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Thema: Altdeutschland Norddeutscher Postbezirk: Belege
Robertomarken Am: 05.01.2009 09:12:52 Gelesen: 67231# 1 @  
Hallo und schönen guten Morgen !

Auf der Suche nach einem meiner Sammelgebiete fand ich dieses, siehe Link. Meine Frage echt oder nicht oder was ? Danke für Infos.

Robert

[Scan nicht mehr im Internet, Link redaktionell gelöscht]


 
roteratte48 Am: 05.01.2009 10:00:38 Gelesen: 67222# 2 @  
Hallo Robertomarken

Wo siehst Du einen Grund zum Zweifel? Dem Scan nach ist alles ok., zudem ist der Aufbrauch der U26 die billigste Variation bei preussischen GSU im Norddeutschen Postbezirk. M.E. völlig i.O. so.

Gruss - RR48
 
Lars Boettger Am: 05.01.2009 20:10:24 Gelesen: 67184# 3 @  
Hallo Robert,

der Umschlag ist BPP-geprüft. Deine Frage verstehe ich daher nicht ganz.

Beste Sammlergrüsse!

Lars
 
Richard Am: 05.01.2009 23:10:26 Gelesen: 67162# 4 @  
@ Robertomarken [#9]

Hallo Robert und alle anderen Leser,

bitte nicht nur einen Link auf Ebay setzen sondern die Marken oder Belege hier im Forum zeigen.

Nach einigen Wochen läuft der Link ins leere und nachfolgende Leser können den Sachverhalt nicht mehr nachvollziehen.

Ich habe die Abbildung aus Ebay gerade ergänzt.
 
rostigeschiene Am: 29.02.2012 17:43:01 Gelesen: 65662# 5 @  
Beim Stöbern in meinen Marken aus dem Norddeutschen Bund bin ich auf diesen Knochen gestoßen.



Kann mir jemand erklären, wie das auf der Marke befindliche Gittermuster entstanden ist?

Werner
 
Postgeschichte Am: 12.06.2012 09:31:48 Gelesen: 65289# 6 @  
@ rostigeschiene [#13]

Die Frage ist etwas mißverständlich. Der Netzunterdruck ist auf die Marke vor dem Druck aufgebracht (gedruckt) worden. Er wurde eingeführt, um Fälschungen zu erschweren, was sich aber als nicht als nicht so effektiv erwiesen hat. Auch Nachdrucke dieser Marken weisen einen Netzunterdruck auf. Der Netzunterdruck wurde, wie es die gängige Praxis war, zunächst in eine Vorlage geritzt und danach zur Herstellung der Druckplatte ausgegossen. Falls Du wissen wolltest, wieso es dieses Gittermuster war, muß ich leider passen. Dies könnte nur der Stecher erklären.

Mit postgeschichtlichem Gruß
Manfred
 
LK Am: 12.06.2012 11:47:36 Gelesen: 65279# 7 @  
@ rostigeschiene [#13]

Hallo,

ein Schutzunterdruck statt Wasserzeichen wurde schon 1857 von der preußischen Staatsdruckerei eingeführt bei den Preußenmarken Mi 6 bis 13.

Für diesen Unterdruck, besonderer Druckgang, wurde kohlensaures Bleicarbonat verwendet.

Werden die Marken mit Schwefelwasserstoff behandelt oder falsch gelagert, tritt der Unterdruck meist schwärzlich hervor und lässt sich nicht mehr entfernen.

Bei den Marken des NDP wurde dieses Verfahren verfeinert und weiterhin angewendet.

Hier einige Beispiele.

Gruß

LK


 
rostigeschiene Am: 12.06.2012 14:44:29 Gelesen: 65251# 8 @  
@ Postgeschichte [#14] @ LK [#15]

Hallo Manfred, hallo LK,

vielen Dank für Eure Einlassung.

Meine Frage habe ich gestellt weil die eingestellte Marke die Einzige, von ca. 200 Marken in meinem Bestand an NDP, ist die diesen Unterdruck aufweist und ich keine Erklärung dafür hatte.

Jetzt ist mir der Sachverhalt klar. Die Marke verdankt ihr Aussehen also einer falschen Behandlung.

Viele Grüße

Werner
 
Pommes Am: 13.12.2012 20:25:13 Gelesen: 121592# 9 @  
Der NDP scheint ja im Forum eher eine stiefmütterliche Rolle zu spielen, wie die Beiträge hier und in anderen Themen zeigen. Dabei finde ich diesen Zeitraum philatelistisch besonders interessant.

Damit nach dem Beitrag von Werner [s.u.] nicht wieder drei Jahre vergehen, bevor sich jemand zu Wort meldet hier mal zwei Beispiele von mir:



Ein Briefausschnitt vom 30.10.1869 von Schmölln nach Altenburg an die herzoglich sächsische Landesbank aus Zeiten des Norddeutschen Bundes und





schon zu Zeiten des Deutschen Reichs ein Brief vom 21.07.1871 ebenfalls von Schmölln nach Altenburg, diesmal aber an das herzoglich sächsische Gerichtsamt.

Ich bin sicher, dass aus diesen vier Jahren Postgeschichte (1868-1871) auch einige Belege bei Euch schlummern. Ich würde mich freuen, hier einige davon zu sehen!

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas

[Der Beitrag von Werner war und ist in einem weiteren Thema dieses Landes]
 
Altdeutschland Am: 14.12.2012 15:40:20 Gelesen: 121537# 10 @  
Hallo,

stimmt, postgeschichtlich sicherlich ein sehr interessantes Thema. Ich erinnere z. B. nur an die unterschiedlichen Ortsgebühren. Nachstehend einer meiner wenigen NDP Belege.



1868 mit dem nachverwendeten K2 Glauchau in die Schweiz. Der ausländische Gebührenanteil ist unten links als Weiterfranco angeführt.

Viele Grüße
Altdeutschland
 
LOGO58 Am: 14.12.2012 16:54:05 Gelesen: 121519# 11 @  
@ Pommes [#45]

Hallo Thomas,

einen hab ich da auch noch:



Eine Rechnung der Fa. Dietrich Höcker, Leer, über Java-Kaffee, Pflaumen Rosinen und Rüböl an Herrn B. Nietera (?) in Klein Berßsen bei Haselünne. Der Brief wurde am 18.6.1869 aufgegeben und kam einen Tag später in Haselünne an.

Klein Berßsen gibt es auch heute noch im Landkreis Emsland, Niedersachsen.

Viele Grüße
Lothar
 
kreuzer Am: 14.12.2012 17:41:58 Gelesen: 121508# 12 @  
Einen hätte ich auch anzubieten:

Expressbrief von Neuenahr nach Erfurt. Der Vermerk cito war nicht binden, jedoch der Terminus p(e)r Expressen zu bestellen.

Viele Grüße

kreuzer


 
Pommes Am: 14.12.2012 18:31:52 Gelesen: 121497# 13 @  
@ Altdeutschland [#46]
@ LOGO58 [#47]
@ kreuzer [#48]

Herzlichen Dank an Euch,

ich habe es doch vermutet, dass da noch so einige Belege schlummern. Ich freue mich so schnell solche Stücke zu sehen. Zwei davon auch noch aus bzw. nach der "näheren Heimat" finde ich besonders schön (einmal aus Glauchau und ein mal nach Erfurt). Wie ihr wisst, ist die Region Thüringen/Sachsen besonders im Grenzgebiet für mich von besonderem Interesse. Aber auch alles, was darumherum liegt, ist mir natürlich bekannt und daher immer wieder schön zu sehen.

Hier noch ein abschreckendes Beispiel, wie man mit Belegen nicht umgehen sollte.



Ein Brief vom 01.11.1870 von Schmölln nach Remse ( http://de.wikipedia.org/wiki/Remse ), bei dem die Marke - dazu noch unvollständig - "abgelöst" wurde. Auch der Ausgabestempel, selbst wenn ziemlich unklar abgeschlagen, dürfte dennoch interessant sein.

Für den Philatelisten sicher ein Albtraum/Alptraum, aber für den Heimatsammler wegen der Stempelmarken immer noch interessant.



Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Altdeutschland Am: 14.12.2012 18:57:01 Gelesen: 121484# 14 @  
@ kreuzer [#48]

Expreßbriefe sind immer etwas besonderes und im Gegensatz zu den Regelungen bei den früheren Altdeutschen Staaten war im NDP die Recommandation hierfür nicht mehr vorgeschrieben. Mit der Gebühr komme ich aber nicht klar. Der Brief ging doch wohl in den Ortsbezirk von Erfurt. Dafür waren 2 1/4 Gr. Expreßgebühr fällig.
Nur bei Zustellung in den Landbestellbezirk eine Mindestgebühr von 3 Gr.

Viele Grüße
Altdeutschland
 
kreuzer Am: 14.12.2012 19:45:46 Gelesen: 121472# 15 @  
@ Altdeutschland

Mit den Gebühren bin ich leider überfragt, da eigentlich nicht mein Sammelgebiet. Deine Aussage deckt sich jedoch mit meiner Vermutung, dass der Brief überfrankiert ist. Über den Grund kann ich leider nur spekulieren, aber evtl. waren gerade keine passenden Marken vorhanden, der Inhalt dem Absender aber so wichtig, dass er die Überfrankatur in Kauf nahm.

Viele Grüße

kreuzer
 
Gernesammler Am: 14.12.2012 20:35:12 Gelesen: 121457# 16 @  
Hallo zusammen

Dieser Brief aus Berlin gestempelt von der Haupt-Stadt-Post-Expedition wurde nach Lauban/Schlesien (heute Luban in Polen) gesendet, verklebt wurden hier 2 Marken zu je 1 Groschen für Briefe schwerer 1 Loth - 250 Gramm.

Entfernung waren hier ca. 27 Meilen und wenn man bedenkt am nächsten Tag war der Brief schon beim Empfänger ist das für damalige Verhältnisse sehr schnell.

Gruß Rainer


 
Magdeburger Am: 14.12.2012 20:47:03 Gelesen: 121455# 17 @  
Liebe Sammelfreunde

Am 30.03.1868 in der Stadtpostexpedition I, Am alten Markt in Zentrum der Stadt Magdeburg aufgegeben, lief er nach Kiew. Frankiert wurde er mit 4 Sgr. Die Stadtpostexpedition wurde am 15.03. erst eröffnet.



Der Brief stammt aus Buckau, wie das Firmalogo "Vereinigte Hamburg-Magdeburger Dampfschiffahrts-Compagnie" und auch das Siegel zeigt. Obwohl es in Buckau ebenfalls ein Postamt gab, wurde der Weg zum aufgebenden Postamt gemacht.



Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
rostigeschiene Am: 14.12.2012 21:28:51 Gelesen: 121446# 18 @  
Einen von vorn nicht so aufregenden Brief kann ich auch zeigen.

Was für einen Stempelsammler bei diesem Brief mehr von Interesse ist, ist die Rückseite, die einen frühen Maschinenstempel aus einer Hinrichsen ziert.



Viele Grüße

Werner
 
afm-dk Am: 14.12.2012 22:02:14 Gelesen: 121437# 19 @  
Hallo

Ich möchte auch ein par Belege zeigen:

Ein Dienstbrief aus Tönning nach Garding:



Ein kleiner Brief aus Dessau nach Gerbstedt, mit der Aufschrift: "Auf dem Rittergut":



Ein Brief aus Lübeck nach Gettorf:



Gruss

Aksel
 
Cantus Am: 14.12.2012 22:53:28 Gelesen: 121428# 20 @  
Von mir ein Umschlagbrief, gelaufen mit Mi. 16 am 10.4.1871 von Schraplau nach Bennstedt bei Teutschenthal.

Schraplau liegt zwischen Halle (Saale) und Eisleben im Tal der Weida, Bennstedt liegt etwa zehn Kilometer westlich von Halle (Saale) und etwa neun Kilometer östlich von Seeburg.



Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 14.12.2012 22:54:36 Gelesen: 121427# 21 @  
Liebe Sammlerfreunde,

zu [#48]

Die Expreßgebühr in den Ort betrug 2 1/2 Groschen = 9 Kreuzer süddeutsch bzw. 15 Neukreuzer österreichisch.

Das Franko betrug 1 Groschen bis 1 Loth (16,66 g) bzw. 2 Groschen (bis 15 Loth).

Der Brief ist folglich um 1/2 Groschen über- oder unterfrankiert.

Bei einer Unterfrankatur hätte man auf der Siegelseite 1/2 Groschen nachtaxiert. Daher glaube ich an eine Überfrankatur, die auch Sinn machte, weil jemand ganz dringend etwas besorgt haben musste und den halben Groschen mehr locker verschmerzt haben dürfte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
kreuzer Am: 15.12.2012 07:57:52 Gelesen: 121409# 22 @  
Hallo bayern klassisch,

vielen Dank für die Erklärung!

Viele Grüße

kreuzer
 
bayern klassisch Am: 15.12.2012 09:20:05 Gelesen: 121400# 23 @  
Hallo kreuzer,

wenn du dir die folgenden Seiten durch siehst, wirst du auch einen Expressbrief finden, der aber ganz anders und wahrlich nicht häufig auf die Reise ging.

Viel Spaß!

Liebe Grüsse von bayern klassisch


 
kreuzer Am: 15.12.2012 11:51:29 Gelesen: 121370# 24 @  
Hallo bayern klassisch,

wirklich beeindruckende Seiten zeigst Du da wieder! Und einen Teilfranko-Expressbrief wird man lange suchen müssen, habe noch keinen weiteren gesehen.

Viele Grüße

kreuzer
 
Altdeutschland Am: 15.12.2012 12:45:54 Gelesen: 121358# 25 @  
Guten Morgen,

eine Drucksache war bisher noch nicht dabei.





Drucksache aus Hellern (heute Stadtteil von Osnabrück, damals eigenständig keine Poststelle) nach Elsfleth. Gleichzeitig ein Reichspostvorläufer aus dem November 1871.

Viele Grüße
Altdeutschland
 
bayern klassisch Am: 15.12.2012 15:00:21 Gelesen: 121345# 26 @  
Hallo Altdeutschland,

Eine Drucksache war bisher noch nicht dabei.

[#42]

Schau dir die letzte Seite an.

Hallo kreuzer,

danke für die netten Worte. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Altdeutschland Am: 16.12.2012 10:17:22 Gelesen: 121258# 27 @  
@ bayern klassisch [#59]

Alles klar. Dann sind jetzt bei den Drucksachen beide Währungen abgedeckt.

Schönen Sonntag
Altdeutschland
 
Altdeutschland Am: 17.12.2012 13:18:19 Gelesen: 121220# 28 @  
@ Gernesammler

Brief der 2. Gewichtsstufe 1868 mit der Nr. 5 (2 Groschen) aus Leipzig nach Dresden



Viele Grüße
Altdeutschland
 
Gernesammler Am: 17.12.2012 17:32:05 Gelesen: 121198# 29 @  
Hallo zusammen,

Einschreiben von Berlin nach Klein-Ottersleben bei Magdeburg in der 1.Gewichtsstufe mit 3 Groschen freigemacht, 1 Groschen für den Brief sowie 2 Groschen für die Einschreibgebühr.

Gruß Rainer


 
dzg Am: 04.02.2013 15:39:26 Gelesen: 120917# 30 @  
@ Pommes [#45]

Stelle zum ersten mal etwas ins Forum. Möchte ein NDP-Beispiel aus meiner Danzigsammlung zeigen. Bin Stempelsammler und versuche die Gebühren nachzurechenen.

Portopflichtige Dienstsache aus Danzig nach Langenau p. Praust.
Links unten frei gegen Post Ins Document (Insinuations Document)?

Ab 1.1.1868 Brief 1 Sgr. + Rücksendung des Insinuations Documents 1 Sgr. = 2 Sgr. Ist das korrekt? Hier verklebt mit 6 x 1/3 Sgr. Aufbrauch der niedrigere Werten. Ende der Gültigkeit am 31.12.1871.


 
bayern klassisch Am: 04.02.2013 22:25:31 Gelesen: 120849# 31 @  
[#239]

Hallo dzg,

schönes Stück - P.D.S. = Parthei - Dienst - Sache, daher portopflichtig und ein Post - Insinuations - Dokument war richtig frankiert worden.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Pommes Am: 05.02.2013 21:55:03 Gelesen: 120762# 32 @  
@ dzg [#239]

Hallo dgz,

ich fühle mich wegen des "@ Pommes" mal direkt angesprochen. Hallo erst mal. Herzlich willkommen im Forum, ich freue mich auf weitere Beiträge von Dir! Ein schöner Beleg, den Du da zeigst. Ich komme gerade vom Tauschtag hier in Fürstenwalde und gestern hatte ich böse Internetprobleme (siehe: http://www.heise.de/netze/netzwerk-tools/imonitor-internet-stoerungen/ [der Link ist nur noch kurze Zeit "aktuell"] - anscheinend hat es im ganzen Großraum Berlin erhebliche Probleme gegeben. ), ich hatte von ca. 19:30 gestern bis heute früh keine sinnvoll funktionierende Internetverbindung (wenn man Heise glauben darf "Fehler bei der DNS-Auflösung").

Unser Mitglied des Jahres 2012 "bayern klassisch" hat sich Deiner Frage ja schon angenommen, danke dafür. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen; nur, dass ich gern einen solchen Beleg aus Schmölln statt aus Danzig hätte ;-) .

Ich freue mich darauf, Deine Beiträge demnächst auch in dem einen oder anderen Danzig-Thema hier lesen zu dürfen.

Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
dzg Am: 11.02.2013 14:11:07 Gelesen: 120558# 33 @  
Hallo Bayern klassisch und Pommes,

herzlich Dank für Antworten. Wenn die Gebühr stimmt, wo ist dann die Insinuationsgebühr geblieben?

Schöne Grüße
Ton
 
bayern klassisch Am: 11.02.2013 19:08:14 Gelesen: 120520# 34 @  
@ dzg [#253]

Ich bin wahrlich kein Insinuationskenner Preußens - prinzipiell ist die Frage berechtigt, wenn ein Postbote die Insinuation vollzog. Wo anders gab es auch die Möglichkeit, dass dies "Dritte" vollzogen, die pauschal dafür abgefunden wurden. Ob das hier der Fall war?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Cantus Am: 15.02.2014 03:22:29 Gelesen: 118665# 35 @  
Das Thema hier ist leider in Vergessenheit geraten. Ihr müsst doch nicht immer nur das Besondere hochladen, einfache Briefe oder Frankaturen können doch auch schön anzuschauen sein. Daher zeige ich heute einen Umschlagbrief, der am 24.5.1869 von Greifswald nach Gristow lief; zur Frankatur diente eine Mi. 4.



Viele Grüße
Ingo
 
chuck193 Am: 04.04.2014 23:07:26 Gelesen: 63713# 36 @  
Hallo Altdeutschland Sammler,

hier möchte ich einige Briefe vorstellen, die mein Freund mir gegeben hat. Da fand ich vor allem, wie bei vielen alten Dokumenten, die Schrift sehr schön. Heute lernen die Kinder in vielen Schulen nur ein Drucken, keine Schrift mehr, dadurch können die später nicht mal ihren Namen schreiben.

Auch hätte ich gerne gewusst, ob die Stempel okay sind und auch das Porto.

Schöne Grüsse,
Chuck




 
Totalo-Flauti Am: 05.04.2014 00:00:04 Gelesen: 63699# 37 @  
Liebe Sammlerfreunde
@ chuck193,

die Postgebühren für den einfachen Brief (bis 1 Loth/16,2/3 Gramm Inland bzw. 15 Gramm Ausland) betrugen 1 Groschen. Die 4 Briefe wurden also zutreffend frei gemacht. Ich kann mich nur zu den K2-Stempel LEIPZIG äußern. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass er echt ist. Es muss sich noch um einen alten sächsischen K2-Stempel handeln. Ich hab mal ein entsprechenden sächsischen Beleg in der Anlage angehangen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
chuck193 Am: 05.04.2014 02:04:18 Gelesen: 63696# 38 @  
@ Totalo-Flauti [#37]

Hi Totalo-Flauti,

vielen Dank für Deine Auskunft, vielleicht haben noch andere etwas zu dem Stempel zu sagen.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
bayern klassisch Am: 05.04.2014 07:35:02 Gelesen: 63684# 39 @  
@ chuck193 [#36]

Hallo chuck193,

es waren alles einfache Briefe bis 1 Loth Gewicht, daher treffend mit 1 Silbergroschen frankiert.

Die Stempel sind auch alle o.k., als alles im grünen Bereich. Viele Altdeutschland Staaten haben ihre Stempel zu Zeiten des Norddeutschen Bundes weiter verwendet, oft sogar in die Reichspostzeit hinein. Warum hätten sie auch ein gutes Stempelgerät wegwerfen sollen? Stempelgeräte waren teuer und wenn ein Revisor eine Poststelle revidierte, dann mussten auch alle Stempelgeräte (es gab immer mehrere, außer bei kleinsten Poststellen) auf Funktion und Qualität überprüft werden. Befand der Revisor sie als gut, wurden sie weiter benutzt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
zockerpeppi Am: 05.04.2014 10:53:22 Gelesen: 63654# 40 @  
Auch von mir einmal ein Beitrag. Mein Dank an alle Unterstützer!



