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Thema: Fälschungen zum Schaden der Post in Deutschland seit der Euroeinführung
Das Thema hat 250 Beiträge:
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Journalist Am: 20.02.2020 10:15:25 Gelesen: 79283# 101 @  
@ Journalist [#94]

Hallo an alle,

ergänzend zu obigen Beitrag die neuesten Ergebnisse. Wie vermutet wurde die angebotene Menge von weiteren 2500 Stück schnell verkauft, da der vermutlich gewährte Preisnachlass bei den Käufern vermutlich dafür gesorgt hat, das Gehirn auszuschalten und nur die Dollarzeichen des schnellen Gewinns zu sehen.

Besagter Verkäufer hat so innerhalb von knapp 3 Wochen nachweislich mindestens 5000 Stück über ebay kleinanzeigen verkauft und nun natürlich seine Spuren gelöscht, da er keine neuen Angebote eingestellt hat und die zusätzlichen Alibiangebote auch gelöscht hat. Er ist so nun elektronisch nicht mehr sichtbar. Recherchen mit den vorhandenen Daten dürften ins Nirwanna führen, da es sich mit großer Wahrscheinlichkeit bei den Absenderangaben der Zusendungen um gefakte Adressen gehandelt hat - aber dies ist ja auf diesen Sektor so üblich.

Dies zeigt deutlich, wenn hier nicht sehr schnell recherchiert und von der Deutschen Post gehandelt wird, ist die Wahrscheinlichkeit bei 100 Prozent, das der Betrüger nie zur Verantwortung gezogen werden dürfte. Die einzigen Dummen in diesen Spiel sind eventuell die vermeintlichen Absender-Fakeadressen (die vielleicht sogar echt sind), die dann aber gar nicht wissen, was für ein Spiel man mit ihnen getrieben hat. Weitere Dumme sind die Nutzer dieser gefälschten Marken, die teils mehr oder weniger ahnungslos nur aus Geiz ist Geilmentalitäten, günstig Briefmarken aus dubiosen Quellen unter Postpreis kaufen.

Es gibt aber natürlich auch seriöse Quellen, die Frankaturware unter Postpreis teils in großen Mengen anbieten und handeln - dieser Geschäftszweig der Philatelie existiert schon sehr lange.

Mal sehen, wann der nun untergetauchte Betrüger wo unter anderen Namen wieder auftaucht ?

Soviel für heute Neues aus der Fälscherküche

viele Grüße Jürgen
 
drmoeller_neuss Am: 20.02.2020 11:39:20 Gelesen: 79259# 102 @  
@ Journalist [#101]

Es gibt aber natürlich auch seriöse Quellen, die Frankaturware unter Postpreis teils in großen Mengen anbieten und handeln - dieser Geschäftszweig der Philatelie existiert schon sehr lange.

Zumindest bei aktueller Frankaturware bezweifle ich die Seriösität solcher Quellen. Es mag natürlich verzweifelte Sammler geben, die immer "Zehnmal Bund postfrisch" gekauft haben und von heute auf morgen aufgeben.

Ich vermute eher Selbstständige, die den Finanzamt Briefmarkenquittungen vorlegen und Mailing-Aktionen verkaufen, und damit den Gewinn schmälern. Macht 45% Steuerrabatt, die Marken gehen mit 30% Abschlag heraus, bleiben immer noch 15% über.

Vermutlich ist es der Post egal, bzw. die Gegenaktionen kosten mehr als der eigentliche Schaden.

Die Bahn hat das Problem der gefälschten Fahrkarten mit Einführung des QR-Code in den Griff bekommen.
 
Briefmarkenburny62 Am: 21.02.2020 23:33:27 Gelesen: 79031# 103 @  
Es gibt aber natürlich auch seriöse Quellen, die Frankaturware unter Postpreis teils in großen Mengen anbieten und handeln - dieser Geschäftszweig der Philatelie existiert schon sehr lange.

