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Thema: Altdeutschland Norddeutscher Postbezirk: Belege
Das Thema hat 329 Beiträge:
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Martinus Am: 02.03.2016 16:26:31 Gelesen: 111719# 80 @  
@ Martinus [#79]

Wie gut, wenn man selber noch ein wenig stöbern kann! :)

Nach dem Spezialkatalog von Peter Feuser handelt es sich um einen nachverwendeten Preußenstempel, der in der Farbe blau recht selten zu finden ist.

Zu dem Ausgabe Stempel VII 1/2 habe ich leider noch keine weiteren Informationen gefunden!

Gruß Martinus
 
Magdeburger Am: 02.03.2016 16:51:58 Gelesen: 111712# 81 @  
@ Martinus [#80]

Hallo Martinus,

zeige mal den blauen Stempel im entsprechenden Berlin-Faden:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=3914

Berlin stempelte recht lange in blau!

Mit dem Begriff "nachverwendet" stehe ich persönlich auf Kriegsfuß. Ich meine, er ist einfach weiterverwendet worden beim Übergang von "Preussen" zum "Norddeutschen Bund".

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
Magdeburger Am: 07.04.2016 17:20:39 Gelesen: 110872# 82 @  
Liebe Sammelfreunde,

hier mal noch ein weiterer Paketbegleitbrief:



Am 05.01.1870 in Magdeburg aufgegebenes Paket von 3 Pfund 5 Loth lief in das nur 1 1/4 Meilen entfernte Wanzleben. Die portopflichtige Dienstsache wurde mit 2 Sgr. bar frankiert, was auch am Aufgabestempel sichtbar ist.

Die Paketausgabe erfolgt am Folgetag und ist mit dem Ortsstempel von Wanzleben bestätigt worden.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 07.04.2016 18:12:01 Gelesen: 110860# 83 @  
@ Magdeburger [#82]

Sehr akkurat und in einem kräftigen Rot abgeschlagener Franco-Stempel von Magdeburg. Sehr schön und in dieser sauberen Erhaltung vermutlich selten.

---

Kleines Briefchen aus Frankfurt a.M. nach Paris. 24xer-Frankatur (entspricht rd. 7 Sgr.) entwertet mit Bahnpoststempel Frankfurt a.M. - Cöln vom 14.12.(ohne Jahr). Aufgabestempel Ffm E.P.B.X (= Eisenbahn-Post-Büro Nr. 10), roter PD-Stempel (Porto bezahlt bis zum Ziel Paris) und blauer Grenzübergangsstempel Tour-T 2 Erquelines vom 15.12. Aufgabejahr leider unleserlich.

Die Rückseite gibt nichts her, zumal die Couvert-Rückklappe fehlt. Man kann eben nicht immer alles haben.

Nach altem Postvertrag mit Frankreich Brief bis 10gr=12xer (hier also über 10gr. bis 20gr.).



BG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 07.04.2016 20:34:55 Gelesen: 110845# 84 @  
@ hajo22 [#83]

Dazu noch links "2f" für "zweifach" und die "2" im franz. (Ankunftsstempel) von Paris - der sieht doch sehr gut aus, ich weiß gar nicht, was du willst (hinten kam eh in dieser Zeit beim direkten Postaustausch kaum noch ein Stempel drauf).

Liebe Grüsse,
Ralph
 
hajo22 Am: 08.04.2016 13:43:47 Gelesen: 110779# 85 @  
@ bayern klassisch [#84]

Du meinst ich "jammere auf hohem Niveau", aber es gilt: Nichts ist so gut um nicht noch besser sein zu können.

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Ich zeige nachfolgend einen Brief, den ich vor allem wegen der Adresse in die Sammlung aufgenommen habe: Einschreibbrief frankiert mit waagrechtem Paar der 2 Gr. (Nr.17) aus Usedom vom 5.5. nach Berlin, Ankunft 6.5. (jeweils Stempel ohne Jahr) an den königlichen General der Infanterie (Leopold) von Brese-Winiary (1787-1878), der aufgrund seiner Verdienste (Festungsbau) in den Adelsstand erhoben wurde. Sein Vater trat übrigens 1765 in Magdeburg in den Postdienst ein und wurde 1770 nach Berlin versetzt (Info für "Magdeburger") [1].



