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Thema: Ganzsachen bestimmen: Schweiz
LOGO58 Am: 31.08.2010 20:08:19 Gelesen: 29078# 1 @  
Schweiz: Belege - wer kann helfen ?

Liebe Forumsmitglieder,

wer kann mir etwas zu den dargestellten Belegen sagen?

1) Drucksache. Ich halte es für ein Streifband. Der Stempelabdruck datiert aus dem Jahre 1892. Aber mehr?



2) Die Postkarte zeigt im Bildteil einen Blick auf den Mont-Blanc (nicht abgebildet).

Bei der Marke dürfte es sich um die MiNr. 172 (Pro Juventute - Wappen) aus dem Jahre 1921 handeln. Auf der Marke sind 2 Abdrücke "Geneve - Suisse" zu sehen. Der Beleg selbst ist offenbar postalisch nicht gelaufen. Bedeutung? Irgendein schlauer Mensch hat mit Bleistift unten rechts "5,-" vermerkt. Wie ist dieser Beleg einzuordnen?

Und dann die Gretchenfrage: Sind die Belege etwas wert?

Schon jetzt vielen Dank für die Mühe.

LOGO58


 
Phila_Tom Am: 31.08.2010 21:11:41 Gelesen: 29065# 2 @  
Streifband S12. Steht im Michel aus 2008 mit 1,80 € in gestempelter Erhaltung.

Gruß
Phila_Tom
 
Lars Boettger Am: 01.09.2010 11:01:11 Gelesen: 29038# 3 @  
@ LOGO58 [#4]

Der "Stempel" auf der Postkarte sieht nach Schreibmaschine aus. Könnte das sein? Dann müssten sich die Typen auf der Marke eingedrückt haben. Der Wert dürfte dann recht gering sein.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Gerd Am: 26.09.2010 22:40:59 Gelesen: 29093# 4 @  
Ganzsache Italien oder Schweiz ?

Wer kann Genaueres sagen?

Da auf diesem Beleg keine bestimmte Bezeichnung vorhanden ist, aber der Stempel eindeutig Schweiz ist, komme ich nicht klar. Der Beleg ist aber echt gelaufen. Daher für eine Machart auch nicht treffend.

Guten Abend
Gerd


 
reichswolf Am: 26.09.2010 22:55:28 Gelesen: 29089# 5 @  
Die Karte ist aus der Schweiz. Die Marke feiert das 25-jährige Jubiläum der UPU, ist von 1900 und hat die Michelnummer 71. Davon gibt es allerdings drei Varianten:

71I: gezähnt L11¾ : 11½
71II: gezähnt K11¾; Bindestrich zwischen 1875 & 1900 mit Ausläufern
71III: gezähnt K11¾; Bindestrich zwischen 1875 & 1900 ohne Ausläufer, Wertziffer schraffiert.

Beste Grüße,
Christoph
 
Christian Am: 26.09.2010 22:57:08 Gelesen: 29088# 6 @  
@ Gerd [#4]

Hallo Gerd,

es handelt sich um eine Schweizer Ganzsache mit Symbol des Weltpostvereins, 25jähriges Jubiläum, Ausgabe 1900 5PF grün, Michel Nr. P32, versandt von Kreuzlingen (CH) nach Berlin-Charlottenburg, mit 10 Centimes protogerecht als UPU-Auslandspostkarte frankiert.

Als Zusatzfrankatur wurde die dem Wertstempel gleiche Marke 5PF grün, Michel Nr. 71 verwendet.

Grüße

Christian
 
Gerd Am: 27.09.2010 14:21:12 Gelesen: 29066# 7 @  
Besten Dank Euch beiden.

Herzlichst, Gerd
 
Victoria8749 Am: 19.10.2014 13:28:20 Gelesen: 26839# 8 @  
Schweizer Marke bestimmen !

Grüße alle Sammlerfreunde und wünsche einen schönen Sonntag.

Wer kann mir beim bestimmen dieser Marke helfen? Schweizer Marke - oder eine Ganzsache?

Kann im Katalog nichts finden, mich wundert, das keine Nationalität und keine Wertbestimmung zu sehen ist.

Sicherlich könnt Ihr mir helfen!

Schon mal DANKE sage!

Gruß Volker


 
Pepe Am: 19.10.2014 20:25:14 Gelesen: 26796# 9 @  
@ Victoria8749 [#8]

Keine Briefmarke.

Ich denke es ist ein Ausschnitt aus einer Ganzsache, welche allerdings wegen sehr schlechter Erhaltung kaum noch sammelwürdig ist.

Nette Grüße
Pepe
 
Redfranko Am: 19.10.2014 22:16:57 Gelesen: 26765# 10 @  
@ Victoria8749 [#8]

Hallo Volker,

gemäß dem Michel "Ganzsachen-Katalog Europa bis 1960" gehörte Dein Ausschnitt mal zu einem Umschlag der Eidgenössischen Post mit der Nr. "U3". Es gibt dort noch weitere Unterteilungen gemäß eines eingepressten Kontrollzeichens auf dem Umschlag, aber das fehlt ja bei Deinem Exemplar.

Die 22 Sterne links und rechts stehen übrigens für die Anzahl der Kantone.

Gruß aus dem Norden,
Frank
 
Cantus Am: 20.10.2014 02:31:54 Gelesen: 26737# 11 @  
@ Victoria8749 [#8]

Hallo Volker,

das ist keine Ganzsache mehr, sondern ein nur sehr kleiner und dazu noch stark beschädigter Ausschnitt aus einer Ganzsache und mit Sicherheit nicht aufhebenswert. Die Ganzsache wäre der ganze Briefumschlag, nicht nur der kleine gezeigte Ausschnitt. Im Übrigen ist in der Bildmitte das Schweizer Kreuz zu sehen, auch das ist ein Bestimmungsmerkmal bei den ganz frühen Schweizer Postwertzeichen (auch unzerschnittene Ganzsachen sind Postwertzeichen).

Mein Scanner funktioniert gerade nicht, sonst würde ich dir einen passenden Umschlag zeigen, aber das wird noch nachgeholt.