1809 erwirbt Jean-François Boch von einem Trierer Geschäftsmann die heruntergekommene Benediktiner Abtei zu Mettlach und gründete hier seine neue Steingutmanufaktur. Die Fachkräfte kamen vom Standort ‚Siebenbrunnen‘ in Luxemburg. Boch hatte durchaus die Vorzüge des Standortes Mettlach erkannt. Die Abtei lag direkt an der Saar, der Transport liess sich von nun an über Wasser bewerkstelligen, ein Transport über Land war nicht ungefährlich, vieles ging dabei zu Bruch. Zudem wurde im nahen Saarbrücken Kohle abgebaut. Eine gute Alternative zum Holz. Es bedurfte allerdings einiger Tüfteleien um diesen Brennstoff gekonnt einzusetzen. Die Fusion mit Villeroy erfolgte 1836.



Das Werk von Mettlach wurde ab 1838 von JF Bochs Sohn Eugen geleitet. Eugens Verdienste für die Firma lagen zweifelsohne in der Entwicklung der Fliesen. Er war ein leidenschaftlicher Hobby-Archäologe. Als nun nach archäologischen Ausgrabungen die Bodenmosaike der römischen Villa in Nennig freigelegt wurden, wird Eugen mit der Restaurierung beauftragt. Die Erfahrung bei der Restaurierung des Mosaiks war massgebend dass Eugen sich mit seinen Mitarbeitern der Herstellung von Fliesen zuwendete. Hier entstanden unter anderem die berühmten Mettlacher Platten. 1892 wurde Eugen in den Preußischen Adelsstand erhoben. Er verstarb 1898.



Hier nun ein Faltbrief von V&B ab Mettlach nach Neapel. Frankiert à 3 Groschen, abgestempelt am 20.3.69 Der PD Stempel als Vermerk dass das Porto bis zum Empfänger bezahlt wurde. Laut Postvertrag vom 10.11.1868 wurde die Postgebühr für frankierte Briefe aus dem Nordeutschen Bund nach Italien mit 3 Groschen verrechnet. So gesehen ist der Brief unterfrankiert da besagter Postvertrag erst ab dem 1.4.1869 Gültigkeit hatte. Der Brief lief im geschlossenen Transit durch Österreich über den Brenner nach Verona, ab da durch den Kirchenstaat nach Neapel.

Quelle : Villeroy&Boch, ein Vierteljahrtausend europäische Industriegeschichte 1748-1998

Und hier noch einige Links für Wissbegierige :

http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_von_Boch
http://www.villeroy-boch.de/das-unternehmen/historie.html
http://www.keramikmuseum-mettlach.de/

liebe Sammlergrüße
Lulu
 
bayern klassisch Am: 05.04.2014 21:33:35 Gelesen: 63600# 41 @  
Hallo Lulu,

wunderschöne Dokumentation - klasse Photos und ein außergewöhnlicher Brief mit vorschriftswidrigem Vergessen des Nachportos - was will man mehr?

Vielen Dank fürs zeigen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
chuck193 Am: 05.04.2014 21:53:57 Gelesen: 63592# 42 @  
@ bayern klassisch [#39]

Hallo bayern klassisch,

auch Dir vielen Dank für die Antwort, die Briefe werden, wie auch einige Bayern Briefe, meine Sammlung erweitern. Es wird noch einige Zeit dauern, um alles von meinem Freund zu sortieren. Ein Dubletten Buch enthält nur geprüftes Material, da werde ich wohl noch was für meine Sammlung finden, viele Germania sind dabei.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
stephan.juergens Am: 06.04.2014 12:44:12 Gelesen: 63550# 43 @  
@ zockerpeppi [#40]

Hallo Lulu,

der Weg über den Brenner ist durch den Stempel aus Verona belegt. Aber den Kirchenstaat hat der Brief vermutlich nicht gesehen. Denn 1869 bestand der Kirchenstaat ja nur noch aus dem kleinen Gebiet um Rom herum (Lazio). Die Romagna und die Marken, gehörten ja schon sei 1861 zum Königreich Italien, das Veneto (und damit Verona) ab 1866.

Gruß
Stephan
 
zockerpeppi Am: 06.04.2014 16:59:10 Gelesen: 63511# 44 @  
@ stephan.juergens [#43]

Mit Leitwegen kenne ich mich nicht gut aus. Ich danke für den Hinweis und streiche den Vermerk in der Beschreibung.

Liebe Grüsse
Lulu
 
Rybnik Am: 03.05.2014 14:25:24 Gelesen: 118396# 45 @  
Ich habe einen Brief aus Wittmund nach Carolinensyhl vom 29.1.1869. Wer kann mir den Inhalt erklären, da ich die Schrift nicht lesen kann ?


 
bayern klassisch Am: 03.05.2014 14:42:35 Gelesen: 118388# 46 @  
@ Rybnik [#45]

Die Schrift kann ich nicht lesen und der Inhalt scheint auch belanglos zu sein.

Interessant ist aber wirklich der halbe Groschen Bestellgeld, der siegelseitig notiert wurde. Das hat man nur bei ganz wenigen Briefen - Glückwunsch!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Rybnik Am: 03.05.2014 15:34:20 Gelesen: 118369# 47 @  
Was heißt das genau, da ich kein Fachmann bin. Bestellgeld ?
 
bayern klassisch Am: 03.05.2014 16:25:33 Gelesen: 118352# 48 @  
@ Rybnik [#47]

Das Franko zahlte der Absender (Marke). Die Zustellung auf dem flachen Lande war aber kostenpflichtig - hier 1/2 Silbergroschen, den der Empfänger zu zahlen hatte. Das Austragen der Poststücke wurde "Bestellung", heute: Zustellung, genannt.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Rybnik Am: 03.05.2014 16:49:20 Gelesen: 118347# 49 @  
Hallo bayern klassich,

danke vielmals für die Info.
 
chuck193 Am: 20.06.2014 18:24:09 Gelesen: 118047# 50 @  
Hallo die Experten,

zum Fertigmachen der Seiten für diese Briefe, benötige ich die korrekte bezeichnung dieser Briefe. Im Ganzsachen Katalog fand ich die nicht, auch nicht im Michel. Eure Bestimmung wäre erwünscht. Vielen Dank im voraus.

Schöne Grüsse,
Chuck


 
bayern klassisch Am: 20.06.2014 19:04:37 Gelesen: 118032# 51 @  
@ chuck193 [#50]

Hallo Chuck,

das sind Ganzsachenumschläge (in den Katalogen üblicherweise mit U 1, 2, 3 usw. gelistet) mit 1 Groschen Wertstempel für einfache Briefe bis 1 Loth Entfernung in den Vertragsstaaten.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
heku49 Am: 20.06.2014 20:13:39 Gelesen: 118020# 52 @  
@ chuck193 [#50]

Hallo Chuck,

wie bk schon geantwortet hat, sind das Ganzsachenumschläge. Deiner hat die Bezeichnung U1 und ist im Ganzsachenkatalog beim Norddeutschen Postbezirk gelistet. Es gibt dort aber noch 2 Größenangaben; entweder 147x84 oder 148x115 mm.

Gruß Helmut
 
chuck193 Am: 20.06.2014 22:51:11 Gelesen: 118001# 53 @  
@ bayern klassisch [#51]

Hi bayern klassisch,

vielen Dank für die schnelle Antwort, leider hatte ich das in meinem alten Ganzsachen Katalog nicht gefunden, werde nochmal nachschauen. Vielen Dank auch an Helmut. Das sortieren geht jetzt weiter.

Da ich nach dem Norddeutschem Postbezirk gesucht hatte, wie es in meinem Michel Spezial ist, also kurz vor Deutsches Reich, habe ich das natürlich im Ganzsachen Katalog nicht gefunden, weil es da nach" M " kam. Also ganz woanders.

Schöne Grüsse,
Chuck
 
Eiermann Am: 21.06.2014 16:04:22 Gelesen: 117959# 54 @  
Hallo,

ich konnte eine außergewöhnliche Ganzsache U1 mit Zusatzfrankatur erwerben. Ein Einschreibenbrief innerhalb Hamburgs. Außergewöhnlich deshalb, weil eine MiF mir einer NDP 12 schon eher selten ist. Leider fehlt unten links die Ecke bei der 12 und der Umschlag wurde nicht sanft geöffnet, aber aufgrund der Seltenheit ist es mir egal.

In dem Buch über die Hamburger Stadtpostmarke von Herrn v. Garnier konnte ich nichts über eine gelaufene Ganzsache mit der Nr 12 entdecken. Ich werde mich mal bei Herrn v. Garnier melden.

Grüße Jürgen


 
sotos Am: 23.06.2014 10:57:26 Gelesen: 117904# 55 @  
Hallo,

habe hier eine Dienstsache mit Dienstmarke 1Gr., Mi.Nr. 4. Im Briefe-Katalog Michel ist genau dieser Stempel als Neustempel abgebildet, OPD Düsseldorf. Weiter in der Bewertung wird angegeben, dass die Neustempel der bisherigen Poststanstalten und Orte 12.- bis 50.- € auf Brief werten, die Stempel der neuen Postorte aber 75.- bis 250.- €.

Auf der Suche, auf google und Co. konnte ich keine Auflistung der "neuen Orte" finden. Wer könnte mir eine Auflistung der Orte nennen?


 
Jürgen Witkowski Am: 23.06.2014 12:18:37 Gelesen: 117886# 56 @  
@ sotos [#55]

Bei Deinem Stempel handelt es sich um einen nachverwendeten Preussenstempel. Zu erkennen ist er neben der Stellung der Zeilen zueinander und der Größe von 39x14 mm, an den unterschiedlichen Schrifttypen (1. Zeile Antiqua, 2. Zeile Grotesk). Von den preussischen Stempeln mit Angabe des Regierungsbezirkes sind für Essen drei Haupttypen bekannt.

Die von Michel als "Neustempel" bezeichneten Stempel, die erst nach der Preussenzeit angeschafft und im NDP verwendet wurden, kommen in Essen in zwei Haupttypen vor. Das sicherste Unterscheidungsmerkmal besteht in der einheitlichen Schrifttype Antiqua für die 1. und 2. Zeile. Das kann man auf dem von mir vorgestellten Beispiel gut erkennen.



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
sotos Am: 23.06.2014 15:16:17 Gelesen: 117858# 57 @  
@ Concordia CA [#56]

Hallo,

habe meinen Stempel beim Feuser-Katalog von 1995 unter der 949-R3 gefunden wertet 10.- auf Marke, jedoch ist meiner ohne Jahreszahl. Der von Dir abgebildete ist mit Jahreszahl, aber als Typ im Feuser nicht mal gelistet.

Also kann mann die Preusenstempel vor den 1.1.1868, bevor die Posthoheit der NPD übernahm als Nachverwendete Stempel erkennen. Die Aussage vom Michel (Neustempel) hat mich zwecks der Regierungsbezirke verwirrt.

Grüße
 
Cantus Am: 17.07.2014 14:23:52 Gelesen: 117654# 58 @  
Hier ein Faltbrief, der am 12.6.1870 von Elberfeld (heute Wuppertal) nach Coburg gelaufen ist. Der rückseitig abgeschlagene Ankunftstempel von Coburg datiert nur einen Tag später. Innen enthält der Brief ein zweiseitiges Schreiben, auf die Abbildung habe ich aber verzichtet.



Viele Grüße
Ingo
 
zockerpeppi Am: 01.11.2014 21:08:05 Gelesen: 62940# 59 @  
Mir ist gerade aufgefallen dass es zwei verschiedene Threads für den Norddeutschen Postbezirk gibt.



Ein Fundstück aus Sindelfingen, allerdings ein Fehlkauf! Ich habe nicht richtig aufgepasst und mich mit den vielen "Oppenheims" vertan. Aber nun ist er mein:

Oppenheim & Co Berlin an die Rothschild Brüder in Paris. Abgestempelt: BERLIN.POST.EXP.11.ANHALT.BAHNH. 30/5/.68*8-9N. Postvertragsstempel Prusse Erquelines vom 1 JUIN. Ankunft in Paris , Stempel in rot auf dem Recto vom 1 JUIN 68, frankiert à 4einhalb Groschen

beste Sammlergrüße
Lulu
 
bayern klassisch Am: 02.11.2014 12:52:11 Gelesen: 62899# 60 @  
@ zockerpeppi [#59]

Hallo Lulu,

ich finde den Brief sehr schön und kann vordergründig keinen Fehlkauf sehen (ich weiß, du sammelst nach Absender/Empfänger). Über solch einen "Fehlkauf" würde sich jeder NDP - Sammler freuen. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
zockerpeppi Am: 02.11.2014 20:01:48 Gelesen: 62860# 61 @  
@ bayern klassisch [#60]

In der Tat nur der falsche Absender, sonst ist an dem Brief nix auszusetzen.

liebe Grüße
Lulu
 
Saguarojo Am: 08.11.2014 14:59:01 Gelesen: 117072# 62 @  
Hier ein Brief aus Duderstadt vom 13.7.1870 mit Marke Norddeutscher Postbezirk an "Herrn I.D. Schubert (Weißwarenhandlung) in Frankenhausen bei Nordhausen". Eine Weißwarenhandlung ist ein Wäschehandlung.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Kleidung und Wäsche - Rohmaterial, Herstellung, Vertrieb"]
 
bayern klassisch Am: 11.12.2014 15:02:59 Gelesen: 116863# 63 @  
Liebe Sammlerfreunde,

es gibt Briefe, an denen ich einfach nicht vorbei gehen kann, auch wenn ich sie gar nicht sammle. So war das auch hier:



In Braunschweig wurde am 21.4.1868 "Einliegend 90 Thaler scheribe neunzig Thaler in Braunschweigischen Bankscheinen" an "Das Königlich Bayersche Bezirksgericth Schweinfurt" unter "Criminalia" verschickt. Das Tinten - "B" stand wohl für Beutelstück.

Als Wertbrief war er von der Aufgabepost zu wiegen und das Wiegeergebnis auf dem Brief oben links zu notieren: hier 1 6/10 Loth. Die Taxen betrugen 21 Kr. und 3 Kr. = 24 Kr..



Chronologisch betrachtet lief er in Schweinfurt ein und erhielt den Vermerk auf der Siegelseite: "Enthielt eine Sendung in einer Kriminaluntersuchungssache, weshalb Porto diesseits nicht gezahlt werden konnte. Schweinfurt den 20. April 1868. Der k. Untersuchungsrichter F. Mayer".

Demnach war der Brief vom Empfänger geöffnet, ohne dass man das Porto zuvor bezahlt hatte und nach Anbringung dieses Vermerks wieder verschlossen worden. Hierbei ist zu beachten, dass die beiden kleinen, hellroten Siegel vom Absender stammen, der P(reußisch) B(raunschweigischen) L(andes) Polizei - Direction zu Braunschweig.

Nun schickte man den Brief wieder zurück, doch gab es ein Problem, wie uns die Siegelseite deutlich zeigt: "Emballage (= Verpackung) zerrissen, daher amtlich eröffnet, Inhalt richtig. Leipzig, den 22. April 1868 ?? Postexpedition No. 1. Unterschrift".

Vorne lesen wir: "Beanstandet - 21 / 3 = 24 135 und verte (= hinten)". Leipzig hat also neu versiegelt und vorne neu das Wiegeergebnis mit jetzt 1 15/20 Loth festgestellt ("nach Verschluß").

Wie ich finde, ein nicht alltägliches Briefchen.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Magdeburger Am: 11.12.2014 17:14:33 Gelesen: 116842# 64 @  
Lieber Bayern Klassisch,

die Entfernungsprogression war hier P7 (30 - 40 Meilen). Für einen Wertbrief fielen somit 14 Kreuzer Porto an. Die Werttaxe war hier 2 Sgr = 7 Kreuzer. somit lassen sich die 21 Kreuzer erklären. Die 3 Kreuzer sollte somit ein Botenlohn sein.

Die Rücksendung hätte die gleichen Gebühren, also nun 14 Kreuzer = 4 Gr. Rücksendung + 7 Kreuzer = 2 Gr. Werttaxe nach sich ziehen müssen. Selbst die Neuversiegelung hätte in Auslage gebracht werden können.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
bayern klassisch Am: 11.12.2014 17:18:53 Gelesen: 116838# 65 @  
@ Magdeburger [#64]

Lieber Magdeburger,

in Bayern war die (amtliche) Nachsiegelung kostenlos. Bist du sicher, dass sie beim Norddeutschen Postbezirk Geld gekostet hatte?

Vielen Dank für die Aufklärung hinsichtlich des Portos - fielen die 3 Kreuzer in Bayern an?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
volkimal Am: 10.06.2015 20:31:14 Gelesen: 115740# 66 @  
Hallo zusammen,

drei Briefe an den Fabrikanten Max Eckhardt bzw. den Friedensrichter Eckert nach Schönfeld bei Annaberg. Sind es zwei Personen oder ist der Name einmal falsch geschrieben?



Das Porto 1/3 Groschen gab es in Sachsen für Briefe bei Masseneinlieferung (31 bis 60 Stück).



Ein Groschen, normaler Brief bis 15 Gramm. Als Ort war ursprünglich "Schönfeld bei Ehrenfriedersdorf" angegeben. Dieses wurde in "Schönfeld bei Annaberg" korrigiert. Schönfeld liegt zwischen Annaberg und Ehrenfriedersdorf und gehört heute zu Annaberg-Buchholz.



Portopflichtige Dienstsache vom Gendarmen Helbig an den Friedensrichter Eckert. Frankiert mit einer Dienstmarke zu 1 Groschen.



Was mich irritiert ist die Marke auf dem zweiten Brief. Sie hat einen grauen Netzaufdruck, den ich nicht im Katalog finde (oder ich übersehe etwas). Wer kann mich über diese Marke aufklären?

Viele Grüße
Volkmar
 
LK Am: 10.06.2015 20:48:32 Gelesen: 115739# 67 @  
@ volkimal [#66]

Hallo Volkmar,

das ist ein normalerweise nicht sichtbarer Sicherheitsunterdruck.

Wurde schon bei Preußen eingeführt.

Dieser tritt bei falscher Lagerung hervor.

Gruß
 
volkimal Am: 10.06.2015 21:46:33 Gelesen: 115729# 68 @  
@ LK [#67]

Hallo LK,

danke für die schnelle Antwort - wieder etwas dazugelernt.

Vorhin habe ich eine Frage vergessen. Hatte Schönfeld 1868 schon ein eigenes Postamt oder stammt der Ausgabestempel aus Annaberg?

Volkmar
 
Cantus Am: 28.09.2015 22:23:45 Gelesen: 114600# 69 @  
Von mir ein Paketbegleitbrief, aufgegeben am 14.1.1868 in Zöblitz, heute ein Ortsteil von Marienberg, und bereits am 15.1.1868 in Chemnitz ausgeliefert.





Viele Grüße
Ingo
 
Saguarojo Am: 29.09.2015 16:42:27 Gelesen: 114543# 70 @  
Reco-Aufbrauch-Ganzsache drei Silbergroschen Preußen, überklebt mit einer 1 Groschen-Marke und einer 2 Groschen-Marke unten links. Von Duderstadt nach Köln vom 22.6.1869. Ankunft am 23.6.



Viele Grüße
Joachim
 
hajo22 Am: 29.09.2015 17:19:15 Gelesen: 114527# 71 @  
Neben anderen altdeutschen Postgebieten ist auch der "Norddeutsche Postbezirk" ein reizvolles (altdeutsches) Sammelgebiet und der Übergang zu den Marken des "Deutschen Reiches".

Wertbrief mit 5 Siegeln über 300 Thaler (in "Cassenscheinen") aus Berlin nach Leobschütz/Oberschlesien vom 26.7.(1869). Frankiert mit 14 Groschen, jeweils 2x5Gr. (Mi.Nr.5) und 2x2 Gr. (Mi.Nr.17).

Das Porto interpretiere ich wie folgt:

Beförderungsgebühr (> 50 Meilen) = 5 Gr.
Versicherungsgebühr (> 50 Meilen/je
100 Thaler 3 Groschen) = 9 Gr.
-----------------------------------------------
Gesamt = 14 Gr.
 



VG, hajo22
 

Magdeburger Am: 29.09.2015 17:22:50 Gelesen: 114526# 72 @  
Liebe Sammelfreunde,

dann steure ich mal einen Ortsbrief bei:



Sudenburg wurde am 01.07.1867 in Magdeburg eingemeindet, so dass auch alles korrekt ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 29.09.2015 22:10:40 Gelesen: 114475# 73 @  
Für den Paketbegleitbrief-Spezialisten hier eine Begleitung für einen "Korb mit acht Stück lebenden Tauben" aus Zeulenroda nach Nürnberg vom 23.2.1871. Frankiert mit 8 Groschen: 5+2+1 Gr. (Mi.Nrn. 18,17,16).

Der Paketzettel wurde aus Platzgründen teilweise um den Brief herumgeklebt. Aber man möge selber sehen:



Hoffentlich kamen die Tiere gut an.

VG, hajo22
 
Magdeburger Am: 30.09.2015 02:26:52 Gelesen: 114454# 74 @  
@ hajo22 [#73]

Guten Morgen Hajo22,

die Tauben samt Korb wogen 11 Pfund 15 Loth und die Entfernung betrug knapp 20 Meilen. Damit ergibt sich die Progressionsstufe P4 (15-20 Meilen) und je angefanges Pfund waren 2 Pfennige je Progressionsstufe zu entrichten.

