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Thema: Betrug zum Schaden der Post
Das Thema hat 168 Beiträge:
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alemannia Am: 14.06.2016 16:51:22 Gelesen: 61640# 94 @  
@ Sachsendreier53 [#93]

Ergänzung:

Grundsätzlich waren ab 1.7.1990 die Marken der DDR auch in der BRD gültig.

Aber wie sollte der den Stempel abschlagende Postangestellte die Frankaturgültigkeit der DDR-Marken prüfen (Ganzsachenausschnitt mal ausgenommen)?

fragt sich

Guntram
 
volkimal Am: 14.06.2016 17:16:55 Gelesen: 61622# 95 @  
@ alemannia [#94]

Hallo Guntram,

Einspruch! Die Marken mit der Inschrift DDR waren in der BRD niemals gültig.

Es gibt nur eine einzige Marke mit der Inschrift DDR, die bei uns gültig war. Das ist die Alphabetisierungsmarke Michel Nr. 3353.

In der Bundesrepublik waren ab dem 2.7.1990 nur die Marken mit der Inschrift "Deutsche Post" (Michel Nr. 3344 ff) gültig.

Einen Ausführlichen Beitrag zu dem Thema siehe Beitrag [#31].

Viele Grüße
Volkmar
 
alemannia Am: 14.06.2016 17:34:03 Gelesen: 61614# 96 @  
@ volkimal [#95]

Stimmt, da habe ich mich falsch ausgedrückt.

Natürlich waren nur die ab diesem Zeitraum verausgabten Marken frankaturgültig.
 
Sachsendreier53 Am: 04.08.2016 08:31:31 Gelesen: 60180# 97 @  
Brief im Fernverkehr bis 50g = 2,00 Mark, mit drei ungültigen Postwertzeichen: Bund MiNr.478 20(Pf) Seenotrettung (gültig bis 31.12.1966). Konkurrenzentwurf 100 Jahre Nord-Ostsee-Kanal auf Karton 1995, 80(Pf), echte Ausg.8.6.1995 Bund MiNr.1802. Und dritte Marke: Bund MiNr.444 20(Pf) 80.Deutscher Katholikentag (gültig bis 31.12.1966)



gestempelt 04758 OSCHATZ 1 am 29.12.1996

Portoverlust der Post: 1,20 Mark

mit Sammlergruß,
Claus
 
fogerty Am: 10.10.2016 21:12:39 Gelesen: 58765# 98 @  
Auch so etwas schaffte im Jahre 2000 mit drei ungültigen Postwertzeichen den Weg nach Italien:



Grüße Ivo
 
Sachsendreier53 Am: 03.05.2017 11:13:17 Gelesen: 54427# 99 @  
Nicht verausgabte, geschnittene Konkurrenzmarke 100+50 (Pf) von 1996 (Schützt die tropischen Lebensräume), gestempelt im BZ 04 am 22.02.2001.



Hier die echte, ausgewählte, amtlich, gezähnte Marke zum Thema "Umweltschutz" , Bund MiNr.1867 100+50 (Pf), Ausg.vom 18.7.1996, Schützt die tropischen Lebensräume.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 06.06.2017 13:46:31 Gelesen: 53249# 100 @  
DDR-Einscheiben vom 27.09.1990. Einschreiben =1,50 Mark, Brief im Fernverkehr bis 20g = 50 Pfennig.

Portoverlust der Post = 30 Pfennig, da Bund MiNr.534 30(Pf), Ausg.vom 2.5.1967, Europa, nur bis zum 31.12.1969 gültig war.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Sachsendreier53 Am: 09.06.2017 15:37:02 Gelesen: 53081# 101 @  
Bund MiNr.1830 100(Pf), Ausg.vom 09.11.1995, Den Opfern von Teilung und Gewalt 1945-1989, auf Brief aus 22757 HAMBURG vom 7.11.1995.

