Neues Thema schreiben   Antworten     zurück Suche   Druckansicht  
Thema: Deutsches Reich: Postanweisungs-Stempelmaschinen
Das Thema hat 48 Beiträge:
Gehe zu Seite:  1   2 oder alle Beiträge zeigen
 
philamuseum Am: 02.12.2008 21:13:30 Gelesen: 58563# 1 @  
In "100 Jahre Germania" von Michael Jäschke-Lantelme befindet sich unter Postautomation ein kleines Kapitel 7.5, das sich mit Postanweisungsstempelmaschinen befasst.

Ich habe lange nach einer solchen, maschinell bearbeiteten Postanweisung Ausschau gehalten und nun endlich das folgende Stück gefunden.

Der Aufgabestempel Essen 1 ist ein normaler Handstempel, aber der Stempel Essen 11 links ist ein Maschinenstempel, ebenso der Bezirksstempel mit Numerator!

Kann jemand weitere Stücke zwecks "Bestandsaufnahme" der vorhandenen Stücke beisteuern?

Da dieses Thema noch recht jungfräulich selbst unter den Spezialisten ist, kann sich bei entsprechender Mithilfe ein spannendes Forum ergeben.

Auch weitere Literaturhinweise und ähnliches wären prima!

Gruss Peter


 
Jürgen Witkowski Am: 02.12.2008 23:07:34 Gelesen: 58553# 2 @  
@ philamuseum [#14]

Themen, an denen man knobeln und forschen kann sind immer gut!

Ich kann lediglich eine Seite aus dem Buch "Essener Stempelkladde" von Donald Pflitsch beisteuern. Dort wird eine Auslandsüberweisung gezeigt, die ebenfalls im Oktober 1918 gelaufen ist. Der Bezirksstempel hat leider weder Datum noch Numerator.

Da ich mich zwar mit Essener Stempeln, nicht jedoch mit Auslandsüberweisungen und deren postalischer Handhabung auskenne, gestatte mir einige Fragen zu Deinem Beleg.

Wie kommst Du zu der Ansicht, bei dem Stempel Essen 11 handele es sich um einen Maschinenstempel? Ein Stempel Essen 11 ist für den fraglichen Zeitraum in der einschlägigen Literatur nicht gelistet.

Warum sollte der Postbeamte zweimal von Hand und einmal mit der Maschine einen Tagesstempel abschlagen? In meinem Beispiel wurde dreimal derselbe Stempel verwendet.

Der Stempel Essen 11 sieht etwas seltsam in seiner Geometrie aus. Die beiden Ziffern der 11 und die beiden Sternchen unterscheiden sich doch recht erheblich voneinander. Die Authentizität des Stempels ist sicher?

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
philamuseum Am: 03.12.2008 08:36:40 Gelesen: 58536# 3 @  
@ Concordia CA [#2]

Hallo Concordia!

Die Karte wurde zunächst am Schalter frankiert und gestempelt, dann, zur weiteren Bearbeitung, durch eine Postanweisungsstempelmaschine "gedreht"
(Tischapparat mit mechanischer Kurbel?).

Hier noch einige Details zu der Essen-PA, an deren Authenzität kein Zweifel besteht:





Der mittlere Abschlag ist ein Scan der Rückseite.

Gruss Peter
 
Jürgen Witkowski Am: 03.12.2008 09:59:56 Gelesen: 58527# 4 @  
@ philamuseum [#3]

Dass der Bezirksstempel mit Datum und Numerator maschinell aufgebracht wird kann ich nachvollziehen. Warum aber ein stinknormaler Tagesstempel, in zwei zusätzlichen Arbeitsgängen auf der Vorder- und der Rückseite maschinell aufgebracht werden sollte, erschliesst sich mir in der Sinngebung überhaupt nicht.

Bei meinen Unterlagen habe ich ein Bild einer solchen Handkurbelmaschine gefunden, die Ende der 1920er Jahre in der Paketpost erprobt wurde.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
philamuseum Am: 03.12.2008 11:24:03 Gelesen: 58519# 5 @  
@ Concordia CA [#4]

Interessante Abbildung, werde ich sogleich "archivieren"!

