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Thema: Schweiz Dauerserie Sitzende Helvetia
Das Thema hat 640 Beiträge:
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briefmarkenwirbler24 Am: 21.09.2018 12:57:08 Gelesen: 72989# 516 @  
Guten Tag allerseits,

ich möchte diesen Thread mal wieder etwas aufleben lassen, indem ich euch einen hübschen Brief vorstellen werde.

Aufgegeben am 03.09.1879 um 16 Uhr in Genf und adressiert nach Basel, der Inhalt lässt darauf schließen, dass es sich um etwas Geschäftliches gehandelt haben muss.

Laut der Tarifperiode vom 01.09.1876 bis zum 01.11.1884 handelt es sich hier um einen ganz gewöhnlichen Brief im Fernverkehr bis 15 gr, wie es ihn zu Tausenden geben wird.

Warum ich mir den Beleg jedoch gekauft habe, ist wegen seines Stempels. Es handelt sich hier um den sog. "Genfer Sackstempel" (oder auch Bartstempel genannt), der unter den Schweiz-Sammlern sehr bekannt und auch beliebt ist.



Man unterscheidet im Groben zwischen zwei Typen:

Der erste ist der Sackstempel mit "PD im Sack":

"Diese Stempel von Genf gab es von 1871-1888. Der Hersteller, die Firma J.-J.Güller aus Hüttikon, fertigte diese Stempel in 3 Schritten, wobei zum Schluss 6 verschiede Stempel herauskamen, aber nur 4 (1a,2a,3a,5a) wirklich gebraucht wurden."



- Februar 1871 Zwei mit LET.EXP und einem breiten Sack 1a, 2a
- Oktober 1873 einer mit EXP.LET und mittlerem Sack 3a
- März 1875 drei mit EXP.LET und schmalem Sack 4a, 5a, 6a

Die zweite Form des Sackstempels ist mit "leerem Sack":

"Am 1. Juli 1875 tritt die neue Übereinkunft des allgemeinen Postvereins (des zukünftigen Weltpostvereins) in Kraft. Da Frankreich dieses Abkommen seit dem 1. Januar 1876 übernahm, wurde die Bezeichnung PD für bis zum Bestimmungsort bezahlte Briefschaften hinfällig. Die Post von Genf liess daher die Buchstaben PD im Stempelsack ihrer sechs Stempel ausritzen, um sie dann zur weiteren Benützung der zentralen Postsortierstelle als Abgangs- oder Transitstempel zu übergeben."



Bei meinem Brief dürfte es sich um Typ 4 des Sackstempels mit "leerem Sack" handeln.

Die Sackstempel [1] mit PD waren vom Februar 1871 bis zum 1.Januar 1876 in Gebrauch , während die Sackstempel ohne PD vom 01.07.1875 bis ca. 1888 im Gebrauch waren.

Allgemein kann man sagen, dass der Sackstempel mit PD erheblich seltener ist, als sein "Bruder", dennoch sind Belege mit einem solchen Stempeln immer wieder schön zu Betrachten.

Ich habe die Bleistiftnotierungen mal bewusst stehen lassen, vielleicht kann mir jemand sagen, um welche PF es sich hier angeblich handeln soll, weil ich konnte keine finden.

Der Brief war übrigens in einem großen Lot, also genaueres Hingucken lohnt sich oftmals. :D

Liebe Grüße

Kevin

[1] http://www.philaworld.ch/index.php/Sackstempel
 
SH-Sammler Am: 21.09.2018 15:46:55 Gelesen: 72954# 517 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#516]

Hallo Kevin,

im Zumstein Spezialkatalog sind die Plattenfehler folgendermassen aufgeführt:

Pf. 38.2.09, gespaltene Randlinien in versch. Stadien, L und R = linker Rand / rechter Rand
Pf. 38.2.10, senkrechte farblose Linien

Da die Auflösung Deines Scans zu klein ist, kann ich die 2 Plattenfehler nicht sehen.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 22.09.2018 11:09:01 Gelesen: 72821# 518 @  
@ SH-Sammler [#517]

Hallo Hanspeter,

hier ist nochmal ein besserer Scan der Marke.