Vorzeitige, ungültige Frankatur, da die MiNr.1830 erst am 9.11.1995 frankaturgültig war.



mit Sammlergruß,
Claus
 
Christoph 1 Am: 09.06.2017 16:30:32 Gelesen: 53068# 102 @  
@ Sachsendreier53 [#101]

Hallo Claus,

meine Meinung: Hier liegt kein Betrug vor und hier wurde auch die Post nicht geschädigt. Die Neuausgaben können seit vielen Jahren über die Versandstelle vorzeitig bestellt und zunehmend auch am Schalter frühzeitig gekauft werden und sind dann natürlich auch frankaturgültig. Sie wurden ja regulär bezahlt und werden gemäß ihrer Bestimmung verwendet. Unabhängig davon könnte es sich außerdem auch um eine fehlerhafte Datumseinstellung des Stempels handeln.

Gruß, Christoph
 
DL8AAM Am: 09.06.2017 18:54:58 Gelesen: 53038# 103 @  
@ csjc13187 [#102]

Ich würde sogar soweit gehen, dass bei vielen der oben gezeigten Beispielen auch kein Betrug vorliegt. Hierzu müsste der Einreicher sich der inzwischen eingetretenen Ungültigkeit des Postwertzeichens voll bewusst ist und es dann trotzdem - mit erwiesenen Vorsatz - zur Erschleichung einer Leistung verwendet haben. Es könnte sich auch nur um einen Irrtum handeln.

Gruß
Thomas
 
Holzinger Am: 09.06.2017 19:52:40 Gelesen: 53019# 104 @  
@ DL8AAM [#103]

Ich sehe - besonder hier - immer wieder solche Belege mit gleichen Beschriftungen (z.B."Wappler" als Absender/Empfänger usw.) bzw. Stempelabschlag "Wermsdorf" und solchen "Besonderheiten".

Ich gehe deshalb davon aus, daß diese Belege bewußt gemacht wurden/werden. Ich will das nicht kritisieren - jeder soll sammeln wie er mag.
 
hopfen Am: 07.07.2017 22:53:59 Gelesen: 52140# 105 @  
1877 !

Eschede Marke einwandfrei schon einmal gestempelt gewesen!


 
achim11-76 Am: 08.07.2017 09:11:13 Gelesen: 52077# 106 @  
Ich finde das jetzt nicht verwerflich oder erschleichen von Leistungen, wenn "ungültige" Marken verwendet werden. Die Leistung ist ja irgendwann mal bezahlt worden und nie in Anspruch genommen worden. Meiner Meinung nach ist das ausser Kurs setzen eine Willkür der Postverwaltung, wie das ausser Kurs setzen der DM Marken die nach 1969 ausgegeben wurden. Davor hiess es immer, die sind unbegrenzt gültig. ^^

In USA kann man noch Marken verwenden aus dem vorletzten Jahrhundert, und es denkt sich keiner was dabei.
 
Sachsendreier53 Am: 04.08.2017 14:02:33 Gelesen: 51170# 107 @  
Drucksache / Karte nach 1000 Berlin 12, gestempelt in 4804 VERSMOLD 1 / e am 1.9.1992.

Drucksache bis 20g (Standard) und Postkarte im Fernverkehr = 60 Pfennig.

Ungültige Frankatur: Bund MiNr.400 20(Pf), 100 Jahre Internationales Rotes Kreuz. Die Briefmarke war nur bis zum 31.12.1964 gültig, somit war sie am 1.9.1992 nicht mehr frankaturfähig.



mit Sammlergruß,
Claus
 
hopfen Am: 04.08.2017 14:49:06 Gelesen: 51148# 108 @  
@ Sachsendreier53 [#107]

Auch die 10-er aus BERLIN war nur bis zum 31.12.91 gültig!
 
Gerhard Am: 04.08.2017 14:53:23 Gelesen: 51145# 109 @  
@ Sachsendreier53 [#101]

Da spricht man doch schon bei vielen Ausgaben von Frühverwendung; wenn das keine ist weiß ich's auch nicht.

MphG
Gerhard
 
18609 Am: 05.08.2017 12:15:06 Gelesen: 51013# 110 @  
Hier mal 3 Belege die auch locker durchgelaufen sind.





Gruß
18609
 
Baber Am: 06.08.2017 18:02:16 Gelesen: 50863# 111 @  
@ 18609 [#110]

Hallo 18609,

was ist an den drei von Dir gezeigten Belegen falsch bzw. Betrug zum Schaden der Post?

Gruß
Baber
 
Uwe Seif Am: 06.08.2017 18:09:05 Gelesen: 50857# 112 @  
@ Baber [#111]

Hallo,

fast alle "Briefmarken" wurden wohl irgendwo ausgeschnitten und dann aufgeklebt - wohl ein Straftatbestand.