Einer dieser Quellen sind Briefmarkensammlungen Bund, welche eher mau, aber den postfrischen Anteil ab der Eurozeit haben. Immer zu sehen bei Auktionen. Verkauft werden diese Sammlungen immer (mit Zuschlag 70-75% Postpreis), Alben und Rest der Sammlung für lau. :)

Gruß
Briefmarkenburny
 
Journalist Am: 25.02.2020 19:29:00 Gelesen: 78815# 104 @  
@ Journalist [#101]

Hallo an alle,

da besagte Quelle anscheinend doch noch einen größeren Vorrat hat, wurden in den letzten Tagen weitere circa 5.000 Stück angeboten und anscheinend auch verkauft, den die besagten verschiedenen Kleinanzeigen waren nach wenigen Stunden nicht mehr vorhanden, das Geschäft läuft also doch noch sehr gut und nun könnten locker circa 10.000 Stück in knapp 3 Wochen verkauft worden sein.

Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis aus aktuellen Briefmaterial auch solche mit Fälschungen auftauchen könnten, natürlich als Mischfrankatur. Achtet also auf die 70 Cent Dampfschiff "Die Weser".

Wer allerdings versucht, diese Fälschungen abzuweichen, dürfte wenig Erfolg haben, den diese Fälschungen sind in der Regel nicht oder nur sehr schwer abweichbar.

Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche

viele Grüße

Jürgen
 
Journalist Am: 14.03.2020 08:18:00 Gelesen: 78166# 105 @  
@ Journalist [#57]
@ Journalist [#60]

Hallo an alle,

bezüglich obiger Fälschung wird es in der nächsten Tagen auch einen ausführlichen Artikel in der philatlie geben - hier der passende Link zur Vorabveröffentlichung:

http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/die-besonderheiten-des-business-bogens-beethoven-haus.html

Die Fälschungen sind nicht nur an der mangelhaften Zähnung gut zu erkennen:



Auch unter UV sind diese leicht erkennbar:



Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche

viele Grüße

Jürgen
 
Journalist Am: 09.04.2020 16:59:26 Gelesen: 77542# 106 @  
Hallo an alle,

wir haben zwar Corona-Zeiten, aber die Fälscher arbeiten trotzdem - mir liegen derzeit zu 3 verschiedenen neuen Fälschungen erste Infos vor - sobald ich hier die entsprechenden Originale habe, werde ich weitere Infos mitteilen.

Bei den Portostufen soll es sich um eine selbstklebende 80 Centmarke handeln, sowie zwei naßklebende Marken zu 155 Cent und 270 Cent.

Von letzteren beiden müsste ich, wenn alles klappt bis spätestens Ende nächster Woche sowohl die Originale als auch die zugehörigen Fälschungen zum Vergleich vorliegen haben.

Soweit erste inoffizielle Infos aus der Fälscherküche.

viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 22.04.2020 19:20:00 Gelesen: 77081# 107 @  
@ Journalist [#106]

Hallo an alle,

im obigen Beitrag hatte ich ja schon angedeutet, das es neue Fälschungen gibt. Eine davon ist die 270 Cent naßklebend Fritz Bauer aus dem Jahr 2019 mit der Michelnummer 3502 herausgegeben am 2. November 2019. Es handelt sich dabei um eine naßklebende Briefmarke.

Erstmalig wurde dabei auch der EAN-Code mit gefälscht.

Zuerst einmal ein Bogenausschnitt der echten Marken (Oberteil) mit EAN-Code:



Vergleicht man nun die Marken unter UV 365 Nanometer so kann man keine Unterschiede erkennen, es fehlt hier auch die oft typische Lackierung, in der UV versteckt ist, trotzdem haben die gefälschten Marken fast identische UV-Eigenschaften, zumindest nach der ersten Schnellanalyse.

Eine Untersuchung mit einer 30-fach Lupe mit LED-Beleuchtung brachte so gut wie keine wesentlichen Unterschiede, die Fälschung wurde in sehr guter Qualität reproduziert.

Mit einer Phosporlampe kann man aber ansatzweise den ersten Unterschied erkennen:



Bei der echten Marke sind die seltenen Erden im Bereich des Körpers von Fritz Bauer ausgespart und nicht vorhanden - dies kann man ansatzweise mit einer Phosporlampe erkennen. Der auf diesem Foto scheinbar etwas grauere Bereich des Hintergrundes im Vergleich zum weißen Hintergrund im Bereich des EAN-Codes zeigt deutlich den Bereich in dem die seltenen Erden in einer Grundbeschichtung in einem farblosen Lack aufgetragen wurden.

