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Thema: Moderne Postgeschichte: Internationales Remailing
Das Thema hat 174 Beiträge:
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AfriKiwi Am: 09.12.2010 03:27:21 Gelesen: 354394# 50 @  
Habe gerade dieses Aerogramm zurück bekommen von Österreich.

Es sieht mir aus als ob nachdem ich die Marken zu NZ $1.95 angebracht habe der Beleg nach SINGAPORE ging daher das PP Postage Paid Label mit Auftragsnummer 1880 von Singapore.

Gestempelt wurden die Briefmarken mit ein rechteckigen Wellen-Killer in Neuseeland oder Singapore, vermutlich in Singapore. Habe noch nie einen so hier gesehen, ohne Ort oder Datum.

Auf der Rückseite wurde meine Adresse zugeklebt aber war noch lesbar.

Eigenartig !

Erich


 
T-M 123 Am: 17.12.2010 00:36:18 Gelesen: 354116# 51 @  
@ AfriKiwi [#50]

So eigenartig finde ich das gar nicht.

Wenn ich die Aufschrift auf der Briefmarke richtig lese, ist der Brief mit UniversalMail, einer Neuseeländischen Privatpost, versendet worden?

Die deutschen Privatposten leiten Briefe ins Ausland auch per Remailing weiter, wenn auch nicht über Singapur, sondern oft z. B. über Holland, das von Deutschland aus gesehen doch etwas näher liegt.
 
DL8AAM Am: 17.12.2010 15:33:36 Gelesen: 354080# 52 @  
@ T-M 123 [#51]

ist der Brief mit UniversalMail, einer Neuseeländischen Privatpost, versendet worden?

Ja, das ist " UniversalMail, New Zealand", siehe http://www.universalmail.co.nz - zumindest passt der rechte "Kiwi" hierzu. Die ist in deren Onlinekatalog auf http://live.isitesoftware.co.nz/universalMail/documents/UM-StampCatalogue2010.pdf ganz unten gelistet. Die zweite 45 Centmarke finde ich dort nicht, tippe auf einen "anderen" Herausgeber, was dann den Versand- bzw. Leitweg etwas undurchsichtiger gestalten würde.

Wenn man sich UniversalMails Markenflut anschaut, ist man fast versucht zu sagen, dass die Dependancen der Scheichtümer um Ajman und Konsorten damals sogar eine sehr zurückhaltende und höchst seriöse Ausgabepolitik gefahren haben.

Eine kleine ketzerische Frage am Rande, bieten die eigentlich noch wirkliche Briefdienstleistungen an oder ist das eigentliche Kerngeschäft inzwischen der Verkauf von Sonderbriefmarken an Sammler ? ;-)) UniversalMail hat übrigens auch eine Tochter im Vereingten Königreich "UniversalMail United Kingdom" (http://www.universalmail.co.uk), wobei deren Webseite ganz oben auch gleich (nur) mit Briefmarken wirbt " UniversalMail United Kingdom Limited ... is the premier producer of scenic generic and personalised postage stamps in the UK. UniversalMail United Kingdom’s postage stamps can be used to send postcards or envelopes to any destination worldwide". Dabei finde ich folgenden Hinweis sehr interessant " An access agreement with Royal Mail enables any postcard or envelope bearing a UniversalMail United Kingdom postage stamp to be mailed through the extensive network of red pillar (post) boxes.", d.h. deren Privatpostbriefe können auch in die Briefkästen der "normalen" Post geworfen werden. Wer befördert die dann letztendlich ? Die RoyalMail, die sich dann ein Teil des Kuchens abschneidet? Oder trennt die den Privatpostanteil und leitet den dann der "UniversalMail United Kingdom" gegen Gebühr zu, die dann die Sendungen - zurück zum Thema - "irgendwo" als internationale Remailings in den UPU-Kreis einschleust?

Eigentlich schade, dass man so selten internationale Privatpostbelege zu Gesicht bekommt. Könnte ein interessantes Gebiet sein. Meine natürlich echte Bedarfsbriefe.

Gruß und FF
Thomas


 
AfriKiwi Am: 18.12.2010 11:02:33 Gelesen: 354043# 53 @  
@ DL8AAM [#52]

Hallo Thomas,

Die 45c ist eine normale NZ Marke von 1994 und die UniversalMail findet man logischerweise nur auf Überseepost und selten zu finden hier in Neuseeland jedenfalls.

Mein Aerogramm war ein Versuch überhaupt zu sehen genau was damit geschieht auf dem Postweg.

Ob ein gleiches Aerogramm mit NZD 1.90 normale Neuseelandmarke den gleich Weg nehmen würde, muß probiert werden.