Somit haben wir die Rechnung:

2 Pfennige * 12 Pfund * 4 = 96 Pfennige = 8 Silbergroschen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 30.09.2015 08:09:33 Gelesen: 114435# 75 @  
@ Magdeburger [#74]

Danke Dir. Ich habe immer wieder Probleme die Hieroglyphen bei den Gewichtsangaben auf den Briefen richtig zu deuten.

Wie ich an der Uhrzeit ersehe, bist Du "Nachtarbeiter", hoffentlich nicht wegen der Portoberechnung.

BG, hajo22
 
Magdeburger Am: 30.09.2015 15:40:29 Gelesen: 114394# 76 @  
@ hajo22 [#75]

Hallo Hajo22,

ist stehe fast jeden Tag sehr früh auf - und abend geht es früher in die Waagerechte.

Da der Brief auch hier reinpaßt:



Paketbegleitung von Calbe / Saale in das knapp 2 Meilen entfernte Bernburg vom 14.06.1869 zu später Stunde. Das Paket wog gerade mal 1 Pfund 20 Loth und hier war der Mindestfahrposttarif von 2 Sgr. zu entrichten.

Siegelseitig Ausgabestempel vom Folgetag und auch Paketausgabestempel des gleichen Tages vorderseitig.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.10.2015 14:37:31 Gelesen: 114334# 77 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal ein weiterer Paketbegleitbrief vom 21.09.1869 aus Dresden nach Magdeburg:



Die Entfernung beträgt etwa 22 Meilen und entspricht der Progressionstufe 5, dass Paket wog 5 Pfund 2 Loth und nach Gewicht ergibt sich 2 Pfennige * 6 Pfund * 5 Progressionsstufe = 60 Pfennige = 5 Sgr. was anzuwenden war, da der Mindestfahrpost niedrigr war (4 Sgr.)

Vorderseitig ist der Zweikreisstempel "MAGDEBURG.PACKET-BESTELLUNG" von der 1. Nachmittagzustellung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 02.10.2015 16:59:37 Gelesen: 114306# 78 @  
Liebe Sammelfreunde,

da ich gerade beim scannen war, noch ein netter kleiner Beleg:



Passend zum vorherigen Beleg ist es auch eine Paketbegleitung. Aufgegeben wurde diese am 12.01.1869 in Colditz, ca. 18 Meilen entfernt. Das Paket wog 3 1/2 Pfund und der Mindestfahrposttarif betrug hier 4 Sgr. Nach Gewicht ergibt sich folgendes:

2 Pfennige * 4 Pfund * 4 Progressionsstufe (15-20 Meilen) = 32 Pfennige = 2 2/3 Sgr.

Hier galt also der Mindestfahrposttarif, da dieser höher ist.

Im Gegensatz zum vorherigen Paket, wurde dieses nicht ausgetragen, sondern von der Packkammer abgeholt und dazu wurde der Kastenstempel A + Posthorn mit Jahreszahl bei der Abholung vorderseitig abgeschlagen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Martinus Am: 01.03.2016 14:17:15 Gelesen: 111773# 79 @  
Glück dem tüchtigen Sucher ...

Jedenfalls habe ich hier einen Beleg, den ich gern zeigen möchte:



Wer kann mir denn was zu dem P.E. sagen - und wer zu dem Ausgabestempel auf der Rückseite?

Vielen Dank im voraus.

Gruß Martinus
 
Martinus Am: 02.03.2016 16:26:31 Gelesen: 111724# 80 @  
@ Martinus [#79]

Wie gut, wenn man selber noch ein wenig stöbern kann! :)

Nach dem Spezialkatalog von Peter Feuser handelt es sich um einen nachverwendeten Preußenstempel, der in der Farbe blau recht selten zu finden ist.

Zu dem Ausgabe Stempel VII 1/2 habe ich leider noch keine weiteren Informationen gefunden!

Gruß Martinus
 
Magdeburger Am: 02.03.2016 16:51:58 Gelesen: 111717# 81 @  
@ Martinus [#80]

Hallo Martinus,

zeige mal den blauen Stempel im entsprechenden Berlin-Faden:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=3914

Berlin stempelte recht lange in blau!

Mit dem Begriff "nachverwendet" stehe ich persönlich auf Kriegsfuß. Ich meine, er ist einfach weiterverwendet worden beim Übergang von "Preussen" zum "Norddeutschen Bund".

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 07.04.2016 17:20:39 Gelesen: 110877# 82 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal noch ein weiterer Paketbegleitbrief:



Am 05.01.1870 in Magdeburg aufgegebenes Paket von 3 Pfund 5 Loth lief in das nur 1 1/4 Meilen entfernte Wanzleben. Die portopflichtige Dienstsache wurde mit 2 Sgr. bar frankiert, was auch am Aufgabestempel sichtbar ist.

Die Paketausgabe erfolgt am Folgetag und ist mit dem Ortsstempel von Wanzleben bestätigt worden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 07.04.2016 18:12:01 Gelesen: 110865# 83 @  
@ Magdeburger [#82]

Sehr akkurat und in einem kräftigen Rot abgeschlagener Franco-Stempel von Magdeburg. Sehr schön und in dieser sauberen Erhaltung vermutlich selten.

---

Kleines Briefchen aus Frankfurt a.M. nach Paris. 24xer-Frankatur (entspricht rd. 7 Sgr.) entwertet mit Bahnpoststempel Frankfurt a.M. - Cöln vom 14.12.(ohne Jahr). Aufgabestempel Ffm E.P.B.X (= Eisenbahn-Post-Büro Nr. 10), roter PD-Stempel (Porto bezahlt bis zum Ziel Paris) und blauer Grenzübergangsstempel Tour-T 2 Erquelines vom 15.12. Aufgabejahr leider unleserlich.

Die Rückseite gibt nichts her, zumal die Couvert-Rückklappe fehlt. Man kann eben nicht immer alles haben.

Nach altem Postvertrag mit Frankreich Brief bis 10gr=12xer (hier also über 10gr. bis 20gr.).



BG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 07.04.2016 20:34:55 Gelesen: 110850# 84 @  
@ hajo22 [#83]

Dazu noch links "2f" für "zweifach" und die "2" im franz. (Ankunftsstempel) von Paris - der sieht doch sehr gut aus, ich weiß gar nicht, was du willst (hinten kam eh in dieser Zeit beim direkten Postaustausch kaum noch ein Stempel drauf).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 08.04.2016 13:43:47 Gelesen: 110784# 85 @  
@ bayern klassisch [#84]

Du meinst ich "jammere auf hohem Niveau", aber es gilt: Nichts ist so gut um nicht noch besser sein zu können.

-----

Ich zeige nachfolgend einen Brief, den ich vor allem wegen der Adresse in die Sammlung aufgenommen habe: Einschreibbrief frankiert mit waagrechtem Paar der 2 Gr. (Nr.17) aus Usedom vom 5.5. nach Berlin, Ankunft 6.5. (jeweils Stempel ohne Jahr) an den königlichen General der Infanterie (Leopold) von Brese-Winiary (1787-1878), der aufgrund seiner Verdienste (Festungsbau) in den Adelsstand erhoben wurde. Sein Vater trat übrigens 1765 in Magdeburg in den Postdienst ein und wurde 1770 nach Berlin versetzt (Info für "Magdeburger") [1].



So macht das Sammeln von NDP-Belegen Spaß.

VG, hajo22

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Brese-Winiary
 
Magdeburger Am: 08.04.2016 15:16:00 Gelesen: 110766# 86 @  
@ hajo22 [#85]

Hallo Hajo22,

richtig interessant. Der Name war mir bisher nicht bekannt! Laut meinen Infos war 1762 Postmeister Buchholz - ab 1770 wieder kurzzeitig Christian Wilhelm Pape. Der von dir genannte würde zeitlich da auch als Postmeister reinpassen, zumal 1770 Pape, welcher schon 1759 bis 1762 dort Postmeister war, wieder kurz das Amt übernahm bis ein Herr Döring im gleichem Jahr, also von 1770 bis 1779 das Amt inne hatte.

@ alle

Den Beleg hatte ich schon in dem Mosigkau-Faden gezeigt, paßt auch hier:



"Ortsbrief" aus Dessau vom 17.03.1870, welcher an den Revierförster Krüger in die Hohe Strasse adressiert ist. Diese "Strasse" existiert noch heute, jedoch ist diese nur was für Fußgänger und Radfahrer. Die Strasse verband Dessau aus Richtung Haideburg kommend Kochstedt und weiter Mosigkau. In dieser Richtung liegt als erstes das Forsthaus Speckinge, wohin der Brief lief, am Ende wo diese die ehemalige Dessauer Strasse aus Kochstedt kommend die Hohe Strasse kreuzte, befindet sich ein Torhaus.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 13.04.2016 00:01:10 Gelesen: 110616# 87 @  
Mal ein kleiner Beleg, der einen klar abgeschlagenen Berlinstempel und einen sehr deutlichen Ankunftsstempel aufweist.

1/3 Groschen (Nr. 14) auf gefalteter Drucksache aus Berlin P.E.27 vom 28.8.1871 nach Friedland, Ankunft daselbst am 29.8.71.

Dieses Drucksachen-Porto ist noch häufig zu finden und zählt zur Altdeutschen Massenware. Selten nur in der Verwendung als Einzelfrankatur auf Ortsbrief in verschiedenen deutschen Städten. Kann ich leider nicht zeigen, aber vielleicht ein Leser?



VG, hajo22
 
Magdeburger Am: 02.05.2016 15:05:29 Gelesen: 110188# 88 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute bei mir eingeflogen:



Am 31.05.1869 in der Magdeburger Stadtpost-Expedition aufgegebenes Paket von 5 Pfund 5 Loth incl. Postvorschuß von 25 Sgr. in das 26 Meilen entfernte Wismar.

25 Sgr. wurden in Auslage genommen. Dazu kommen 1 Sgr. ProCura + 6 Sgr. Pakettaxe (2 Pfennige * 6 Pfund * 6PS (25-30 Meilen) = 72 Pfennige = 6 Sgr.) = 32 Sgr.

Siegelseitig sind 7 Sgr. angeschrieben, also 6 Sgr. für das Paket + 1 Sgr. ProCura.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.05.2016 16:09:55 Gelesen: 110180# 89 @  
Heute von mir und schon lange in der Sammlung:

Paketbegleitbrief für ein Fässel zu 55 Pfund aus Kirchberg/Sachsen nach Carlsfeld bei Eibenstock/Erzgebirge vom 15.2.(römische Zahl II) 1868, ausgeliefert am 17.2., frankiert mit 1/4, 2x2 und 5 Groschen (Nrn. 1, 2x5, 6) zu insgesamt 9 1/4 Groschen.

Die spannende Frage: Was war in dem Fässel? Sauerkraut oder Bier oder?



BG, hajo22

PS: Die Frage muß nicht beantwortet werden.
 
Magdeburger Am: 02.05.2016 16:38:11 Gelesen: 110169# 90 @  
@ hajo22 [#89]

Hallo Haja,

vielleicht war auch Butter drin? In dieser Jahreszeit denkbar.

Beide Orte trennen keine 5 Meilen, so dass wir hier die 1. Entfernungsstufe haben und da 2 Pfennige je Pfund anfielen ergeben sich 110 Pfennige, was auf 9 1/4 Sgr. aufzurunden war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.05.2016 17:33:36 Gelesen: 110156# 91 @  
@ Magdeburger [#277]

"haja" ist auch ganz nett, aber ich habe mich ganz sicher für "hajo" entschieden.

Auf 110 Pfennige bin ich auch gekommen dank Kopfrechnen. Um den Viertelgroschen wurde aufgerundet. Waren auch Abrundungen nach der Postordnung möglich?

VG, hajo22

PS: Butter wäre auch möglich, aber gleich 55 Pfund? Da wurde wohl das ganze Dorf versorgt.
 
Magdeburger Am: 02.05.2016 18:28:13 Gelesen: 110143# 92 @  
@ hajo22 [#91]

Hallo Hajo22,

Waren auch Abrundungen nach der Postordnung möglich?

Nein, es wurde grundsätzlich aufgerundet, allerdings wurde in der Postordnung von "abrunden" geschrieben.

Die Versendung von Butter war nur in der kühlen Jahreszeit möglich und die wurde tatsächlich in Fasser versendet und dies meist in grossen Mengen. In den preussischen Bestimmungen gibt es dazu etwas in den Dienstinstruktionen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.05.2016 20:01:36 Gelesen: 110124# 93 @  
@ Magdeburger [#92]

Ja, die Überlegung hat was für sich. Die Butter mußte allerdings weiterhin kühl gelagert werden (Stichwort "Eiskeller") um nicht schnell ranzig zu werden.

Interessant der Hinweis auf eigene Dienstinstruktionen zum Transport von Butter.

VG, hajo22
der auch immer noch was dazulernen kann.
 
hajo22 Am: 04.05.2016 16:04:08 Gelesen: 110034# 94 @  
Gelegentlich sieht man diese "Entwertungsart" aus Löbau in Sachsen auf Marken des NDP.

Hier ein kompletter Firmen-Faltbrief aus Löbau vom 29.12.1869 nach Spremberg (Ankunft 30.12.).

Mir ist bis heute unklar, warum die Marke nicht gleich mit dem Ortsstempel entwertet wurde.

Vielleicht kann mich ein Leser (noch) klüger machen?



BG, hajo22
 
hajo22 Am: 05.05.2016 20:03:10 Gelesen: 109955# 95 @  
Zu meiner Frage bezüglich der Löbau-Markenentwertung hat hier im Forum kein Leser eine Meinung?

---

Heute ein Paketbegleitbrief aus Neustadt/Westpreussen nach Danzig. Verschickt wurde ein Korb mit 20 Pfund Fischen.

Frankatur: Ganzsachenumschlag 1 Gr. + 2x1/4 Gr. + 2 Gr. = 3 1/2 Gr.

Gestempelt 25.9.1871, Ankunft Danzig am selben Tag, was uns der rote Danziger Packkammer-Stempel sowie der rückseitige Ankunftsstempel verrät.



BG, hajo22
 
Magdeburger Am: 12.05.2016 16:21:56 Gelesen: 109777# 96 @  
@ hajo22 [#95]

Hallo Hajo22,

der Danziger Packkammerstempel zeigt den Tag der Packausgabe an. Zum Löbau-Stempel kann ich nichts sagen, bei stampsx gibt es den Löbau-Sammler, vielleicht kannst du ihn fragen?

Liebe Sammelfreunde,

der Brief hat keinen Schönheitspreis verdient:



Mir ging es hier in erster Linie um den Aufgabestempel, aber diese Type hatte ich schon. Der Brief selbst ist vom 17.10.1868 - siegelseitig Stempel von Nürnberg Bahnhof + Briefträgerstempel 8. Die Notierungen, welche siegelseitig erkennbar sind, sind erst im Jahre 1871! angebracht wurden - da kein Inhalt, kann ich nicht sagen warum eine so lange Differenz dazwischen liegt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 12.05.2016 19:40:20 Gelesen: 109753# 97 @  
@ Magdeburger [#96]

Ja richtig Packausgabe der Packkammer, der Ankunftsstempel ist auf der Rückseite (gleicher Tag). Da habe ich mich mal wieder dämlich (unpräzise) ausgedrückt. Ich werde nie ein Postgeschichtler und werde ich noch so alt. :o)

Heute ein Faltbrief mit 2x2 Groschen (waagrechtes Paar Nr.5) nach Moskau, gestempelt 6.2.1869. Rückseite nur Trockensiegel, kein Ankunftsstempel (wahrscheinlich war der Brief ursprünglich anders gefaltet und der Briefteil mit dem Ankunftsstempel ist nicht mehr vorhanden). Als "Destination" ist Moskau nicht einfach zu finden. Kaufentscheidung war aber der blaue Berliner Poststempel der Post-Exp. 23 (keine Rarität, aber schön auf einem schönen Brief). Mit Franco-Stempel (alles bezahlt).



BG, hajo22
 
hajo22 Am: 25.05.2016 15:42:33 Gelesen: 109461# 98 @  
Manchmal hat man einfach Glück und kann auf einer bekannten Internet-Verkaufsplattform was Schönes erwerben.

Paketbegleitbrief "anbei ein Päckchen in grauer Leinwand" mit 4-Farben-Frankatur zu 1/4, 1/2, 1 und 5 Groschen. Gestempelt Konitz/Westpreußen vom 2.11.1869 nach Berlin, Ankunft und Ausgabe 3.11. "Paket Bestellung".

Eine 4-Farben-Frankatur hatte ich bislang nicht in meiner NDP-Sammlung. Und dann noch nach Berlin! Herz, was willst du mehr?



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 16:30:51 Gelesen: 109449# 99 @  
@ hajo22 [#98]

Hallo hajo22,

ich würde das sogar als Mischfrankatur bezeichnen - 2 mal gezähnt, 2 mal durchstochen. Das hat wahrlich nicht jeder und es sieht phantastisch aus. Glückwunsch zu diesem Schmankerl. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 25.05.2016 17:52:58 Gelesen: 109437# 100 @  
@ bayern klassisch [#99]

Ja ich weiß, danke. Ich habe lange nach einer 4-Farben-Frankatur zu einem noch bezahlbarem Preis gesucht.

Dennoch, einer schaut jetzt ganz traurig: Mein Sparschwein!

VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 18:14:38 Gelesen: 109436# 101 @  
@ hajo22 [#100]

Hallo hajo22,

Hauptcharakteristikum eines Sparschweins ist der Mangel an Durchhaltevermögen - der traurige Blick wird also bald verschwunden sein und heiterere Miene wird folgen. Jede Wette ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch (auch ein Sparschweinbesitzer)
 
mario0612 Am: 25.05.2016 19:14:13 Gelesen: 109420# 102 @  
Hallo,

NDP ist zwar nicht mein Gebiet, aber als Heimatsammler kommt man nicht drum rum. :-)

Der Brief hat keine besondere Frankatur mit 1 Groschen Dienstmarke, aber er ging von Gotha nach Körner am 14.01.1870.

Es war ein Dienstbrief an die Schule von Körner. Körner war eine kleine Enklave im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, dazu zählte auch das Kloster Volkenroda.

Eine schöne Restwoche

Beste Grüße

Mario


 
hajo22 Am: 25.05.2016 19:37:09 Gelesen: 109406# 103 @  
@ bayern klassisch [#101]

Mein Sparschwein leidet an chronischer Schwindsucht. Das liegt daran, daß ich ihm jeden Monat weismache, es sei schon wieder Weihnachten. Gelegentlich erhält es eine F-Spritze zum Durchhalten. Es steht auf dem eingescannten Buch und schaut mächtig stolz in alle Richtungen.



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 20:08:35 Gelesen: 109396# 104 @  
@ mario0612 [#102]

Hallo Mario,

deiner Schilderung entnehme ich, dass du Kömer sammelst - da musst du sehr glücklich sein, solch einen schönen Brief nach dorthin gefunden zu haben. Die meisten Heimatsammler sammeln nur von ihrem Ort nach irgendwo hin. Wohl dem, der dieses Stadium überwunden und begriffen hat, dass "gscheites" Heimatsammeln vor allem Belege in den Ort seiner Sammelleidenschaft beinhalten sollte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 20:12:31 Gelesen: 109392# 105 @  
@ hajo22 [#103]

Hallo hajo22,

mein Sparschwein kann gar nicht lesen - und das Rechnen hat es auch schon verlernt, sonst hätte es festgestellt, wie übel ich ihm manchmal mitgespielt habe. Aber es hat sich noch jedes Mal erholt und ich hoffe, dass es mir auch zukünftig gewogen bleiben wird. Ich habe nämlich einen Schwarzen Einser - Beleg unlängst bei einem süddeutschen Auktionshaus gesehen, den ich hier, dank seiner gütigen Mithilfe, in 4 Wochen nur zu gerne präsentieren würde.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 25.05.2016 20:23:04 Gelesen: 109389# 106 @  
@ bayern klassisch [#105]

Ja dann, Glück auf und fette Beute!

VG, hajo22
 
mario0612 Am: 25.05.2016 21:02:42 Gelesen: 109383# 107 @  
@ bayern klassisch [#104]

Hallo Ralph,

auf diesen Beleg bin ich sehr stolz und auf den folgenden. Ich gebe dir vollkommen recht, das bei Heimatsammlungen auch Belege in den Ort dazu gehören. Denn es gingen ja nicht nur Briefe raus. Ausserdem kennt man ja oft den Empfänger.

So nun zeige ich noch einen Beleg, selber Absender (ich denke das die Nummer am unteren Briefrand eine fortlaufende Archivierungsnummer oder so ist). Diesmal ging der Brief von Gotha an das Kloster Volkenroda zu Körner vom 17.10.1871.

Beste Grüße

Mario


 
Briefmarkentor Am: 26.05.2016 06:35:57 Gelesen: 109345# 108 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 1 Loth vom 16. September 1869 aus Cammin (heute Kamieñ Pomorski) nach Torgelow. Der Brief wurde portorichtig in Mehrfachfrankatur mit 1 Groschen (2 x Mi.-Nr. 15 - Ausgabe vom Januar 1869) frankiert und mit dem Kreisstempel CAMMIN I/POMMERN abgeschlagen.


 
bayern klassisch Am: 26.05.2016 10:22:04 Gelesen: 109309# 109 @  
@ mario0612 [#107]

Hallo Mario,

die Nr. hat ganz sicher der Absender bzw. die Absendebehörde geschrieben - sie entsprach sicher der laufenden Geschäftsnummer, die wir heute im amtlichen Bereich auch noch kennen. Mit ihr sollte eine Chronologie verbunden sein und bei Antworten eine Zuordnung zum jeweiligen Geschäftsfall erreicht werden.