Mit dem Infrarotlaserpointer werden diese Ergebnisse bestätigt.

Unter dem USB-Mikroskop kann man an vielen Stellen oft keine großen oder nur minimale Unterschiede feststellen wie die folgenden 3 Ausschnitte zeigen - links immer das Original - rechts die Fälschung:







Beim letzten Vergleich kann man zumindest unter der 1 von 1903 ansatzweise leichte Rasterunterschiede erkennen.

Soweit erste Infos zu dieser neuen Fälschung.

Bei der zweiten Fälschung aus der selben Quelle handelt es sich um eine vergleichbare sehr gute Fälschung mit ähnlichen Fehlern, die ansatzweise auch mit einer Phosporlampe erkennbar ist oder aber mit einen Infrarotlaserpointer eindeutig mangels Reaktion erkennbar ist.

Hier wurde erstmals eine Zuschlagsmarke gefälscht - weitere Details zu dieser Fälschung (die auch als solche vorliegt) folgen allerdings hier erst kurz vor der Veröffentlichung und Vorstellung dieser Fälschung in der nächsten philatelie in der Juniausgabe 2020. Sie müssen sich daher an dieser Stelle hier noch etwas gedulden - danke für ihr Verständnis.

Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche - viele Grüße

Jürgen
 
Journalist Am: 14.05.2020 17:29:49 Gelesen: 76343# 108 @  
@ Journalist [#107]

Hallo an alle,

die obige Fälschung hat eine sehr gute Qualität. Wie schon in der Schnellanalyse festgestellt, ist ein Unterschied unter UV-Licht 365 nm nicht erkennbar !

Wie oben auch schon erwähnt, kann man mit einer Phosporlampe (256 nm) ansatzweise sehen, wo die seltenen Erden versteckt sind. Diese wurden in einem ersten Druckschritt in einer farblosen Schicht im Druckraster 45 Grad aufgetragen wie folgender Scan zeigt:



Eine ausführliche Darstellung dieser Fälschung, die seit Ende März angeboten wird, ist in einigen Tagen in der Juniausgabe der philatelie zu finden.

Dort wird außerdem die aus gleicher Quelle stammende sehr gute Fälschung einer Zuschlagsmarke (Jugendmarke) vorgestellt werden.

Die Fälscher wussten hier sehr gut Bescheid und haben eine sehr gute Arbeit geleistet. Die Druckraster sind bei der Zuschlagsmarke sogar identisch zum Original sowohl bezüglich der Rasterwinkel als auch bezüglich der Punktgröße. Soweit einige erste weitere Infos vorab - viele Grüße aus der Fälscherküche

Jürgen
 
Journalist Am: 16.05.2020 08:17:48 Gelesen: 76209# 109 @  
@ Journalist [#106]
@ Journalist [#107]
@ Journalist [#108]

Hallo an alle,

die zwei obigen genannten Fälschungen 270 Cent Fritz Bauer und die 155 Cent + 55 Cent Zuschlagsmarke müssen spätestens Anfang März gedruckt worden sein, denn erste Versuche, diese Fälschungen zu verkaufen, konnten nun schon vom 27. März 2020 nachgewiesen werden. Der bisherige Schwerpunkt der Angebote dieser Fälschungen kommt aus dem Großraum Hamburg. Gedruckt wurden diese gefälschten Marken scheinbar in größerer Auflage.

Bei der gefälschten Zuschlagsmarke handelt es sich um die Michel-Nr. 3487 aus der Jugendmarkenserie - der dortige Höchstwert 155 Cent + 55 Cent mit dem Motiv "Mopsfledermaus".

Hier schon mal dazu ein Scan der echten Marken (Bogenoberteil mit EAN Code):



Ausführliche Details zu beiden Fälschungen können Sie in einigen Tagen in der Juniausgabe der philatelie lesen. Wie üblich, wird aber hier auch schon vorher ein Link angekündigt, in dem sie diesen Artikel als Vorabveröffentlichung im Internet lesen können. Diese Freischaltung wird circa Mitte nächster Woche erfolgen.