Der Tagesstempel "ESSEN *11*" ist eben nicht "stinknormal", sondern maschinell angebracht; denkbar wäre, daß auch der rückseitige Stempel auf die Vorderseite sollte (auf die Marke), aus technischen Gründen oder Aufgrund eines Zuführungsfehlers der Postanweisungen jedoch rückseitig gelandet ist und so der Postbeamte mit dem normalen Stempel ESSEN *1* die Marke quasi "nachträglich" entwertete?

Ähnliche "fehlerhafte" Bearbeitungen sind auch häufiger von normalen Maschinenbelegen bekannt!

Gruss Peter
 
Jürgen Witkowski Am: 03.12.2008 12:50:25 Gelesen: 58512# 6 @  
@ philamuseum [#5]

Wenn ich mir den Bezirksstempel und den Stempel ESSEN *11* betrachte, kann ich fast ausschliessen, dass die beiden Stempel in einem Arbeitsgang aufgebracht wurden. Mir stellt sich nach wie vor die Frage nach der Sinngebung eines maschinellen Aufbringen des Tagesstempels in einem zweiten Arbeitsgang.

Wie muss ich mir die Stempelmaschine vorstellen? Hatte sie zwei Zuführvorrichtungen für die beiden verschiedenen Stempel? Waren es gar zwei unterschiedliche Stempelmaschinen?

Viele für mich ungeklärte Fragen - es bleibt spannend!


So sahen die mit der oben gezeigten "Registrierkassen-Stempelmaschine" abgestempelten Karten aus. Da scheint sich alle in einem Arbeitsgang abgespielt zu haben.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
philamuseum Am: 03.12.2008 14:00:18 Gelesen: 58503# 7 @  
@ Concordia CA [#6]

Der Bezirksstempel und der Maschinenstempel ESSEN *11* sind wohl nicht in 2 Arbeitsgängen, aber doch durch verschiedene Vorrichtungen innerhalb der Maschine
gestempelt worden. Dies ist meine Mutmassung. Ich zitiere jetzt aber einmal
die einzige mir zugängliche Literaturquelle zum Thema (Michael Jäschke-Lantelme "100 Jahre Germania", Kapitel 7.5):

"Bereits im Jahre 1900 wird mit einer Art Nummerierstempel der Versuch unternommen, das Stempeln der Postanweisungen insbesondere bei größeren Postämtern zu erleichtern.

Mit diesem Stempel wird die Aufgabenummer sowie der Bezirksstempel aufgedruckt. Eine Weiterentwicklung dieses Geräts kann zusätzlich das Einlieferungsdatum abstempeln. Doch erst mit dem Mechanismus einer weiter entwickelten Maschine können alle wesentlichen Teile automatisiert bearbeitete werden.

Neben dem Postvermerk (Bezirksstempel und Aufgabenummer) wird der Aufgabestempel auf dem Einlieferungsteil, dem Stammteil, sowie dem Empfängerabschnitt abgeschlagen....

... Eine Weiterentwicklung dieses Geräts kann auch die älteren Postanweisungsformulare (ohne Einliefererteil) bearbeiten, der für die Stemplung dieses Abschnitts eingesetzte Teil [der Maschine, meine Anmerkung] wird einfach abgeschaltet".

Soweit das Zitat.

Sieht man sich die späten Postanweisungs-Ganzsachen an (Michel A33-A49), so sind diese drei- statt früher (vor 1910) zweiteilig. Die Essener Postanweisung besteht noch aus dem älteren zweiteiligen Formular, so daß hier die Einstellung der Maschine für dreiteilige PA-Formulare womöglich für den Sitz der Tagesmaschinenstempel ESSEN *11* rückseitig verantwortlich ist?

Gruss Peter
 
philamuseum Am: 10.12.2008 13:09:06 Gelesen: 58437# 8 @  
@ Concordia CA [#6]

Hallo Jürgen!