Viele Grüße
Ingo
 
ziffer-freak Am: 20.10.2014 19:35:32 Gelesen: 26701# 12 @  
@ Victoria8749 [#8]
@ Cantus [#11]

Da kann ich euch auch aushelfen, Ingo:



In diesem Fall eine vollständige Ganzsache mit dem fraglichen Wertzeichen, und üppiger Zusatz-Frankatur.

Leider war es früher leider durchaus üblich, auch diese Wert-Eindrucke auszuschneiden und zu sammeln. Viele Vordruck-Alben Ende 19./Anfangs 20. Jh. enthielten dafür sogar eigens Vordrucke.

Lieber Gruss
Andy
 
Cantus Am: 20.10.2014 21:13:00 Gelesen: 26678# 13 @  
@ ziffer-freak [#12]

Hallo Andy,

besten Dank für deine Mithilfe. Eines will ich aber noch klarstellen. Es gibt keine vollständigen oder unvollständigen Ganzsachen, sondern nur einwandfreie oder beschädigte, und wenn etwas von einer Ganzsache fehlt (der ganze Umschlag ist die Ganzsache), dann handelt es sich eben um ein beschädigtes Exemplar. Ob man das dann sammelt, bleibt jedem selbst überlassen.

Natürlich ist es mir bekannt, dass vor rund hundert Jahren zum Teil die Unsitte herrschte, Ganzsachen zu zerschneiden und nur Teile davon aufzuheben (weil das eben auch weniger Platz beanspruchte), aber zum Glück hat dieser Unfug keine Nachfolger gefunden. Wie würden denn anders herum Briefmarkensammler reagieren, wenn man aus einer Briefmarke, vielleicht noch aus einer teureren, einen Teil des Bildmotivs herausschneiden und dann mit diesem Briefmarkenausschnitt nach seinem Wert fragen würde?

Nur komplette Ganzsachen sind Postwertzeichen und wenn jemand Postwertzeichen sammelt, sollte er auch stets darauf achten, dass diese Postwertzeichen unbeschädigt sind, seien es nun Ganzsachen oder Briefmarken.

Viele Grüße
Ingo
 
Rybnik Am: 09.11.2014 13:22:49 Gelesen: 26874# 14 @  
Schweiz Tellknabe

Wer kann mir sagen, was das ist? Ist das ein Probedruck?

Das Papier ist sehr dünn und der Druck sieht wie geprägt aus. Kann also kein Ganzsachenausschnitt sein oder?


 
volkimal Am: 09.11.2014 13:30:32 Gelesen: 26865# 15 @  
@ Rybnik [#14]

Hallo Rybnik,

es ist ein Ausschnitt aus einem Streifband von 1927 (Michel Nr. S 37).

Volkmar
 
Heinz 7 Am: 09.11.2014 20:54:50 Gelesen: 26831# 16 @  
@ Rybnik [#14]
@ volkimal [#15]

Hallo Rybnik

Volkmar hat bereits geantwortet. Streifbänder hatten oft dünne Papiere, so auch die Nummer 19 (anbei abgebildet) von 1905. Unter diesem Streifband wurde eine Drucksache geschickt von Knonau nach Mettmenstetten (rückseitig Ankunftsstempel vom selben Tage).



Solche Streifbänder sind nicht selten, aber man freut sich trotzdem, wenn man ein sauberes Exemplar findet. Kurz nach diesem gezeigten kamen neue Ganzsachen heraus, u.a. auch Dein gezeigtes Streifband mit dem Motiv "Tellknabe".

Interessant der Vermerk "6 Ct." unter dem Wertzeichen Deines Streifband-Ausschnittes. Offenbar kostete das Streifband 6 Rappen (oder "Centimes"), das heisst, für die "Dienstleistung", ein Streifband zu liefern, das nicht mehr frankiert werden musste (da die nötige Frankatur bereits eingedruckt war), verrechnete die Post einen Rappen extra. Ähnlich ging die Schweizer Post vor bei Markenheftchen, als die Nominale der gelieferten Marken oft auch etwas unter dem Verkaufspreis lag.

Dein Ausschnitt ist meines Wissens leider wertlos. Ganzsachen-Ausschnitte sind in der Regel ohne Wert, da sie nur als Ganzes ein Postwertzeichen darstellen. Es gibt ein paar Ausnahmen; diese können aber wichtig/teuer sein. Ich denke da vor allem an den Ganzsachenausschnitt vom Genfer Couvert Genf U 1, bei dem der Wertstempel als Freimarke verwendet werden durfte (1849); Michel Kat. Nr. GAA1.

Herzliche Grüsse aus der Schweiz - Heinz
 
10Parale Am: 12.12.2014 21:08:33 Gelesen: 26486# 17 @  
@ Heinz 7 [#16]

Noch ein Streifband 19 mit einem schönen Stempel von Basel aus dem Jahr 1908 und einem eher seltenen Abschlag vom Bahnhof Riehen.

Leider kann ich nicht lesen, wohin die Ganzsache gesendet wurde?

Viele Grüße

10Parale


 
jahlert Am: 12.12.2014 21:23:58 Gelesen: 26482# 18 @  
@ 10Parale [#17]

In Richtung Bern.
 
Fips002 Am: 12.12.2014 21:24:44 Gelesen: 26481# 19 @  
Hallo Parale,

das Streifband wurde nach Bern geschickt.

Gruß Dieter
 
10Parale Am: 12.12.2014 21:50:48 Gelesen: 26473# 20 @  
@ Christian [#6]

Zu dieser Ganzsache UPU-Jubiläum P32 aus dem Jahr 1900 noch diese Zugabe, gelaufen von Basel nach Schaffhausen am 12. Jun 1900 und wie es der Zufall will - wieder mein Lieblings-Stempel Riehen (Bahnhof).

Liebe Grüße

10Parale



Vielen Dank an Dieter und jahlert für die Hilfe.
 