Verschwand damals ein Brief, was auch vorkam, wurde der gleiche Brief nochmals geschrieben und ein kleines "a" hinter die Nummer gesetzt. Vlt. findest du mal so einen.

Gerade Post in so kleine Orte ist ganz schwer zu finden, weil die allermeisten Anbieter nur den Namen des Abgangs nennen, aber so gut wie nie den Namen des Zielortes. Von daher großer Respekt, dass du 2 schöne Briefe in deinen Heimatort finden konntest. Bei eBay lässt die weltweite Suche auf einiges hoffen, aber viel wird aus der klassischen Zeit auch da sicher nicht zu bekommen sein.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 26.05.2016 15:56:38 Gelesen: 109286# 110 @  
Liebe Sammelfreunde,

eigentlich hatte ich heute gehofft einen netten Beleg zu bekommen, aber ich muß noch warten!

Von mir mal zwei 0815 Belege, beide am Magdeburger Bahnhof Fürstenwallufer aufgegeben.



Ersterer Beleg (1868)nach Klein Ottersleben wurde nur mit dem Omnibus bis Sudenburg befördert - das letzte Haus dort grenzt an dem ersten Haus von Ottersleben. Heute sind beide Stadtteile von Magdeburg.

Der zweite Beleg (1869) nach Plauen ist mit recht großer Sicherheit über Leipzig weiter in Richtung Hof, nur bis Plauen befördert mit der Eisenbahn befördert.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 26.05.2016 18:12:17 Gelesen: 109270# 111 @  
@ bayern klassisch [#105]

Gehe ich recht in der Annahme, daß Du an eine Drucksache nach Tierlitzko denkst? Habe ich auch schon im Visier. Ich fürchte aber, die wird viel teurer als gedacht. Wobei mich der Plattenfehler nicht interessiert.

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 26.05.2016 18:18:35 Gelesen: 60689# 112 @  
@ zockerpeppi [#61]

Am Brief nicht, aber an der 1/2 Groschen-Marke. Die hat die Farbe gewechselt, weil offensichtlich foliengeschädigt.

VG, hajo22,
der erst heute den Beitrag gelesen hat.
 
bayern klassisch Am: 26.05.2016 18:52:49 Gelesen: 109262# 113 @  
@ hajo22 [#111]

Da hast du richtig geraten - ich denke auch nicht, dass der Zuschlag in der Nähe des Ausrufs bleiben wird. Dann schaun mer mal, wer sie bekommen wird.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 26.05.2016 19:19:28 Gelesen: 109255# 114 @  
@ bayern klassisch [#113]

Das ist doch ganz einfach: Der mit dem dicksten Portemonnaie.

Schönen Abend
hajo22
 
Briefmarkentor Am: 26.05.2016 19:43:33 Gelesen: 109246# 115 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 1 Loth (15 Gramm) vom 11. Januar 1870 aus Rostock nach Doberan. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit einem Groschen (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom Januar 1869) frankiert und mit dem Kreisstempel mit Bogen oben ROSTOCK i. MECKLBRG. / III abgeschlagen.



 
mario0612 Am: 26.05.2016 21:55:50 Gelesen: 109228# 116 @  
@ bayern klassisch [#109]

Hallo Ralph,

danke, dass du meiner These zur Archivierung zustimmst. Bei Ebay gibt es solche Belege bis lang noch nicht. Aber man kann ja hoffen. :-)

Wenn mein Kind mir demnächst mal eine Stunde Freizeit gönnt, werde ich mal ein Thema aufmachen zur Geschichte von Körner/Volkenroda. Da habe ich noch 1-2 nette Belege. Bei einem habe ich sowieso Portoprobleme, vielleicht gibt es da Hilfe.

Ein schönes Wochenende in 2 Tagen.

Beste Grüße

Mario
 
bayern klassisch Am: 27.05.2016 06:50:38 Gelesen: 109217# 117 @  
@ mario0612 [#116]

Hallo Mario,

klasse und immer her damit - das Forum hilft, wo es kann. Und es kann oft ... :-)

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 27.05.2016 15:56:18 Gelesen: 109164# 118 @  
Faltbrief gestempelt Berlin PE No.8 vom 27.10.1871 nach London, vorderseitig roter Ankunftsstempel London E.C. vom 30.10.1871. Frankiert mit 1/2 und 2 Groschen (Nrn.15,17) für einen Brief bis 15gr. nach England.

Auslandsbriefe sind immer wieder schön anzusehen, vor allem aus Berlin.



BG, hajo22
 
applepower Am: 31.05.2016 20:03:32 Gelesen: 108957# 119 @  
Hallo,

zu den Auslandsbriefen kann ich auch einige Belege anbieten, zunächst aus Berlin.

Gruss aus Kiel
Joachim


 
hajo22 Am: 31.05.2016 23:25:07 Gelesen: 108932# 120 @  
Faltbrief aus Altona vom 5.7.1869 nach Kirkcaldy (Hafenstadt in Schottland), Ankunft 8.7.69. Frankiert mit 5 Groschen (Nr. 6). Roter PD-Stempel (bezahlt bis zum Zielort).



VG, hajo22
 
applepower Am: 01.06.2016 13:02:01 Gelesen: 108886# 121 @  
Hallo,

"ALTONA" ist super.

Folgend ein Faltbrief Berlin - Volterra (Italien) vom Silvestertag 1869



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 01.06.2016 18:13:46 Gelesen: 108861# 122 @  
Faltbrief aus Kiel vom 23.3.1870 nach Kolding (Dänemark), Ankunftsstempel nicht lesbar. Frankiert mit 1 und 1/2 Groschenmarken.



VG, hajo22
 
applepower Am: 01.06.2016 21:19:13 Gelesen: 108841# 123 @  
Kiel und Dänemark könnte ich auch.

Kiel nach Hortens zum ermäßigten Tarif



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 02.06.2016 10:37:56 Gelesen: 108795# 124 @  
Faltbrief aus Leipzig vom 14.6.1871 nach Aarau/Schweiz, Ankunft am 16.6.

Frankiert mit 2 Groschen (Nr. 17).



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 02.06.2016 10:47:48 Gelesen: 108790# 125 @  
@ hajo22 [#124]

Hallo hajo22,

man sollte die 4 Sgr. Briefe in die Schweiz nicht unterschätzen, denn viele 2. Gewichtsstufen (es gab ja auch nur 2) gab es wohl nicht. Lt. einer Statistik waren es um die 3% des gezählten Briefaufkommens.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 02.06.2016 11:06:35 Gelesen: 108785# 126 @  
@ bayern klassisch [#125]

Der Brief ist aber nur mit einer 2 Gr.-Marke frankiert. Hier liegt ein Irrtum vor.

Ich bin mal gespannt was die 1 Kreuzer Drucksache erbringt (ich hätte 2'5 geboten). Aber ich habe inzwischen ein anderes Objekt im Focus und beides geht nicht, da bekommt mein Sparschwein Gänsehaut.

VGT, hajo22
 
bayern klassisch Am: 02.06.2016 11:19:17 Gelesen: 108779# 127 @  
@ hajo22 [#126]

Hallo hajo22,

ist schon klar, wollte nur einmal darauf hinweisen, dass selbst 2. Gewichte in das Massenland Schweiz nicht so häufig sind, wie man denken könnte.

Mit 2.500 € hättest du keinen Hauch einer Chance, auch wenn ich sie dir, hätte ich sie nicht selbst gebraucht, von Herzen gegönnt hätte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 02.06.2016 11:44:23 Gelesen: 108771# 128 @  
@ bayern klassisch [#127]

Weiß man's? Bei so vielen Katalogen und Losen kann schon leicht mal ein Los "untergehen". Mehr ist mir das etwas schwierige Drucksachen-Format nicht wert. Außerdem habe ich 2 Exemplare der Marke, wenn auch nur lose. Das muß für den (einfachen) Sammler genügen, zumal mich die geschnittene Wappenserie (und hier die 18 Kreuzer auf Brief) mehr interessiert.

Ich habe mehrere Briefe in die Schweiz, aber keinen mit einer Mehrfachfrankatur der 2 Groschen. Wenn Du mich schon auf diese Seltenheit aufmerksam machst, lege ich mir einen entsprechenden Merkzettel an.

VG, hajo22,
 
applepower Am: 02.06.2016 12:50:07 Gelesen: 108756# 129 @  
Hallo,

auch hübsch anzusehen, eine feine Mischfrankatur zu 3 1/2 Groschen von Saarbrücken nach Frankreich.



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 02.06.2016 13:07:49 Gelesen: 108755# 130 @  
@ applepower [#129]

Dieselbe 3-Farben-Frankatur zu 3 1/2 Groschen aus Rheydt vom 30.11.1868 nach Tarare (Département Rhône). Grenzübergangsstempel Prusse-Erquelines vom 1.12.68 und roter PD-Stempel (bezahlt bis Zielort). Rückseite Bahnpoststempel Paris à Clermont 1.12.68, Ankunft Tarare 2.12.68.



BG, hajo22
 
applepower Am: 02.06.2016 13:56:53 Gelesen: 108744# 131 @  
@ hajo22 [#130]

Ebensolche 3 1/2 Groschen hätte ich auch noch vom nicht so häufigen Aufgabeort Wermelskirchen nach Lyon.



Gruss aus Kiel
Joachim
 
applepower Am: 02.06.2016 18:11:36 Gelesen: 108695# 132 @  
Cronenberg nach Utrecht sieht man nun so fein auch so oft nicht.



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 02.06.2016 19:57:34 Gelesen: 108676# 133 @  
1-Groschen-Frankatur aus Berlin HSTPE (= Haupt-Stadt-Post-Expedition, Stempel in blau, Type I ohne Punkt nach "N") vom 9.12.1868 auf kleinem Briefchen nach Wien, Ankunft am 10.12. Für Österreich galt ab 1.1.1868 der Inlandstarif, was sicherlich vom Postkunden positiv aufgenommen wurde.



BG, hajo22
 
applepower Am: 03.06.2016 15:18:17 Gelesen: 108635# 134 @  
Faltbrief Flensburg - Kolding zum moderierten Porto (1.8.1868 - 31.3.1879) von 1 1/2 Groschen



Gruss aus Kiel
Joachim
 
Magdeburger Am: 03.06.2016 15:42:37 Gelesen: 108625# 135 @  
Liebe Sammelfreunde,

mal eine 4 Sgr. Frankatur:



Am 12.10.1869 ging das Insinuationsdokument von Magdeburg nach Charlottenburg zurück. 3 Sgr. betrug die Insinuationsgebühr + 1 Sgr. die Briefgebühr.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
applepower Am: 03.06.2016 16:12:48 Gelesen: 108615# 136 @  
@ Magdeburger [#135]

4 1/2 Groschen Frankatur von Berlin nach Paris machen sich auch dekorativ:



Gruss von der Förde
Joachim
 
hajo22 Am: 03.06.2016 17:32:34 Gelesen: 108603# 137 @  
@ applepower [#136]

Hast Du schon in [#261] gezeigt. Also, Wiederholungen passieren nicht nur mir. Tröstlich.

BG, hajo22
 
hajo22 Am: 03.06.2016 18:02:33 Gelesen: 108596# 138 @  
@ hajo22 [#137]

Couvert aus Köln Bahnhof vom 26.5.1870 via Calais ins Seebad Brighton, Ankunft 28.5. Vorderseitig wurde vermerkt: "Franco Rückseite". Grenzübergangsstempel Prusse Amb(ulant).LCA vom 27.5.

Auf der Rückseite Mischfrankatur durchstochene/gezähnte Ausgabe: 2x 1/4 Gr. (Nr.1) sowie 1 und 2 Gr. (Nrn. 16,17)
in Kreuzform frankiert.



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 03.06.2016 18:26:18 Gelesen: 108591# 139 @  
@ hajo22 [#138]

Hallo hajo22,

wenn das kein wunderschöner Traumbrief ist, dann weiß ich es auch nicht mehr. Was würde ich für einen Bayernbrief geben, der diesem gleicht?

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
applepower Am: 03.06.2016 20:52:12 Gelesen: 108575# 140 @  
@ hajo22 [#137]

Sorry, langsam hab ich´s nicht mehr im Kopf.

3 Groschen Frankatur Hamburg nach Stockholm.



Grus aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 03.06.2016 21:50:44 Gelesen: 108570# 141 @  
@ bayern klassisch [#127]

Jetzt hat mich der Ehrgeiz gepackt und ich habe genauer im Karton nachgesehen und eine 4-Groschen-Frankatur in die Schweiz gefunden. Allerdings nicht 2x2 Groschen, sondern 4x1 Groschen. Sieht aber auch nicht schlecht aus, oder?

Faltbrief aus Leipzig vom 23.12.1871 wiederum nach Aarau, Ankunft Heiligabend 1871.



VG, hajo22,
der die nächsten Tage keine Zeit für die Briefmarken hat.
 
bayern klassisch Am: 03.06.2016 22:00:49 Gelesen: 108567# 142 @  
@ hajo22 [#141]

Hallo hajo22,

der sieht noch besser aus, als einer mit 2 blauen Marken - herrliches Stück!

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Briefmarkentor Am: 03.06.2016 22:22:00 Gelesen: 108562# 143 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 1 Loth (15 Gramm) vom 16. September 1868 aus Ludwigslust nach Meiningen. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit einem Groschen (1 x Mi.-Nr. 4 - Ausgabe vom 1. Januar 1868) frankiert und mit dem Kreisstempel mit Bogen oben LUDWIGSLUST abgeschlagen.
 
applepower Am: 04.06.2016 15:49:00 Gelesen: 108525# 144 @  
@ bayern klassisch [#142]

Eine 4 1/2 Groschen Frankatur nach Paris mit 4 x 1 Groschen und 1 x 1/2 Groschen kann ich auch dazu beitragen:



Gruss aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 07.06.2016 17:32:45 Gelesen: 108406# 145 @  
Liebe Freunde,

mit solcher Farbenfreude kann ich mit diesem Brieflein nicht konkurrieren, möchte es aber trotzdem hier zeigen.

Theoretisch müsste fast alles an Poststücken des NDB nach Bayern (et vice versa) Massenware sein. Sammelt man aber ein bischen länger, stellt man fest, dass es etliches nicht oder kaum einmal zu sehen gibt.

Eine meiner Mini - Sammlungen trägt ja den Titel "Bayern - poste restante" und man könnte zu glauben geneigt sein, dass man innerhalb kürzester Zeit den ein oder anderen aussagekräftigen Brief mit diesem Postdienst zwischen diesen beiden Postgebieten in die Finger bekäme - aber das ist (leider!) nicht so.





Daher freute mich der Kauf dieses Kuverts aus Gotha vom 20.8.1868 mit 1 Sgr. treffend frankiert nach Bamberg besonders, denn er sollte dort den Maschienenbauer Carl Reich "poste restante" erreichen. In Bamberg Bahnhof kam er auch einen Tag später schon an, was in der Regel dafür gesorgt hätte, dass man ihn 3 Monate lang in der Hauptpost hätte liegen lassen. Jedoch muss unser Herr Reich einen Anweisung hinterlassen haben, die besagte, dass man ihm seine Post umgehend nach Lichtenfels nachsenden sollte, sonst hätte man nicht bei der Bamberger Hauptpost noch am selben Tag Aufgabe gestempelt und ihn nach dorthin versandt. Der Lichtenfelser Ankunftsstempel mangelt, aber das war halt so.

Prinzipiell war gegen dergleichen Verhalten der Bamberger Post nichts einzuwenden, jedoch hätte man den Brief mit dem Vermerk: "Auf Verlangen nach Lichtenfels" versehen müssen, damit man den Hintergrund der Weiterleitung leichter erkannte. Aber auch für kleine Contraventionen bin ich ja bekanntermaßen sehr dankbar.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
applepower Am: 07.06.2016 21:49:01 Gelesen: 108383# 146 @  
@ bayern klassisch [#145]

Ach, ich denke Konkurrenz ist auch nicht immer dienlich.

Folgend ein Brief, der auch nicht mit Farbenfreude gesegnet, trotzdem (oder vielleicht gerade deswegen) eine Augenweide ist.

Waagerechter Dreier-Streifen vom rechten Bogenrand, 3 x 1/3 Groschen-Frankatur von Merkschutz nach Brieg.



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 09.06.2016 13:57:15 Gelesen: 108340# 147 @  
Wie bei allen Altdeutschen Staaten, so sind auch beim NDP-Bezirk Überseebriefe am schwierigsten zu beschaffen. Am häufigsten findet man noch infolge der zahlreichen deutschen Auswanderer Belege, die in die USA adressiert waren.

Kleines Damencouvert frankiert mit 2x2 Groschen, gestempelt Dresden 1.11.1869 nach Philadelphia/USA, 2 Ankunftsstempel vom 21.11. auf der Couvertrückseite sowie handschriftlicher Eingangsvermerk auf der Briefvorderseite received 22.11.69.


 
applepower Am: 09.06.2016 20:12:28 Gelesen: 108316# 148 @  
@ hajo22 [#147]

Wenn Briefe nach Übersee doch nicht immer gleich den Geldbeutel sprengen würden ...

An Überseebriefen kann ich auch nur als Destination die Vereinigten Staaten zeigen



Beste Grüße aus Kiel
Joachim
 
Eilean Am: 09.06.2016 22:26:29 Gelesen: 108303# 149 @  


Hier ein Brief von Bonn nach München, ein schöne Bonn-Stempel und ein blauer, den ich nicht entziffern kann.

Gruß
Andreas
 
klinhopf Am: 09.06.2016 22:37:26 Gelesen: 108294# 150 @  
@ Eilean [#149]

den ich nicht entziffern kann.


Absenderstempel eines ADV.ANWALTes namens Ruland in Bonn.
 
Briefmarkentor Am: 09.06.2016 22:41:26 Gelesen: 108293# 151 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 1 Loth (15 Gramm) vom 7. August 1871 aus Demmin nach Kadow. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit einem Groschen (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom Januar 1869) frankiert und mit dem Kreisstempel DEMMIN abgeschlagen.
 
Baldersbrynd Am: 10.06.2016 08:53:57 Gelesen: 108267# 152 @  
Brief aus Hamburg nach Kopenhagen, gesendet am 10.11.1870.

Porto 3 Gr. für Brief in 2. Gewichtklasse (15-250g).

Viele Grüße
Jørgen


 
hajo22 Am: 11.06.2016 15:11:19 Gelesen: 108225# 153 @  
Für die Hansestadt Hamburg wurde beim Ortsbriefporto aus währungspolitischen Gründen eine Extrawurst gebraten.

Im Gebiet des Freistaates der Freien und Hansestadt Hamburg galt die Courant-Währung mit 1 Mark zu 16 Schillingen. Dabei wertete 1 Schilling 9 preußische Pfennige. Ein Silbergroschen entsprach demnach 1 1/3 Schilling (Hamburg).

Der Hamburger Senat(?) erreichte, daß zumindest in seinem Stadtgebiet die bisherige Gebühr für Stadtbriefe und Stadt-Drucksachensendungen in Höhe von 1/2 Schilling (Hamburg) auch nach dem 31.12.1867 beibehalten werden konnte.

Es wurde eine 1/2 Schilling "Stadtpostmarke" geschaffen, die diskreterweise keine Wertangabe aufwies.

Im Michelkatalog sind das die Nummern 12 (Stadtpostmarke durchstochen) und die Nr. 24 (dieselbe jetzt gezähnt). Beide Marken waren noch (in Hamburg) bis zum 31.12.1874 (also auch noch zu Zeiten des Deutschen Reiches) gültig.

Die Nr. 12:
Ortsbrief aus Hamburg P.E.2 vom 14.5.1868, Ankunftsstempel auf der Couvertrückseite vom selben Tag.



Die Nr. 24:
Ortsbrief Hamburg P.E.? vom 25.3.1873 (also schon im DR), Ankunft am gleichen Tag.



VG, hajo22
 
Baldersbrynd Am: 11.06.2016 18:54:37 Gelesen: 108210# 154 @  
Noch ein Brief in der zweiten Gewichtsklasse.

Gesendet aus Altona nach Nibe in Jutland am 21.9.1871. Gesendet in der Deutschen Reich Zeit.

Viele Grüße
Jørgen


 
applepower Am: 14.06.2016 11:10:39 Gelesen: 108139# 155 @  
R3 "SAARBRÜCK" mit 3 1/2 Groschen Frankatur nach Charlons St. Marne (Frankreich)



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 14.06.2016 13:56:55 Gelesen: 108119# 156 @  
Groschen über Groschen-Briefe. Wie sieht's mit den Kreuzer-Briefen aus? Werden die nicht gesammelt? In [#83] hatte ich zuletzt einen 24-Kreuzer-Brief nach Paris gezeigt.

Heute ein Kreuzer-Faltbrief mit einem waagrechten Dreierstreifen der 1 Kreuzer gezähnt (Nr.19) aus Mainz vom 15.5.1869 nach Köln, Ankunft am selben Tag. Also von Helau nach Alaaf.



