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Thema: Briefzentren und ihre Stempel
Das Thema hat 898 Beiträge:
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sachsen-teufel Am: 18.02.2012 17:17:59 Gelesen: 366844# 49 @  
Hallo Sammlerfreunde,

also daß Briefe, die durch Tagesstempel auf Poststellen/-ämtern/-agenturen bereits entwertet wurden, nochmals in Briefzentren überstempelt werden, zum Leidwesen vieler Sammler, kommt ja wohl öfter vor. Aber das ein Brief, der durch den Frankierservice des Briefzentrums freigemacht nochmals im eigenen BZ mit einem Maschinenstempel "überstempelt" wird, das ist, zumindest mir, noch nicht untergekommen.



Hat jemand ähnliche "Doppel"-abstempelungen eines BZ ?

Gruß
Michael
 
sachsen-teufel Am: 29.02.2012 21:07:39 Gelesen: 366476# 50 @  
Und so kann es auch gehen:

Doppelstempelung 17.05.11 und 18.05.11 und die untere Marke trotzdem nicht getroffen.

Michael


 
sachsen-teufel Am: 01.03.2012 17:12:28 Gelesen: 366411# 51 @  
Bin gerade wieder mal beim Sortieren im Bereich Briefzentrum und schon ergeben sich wieder neue Fragen.

Vor den Fragen als erstes mal eine Reihe von Abschlägen in zeitlicher Reihenfolge, alle aus dem BZ 44 und alle mit ma im Stempelkopf:

Bild 1: Stempeldatum 13.05.11, Abstand Welle zum Stempelkopf klein (ca. 5 mm)



Bild 2: Stempeldatum 19.05.11, Abstand Welle zum Stempelkopf groß (ca. 10 mm)



Bild 3: Stempeldatum 31.05.11, Abstand Welle zum Stempelkopf klein (ca. 5 mm)



Bild 4: Stempeldatum 22.07.11, Abstand Welle zum Stempelkopf klein (ca. 5 mm)



Bild 5: Stempeldatum 23.07.11, ohne Entwerter / Welle



Bild 6: Stempeldatum 24.07.11, Abstand Welle zum Stempelkopf groß (ca. 10 mm)



Daraus ergeben sich für mich einige Fragen, bei deren Beantwortung eure Unterstützung sehr erwünscht ist.

Ich gehe davon aus, das es allgemein einen Stempelkopf mit bestimmtem UB nur einmal geben sollte/kann und das somit alle oben gezeigten Abschläge von einer Maschine stammen. Ebenso gehe ich davon aus, das der Entwerter/Werbeeinsatz austauschbar ist.

Frage 1: Warum ist der Abstand Welle - Stempelkopf am 13.05. (Bild 1) klein, sechs Tage später groß (Bild 2) und wiederum zwölf Tage später (Bild 3) wieder klein ? Da muß doch zwischendurch kurzzeitig mal der Entwerter/Werbeeinsatz raus genommen worden sein (eventuell ist da ein Gelegenheits-Werbeeinsatz verwendet worden ?), der dann später wieder eingesetzt wurde, allerdings anders positioniert ?

Frage 2: Was ist denn da im Juli innerhalb der drei Tage geschehen ? Am 22.07. war noch die "Welle" eingesetzt, Abstand zum Stempelkopf klein (Bild 4). Einen Tag später war gar kein Entwerter/Werbeeinsatz da (Bild 5) und noch einen Tag später war die "Welle" wieder da, jetzt aber mit großem Abstand vom Stempelkopf (Bild 6).

So richtig kann ich das nicht nachvollziehen, vielleicht habe ich ja auch einen Denkfehler.

Gruß
Michael
 
Pommes Am: 01.03.2012 17:38:51 Gelesen: 366402# 52 @  
@ sachsen-teufel [#51]

Hallo Michael,

Versuch einer Erklärung für die unterschiedlichen Abstände: Wenn "richtig" eingesetzt = Abstand weit; wenn "falsch" eingesetzt = Abstand eng. Bei der Welle merkt man es nicht. Deutlicher wird es bei Werbeeinsätzen:



Mit den besten Sammlergrüßen
Thomas
 
Nachtreter Am: 02.03.2012 08:14:53 Gelesen: 366361# 53 @  
@ sachsen-teufel [#51]

Die Welle kann verschwinden, wenn sich ein zweiter Brief davorschiebt - ist also u.U. reiner Zufall. Muß also nicht unbedingt an einem "fehlenden" Stempeleinsatz liegen! Beim zweiten Brief ist dann nur noch die Welle mit "fehlenden" Tagesstempel zu sehen.