Ich sehe hier keine Plattenfehler.

Liebe Grüße

Kevin


 
SH-Sammler Am: 22.09.2018 12:32:09 Gelesen: 72800# 519 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#518]

Hallo Kevin,

ich sehe die gespaltenen Randlinien links und rechts.

Anderseits habe ich nur wiedergegeben, was unten auf dem Umschlag steht: Pf. 9 und Pf. 10. Allerdings finde ich auf Deinem zweiten Scan auch keine senkrechte farblose Linie. Vielleicht hat der Vorbesitzer aus jedem Fliegenschiss einen Plattenfehler gemacht, Wunschdenken vielleicht.

Gruss
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 22.09.2018 14:00:11 Gelesen: 72789# 520 @  
@ SH-Sammler [#519]

Hallo Hanspeter,

die gespaltenen Randlinien reichen für mich jedoch nicht wirklich aus, um es tatsächlich als Plattenfehler zu bezeichnen und genauso wie Du, erkenne ich auch keine senkrechten farblosen Linien.

Nun ja, es soll Sammler geben, die sich selbst glücklich machen, indem sie jede noch so kleine Unregelmäßgkeit, die nun mal beim Druck passieren, als Plattenfehler kategorisieren.

Liebe Grüße

Kevin
 
briefmarkenwirbler24 Am: 28.09.2018 13:56:38 Gelesen: 71690# 521 @  
Hallo zusammen,

als Beifang bei einem Lot, möchte ich euch nur ganz kurz folgenden Brief vorstellen:

Aufgegeben am 11.06.1881 um 8 Uhr in Luzern und adressiert nach Roggliswyl (ca. 35 km Luftlinie).

Verklebt wurden richtigerweise 30 Rappen, 10 Rappen für einen einfachen Brief im Fernverkehr und 20 Rappen für die Einschreibe-Gebühr.

Kann mir jemand noch etwas zu dem lila Stempel "Generalagentur Helvetia Luzern" sagen?

Handelt es sich hier um irgendeinen Vereinsstempel oder dergleichen?

Liebe Grüße

Kevin


 
SH-Sammler Am: 28.09.2018 14:10:59 Gelesen: 71687# 522 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#521]

Hallo Kevin,

bei der Generalagentur Helvetia handelt es sich um eine Versicherungsgesellschaft. Sie existiert heute noch und rühmt sich für 150 Jahre gute Dienstleistungen.

Siehe auch Google, dort wirst Du fündig.

Gruss
Hanspeter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 28.09.2018 14:11:25 Gelesen: 71687# 523 @  
Hallo zusammen,

es geht weiter mit dem nächsten Beleg.

Aufgegeben wurde die Postkarte am 05.01.1881 in Bern und man adressierte diese nach Delemont (Delsberg).

Hier gilt der Tarif für Postkarten im Inland gültig ab dem 01.10.1870, nach dem in der gesamten Schweiz 5 Rappen ausreichend gewesen sind. Nun wurde diese hier allerdings mit 20 Rappen auffrankiert. Des Rätsels Lösung liegt am Vermerk "Remboursement 20 Franken" in der rechten oberen Ecke, französisch für "Nachnahme". Wie es ja bereits mehrfach angeführt wurde, wurde bei Nachnahmen im "10 Franken" Schritt immmer 1% Provision von der Post berechnet, dabei war laut dem Tarif vom 01.08.1862 bis zum 01.11.1884 der Höchstbetrag 50 Franken und es mussten immer mindestens 10 Rappen für die Nachnahmegebühr erhoben werden. In diesem Fall frankierte der Absender 20 Rappen richtigerweise für die Nachnahme von 20 Franken, sodass ein Gesamtfranko von 25 Rappen verklebt werden musste.