VG, hajo22
 
Stephan Sanetra Am: 15.06.2016 22:15:41 Gelesen: 108043# 157 @  
Von Bremen nach Brake - nur eine kurze Strecke: Da kann man schon die Ankunft am nächsten Tag erwarten:



Einen schönen Abend noch wünscht Euch
Stephan
 
Stephan Sanetra Am: 15.06.2016 22:36:23 Gelesen: 108035# 158 @  
Deutlich weiter ist es von Bremen nach Duisburg - doch auch dieser Faltbrief findet am nächsten Tag seinen Adressaten:




Beste Grüße
Stephan
 
hajo22 Am: 16.06.2016 09:31:28 Gelesen: 108003# 159 @  
Mein Appell Kreuzer-Briefe aus der NDP-Zeit zu zeigen, ist offensichtlich im Nirwana verhallt.

Dann versuche ich mal mit einem 7-Kreuzer-Brief den Appetit zu wecken.

Faltbrief aus Frankfurt a.M. vom 4.3.1870 nach Amsterdam, Ankunft am nächsten Tag. Frankiert mit 7 Kreuzer graublau, gezähnt (Nr. 22).





VG, hajo22
 
Briefmarkentor Am: 16.06.2016 10:34:15 Gelesen: 107995# 160 @  


Inlandsbrief im Fernverkehr bis 1 Loth vom 15. Februar 1870 aus Schwerin an der Warthe (heute Skwierzyna in Polen) nach Gera. Der Brief wurde portorichtig in Einzelfrankatur mit 1 Groschen (1 x Mi.-Nr. 16 - Ausgabe vom Januar 1869) frankiert und mit dem dreizeiligen Rechteckstempel SCHWERIN / AN DER WARTHE abgeschlagen.
 
hajo22 Am: 16.06.2016 13:43:48 Gelesen: 107982# 161 @  
@ bayern klassisch [#127]

Richtig! Keinen Hauch einer Chance. Aber wer hat den Brief gekauft für diesen (Riesen-)Betrag? Da kann sich der Einlieferer so richtig freuen.

VG, hajo22,
der erst gar nicht geboten hat :o)
 
Magdeburger Am: 16.06.2016 18:41:44 Gelesen: 107962# 162 @  
Liebe Sammelfreunde,

da heute bei mir eingeflogen:



Am 14.10.1871 von Magdeburg nach Dölkau gesendeter Dienstbrief an den Reservejäger und Privatförster des Grafen von Hohenthal Herrn Jaenecke, welcher mit einer 1-Groschenmarke frankiert wurde.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 16.06.2016 19:58:12 Gelesen: 107946# 163 @  
Ich geb's mit den Kreuzer-Briefen auf. Ich kann niemanden ermuntern, etwas aus dem Guldenbereich zu zeigen. Das Gebiet wird ja als "Norddeutscher Postbezirk" geführt und da dominierte eben die Talerwährung. So is' es halt.

Hier ein Falt-Briefchen ohne Textseite aus Freystadt in Schlesien vom 7.11. (ohne Jahr) an einen fürstlichen Baurat in Löwenberg, kein Ankunftsstempel. Frankiert mit 2x1/2 Groschen gezähnt (Nr.15) sehr frisch und ohne jede Verfärbung (da Aufbewahrung in einer 4 Cent-Pergamintüte). Die Michelkatalog-Bewertung 2012 für diese Marken von 8€ auf Brief deute ich als Witz.



VG, hajo22,
der jetzt keine Kreuzerbriefe mehr zeigt
 
applepower Am: 16.06.2016 20:16:35 Gelesen: 107943# 164 @  
@ hajo22 [#163]

Bitte nicht aufgeben. Kreuzerbriefe sind halt keine Massenware oder so häufig zu bekommen wie die Groschenfrankaturen.

Zeigen möchte ich ein kleines Briefchen von Darmstadt in die Schweiz nach Neuchatel mit einer 7 Kreuzer Frankatur.



Vielleicht doch noch eine hübsche 5 Groschen Frankatur aus Berlin (1N2ab?) nach Sheffield



Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 16.06.2016 20:28:21 Gelesen: 107941# 165 @  
@ applepower [#164]

Schöner Brief mit 7 Kreuzermarke durchstochen. Der Groschenbrief war kürzlich bei einer Internetplattform im Sofortkaufangebot.

Ich hatte schon überlegt ihn zu kaufen, aber ich habe ausreichend 5 Groschen-Frankaturen nach England und im Augenblick ein anderes Objekt im Visier, für das ich ausreichend Geld bunkern muß.

Schöner Brief mit blauem Hufeisenstempel von Berlin. Ich glaube 40 € wurden dafür verlangt. Ist er sicher unter Freunden wert.

VG, hajo22,
der für Dich morgen noch eine Einzelfrankatur des kleinsten Kreuzerwertes zeigt, die gar nicht so häufig ist.
 
bayern klassisch Am: 17.06.2016 08:00:53 Gelesen: 107912# 166 @  
@ hajo22 [#161]

Hallo hajo22,

tja, ich war am Telefon bis 200 € vor dem Zuschlagpreis dabei gewesen - und schon das war Wahnsinn. Aber einer im Saal hat permanent und ohne zu zögern dagegen gehalten. Du hast es ja richtig gesagt, dass der mit dem dickeren Geldbeutel gewinnen wird - so wird es dann wohl auch gewesen sein, obwohl meiner eigentlich ganz gut gefüllt war.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 17.06.2016 10:47:15 Gelesen: 107892# 167 @  
@ bayern klassisch [#166]

Wenn Du bis 200€ vor Zuschlag dabei warst, dann ist Dein Briefmarkenbudget wirklich sehr ordentlich. Der Zuschlag hat auch mich überrascht. Mit soviel habe ich nicht gerechnet, allenfalls mit vielleicht 3'. Es gilt: Bei Auktionen muß man generell aufpassen, daß man nicht das Bieterfieber bekommt. Eine "teure" Krankheit und manchmal ist es wirklich besser, man steckt (die Tafel) zurück. Denn Chancen bieten sich immer wieder.

Dein Sparschwein sieht dafür heute ganz rosig und sehr glücklich aus!

In diesem Sinne einen schönen Tag. Den Katalog habe ich schon zum Altpapier (bei uns in die "Blaue Tonne") gegeben.

Schwamm drüber und auf zu neuen Ufern.

VG, hajo22
 
hajo22 Am: 17.06.2016 11:10:33 Gelesen: 107889# 168 @  
@ applepower [#164]

Heute der kleinste Kreuzerwert in der gezähnten Erhaltung (Nr.19) als Einzelfrankatur:

1-Kreuzer-Ortsfaltbrief (Preisliste) gestempelt Mainz 3.11.1870.

Einzelfrankaturen der 1-Kreuzer-Marken sind nicht so häufig wie man meinen könnte.
1 Kreuzer entsprach dem Frankaturwert von 1/4 Groschen.



VG, hajo22
 
applepower Am: 17.06.2016 17:47:34 Gelesen: 107864# 169 @  
@ hajo22 [#168]

Vielen Dank für den wunderbaren Brief. Zwar immer auf der Suche nach Kreuzerbriefen, aber mit solch´ seltenen Präziosen kann ich leider nicht aufwarten. Ich zeige wohl am Wochenende noch einige "hübsche" Groschen-Frankaturen.

Gruss aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 17.06.2016 19:30:10 Gelesen: 107852# 170 @  
@ hajo22 [#167]

Hallo hajo22,

ich fürchte, der andere wäre auch fünfstellig mitgegangen - der hat sofort geboten, also ich eine Stufe höher ging, aber das Thema ist schon durch.

Werde, um dem Thread gerecht zu werden, nächste Woche ein ganz wenig NDP einstellen, weil ich da kaum was habe.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Gernesammler Am: 17.06.2016 19:34:41 Gelesen: 107852# 171 @  
Hallo Sammlerfreunde,

leider nur ein Briefstück von Berlin Anhalter Bahnhof nach Genf frankiert mit 4x NDP Nr.4 zu 1/2 Groschen.

Gruß Rainer


 
hajo22 Am: 17.06.2016 20:33:38 Gelesen: 107845# 172 @  
@ bayern klassisch [#170]

Ich hatte mein Auktions-Waterloo im Frühjahr d.J. bei einer Berliner Auktion. Das von mir anvisierte Los erbrachte ohne Nebenkosten den 8-fachen(!) Ausruf. Und hätte ich noch mehr geboten, das hätte auch nicht geholfen. Wir wissen ja: Hätte, hätte, Fahrradkette.

Zum Tagesausklang noch ein Groschenbeleg (den Kreuzerbeleg habe ich wieder in den Karton getan). Die 1-Groschenmarke des NDPs zählt auch auf Brief zur altdeutschen Massenware, wenn es denn so etwas überhaupt gibt.

Hier hat man die Chance durch einen schönen und/oder seltenen Stempel den Brief mit der billigen Marke sehr aufzuwerten.

Hier ein Beispiel dazu (Leipziger Hufeisenstempel):



Und um mal ein Preisgefühl für so einen Brief mit einer sehr billigen Marke zu geben: Er hat mich 50 € gekostet, dafür hat er aber ein "Gesicht" und die Ästhetik ist das, was letztlich zählt.

VG, hajo22,
 
applepower Am: 18.06.2016 12:27:23 Gelesen: 107760# 173 @  
@ hajo22 [#172]

Eine "hübsche" 4 Groschen-Frankatur Charlottenburg - Warschau



Gruss von der Kieler Woche
Joachim
 
hajo22 Am: 18.06.2016 13:34:03 Gelesen: 107753# 174 @  
@ applepower [#173]

Schade, daß die Registraturfaltung durch die beiden Marken geht. Aber so ist es manchmal eben.

Ich mache weiter mit dem Leipziger Hufeisenstempel No.1. Hier auf Brief vom 30.12.71 nach Aarau/Schweiz, Ankunft Sylvester 1871. Frankiert mit 2x1 Groschen gezähnt. Die obligatorische Faltung weit außerhalb der Marken.



Die beiden billigen 1 Groschenmarken werden durch den Hufeisenstempel und in der Auslandsverwendung erheblich aufgewertet.

VG, hajo22,
 
applepower Am: 18.06.2016 15:00:43 Gelesen: 107744# 175 @  
@ hajo22 [#174]

So lang es sich um Originalregistraturbüge handelt, die nichts kaputt machen, kann ich damit leben.

Faltbrief der mich vor dem Kauf angelacht hat aus 1870 mit leuchtendem L1 "PD" und deutlichem Grenzübergangsstempel von Hamburg nach Paris mit 4 1/2 Groschen frankiert



Gut, dass nur einmal im Jahr Kieler Woche ist.

Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 18.06.2016 18:11:34 Gelesen: 107729# 176 @  
Zur Abwechslung ein bescheidener Beleg aus dem Kreuzergebiet:

Couvet mit 3 Kreuzer aus Alsfeld vom 11.8.(ohne Jahr) nach Laubach, kein Ankunftsstempel.



VG, hajo22
 
hajo22 Am: 19.06.2016 08:30:27 Gelesen: 107656# 177 @  
@ applepower [#173]

Meiner Meinung nach kann man einer Faltung nicht ansehen wann sie erfolgt ist, gestern, heute oder vor 150 Jahren? Außer man war es selber, dann weiß man es. Von "Originalregistraturbug" zu sprechen, halte ich für verwegen und bringt auch gar nichts, denn ein Registraturbug ist ein Registraturbug.

--

Heute mal was aus dem (schwierigen) NDP-Ganzsachenbereich: Streifband zu 1/3 Groschen grün mit vorphilatelistischem Langstempel "Tessin/ 6 9" (Mecklenburg-Schwerin) nach Lübz, Ausg. No.2 6/9 (ohne Jahr). Die Streifbänder wurden (laut Michel-Ganzsachenkatalog 2007) ab 1.11.1868 verausgabt.



VG, hajo22
 
Stephan Sanetra Am: 20.06.2016 13:49:41 Gelesen: 107561# 178 @  
Hallo,

hier nun ein Beleg aus Bremerhaven mit Tagesstempel vom 24.08.1870 und Ankunft-/Bestellstempel Halle (Saale) vom 25.08.1970:



Beste Grüße
Stephan
 
hajo22 Am: 22.06.2016 10:02:36 Gelesen: 107487# 179 @  
@ bayern klassisch [#142]

Jetzt habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und in der elektronischen Bucht zugeschlagen:

Waagrechtes Paar der 2 Groschen durchstochen, auf Einschreibbrief aus Quittainen (Ostpreußen, heute Polen) vom 22.12.1868 nach Vevey (Genfer See/Lac Léman/Canton de Vaud), Ankunft Heilig Abend 1868. In nur 2 Tagen wurde diese für die damalige Zeit mit ihren bescheidenen Beförderungsmöglichkeiten wirklich enorme Distanz bewältigt.

Chapeau!



Das Brieflein ist ein Schmuckstück und kommt nicht in die NDP-Sammlung, sondern wird in meiner besonderen Motivsammlung einen schönen Platz finden.

VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 22.06.2016 11:11:40 Gelesen: 107472# 180 @  
@ hajo22 [#179]

Hallo hajo22,

das ist einer der schönsten NDP - Briefe in die Schweiz, die ich je gesehen habe. Dazu kann ich dich nur beglückwünschen, denn häufig ist anders und eine kalligraphisch einwandfreie Avers ist doch immer ein Blickfang der besonderen Art.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 22.06.2016 13:43:50 Gelesen: 107456# 181 @  
@ bayern klassisch [#180]

Danke für das Kompliment, das ich dem Brieflein weitergegeben habe. Es hat sich sehr gefreut.

Der Ort Quittainen ist übrigens recht interessant:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kwitajny

Auf der bekannten Bucht war auch ein außergewöhnlicher Bayernbrief, der einen recht ordentlichen Preis erzielte. Ich denke, Du hast ihn gesehen (und gekauft?).

http://www.ebay.de/itm/391470617875?ssPageName=STRK:MEDWX:IT&_trksid=p3984.m1435.l2649

VG, hajo22







[Bilder redaktionell ergänzt]
 
applepower Am: 22.06.2016 14:02:39 Gelesen: 107449# 182 @  
@ hajo22 [#179]

Ein in der Tat aussergewöhnlich schöner Brief. Das Glück sei Dir gegönnt. Da ich bei 75,55 € ausgestiegen bin, hast Du ihn wirklich zu einem absoluten Schnäppchenpreis bekommen.

Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 22.06.2016 14:56:25 Gelesen: 107442# 183 @  
@ applepower [#182]

Danke. Mein Höchstgebot wurde tatsächlich nicht überboten.

VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 22.06.2016 15:42:02 Gelesen: 107427# 184 @  
@ hajo22 [#181]

Schön, wenn sich der Brief gefreut hat.

Den in der Bucht habe ich nicht beboten und gekauft - hat nichts mit meinen 4 Hauptsammlungen zu tun, daher wurde die Portokasse erfolgreich geschont.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 22.06.2016 16:52:26 Gelesen: 107411# 185 @  
Genug geschwärmt über ein kleines Brieflein in die Schweiz.

Hier ein (über)gewichtiger Faltbrief mit Inhalt (meine elektronische Küchenwaage zeigt 13-14 gr. an) aus Berlin vom 8.3.1870 (also rd. 4 Monate vor Beginn des französisch-deutschen Waffenganges) nach Montpellier (Ankunftsstempel nicht lesbar, vermutlich 11.3.), frankiert mit 5 Groschen und einem Paar 2 Groschen, jeweils gezähnt). Insgesamt 9 Groschen für einen Brief über 10 gr. nach Frankreich.

Grenzübergangsstempel Prusse-Forbach und Bahnpoststempel Paris jeweils vom 10.3.1870. PD-Stempel (bezahlt bis zum Empfänger).



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 22.06.2016 17:11:24 Gelesen: 107403# 186 @  
@ hajo22 [#185]

Darf ich ein ganz klein bisserl korrigieren? Paris - Forbach 4 war der Ankunftsstempel von Paris, wo das Paket mit preußischen Briefen (und anderen auch) via Forbach erstmals geöffnet wurde. Nur die Nummern Paris - Forbach 1 und 2 waren echte Grenzübergangsstempel, alle höheren Nummern (teils bis Nr. 5 mir bekannt) waren "lediglich" Ankunftsstempel.

Nichts für ungut.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 22.06.2016 17:16:22 Gelesen: 107402# 187 @  
@ bayern klassisch [#186]

Ach hätt' ich bloß solch' scharfe Augen doch! Ich konnte die Zahl auf dem Grenzübergangsstempel nicht lesen und habe die Nummer deshalb weggelassen.

"Nichts für ungut." Korrekturen sehr erwünscht!

VG, hajo22
 
applepower Am: 23.06.2016 14:57:42 Gelesen: 107318# 188 @  
Hallo,

der Brief kam heute angeflogen. Kann mir bitte mal jemand bei der Anschrift behilflich sein?



Vielen Dank im Voraus
Joachim
 
bayern klassisch Am: 23.06.2016 15:02:19 Gelesen: 107313# 189 @  
@ applepower [#188]

Hallo Joachim,

ein Schmuckstück zum Verlieben. Sei froh, dass ich nicht noch NDP sammle ... :-)

"An Großherzogliches Landgericht
Großherzogliche Dienstsache
frankiert
Höchst"

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Baldersbrynd Am: 23.06.2016 15:08:56 Gelesen: 107310# 190 @  
An Grossherzoglicher Landgericht, Grosshz. Dienstsache Frankiert.
Empfängerstadt ?

Liebe Grüße
Jørgen
 
Baldersbrynd Am: 23.06.2016 15:20:00 Gelesen: 107308# 191 @  
Rekopmmandirt Brief aus Flensburg nach Kopenhagen, geschickt am 10.10.1868.

Sonderporto 3 Gr. für Brief in 2. Gewichsstufe (15-250g) nach Dänemark von Schleswig-Holstein und 2 Gr. für Einschreiben, zusammen 5 Gr.

Viele Grüße
Jørgen


 
applepower Am: 23.06.2016 15:48:05 Gelesen: 107296# 192 @  
@ bayern klassisch [#189]

Vielen Dank für die "Übersetzung".

In der Tat ein Brief zum verlieben. Ich habe das Stück tatsächlich gekauft weil es mich mit der T&T Nachverwendung förmlich angelacht hat.

Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 23.06.2016 16:17:22 Gelesen: 107289# 193 @  
@ applepower [#188]

Täusche ich mich oder ist die (sehr) gute 2 Kreuzermarke nachgedunkelt aufgrund der bekannten F-Problematik? Die Originalfarbe ist es nicht mehr oder aber der scanner mogelt.

@ Baldersbrynd [#191]

Sehr schönes Stück und dann noch per Einschreiben.

Hier das Sonderporto für einen einfachen Brief aus Cappeln vom 15.7.1869 nach Kolding, Ankunft 16.7. mittels Aufbrauch-Ganzsachenumschlag 1 Groschen U28A (auf Preußen 1 Sgr.) + 1/2 Groschen gezähnt.



@ bayern klassisch [#189]

Es ist nie zu spät und selten zu früh!

VG, hajo22
 
applepower Am: 23.06.2016 16:23:47 Gelesen: 107285# 194 @  
@ hajo22 [#193]

Soweit ich das beurteilen kann, hat bei der 2 Kreuzer Briefmarke die Folienproblematik noch nicht zugeschlagen. Ich schulde das mal meiner ganz normalen einfachen Drucker/Scannerkombi.

Gruss aus Kiel
Joachim
 
hajo22 Am: 23.06.2016 16:34:27 Gelesen: 107280# 195 @  
@ applepower [#194]

Gottseidank! Das wäre sonst sehr schade gewesen. Kann man erfahren, was Dich dieses Brieflein gekostet hat (ca. genügt)?

VG, hajo22
 
applepower Am: 23.06.2016 19:49:24 Gelesen: 107252# 196 @  
@ hajo22 [#195]

Ca. Ist schwierig. Genau ist besser: 53,50 €. Ich denke, das war ein guter Fang.

Gruss von der Kieler Woche (Gott sei Dank nur noch 3 Tage)
Joachim
 
hajo22 Am: 23.06.2016 20:00:26 Gelesen: 107248# 197 @  
@ applepower [#196]

Danke für die Info. Das war wirklich günstig. Ich habe angefragt, da mir die 2 Kreuzer durchstochen auf Brief fehlt. Jetzt habe ich einen Anhaltspunkt.

Schönen Abend.

hajo22
 
applepower Am: 25.06.2016 14:48:29 Gelesen: 107139# 198 @  
Damit es an Kreuzer-Frankaturen nicht weiter so mangelt, zeige ich

3 Kreuzer (gezähnt) auf Faltbrief aus Frankfurt vom 3.8. (1870) nach Offenbach


 
applepower Am: 02.07.2016 21:25:00 Gelesen: 106856# 199 @  
Und jetzt mal wieder etwas für die Augen:

4 1/2 Groschen-Frankatur aus Berlin (KBHW 310a) vom 1.4.1869 nach Paris, P.D. in violett, Granzübergangsstempel Forbach 3 als Eingangsstempel Paris



VG aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 02.07.2016 22:01:34 Gelesen: 106850# 200 @  
@ applepower [#199]

Hallo Joachim,

wenn ich kurz korrigieren darf: Der 3. war das Datum, der Stempel im Eingang von Paris trug die Nummer 4.