Soweit weitere Infos aus der Fälscherküche - viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 21.05.2020 15:46:45 Gelesen: 75975# 110 @  
@ Journalist [#86]

Hallo an alle,

in obigen Beitrag hatte ich ja schon mal erste Details der Fälschung Dampfschiff "Die Weser" vorgestellt. In der nächsten philatelie wird diese Fälschung ausführlich im Vergleich zum Original vorgestellt. Unter dem folgenden Link finden Sie schon jetzt die Vorabveröffentlichung dieses Artikels[1].

Da Links ohne Bilder doch sehr trocken sind noch zwei weitere Bilder als Vergleich zu dieser Fälschung hier:



Der Teilausschnitt der Jahreszahl 2016 - links die echte Marke mit der flächig gedruckten Jahreszahl, rechts die Fälschung und noch ein weiterer Teilausschnitt:



Links die echte Marke mit dem flächigen Druck der Wertangabe 70 und rechts die Fälschung.

Am Wochenende wird dann noch der zweite Artikel als Vorabveröffentlichung freigeschaltet werden, in dem über die Fledermausfälschung berichtet wird.

Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche - viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/faelschung-folienblatt-62-die-weser.html
 
Journalist Am: 24.05.2020 08:33:35 Gelesen: 75739# 111 @  
@ Journalist [#110]

Hallo an alle,

wie oben schon angekündigt wurde gerade eben auch der zweite Artikel über Fälschungen mit dem Titel "Erste Fälschung einer Zuschlagsmarke" als Vorabveröffentlichung aus der philatelie (Juni-Ausgabe 2020) im Internet freigeschaltet [1].

Daraus auch noch hier einige ergänzende erste Bilder, zuerst von der Mopsfledermaus:



Es handelt sich hier um einen Vergleich der echten Marken oben und der Fälschung unten unter UV-Licht mit 256 Nanometer (Phosphorlampe). Oben sieht man deutlich, das die Seltenen Erden (das zusätzliche zweite Sicherheitselement für Briefmarken) als Sicherheitsaufdruck nur im inneren Bereich der Marke mit Ausnahme eines circa 2 mm breiten Randes im Bereich der Zähnung als erster Druckgang in einer farblosen Schicht gedruckt wurde.

Zusätzlich noch abschließend zur Mopsfledermaus ein Ausschnitt der Gesichtszüge der Fledermaus:



Links das Original und rechts die Fälschung mit wesentlich ausführlicher Detailierung der Gesichtszüge ohne die typischen Rosetten. Diese Fälschung hat die beste Qualität, die der Autor bisher gesehen hat. Die Druckraster und Abstände der Druckpunkte und die Druckwinkel sind bei der Fälschung identisch !!!

Auch bei der zweiten Marke aus der selben Quelle findet man im Druck selbst nur minimale Unterschiede:



Diese Abbildung zeigt einen Bildausschnitt der Krawatte im unteren Teil - links die echte Marke - rechts die Fälschung. Der Hauptunterschied bei dieser zweiten Fälschung ist aber auch wieder nur der fehlende Sicherheitsdruck mit den Seltenen Erden.

Gedruckt wurden diese Fälschungen im Offsetdruck, solche Maschinen haben einen Durchsatz von 4 Meter pro Sekunde, hier wurden also nicht gerade wenige Marken als Fälschung hergestellt.

Erkennbar sind diese Fälschungen für einen Sammler in der Regel nur mit einer Phosphorlampe, da unter UV mit 365 Nanometer keine Unterschiede zwischen der Fälschung und dem Original existieren. Mal sehen, was aus dieser Quelle noch alles an Fälschungen auftauchen könnte ?

Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche

viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/erste-faelschung-einer-zuschlagsmarke.html
 
Journalist Am: 28.05.2020 11:35:45 Gelesen: 75566# 112 @  
@ Journalist [#111]

Hallo an alle,

ergänzend zu obiger Meldung noch der Hinweis das auch die entsprechende Übersichtstabelle mit bisher bekannten Fälschungen zum Schaden der Post seit Euroeinführung auf der Webseite "Moderne Postgeschichte" aktualisiert wurde [1].