So macht das Sammeln von NDP-Belegen Spaß.

VG, hajo22

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Leopold_von_Brese-Winiary
 
Magdeburger Am: 08.04.2016 15:16:00 Gelesen: 110761# 86 @  
@ hajo22 [#85]

Hallo Hajo22,

richtig interessant. Der Name war mir bisher nicht bekannt! Laut meinen Infos war 1762 Postmeister Buchholz - ab 1770 wieder kurzzeitig Christian Wilhelm Pape. Der von dir genannte würde zeitlich da auch als Postmeister reinpassen, zumal 1770 Pape, welcher schon 1759 bis 1762 dort Postmeister war, wieder kurz das Amt übernahm bis ein Herr Döring im gleichem Jahr, also von 1770 bis 1779 das Amt inne hatte.

@ alle

Den Beleg hatte ich schon in dem Mosigkau-Faden gezeigt, paßt auch hier:



"Ortsbrief" aus Dessau vom 17.03.1870, welcher an den Revierförster Krüger in die Hohe Strasse adressiert ist. Diese "Strasse" existiert noch heute, jedoch ist diese nur was für Fußgänger und Radfahrer. Die Strasse verband Dessau aus Richtung Haideburg kommend Kochstedt und weiter Mosigkau. In dieser Richtung liegt als erstes das Forsthaus Speckinge, wohin der Brief lief, am Ende wo diese die ehemalige Dessauer Strasse aus Kochstedt kommend die Hohe Strasse kreuzte, befindet sich ein Torhaus.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 13.04.2016 00:01:10 Gelesen: 110611# 87 @  
Mal ein kleiner Beleg, der einen klar abgeschlagenen Berlinstempel und einen sehr deutlichen Ankunftsstempel aufweist.

1/3 Groschen (Nr. 14) auf gefalteter Drucksache aus Berlin P.E.27 vom 28.8.1871 nach Friedland, Ankunft daselbst am 29.8.71.

Dieses Drucksachen-Porto ist noch häufig zu finden und zählt zur Altdeutschen Massenware. Selten nur in der Verwendung als Einzelfrankatur auf Ortsbrief in verschiedenen deutschen Städten. Kann ich leider nicht zeigen, aber vielleicht ein Leser?



VG, hajo22
 
Magdeburger Am: 02.05.2016 15:05:29 Gelesen: 110183# 88 @  
Liebe Sammelfreunde,

heute bei mir eingeflogen:



Am 31.05.1869 in der Magdeburger Stadtpost-Expedition aufgegebenes Paket von 5 Pfund 5 Loth incl. Postvorschuß von 25 Sgr. in das 26 Meilen entfernte Wismar.

25 Sgr. wurden in Auslage genommen. Dazu kommen 1 Sgr. ProCura + 6 Sgr. Pakettaxe (2 Pfennige * 6 Pfund * 6PS (25-30 Meilen) = 72 Pfennige = 6 Sgr.) = 32 Sgr.

Siegelseitig sind 7 Sgr. angeschrieben, also 6 Sgr. für das Paket + 1 Sgr. ProCura.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.05.2016 16:09:55 Gelesen: 110175# 89 @  
Heute von mir und schon lange in der Sammlung:

Paketbegleitbrief für ein Fässel zu 55 Pfund aus Kirchberg/Sachsen nach Carlsfeld bei Eibenstock/Erzgebirge vom 15.2.(römische Zahl II) 1868, ausgeliefert am 17.2., frankiert mit 1/4, 2x2 und 5 Groschen (Nrn. 1, 2x5, 6) zu insgesamt 9 1/4 Groschen.

Die spannende Frage: Was war in dem Fässel? Sauerkraut oder Bier oder?



BG, hajo22

PS: Die Frage muß nicht beantwortet werden.
 
Magdeburger Am: 02.05.2016 16:38:11 Gelesen: 110164# 90 @  
@ hajo22 [#89]

Hallo Haja,

vielleicht war auch Butter drin? In dieser Jahreszeit denkbar.

Beide Orte trennen keine 5 Meilen, so dass wir hier die 1. Entfernungsstufe haben und da 2 Pfennige je Pfund anfielen ergeben sich 110 Pfennige, was auf 9 1/4 Sgr. aufzurunden war.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.05.2016 17:33:36 Gelesen: 110151# 91 @  
@ Magdeburger [#277]

"haja" ist auch ganz nett, aber ich habe mich ganz sicher für "hajo" entschieden.