10Parale Am: 28.02.2015 20:49:59 Gelesen: 26294# 21 @  
Hallo,

Schweizer Ganzsache (vermutlich P9 - habe keinen Katalog) von Romanshorn nach Lörrach an die Firma Köchlin & Baumgartner & Cie., abgeschlagen am 29.7.1878.

Gruß

10Parale


 
Baber Am: 28.02.2015 22:04:08 Gelesen: 26283# 22 @  
@ 10Parale [#21]

Hallo 10Parale,

es ist die P11, die P9 hat eine Umrandung, die ab der Ausgabe 1875 fehlt.

Gruß
Baber
 
Max78 Am: 02.07.2015 22:02:37 Gelesen: 25917# 23 @  
Hallo zusammen,

hier zeige ich einmal ein Streifband Schweiz S15. Soweit ich mich an ähnliche Belege erinnern kann, ist die hier unterbrochen Umrandung normalerweise nicht bei dem Wertstempel zu sehen. Kann mir einer von Euch Spezialisten sagen, ob es sich hier um eine Druckzufälligkeit handelt, oder eher um einen "Wertstempelfehler" oder ähnliches? Habe diesbezüglich absolut keine Antwort:



mit Dank im Voraus und Grüßen Max
 
remstal Am: 03.07.2015 09:47:20 Gelesen: 25886# 24 @  
@ Max78 [#23]

Ich halte das für eine Druckzufälligkeit (Verschmutzumg o.ä.).

herzlichen Gruß remstal
 
10Parale Am: 01.04.2016 21:38:20 Gelesen: 24824# 25 @  
@ LOGO58 [#1]

Sehr alte Schweizer Ganzsache, 5 Rappen, mittig leider bügig, von Wattwyl nach Basel vom Oktober 1870.

Ohne Punkt hinter iscritto.

Grüße

10Parale


 
Heinz 7 Am: 07.04.2016 22:50:48 Gelesen: 24768# 26 @  
@ 10Parale [#25]

Hallo 10 Parale,

es handelt sich hier wohl um die Postkarte Nr. 1 nach Zumstein Katalog "Ganzsachen". Nr. 1+2 wurden 1870 herausgegeben; Nr. 1 ist karmin, Nr. 2 ist ziegelrot.



Anbei eine gleiche Postkarte, die allerdings 7 Jahre später verwendet wurde, obwohl damals schon längst Postkarten mit neuem Wertstempel vorlagen.

Ich muss selbstkritisch festhalten, dass dieser Beleg schwere Mängel aufweist. Erstens wurde er wohl oben gekürzt (abgeschnitten) und im Adress-Teil hat die Karte zwei Löcher: Die schwarze Tinte hat das Papier angegriffen.

Die Karte wurde in Oberwyl aufgegeben und nach Aarau gesandt, an die bekannte Buchhandlung (und Verlag) Sauerländer, die schon über 200 Jahre besteht.

Die Karte misst nur 76 mm in der Höhe. Gemäss Katalog sollte sie sein: 82-85 mm. Also: Amputiert! Schade!

Freundliche Grüsse
Heinz
 
Cantus Am: 08.04.2016 01:33:07 Gelesen: 24760# 27 @  
Hallo zusammen,

da ihr euch hier mit alten Schweizer Ganzsachenpostkarten beschäftigt, will ich euch einen Beitrag zu Zumstein P 3 zeigen, den ich in einem anderen Forum bereits hochgeladen hatte. Da dort bei den Bildern eine Höchstbreite von 800 Pixeln gilt, sind die Abbildungen relativ klein, ich bitte das daher zu entschuldigen.

Ich zeige euch heute die Postkartenausgabe des Jahres 1873. Ich zitiere dazu aus dem Zumstein: "Die Karte erschien zunächst mit "e" am Ende von communiocazione, im Mai 1873 wurde rechts ein Teil abgestochen, so dass es wie ein "c" aussieht (Michel spricht hier von einem "r"). Ab September 1873 lautet das Wort dann korrekt communicazioni."

Manchmal jedoch verdeckt der Poststempel einen Teil dieses Wortes, dann gibt es noch ein anderes wesentliches Unterscheidungsmerkmal beim Wort communicazione oder -i.

Bei P 3a gibt es zwei Pünktchen über dem Wort,



bei P 3b nur eines



und bei P 3c schließlich drei Pünktchen.



Wie daraus deutlich wird, muss man sich als Sammler von Ganzsachen eine andere Betrachtungsweise zulegen als wenn man sich bloß mit Briefmarken beschäftigt. Hier folgt nun zu jeder der drei Unterarten jeweils eine Karte mit den entsprechenden Merkmalen.



P 3a, gelaufen am 28.4.1873 von St. Gallen nach Kreuzlingen.



P 3b, gelaufen am 11.11.1873 von Chur über Romanshorn nach Kreuzlingen.



P 3c, gelaufen am 14.10.1873, wiederum von Chur nach Kreuzlingen.

Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 20.11.2016 18:41:48 Gelesen: 23674# 28 @  
@ Cantus [#27]

Mit einer Postkarte 3b kann ich seit Kurzem auch aufwarten, Cantus. Obwohl sie oben etwas angestoßen ist, interessant durch die Zusatzfrankatur von 5 Rappen braun (Zumstein Nr. 30 ?) von Stäfa im Kanton Zürich nach Emmendingen.

Gustav Wagner besaß in Emmendingen ein Kolonialwarenhandel und hat all seine Korrespondenz aufbewahrt, zum Guten für die Phiatelie.

Cantus, würde mich mal über die Wertbestimmung der von dir gezeigten P interessieren.

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 24.11.2016 12:18:19 Gelesen: 23610# 29 @  
@ 10Parale [#28]

Hallo Parale,

ja, es ist eine Zumstein Nr. 30 auf Deiner Postkarte. Die nächste Ausgabe der bildgleichen 5-er Marke, aber auf Faserpapier (Papier mit blauen und roten Fasern) wurde erst ca. 1881 ausgegeben. Deine Karte ist ja von 1873.