Viele Grüße

Nachtreter
 
sachsen-teufel Am: 02.03.2012 17:41:48 Gelesen: 366306# 54 @  
@ Pommes [#52]

Hallo Thomas,

danke, deine Erklärung klingt für mich mehr als einleuchtend, also ein "Wellen"-Kopfsteher.

Diese kommen auch öfter vor, ich habe diese halt bei mir immer als mit Abstand kurz (ca. 4-5mm) oder "normal" mit Abstand groß (ca. 10mm) registriert und nie als Kopfsteher gesehen.

Die Werbeeinsatz-Kopfsteher sind ja auch nicht so selten, obwohl diese, wie du ja auch schon erwähnt hast, deutlicher sichtbar /erkennbar sind. Also falsch eingesetzt wird wohl immer wieder mal, ist ja auch für uns Sammler eine Bereicherung. Es gibt ja sogar Abschläge mit dem Stempelkopf kopfstehend (habe selber leider keinen).

@ Nachtreter [#53]

Danke, so wie du es beschreibst ist es wohl eher der Fall, als ich dachte.

Von diesen Abschlägen ohne Entwerter/Werbeeinsatz habe ich noch einige wenige, aber einen Abschlag nur mit Entwerter/Werbeeinsatz ohne Stempelkopf, der fehlt mir noch. Na ja, beides lockert doch eine Sammlung auch schön auf.

Gruß
Michael
 
sachsen-teufel Am: 02.03.2012 18:39:26 Gelesen: 366294# 55 @  
Schon gehts weiter mit BZ-Stempel-"Ungereimtheiten":

Es gibt sie also, zwei Stempelköpfe mit identischem UB im selben Briefzentrum:




Allerdings ist beim ersten Stempelkopf eine deutliche Unterbrechung der Sehne im Stegsegment oben zu erkennen.

Da liegt mE kein mechanischer "Ausbruch" vor, auch das dieser Teil zufällig nicht abgeschlagen wurde, glaube ich nicht. Es gibt einige Stempelköpfe anderer BZ die mir vorliegen, die auch diese symmetrische Unterbrechung genau an dieser Stelle haben.

Da mir von diesen beiden Stempelköpfen weitere vorher und später verwendete Abschläge vorliegen, gehe ich davon aus, daß beide Stempelköpfe parallel im Einsatz sind und sich eben nur durch die unterbrochene "Sehne"/Linie voneinander unterscheiden.

Gruß
Michael
 
TomWolf_de Am: 02.03.2012 19:49:25 Gelesen: 366288# 56 @  
@ sachsen-teufel [#55]

Das ist nicht ungewöhnlich, sondern eher die Regel! Es handelt sich um eine Stempeltrommel mit zwei Tagesstempeln und Werbeeinsätzen (und identischen Unterscheidungsbuchstaben).

Wenn Du Dir den unteren Stempel genau ansiehst, wird die der verkürzte Anstrich des "m" im Unterscheidungsbuchstaben "mb" auffallen und die leichte Delle im Aussenkreis über "EN". So lassen sich diese beiden Tagesstempel leicht unterscheiden.

Ich beobachte das bei den Maschinenstempeln des BZ 73 seit vielen Jahren. Es ist schon interessant diese kleinen Beschädigungen über die Jahre zu dokumentieren; und manchmal kann man herausbekommen, wann solche Beschädigungen repariert werden.

Gruß
Thomas
 
sachsen-teufel Am: 03.03.2012 20:53:53 Gelesen: 366216# 57 @  
@ TomWolf_de [#56]

Hallo Thomas,

vielen Dank, sehr interessant! Darf ich gleich noch ein wenig "nachbohren" ?

Wenn ich das richtig interpretiere, hat jede dieser Stempelmaschinen eine Trommel mit zwei Stempelköpfen + Werbeeinsatz und diese immer mit gleichem UB ? Sind die Stempelköpfe dann eigentlich immer gleich "aussehend" oder hat eben der eine immer diese unterbrochene Linie damit beide Stempelköpfe aus einer Maschine zu unterscheiden sind ?