Erich
 
T-M 123 Am: 19.12.2010 00:56:38 Gelesen: 354007# 54 @  
@ DL8AAM [#52]

Ja, man hat hat fast das Gefühl, dass sie sich nur deswegen mit Post beschäftigen, um einen Grund zu haben, Briefmarken zu produzieren. ;-) Wobei es auch deutsche Privatposten gibt, deren Markenausgaben weit über dem in machen Fällen überhaupt nicht vorhandenen Bedarf liegen. Bei einigen gibt es sogar Marken, aber keine Briefkästen, oder Marken, die zu keiner Portostufe passen; inwieweit die überhaupt noch als Briefmarke anzusehen sind ist meiner Ansicht nach fraglich.

UniversalMail UK ist mir bekannt. Falls der Transport der Sendungen tatsächlich ausschließlich durch Royal Mail erledigt wird, stellt sich die Frage, ob man UniversalMail UK überhaupt als Postunternehmen ansehen kann. Eigentlich wäre es dann nur ein Unternehmen, dass von Royal Mail eine Lizenz gekauft hat, selbst Briefmarken zu produzieren.

Ob das tatsächlich so abläuft weiß ich nicht. Ich habe zwar ein paar Scans von derartigen Briefen gesehen, die allerdings nicht viel verrieten: Ein "typischer" Remailing-Stempel mit PP-Vermerk und Rücksendeadresse fehlt ebenso, wie sonst irgend ein Vermerk, der darüber Aufschluss geben könnte, wie mit den Briefen verfahren wurde. Wenn überhaupt, wird die Marke durch Royal Mail entwertet, und das war es dann.

Das lässt vermuten, dass die Briefe von Royal Mail nicht aussortiert werden, sondern zusammen mit der normalen Auslandspost weiterbefördert werden. Andererseits habe ich auch schon (unbelegterweise) gehört, dass dies doch der Fall sein soll, außerdem soll UniversalMail angeblich wesentlich langsamer sein also Royal Mail, was auch dafür sprechen würde, dass die Briefe aussortiert und eventuell in einem anderen Land in das UPU-System eingeschleust werden.

Das erinnert mich irgendwie an die "Bezahlten Tickets" von TNT Spanien, die du im Thread "Moderne Hotelpost" erwähnt hast: Die schwedische Seite http://kjell.smult.com/turist_tnt.htm zeigt eine ganze Menge davon, davon auch einige, die über Ghana (!) gelaufen sind, und dort keinen Remailing-Stempel, sondern nur einen normalen Tagesstempel erhielten. Vielleicht leitet Universal Mail UK die Briefe auch über ein Land, das keine Remailing-Stempel verwendet? Ausschließen kann ich es nicht.

In Neuseeland gibt es glaube ich auch einige Privatposten, deren Briefe man bei New Zealand Post abgeben bzw. in deren Briefkästen einwerfen kann. Wenn ich mich richtig erinnere (und ich kann mich irren), ist das bei Pete's Post und bei New Zealand Mail der Fall, wobei letztere wohl irgendwie mit UniversalMail zusammenhängt. Aber da werden die Briefe dann wohl wirklich aussortiert und dem jeweiligen Postunternehmen übergeben.

Ich finde es auch schade, dass man Privatpostbelege aus dem Ausland praktisch nicht zu Gesicht bekommt, zumal mittlerweile wohl einige Länder Privatposten haben und einige davon sicherlich auch internationale Post (z. B. nach Deutschland) annehmen. Allerdings werden umgekehrt wohl auch kaum Briefe von deutschen Privatposten in Neuseeland ankommen.

@ AfriKiwi [#53]

Ah, danke für die Antwort, das verkompliziert natürlich alles noch einmal. Hast du das Aerogramm in einen Briefkasten der "Normalen" Post (New Zealand Post) oder in einen Briefkasten von UniversalMail geworfen? Laut http://www.universalmail.co.nz/ haben die wohl eigene Briefkästen?

Ich würde vermuten, dass ein mit normalen Marken frankiertes Aerogramm auch auf normalem Weg befördert werden würde. Sicher bin ich mir da aber auch nicht, hat doch TNT eine Weile lang in den Niederlanden aufgegebene (und dementsprechend mit niederländischen Marken versehene) Sendungen nach Großbritannien auf "privatem" Wege nach GB gebracht und dort mit Remailing-Labeln versehen Royal Mail als inländische Sendungen übergeben (möglicherweise tun sie das sogar immer noch). Da wäre theoretisch sogar doppeltes Remailing möglich gewesen: Z. B. deutsche Privatpost nach GB, per Remailing in NL aufgeben, dort von TNT wieder aussortiert und per Remailing in GB aufgegeben. Ich habe aber keine Ahnung, ob das wirklich gemacht wurde.