An die Stempelspezialisten (Heinz), zu welcher Gruppe gehört der hier verwendete Kastenstempel von Bern und wie häufig wurde dieser verwendet?

Liebe Grüße

Kevin


 
briefmarkenwirbler24 Am: 28.09.2018 14:14:44 Gelesen: 71682# 524 @  
@ SH-Sammler [#522]

Hallo Hanspeter,

danke für die Info, hätte ich selbst drauf kommen können/müssen. :D

Liebe Grüße

Kevin
 
SH-Sammler Am: 28.09.2018 14:39:35 Gelesen: 71676# 525 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#523]

Hallo,

dieser Stempel gehört zur Gruppe 98 (Stabile Postämter). Er wurde ab 1875 eingesetzt und kommt häufig vor.

Gruss
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 28.09.2018 14:56:54 Gelesen: 71667# 526 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#524]

Hallo Kevin,

ich möchte nicht nur schreiben, sondern auch noch etwas zeigen.



SCHAFFHAUSEN, 3. Mai 1866 nach Berg bei Stuttgart, im Königreich Württemberg. Der Stempel Schaffhausen gehört in die Stempelgruppe 115.

Taxe: 1. Schweizer Rayon = 10 Rp. plus 2. Rayon im DÖPV = 20 Rp. plus 20 Rp. Einschreibezuschlag. Das Weiterfranko für Stuttgart beträgt 6 Kreuzer = 20 Rappen.

Gruss

SH-Sammler
Hanspeter
 
bayern klassisch Am: 28.09.2018 16:09:03 Gelesen: 71661# 527 @  
@ SH-Sammler [#526]

Hallo Hanspeter,

ein feiner Brief, aber wenn man die Rückseite nicht sehen kann, kann man nicht bestätigen, dass Württemberg das Weiterfranko von 6 Kreuzern erhalten hat.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 28.09.2018 16:41:41 Gelesen: 71658# 528 @  
@ bayern klassisch [#527]

Hallo Ralph,

ich habe den Brief nicht bei mir und kann die Rückseite nicht zeigen, bin momentan noch in Asien. Im November halte ich ihn dann wieder in den Händen. Und Ende November stelle ich ihn (und meine Schaffhauser Sammlung) am Tag der Briefmarke in Allschwil (bei Basel) aus.

Gruss

Hanspeter
 
bayern klassisch Am: 28.09.2018 16:46:28 Gelesen: 71657# 529 @  
@ SH-Sammler [#528]

Hallo Hanspeter,

dann wünsche ich dir eine schöne Zeit dort!

Ich werde leider nicht in der zeitlichen Lage sein, diese Ausstellung und damit deine Sammlung zu besuchen, wünsche dir aber schon jetzt auf diesem Wege alles Gute und viele Punkte von den Junioren.

Bei derlei Briefen bietet es sich sehr an, gerade als Aussteller mit postgeschichtlichem "Background", die Siegelseite zu zeigen, weil ohne diese das Verständnis für das Poststück und die damit einhergehenden Postverträge und Porti leiden muss.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Heinz 7 Am: 03.10.2018 21:58:08 Gelesen: 71083# 530 @  
@ SH-Sammler [#528]

Lieber Hanspeter,

ich werde sehr gerne Deine Sammlung studieren, die Du in Allschwil ausstellen wirst. Wie finde ich die Sammlung?

Anbei zeige ich eine schöne Drucksache von 1876, frankiert mit einer Zumstein Nr. 37. Alles ist sehr schön, auch der beliebte kleine Stempel von Ottenbach.



Auch der Inhalt der Drucksache ist interessant; es ist eine Verlobungsanzeige.