Ein herrlicher Brief - eine Symphonie in blau, meiner Lieblingsfarbe.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 02.07.2016 22:11:51 Gelesen: 106849# 201 @  
@ bayern klassisch [#200]

Hallo Ralph,

es stimmt natürlich, die 4 gehört zum Datum. Sorry, war meine Dusseligkeit.

VG von der Kieler Förde
Joachim
 
Baldersbrynd Am: 03.07.2016 14:39:13 Gelesen: 106785# 202 @  
Hallo Alle

Brief aus Senftenberg nach Großenhain, gesendet am 7.8.1871.

Tintenentwertung, hatte Senftenberg keine Stempel in 1871 oder war es zerstört?

Lieferung in Großenhain gleiche Tag, 5. Ausgabe.

Viele Grüße
Jørgen




 
bayern klassisch Am: 03.07.2016 15:13:03 Gelesen: 106777# 203 @  
@ Baldersbrynd [#202]

Lieber Jörgen,

wunderschön! Sieht - ohne es geprüft zu haben oder zu wissen - mit blauer Tinte nach einer Bahnpost - Entwertung aus. Lag der Aufgabeort an einer Bahnstrecke?

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Baldersbrynd Am: 03.07.2016 15:49:58 Gelesen: 106768# 204 @  
@ bayern klassisch [#203]

Lieber Ralph,

bin nicht sicher, möglich Eisenbahnstrecke zwischen Meissen-Cottbus oder Dresden-Görlitz oder Dresden Zittau.

Entfernung zwischen Senftenberg und Großenhain ist 41 km.

Liebe Grüße
Jørgen
 
bayern klassisch Am: 03.07.2016 16:08:47 Gelesen: 106764# 205 @  
@ Baldersbrynd [#204]

Lieber Jörgen,

vielen Dank! Sicher kann einer unserer Preußenkenner hier genaueres zu den Bahnposten sagen. In jedem Fall ein außergewöhnlicher und bildschöner Brief, an dem man sich kaum satt sehen kann.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 18.07.2016 14:06:59 Gelesen: 106302# 206 @  
Folgend zeige ich eine 12 Kreuzer Auslands-Frankatur, Mi. 8, 9 und 10 vom 9.4.1868 von Giessen nach Paris.



VG aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 18.07.2016 14:28:57 Gelesen: 106295# 207 @  
@ applepower [#206]

Hallo Joachim,

immer interessant zu sehen, dass die Franzosen ihren Vertragsstempel/Grenzübergangsstempel "Tour Tassis ..." immer noch abschlugen, wo es Taxis doch ab dem 1.7.1867 gar nicht mehr gab.

Aber Preußen hatte als Vorläufer nach der Übernahme des taxischen Postwesens schnell erkannt, dass es auch Vorteile geben konnte, wenn man in das Rechtskonstrukt Taxis - Frankreich rein schlüpfte und nicht nur "Preußen" drauf schrieb.

Ein schöner Brief, hinter dem also mehr steht, als Michelnummer und Farbzuschlag.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 18.07.2016 15:46:55 Gelesen: 106277# 208 @  
@ bayern klassisch [#207]

Hallo Ralph,

ich bin immer wieder beeindruckt, wie Du mit wenigen Worten so viel an Wissen vermittelst. Herzlichen Dank.

Herzliche Grüße von der Kieler Förde,

Joachim
 
applepower Am: 18.07.2016 16:02:37 Gelesen: 106272# 209 @  
Und dann vielleicht noch etwas für die Ästethen unter uns:

Nachverwendeter Preussen-Stempel "KRAUPISCHKEN" 30.12.1871 nach Königsberg



Gruss aus Kiel
Joachim
 
Michael D Am: 18.07.2016 17:44:58 Gelesen: 106255# 210 @  
@ Baldersbrynd [#204]

Hallo Jørgen,

Senftenberg lag an der Strecke Cottbus-Priestewitz. In Priestewitz bestand Anschluß an die Strecke Großenhain-Dresden.

Schöner Brief!

Gruß
Michael
 
Baldersbrynd Am: 21.07.2016 16:08:02 Gelesen: 106093# 211 @  
@ Michael D [#210]

Hallo Michael

Danke für Dein Information.

Viele Grüße
Jørgen
 
Fips002 Am: 21.07.2016 20:41:21 Gelesen: 106060# 212 @  
Der Brief wurde am 17.April 1868 mit einem Dampfschiff von Swinemünde nach Stettin befördert. Der Brief zeigt den Landungsstempel AUS SWINEMÜNDE/P:DAMPFSCHIFF/17.4. 3-4.

Die Anlandestempel im unteren Oder-Raum sind keine Schiffspoststempel. Der Stempel diente ausschließlich zur Kennzeichnung der Herkunft der Briefe, die dem Schiffsführer zur Weiterleitung übergeben und erst nach der Anlandung in Stettin postalisch bearbeitet wurden. 1861 ist das früheste bekannte Verwendungsjahr.



Gruß Dieter
 
applepower Am: 02.08.2016 11:33:47 Gelesen: 105560# 213 @  
Damit die Kreuzer-Frankaturen nicht zu kurz kommen:

7 Kreuzer Auslandsfrankatur Worms - Zaandijk (Niederlande) in ausgesprochen schönem Zustand vom 22.9.1870. Mi. 19, 21(2)



Gruss aus Kiel
Joachim
 
bayern klassisch Am: 02.08.2016 16:18:53 Gelesen: 105537# 214 @  
@ applepower [#213]

Hallo Joachim,

immer wieder interessant zu sehen, dass selbst größere Poststellen noch immer die Schere zur Hand nahmen, wenn es um das Zerteilen von Marken ging (3 Kr. oben rechts und 1 Kr. unten links), dabei war doch gerade wegen der (vermeintlichen) Mühewaltung die Zähnung eingeführt worden, damit man nicht immer nur mit einer Schere die Marken trennen konnte. Oder fiel das unter den guten Spruch, dass das Gegenteil von gut immer gut gemeint ist?

Ein beneidenswert schöner Brief - vielen Dank fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
applepower Am: 02.08.2016 16:56:57 Gelesen: 105526# 215 @  
@ bayern klassisch [#214]

Wenn es auch etwas Schönes sein darf:

Einen viel schöneren KBHW 332a verwendet vom 4.2.1865 - 23.2.1866 mit Aufgabedatum 24.3.1865 muss man schon suchen.



VG Joachim
 
bayern klassisch Am: 02.08.2016 17:05:41 Gelesen: 105524# 216 @  
@ applepower [#215]

Hallo Joachim,

das ist fast schon ein Idealbrief !

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 10.09.2016 17:13:04 Gelesen: 104234# 217 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute mal ein Brief ab 1 Loth:



Gelaufen ist er von Zörbig nach Magdeburg. Wahrscheinlich ist er erst nach Stuhmsdorf-Bahnhof, lag an der Leipzig - Magdeburger Eisenbahnlinie, transportiert worden. Leider ist kein Inhalt vorhanden, aber ich nehme an, dass er wahrscheinlich aus der Endzeit des NPD ist.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 11.09.2016 14:36:29 Gelesen: 104205# 218 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute ein Beleg, welcher 1871 lief:



Aufgegeben am 11.04.1871 am Bahnhof Magdeburg ging es nach Königshofen - dort gestrichen neu nach Harff, wo soll dies liegen, jedenfalls gab es dort einen Transit und eventuell auch der zweite Ausgabestempel.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Max78 Am: 11.09.2016 15:03:59 Gelesen: 104201# 219 @  
@ Magdeburger [#218]

Hallo Ulf,

ein schöner Beleg, und einen Stempel aus Harff wird es wohl nicht wieder geben. Hier ein link:

https://de.wikipedia.org/wiki/Morken-Harff

Schloss Harff und die beiden kleinen Ortschaften Morken-Harff sind dem Braunkohleabbau zum Opfer gefallen. Da es mehrere Königshofen gibt noch der Hinweis, dass dieses Königshofen auch mit "v" geschrieben wird. Bei der Eingabe "Kamphausen & Lüpges" bin ich auf einen Beleg gestossen, wo man den Ankunftsort mit v schrieb. Der Brief mußte also gar nicht mehr so weit transportiert werden. Beides befindet/befand sich im Rhein-Erft-Kreis im Regierungsbezirk Köln (siehe auch Bedburg).

mit herzlichen Grüßen Max
 
Magdeburger Am: 11.09.2016 16:56:39 Gelesen: 104177# 220 @  
@ Max78 [#219]

Hallo Max,

Taxquadratkzahlen habe ich für diesen Ort nicht gefunden, also dürfte es Beginn 1868 diesen Stempel nicht gegeben haben. Den Stempel habe ich in der Datenbank eingestellt.

Jedenfalls Danke für die Infos für die Ortslage.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Baldersbrynd Am: 24.09.2016 09:10:55 Gelesen: 103842# 221 @  
Hallo an Alle,

neu bekommener Brief aus Tellingstedt nach Helsingør in Dänemark. 7.4.1869.

Sonderporto für unfrankierte Brieef aus S&H nach Dänemark war 3 Sgr. umgerechnet bis 12 Skilling danisch.

Auf der Siegelseite Duplexstempel 220 und N.SJ.JB.P.B. 1.TOG = Nord Sjællandske Jernbane Post Bureau = Nord Seeland Eisenbahn Post Büro 1.ZUG. und Zugstempel Helsingør 1 TOG. Beide Stempeln 9.4. (1869).

Viele Grüße
Jørgen


 
Lars Boettger Am: 24.09.2016 10:29:55 Gelesen: 103832# 222 @  
@ Baldersbrynd [#221]

Ein sehr schöner Portobrief!

Der folgende Auslandsbeleg von Berlin / Preussen nach Luxemburg hat es meiner Meinung nach ebenfalls "in sich":

Der Einschreibebrief wurde komplett mit 3 Silbergroschen vorausbezahlt (rote "3" links unten). 1 Silbergroschen Porto für die Beförderung nach Luxemburg, 2 Silbergroschen Gebühr für das Einschreiben. Die Stempelfarbe ist violett. Für den Brief kam der Fr(anko)-Stempel von Berlin zum Einsatz, der Brief wurde nach dem Frankoverfahren abgerechnet.

Ich hoffe, ich habe diesen Brief noch nicht im Forum gezeigt.

Beste Grüsse!

Lars


 
Baldersbrynd Am: 25.09.2016 13:56:10 Gelesen: 103778# 223 @  
@ Lars Boettger [#222]

Hallo Lars,

warum nur 1 Sgr. für einen Brief von Berlin nach Luxemburg?

Es waren doch 3 Sgr. für Brief und 2 Sgr. für Einschreiben.

Viele Grüße
Jørgen
 
bayern klassisch Am: 25.09.2016 16:03:06 Gelesen: 103761# 224 @  
@ Baldersbrynd [#223]

Ab 1.1.1868 1 Sgr. bis 1 Loth, 2 Sgr. für schwere Briefe bis 15 Loth Franko. Im Falle von Porto je 1 Sgr. mehr.

Lieber Lars,

auch wenns ungewohnt ist - besser Franko statt Porto schreiben, weil es sonst Probleme bei der Taxinterpretation geben könnte. Es gab ja auch Porto-Reco-Briefe.

Schönes Stück - hat man auch nicht alle Tage!

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Lars Boettger Am: 25.09.2016 16:17:14 Gelesen: 103757# 225 @  
@ bayern klassisch [#224]

Lieber Ralph,

jetzt habe ich es mir mühsam abgewöhnt, Franco statt Porto zu schreiben und jetzt wird es wieder von mir verlangt... =D

Ansonsten hast Du vollkommen recht. Seit der Auflösung des DÖPV trat eine neue Vertragsbeziehung mit Luxemburg in Kraft zu den von Dir genannten Portosätzen.

Beste Grüsse!

Lars
 
zockerpeppi Am: 25.09.2016 16:40:33 Gelesen: 103746# 226 @  
Eine Frage hätte ich an die Spezialisten:

Lars Beleg [#222] nach Luxemburg ist von 1870. Ab wann galt den Frankaturpflicht?

Lulu
 
bayern klassisch Am: 25.09.2016 16:55:43 Gelesen: 103743# 227 @  
@ zockerpeppi [#226]

Liebe Lulu,

ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe: Meinst du die Pflicht im Frankofall mit Marken zu frankieren? Zur Zeit des NDP und noch im Deutschen Reich war die Barfrankatur möglich, vorher in Preußen sowieso.

Ansonsten gab es eine Frankaturpflicht nur für Drucksachen, wenn man die moderierten Tarife angewandt haben wollte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
zockerpeppi Am: 25.09.2016 17:04:53 Gelesen: 103739# 228 @  
@ bayern klassisch [#227]

Genau die Benutzung von Marken.

Lulu
 
bayern klassisch Am: 25.09.2016 17:12:04 Gelesen: 103735# 229 @  
@ zockerpeppi [#228]

Liebe Lulu,

ich weiß leider nicht, ob es im Deutschen Reich überhaupt einen Markenzwang bei frankierten Briefen gab, das müssten andere klären.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Baldersbrynd Am: 26.09.2016 11:41:10 Gelesen: 103690# 230 @  
@ bayern klassisch [#224]

Lieber Ralph,

ich hatte nicht auf die Jahresangabe gesehen. Ich weiss, dass das Porto bleibt geändert am 1.1.1868.

Liebe Grüße
Jørgen
 
Lars Boettger Am: 26.09.2016 16:15:27 Gelesen: 103632# 231 @  
@ zockerpeppi [#226]

Salut Lulu,

m.W. gibt es keine Frankaturpflicht. Es ist nach wie vor möglich, in Deutschland bar frankierte Briefe aufzugeben bzw. Portobriefe.

Beste Grüsse!

Lars
 
Magdeburger Am: 27.10.2016 16:45:04 Gelesen: 102283# 232 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute von mir:



In Salze (Bad Salzelm) ging es nach Magdeburg, wofür 1 Sgr. - hier mit einem Paar zu 1/2 Sgr. dargestellt. Leider ist der Empfängername etwas unkenntlich gemacht worden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 05.11.2016 18:21:11 Gelesen: 101840# 233 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute dieser Beleg von mir:



Geschrieben in Hohendodenleben, aufgegeben am 20.01.1971 in Wanzleben, ging es über Magdeburg - dann mit dem Omnibus nach Sudenburg, wo der Brief nach Klein Ottersleben abgeholt werden mußte.

Ein eingeschriebener Brief kostete damals 3 Sgr. - leider möglicherweise vom Empfänger etwas unsanft geöffnet.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Briefmarkentor Am: 03.12.2016 12:57:00 Gelesen: 100582# 234 @  
Hallo,

als Laie würde mich interessieren, wie ein Profi den folgenden Brief beschreiben würde:



Nach den mir vorliegenden Unterlagen handelt es sich um einen Brief (Fernsendung) bis 1 Loth vom 18. Mai 1870 aus Rostock nach Berlin. Das Porto dafür betrug einen Groschen.

Der Brief wurde portorichtig in Mehrfachfrankatur unter Verwendung von vier Briefmarken zu 1/4 Groschen (Mi.-Nr. 1 - Ausgabe vom 1. Januar 1868) frankiert.



Die Briefmarken wurden mit dem Zweikreisstempel ROSTOCK / BAHNHOF abgeschlagen.



Weshalb erfolgte links neben den Briefmarken ein weiterer Stempelabschlag?

In Berlin wurde der Brief laut Stempelabschlag auf der Rückseite am 19. Mai 1870 zwischen 7:15 Uhr und 9:15 Uhr zugestellt.
 
bayern klassisch Am: 03.12.2016 13:16:06 Gelesen: 100573# 235 @  
@ Briefmarkentor [#234]

Hallo,

streiche "Porto" und setze "Franko".

Marken können nicht abgeschlagen werden, daher besser schreiben "die Marken wurden entwertet mit .... Stempel".

Es ist ein nachverwendeter Stempel von Mecklenburg - Schwerin, das sollte man auch noch erwähnen.

Ein frankierter Brief war so zu stempeln, dass sowohl die Marke(n), als auch die Adressseite selbst mit dem Aufgabestempel bedruckt wurde (weil die Stempeldaten auf Marken oft nicht gut zu lesen waren).

Der siegelseitige Berliner Stempel zeigt den 2. Bestellgang des Briefträgers, der ihn auszutragen hatte.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
Lars Boettger Am: 03.12.2016 13:16:29 Gelesen: 100572# 236 @  
@ Briefmarkentor [#234]

Weshalb erfolgte links neben den Briefmarken ein weiterer Stempelabschlag?

Um das Datum zu dokumentieren, an dem die Postverwaltung den Brief entgegen genommen hat. Das war (bzw. ist) bei einigen Postverwaltungen so vorgeschrieben (Abbildung aus einer Gärtnerauktion, der Tagesstempel wurde benutzt, um die Marke zu entwerten und dann noch einmal daneben gesetzt). Der Beamte in Rostock hat sich zumindest so etwas gedacht.

Beste Grüsse!

Lars


 
Magdeburger Am: 03.12.2016 13:23:31 Gelesen: 100567# 237 @  
@ Briefmarkentor [#234]

Hallo Briefmarkentor,

ich schliesse mich erstmal Bayern Klassisch an.

Des weiteren wäre es wirklich wichtig, ob es sich um 4 Einzelmarken oder um einen senkrechten 4er Streifen handelt. Genau erkennen kann ich es nicht, aber die gerade Linie läßt dies stark wahrscheinlich werden.

1 Groschen war das übliche Franco für einen einfach schweren Brief (excl. 1 Zollloth) unabhängig der Entfernung.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Briefmarkentor Am: 03.12.2016 13:43:45 Gelesen: 100561# 238 @  
Vielen Dank für die schnelle Hilfe.

Es handelt sich um einen senkrechten Streifen:


 
bayern klassisch Am: 26.12.2016 09:48:35 Gelesen: 59309# 239 @  
Liebe Freunde,

eine Sammlung Norddeutscher Postbezirk könnte auch mal so eingeleitet werden:

Brief aus Mühlhausen in Thüringen mit Postaufgabe eines Firmenkuverts in Bayern (Nürnberg Bahnhof) am 1.1.1868 nach Detmold. Hat doch was, oder?



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 27.12.2016 23:01:56 Gelesen: 99548# 240 @  
Portopflichtige Dienstsache/franco aus Aurich vom 13.4.1870 (Jahreszahl laut Briefinhalt) nach Wittmund (Ankunft am nächsten Tag) frankiert mit waagrechtem Paar der 1 Groschen-Marke (Nr.4).



VG, hajo22
 
olli0816 Am: 28.12.2016 10:00:20 Gelesen: 99489# 241 @  
Brief mit NDP 13a von Braunschweig 29.3.1870


 
Baldersbrynd Am: 13.03.2017 16:08:41 Gelesen: 96739# 242 @  
Hallo,

schaue ein Karte gesendet am 22.2.1869 aus Pössneck nach Spielberg bei Kösen.

Frankiert als Drucksache mit 1 Kr. NDP Nr. 7. So ist es ein Drucksache oder kann ich sagen das ist ein Postkarte? Auf der Rückseite sind ½ Gr. Bestellgeld notiert und Ausgabestempel.

Viele Grüße
Jørgen


 
hajo22 Am: 13.03.2017 16:49:26 Gelesen: 96729# 243 @  
@ Baldersbrynd [#242]

Meiner Meinung: Drucksache.

VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 13.03.2017 18:00:40 Gelesen: 96713# 244 @  
@ Baldersbrynd [#242]

Lieber Jörgen,

es galt immer die niedrigst mögliche Versendungsform - wenn also eine Drucksache günstiger war, als eine Postkarte, dann war es eine Drucksache, wenn die Vorschriften für Drucksachen (Frankozwang usw.) eingehalten wurden.

Hajo22 hat also recht mit seiner Analyse.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Baldersbrynd Am: 14.03.2017 08:30:28 Gelesen: 96676# 245 @  
@ hajo22 [#243]
@ bayern klassisch [#300]

Hallo Hajo22 und Bayern Klassisch,

danke für Eure Antwort. Ich hatte gefragt, weil es ein Karte ist, und Postkarten kommt einige Monaten später. Ich schreibe in meinem Text "Drucksache".

Viele Grüße
Jørgen
 
hajo22 Am: 31.03.2017 18:54:25 Gelesen: 95809# 246 @  
Lange habe ich nach einer 9 Kreuzer Frankatur auf Brief gesucht.

Kürzlich hatte ich Glück und konnte einen schönen Brief erwerben.

Es handelt sich um eine frankierte portopflichtige Dienstsache aus Homberg an der Ohm vom 26.5.1871 Ankunftsstempel Kirtorf 27.5.1871.

Freigemacht mit 7xer (Nr.22) = Brief über 1 Loth und 2 Kreuzer (Nr.20) = Zuschlagsporto.



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 31.03.2017 19:47:07 Gelesen: 95796# 247 @  
@ hajo22 [#246]

Hallo,

sehr schöner Brief, aber das scheint mir eher 7 Kreuzer für den Brief über 1 - 15 Loth zu sein und 2 Kreuzer vorausbezahltem Bestellgeld.