Gruß
T-M
 
AfriKiwi Am: 19.12.2010 07:01:32 Gelesen: 353991# 55 @  
@ T-M 123 [#54]

Hallo T-M 123,

ich habe drei Aerogramme im normalen Briefkasten ein geworfen. Grund ist, die Marke hat ein Nominal von NZ $1.50 und das das Porto kostet NZ $1.90 deswegen die extra Marke.

Das Nominal sollten genügend sein von einer UniMail für nur Postkarten. So frankiert sollten nur befördert werden in einem spezialen Briefkasten der normalerweise bei Information- Touristenplätzen zu finden sind.

Mein UniMailmarken stammen von 2004/5 und neue haben vielleicht ein erhöhtes Nominal. Wenn ich wieder welche kaufe werde ich es sicher bemerken!

Es gibt eine gute Reihe von PrivatPostbeförderer wie Pets Post etc. Dazu kommen dann noch deren eignen Marken die dann sicher als eigene Privatmarken erzeugt auf dem Markt kommen - meist als Reklame.

Es wird einfach zu viel zu sammeln und ich persönlich will mich damit gar nicht befassen, die jüngerer Generation kann sich damit erfreuen.

Erich
 
Pete Am: 19.12.2010 14:00:02 Gelesen: 353981# 56 @  
@ T-M 123 [#54]

Bei einigen gibt es sogar Marken, aber keine Briefkästen

Bei einigen Unternehmen existieren keine Briefkästen, dafür allerdings Annahmestellen. ;-)

Im Einzelfall sind die Briefmarken sicherlich auch nur zur Verwendung durch kleine Geschäftskunden gedacht, wo dann durch das Privatpostunternehmen auf Abruf bzw. an bestimmten Tagen pro Woche (Bsp. alle 2 Tage) abgeholt wird.

Ich gebe dir allerdings recht, dass man sich im Einzelfall als Sammler fragen muss, weshalb das Unternehmen Briefmarken herausgegeben hat.

Ich finde es auch schade, dass man Privatpostbelege aus dem Ausland praktisch nicht zu Gesicht bekommt, zumal mittlerweile wohl einige Länder Privatposten haben und einige davon sicherlich auch internationale Post (z. B. nach Deutschland) annehmen. Allerdings werden umgekehrt wohl auch kaum Briefe von deutschen Privatposten in Neuseeland ankommen.

In solch einem Fall muss der Sammler nachhelfen. ;-) Wenn man weiß, wie und wo man Briefe (egal ob mit oder ohne Marken) in Annahmestellen von deutschen Privatpostunternehmen einliefern kann und dafür sorgt, dass die Briefe zurückkommen, ergeben sich einige schöne Belege. Alternativ müsste man jemanden kennen, dessen Firma ein Kunde eines Privatpostunternehmens ist und nach vorheriger Absprache dann dort Briefe einliefern.

UniversalMail UK ist mir bekannt. Falls der Transport der Sendungen tatsächlich ausschließlich durch Royal Mail erledigt wird, stellt sich die Frage, ob man UniversalMail UK überhaupt als Postunternehmen ansehen kann. Eigentlich wäre es dann nur ein Unternehmen, dass von Royal Mail eine Lizenz gekauft hat, selbst Briefmarken zu produzieren.

Soweit mir bekannt ist, agieren die Mitbewerber der Royal Mail in Großbritannien vor allem als Konsolidierer. Es lohnte bislang nicht, ein eigenes Briefzustellnetz + -logistik aufzubauen, da die Konditionen der Royal Mail zur Einlieferung von Briefen der Mitbewerber vergleichsweise günstig waren (oder sind).

Gruß
Pete
 
T-M 123 Am: 22.12.2010 01:13:07 Gelesen: 353906# 57 @  
@ AfriKiwi [#55]

Vielen Dank für die Antwort.

Dadurch wird das ganze natürlich komplizierter, weil man nicht sagen kann, ob UniversalMail den Brief überhaupt bekommen und weitergeleitet hat oder ob er gleich nach Singapur ging.

Ich gehöre wohl ziemlich sicher zu der "jüngeren Generation", die du erwähnst, und ich beschäftige mich mit der Privatpost. Allerdings eher mit der deutschen, an die Ausländische kommt man schlecht ran von hier aus.

@ Pete [#56]

Ich gebe dir allerdings recht, dass man sich im Einzelfall als Sammler fragen muss, weshalb das Unternehmen Briefmarken herausgegeben hat.

Ja, ich meinte auch eher die Extremfälle, wo z. B. die Nennwerte der Marken nicht einmal zu den Portostufen passen, weil sie ganz offensichtlich überhaupt nicht dafür gedacht sind, überhaupt auf einem (Bedarfs-)Brief zu landen.