Sind denn beide Stempelköpfe gleichzeitig im Einsatz zum Abstempeln oder kann jeweils nur einer "zugeschalten" werden und der andere ist dann "stille" Reserve ?

Ist denn bekannt, wie diese Stempelmaschinen heißen bzw. der Hersteller ?

Gruß
Michael
 
TomWolf_de Am: 04.03.2012 16:58:58 Gelesen: 366154# 58 @  
Seitens der Post gibt es keinen Grund die Stempelköpfe einer Trommel unterscheiden zu können. Diese Unterbrechung unter dem Unterscheidungsbuchstaben kommt auch bei anderen Briefzentren vor und ist eine gewöhnliche Abnutzung. Alle Stempelköpfe einer Trommel haben immer den selben UB.

Nicht jede Trommel hat zwei Stempelköpfe, es gibt auch Trommeln, die nur einen Stempelkopf plus Werbeeinsatz aufweisen. Ist wohl von der Größe der Stempelmaschine abhängig, vielleicht auch vom Hersteller der Maschine. Wie die Hersteller heißen, kann Dir nur das betreffende Briefzentrum beantworten. Es gibt Stempelmaschinen von Nagler, Klüssendorf, evtl. andere Hersteller. Darum habe ich mich nie wirklich gekümmert, muß ich zugeben.

Ich kann anhand der von mir erfassten Stempeldaten für das Briefzentrum 73 zwei Maschinen nachweisen: Trommel "ma" mit einem Stempelkopf und Werbeeinsatz, Trommel "mb" mit 2 Stempelköpfen und 2 Werbeeinsätzen. Maschine "mb" wird permanent verwendet, Maschine "ma" nur zu Stoßzeiten wenn "mb" überlastet ist.

Gruß
Thomas
 
sachsen-teufel Am: 04.03.2012 20:28:42 Gelesen: 366127# 59 @  
@ TomWolf_de [#58]

Danke, ich denke jetzt habe ich's begriffen ! Und ab sofort wird natürlich genauer hingeschaut, ob es Abweichungen innerhalb eines UB's gibt, die auf eine Maschine mit 2 Stempelköpfen plus Werbeeinsatz hinweisen.

Vielleicht kriege ich auch irgendwann mal die Maschinenhersteller/-typen raus, das will ich halt auch gern immer wissen, ich vermute aber die Briefzentren werden da kaum Auskunft geben. Ist nur meine bisherige Erfahrung.

Also vielen Dank nochmal, das war für mich "technisches Neuland".

Zum Schluß dazu moch zwei Bildchen: Jeweils zwei Abschläge aus BZ 44 mit UB ma aus einer Maschine / Trommel:

Stempelkopf I "normale" Ausführung:



Stempelkopf II mit 2 zusätzlichen Strichen im oberen Stegsegment:



Gruß
Michael
 
DL8AAM Am: 07.03.2012 20:44:21 Gelesen: 365952# 60 @  
@ sachsen-teufel [#50]

und so kanns auch gehen: Doppelstempelung

Und beim Briefzentrum 30 (Hannover) am 2.3.12 aus einer Maschine aus und in die nächste rein (ma/mc).



Gut 21 Uhr, es war halt etwas später und die Maschine träumte wohl schon vom Feierabend. ;-)

Gruß, Thomas
 
sachsen-teufel Am: 10.03.2012 18:29:18 Gelesen: 365768# 61 @  
@ DL8AAM [#60]

Na das ist doch mal was ! Schönes Kuriositäten-Stück !

Schieb ich gleich noch einen kuriosen Abschlag nach, obwohl es den eigentlich erst in mehr als zwölf Jahren geben sollte.



Ich denke mal daß diese Art Abschläge mit falsch eingestelltem Datum häufiger anzutreffen sind.

"Seltsame" UB's:

Beim heutigen Stöbern bin ich auch auf zwei BZ-Maschinenstempel mit, zumindest für mich, ungewöhnlichen UB's gestoßen. Da führt das BZ 07 einen Stempelkopf mit cm:



Und das BZ 09 einen mit b wo auch noch das Posthörnchen fehlt:



Ich dachte bisher, alle Maschinenstempel bestehen aus zwei Buchstaben und müssen/sollen/können mit m beginnen (ma, mb, mc, u.s.w.)? Scheinbar ist das nicht so. Weiß jemand Näheres darüber ?