Mit dem heutigen Datenstand sind somit mindestens 67 verschiedene Fälschungen zum Schaden der Post seit Euroeinführung bekannt - vermutlich gibt es aber noch die eine oder andere Fälschung die dem Autor bisher noch nicht gemeldet wurde und daher dürften es realistisch schon über 70 Fälschungen seit 2002 geben.

Daher hier nochmals der Aufruf an alle, melden Sie bitte zum einen in der obigen Übersicht noch nicht gemeldete Fälschungen zum Schaden der Post seit Euroeinführung oder senden Sie leihweise diese zur Ansicht und Prüfung zu - schon jetzt danke an alle Informanten. Die eingehenden Informationen werden nach dem deutschen Presserecht selbstverständlich quellenrechtlich anonym behandelt.

Auch anonyme Zusendungen mit gefälschten Marken sind willkommen.

Weiter werden auch noch dort zwar gelistete teils etwas ältere Fälschungen gesucht, die aber im Original noch nicht zur Prüfung vorgelegen haben. Auch hier bittet der Autor um weitere Zusendungen - es ist auch im begrenzten Umfang ein Tausch Fälschung gegen Fälschung vorstellbar, um die Forschungssammlung weiter ausbauen zu können.

Schon jetzt vielen Dank an die bisherigen Informanten und Tipgeber - machen Sie weiter so, damit diese Fälschungen hier vorgestellt werden können.

Soweit für heute Neues aus der Fälscherküche

viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/briefmarken-und-ganzsachen/uebersicht-faelschungen-zum-schaden-der-post-seit-euroeinfuehrung.html
 
Journalist Am: 07.06.2020 18:35:22 Gelesen: 75210# 113 @  
@ Journalist [#111]

Hallo an alle,

die gefälschte Mopsfledermaus ist auch für die Motivarbeitsgemeinschaft Zoologie e.V. interessant und sie hat mit Erlaubnis des Autors diesen Teil des Artikels auf ihrer interessanten Webseite unter "News" eingestellt [1] - dazu hier erst einmal eine Bildschirmkopie der entsprechenden Seite zur Info und dann der passende Link für Zoologiesammler



Soweit noch eine interessante Ergänzung zu dieser Fälschung.

Viele Grüße Jürgen

[1] https://www.arge-zoologie.de/index.php/saeugetiere/264-hoehere-saeugetiere-eutheria/fledertiere-chiroptera/glattnasen-vespertilionidae/241-die-gefaelschte-mopsfledermaus
 
Journalist Am: 06.08.2020 19:51:55 Gelesen: 74066# 114 @  
Hallo an alle,

am 8. Juli 2020 ging in Saarbrücken vor dem dortigen Amtsgericht nach zwei Jahren und drei Sitzungen ein Betrugsprozeß um Briefmarkenfälschungen zu Ende. Die erste Verhandlung fand am 3. Dezember 2018 statt, die zweite nach einer Coronaverschiebung erst vor kurzem am 22. Juli 2020 und die letzte mit dem Urteilsspruch dann am 8. Juli 2020. Der Autor war extra an diesem Tag vor Ort und hatte auch die vorherigen Sitzungen beobachten lassen bzw. selbst beobachtet.

Dazu ist nur derzeit ein neuer Artikel für die Septemberausgabe der philatelie in Vorbereitung mit dem Titel "Aufdruckfälschungen bei ATM - ein aktueller Postbetrugskrimi".

In diesem Artikel geht es nicht nur um den dortigen behandelten Fall, es zeigt auch sehr gut die Schwachstellen des derzeitigen Vorgehens durch die Post und die Gerichte gegen die Fälscher auf.

Die Leser dieser Rubrik werden die Vorabveröffentlichung, die in circa 10 Tagen erfolgen wird, schon hier als erste erfahren.

Benutzt wurde Original Vordruckpapier mit dem Motiv Post Tower Bonn und Brandenburger Tor, obwohl laut dem Verpackungsmaterial, dieses ja ordentlich dokumentiert werden sollte, wie folgender Scan zeigt:



Soweit neues aus der Fälscherküche - viele Grüße

Jürgen
 
Journalist Am: 17.08.2020 18:42:23 Gelesen: 74068# 115 @  
Marke Marienplatz München (naßklebend) - 2 Auflagen ?