In solch einem Fall muss der Sammler nachhelfen. ;-) Wenn man weiß, wie und wo man Briefe (egal ob mit oder ohne Marken) in Annahmestellen von deutschen Privatpostunternehmen einliefern kann und dafür sorgt, dass die Briefe zurückkommen, ergeben sich einige schöne Belege. Alternativ müsste man jemanden kennen, dessen Firma ein Kunde eines Privatpostunternehmens ist und nach vorheriger Absprache dann dort Briefe einliefern.

Ja, in der Theorie ist das recht einfach. Allerdings nicht ganz so einfach umzusetzen, zumindest nicht für jeden. Die meisten Privatpostunternehmen sind ja auf einen relativ kleinen Bereich beschränkt, und wenn man nicht gerade z. B. beruflich ständig quer durch ganz Deutschland unterwegs ist (oder jemanden kennt, der das ist), kommt man nicht allzu häufig in das Gebiet einer Post, die man noch nicht kennt. Natürlich kann man auch extra wegen der Privatpost durch die Gegend fahren und an passenden Stellen einen Brief nach Hause aufgeben. Allerdings kostet das (je nach Entfernung) Geld, vor allem aber Zeit.

Praktisch ist es natürlich, wenn man jemanden kennt, der an den jeweiligen Orten vorbeikommt und noch jemanden sucht, der die Briefe empfangen würde. So kann man z. B. vereinbaren, dass der Absender zwei Briefe schickt, und einen davon in einem Umschlag an den Absender zurück schickt, sodass jeder einen hat.

Ganz Deutschland (bzw. alle Privatpostunternehmen) wird man in der Regel aber auch so nicht abdecken können.

Allerdings lege ich auch keinen Wert auf Vollständigkeit, dafür gibt es einfach zu viele Unternehmen, zu viele Marken, zu viele Leitwege usw.

Aber was Privatpost im Ausland angeht, selbst, wenn sie Briefe nach Deutschland annimmt, wird es ungleich schwieriger. einerseits kenne ich niemanden vor Ort, andererseits ist es von hier aus oft gar nicht klar, wo es überhaupt überall Privatpostunternehmen gibt, weil diese oft nur lokale Bedeutung haben. Und der Anteil der Bedarfspost, die bei Ausländischen Privatpostunternehmen nach Deutschland aufgegeben wird, dürfte recht gering sein, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass einem zufällig ein passender Beleg über den Weg läuft, sehr klein ist.

Soweit mir bekannt ist, agieren die Mitbewerber der Royal Mail in Großbritannien vor allem als Konsolidierer. Es lohnte bislang nicht, ein eigenes Briefzustellnetz + -logistik aufzubauen, da die Konditionen der Royal Mail zur Einlieferung von Briefen der Mitbewerber vergleichsweise günstig waren (oder sind).

Ja, das mit den Konsolidierern ist mir bekannt. Im Fall der UniversalMail UK fehlt aber ein PP-Stempel bzw. ein entsprechendes Label (POSTAGE PAID GB). Außerdem würde sich auch die Frage stellen, was es zu konsolidieren gäbe, wenn die Sendungen von den Kunden einzeln bei der Royal Mail abgegeben werden, statt von der UniversalMail.

Gruß

T-M
 
Pete Am: 22.12.2010 11:23:47 Gelesen: 353888# 58 @  
@ T-M 123 [#57]

Ja, ich meinte auch eher die Extremfälle, wo z. B. die Nennwerte der Marken nicht einmal zu den Portostufen passen, weil sie ganz offensichtlich überhaupt nicht dafür gedacht sind, überhaupt auf einem (Bedarfs-)Brief zu landen.

Hast du bei dieser Aussage konkrete Beispiele vorliegen? Normalerweise sollte die auf der Marke angegebene Portostufe auch verwendbar sein - Marken mit karikativem Hintergrund einmal ausgenommen. ;-)

Außerdem würde sich auch die Frage stellen, was es zu konsolidieren gäbe, wenn die Sendungen von den Kunden einzeln bei der Royal Mail abgegeben werden, statt von der UniversalMail.

Den Sinn habe ich bisher auch (noch) nicht verstanden *g*

Nachdolgend einmal ein Beispiel für ein Remailing der unfreiwilligen Art vom April 2010:



Der Absender aus Deutschland liefert bei einem Mitbewerber der Post (hier TNT Post Regioservice GmbH, Niederlassung Essen) einen Brief ein, der für einen Empfänger in Deutschland bestimmt ist. Seitens des Mitbewerbers wird der Brief allerdings (sicherlich versehentlich) an ein Postunternehmen im Ausland (hier Malta Post) zur Einspeisung in den internationalen Postverkehr übergeben. Diese leitet den Brief an die Deutsche Post AG weiter, damit der Brief abschließend beim Empfänger (hier in Bochum) über die DPAG (erkennbar an der Codierung unterhalb des Sichtfensters) zugestellt werden kann. *g*

Der im Scan gezeigte Brief war augenscheinlich aus Sicht von TNT Post Essen nicht maschinenlesbar. Ich nehme an, dass der Brief anschließend manuell sortiert wurde und versehentlich in die Auslandspostkiste anstelle der Kiste für Bochum geriet.