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
olli0816 Am: 16.06.2017 10:45:15 Gelesen: 90307# 248 @  
Hallo,

anbei ein Geschäftsbrief mit einer 4 Kreuzer Frankatur mit 2 mal Michel 17 von Berlin nach Rottenmühle/Neu Ruppin. Der Inhalt ist noch vorhanden und es handelt sich um ein Angebot diverser Produkte. Sicher nichts seltenes, aber aufgrund der Gesamterhaltung ganz nett anzusehen:



Viele Grüße
Oliver
 
bayern klassisch Am: 16.06.2017 10:50:58 Gelesen: 90305# 249 @  
@ olli0816 [#248]

Hallo Oliver,

sehr nett sogar - noch netter wäre eine 4 Kreuzer - Frankatur in Berlin, aber es sind "nur" 4 Groschen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
olli0816 Am: 16.06.2017 11:31:28 Gelesen: 90300# 250 @  
@ bayern klassisch [#249]

Ja wo Du recht hast hast Du recht. Habe mich verschrieben. :)

Viele Grüße
Oliver
 
Totalo-Flauti Am: 28.06.2018 18:26:43 Gelesen: 54924# 251 @  
@ bayern klassisch [#239]

Lieber bayern klassisch,

ein schöner Beleg vom Ersttag.

Liebe Sammlerfreunde,

Drucksachen bis 2 1/2 Loth (ca. 40 Gramm) kosteten 1/3 Groschen. Zur Versendung von zum Beispiel Zeitungen bis zu dem vorgenannten Gewicht konnte dafür das Streifband MiNr. S1 im Thalergebiet verwendet werden. Hier eines aus Leipzig vom 16.04.1870 nach Groß Schönau.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
Cantus Am: 29.06.2018 02:37:07 Gelesen: 54884# 252 @  
@ Totalo-Flauti [#251]

Hallo,

ein wunderbar sauberer Stempel auf Streifband, da kann ich momentan nicht mithalten. Ich zeige dagegen einen Brief, der am 17.2.1869 von Namslau nach Breslau gelaufen ist, noch am selben Tag seinen Ankunftstempel erhielt und wo der Brief schon kurz danach ausgegeben wurde.



Viele Grüße
Ingo
 
bayern klassisch Am: 07.09.2018 12:16:00 Gelesen: 54266# 253 @  
Liebe Freunde,

nur ein Beifang: Hamburg T. A. (Telegraphen - Amt?) 29.6.1869 nach Lütjenburg mit Ausgabestempel vom Folgetag. Interessant oben links die Prägung durch den Absender, was man ja auch nicht jeden Tag hat.



Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
briefmarkenwirbler24 Am: 25.09.2018 14:48:50 Gelesen: 53373# 254 @  
Hallo in die Runde,

da in diesem Thread nunmehr schon sehr viele schöne Belege gezeigt wurden, dies aber schon länger her ist, möchte ich den Thread mal wieder etwas auffrischen.

Aufgegeben wurde der Faltbrief am 13.01.1871 in Görlitz und man adressierte ihn nach Basel, wo er zwei Tage später bereits angekommen ist.

Zur Frankatur lässt sich sagen, dass sich hier die Tarifperiode vom 01.09.1868 bis zum 31.12.1871 anwenden lässt. Hier wurde die Einheitstaxe von 7 Kreuzern bzw. 2 Silbergroschen eingeführt, bei meinem Brief gilt Letzteres.

Nun kamen jedoch zzgl. 2 Sgr. für die Einschreibe-Gebühr oben drauf, sodass wir bei einem Franko von 4 Silbergroschen (14 rheinische Kreuzer) liegen, die sehr schön als Viererblock verklebt worden sind.

Die "3" in Rötel entspricht hier dem Weiterfranko, das wer bekam?

Optisch konnte ich diesem Brief einfach nicht widerstehen.

Liebe Grüße

Kevin


 
Baldersbrynd Am: 08.11.2018 11:29:16 Gelesen: 50382# 255 @  
Hallo Sammlerfeunde,

unzureichend frankierter Brief aus Königsberg Pr. nach Kopenhagen, gesendet am 13.10.1871. Der Porto war 2 Gr. aber nur 1 Gr. auf dem Brief, also 1 Gr. zu wenig.

Berechnung: Unfrankierter Brief kostete 4 Gr. oder 16 Schillinge dänisch mit Abzug von 1 Gr. oder 4 Schilling dänisch, dann bleibt 12 Schilling erhoben in Dänemark, mit rot geschrieben. Die rote "1" links von der Briefmarke ist das fehlende Porto in Gr. Die blaue "8" ist das Porto in Schilling.

Jetzt zwei Fragen: 1) Bekommt das deutsche Postamt etwas von den 12 Schilling der in DK erhoben wird? Oder geht alles in das dänische Geldkasse. 2) Was steht Links zwischen der blaue 8n und fr.?

Viele Grüße
Jørgen


 
bayern klassisch Am: 08.11.2018 13:11:05 Gelesen: 50366# 256 @  
@ Baldersbrynd [#255]

Lieber Jörgen,

unten steht "Kastenbrief Wendner", wohl der Name des Postlers dort.

Die Teilung des Portos funktionierte genau so, wie bei gewöhnlichen Portobriefen - jeder bekam, was ihm laut Vertrag zustand.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Baldersbrynd Am: 08.11.2018 13:54:41 Gelesen: 50355# 257 @  
@ bayern klassisch [#256]

Lieber Ralph,

danke für Deine Antwort mit "Übersetzung".

Du weisst, dass ich ab und zu ein bisschen langsam bin, so frage ich noch ein mal.

Die Teilung des Portos war für frankierte Briefe 1 Gr. für NDP und 1 Gr. oder 4 Sch. für Dänemark, für unfrankierte Brief war die Teilung 2 Gr für NDP und 2 Gr oder 4 Sch. für Dänemark.

In diesem Zufall haben NDP 1 Gr. bekommen und DK haben 3 Gr. (12 Sch.) bekommen. Sollte Dänemark dann 1 Gr. zurück schicken nah NDP?

Liebe Grüße
Jørgen
 
bayern klassisch Am: 08.11.2018 13:58:34 Gelesen: 50354# 258 @  
@ Baldersbrynd [#257]

Hallo Jörgen,

bei unterfrankierten Briefen durfte keine Postverwaltung einen Vorteil für sich daraus ziehen, also musste Dänemark von den 12 Schillingen der Aufgabepost das ihr zustehende Restporto zu vergüten.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Baldersbrynd Am: 08.11.2018 14:27:29 Gelesen: 50344# 259 @  
@ bayern klassisch [#258]

Lieber Ralph,

noch mal Danke, jetzt habe ich das verstanden.

Liebe Grüße
Jørgen
 
Totalo-Flauti Am: 18.11.2018 10:23:55 Gelesen: 49797# 260 @  
Liebe Sammlerfreunde,

ein robuster Brief aus Leipzig nach Mulhouse Frankreich vom 23.09.1868. Frankiert wurde der Brief mit den notwendigen 4 1/2 Groschen.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.


 
becker04 Am: 11.12.2018 14:18:41 Gelesen: 47518# 261 @  
Hallo zusammen,

habe noch einen "Bahnhof" gefunden.

Aus Reichenbach im Vogtland im Jahr 1869



Viele Grüße
Klaus

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bahnhofstempel"]
 
GR Am: 11.12.2018 15:08:25 Gelesen: 47501# 262 @  
Lieber Ralph,

hier ein Kreuzer-Brief mit 2x 7 Kreuzer von Frankfurt am Main nach Basel (Schweiz) als Einschreibebrief. Die untere Marke ist leider beschädigt.

Liebe Grüsse
Gerhard


 
bayern klassisch Am: 11.12.2018 15:40:36 Gelesen: 47483# 263 @  
@ GR [#262]

Lieber Gerhard,

für 18 Euro darf man den gerne mitnehmen, denn so viele Recobriefe im 2. Gewicht kenne ich auch vom NDP nicht.

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
GR Am: 11.12.2018 18:38:17 Gelesen: 47465# 264 @  
Lieber Ralph,

von Frankfurt am Main hätte ich noch ein paar 3 Kreuzer-Briefe, vorab aber noch die Schleife von einem Kreuzband, 3 x 1/3 Groschen. Wäre die Marke unversehrt geblieben, wäre es natürlich noch schöner.

Ich freue mich von Dir zu lesen.

Liebe Grüsse

Gerhard


 
GR Am: 11.12.2018 20:09:16 Gelesen: 47449# 265 @  
Eine 3 Kreuzer Frankatur habe ich auch noch, da haben sich dann noch 3x 7 Kreuzer dazu gesellt.

Der Brief ist - leider - in seine Einzelteile zerfallen. Die Farbe hat sich auch verändert.

Beste Grüsse

Gerhard


 
bayern klassisch Am: 11.12.2018 20:59:12 Gelesen: 47439# 266 @  
@ GR [#265]

Lieber Gerhard,

der hat ziemlich gelitten - ist aber immerhin eine 2. Gewichtsstufe über 10 bis 20 g nach Frankreich, der im geschlossenen Transit durch Baden lief. Der Stempel Tour Tassis ist natürlich ein Anachronismus gewesen, weil Preussen ja zum 1.7.1867 Taxis übernommen hatte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
GR Am: 11.12.2018 22:58:13 Gelesen: 47416# 267 @  
Lieber Ralph,

ich habe viel zu lange auf Deine Erläuterungen verzichtet, vielen Dank dafür. :-)

Herzlich
Gerhard
 
bayern klassisch Am: 12.12.2018 07:31:57 Gelesen: 47403# 268 @  
@ GR [#267]

Lieber Gerhard,

nichts zu danken - ich hoffe, bei dir ist alles im Lot.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
GR Am: 12.12.2018 22:46:01 Gelesen: 47364# 269 @  
Lieber Ralph,

ich stehe nach wie vor aufrecht, also passt das mit dem Lot durchaus. :-)

Noch schnell eine Ortspostkarte von Frankfurt am Main mit 1 Kreuzer Nr. 16.

Liebe Grüsse

Gerhard


 
GR Am: 12.12.2018 23:07:38 Gelesen: 47362# 270 @  
68, 69, 70, 71 ... :-)

Vier mal der Hufeisenstempel von Leipzig vom 16.07.1868, 10.01.1869, 29.10.1970 und 09.08.1871, Spalink 21-1.

Beste Grüsse
Gerhard




 
Tuffi Am: 14.12.2018 14:47:34 Gelesen: 47286# 271 @  
@ hajo22 [#118]

Hier wird ein Beleg mit dem Stempel Berlin PE No.8 gezeigt. Einen analogen Stempel mit Numerator zeigt Büttner unter Nr. 317 mit Frühverwendung vom 16.06.71. Kann jemand diesen Stempel auf einem Beleg zeigen?
 
Totalo-Flauti Am: 15.12.2018 00:07:46 Gelesen: 47234# 272 @  
@ Tuffi [#271]

Mit Berlin kann Dir leider nicht helfen.

Liebe Sammlerfreunde,

ein einfacher Brief aus Köstritz vom 22.12.1870 nach Leipzig. In Leipzig wurden vermehrt Zustellungsversuche unternommen. Auf der Siegelseite sind fünf Ausgabestempel abgeschlagen worden. Am Ende ging der Brief am 1.1.1871 wieder nach Köstritz zurück. Der Absender verwendete einen U1A.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti


 
Markus Pichl Am: 15.12.2018 00:24:12 Gelesen: 47232# 273 @  
@ Tuffi [#271]

Hallo Tuffi,

"Numerator" ist zwar nicht der richtige Ausdruck, denke ich zumindestens, aber nachstehend ein KBHW 317, "BERLIN P.E. No 8 N 1 21/12 71", auf austaxiertem Auslandsbrief.



Wirklich selten ist der Stempel nicht, wenn auch auf NDP nur im besagtem Zeitraum möglich.

Beste Grüße
Markus

Bildquelle Auktionshaus Dr. Reinhard Fischer.
 
Tuffi Am: 16.12.2018 11:27:27 Gelesen: 47185# 274 @  
@ Markus Pichl [#273]

Danke Markus,

analoge Stempel gibt es auch in Frankfurt. Mein frühester Nachweis dafür erfolgte im Januar 1872. Bin gespannt, ob sich Frankfurt auch 1871 nachweisen lässt.

Gruß Walter
 
Totalo-Flauti Am: 23.12.2018 10:50:39 Gelesen: 46848# 275 @  
Liebe Sammlerfreunde,

beim nächsten Brief aus Leipzig nach Magdeburg gehe ich mal auf Grund der verwendeten Marke NDP Mi.4 vom passenden Jahr 23.12.1868 aus. Es handelt sich um einen einfachen Brief zu 1 Groschen. Der Brief wurde per Bahnpost Leipzig-Magdeburg spediert. Auf der Briefvorderseite wurde der Postübernahmestempel aus Leipzig für die hier verwendete Bahnstrecke verwendet. Der Brief wurde noch am selben Tag zugestellt.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
GSFreak Am: 24.12.2018 11:28:53 Gelesen: 46820# 277 @  
Hier ein Brief vom 12.08.1869 (Jahr gemäß Ankunftstempel auf der Rückseite) aus Boppard nach Hamburg, freigemacht mit 1 Groschen Norddeutscher Bund (Norddeutscher Postbezirk), Mi.-Nr. 16:



Gruß Ulrich

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Meine angehende Heimatsammlung Hunsrück"]
 
GSFreak Am: 24.12.2018 11:28:53 Gelesen: 46818# 276 @  
Hier ein Brief vom 12.08.1869 (Jahr gemäß Ankunftstempel auf der Rückseite) aus Boppard nach Hamburg, freigemacht mit 1 Groschen Norddeutscher Bund (Norddeutscher Postbezirk), Mi.-Nr. 16:



Gruß Ulrich
 
becker04 Am: 28.12.2018 09:23:35 Gelesen: 46652# 278 @  
Guten Morgen,

für heute habe ich einen 150 Jahre alten Brief aus Offenbach.



Für die nächsten Tage muss ich dann leider passen - falls erwünscht - könnte ich erst im Januar wieder etwas zeigen.

Guten Rutsch und einen angenehmen Start ins Neue Jahr wünscht allen
Klaus

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Baldersbrynd Am: 25.01.2019 16:31:54 Gelesen: 45360# 279 @  
Hallo,

ich habe diese Correspondenz-Karte vom Norddeutschen Postgebiet. Gesendet von Magdeburg am 24.9.1872 nach Halle an der Saale.

In die Bemerkungen sind der 2) mit ein Zwischenraum zwischen 2 und ).
Ist das ein Fehler?

Viele Grüße
Jørgen


 
becker04 Am: 01.02.2019 09:59:42 Gelesen: 45081# 280 @  
Guten Morgen,

ein Faltbrief, der vor 150 Jahren aus Breslau nach Pest geschickt wurde.



Viele Grüße
Klaus

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
briefmarkenwirbler24 Am: 23.02.2019 19:54:28 Gelesen: 43847# 281 @  
Guten Abend,

heute gibt es von mir einen Beleg aus dem NDP.

Aufgegeben wurde der Faltbrief am 30.10.1869 in Köln, von dort aus ist er via Zürich (31.10.) nach Zug weitergeleitet worden, wo der Brief am 01.11. angekommen ist.

Hier lässt sich wieder die Tarifperiode vom 01.09.1868 bis zum 31.12.1871 anwenden, in der bereits die Einheitstaxe von 7 Kreuzern bzw. 2 Silbergroschen (hier geltend) eingeführt wurde.

Liebe Grüße

Kevin





[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Schweiz: Eingehende Briefe"]
 
dr.vision Am: 10.03.2019 15:41:17 Gelesen: 42847# 282 @  
@ Baldersbrynd [#279]

Hej Jørgen,

da hier offensichtlich niemand Deine Frage beantworten kann, habe ich sie mal an einen Spezialisten des Norddeutschen Postbezirks weitergeleitet. Man trifft sich am Donnerstag und wird Deine Frage diskutieren.

Bei Delcampe wird eine ähnliche Correspondenzkarte angeboten, hier aber komplett ohne die "2". [1]



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf

[1] https://www.delcampe.net/de/sammlerobjekte/briefmarken/deutschland/norddeutscher-postbezirk/carte-postale-avec-3-kreuzer-rouge-oblt-frankfurt-a-m-de-1870-pour-kierspe-718597999.html
 
Baldersbrynd Am: 10.03.2019 16:50:30 Gelesen: 42831# 283 @  
@ dr.vision [#282]

Hej Ralf,

danke für Deine Weitersendung meiner Frage, ich hoffe dass Spezialisten mir helfen können.

Viele Grüße aus Dänemark
Jørgen
 
hajo22 Am: 21.03.2019 17:42:18 Gelesen: 42421# 284 @  
Franco 7 Kreuzer durchstochen (Nr.10) auf Faltbrief vom 29.12.1868 aus Frankfurt a.M. nach Amsterdam, Ankunft 30.12.68.



hajo22
 
dr.vision Am: 23.03.2019 12:42:43 Gelesen: 42366# 285 @  
Moin zusammen,

heute zeige ich eine Faltdrucksache, die am 8.2.1869 von Berlin nach Wittenberg lief. Frankiert mit einer MiNr. 2 war sie auf jeden Fall portogerecht. Aber welches Porto kam hier zum Tragen?

1. Drucksache bis 40 Gramm
2. Mengenauflieferung im preußischen Gebiet vom mehr als 100 Sendungen

Ich glaube, es ist nicht mehr nachvollziehbar. Es sei denn, es gibt noch weitere dieser Drucksachen.



Der Innenteil bewirbt Bücher für die "reifere Jugend".



Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Stamps99 Am: 23.03.2019 12:58:45 Gelesen: 42362# 286 @  
@ dr.vision [#285]

Hallo,

die Portomoderation "Mengenauflieferung im preußischen Gebiet vom mehr als 100 Sendungen" galt für Briefe - wenn deine Drucksache nicht verschlossen war, kommt sie nicht in Frage.

Gruß Ralf
 
dr.vision Am: 23.03.2019 13:21:29 Gelesen: 42355# 287 @  
@ Stamps99 [#286]

Moin Namensvetter,

ja klar! Habe ich glatt überlesen. Danke für den Hinweis.

Beste Grüße von der Ostsee
Ralf
 
Stamps99 Am: 24.03.2019 16:38:35 Gelesen: 42319# 288 @  
Hallo,

der nachfolgende Brief eines französischen Kriegsgefangenen lässt leider Fragen offen:

Wo ist er aufgegeben worden? Leider fehlt ein Aufgabestempel, rückseitig ist nur ein undeutlicher Abschlag des Lagerstempels, kann den jemand zuordnen?

Wo wurde der Brief von der Post zugestellt? Es gibt keinen Ankunftsstempel, gerichtet ist der Brief an den Präsident des Komitees für Verwundete und Kriegsgefangene (1876 umbenannt in Rotes Kreuz), der allerdings residierte in Genf/Schweiz und nicht wie adressiert in Grenoble/Frankreich.



Gruß Ralf
 
Arge-Ungarn Am: 21.04.2019 22:17:54 Gelesen: 41377# 289 @  
bayern klassisch Am: 22.04.2019 09:55:58 Gelesen: 41347# 290 @  
@ Stamps99 [#288]

Hallo Ralf,

ich halte das Dienstsiegel für ein preussisches - aber welches genau zu welchem Ort, wo Franzosen interniert waren, kann ich leider auch nicht lesen.

Der P.P. - Stempel ist französisch, so dass ich annehme, dass der Brief über die neutrale Schweiz nach Lyon und dann weiter bis zu seinem Zielort kam. Hätte Frankreich nicht P.P. gestempelt, wäre es ein Portobrief geworden, für den Frankreich das volle Porto von Preussen (Norddeutscher Bund) und sich selbst hätte ansetzen müssen - gerade in Kriegszeiten wollte man aber dort sicher den Preussen kein französisches Geld hinterher werfen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Fips002 Am: 04.06.2019 12:55:47 Gelesen: 39476# 291 @  
Von mir zwei Briefe aus Zittau/Sachsen nach Genf.



Der Brief wurde mit 5 Groschen, Mi.Nr. 6 freigemacht und mit Stempel Zittau 14. August 1868 entwertet. Für einfache Briefe in die Schweiz vor dem 1.9.1868 betrug das Porto 5 Groschen. Was bedeuten die Vermerke auf diesen Brief?



Der Brief aus Zittau vom 2. Oktober 1868 nach Genf wurde mit 2 Groschen, Mi.Nr. 5, freigemacht. Ab dem 1.9.1868 betrug das Porto für einen einfachen Brief 2 Silbergroschen.

Dieter
 
briefmarkenwirbler24 Am: 04.06.2019 13:35:10 Gelesen: 39465# 292 @  
@ Fips002 [#291]

Hallo Dieter,

beim zweiten Brief gibt es nicht viel zu ergänzen, wie Du bereits sagtest wurde ab dem 01.09.1868 das Einheitsporto von 2 Silbergroschen bzw. 7 Kreuzer eingeführt.

Bei deinem ersten Brief kann ich Dir nur gratulieren!

Belege aus der Anfangszeit (also bis zum 31.08.1868) sind ohnehin schon gesucht, frankiert mit Silbergroschen sind diese kleine Seltenheiten!

Das Franko bis zur Schweizer Grenze betrug 3 Silbergroschen, Genf lag im 2.Rayon, sodass 2 Silbergroschen dazu kamen und dementsprechend insgesamt ein Franko von 5 Silbergroschen verklebt wurde.