Es ist mir eben gelungen, im Netz eine Seite des bekannten Maschinen-Stempel Forschers Brofos zu finden (leider nur PDF-Datei) in der folgende Abbildungen zu finden sind:




Damit sollte ein Teil des Rätsels um die Essener Postanweisung gelöst sein!

Beste Grüsse Peter
 
AhdenAirport Am: 11.12.2008 12:26:28 Gelesen: 58416# 9 @  
Könnte dies (fast 40 Jahre später) ein Abschlag der bei Brofos abgebildeten Maschine sein?



Grüße aus Berlin,
joey
 
philamuseum Am: 11.12.2008 12:48:51 Gelesen: 58408# 10 @  
@ joey [#9]

Volltreffer! Der Stempel 9 o sollte von der Berliner Maschine stammen!

Dies würde bedeuten, daß die gezeigte Maschine den II Weltkrieg überstanden hat und weiter verwendet wurde! Spannend, oder ?

Gruss Peter
 
Holger Am: 11.12.2008 12:55:38 Gelesen: 58406# 11 @  
@ joey [#9]

Theoretisch möglich - im Postamt(V) mit zwei eigenen "Geldschaltern" meines damaligen Wohnortes wurden solche oder zumindest ähnliche Maschinen noch Anfang der 90er Jahre zur Buchungszwecken eingesetzt.

Gruß
Holger
 
Postgeschichte Am: 21.02.2009 13:09:46 Gelesen: 58301# 12 @  
@ philamuseum [#14]

Hallo Peter,

wie Du in Beitrag [#8] richtig bemerkt hast, ist das Rätsel um die Essener Postanweisung gelöst. Es handelt sich nicht um den besagten Maschinenstempel. Die Aufgabenummer, das Datum, die Bezirksnummer und der Ort wurden mit einem Pagginierstempel aufgebracht, der ähnlich wie die R-Stempel bei Einschreibbriefen funktionierte. Jäschke-Lantelme beschreibt ihn ja auch zutreffend als Nummerierstempel (also kein Maschinenstempel). Die Aufgabenummer stellte sich automatisch um, das Datum mußte manuell eingestellt werden.

Maschinenstempel auf Postanweisungen, die übrigens von einer Sylbe-Maschine stammten, lassen sich leicht an den Strichen rechts neben dem Stempelkopf auf dem Stammteil der Postanweisung erkennen. Ich habe bisher 6 und 8 Striche in jeweils 3 Blöcken festgestellt. Dieses und andere Merkmale fehlen der Postanweisung von Essen [#14].

Als Fundstelle für die Maschinenstempel auf Postanweisungen kann ich einen Artikel aus dem Jahre 1991 anführen, in dem eine weitergehende Beschreibung der Maschine gegeben wird:

Manfred Althen, Maschinenstempel auf Allenstein-Marken möglich?, Arge Deutsche Ostgebiete Rundbrief Nr. 132, Seite 55 ff.

Gruß
Manfred
 
philamuseum Am: 23.02.2009 08:37:30 Gelesen: 58266# 13 @  
Hallo Manfred!

Michael Jäschke-Lantelme hält das Stück für eine maschinell bearbeitete Postanweisung!

mbg
philamuseum
 
Jürgen Witkowski Am: 30.08.2009 00:11:13 Gelesen: 58064# 14 @  
Vor der Größe und Form her ist dieser Stempel ein echter Hingucker. Der auffällige Stempelabschlag stammt von einer Handstempelmaschine zur Bearbeitung von Postanweisungen, wie sie in Österreich und den K.u.k.-Nachfolgestaaten ab Ende 1902 verwendet wurden.

Diese Stempelform wurde von Frau Dr. Christine Kainz, die 1988 und 1993 in der Zeitschrift "Die Briefmarke" zwei Abhandlungen zu dieser von der Firma Bachrach & Harfner hergestellten Maschine verfasst hat, als Bogenschraffenstempel bezeichnet.

Mit der Angliederung Österreichs an das Deutsche Reich und des damit verbundenen Übergangs der österreichischen Post auf die Deutsche Reichspost wurden die Maschinen unbrauchbar, da es nun andere Postanweisungsformulare gab.