Auf 110 Pfennige bin ich auch gekommen dank Kopfrechnen. Um den Viertelgroschen wurde aufgerundet. Waren auch Abrundungen nach der Postordnung möglich?

VG, hajo22

PS: Butter wäre auch möglich, aber gleich 55 Pfund? Da wurde wohl das ganze Dorf versorgt.
 
Magdeburger Am: 02.05.2016 18:28:13 Gelesen: 110138# 92 @  
@ hajo22 [#91]

Hallo Hajo22,

Waren auch Abrundungen nach der Postordnung möglich?

Nein, es wurde grundsätzlich aufgerundet, allerdings wurde in der Postordnung von "abrunden" geschrieben.

Die Versendung von Butter war nur in der kühlen Jahreszeit möglich und die wurde tatsächlich in Fasser versendet und dies meist in grossen Mengen. In den preussischen Bestimmungen gibt es dazu etwas in den Dienstinstruktionen.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 02.05.2016 20:01:36 Gelesen: 110119# 93 @  
@ Magdeburger [#92]

Ja, die Überlegung hat was für sich. Die Butter mußte allerdings weiterhin kühl gelagert werden (Stichwort "Eiskeller") um nicht schnell ranzig zu werden.

Interessant der Hinweis auf eigene Dienstinstruktionen zum Transport von Butter.

VG, hajo22
der auch immer noch was dazulernen kann.
 
hajo22 Am: 04.05.2016 16:04:08 Gelesen: 110029# 94 @  
Gelegentlich sieht man diese "Entwertungsart" aus Löbau in Sachsen auf Marken des NDP.

Hier ein kompletter Firmen-Faltbrief aus Löbau vom 29.12.1869 nach Spremberg (Ankunft 30.12.).

Mir ist bis heute unklar, warum die Marke nicht gleich mit dem Ortsstempel entwertet wurde.

Vielleicht kann mich ein Leser (noch) klüger machen?



BG, hajo22
 
hajo22 Am: 05.05.2016 20:03:10 Gelesen: 109950# 95 @  
Zu meiner Frage bezüglich der Löbau-Markenentwertung hat hier im Forum kein Leser eine Meinung?

---

Heute ein Paketbegleitbrief aus Neustadt/Westpreussen nach Danzig. Verschickt wurde ein Korb mit 20 Pfund Fischen.

Frankatur: Ganzsachenumschlag 1 Gr. + 2x1/4 Gr. + 2 Gr. = 3 1/2 Gr.

Gestempelt 25.9.1871, Ankunft Danzig am selben Tag, was uns der rote Danziger Packkammer-Stempel sowie der rückseitige Ankunftsstempel verrät.



BG, hajo22
 
Magdeburger Am: 12.05.2016 16:21:56 Gelesen: 109772# 96 @  
@ hajo22 [#95]

Hallo Hajo22,

der Danziger Packkammerstempel zeigt den Tag der Packausgabe an. Zum Löbau-Stempel kann ich nichts sagen, bei stampsx gibt es den Löbau-Sammler, vielleicht kannst du ihn fragen?

Liebe Sammelfreunde,

der Brief hat keinen Schönheitspreis verdient:



Mir ging es hier in erster Linie um den Aufgabestempel, aber diese Type hatte ich schon. Der Brief selbst ist vom 17.10.1868 - siegelseitig Stempel von Nürnberg Bahnhof + Briefträgerstempel 8. Die Notierungen, welche siegelseitig erkennbar sind, sind erst im Jahre 1871! angebracht wurden - da kein Inhalt, kann ich nicht sagen warum eine so lange Differenz dazwischen liegt.