Hallo an alle,

ich habe hier zwei verschiedene naßklebende 10er Bogen der Marke aus der Serie U-Bahnstationen "Marienplatz München" 95 Cent vorliegen, die sich an verschiedenen Stellen im Druckraster unterscheiden.

Die einfachste Erkennung ist dabei die blaue Linie der U-Bahn selbst - in einem Fall hat sie ein leichtes weißes Raster - im anderen Fall hat Sie kein Raster !

Auch die anderen Farben haben unterschiedliche Rasterwinkel.

Fotos dazu folgen noch wenn alles klappt, vor einer Reise.

Wer kann diese Beobachtungen hier bestätigen, das ihm hier von dieser Marke entsprechende Exemplare mit obigen genannten Unterschieden vorliegen - schon jetzt danke für ihre Meldungen.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 18.08.2020 09:54:47 Gelesen: 73978# 116 @  
@ Journalist [#115]

Hallo an alle,

hier nun noch einige erste Bilder als Ergänzung zu gestriger Meldung. Zuerst einmal ein kompletter 10er Bogen mit 300 dpi gescannt - bezogen von der Versandstelle Weiden vor einigen Tagen - er hat im Bereich der blauen Farbe ein leichtes Raster:



Nun dazu ergänzend ein Bildausschnitt einer unteren linken Ecke im Vergleich:



Links sieht man die Marke aus obigen 10er Bogen - rechts die Marke aus anderer Quelle ohne Raster im Bereich des blauen Bandes - weiter ist hier auch gut erkennbar, das das rote Raster einen anderen Winkel hat, als bei der rechten Marke.

Ergänzend dazu ein weiterer Bildausschnitt von anderer Stelle der rechten oberen Marke aus dem Zehnerbogen vom rechten Bogenrand:



Links sieht man wieder die Marke aus obigen 10er Bogen von der VS-Lieferung - rechts im Vergleich dazu die Marke aus der anderen Quelle - erkennbar ist hier sehr gut, das rechts die blaue Linie kein Raster hat und im Bereich der gelben Farbe, das das rote Raster einen anderen Winkel hat als bei der linken Marke.

Wer kann hier von der rechen Marke (kein Raster im blau) echt gelaufene Exemplare melden ?

Wer kann hier von der rechten Marke (kein Raster in blau) postfrische Exemplare melden ?

Schon jetzt danke für entsprechende Antworten.

Gab es überhaupt in der letzten Zeit bekannte Fälle, bei denen eine naßklebende ondermarke in zwei Auflagen gedruckt wurde ? - und wenn ja welche waren das ?

Viele Grüße Jürgen
 
Vernian Am: 18.08.2020 10:44:13 Gelesen: 73960# 117 @  
Hallo,

wenn nicht die unterschiedlichen Rasterwinkel wären hätte ich erst mal nur vermutet es handelt sich um Farbsättigungsunterschiede.

Trotzdem stellt sich mir die Frage ob es sich zwingend um zwei Auflagen handeln muß, oder ob möglicherweise die eine Auflage nur auf zwei Maschinen gedruckt wurde, die sich aber (unerkannt) eben in dem Druckresultat etwas unterscheiden? Oder da ja heute alles digital gesteuert ist, der Druck wurde zwar auf einer Maschine, aber nicht in einem Durchgang durchgeführt, bspw. weil irgendein Problem auftrat. Bis zur Fortsetzung des Drucks erfolgte ein (automatisches?) Update der Software, welches Auswirkungen auf die Bildumsetzung in den Druck hatte, weshalb dann die Rasterausrichtung / Rasterpunktdichte / Farbintensität o.a.m. anders erfolgte als zuvor. Also das Ganze zwar im Grunde wie zwei Auflagen, nur unerkannt weil in ein und demselben Druckauftrag ausgeführt.

Reine Hypothese, aber denkbar, oder?