Gruß Michael
 
filunski Am: 10.03.2012 18:52:50 Gelesen: 365763# 62 @  
@ sachsen-teufel [#61]

Ich dachte bisher, alle Maschinenstempel bestehen aus zwei Buchstaben und müssen/sollen/können mit m beginnen (ma, mb, mc, u.s.w.)? Scheinbar ist das nicht so.

Hallo Michael,

im Prinzip ist das so, zumindest so ca. ab der 1980er Jahre, aber Ausnahmen (übrigens sehr interessant das Beispiel aus dem BZ 09!) gibt es immer wieder. Genauso wie es manchmal auch Orts-/Handstempel mit den Kombinationen m + anderer Buchstabe gibt und auch in den BZ gibt es Handstempel. Ist die Verwirrung jetzt komplett?

Ich beschäftige mich mit dieser Thematik auch schon eine Weile und entdecke immer wieder Neues!

Eventuell findest du auch hier Neues dazu:

http://www.philaseiten.de/cgi-bin/index.pl?ST=3888

Gruß,
Peter
 
Franz G. Am: 10.03.2012 21:26:33 Gelesen: 365745# 63 @  
@ sachsen-teufel [#61]

Hallo Michael,

mit dem Stempel vom Briefzentrum 09 zeigst du uns hier ein interessantes Teil. Da hat man wohl einen Stempelkopf aus der Anfangszeit (ohne Posthorn im Stempelkopf) des BZ 09 als Notlösung für einen defekten Stempelkopf reaktiviert.

Hier noch so ein Stempel aus dem Briefzentrum 29.



Und noch ein paar Stempel mit anderen Kombinationen aus Briefzentrum und Briefregion.







Sobald es meine Zeit wieder zulässt werde ich dazu sicher noch einiges in die Stempeldatenbank hochladen.

Gruß,
Franz
 
sachsen-teufel Am: 10.03.2012 21:58:41 Gelesen: 365734# 64 @  
@ filunski [#62]
@ Franz G. [#63]

Habt vielen Dank ! Die Ausnahme von der Regel kommt wohl doch öfter vor.

Franz, sehr schöne und interessante Abschläge !

Schönes Wochenende, Michael
 
Franz G. Am: 11.03.2012 00:17:05 Gelesen: 365719# 65 @  
@ sachsen-teufel [#64]

Hallo Michael,

hier noch etwas nicht alltägliches. Ein Postfreistempel als Briefmarkenentwerter eingesetzt beim Briefzentrum 85.



Und noch ein paar Maschinenstempel mit anderen Anfangsbuchstaben als "m".







Gruß,
Franz
 
LOGO58 Am: 05.05.2012 12:04:01 Gelesen: 364065# 66 @  
Hallo in die Runde,

ich habe dem Service-Center-Philatelie der Deutschen Post AG in Weiden einmal folgende Frage gestellt:

"Betreff: "Stempel & Informationen"

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beziehe die o.a. Broschüre und habe folgende Frage:
Bei den philatelistischen Stempeln beschreiben sie den Bildzusatz, der sich ggf. im Stempel befindet. Das machen Sie bei den Werbestempeln der Briefzentren leider nicht. Wäre das nicht auch möglich?
Mit freundlichen Grüßen"

Zwei Tage später erhielt ich folgende Antwort:

"Guten Tag Herr ,
vielen Dank für Ihr Interesse an unseren besonderen Stempelservice.
Da es sich bei den Werbestempeln in den Briefzentren nicht um philatelistische Stempel, sondern nur um einen Werbezudruck handelt, ist eine Beschreibung des Bildzusatzes nicht vorgesehen.
Für Ihr Verständnis bedanken wir uns im Voraus und wünschen Ihnen ein schönes Wochenende!"

Nun wissen wir auch das. Nachvollziehen oder gar verstehen kann ich das aber nicht und warum soll ich dafür Verständnis haben? ;-)

Viele Grüße
Lothar
 
sachsen-teufel Am: 05.05.2012 21:54:44 Gelesen: 364013# 67 @  
@ LOGO58 [#66]

Hallo Lothar,

danke für die Info, wenn auch "ablehnender Bescheid" seiten der DPAG. Dann müssen wir halt die Bilder wie gewohnt selbst beschreiben, auch wenn es manchmal doch schwierig ist rauszukriegen, was da wohl so alles in den Werbezudrucken dargestellt wird und dann noch bei unklarem oder unvollständigem Abschlag.