Gruß
Pete
 
T-M 123 Am: 22.12.2010 20:45:11 Gelesen: 353865# 59 @  
@ Pete [#58]

Hast du bei dieser Aussage konkrete Beispiele vorliegen? Normalerweise sollte die auf der Marke angegebene Portostufe auch verwendbar sein - Marken mit karikativem Hintergrund einmal ausgenommen. ;-)

Wie gesagt, das sind meiner Ansicht nach Einzelfälle. Aber ein Beispiel habe ich: Man vergleiche http://www.citybriefbretten.de/1.html und http://www.citybriefbretten.de/2.html

Der von dir gezeigte Brief ist interessant. Da ABA-Remailing verboten ist, hätte die DPAG eine Nachgebühr fordern können, sie scheint davon aber keinen gebrauch gemacht zu haben. Für Absender und Empfänger hatte das Versehen also wohl keine Konsequenzen.

Gruß
T-M
 
Pete Am: 24.12.2010 14:49:25 Gelesen: 353805# 60 @  
@ T-M 123 [#59]

Wie gesagt, das sind meiner Ansicht nach Einzelfälle. Aber ein Beispiel habe ich: Man vergleiche http://www.citybriefbretten.de/1.html und http://www.citybriefbretten.de/2.html

Diesen Unterschied zwischen den Briefmarkennominalen (40/ 50/ 80/ 135 Cent) und weiteren Netto/Bruttopreisen (42/ 55/ 75/ 140/ 215 Cent brutto) für Geschäftskunden (Vertragskunden) wirst du sicherlich bei einigen Briefdienstleistern sehen. Dies hat nix schlechtes zu bedeuten. ;-)

Bei der PIN Mail AG Berlin wird dies genauso gehandhabt: http://www.pin-ag.de/index.php?id=4 .

Bsp.: Ein C6-Briefmarkenbrief bis 20 g kostet dort 0,52 Euro (Briefmarkennominale); für Geschäftskunden der PIN Mail AG Berlin kostet es 0,45 Euro netto (= 0,54 Euro brutto).

Für Absender und Empfänger hatte das Versehen also wohl keine Konsequenzen.

Eventuell ergaben sich Laufzeitkonsequenzen. *g*

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 01.02.2011 17:27:24 Gelesen: 352390# 61 @  
Schon knapp drei Wochen ohne Posting, also mal wieder was aus den Fingern saugen. ;-)

Remailing gibt es auch mit dem FRANKIERSERVICE der Deutschen Post:



Ausschnitt eines C6-Großbriefes des Tourismusverbands "Region Hochkönig" aus 5761 Maria Alm (Österreich), frankiert per FRANKIERSERVICE der Deutschen Post (Gerätenummer 1D050001B7) vom 23.04.2010. Rücksendeadresse ist das für internationales Remailing sehr bekannte Postfach 3001 in 36243 Niederaula.

Interessant ist, dass mir vom gleichen Tag und mit gleicher Gerätenummer weitere FRANKIERSERVICE-Sendungen aus Österreich vorliegen:

-) Tourismusverband Filzmoos
-) Österreichische Wanderdörfer e.V.
-) Tourismusverband MondSeeland

Scheinbar sitzt in DL ein Unternehmen, dass für verschiedene österreichische Tourismusverbände Werbesendungen "behandelt". Vielleicht übernehmen die sogar die Zusammenstellung und das Eintüten der Postsendungen vor Ort. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Sendungen physisch aus Österreich nach DL gingen und hier nur der Post zum Versand übergeben wurden, auch da die Unterlagen - wie man mir sagte - bereits 1-2 Tage nach der Anforderung beim Empfänger in DL eingingen.

Gruß
Thomas
 
Pete Am: 01.02.2011 22:09:09 Gelesen: 352376# 62 @  
@ DL8AAM [#61]

Scheinbar sitzt in DL ein Unternehmen, dass für verschiedene österreichische Tourismusverbände Werbesendungen "behandelt". Vielleicht übernehmen die sogar die Zusammenstellung und das Eintüten der Postsendungen vor Ort.

Eventuell steht der Drucker (bzw. die Druckerei) in Deutschland und die Daten werden online vom Absender an den Drucker übermittelt. Demnach würde es sich dann um Hybridpost handeln. *g*

Zumindest spräche die Laufzeit der Sendungen von 1-2 Tagen für einen Inlandsversand.