Gruß
Uwe Seif
 
18609 Am: 06.08.2017 18:27:07 Gelesen: 50845# 113 @  
@ Baber [#111]

Die meisten Marken sind aus Zeitungen ausgeschnitten.
 
Altmerker Am: 06.08.2017 18:46:06 Gelesen: 50832# 114 @  
Also die Belege wären ohne die Dummheit oder Mitwisserschaft des Schalterpersonals nicht entstanden. Schließlich haben die das Einschreiben abgefertigt und per Hand gestempelt. Ist schon sehr kurios und vorsätzlich verbrochen.

Gruß
Uwe
 
10Parale Am: 07.08.2017 10:50:37 Gelesen: 50712# 115 @  
@ Altmerker [#114]

Ich habe mich bis gestern abend nicht mit dieser Beitragsreihe beschäftigt. Als ich den hier eingescannten Beleg kaufen musste, weil er sonderbar ist, habe ich gedacht, beschäftige dich mal mit diesem Thread.

Allerdings habe ich diese Art von "Fälschung" oder "Betrug" hier noch nicht gesehen und bin nicht sicher ob es überhaupt unter die Kategorie Betrug fällt oder unter einen neuen Thread "Jux und Dollerei".

Es handelt sich um ein "Einschreiben" von Berlin Haselhorst nach Halle an der Saale. Freigemacht wurde der Brief mit den beiden Berliner Marken zum Volksaufstand am 17. Juni und einer Marke der Bundesrepublik vom September 1952 zum Thema Bundesjugendplan.

Das Ganze ergibt also ein Porto von 60 Pfennig, ich weiß allerdings nicht, ob dies das tarifgerechte Porto war.

Ist ja alles auch relativ unbedeutend, wenn man dann urplötzlich folgendes bemerkt;

Es handelt sich hier weder um echte Marken noch um einen echten Einschreibezettel. Ein Witzbold (mit Know-How) hat all diese Marken auf das Kuvert kopiert und den Brief dann wohl so zum Postamt gebracht.

Interessant ist also letztendlich die Frage, ob die Stempel von Berlin Haselhorst echt sind (dort befindet sich übrigens die Zitadelle Spandau) und ob die beiden Stempel ZURÜCK Unzulässig in violetter Farbe echt sind.

Erstaunt hat mich auch das sehr frühe Stempeldatum vom 18. August 1853. Dies war also 1 Tag nachdem die beiden Briefmarken zum Volksaufstand herausgekommen sind. Ist es Betrug, Jux und Dollerei oder einfach nur Ganz-Mache?

Der Absender hat sich auf der Rückseite verewigt. Denke, was immer das auch ist, verjährt.

Liebe Grüße

10Parale


 
LK Am: 07.08.2017 12:16:55 Gelesen: 50686# 116 @  
@ 10Parale [#115]

Ein Witzbold (mit Know-How) hat all diese Marken auf das Kuvert kopiert und den Brief dann wohl so zum Postamt gebracht.

Hallo,

das ist eine komplette Kopie eines echten Propagandabriefes von Berlin - Hasselhorst (Westsektor) in die DDR.

1953 war eine Farbkopie noch gar nicht möglich. der erste Farbkopierer wurde erst 1973 von Canon auf dem Markt eingeführt.

Schön anzusehen, aber eher etwas für die Rundablage.

Beste Grüße
 
hopfen Am: 07.08.2017 12:17:52 Gelesen: 50686# 117 @  
@ 10Parale [#115]

"Als ich den hier eingescannten Beleg kaufen musste"

Könnte es sein, dass Sie eine Farb-Kopie gekauft haben ? Sicherlich an der Handschrift feststellbar!
 
Sachsendreier53 Am: 08.08.2017 13:41:40 Gelesen: 50538# 118 @  
@ hopfen [#108]

Danke Horst !

Stimmt, die MiNr.822-Berlin-West, 10(Pf) 150 Jahre Eisenbahn Berlin /Potsdam war auch wie die MiNr. 326-879 nur bis 31.12.1991 frankaturgültig.

mit Sammlergruß,
Claus
 

Das Thema hat 168 Beiträge:
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