Aber gleich noch eine andere Frage, weil du gerade die "Stempel & Informationen" erwähnst: bei den Stempeln in Briefzentren wird bei Stempelart oft/immer erwähnt: " x Klischee von y möglichen Klischees". Das kann ich nicht so richtig deuten. Kannst du, natürlich jeder andere Mitleser/Wissende auch, das näher erläutern ?

Danke schon mal
Gruß
Michael
 
LOGO58 Am: 08.05.2012 12:04:05 Gelesen: 363943# 68 @  
@ sachsen-teufel [#67]

Hallo Michael,

was die technischen Abläufe des Stempelvorganges in Briefzentren betrifft, bin ich leider kein Experte.

Ich war zumindest bisher der Meinung, dass sich die Klischees auf die einzubauenden und vorhandenen Stempelköpfe+Klischee beziehen (also z.B. UB ma). 2 Klischees X von 4 möglichen Klischees würde also bedeuten: Im BZ gibt es 4 Stempelmaschinen, von denen 2 das Klischee X führen (ma + mb) und die anderen zwei andere Klischees (mc + md).

Ich habe aber noch einmal mit Jürgen Witkowski (Concordia CA) gesprochen und der sagt, dass sich darüber die Gelehrten streiten. Einige sind der Ansicht, dass die beiden Stempelköpfe in einer Verarbeitungsanlage identische Unterscheidungsbuchstaben haben. Die Post hüllt sich wohl leider in Schweigen.

Er hat mich auf folgendes Video aufmerksam gemacht:

http://www.youtube.com/watch?v=O_f1aBSh9RE

Ist die Sendung mit der Maus nicht auch für Erwachsene durchaus lehrreich und anschaulich?

Ich hoffe daher, dass sich hier im Forum noch ein Experte zu diesem Thema äußert. Ich werde mich in jedem Falle aber noch einmal an die Post wenden und dann berichten.

Viele Grüße
Lothar
 
drmoeller_neuss Am: 08.05.2012 14:39:39 Gelesen: 363916# 69 @  
Mache doch einfach das Experiment: Gebe eine Stichprobe an Briefen, zum Beispiel 25 Standardbriefe in das gleiche Briefzentrum, was durch den Einwurf in den gleichen Briefkasten sicher gestellt sein sollte. Die Briefe sollten in der Lage gut durcheinander gemischt sein.

Die statistische Wahrscheinlichkeit für beide Stempelköpfe ist 50%. Hätten die Stempelköpfe unterschiedliche Unterscheidungsbuchstaben, so müsste der Empfänger die Hälfte der Briefe mit "ma" und die andere Hälfte mit "mb" bekommen. Kommen nur Briefe mit dem gleichen Unterscheidungsbuchstaben an, so haben beide Stempelköpfe den gleichen Unterscheidungsbuchstaben. Gibt es mehrere Anlagen, so muss die Zahl der auftretenden Unterscheidungsbuchstaben-Kombinationen immer durch 2 teilbar sein, wenn die Unterscheidungsbuchstaben unterschiedlich sind.

Die Buchstabenkombinationen sind natürlich nur Beispiele.

Schöne Grüsse von drmoeller_neuss, der sich schon überlegt, das Wort "Unterscheidungsbuchstabe" auf eine Makrotaste zu legen. :)
 
Postgeschichte Am: 08.05.2012 16:48:19 Gelesen: 363897# 70 @  
@ drmoeller_neuss [#69]

Schöne Grüsse von drmoeller_neuss, der sich schon überlegt, das Wort "Unterscheidungsbuchstabe" auf eine Makrotaste zu legen. :)

Ist doch ganz einfach. Einmal "Unterscheidungsbuchstabe (UB)" ausgeschrieben und dann nur noch als "UB" bezeichnen.

Gruß
Manfred
 
sachsen-teufel Am: 08.05.2012 20:51:14 Gelesen: 363863# 71 @  
@ LOGO58 [#68]

Hallo Lothar,

danke für den Link, sehr interessant ! Ich glaube sowas kriegst du "im Original" nicht zu sehen, selbst wenn man mal das Glück hat, ein Briefzentrum (BZ) besuchen zu können. Ich versuche schon ein gutes Jahr mal an einer Führung durch eines der sächsischen Briefzentren teilnehmen zu können - führte bis jetzt kein Weg ran. Jetzt verstehe ich die Funktion der Stempelmaschinen mit 2 Stempelköpfen, kann man in dem Video wirklich gut nachvollziehen.