In der Tschechoslowakei und in der Anfangsphase von Böhmen und Mähren ist die Verwendung noch bis Oktober 1940 nachgewiesen. Der gezeigte Abschlag stammt aus Brünn mit dem Datum 28.V.40.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Jürgen Witkowski Am: 01.09.2009 15:35:58 Gelesen: 58026# 15 @  
@ philamuseum [#8]

Ein befreundeter Sammler hat einen Beleg gefunden, der die Darstellung von Manfred stützt. Der Empfängerabschnitt wurde in diesem Fall nicht vom Stammteil abgetrennt, weil der Betrag telegrafisch angewiesen wurde. Somit blieb beides zusammenhängend erhalten.

Er ist der festen Überzeugung, dass in vielen Heimatsammlungen noch unerkannt viele Absender- und Empfängerabschnitte schlummern sollen. Nach seinen Recherchen waren über 300 Stempelmaschinen für Postanweisungen der von Brofos dargestellten Art im Einsatz.

Wer schaut einmal in seine Sammlung und stellt "verdächtige" Stücke hier vor?

Nach Aktenlage gab es auch Zählkassen-Annahmemaschinen, die aber andersartige Abschläge erzeugten.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Postgeschichte Am: 01.09.2009 16:03:17 Gelesen: 58024# 16 @  
@ Concordia CA [#15]

Hallo Jürgen,

neben der Veröffentlichung aus dem Jahre 1991 wird in dem neuen Rundbrief der Arge Polen Nr. 71/2009 die Verwendung der Postanweisungs-Stempelmaschine und gerade von diesem Maschinenstempel von Lyck unter dem Titel "Maschinenstempel auf Marken des Abstimmungsgebietes Allenstein" von Manfred Althen nochmals beschrieben.

Mir liegen auch Archiv-Kopien über die Einführung der Stempelmaschine vor. Darin ist neben einer Beschreibung auch ein Probeabschlag enthalten. Des weiteren habe ich Kopien von Postanweisungen des Deutschen Reiches vorliegen, die diesen Stempel tragen. Alle Postanweisungen tragen die typischen Strichentwertungen (7 Striche in drei Blöcken) neben dem mittleren Stempelkopf und widersprechen dem von Peter gezeigten Beleg [#1].

Mit Sammlergrüßen
Manfred
 
Jürgen Witkowski Am: 25.09.2009 23:18:35 Gelesen: 57955# 17 @  
In den Postscheckämtern und in den Postsparkassenämtern waren Hochdruckstempelmaschinen im Einsatz, die die Formulare mit farbigen Prägestempeln versahen, um sie vor Fälschungen zu schützen. Die Mittelteile dieser Formulare gelangten normalerweise nicht in Sammlerhand, jedoch die Absender- und Empfängerabschnitte.

Die ersten Hochdruckstempelmaschinen wurden von der durch ihre Bandstempel bekannten Firma Sylbe & Pondorf hergestellt. Sie wiesen aber einige Mängel auf, die durch Heinrich Klüssendorf ab dem Jahr 1926 nach und nach abgestellt werden konnten. Die Firma Klüssendorf übernahm ab ca. 1930 selbst das Geschäft und stellte eigene Maschinen her, die die Sylbe-Maschinen ersetzten.

Quelle: Noch unveröffentlichtes Manuskript von Dr. Walter Kohlhaas und Rolf Ritter

Einige Empfängerabschnitte mit den Tagesstempeln liegen mir vor. Die Stempel befinden sich immer auf der Rückseite. Rechts ist eine Vorderseite abgebildet.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 
Sammelfreak Am: 26.09.2009 12:15:51 Gelesen: 57936# 18 @  
Hallo

eine Frage von einen Nicht Maschinenstempel Sammler.

Stammen diese Abschläge auch von einer Maschine oder sind es HD Stempel ?