Viele Grüsse

SH-Sammler
 
10Parale Am: 24.11.2016 21:53:38 Gelesen: 23575# 30 @  
@ SH-Sammler [#29]

Vielen Dank für die Antwort.

Hier habe ich noch 3 weitere Postkarten aus dieser Korrespondenz, gelaufen 76-79, d.h. alle Michel Nr. 30 als Zusatzfrankatur.

Liebe Grüße

10Parale


 
Cantus Am: 25.11.2016 00:08:20 Gelesen: 23561# 31 @  
@ 10Parale [#28]

Hallo 10Parale,

in meinem Zumstein-Ganzsachenkatalog des Jahres 2010 werden die drei Postkarten in gelaufenem Zustand wie folgt bewertet:

P 3a = 4 Franken
P 3b = 4 Franken
P 3c = 6 Franken

Die letzten drei Karten, die du heute gezeigt hast, sind entweder schlecht fotografiert oder farblich bearbeitet worden; das macht die Bestimmung schwierig, denn maßgeblich ist vor allem die Farbe des Wertstempels. Die ersten beiden Karten vermute ich als Zumstein P 10 (Ausgabe vom Mai 1875). Bei dieser Kartenausgabe existieren Farben bei der Karte zu 5 Cts. von braun über rotbraun bis schwarzbraun.

Die unterste Karte ist Zumstein P 12, erschienen Februar 1879, der Wertstempel ist nun bei der 5 Cts.-Karte schwarz.

Viele Grüße
Ingo
 
10Parale Am: 01.07.2017 18:26:21 Gelesen: 21763# 32 @  
Diese beiden Ganzsachen zu 25 Rappen trennen gute 20 Jahre. Beide sind Auslandsdestinationen

- 19.VI.77 von LENZBURG nach Mühlhausen im Elsass (damals Deutsches Reich) - taggleicher Ankunftsstempel

- 8.VII.97 von AROSA nach Dresden (Königreich Sachsen), dort (vorderseitig) vermerkt am 11/7 umgeleitet nach Erfurt, rückseitige Ankunftsstempel (Dresden 11.7. - Erfurt ???)

Kann jemand lesen, was neben dem Stempel von AROSA unterstrichen steht? (oberhalb Königreich Sachsen), danke.

Mich erstaunt die über 20 Jahre währende Portostabilität.

Liebe Grüße

10Parale


  
  
 
Cantus Am: 02.07.2017 03:04:51 Gelesen: 21725# 33 @  
@ 10Parale [#32]

Hallo,

ich lese da Deutschland.

Viele Grüße
Ingo
 
mausbach1 Am: 02.07.2017 08:56:06 Gelesen: 21698# 34 @  
Eindeutig Deutschland.
 
Jahnnusch Am: 02.07.2017 10:46:45 Gelesen: 21685# 35 @  
Deutschland Königreich Sachsen.
 
bayern klassisch Am: 02.07.2017 11:54:11 Gelesen: 21675# 36 @  
@ 10Parale [#32]

Na ja, das Königreich Sachsen gab es schon lange nicht mehr - dieses ging ja im Deutschen Reich auf. Von daher sind es 2 Kuverts ins Deutsche Reich.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 02.07.2017 12:55:35 Gelesen: 21664# 37 @  
@ bayern klassisch [#36]

Vielen Dank an die fleißigen Übersetzer und Deuter.

Gut, die Posthoheit wird 1871 tatsächlich vom Königreich Sachsen an das Deutsche Reich abgegeben, insofern hat Bayern klassisch natürlich völlig Recht.

Jedoch existierte das Königreich Sachsen als konstitutionelle Monarchie bis ins Jahr 1918. Am 13. November 1918 dankte der König Friedrich August III. im Schloss Guteborn bei Ruhland ab [1].

Liebe Grüße

10Parale

[1] Quelle: http://www.geschichte.sachsen.de/750.htm
 
Magdeburger Am: 17.08.2017 17:49:51 Gelesen: 21072# 38 @  
Hallo Zusammen,

hier eine Postkarte:



Am 02.04.1907 ging diese von Lausanne nach Magdeburg und innerhalb eines Tages! Viel kann ich nicht mehr dazu sagen, vielleicht erbarmt sicher einer.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baber Am: 17.08.2017 18:09:19 Gelesen: 21064# 39 @  
@ Magdeburger [#38]

Hallo Ulf,

laut Michel Schweiz Spezial dürfte dies die Ganzsache P30 von 1905 sein.

Ja es ist immer erstaunlich, wie schnell die Post vor über 100 Jahren war. Ich habe jetzt einen Brief aus Ostfriesland bekommen, gestempelt am 8.8. zugestellt am 16.8.

Gruß
Bernd
 
jahlert Am: 17.08.2017 18:40:31 Gelesen: 21059# 40 @  
@ Magdeburger [#38]

Hallo Ulf,

in meinem 1984er Uralt-Ganzsachen Katalog von Zumstein hat diese Postkarte die Nummer 32.

Inzwischen gibt es m.W. eine neue Systematik bei den Schweizer Ganzsachen-Katalogen.

Gruß, Jürgen
 
SH-Sammler Am: 17.08.2017 19:49:49 Gelesen: 21052# 41 @  
@ jahlert [#40]
@ Magdeburger [#38]

Hallo Jürgen,
Hallo Ulf,

im Ganzsachenkatalog Schweiz mit Ausgabe im Jahr 2002 ist oben gezeigte Postkarte die Nummer 33.

Dabei werden folgende Punkte beschrieben:
- die Form des Wertstempels
- die Bezeichnung "POSTKARTE" in 3 Sprachen
- die Zusatzzeile "Nur für die Adresse"
- das Druckdatum "XII 06" sowie
- der Absendervermerk links unten

Grüsse aus der Schweiz

SH-Sammler
Hanspeter
 
Magdeburger Am: 18.08.2017 15:55:31 Gelesen: 21023# 42 @  
@ Baber [#39]
@ jahlert [#40]
@ SH-Sammler [#41]

Hallo ihr Lieben,

ich sag danke! Ich habe jetzt die Qual der Wahl. :-)

Ich sollte jetzt wohl P33 nehmen.