Wir hatten hier im Thread schon über die gleichen Unterscheidungsbuchstaben (UB's) bei Stempelköpfen in derselben Maschine spekuliert bzw. Meinungen ausgetauscht (siehe #57 - #59), es ist auch an Beispielen einiger BZ's nachweisbar, das es unterschiedliche Stempelköpfe mit gleichen UB's gibt, die dann mit Sicherheit aus ein und derselben Maschine stammen.

Um nun auf meine ursprüngliche Frage aus [#67] zurückzukommen, diese würde ich mir jetzt selbst so beantworten: Z.B. 1 Klischee von 6 möglichen Klischees bedeutet, daß dieses eine Klischee eben nur bei einem Stempelkopf zum Einsatz kommt (egal in welcher der vorhandenen Maschinen), die fünf anderen Stempelköpfe haben andere Klischees (andere Werbung oder Wellen).

Aus der Angabe von 6 möglichen Klischees könnte man schließen, daß dieses BZ drei Stempelmaschinen (mit je zwei Stempelköpfen) zur Verfügumg hat. Das würde ich aber wiederum nicht behaupten wollen, denn es gibt wohl auch Maschinen die nur einen Stempelkopf haben (siehe [#57]).

Wenn du noch Informationen, die das bestätigen oder in ein anderes Licht rücken bekommen kannst, wäre das super.

Gruß
Michael
 
LOGO58 Am: 10.05.2012 09:57:21 Gelesen: 363810# 72 @  
@ sachsen-teufel [#71]

Hallo Michael,

die Post hat mir heute telefonisch geantwortet. Ich habe da zu einem Sachbearbeiter bei der Philatelie Weiden, dessen Arbeitsbereich die Werbestempel in BZ sind, offensichtlich ein sehr freundliches Verhältnis aufgebaut.

Zum Thema:

1 Klischee von 4 Klischees bedeutet, dass es in dem BZ 4 Möglichkeiten gibt, Werbeklischees einzusetzen. In vorstehendem Fall wäre also 1 Klischee mit der in Rede stehenden Werbung belegt. Bei 2 von 4 Klischees wären dann eben 2 Klischees mit der in Rede stehenden Werbung belegt. Gleichzeitig könnten auch noch andere Klischees mit anderer Werbung und/oder mit der Welle belegt sein. Das hängt von der Anzahl der im BZ vorhandenen Klischeemöglichkeiten ab.

Man geht bei der Belegung von folgender Reihenfolge aus:

1 - Fremdwerbung
2 - Posteigenwerbung (wenn im BZ vorhanden)
3 - Wellenentwertung

1 Klischee muss zur Funktionalität der Maschine jedoch immer belegt sein, zumindest dann mit der Welle.

Bezüglich der Unterscheidungsbuchstaben (UB) der Stempelköpfe und der Zuordnung zu den Klischees gibt es keine Regel und es existiert auch keine Liste. Der Einsatz der Stempelköpfe in den BZ erfolgt also „willkürlich“. Es kann 4x der UB ’ma’ mit demselben Klischee eingesetzt werden, es können aber auch ’mb, mc, md’ usw. eingesetzt werden.

Grundsatz: Die Fremdwerbung läuft dort, wo die meiste Post durchläuft, aber mit welchem UB?

Wer das genauer wissen will, müsste sich bei seinen Stempelwünschen an die „Stationäre Bearbeitung“ in den Briefzentren wenden. Aber ob die immer auf die Sammler warten und dann auch noch die Vielzahl von BZ?

Viele Grüße
Lothar
 
volkimal Am: 12.05.2012 12:03:10 Gelesen: 363679# 73 @  
Hallo zusammen,

bisher dachte ich, dass die Briefregion-Stempel seit Einführung der Briefzentren nicht mehr benutzt wurden. Jetzt fand ich diesen Stempel Briefregion 59 ho (Hamm) aus dem Jahre 2008:



Ich gehe davon aus, dass das Datum stimmt, denn die Marke ist von 2006. Wer weiß, wieso der Stempel noch 2008 benutzt wurde? Wer kennt weitere Briefregion-Stempel die so spät verwendet wurden?

Viele Grüße
Volkmar
 

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