Habe mal ein paar verglichen und welche gefunden die fast immer in dem Winkel abgeschlagen wurden, dadurch meine Vermutung.



mfg
Martin
 
Sammelfreak Am: 26.09.2009 12:23:56 Gelesen: 57933# 19 @  
Hier gerade den nachfolgenden Lastschriftzettel gefunden.

Im Beitrag dafür ist das Blatt 21 abgebildet vom selben Tag. Hier jetzt das Blatt 22.

Stellung des Stempels fast genauso.

Waren die Postbeamten so erfolgreich beim fast gleichen Winkel beim Abschlag etc.



mfg
Martin
 
Jürgen Witkowski Am: 26.09.2009 17:46:32 Gelesen: 57918# 20 @  
@ Sammelfreak [#19]

Hier haben wir es wieder mit einem anderen Formular zu tun: Dem Lastschriftzettel. Dort war eine andere Technik erforderlich, als bei den Postanweisungen. Auf diesem Gebiet gibt es noch eine Menge zu erforschen, da markenlose Belege von vielen Sammlergenerationen unbeachtet blieben und die noch lebenden Informationsquellen langsam aber sicher aussterben. Bei Heimatsammlern, die auch Stempeldokumentation betreiben, ist am ehesten einmal etwas zu finden. Um die Zusammenhänge und Arbeitsabläufe zu klären, ist Recherche in Archiven und Primärliteratur wie alten Verordnungen angesagt. Manchmal helfen auch Glücksfunde weiter, wo komplette Belege, Prüfmuster oder sogar Prospekte der Herstellerfirmen erhalten geblieben sind.

Bei Deinen Abschnitten für den Auftraggeber sieht der untere Einkreisstempel ziemlich eindeutig nach einem Maschinenstempel aus. Sie liegen vom Datum her vor den Handstempeln und stammen daher vermutlich aus der Eingangsbearbeitung.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Sammelfreak Am: 27.09.2009 10:26:48 Gelesen: 57890# 21 @  
Hallo Jürgen,

danke für Deine Antwort.

Wie immer immer sehr aufschlussreich.

mfg
Martin
 
Jürgen Witkowski Am: 27.09.2009 12:19:43 Gelesen: 57881# 22 @  
Zurück zu den Hochdruckstempelmaschinen. Die Beispiele aus Hannover zeigen eine Besonderheit der Tagesstempel dieser Maschinen. Ihnen fehlte die Uhrzeitangabe. Bei dem Stempel aus dem Jahr 1934 kann man erkennen, dass sie nachträglich ausgebaut wurde, während die anderen Stempel bereits ohne die Uhrzeitgruppe angefertigt wurden.



Von Zeit zu Zeit wurde die übliche blaue Stempelfarbe gewechselt. Dr. Kohlhaas hat hierzu die entsprechenden Amtsblatt-Verfügungen entdeckt und zitiert die Verfügungen Nr. 48/1934 und 42/1936:

Die PschÄ verwenden im Monat März für die Hochdruckstempel ausnahmsweise dunkelrote Stempelfarbe. Zahlungsanweisungen mit rotem - statt blauem - Hochdruckstempel (ADA V,4 § 12,II) sind daher nicht zu beanstanden. Vom 1. April an werden die PschÄ für die Hochdruckstempel wieder blaue Stempelfarbe benutzen.



Die roten Stempelabschläge sind recht schwer zu finden. Ich bin froh, ein Exemplar aus dem März 1936 zu besitzen.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Jürgen Witkowski Am: 29.09.2009 17:23:52 Gelesen: 57843# 23 @  
Die Verfügung, dass Aufgabstempel nur Tag, Monat und Jahr, nicht aber die Stunde als Zeit der Auflieferung beinhalten, erging im Jahr 1929. Die Stempel, die vor dieser Zeit abgeschlagen wurden, zeigen noch die Uhrzeitgruppe, wie dieses Beispiel aus Leipzig vom 29.11.1928 beweist.

Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen


 

Das Thema hat 48 Beiträge:
Gehe zu Seite:  1   2 oder alle Beiträge zeigen
 
  Antworten    zurück Suche    Druckansicht  
 
Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.