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 02.02.2011 14:55:18 Gelesen: 352355# 63 @  
@ Pete [#62]

Demnach würde es sich dann um Hybridpost handeln

Im Fachjargon dürfte das identisch zu "non-physical, international ABB-Remailing" sein, oder ?

http://www.philapedia.de/mediawiki/index.php?title=Remailing&printable=yes sagt:
"Beim non-physical Remailing werden die entsprechenden Massensendungen per Internet oder Datenträgern ins Ausland geschafft, dort ausgedruckt und per Post versendet.", d.h. eine Art internationaler Hybridpost. ;-)

Apropos Hybridpost, die gute alte, inzwischen eingestampfte ePOST ("ePOST CLASSIC") wäre auch einmal ein dankbares Thema. Leider ist hier wohl auch nahezu 99% aller Umschläge auch nur Altpapier geworden und der Rest liegt im Strassengraben.

Ich finde in meinen Kisten zumindest kaum noch eine handvoll Belege, wenn überhaupt. :-(

Gruß
Thomas
 
DirkMHoffmann Am: 28.03.2011 17:04:33 Gelesen: 350232# 64 @  
Hallo,

die Sendungen kommen aus Wien.

Wenn jemand Interesse an Informationen zu Remailing hat, bitte Bescheid sagen, ich arbeite jetzt seit 18 Jahren in dem Bereich, die längste Zeit für Spring Global Mail.

Gruß
Dirk
 
DL8AAM Am: 28.03.2011 19:55:51 Gelesen: 350219# 65 @  
@ DirkMHoffmann [#64]

Hallo Dirk,

meinst Du die Belege aus dem Beitrag [#61], d.h. die Tourismusverbandswerbung aus Österreich, versandt über Deutschland und frankiert per "FRANKIERSERVICE der Deutschen Post" (Postfach 3001, 36243 Niederaula).

Fragen ? Nur Fragen ! ;-)) Zum Beispiel, wer welches Remailingunternehmen hinter diesem Postfach steckt, wenn nicht sogar die Deutsche Post selbst.

Ansonsten lies einmal in unserem Forum, was wir hier so alles geschrieben haben. Vermutlich wird sich ein Insider die Haare raufen, auf Grund unserer falschen Annahmen. ;-))

Eine nette Idee wäre, Du schreibst Deine Memoiren in Form eines ganz dicken Buches. ;-))

Aber ernsthaft, kennst Du die Veröffentlichung von Alex Gundel "The Globalization of the Mail Market Through Remail and Direct Entry Mail" [1]. Dort wird viel vorstellt, wobei aber noch sehr viele Punkte philatelistisch noch nicht geklärt sind.

Ich vermute, dass "ihr", d.h. Spring Global Mail, für diesen Brief verantwortlich wart, oder ? ;-)



Post bei einem kanadischen Kunden eingesammelt, für die UPU-Einlieferung in den USA vorbereitet, dann aber irgendwie "anders" nach Deutschland gekommen und hier über die Privatpostschiene TNT > CITIPOST zugestellt?

Ich vermute nicht, dass der Brief bei der US Post (trotz des USPS "Postage Paid"-Labels) eingeliefert wurde und die USPS den Brief zur Zustellung an eine deutsche Privatpost geleitet hat, sondern das "Ihr" entschieden habt, dass der Brief günstigerweise "privat" nach DL zu transportieren und dann erst hier der TNT zur Zustellung zu übergeben sei. Ist die rote Kennziffer (oben rechts) bekannt ? Was besagt diese ?

Gruß
Thomas

[1]: http://www.rhombos.de/shop/a/show/article/?7
 
DirkMHoffmann Am: 29.03.2011 15:10:33 Gelesen: 350179# 66 @  
Hallo Thomas,

ich muss mir den ganzen Thread mal durchlesen, das dauert bestimmt etwas länger, aber stehen schon ein paar interessante Sachen drin.

Kurz zu der Geschichte mit der Österreich Werbung. Spring arbeitet für diesen Kunden und verpackt die Sendungen in der Niederlassung in Wien und übergibt sie zur Zustellung in Deutschland an die Deutsche Post. Die Frankatur in Niederaula, das deutsche Auswechselpostamt der DPAG, deutet darauf hin, dass dies eine Sendung ist, die aus dem Ausland kommt.

Was Dein Beispiel mit der USPS Frankatur betrifft so ist das ein wenig anders.

Der Versand aus den USA heraus, findet leider nicht mehr zu UPU - Konditionen statt, da die USA eines der IC - Staaten sind und somit auch Stück - Kg - Kombinationen für Ihre Sendungen nach Westeuropa bezahlen. Es gibt einige Postgesellschaften, die sich der alternativen Zustelldienste hier in Deutschland bedienen, gerade im Bereich der leichtgewichtigen Sendungen ist das durchaus lohnend. In diesem Falle ist es anscheinend so, dass die USPS ihre Sendungen der TNT Post in Deutschland übergeben hat, die diese dann über Citipost hat zustellen lassen.