Mit freundlichem Sammlergruss

Ulf
 
hajo22 Am: 12.05.2016 19:40:20 Gelesen: 109748# 97 @  
@ Magdeburger [#96]

Ja richtig Packausgabe der Packkammer, der Ankunftsstempel ist auf der Rückseite (gleicher Tag). Da habe ich mich mal wieder dämlich (unpräzise) ausgedrückt. Ich werde nie ein Postgeschichtler und werde ich noch so alt. :o)

Heute ein Faltbrief mit 2x2 Groschen (waagrechtes Paar Nr.5) nach Moskau, gestempelt 6.2.1869. Rückseite nur Trockensiegel, kein Ankunftsstempel (wahrscheinlich war der Brief ursprünglich anders gefaltet und der Briefteil mit dem Ankunftsstempel ist nicht mehr vorhanden). Als "Destination" ist Moskau nicht einfach zu finden. Kaufentscheidung war aber der blaue Berliner Poststempel der Post-Exp. 23 (keine Rarität, aber schön auf einem schönen Brief). Mit Franco-Stempel (alles bezahlt).



BG, hajo22
 
hajo22 Am: 25.05.2016 15:42:33 Gelesen: 109456# 98 @  
Manchmal hat man einfach Glück und kann auf einer bekannten Internet-Verkaufsplattform was Schönes erwerben.

Paketbegleitbrief "anbei ein Päckchen in grauer Leinwand" mit 4-Farben-Frankatur zu 1/4, 1/2, 1 und 5 Groschen. Gestempelt Konitz/Westpreußen vom 2.11.1869 nach Berlin, Ankunft und Ausgabe 3.11. "Paket Bestellung".

Eine 4-Farben-Frankatur hatte ich bislang nicht in meiner NDP-Sammlung. Und dann noch nach Berlin! Herz, was willst du mehr?



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 16:30:51 Gelesen: 109444# 99 @  
@ hajo22 [#98]

Hallo hajo22,

ich würde das sogar als Mischfrankatur bezeichnen - 2 mal gezähnt, 2 mal durchstochen. Das hat wahrlich nicht jeder und es sieht phantastisch aus. Glückwunsch zu diesem Schmankerl. :-)

Liebe Grüsse von bayern klassisch
 
hajo22 Am: 25.05.2016 17:52:58 Gelesen: 109432# 100 @  
@ bayern klassisch [#99]

Ja ich weiß, danke. Ich habe lange nach einer 4-Farben-Frankatur zu einem noch bezahlbarem Preis gesucht.

Dennoch, einer schaut jetzt ganz traurig: Mein Sparschwein!

VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 18:14:38 Gelesen: 109431# 101 @  
@ hajo22 [#100]

Hallo hajo22,

Hauptcharakteristikum eines Sparschweins ist der Mangel an Durchhaltevermögen - der traurige Blick wird also bald verschwunden sein und heiterere Miene wird folgen. Jede Wette ...

Liebe Grüsse von bayern klassisch (auch ein Sparschweinbesitzer)
 
mario0612 Am: 25.05.2016 19:14:13 Gelesen: 109415# 102 @  
Hallo,

NDP ist zwar nicht mein Gebiet, aber als Heimatsammler kommt man nicht drum rum. :-)

Der Brief hat keine besondere Frankatur mit 1 Groschen Dienstmarke, aber er ging von Gotha nach Körner am 14.01.1870.

Es war ein Dienstbrief an die Schule von Körner. Körner war eine kleine Enklave im Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha, dazu zählte auch das Kloster Volkenroda.

Eine schöne Restwoche

Beste Grüße

Mario


 
hajo22 Am: 25.05.2016 19:37:09 Gelesen: 109401# 103 @  
@ bayern klassisch [#101]

Mein Sparschwein leidet an chronischer Schwindsucht. Das liegt daran, daß ich ihm jeden Monat weismache, es sei schon wieder Weihnachten. Gelegentlich erhält es eine F-Spritze zum Durchhalten. Es steht auf dem eingescannten Buch und schaut mächtig stolz in alle Richtungen.



VG, hajo22
 
bayern klassisch Am: 25.05.2016 20:08:35 Gelesen: 109391# 104 @  
@ mario0612 [#102]

Hallo Mario,

deiner Schilderung entnehme ich, dass du Kömer sammelst - da musst du sehr glücklich sein, solch einen schönen Brief nach dorthin gefunden zu haben. Die meisten Heimatsammler sammeln nur von ihrem Ort nach irgendwo hin. Wohl dem, der dieses Stadium überwunden und begriffen hat, dass "gscheites" Heimatsammeln vor allem Belege in den Ort seiner Sammelleidenschaft beinhalten sollte.

Liebe Grüsse,
Ralph
 

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