Die "2" in Bläuel entspricht dem Weiterfranko von 2 Silbergroschen, die von Baden in 6 Kreuzer umgerechnet wurden.

Der Anteil der Schweiz war meines Wissens ebenfalls 6 Kreuzer (= 20 Rappen).

Liebe Grüße,

Kevin
 
Fips002 Am: 05.06.2019 15:32:58 Gelesen: 39422# 293 @  
@ briefmarkenwirbler24 [#292]

Hallo Kevin,

recht vielen Dank für die Gebühren Erklärung.

Beste Grüße aus der Oberlausitz
Dieter
 
hajo22 Am: 20.06.2019 20:53:10 Gelesen: 38804# 294 @  
Schöner Faltbrief mit 2 senkrechten Paaren der 1/2 Groschen-Marke (Nr.15) aus Wismar vom 4.11.1870 nach Stargard, Ankunft 5.11.

Brief über 1 Loth = 2 Groschen.



Bei dieser Frische der orangen Marken nach rd. 150 Jahren kann man nicht meckern.

hajo22
 
hajo22 Am: 20.06.2019 21:02:56 Gelesen: 38799# 295 @  
@ GR [#270]

Der Hufeisenstempel Leipzig auf Sachsen-Marken wäre toll. Hast Du so etwas?

hajo22
 
Gernesammler Am: 09.08.2019 20:15:29 Gelesen: 37070# 296 @  
Hallo Sammlerfreunde,

habe diese Karte vom 10.11.1871 bekommen, die aus dem Norddeutschen Postbezirk (Frankfurt) nach München spediert wurde.

Die Karte war an Herr Piloty Lochle gerichtet und wurde versendet von Herrn Ferdinand Flinsch wohl Inhaber einer Versicherungsfirma wo er auf der Karte die Aufwartung seines Reisenden Herrn Hatzler ankündigt.

Für das Franko nahm man eine NDP Nr.19 zu einem Kreuzer und gestempelt wurde mit Einkreiser von Frankfurt a/M auf der Rückseite ist noch der Ankunftsstempel von München.

Mich interessiert jetzt nur, ist dies eine private Postkarte oder ist das eher als Vertreterkarte anzusiedeln.

Gruß Rainer


 
bayern klassisch Am: 09.08.2019 20:21:50 Gelesen: 37069# 297 @  
@ Gernesammler [#296]

Hallo Rainer,

wenn da steht "Reisender", ist das eine klassische Vertreterkarte.

Hübsches Stück, "by the way". :-)

Liebe Grüsse,
Ralph

[Beiträge [#2] und [#297] redaktionell kopiert aus dem Thema "Altdeutschland Bayern Eingehende Briefe"]
 
Ameise Am: 13.08.2019 23:15:02 Gelesen: 36827# 298 @  
Hallo,

hier ein Beleg von Züllichau nach Bromberg:



Warum wurde eine Marke mit einen Federzug entwertet und die anderen alle mit einen Stempel?

Viele Grüße
Enrico
 
Magdeburger Am: 14.08.2019 16:01:31 Gelesen: 36788# 299 @  
@ Ameise [#298]

Hallo Enrico,

die Marke zu 10 Groschen, war eine Innendienstmarke, gab es nicht am Schalter. Die Entwertungsvorschrift war so, dass diese eben handschriftlich zu entwerten war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 19.08.2019 12:50:09 Gelesen: 36546# 300 @  
Hallo in die Runde,

ich schliesse mich mit einem 150jährigen Brief an:



Es ging von Magdeburg nach Ziesar.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Magdeburger Am: 24.11.2019 06:37:16 Gelesen: 32568# 301 @  
Guten Morgen,

heute (24.11.) vor 150 Jahren aufgegeben ging dieser Brief nach Renkhausen.



Datum geht aus dem Inhalt hervor.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[Redaktionell teilkopiert aus dem Them "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Magdeburger Am: 07.12.2019 16:01:49 Gelesen: 32092# 302 @  
Liebe Sammelfreunde,

von mir heute dies:



Am 29.08.1871 in Magdeburg ging es nach Göteborg in Schweden. Das verklebte Franco von 3 Sgr. reichte auch aus.

Einen schönen 2.Advent 2019 wünscht

Ulf
 
skribent Am: 02.02.2020 15:23:50 Gelesen: 28657# 303 @  
Guten Tag,

einmal von Wennigsen nach Eldagsen, am 2.2.1870.





Bei den gut ausgebauten Fahrradwegen bei uns schafft man das heute als Feierabendtour mit dem ADFC in weniger als 2 Stunden.

MfG >Franz<

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Totalo-Flauti Am: 10.03.2020 20:17:48 Gelesen: 26909# 304 @  
Liebe Sammlerfreunde,

aus der Zeit des Norddeutschen Postbezirkes zeige ich Euch einen Ortsbrief aus Leipzig vom 20.01.1868. Das notwendige Porto im Stadtzustellbezirk von 1/2 Groschen wurde mit einer Mi.3 dargestellt. Der Stempel an sich ist nicht das Besondere, vielmehr ist die benutzte violette Stempelfarbe das Highlight am Brief.

Mit lieben Sammlergrüßen

Totalo-Flauti.



[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Die Poststempel von Leipzig"]
 
Magdeburger Am: 17.03.2020 17:07:50 Gelesen: 26610# 305 @  
Liebe Sammelfreunde,

von mir heute ein 150jähriger Brief, hatten wir schon eine Weile nicht mehr:



Ortsbrief an den Revierförster Krüger in der Hohen Strasse (1 - war das Torhaus, wo er sogar wohnte)

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Arge-Ungarn Am: 18.03.2020 23:17:00 Gelesen: 26587# 306 @  
Hallo ins Forum,

heute stelle ich mal einen etwas außergewöhlicheren Brief vor:



Briefe nach Schweden kosteten pro 15 g seit dem 1. April 1869 3 Groschen (Amtsblatt 18 / Verfügung 54 vom 22.3.1869). Soweit nichts besonderes mag man denken, aber der Brief wurde am Ersttag der deutschen Reichspost, dem 4 Mai 1871, aufgegeben.

Nun eine kleine Erinnerung: Bei der Versteigerung der Sammlung Dr. Müller (155. Derichs) wurde unter Los 515 ein "Ersttagsbrief" nach London für 600 € zu geschlagen. Wenn man sich die Statistik der norddeutschen Postverwaltung von 1871 anschaut, kann man feststellen, daß mehr als 1,7 mio Briefe nach Grossbritannien aufgegeben wurden und nur 269.000 nach Schweden. Wer suchet der findet.

Schöne Sammlergrüße

Martin
 
becker04 Am: 24.03.2020 08:20:49 Gelesen: 26461# 307 @  
Guten Morgen,

noch ein Brief von 1870 aus Sonnefeld nach Sonneberg.



Viele Grüße
Klaus

[Redaktionell teilkopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Setubal Am: 24.03.2020 15:07:24 Gelesen: 26440# 308 @  
Hallo in`s Forum,

heute möchte ich mal ein paar Briefe vorstellen, die nicht so ganz in mein Sammelgebiet passen.

Voll bezahlter Brief aus Hamburg über Bordeaux (Frankreich) nach Montevideo (Uruguay) vom 22.03. 1868
16 Groschen Gebühr belegt mit Marken des NDP
3 Groschen Hamburg bis Frankreich (einfacher Brief)
12 Groschen = 12 Decimen französische Seegebühr für 2. Gewichtsstufe
Alle Marken entwertet mit HAMBURG P.E. 22.03. 1868
französischer Bahnpoststempel T. ERCLEINE`S 2e 24. MAE 68
französischer Stempel P.P. = Paid Port



Rolf-Dieter
 
Setubal Am: 24.03.2020 15:13:07 Gelesen: 26438# 309 @  
Ein anderer Weg für die Briefe nach Südamerika war die Beförderung über England.

Ebenfalls voll bezahlter Brief aus Hamburg nach Montevideo via Southampton vom 05.11. 1869

14 1/4 Groschen Porto belegt mit Marken des NDP
Marken entwertet wieder mit dem Stempel HAMBURG P.E. 1 / 05.11. 1869
englischer Stempel LONDON PAID 08.11.
per Eisenbahn nach Southampton, dort mit dem Dampfer ONEIDA der Royal Mail nach Uruguay



Rolf- Dieter
 
Setubal Am: 24.03.2020 15:19:17 Gelesen: 26436# 310 @  
Neben der Beförderung über Southampton wurden Briefe in England auch über den Hafen Liverpool nach Südamerika verschickt.

Hier als Beispiel ein Brief mit dem Dampfer ARAUCANIA der Pacific Steam Navigation Company vom 25.07. 1871.

(Zu dieser Zeit war die Beförderung über Frankreich wegen des Deutsch- Französischen Krieges nicht möglich)



Auch dieser Brief war voll bezahlt, die Marken entsprechend mit dem Stempel HAMBURG P.E. 1 / 25.07. 1871 entwertet.

Englischer Stempel LONDON PAID 27.7.

Rolf- Dieter
 
Setubal Am: 24.03.2020 15:23:37 Gelesen: 26435# 311 @  
Voll bezahlter Brief aus Hamburg über Liverpool nach Montevideo vom 05.06.1871.

Dieser übergewichtige Brief wurde mit dem Dampfer SALADIN der Reederei Lamport & Holt befördert.

Die Gesamtgebühr von 23 1/2 Groschen wieder mit Marken des NDP belegt.

Marken entwertet mit HAMBURG P.E. 1 / 05.06. 1871 dazu LONDON PAID 6.6. und P.P. Paid Port



Rolf- Dieter
 
bayern klassisch Am: 24.03.2020 15:26:31 Gelesen: 26433# 312 @  
Lieber Rolf - Dieter,

großes Kino - klasse und vielen Dank fürs Zeigen in diesen Zeiten.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Setubal Am: 24.03.2020 15:38:40 Gelesen: 26431# 313 @  
Hallo Ralph,

ich hoffe Dir geht es auch gut.

eE war Zufall, dass ich die Briefe gefunden habe und das erstaunliche, dass sie eben mit 4 verschiedenen Reedereien nach Südamerika befördert wurden, neben den unterschiedlichen Gewichtsstufen und natürlich daraus resultierenden Gebühren.

Rolf- Dieter
 
bayern klassisch Am: 24.03.2020 16:36:04 Gelesen: 26415# 314 @  
@ Setubal [#313]

Hallo Rolf - Dieter,

geht mir leider nicht so gut, aber das gehört nicht hierher, wo so fantastische Briefe gezeigt werden, die einem das Leben deutlich versüßen.

Liebe Grüsse,
Ralph
 
Setubal Am: 24.03.2020 17:18:51 Gelesen: 26406# 315 @  
danke Ralph,

und auch wenn es nicht hierher gehört:

Haltet alle die Köpfe hoch - und allen gute Gesundheit.

Und behaltet den Spaß am Hobby.

Rolf- Dieter
 
Magdeburger Am: 24.03.2020 17:57:51 Gelesen: 26396# 316 @  
@ Setubal [#310]

Hallo Rolf-Dieter,

es sind ausgewöhnliche Belege - Danke fürs zeigen!

Jedoch verwundert mich etwas die Angabe 12 Groschen = 12 Decimen.

M.W. entsprachen 3,70 Franc (= 37 Decimen) = 1 Thaler und so wären 12 Groschen etwa 15 Decimen, bzw. 12 Decimen sind 9 3/4 Groschen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Arge-Ungarn Am: 28.03.2020 22:50:52 Gelesen: 26248# 317 @  
@ Setubal

Hallo Rolf-Dieter,

schöne Briefe, bei denen vor allem [#310] und [#311] mir ins Auge stechen, da es schöne Reichspostvorläufer sind.

Der Hinweis bei Beleg [#310], daß die Befördeung wegen des F-D Krieges nicht möglich war, überrascht ein wenig, da der Krieg beendet war. Vielleicht bevorzugte man die englischen Verbindungen, da sie zahlreicher waren ?

Alles Gute aus Frankreich

Martin
 
10Parale Am: 11.05.2020 13:16:44 Gelesen: 24046# 318 @  
Ich beteilige mich an diesem interessanten Forum mit dieser Briefhülle an einen Kaufmann in Köpenick, abgeschlagen in BERLIN P.E.14 am 21.12.70.

Liebe Grüße

10Parale


 
volkimal Am: 13.05.2020 12:03:13 Gelesen: 23909# 319 @  
Hallo zusammen,

ein zweimal nachgeschickter Brief vom Norddeutschen Bund (Norddeutscher Postbezirk) vom 11.11.???? Die Jahreszahl ist für mich nicht eindeutig feststellbar.

Am 1. Januar 1868 erschienen die ersten Briefmarken und Ganzsachen-Umschläge des Norddeutschen Bundes. Es gab aber noch große Bestände an alten Umschlägen aus den vorher selbstständigen Staaten. Diese Umschläge wurden in Form von Aufbrauchsausgaben weiterverwendet. In diesem Fall hat man auf den preußischen Wertstempel „Adler im Hochoval“ eine durchstochene Marke zu 1 Groschen geklebt. Diese wurde dann mit einem an den Ecken abgerundeten Rechteck mit Diamantschrift überdruckt. Als Text steht im Rechteck „NORDDEUTSCHER POSTBEZIRK“ in vielfacher Wiederholung.



Der Brief aus Bork ging am 11.11. an den Fabrik Besitzer Hermann in Forsterhausen bei Hamm (heute mit „V“ geschrieben). Einen Tag später erhielt der Brief den Hammer Stempel Bahnhofs-Ausgabe N 2. Herr Hermann war aber unterwegs und so wurde der Brief am 12.11. nach Berlin zum Hotel Brandenburg nachgesandt. Von dort ist der blaue Ausgabestempel „I“ vom 13.11. Auch in Berlin konnte der Brief nicht zugestellt werden. Er wurde nach Meiningen zum Hotel de Sachs weitergeschickt. Dort erreichte er schließlich am 14.11. seinen Empfänger.

Vorsterhausen war ein ehemaliger Siedlungskern an der Grenze zwischen der Westerheide und der Südenheide im heutigen Hammer Westen. Begründet wurde dieser Siedlungskern durch das Gut Vorsterhausen, dessen Namen sich von seinem Erbauer Johannes Vorster ableitet.

Das Jahr 1858 brachte gleich vier neue Fabriken: in der Nordenfeldmark eine von Gebr. Lindenstruth für "Wagenassen" (vermutlich Wagenachsen) und eiserne Platten; eine "Dampkittelfabrik" (vermutlich Dampfkesselfabrik) auf Vorsterhausen von Gerichtssekretär Hermann;- eine Maschinenfabrik von Keller und Banning und eine Lackfabrik von Rollmann und Garschagen. Die Achsenfabrik und die Dampfkesselfabrik haben es nicht lange getan, sie sind alle nach ein paar Jahren wieder eingegangen, woran die Mobilmachung von 1859 Schuld war. [1]

Viele Grüße
Volkmar

[1] https://www.hammwiki.info/wiki/Vorsterhausen
 
bayern klassisch Am: 13.05.2020 12:18:37 Gelesen: 23903# 320 @  
@ volkimal [#319]

Hallo Volker,

ein Brief ganz nach meinem Geschmack - herrlich! Dazu perfekt beschrieben - Sammlerherz, was willst du mehr?

Danke fürs Zeigen und liebe Grüsse,
Ralph
 
Magdeburger Am: 19.07.2020 09:42:54 Gelesen: 21533# 321 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Brief, welcher am Zug in Magdeburg aufgegeben wurde:



Aufgegeben am 16.08.1870 lief er nach Suhl. Hier wurden beim Streckenstempel die unteren beiden Zeilen abgedeckt um den Aufgabeort als Stationsstempel zu dokumentieren.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
volkimal Am: 15.08.2020 18:48:53 Gelesen: 20586# 322 @  
Hallo zusammen,



Ein Teil einer Correspondenz-Karte des Norddeutschen Postgebietes. Die Karte an Frau Generalarzt Schiele ging am 26.11.1872 von Berlin Anhalter-Bahnhof nach Magdeburg.

Viele Grüße
Volkmar

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Bahnhofstempel"]
 
Magdeburger Am: 04.09.2020 14:28:10 Gelesen: 19601# 323 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier ein Beleg aufgegeben am 23.06.1870 von der Firma Hauswaldt in Neustadt-Magdeburg an Herrn a.D. Rotschenreuther Zeyern bf Mitterteich/Baiern, was später b./ Kronach präzisiert wurde.

Der einfache Beleg kostete 1 Sgr. Franco - also auch korrekt.



Die Siegelseite zeigt eine irrsinnige Reise. Es befinden sich insgesamt 7 Stempel darauf, wovon ich 5 mittlerweile herausbekommen habe.

1. Weiden 24/6
2. Mitterteich 24/6
3. Hochstadt 25/6
4. Oberkotzau 26/6
5. Unterrohdach 26/6



6. ...EGE... 25/6 eventuell steht unten Bahnhof (möglicherweise Eger Bahnhof)
7. keine Ahnung

Hat jemand eine Idee?

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Lars Boettger Am: 02.04.2021 20:25:56 Gelesen: 6305# 324 @  
Es wird mal wieder Zeit, dass ich einen NDP-Beleg vorstelle. Eine Drucksache aus dem Kreuzer-Bezirk, am 30.11.1868 von Frankfurt nach Wiltz in Luxemburg versandt. Einen Tag später kam sie bereits beim Postamt in Wiltz an.

Ich habe eine Schwäche für Drucksachen, da sie nicht oft erhalten blieben. Vielleicht kann man sie am ehesten mit Spam vergleichen, für den Empfänger waren sie lästig. Sie wurden in der Regel weggeworfen. Es ist die erste Drucksache aus dem Kreuzerbezirk des NDP, die ich mit der Destination Luxemburg registriert habe. Ich würde mich freuen, wenn mir weitere Drucksachen aus dem Kreuzerbezirk (oder Groschenbezirk) gemeldet würden.

Beste Grüße!

Lars


 
Martin de Matin Am: 03.04.2021 18:24:27 Gelesen: 6192# 325 @  
Das Interessante an Drucksachen ist für mich der gedruckte Inhalt, den man auch gut lesen kann. Meine Drucksache, die mit einer gezähnte 1/3 Groschenmarke frankiert wurde, ging am 6.11.1869 von Hamburg nach Boehrigen.



Wie schon oben geschrieben finde ich den Inhalt interessant, denn es sind die Schiffe aufgeführt, die von Hamburg im November 1869 abfahren sollten. Die Schiffsnahmen mit deren Kapitän und der geplanten Abfahrt und deren Ziel sind angegeben. Leider fehlt unten ein Teil der Drucksache.



Gruss
Martin
 
Magdeburger Am: 26.04.2021 07:07:00 Gelesen: 4511# 326 @  
Guten Morgen,

heute für den 26.04.2021 ein Brief vor 150 Jahren aufgegeben:



Gelaufen von Magdeburg-Bahnhof nach Bordeaux richtig mit 4 1/2 Groschen frankiert. Vorderseitig noch Transitstempel vom 27.04. sowie siegelseitig Ankunft am 28.04. (habe an beiden Tagen keine Zeit).

Eine schöne Woche wünscht

Ulf

[Redaktionell kopiert aus dem Thema "Stempel heute vor 100, 150, 200 Jahren usw."]
 
Cantus Am: 27.04.2021 00:19:26 Gelesen: 4435# 327 @  
@ Magdeburger [#323]

Hallo Ulf,

Zeyern war damals ein Dorf mit rund 450 Einwohnern im Landkreis Kronach, wie nach den Irrläufen auch korrekt auf dem Umschlag vermerkt worden war. Heute ist Zeyern ein Gemeindeteil des Marktes Marktrodach im oberfränkischen Landkreis Kronach in Bayern.

Der Stempel EGE könnte sehr wohl vom Bahnhof Eger stammen, denn Eger liegt nur eine kurze Strecke östlich der bayerischen Grenze, Kronach seinerseits relativ dicht auf westlicher Seite hinter der Grenze. Der Brief könnte daher auf seiner Irrfahrt sehr wohl auch den Bahnhof Eger passiert haben, ob damit aber eine Bahnpost belegt werden kann, möchte ich bezweifeln.

Viele Grüße
Ingo
 
Magdeburger Am: 13.06.2021 12:24:45 Gelesen: 504# 328 @  
Liebe Sammelfreunde

hier ein eingeschriebener Brief vom 26.10.1868 aus Magdeburg:



Gesendet an "Herrn Rud. Karow. in Altenfliess b. Landsberg an der Warthe" (heute Trzebawie).

Der Brief wurde in den Briefkasten eingeworfen und auch richtig mit 3 Groschen frankiert. Allerdings wurde später Landsberg an der Warthe gestrichen und neu bei Friedeberg N(eu)M(ark) (heute Przyłęg) hinzugefügt, wo er am 28. ankam.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 17.06.2021 11:28:51 Gelesen: 310# 329 @  
Gelegentlich findet man noch altdeutsche Briefe im bezahlbarem Rahmen, so wie diesen Faltbrief hier:

4x ein 1/4 Groschen-Marke (NDP 1) von Hamburg nach Berlin, am 27.11.1868 gestempelt. Auch so konnte man einen Silbergroschen auf Brief darstellen.



hajo22
 
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