Dir rote Nummer oben rechts müsste eigentlich die Registrierungsnummer der Frankiermaschine sein.

Ich habe übrigens die Fronten gewechselt und arbeite jetzt für die Österreichische Post hier in Deutschland. :-)

Gruß
Dirk
 
T-M 123 Am: 11.04.2011 10:26:09 Gelesen: 349653# 67 @  
Im Blumen-Thread (wo man leider nur mit Einladung schreiben darf) zeigt Phila-Fan eine Büchersendung aus Deutschland in die Niederlande mit einem Aufkleber "port betaalt/DHL GM/nederland". Ist das auch ein Fall von Remailing? Für mich sieht es fast so aus, aber ich wusste nicht, dass die DPAG (bzw. DHL) das auch macht. Von TNT ist es ja schon länger bekannt.

Gruß

T-M
 
Jürgen Witkowski Am: 11.04.2011 10:37:46 Gelesen: 349651# 68 @  
@ T-M 123 [#67]

Um das Thema Remailing diskutieren zu können, hier der fragliche Beleg:



Mit besten Sammlergrüßen
Jürgen
 
Pete Am: 11.04.2011 22:07:02 Gelesen: 349623# 69 @  
@ T-M 123 [#67]

Im Blumen-Thread (wo man leider nur mit Einladung schreiben darf) zeigt Phila-Fan eine Büchersendung aus Deutschland in die Niederlande mit einem Aufkleber "port betaalt/DHL GM/nederland". Ist das auch ein Fall von Remailing? Für mich sieht es fast so aus, aber ich wusste nicht, dass die DPAG (bzw. DHL) das auch macht. Von TNT ist es ja schon länger bekannt.

Nachfolgend zwar nicht ganz zur Frage passend, aber Deutsche Post AG / DHL hätte in der Vergangenheit (theoretisch) die aus Deutschland stammenden und für die Niederlande bestimmte Sendungen über den eigenen Briefdienst "Selekt Mail" zumindest teilweise zustellen können. Die niederländische Post TNT betreibt seit mehreren Jahren ein Konkurrenzunternehmen in Deutschland, die DPAG tat bis vor kurzem (?) gleiches in der Briefsparte in den Niederlanden.

http://nl.wikipedia.org/wiki/DHL_Global_Mail

Die Arbeitsbedingungen von TNT Post Deutschland waren immer wieder Thema in den deutschen Medien - gleiches galt auch für die DPAG-Tochter Selekt Mail in den Niederlanden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,522241,00.html

Im Januar 2011 wurde bekannt, dass einer weiterer niederländischer Konkurrent, das Unternehmen Sandd, Selekt Mail übernehmen wolle; über eine erfolgte Übernahme ließ sich im Moment nichts finden:

http://www.wallstreet-online.de/nachricht/3082176-sandd-will-von-deutscher-post-selekt-mail-uebernehmen

TNT Post Deutschland versucht(e) mehrfach auf eine (mögliche) Ungleichbehandlung zwischen der DPAG und deren Konkurrenten aufmerksam zu machen, Selekt Mail tat dies genauso:

http://www.business-traveler.eu/nachrichten/16031/Deutsche-Post-und-Selekt-Mail-erheben-Beschwerde-gegen-Verlangerung-des-Briefmonopols-in-den-Niederlanden.html

Gruß
Pete
 
DL8AAM Am: 19.04.2011 15:51:02 Gelesen: 349346# 70 @  
Heute kam vom US-amerikanischen den Lulu.com Buchversand (Raleigh, NC) das 271-seitige, deutschsprachige Handbuch "USA: Postwertzeichen mit variablem Wertaufdruck (1989-2000)". Von zusätzlichen Interesse war der "Umschlag", vielleich sogar mal wieder ein gutes altes, klassisches "traditional remailing" statt eines dieser modernen ETOE (Extraterritorial Exchange Offices) Remailings, oder steckt dort doch ein französisches ETOE von La Poste in Brüssel dahinter?



Absender LULU Service Expeditions in 53100 Mayenne (Frankreich) [laut beiliegenden Lieferschein "Lulu.com, Raleigh, NC 27607, USA und "shipped via UPS Mail Logic Economy"], frankiert per belgischem PPI mit der "Lizenznummer" BPI/4457. Rücksendeadresse ist das Postfach 4457 in 1934 Brüssel ("P.O.B 4457 // 1934 BRUS"). Die Postleitzahl 1934 steht für "Brussel X-Luchthaven Remailing/Bruxelles X-Aeroport Remailing", also doch ein ETOE ? Weder das Postfach noch die Lizenznummer taucht bisher in der Literatur auf ?