Sind 10 Rappen das richtige Porto für eine Auslandspostkarte? Welche Mi.-Nr. wurde dazu frankiert?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Max78 Am: 18.08.2017 16:33:07 Gelesen: 21012# 43 @  
@ Magdeburger [#42]

Servus,

um die Sache wieder rund zu machen: Michel-Schweiz-Spezial 2011 = P 30.

Der eine hat halt Zumstein, der andere Michel. ;-)

Nach gleichem Katalog und auf Grund des Jahres 1907 tippe ich auf Mi. 84 (Faserpapier + Wz.1). Du kannst mal schauen, ob sich ein eingeprägtes ovales Kontrollzeichen auf der Marke befindet. Falls nicht, dann passt das. 10 Rappen waren von Ende 1870 bis zum 01.02.1921 das Porto für Postkarten ins Ausland, die stabilen Schweizer halt. ;-)

mit Grüßen Max
 
Cantus Am: 18.08.2017 16:41:47 Gelesen: 21004# 44 @  
@ Magdeburger [#42]

Hallo Ulf,

bei Michel steht die Karte unter P 30, bei Zumstein (Ausgabe von 2010) als P 33. Ich empehle dir, zur Sortierung die Michelnummer zu verwenden, denn die ist allgemein weiter verbreitet. Anders sieht es natürlich aus, wenn du dich dem neuerdings sehr merkwürdigen Katalogsystem von Zumstein unterwerfen willst und so gut wie nur noch mit Schweizer Sammlern zu tun hast.

Der aktuelle Zumstein-Ganzsachenkatalog der Schweiz kostet etwa 100 Euro und ist etwa doppelt so dick wie vorausgegangene Ausgaben. Das hat seinen Grund darin, dass Zumstein neuerdings auch sämtliche Aufgabescheine aus der Vorphilazeit in dem Ganzsachenkatalog mit aufführt und beschreibt. Darüber hinaus wurden auch privat veranlasste Gelegenheitsausgaben, die man üblicherweise den Privatganzsachen zurechnet, in die laufende Katalognotierung mit aufgenommen. Das ist zwar für Spezialisten der Schweizer Ganzsachenphilatelie recht interessant, bläht aber das reguläre Katalogwerk enorm auf und macht das Ganze etwas unübersichtlich und erheblich teurer.

Zum Zeitpunkt der Verwendung deiner Postkarte betrug das Auslandsporto 10 Centimes (nicht Rappen) und deshalb gab es dafür eigentlich eine passende Ganzsachenpostkarte mit gleichem Wertstempel zu 10 Centimes in rot, hier aber wurde wohl ein Rest der Inlandskarte verwendet und mit 5 Centimes (Mi. 84) korrekt auffrankiert.

Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 27.09.2017 19:07:52 Gelesen: 20515# 45 @  
Am Freitag (29.9.) eröffnet die GABRA in Burgdorf ihre Tore und veranstaltet eine dreitägige Ausstellung, die sicher einen Besuch wert ist! Der Schweizer Ganzsachen-Verein ist der Organisator!

Schweizerischer Ganzsachen-Sammler-Verein (SGSSV)

Es kommt hoher Besuch: das Consilium veranstaltet ein Seminar und die Royal Philatelic Society London wird auch da sein!

Ein anderer schöner Anlass ist nun bereits bald 16 Jahre "Geschichte": Der Tag der Briefmarke 2001! Er fand statt in Basel-Stadt. Dabei wurde eine Ganzsache herausgegeben. Besonders hübsch ist, wenn dazu eine Briefmarke (zum Tag der BM) dazufrankiert werden kann, wie anbei!



Das Ganze kombiniert mit dem offiziellen PTT-Stempel ergibt ein unvergessliches Souvenir. Früher war dies viel schwieriger zu organisieren, da alles über die Post gehen musste; freie Motivwahl und eigene Markenbilder gab es vor 16 Jahren noch nicht!

Wir hatten in Basel sehr aktive Vereine, die sehr viel für die Philatelie geleistet haben. Leider sind auch in Basel die besten Zeiten für Briefmarken-Vereine aber vorbei.

Heinz
 
SH-Sammler Am: 16.03.2018 15:07:51 Gelesen: 17534# 46 @  
Hallo,

im Beitrag [#20] ist die Ganzsache zum 25-jährigen UPU Jubiläum 1900 gezeigt worden. Die Karte mit dem grünen 5 Rappen Wertaufdruck war für Postzustellung in der Schweiz korrekt frankiert. Für die Auslandtaxe von 10 Rappen musste die 5-er Karte auffrankiert, oder aber die Karte mit dem 10 Rappen Wertaufdruck verwendet werden.

Nach langem Unterbruch zeige ich hier die Schwesterkarte mit der roten 10 Rappen Frankatur.



Postkarte zu 10 Rappen, von einem Sammler von Schaffhausen nach Schaffhausen (Hier) spediert. Der Sammler hatte seine 5-er Karte sicher schon und wollte auch eine 10-er Karte in sein Album stecken.

Ist es Euch schon mal aufgefallen oder ist es Allgemeinwissen, dass die Farben der Wertaufdrucke mit den Farben vieler Markenausgaben übereinstimmen? Während langer Zeit galt die grüne Farbe (auf Marken sowie auch Ganzsachen) dem Inlandtarif, während die rote Farbe dem Auslandtarif zugeordnet wurde.

Grüsse aus der Schweiz

SH-Sammler
Hanspeter
 
SH-Sammler Am: 18.03.2018 04:39:26 Gelesen: 17507# 47 @  
Hallo,

heute möchte ich im Besonderen die sogenannten "Tüblibriefe" vorstellen. In 2 bisherigen Beiträgen sind Briefumschläge zu 10 Rappen sowie zu 25 Rappen gezeigt worden. Nachstehend weitere Abbildungen und Informationen dazu.