Liebe Grüsse
Heinz
 
bayern klassisch Am: 03.10.2018 22:05:32 Gelesen: 71079# 531 @  
@ Heinz 7 [#530]

Wundervolles Stück, Heinz, es muss nicht immer eine 5 - Farben - Frankatur nach Singapur sein, die uns Postgeschichtlern große Freude bereitet.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
SH-Sammler Am: 05.10.2018 13:27:14 Gelesen: 71049# 532 @  
@ Heinz 7 [#530]

Hallo Heinz,

ich freue mich, Dich in Allschwil zu treffen. Ich denke sogar, dass wir uns schon mal begegnet sind. Dies jedoch, ohne zu wissen, dass wir bei philaseiten aktiv sind.

Du findest mein Exponat "Postgeschichte Schaffhausen" in der Gruppe "Postgeschichte". Es sollte das Exponat Nr. 9 sein. Es ist ein Auszug von 5 Rahmen aus meiner Sammlung, welche ich hier bei "virtuelles Album" eingestellt habe.

Liebe Grüsse

Hanspeter
 
philaworld Am: 15.12.2018 01:10:58 Gelesen: 56375# 533 @  
Schweiz nach Jerusalem: 1879 25 Rp. UPU Tarif für Brief, einfaches Gewicht von Basel 3. Februar 1879 über Genf, über den Hafen Brindisi, mit der Reederei nach Ägypten und weiter nach Jerusalem.

Tarif der Weltpostunion der 1.7.1879. 25 Rp. Für ausländische Post.



Lieber Gruss
Rene
 
quinte Am: 15.12.2018 22:56:01 Gelesen: 56354# 534 @  
@ philaworld [#533]

Belege echt gelaufen - ist immer eine interessante Sache - insbesondere dann, wenn die Adresse im Nachhinein geschichtlich etwas aussagt:

Jerusalem 1879 in -> SYRIEN ?

Ich fand dazu im Netz leider keine Erklärung - vielleicht gibt es hier eine - ich würde mich quintisch freuen.
 
volkimal Am: 16.12.2018 10:20:48 Gelesen: 56341# 535 @  
@ quinte [#534]

Hallo Quinte,

damit Du dich quintisch freuen kannst eine kleine Erklärung.



Quelle: Wikipedia - Osmanisches Reich

Wie Du an der Abbildung siehst, gehörte Jerusalem 1878 zum Osmanischen Reich. Im Meyers Konservationslexikon von 1879 heißt es zu dem Begriff Syrien: "Heute versteht man darunter alles Land zwischen dem Euphrat und der arabischen Wüste im Osten und dem Mittelmeer im Westen, dem Tauros im Norden und der Grenze Ägyptens im Süden (türk. Süria)".

Viele Grüße
Volkmar
 
quinte Am: 16.12.2018 12:16:04 Gelesen: 56331# 536 @  
@ volkimal [#535]

Somit wurde das Rätsel am Sonntag - also ein inoffizielles Sonntagsrätsel - gelöst.

Gelöst ist nun noch nicht die Frage, warum dieser Beleg erscheint unter "Thema: Israel: Belege echt gelaufen", zumal es ja auch das "Thema: Syrien: Echt gelaufene Belege" gibt?

Danke jedenfalls für die Karte, die eine Geschichtslücke sicherlich nicht nur für mich hat schließen können.
 
StefanM Am: 17.12.2018 08:01:20 Gelesen: 56317# 537 @  
@ quinte [#536]

Gelöst ist nun noch nicht die Frage, warum dieser Beleg erscheint unter "Thema: Israel: Belege echt gelaufen", zumal es ja auch das "Thema: Syrien: Echt gelaufene Belege" gibt!?

Nach der Definition der Themenreihe "Echt gelaufene Belege: Land XYZ" ist mit XYZ nicht das Zielland gemeint, sondern das Land, aus dem der Beleg versendet wurde. Insofern müsste der Beleg in einem Schweiz-Belegethema gepostet werden.

