder Russland. Da ist 2 Monate Standard, aber kann auch mal 4 Monate dauern. :/

VG
Pumuckl
 
Baber Am: 08.05.2014 16:07:37 Gelesen: 36294# 66 @  
@ pumuckl [#65]

Von uns nach China oder Russland geht es aber schnell. Über Ebay habe ich schon mehrmals dahin verkauft und nach 2-3 Wochen habe ich die Bewertung erhalten, d.h. er hat das Los bekommen.

Gruß
Baber
 
Francysk Skaryna Am: 08.05.2014 16:19:47 Gelesen: 36290# 67 @  
@ Baber [#66]

Moin,

das hängt aber auch sehr mit den beteiligten Austauschpostämtern und dem dortigen Zoll zusammen. Frankfurt passieren meine Briefe Richtung Deutschland schon mal innerhalb von zwei, drei Tagen - aber auch zwei Wochen sind nichts ungewöhnliches.

Die Sendungsverfolgung der Белпочта / Belpotschta ist da sehr auskunftsfreudig und vermerkt auch Ein- und Ausgang beim zuständigen Austauschpostamt. Daran lassen sich solche Zeitangaben gut nachhalten.

Gruss
 
filunski Am: 08.05.2014 18:16:56 Gelesen: 36262# 68 @  
@ Baber [#64]

Hallo Baber,

ein eingeschriebener Luftpostbrief aus Pakistan! Oh ha, dies in unseren jetzigen Zeiten. Deiner war da schon ganz schön schnell. Bedenke einmal wer da noch alles mitliest und diesen Brief "scannt". Je nach Absender, erst mal der Pakistanische Geheimdienst, dann NSA/CIA, je nachdem wie oft Du solche Briefe schon erhalten hast/erhältst und wer oder was Du bist, unser "lieber BND", und wenn die alle fertig sind natürlich auch noch der schon erwähnte Zoll.

Das klingt jetzt vielleicht alles ein wenig scherzhaft und nicht ganz ernst. Ob es tatsächlich solch ein Scherz ist, darüber kann sich jeder selbst seine Gedanken machen.

Meine Erfahrung dazu gibt mir durchaus Anlass zum Grübeln. Ich hatte selbst mal längere Zeit einen Tauschpartner in Pakistan. Dieser war ein höherer, pensionierter Stabsoffizier der Pakistanischen Armee und auch ich selbst stand lange im Dienste einer Organisation unseres Staates. Wir stellten vor ein paar Jahren unseren Briefaustauch ein, da dieser in beide Richtungen zu unzuverlässig war. Briefe aus Pakistan, nur Einschreiben, dauerten zwischen 4 Wochen und zwei Monaten, Briefe nach Pakistan brauchten auch meist 3-4 Wochen, und nicht eingeschriebene Briefe kamen in der Regel überhaupt nie an. Ich bin durchaus kein Freund von Verschwörungstheorien, aber bei solchen Erfahrungen wird man schon mal stutzig.

Beste Grüße,
Peter
 
drmoeller_neuss Am: 09.05.2014 12:04:25 Gelesen: 36201# 69 @  
Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, sondern möchte einmal praktische Aspekte diskutieren:

Auf dem Einschreibebrief wurden 53 pakistanische Rupien verklebt, das entspricht etwa 38 Eurocent. Nun sind die Lebenshaltungskosten in Pakistan sehr niedrig, und ich schätze, dass das Porto einem Drittel des Durchschnitt-Tageslohn in Pakistan entspricht.

Die staatliche pakistanische Post ist wahrscheinlich hoch subventioniert, muss aber für Auslandssendungen die internationalen Tarife bezahlen. Dann wartet man auf der Post eben, bis der Postsack voll ist, damit sich der Verlust in Grenzen hält. Nun beginnt der Teufelskreis: Alle Leute, die sich das leisten können, oder Geschäftsleute, die auf einen schnellen und sicheren Transport von Poststücken angewiesen sind, greifen auf private Dienstleistler zurück, mit der Folge, dass für die staatliche Post vom Kuchen immer weniger übrig bleibt.

Ich kann nur aus eigener Erfahrung von ähnlichen Ländern berichten: Indien hat eine Postamtsdichte, von der wir in Deutschland nur träumen können. Neben ein paar Briefen, für die wenigen Leute, die schreiben können, hat die Post die Aufgabe, z.B. Renten auszuzahlen. Das Briefporto ist subventioniert und beträgt seit Jahren 5 Rupien (etwa 7 Eurocent) für den Inlandsbrief. Investitionen in moderne Technik sind damit nicht möglich. Immerhin sind die Postschalter in Indien mit Computern ausgestattet. Eine Stempelmaschine gibt es bis heute nicht in Bangalore, es wird alles mit Hand gestempelt und sortiert.

Anderes Beispiel: Inlandsbrief in den Philippinen von Manila bis nach Lipa, knapp 100 km, Laufzeit 16 Tage. Mit öffentlichen Verkehrsmittel schafft man die Strecke in zwei bis drei Stunden, es kann also nicht an der Infrastruktur liegen.
 
Baber Am: 09.05.2014 15:20:43 Gelesen: 36167# 70 @  
@ drmoeller_neuss [#69]

Auf dem Einschreibebrief wurden 53 pakistanische Rupien verklebt,

Das ist nicht die ganze Miete, auf der Rückseite kleben noch zusätzlich 97 Rupien. Mir ging es ja auch nur um die Laufzeit und die wollte ich mit dem Poststempel dokumentieren.

Gruß
Baber
 
Baber Am: 15.11.2017 14:11:43 Gelesen: 20145# 71 @  
Wieder ein neuer Rekord

Am 13.9.2017 habe ich an meinen Tauschpartner in Algier, immerhin die Hauptstadt von Algerien und weniger als 3 Stunden Flugzeit entfernt, eine Tauschsendung als Luftpost-Einschreiben aufgegeben. Nach 2 Monaten, am 13. November ist die Sendung bei ihm wohlbehalten angekommen.

Gruß
Bernd
 
18609 Am: 15.11.2017 14:50:04 Gelesen: 20128# 72 @  
@ Baber [#71]

Was soll uns das sagen, wer ist schuld ?
 

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