Gruß
Thomas
 
DL8AAM Am: 26.08.2011 19:12:20 Gelesen: 344829# 71 @  
Nach einiger (bzw. langer langer) Zeit ist hier wieder eine Remailingsendung eingetroffen, die nicht über die "Big Five" (DHL, Swiss, TNT etc.) geleitet wurde. Scheinbar lebt in einigen Gegenden Welt noch die guten alten Remailingidee weiter?

Auf einem (seriösen) Brief aus Indien (der ursprüngliche Absender wurde korrekterweise per farbigem Tesafilm unkenntlich gemacht) nach DL fand ich folgenden PPI:



Zu dem genannten " Pusat Mel & Kurier" (aka: Pusat Mel dan Kurier) konnte ich bisher noch keinerlei Informationen oder Meldungen im Zusammenhang mit Remailing finden, ausser einer Warnung vor einer dubiosen Gewinnbenachrichtung aus 2010 [1]. Hier wird "LOCKED BAG NO 13" in der Rücksendeadresse angegeben. In der Sendung aus Indien steht die Nummer 0027, daher geht meine erste Vermutung in Richtung einer "Kunden-ID" ?

Hat hier jemand weitere Belege bzw. hat nähere Informationen?

Gruß
Thomas

[1]: http://astrocat.proboards.com/index.cgi?board=general&action=post&thread=63"e=631&page=4
 
agundel Am: 29.08.2011 12:13:08 Gelesen: 344718# 72 @  
Hallo,

wollte mich mal wieder melden. Mittlerweile gibt es in der Yahoo Group 33 Newsletter. Das Buch von 2003 hat natürlich viele Lücken, aber kaum Fehler. Die Newsletter decken ein paar dieser Lücken ab.

Ich verdiene übrigens wegen der geringen Auflage noch nichts am Verkauf des Buchs. Es ist über amazon.de zu bekommen. Es ist schon sicher, dass 2012 noch keine Neuauflage kommt. Es ist eine immense Arbeit.

Zu vielen der hier gestellten Fragen gibt das Buch Auskunft. Ich möchte heute zu einigen wenigen Einträgen etwas schreiben. [#14], [#26], [#58] sind nicht in Neuseeland oder Malta gewesen. Meine Vermutung ist, dass diese PPI in den USA bzw. in London angebracht worden sind. [#49] mit dem Postfach 7003 wurde vermutlich schon in der Schweiz angebracht (alle mit 7003 kommen aus der Schweiz).

[#14] P.O.Box 91958 ist TNT/Spring. [#39] HQ 511 ist Spring. [#50] Singapore Label ist von Spring/TNT.

[#65] ist sehr interessant. PPI und rote Ziffern rechts wurden in Canada von TNT/Spring angebracht (Kennung YYZ siehe Buch S.132). TNT (wahrscheinlich bei der Übergabe in Buffalo oder Chicago) hat dann entschieden, den Brief selbst in die Niederlande zu transportieren, usw. Ich wäre froh, wenn ich mal die gesamte Korrespondenz von RCI sehen könnte.

Remail ist ein Sammelgebiet, das nie vollständig sein kann. Ein einzelner Sammler kann auch nie alles wissen. An Dirk hätte ich eine für mich wichtige Frage. Wie grenzen sich heute TNT und Spring im Briefgeschäft ab? In welchen Ländern ist die Marke Spring sichtbar?

Bis demnächst,
Alex
 
Postgeschichte Am: 29.08.2011 16:59:24 Gelesen: 344695# 73 @  
@ agundel [#72]

Hallo Alex,

welches Buch ist denn hier gemeint, " Through Remail and Direct Entry Mail: Postal History Notes" oder das in meiner Bibliothek befindliche " Remail and the Globalization of the Mail Market"? Beide Bücher sind offensichtlich in englischer Sprache. Gibt es diese auch in deutscher Übersetzung? Übrigens kannst Du Deine Bücher hier auf Philaseiten anbieten. Klicke links auf "PhilaBuch" und gebe Dein Buchangebot ein.

Gruß
Manfred
 
agundel Am: 29.08.2011 18:24:30 Gelesen: 344679# 74 @  
Manfred,

gute Frage! Bei amazon.de hat der Verlag nicht den vollständigen Titel eingegeben. Er lautet "The Globalization of the Mail Market Through Remail and Direct Entry Mail". Ich habe mit dem Verkauf absolut nichts zu tun.

Eine Übersetzung wird es nicht geben. Das Thema ist so international, dass es gar keine Frage war auf Deutsch zu schreiben.

Gruß,
Alex
 

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