Die Tüblibriefe wurden in 4 Wertstufen sowie in 2 Grössen hergestellt. Der offizielle Ersttag war der 1. Juli 1867, wobei es von den Postämtern Basel und St. Gallen frühere Verwendungen gibt. Die Verkaufszeit der Umschläge dauerte bis 1887, der Gebrauch der Umschläge war bis 31. Dez. 1924 erlaubt. Dank dieser langen Verwendungszeit sind uns Sammlern viele, teils sehr schöne Briefumschläge erhalten geblieben.

Hier Scans der 4 verschiedenen Wertstufen:




Bis September 1869 wurde der Werteindruck rechts, ab diesem Datum auf der linken Seite des Umschlages eingeprägt. Das sind jedoch nicht die einzigen Unterschiede. Der Spezialsammler schaut auch auf die Kontrollprägungen im Briefpapier. Nachstehend die 3 Grundvarianten.





Diese Kontrollprägungen können in "normaler" Lage, aber auch kopfstehend und spiegelbildlich vorkommen, was das Sammlerherz natürlich sehr erfreut.

Und nun erfolgreiche "Jagd" wünscht

SH-Sammler
Hanspeter
 
Cantus Am: 18.03.2018 10:16:29 Gelesen: 17487# 48 @  
@ SH-Sammler [#47]

Sag mal, Hans-Peter, warum gründest du nicht Themen wie "Schweiz Ganzsachen Umschläge" oder "Schweiz Ganzsachen Postkarten", denn du musst doch hier gar nichts bestimmen.

Viele Grüße
Ingo
 
Gernesammler Am: 16.05.2018 20:06:09 Gelesen: 16487# 49 @  
@ SH-Sammler [#47]

Hallo Hans-Peter, hallo Sammlerfreunde,

Ganzsache des Tüblibriefes zu 5 Rappen aus Says vom 6.1.1879 über Zizers, Chur nach Castiel alles gelegen im Kanton Graubünden. Castiel erhielt seinen Namen Aufgrund der Befestigungsanlagen des Hügels (lateinisch Burg). Wie Hans-Peter es schon beschrieben hatte sind die Kontrollprägungen auf den Briefen sehr schön, auf diesem die 5.

Gruß Rainer




 
SH-Sammler Am: 17.05.2018 06:36:47 Gelesen: 16456# 50 @  
@ Gernesammler [#49]

Hallo Rainer,

SAYS, kleiner Ort in der hintersten Ecke eines Tales im Kanton Graubünden. Ich habe von diesem Ort noch nie gehört, musste auf der Karte nachschauen, wo er liegt.



SAYS, Stabstempel / Linienstempel der Gruppe AW 30, Schrift in Elzevier (mit "Füsschen" an den Buchstaben). Dieser Stempel ist sicher nicht häufig, er notiert im Stempelwerk ca. 10x höher als ein Stempel von normalen Gemeinden.

Nun noch ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei den kleinformatigen Tüblibriefen, die Verschlussklappe hinten. Auf Deinem Brief ist sehr schön die abgerundete Verschlussklappe sichtbar. Sie wurde auf Umschlägen ab 1871 auf diese Art ausgeführt.

Auf den frühen Briefen ab 1867 bis 1871 war die Verschlussklappe geschweift, siehe nachstehenden Scan. Es gibt diese Umschläge mit Wertzeicheneindruck links und rechts mit dem Wasserzeichen der fliegenden Taube.



Viele Grüsse
SH-Sammler
Hanspeter
 
10Parale Am: 03.05.2019 15:58:22 Gelesen: 10887# 51 @  
@ SH-Sammler [#50]

Schmucke P11 (?) in portogerechter Auslandsverwendung von BASEL nach WESTERHÜSEN an der Elbe. Schöner Aufgabestempel, wobei ich als Nachbar von Basel immer noch rate, welche Filiale mit SCB gemeint ist??

Neben dem Aufgabestempel links in das eingedruckte Porto ein schöner Rahmenstempel von WESTERHÜSEN vom 21.II.84. Westerhüsen grenzt an Magdeburg.

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 04.05.2019 06:52:27 Gelesen: 10853# 52 @  
@ 10Parale [#51]

Hallo "Parale",

als Nicht-Basler kann ich die Filiale S.C.B. auch nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln. Also recherchieren.

Im Dokument "Poststellenchronik Schweiz" (bei Google eingeben) wurde ich fündig. Der Eintrag lautet dort bei der Poststelle Basel 2 ab 1862 Basel I Schweiz. Centr. Bahnhof, dann ab August 1869 Basel Filiale S.C.B., anschliessend Basel Filiale I S.C.B. Diese Filiale lag an der (wen wunderts) Centralbahnstrasse.

Ich denke, Deine Frage dürfte damit beantwortet sein.

Zur Postkarte Nr. P 11 gibt es im Zumstein Ganzsachen Katalog die Zusatzinformation, dass ab 1879 die französische Bezeichnung "Carte Correspondance" ersetzt wird durch "Postkarte" resp. Carte postale resp. Cartoline postale.

Da es im Katalog aber keine Abbildung gibt (und diese Zusatzinformation der einzige Hinweis ist), muss es schon die P 11 sein.

Soviel für heute. Ich wünsche einen schönen Tag.

SH-Sammler
Hanspeter
 
Cantus Am: 04.05.2019 07:19:26 Gelesen: 10849# 53 @  
Hallo,

ich muss euch beide korrigieren.

Nach Michel ist es eine P 13, u.a. erkennbar an der dritten Schriftzeile
"SUISSE. SCHWEIZ. SVIZZERA.", die erstmals bei dieser Postkartenausgabe aufgedruckt ist.

Nach Zumstein ist es eine P 14, erschienen am 2.9.1879. Der obere Teil der Adressseite ist in meinem Zumstein-Ganzsachenkatalog (Ausgabe 2009/2010) auf Seite 49 oben abgebildet.

Viele Grüße
Ingo
 
SH-Sammler Am: 04.05.2019 12:36:33 Gelesen: 10831# 54 @  
@ Cantus [#53]
@ 10Parale [#51]

Hallo Ingo,

Du hast recht. Die P 11 ist von der Ausgabe 1875. Der Hinweis über: dass ab 1879 die (bisherige) französische Bezeichnung "Carte Correspondance" ersetzt wird durch "Postkarte" resp. Carte postale resp. Cartoline postale, bezieht sich auf die Ausgabe ab 1879.