Stefan

[Beiträge [#533] bis [537] verschoben aus dem Thema "Israel: Belege echt gelaufen". Stefan hat recht - immer das Land, welches auf der Marke steht ist massgeblich für das Thema (mit ganz wenigen Ausnahmen)]
 
briefmarkenwirbler24 Am: 20.01.2019 10:55:01 Gelesen: 51283# 538 @  
Guten Morgen alle zusammen,

es wurden in diesem Thema bereits etliche Destinationen gezeigt, aber soweit ich weiß, war Belgien bisher noch nicht dabei, das soll sich nun ändern.

Aufgegeben wurde der Brief am 26.02.1875 um 9 Uhr in der Früh in Zürich und vom Absender adressiert nach Antwerpen in Belgien.

Siegelseitig lässt sich der Transitstempel von Basel (27.02.) erkennen, bevor er noch am gleichen Tag über Frankreich direkt nach Antwerpen weitergeleitet werden konnte und dort auch am 28.02. angekommen ist.

Hier gilt die Tarifperiode vom 01.07.1869 bis 30.06.1875, nach der einfache Briefe der 1.Gewichtsstufe mit 30 Rappen zu frankieren waren.

Die Destination Belgien ist verhältnismäßig selten (so wurde sie von Schäfer mit 8 von 13 Punkten bewertet, also genauso wie z.B. Brasilien), was natürlich nur als grober Richtwert dienen sollte. Da ich den Brief allerdings zum Preis einer großen Pizza plus kleinem Getränk bekommen konnte (wie Ralph immer so schön sagt :D), war der Beleg sicherlich nicht überbezahlt.

Liebe Grüße

Kevin


 
bayern klassisch Am: 20.01.2019 15:12:50 Gelesen: 51241# 539 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#538]

Hallo Kevin,

gut gekauft! Die Punktzahl von 8, also gleich Brasilien, ist natürlich ein Witz! Es gibt sicher 100 Briefe nach Belgien, ehe einer nach Brasilien auftaucht, da hat der Buchautor sich wohl ziemlich vergriffen.

Die Leitung erfolgte via Reichspost, die der Schweiz und Belgien die Versendung geschlossener Briefpakete zubilligte, was den Preis für das schreibende Publikum sehr wohlfeil machte.

Kurz darauf kam ja der UPU und dann war (fast) jeder Brief bei 25 Centimes, von Ausnahmen abgesehen (Russland usw.).

Liebe Grüsse,
Ralph (die Pizzaangabe ist wenigstens für jeden leicht nachvollziehbar!) :-)
 
briefmarkenwirbler24 Am: 20.01.2019 18:16:10 Gelesen: 51209# 540 @  
@ bayern klassisch [#539]

Hallo Ralph,

vielen Dank für deine Korrektur bzgl. der Leitung über das Reich, da war ich wohl in Gedanken bei der vorherigen Periode, wo zumindest die Leitung über Frankreich vor Gründung des Deutschen Reichs Usus gewesen ist.

Hinsichtlich der Bewertungstabelle von Schäfer sollte man erst mal anführen, dass die Punktzahl eigentlich erst bei 4 losgeht (Frankreich, Italien, USA) und sich immer auf die jeweiligen Ausgaben bezieht (in dem Fall Sitzende Helvetia vor UPU), setzt man das dann in Relation zur Punktzahl 13 (Unikat), erhält man bei Belgien ziemlich genau die Mitte, was ich auch durchaus als gerechtfertigt empfinde. Was Brasilien angeht, ich kann natürlich nicht genau sagen wie viele Briefe es dorthin in besagter Zeit gegeben hat, allerdings war ich auch erst einmal etwas erstaunt.

Um sämtliche Destinationen bewerten zu können, sollte man auch ein ziemlich großes Archiv haben, um diese auch gegeneinander aufwiegen zu können oder Vergleiche zu ziehen. Ob das bei diesem Autor der Fall gewesen ist, kann ich nicht beantworten. Aber wir beide haben ja einen Sammlerfreund, der sicherlich genug Material hat oder gesehen hat, um solche Aussagen mit Gewissheit treffen zu können. :D

Liebe Grüße

Kevin
 

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