Best

Vernian
 
Journalist Am: 19.08.2020 09:38:41 Gelesen: 73853# 118 @  
@ Vernian [#117]

Hallo Vernian,

dazu werde ich auf alle Fälle auch noch demnächst einen Experten befragen. Aber bisher galt in der Regel immer, andere Raster - neue Druckauflage und dies müsste dann entsprechend auch katalogisiert werden - wie beispielsweise bei der Blumenmarke 62 Cent Pfingstrose selbstklebend - siehe Rollenmarkenkatalog:



Sollte diese rechte Marke mit dem anderen Raster und der blauen Linie ohne Raster allerdings nicht gestempelt im Bedarf groß gefunden werden oder auch postfrisch an verschiedenen Orten in Deutschland gefunden werden, wäre die Sachlage etwas anders.

In diesem Fall besteht dann der begründete Verdacht, das es sich um eine neue Fälschung zum Schaden der Post handeln würde ?

Diese wäre allerdings dann in sehr guter Qualität, da die rechte Marke mit der blauen Linie ohne Rasterung die selben Sicherheitsmerkmale wie die linke echte Marke aufweist - also sowohl UV stimmt fast identisch als auch das zweite Sicherheitselement "die seltenen Erden" wurde an den richtigen Stellen gedruckt.

In diesem Falle würde es sehr spannend werden, denn wenn diese Quelle weiter produziert, dann geht alles !

Daher hier noch einmal der Aufruf, diese Marke zu untersuchen, ob von der rechten Variante einiges gefunden wird oder nicht ? - denn die bisherige rechte Marke (bei der unter anderem die blaue Linie ohne Raster ist) stammt bisher nicht nachweisbar von einem Postschalterverkauf sondern aus einer anderen Quelle, die ich derzeit noch nicht weiter erläutern möchte.

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 20.08.2020 11:30:52 Gelesen: 73763# 119 @  
Hallo an alle,

gesucht werden immer noch erste sachdienliche Hinweise über die naßklebende Marke Marienplatz mit den folgenden Eigenschaften:



blaue Linie ohne Raster und anderes Raster rot



Wer kann von dieser Marke gestempelte Exemplare zeigen ?

Viele Grüße Jürgen
 
Journalist Am: 20.08.2020 17:02:37 Gelesen: 73647# 120 @  
@ Journalist [#114]

Hallo an alle,

vorhin wurde der oben angekündigte neue Artikel als Vorabveröffentlichung auf der Webseite "Moderne Postgeschichte" in der Hauptrubrik "Automatenmarken (ATM)" freigeschaltet [1].

viele Grüße Jürgen

[1] http://jolschimke.de/automatenmarken-atm/aufdruckfaelschungen-bei-atm-ein-aktueller-postbetrugskrimi.html
 
Journalist Am: 24.08.2020 20:01:46 Gelesen: 73658# 121 @  
Hallo an alle,

ist die Marke so selten, da noch niemand etwas gemeldet hat?

Viele grüße Jürgen
 
Vernian Am: 24.08.2020 23:09:05 Gelesen: 73617# 122 @  
@ Journalist [#121]

Die Zahl der Neuheitensammler Deutschland ist halt weiter rückläufig (ich besorge mir auch schon seit bald 20 Jahren nur noch was mir gefällt oder was durch Tausch und Postverkehr reinkommt), da gibt es vielleicht nicht mehr so viele, die die Marke (schon) haben (ich auch nicht) - und dann ist ja Urlaubszeit (viele sind verreist um C-19 als Souvenir mitzubringen).

Best

V.
 
Journalist Am: 29.08.2020 17:23:22 Gelesen: 73484# 123 @  
Hallo an alle,

ich möchte mit diesem Beitrag doch noch einmal dieses Thema etwas aus der Versenkung holen, in der Hoffnung dass nicht nur vernian sondern auch jemand anderes vielleicht doch einen Hinweis zu dem Thema geben kann -

viele grüße Jürgen
 
Winni451 Am: 29.08.2020 19:35:25 Gelesen: 73446# 124 @  
Schade, dass niemand weiterhelfen kann, auch ich nicht. Mein sehr geringer Bestand zeigt nur die "Normalform" (blaue Linie geraster).

Grüße
Winfried
 
drmoeller_neuss Am: 29.08.2020 20:17:23 Gelesen: 73417# 125 @  
Ich habe auch meinen Umschlag mit den Neuheiten von der Versandstelle getestet.

Ergebnis: Nur die gerasterte Normalform. Daher habe ich hier nicht gleich geantwortet.
 

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