Dann kann es nur die P14 sein.

Mir war vor allem wichtig, die Frage nach der Abkürzung im Stempel ausfindig zu machen.

Viele Grüsse
SH-Sammler
Hanspeter
 
Fridolino Am: 02.07.2019 08:30:37 Gelesen: 10129# 55 @  
Kann vielleicht jemand diese beiden Ganzsachen bestimmen? Der ungefähre Wert wäre auch interessant.



Vielen Dank
Fridolino
 
remstal Am: 03.07.2019 10:56:50 Gelesen: 10113# 56 @  
Hallo Fridolino,

bei der linken Ganzsache handelt es sich um die Nr. 110 des Ganzsachenkatalogs Zumstein 2002, Unternr. 024 (Bild Leysin) Katalogwert 8 sfr.

Rechts handelt es sich um die Nr.62. Katalogwert 1 sfr.

mfG remstal
 
Fridolino Am: 03.07.2019 18:11:33 Gelesen: 10096# 57 @  
@ remstal [#56]

Vielen Dank, das hilft mir weiter. :-)
 
Cantus Am: 04.07.2019 21:24:52 Gelesen: 10078# 58 @  
@ Fridolino [#57]

Hallo Fridolino,

Ganzsachen mit Aktenlochung sind so viel wert wie einzelne Briefmarken mit Aktenlochung mitten durch.

Viele Grüße
Ingo
 
Heinz 7 Am: 06.07.2019 17:35:06 Gelesen: 10046# 59 @  
@ Cantus [#58]

Etwas "grob" und direkt, aber sehr wahr.

Ganzsachensammler wollen unbeschädigte Postwertzeichen, so wie Briefmarken-Sammler.

Also Ingo hat leider 100 % recht.

Heinz
 
briefmarkenwirbler24 Am: 06.07.2019 17:56:16 Gelesen: 10042# 60 @  
@ Cantus [#58]
@ Heinz 7 [#59]

Hallo Ingo, hallo Heinz,

wie ich schon so oft ins Forum geschrieben habe, kann man solche pauschalen Aussagen nicht ohne Weiteres unterschreiben.

Ganz klar ist natürlich, dass solche Aktenlochungen wertmindernd sind, aber ich würde nicht so weit gehen und den Vergleich ziehen, dass eine Aktenlochung so stark wertmindernd ist, dass man sie mit einer durchlochten Briefmarke gleichsetzen kann. Vielleicht hast Du Ingo ja bewusst das Ganze etwas überspitzt formuliert?

Ich weiß auch aus anderen Threads, dass Du sehr stark auf Qualität achtest, was m.E. auch absolut richtig und wichtig ist, da sich Qualität z.B. auch bei etwaigen späteren Verkäufen oder auch auf Ausstellungen bezahlt macht.

Allerdings kann man als Postgeschichtler mitunter auch ganz klare Abstriche machen, wenn eine Ganzsache z.B. einen seltenen Leitweg oder eine seltene Portostufe belegt. Da wäre mir völlig egal, ob die Ganzsache gelocht ist oder nicht.

Bei einer "Aller-Welts-Ganzsache" ist eine Lochung natürlich so stark wertmindernd, dass dieser bei "0" ist, aber alleine im Themenbereich der Altschweiz Philatelie gibt es so viele seltene Ganzsachen, deren reiner Katalogwert durch die Lochung wahrscheinlich vernichtet wird, aber deren postgeschichtlicher Wert allemal beibehalten wird.

LG

Kevin
 
Heinz 7 Am: 06.07.2019 18:27:13 Gelesen: 10036# 61 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#60]

Auch Kevin hat recht! Danke.

Wir haben über solche Fragen an anderem Orte schon ausführlich gesprochen, darum habe ich die Frage nun auf den reinen Qualitäts-Aspekt reduziert, (Standard-Ganzsache mit Schaden = Wert im Handel = Null) und die posthistorische Bedeutung eines Beleges völlig auf der Seite gelassen. Das hast Du hiermit nachgeholt. Gut so.

Heinz
 
10Parale Am: 15.02.2020 17:00:33 Gelesen: 7302# 62 @  
@ SH-Sammler [#47]

Die Tüblibriefe faszinieren mich immer wieder aufs Neue. Der offizielle Ersttag der 10 Rappen Tüblibriefe war der 1. Juli 1867. Da gibt es einen Beleg aus Zweisimmen nach Thun, jedoch ist bereits schon ein Beleg aus dem schweizerischen Rheinfelden 20. Juni 1867 bekannt, der nach Court lief.

Heute hatte ich ein schönes Erlebnis, als ich einen kleinen Packen von Tüblibriefen fand, für die der Verkäufer 3,-- Schweizer Franken pro Stück wollte.

Endlich - nach langer Suche - fand ich auch ich armer Sammler einen Ganzsachenbrief aus dem Jahr 1867. Er lief von Lyssach (kleines Dorf im Kanton Bern, damals ca. 600 Einwohner) nach Basel. Abgeschlagen wurde der Beleg am 6. November 1867.

Die Rötel 20 kann ich "nicht" erklären, dürfte aber auch interessant sein zu wissen, was sie bedeutet.

Bin gespannt, ob ich noch ein früheres Datum ausfindig machen kann.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 15.02.2020 17:30:56 Gelesen: 7293# 63 @  
@ 10Parale [#62]

Hallo,

der Brief war um 10 Rappen unterfrankiert, daher musste der Empfänger 20 Rappen Nachporto bezahlen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 15.02.2020 20:23:06 Gelesen: 7272# 64 @  
@ bayern klassisch [#63]

Kann es sein? Ich fand einen Tüblibrief, der am 13.VI.69 von Langenthal nach Lausanne lief keine Nachtaxierung aufweist. Von Lausanne nach Langenthal sind es sind es etwa 150 km.

Von Lyssach nach Basel sind es vielleicht mal 80 km. So kann ich mir eine Nachtaxierung höchstens damit erklären, dass es sich irgendwie um einen Nachnahmebrief handelte, ein Strafporto oder eine besondere Dienstleistung wie eine Nachnahme zwischen 10. - 20 Franken oder Nachnahme 2. Gewichtsstufe von bis zu 10 Franken? (wäre 30 Rappen!), . Richtig verstehen tue ich es nicht. Bin ja auch keine Leuchte im Tarifdschungel.

Ich habe mir mal das Buch "Entstehung und Ende der Tüblibriefe" (Festschrift herausgegeben zu deren 150. Geburtstag am 01. Juli 2017 vom Schweizerischen Ganzsachen-Sammler-Verein SGSSV) zu Rate gezogen.

Liebe Grüße

10Parale


 
bayern klassisch Am: 15.02.2020 21:56:18 Gelesen: 7263# 65 @  
@ 10Parale [#64]

Ich denke nicht, dass es etwas anderes sein kann als ein Brief der 2. Gewichtsstufe. Postsonderdienste, wie von dir aufgezählt, sind keine verlangt und gewährt worden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
10Parale Am: 11.03.2020 15:25:15 Gelesen: 6961# 66 @  
@ bayern klassisch [#65]

Vielen Dank. Ja, es muss ein Brief der 2. Gewichtsstufe sein.

Meine Suche nach sehr frühen Belegen der 10 Rappen Tübliausgabe wurde durch ein weiteres kleines Erfolgserlebnis belohnt.

Dieser Tüblibrief wurde am 27.VII 67 in Bern entwertet, also im ersten Monat seiner Verwendung. Er lief in die Nähe von Chateau d`Oex im Kanton Waadt.

Ich hoffe noch frühere Belege zu finden, aber da ist Geduld gefragt.

Liebe Grüße

10Parale


 
10Parale Am: 13.03.2020 18:25:54 Gelesen: 6925# 67 @  
@ 10Parale [#66]

Hier noch ein schöner Tüblibrief zu 25 Rappen, der am 09. Juni 1892 von Fluntern nach Karlsbad lief, dort direkt ins Hotel Bristol.

Ich gestehe, dass ich nicht sicher bin, ob es sich nicht eher um eine Privatganzsache handelt. Der Beleg ist außergewöhnlich hoch (15 x 11,5 cm B x H).

Liebe Grüße

10Parale


 
SH-Sammler Am: 14.03.2020 04:56:32 Gelesen: 6893# 68 @  
@ 10Parale [#67]

Hallo Parale,

zu Deinem Ganzsachenumschlag kann ich Dir folgende Informationen geben:

Es gab 2 Umschlaggrössen, die kleinen und die grossen Tüblibriefe. Die Masse entnimmst Du bitte den nachstehenden Abbildungen.

,

Zum genaueren Bestimmen der Ganzsache wäre es hilfreich, das Wasserzeichen zu erwähnen. Ist es eine Taube, ein schräges Band oder ein Kreuz mit 4 Zahlen?
Siehe dazu den Beitrag [#47] in diesem Thema.

Die “offiziellen” Privatganzsachen mit Firmenzudrucken wurden erst ab 1907 ermöglicht.

Frühere Umschläge mit Firmenaufdruck waren sog. Lithographien. Sie sind sehr selten und werden teuer bezahlt. Es gab nur wenige Firmen / Namen, die Firma Henri Fierz ist dabei nicht erwähnt.
Sie sehen so aus:



Viele Grüsse

SH-Sammler
Hanspeter
 
10Parale Am: 14.03.2020 13:13:12 Gelesen: 6880# 69 @  
@ SH-Sammler [#68]

Vielen Dank für diese sehr informativen Angaben. Leider konnte ich bislang kein wie in [#47] beschriebenes Wasserzeichen ausfindig machen, lediglich eine farblose Rosette auf der Rückseite.

Die erwähnten, seltenen Litho-Zudrucke auf der Vorderseite der Umschläge konnte ich an Hand der Festschrift vom Schweizerischen Ganzsachen-Sammler-Verein selbst studieren, ebenso die nicht-offiziellen Zudrucke der "Trittbrettfahrer".

Liebe Grüße

10Parale
 
JohannesM Am: 16.08.2020 18:50:19 Gelesen: 5432# 70 @  
Ich kann partout diese Ganzsache nicht im Katalog finden, es müßte P13 sein (Mi), aber die ist karmin und meine ist nun doch wohl eindeutig braun - oder?



Beste Grüße
Eckhard
 
ligneN Am: 16.08.2020 21:01:59 Gelesen: 5409# 71 @  
@ JohannesM [#70]

Die Farbe ist nach dunkelrotbraun oxydiert. Bei den Originalfarben rot, zinnober usw. ein häufiges Phänomen.

Es ist also P13.
 
JohannesM Am: 16.08.2020 23:50:49 Gelesen: 5398# 72 @  
@ ligneN [#71]

Danke, die Karte macht zwar nicht den Eindruck, dass sie jahrelang Licht ausgesetzt war, aber auszuschließen ist es wohl nicht.

Beste Grüße
Eckhard
 
mausbach1 Am: 14.09.2020 08:36:39 Gelesen: 4984# 73 @  
ATM-Ganzsache - Schalterlabel?



3270 AARBERG 17.11.75-16

Glückauf!
Claus
 
volkimal Am: 14.09.2020 09:05:32 Gelesen: 4981# 74 @  
@ mausbach1 [#73]

Hallo Claus,

das ist ein Postfreistempel.

Viele Grüße
Volkmar
 
mausbach1 Am: 14.09.2020 10:00:11 Gelesen: 4976# 75 @  
@ volkimal [#74]

Guten Morgen Volkmar,

oh je, oh jeh - auf den Postfreistempel hätte ich auch kommen müssen! Es ist alt :-(

Jahrzehntelang hatte ich den PFS gesammelt - man ,man.

Glückauf!
Claus
 
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